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Akademie der Diozöse Rottenburg-Stuttgart

Vortrag

101 Jahre Russische Revolution. Geschichte, Erinnerung und aktuelle Politik

vom 17.05.2018

Noch 100 Jahre nachdem die Russische Revolution 1917 das damalige Zarenreich erschütterte sind ihre Folgen und Nachwirkungen spürbar. Zwar muss diesem einschneidenden Ereignis der russischen Geschichte angemessen gedacht werden, aber angesichts der 2003 in Georgien, 2004 in der Ukraine und 2005 in Kirgisien vollzogenen Farbrevolutionen fällt dies der russischen Regierung besonders im Jubiläumsjahr schwer. Als Experte für postsowjetische Erinnerungspolitik und Kenner der Russischen Revolution beleuchtet der Schweizer Slawist Prof. Dr. Ulrich Schmid von der Universität St. Gallen die langfristigen Nachwirkungen der Russischen Revolution, nicht nur auf die russische, sondern auch auf die globale Politik. In seinem Vortrag am 17. Mai 2018 von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Tagungshaus Weingarten geht er der Frage nach, wie die Erinnerung an die Revolution 1917 durch politische Akteure instrumentalisiert wurde und immer noch wird. Zudem beleuchtet er, welchen Veränderungen die Erinnerung an die Russische Revolution  unterlag, einerseits im kollektiven Gedächtnis, andererseits in der offiziellen staatlichen Erinnerungspolitik. Veranstalter des Vortrags ist die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Fachbereich Geschichte, im Rahmen des Bodenseefestivals. Der Eintritt zu diesem öffentlichen Vortrag ist frei, Spenden sind erwünscht. Um eine Voranmeldung per E-Mail an geschichte@akademie-rs.de wird gebeten, die dann ohne Bestätigung gültig ist. Aber auch spontan Entschiedene sind willkommen.

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Tagung

Marx heute - Symposium zum 200. Geburtstag

vom 04.05.2018

Die Neuphilologische Fakultät der Universität Heidelberg lädt am 4. Mai 2018 zu einem Symposium anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx in die Neue Universität ein. Die wissenschaftsgeschichtliche Tagung fragt nach der Aktualität und Präsenz Marxschen Denkens in Methodik und Theorie in der Geschichtswissenschaft, der Philosophie, der Soziologie, den Südasienstudien und der Literaturwissenschaft. Dem liegt die Beobachtung der Veranstalter zugrunde, dass nach den 1960er-Jahren in den Sozialwissenschaften durch die Einführung von poststrukturalistischer und postmoderner Theorie eine Abkehr von Marx stattgefunden hätte. Folgende Themen behandeln die fünf Vorträge auf dem Symposium: Ist Marx noch relevant für die Geschichte?, Zwischen Asiatischer Produktionsweise und historiografischer Perspektive: Marx und die Südasienwissenschaften, Klassenkampf als bewegendes Prinzip. Karl Marx und die Klassentheorie, Der „Unheilbare Riss“. Marx und die Ökologie und Marx und Literatur. Die Veranstaltung beginnt um 14:00 Uhr im Hörsaal 14 der Neuen Universität. Die Veranstaltung ist öffentlich; der Eintritt ist frei.

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Tagung

Marx und der Marxismus. Zum Verhältnis von Theorie und Praxis

vom 28.04.2018

Der Student_innenRat der Universität Leipzig und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen laden am 28. April 2018 zu ihrer jährlichen Marx Expedition in die Universitätsbibliothek Albertina zu einer Tagung anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx ein. Am Erscheinungsort des Hauptwerkes des Ökonomen, möchten Expertinnen und Experten über das Verhältnis von Theorie und Praxis bei Marx und im Marxismus diskutieren. Die Veranstalter verstehen Marx und den Marxismus in enger Anlehnung an Foucault als Diskursiv, bzw. Diskursivitätsbegründer. Neben einer ausführlichen Abschlussdiskussion wird sich dem untersuchten Verhältnis in drei Panels genähert. In einer ersten Session werden theoretische Ansätze zu poststrukturalistischer Kapitalismuskritik und dem Zusammenhang zwischen wissenschaftlichem Sozialismus und emanzipatorischer Sozialwissenschaft kritisch diskutiert. Die zwei weiteren Panels gehen in die empirische Diskursanalyse. Das widersprüchliche Verhältnis von herrschaftslegitimierender Funktion des Marxismus in der DDR und kritischen Lesarten wird untersucht. Im dritten Panel werden die Marx-Bezüge der Neuen Linken und ihrer Kritiker in der BRD genauer beleuchtet.Die Tagung beginnt um 11.00 Uhr. Die Spendenempfehlung der Veranstalter bei Teilnahme an der Konferenz beträgt 5 Euro bis 10 Euro. Um eine Anmeldung unter schmohl@rosalux-sachsen.de wird gebeten.

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Tagung

Das lange Ende des Ersten Weltkriegs. Europa zwischen gewaltsamer Neuordnung und Nationalstaatsbildung

vom 21.04.2018

Am 21. April 2018 findet in Erfurt das wissenschaftliche Tagesseminar „Das lange Ende des Ersten Weltkriegs. Europa zwischen gewaltsamer Neuordnung und Nationalstaatsbildung“ statt. Am 11. November 1918 tritt ein Waffenstillstand in Kraft und mit ihm offiziell das Ende des Ersten Weltkriegs ein. Das Jahr 2018 ist reich an Veranstaltungen, die den 100. Jahrestag zum Anlass nehmen, sich eingehend mit der Katastrophe des Ersten Weltkrieges zu beschäftigen. Zwar findet auch diese Veranstaltung im 100. Jahr nach Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen statt, jedoch hat sie zum Ziel, in Frage zu stellen, inwieweit das Jahr 1918 die historische Zäsur sein kann, die zu sein ihm allgemein zugesprochen wird. Die Veranstalterinnen und Veranstalter argumentieren, dass das Jahr 1918 kein universelles Kriegsende in Europa markiere, sondern dass vielmehr die mit ihm einhergehenden Prozesse wie der Zerfall des Russischen Imperiums, der Habsburger Monarchie und des Osmanischen Reiches gewaltsame Konflikte nach sich ziehen, die weit über das vermeintlich friedensstiftende Jahr 1918 hinausreichen. Die Teilnahme am Tagesseminar ist nur nach Anmeldung möglich. Anmeldungen nimmt Andrea Bloßfeld von der Landeszentrale entgegen.

Screenshot der Webite des Historischen Kollegs

Symposium

Gute Erinnerungen an böse Zeiten – Nostalgie in „posttotalitären“ Erinnerungsdiskursen nach 1945 und 1989

vom 18.04.2018 | bis zum 20.04.2018

Vom 18. bis 20. April findet am Historischen Kolleg in München das wissenschaftliche Kolloquium „Gute Erinnerungen an böse Zeiten – Nostalgie in „posttotalitären“ Erinnerungsdiskursen nach 1945 und 1989“ statt. Im Zentrum der Konferenz steht die Beziehung zwischen kollektiver und individueller Erinnerung an die Zeiten totalitärer Regime. Zu Grunde liegt die Annahme, dass das, was als "kollektive Erinnerung“ einer Gesellschaft, und damit als „richtig“ wahrgenommen wird, von normativen Erinnerungsdiskursen geprägt sei. Der Erforschung anderer Formen der Erinnerung widmen sich seit den 1980er-Jahren Ansätze wie z.B. Oral History und Alltagsgeschichte. Diese lassen individuelle Erinnerungen zu Wort kommen, welche nicht deckungsgleich mit den „richtigen“ Erinnerungen sind, die dem normativen Diskurs entsprechen. Im Zuge einer umfassenden Analyse der Erinnerungskultur kann eine Berücksichtung persönlicher Erinnerungen, die dem dominanten Erinnerungsdiskurs nicht entsprechen, nicht ignoriert werden. Im Zuge der Veranstaltung wird vor allem die Frage des positiven Erinnerns an die Zeit des  Nationalsozialismus und Staatssozialismus thematisiert, wie zum Beispiel die positiven Erfahrungen von Gemeinschaft unter Jugendlichen während des Dritten Reiches. Darüber hinaus werden die Schwierigkeiten verschiedener Ansätze im wissenschaftlichen Umgang mit Erinnerungen diskutiert. Es wird um Anmeldung bis zum 2. April 2018 unter joern.retterath@historischeskolleg.de gebeten. Eine Teilnahme an den wissenschaftlichen Kolloquien ist nur nach bestätigter Anmeldung beim Historischen Kolleg möglich.

Logo des AvS

Symposium

Verfolgte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Opfer der Diktatur würdigen – Erinnerungsarbeit vernetzen

vom 23.03.2018 | bis zum 24.03.2018

Vom 23. bis 24. März 2018 findet im Kurt-Schumacher-Haus in Hamburg die Tagung “Verfolgte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Opfer der Diktatur würdigen – Erinnerungsarbeit vernetzen” statt. Die Veranstaltung wird vom Arbeitskreis der ehemals verfolgten und inhaftierten Sozialdemokraten (AvS) organisiert. Fokus ist der Umgang mit und die Erinnerung an die Schicksale von SPD-Mitgliedern während der NS-Diktatur, der sowjetischen Besatzung und der SED-Diktatur. Die Veranstaltung setzt sich zum Ziel, die Grundlagen für eine erfolgreiche Erinnerungsarbeit für diese Gruppe zu schaffen. Die soll zum einen durch Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Parteimitgliedern und Angehörigen geschehen, zum anderen durch die Bereitstellung der für die Erinnerungsarbeit praktisch notwendige Informationen, wie Hinweise auf verfügbare Materialien und methodisches Vorgehen. Das Datum der Veranstaltung ist nicht zufällig gewählt: Am 23. März 1933 hielt der Sozialdemokrat Otto Wels im Reichstag eine Rede gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten, er steht symbolisch für die in deutschen Diktaturen verfolgten Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten denen sich die Erinnerungsarbeit der AvS widmet. Der AvS ging im Jahr 2016 aus der Fusion der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten und des Arbeitskreis der politischen Häftlinge in der SBZ/DDR hervor. Für die Teilnahme am gemeinsamen Abendessen am 23.3. ist eine Anmeldung bis zum 21.03.2018 an martens@avs-hh.de erforderlich. Ein Kostenbeitrag von 20 Euro ist vor Ort zu entrichten.

Logo des Ausstellungs- und Gedenkorts: Friedhof der Märzgefallenen

Veranstaltungsreihe

170 Jahre Märzrevolution. Veranstaltungsprogramm zum Gedenken an die Berliner Barrikadenkämpfe am 17. und 18. März 2018

vom 17.03.2018 | bis zum 18.03.2018

Der Friedhof der Märzgefallenen lädt in Kooperation mit dem August Bebel Institut und der Aktion 18. März zum 170. Jahrestag der Barrikadenkämpfe der Märzrevolution 1848 zu einer Reihe von Gedenkveranstaltungen ein. Auf der Gedenkstunde für die Opfer der Barrikadenkämpfe auf dem Friedhof der Märzgefallenen werden neben dem regierenden Oberbürgermeister Berlins Michael Müller auch andere Politiker und Politikerinnen zu Wort kommen. Neben der offiziellen Gedenkstunde auf dem Friedhof gibt es zahlreiche Begleitveranstaltungen. Führungen durch die Ausstellung des Gedenkortes, eine Stadtführung durch Berlin zu Orten der Revolutionen 1848 und 1918/1919, ein Diskussionsabend zur Sklavenrevolution in Haiti 1791, ein abwechslungsreicher Kulturabend im kreuzberger Programmkino Moviemento und einiges mehr. Die genauen Veranstaltungsorte und -Zeiten können sie dem ausführlichen Programm hier entnehmen.

Screenshot der Website des ZZF

Tagung

„It’s the economy, stupid …“? Begriff und Praxis der Ökonomisierung in der Zeitgeschichte

vom 01.03.2018 | bis zum 03.03.2018

Die Tagung „It’s the economy, stupid …“? Begriff und Praxis der Ökonomisierung in der Zeitgeschichte “findet vom 1.3. bis 3.3. 2018 am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam statt. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Bedeutungssteigerung des Ökonomischen. Der Titel der Tagung zitiert Bill Clintons Wahlkampfslogan von 1992. Dadurch wird bereits klar, dass es sich bei der Bedeutungssteigerung des Begriffes nicht um ein junges Phänomen handelt, sondern um eine bereits seit mehreren Jahrzehnten andauernde Entwicklung. Die Tagung beschäftigt sich mit verschiedenen Perspektiven auf diese Entwicklung. Die Debatte um ökonomisierende Prozesse wurde in der Vergangenheit oft von deren negativen und positiven Auswirkungen her gedacht und wurde dementsprechend emotional aufgeladen geführt. Ziel dieser Tagung ist es, den Begriff der Ökonomisierung selbst zu analysieren und zu untersuchen, wie unterschiedliche Vorstellungen von Ökonomisierung in die bisherige Debatte einflossen und diese prägten. Der Fokus der Beiträge reicht von soziologischen und juristischen bis hin zu gesundheits- und sportpolitischen Perspektiven auf die Begriffsgeschichte der Ökonomie. Es wird um Anmeldung bis zum 26. Februar 2018 unter: neumaier@zzf-potsdam.de gebeten.

Logo der Universität Genf

Workshop

Transnational Relations between Eastern Europe/USSR and the Middle East during the Cold War

vom 22.02.2018 | bis zum 23.02.2018

Die vielfältigen transnationalen Beziehungen zwischen Ost-Europa, der Sowjetunion sowie den Pendants im Nahen Osten während des Kalten Krieges haben in der Forschung jüngst eine wachsende Aufmerksamkeit erfahren. Ziel des Workshops in Genf ist es, noch einen Schritt weiter zu gehen und unter Berücksichtigung der langen Geschichte dieser Beziehungen die intensive Vernetzung dieser Regionen hervorzuheben. Dabei stehen drei Themen bzw. Fragen im Mittelpunkt.Der erste Fokus liegt auf gesellschaftlich einflussreichen Akteuren aus Wissenschaft, Presse und Handel, die sich bereits vor dem Kalten Krieg oft durch religiöse oder solidarische Netzwerke verbanden. Welche Rolle spielten die Religiosität und Solidarität noch in der Zeit des Ost-West-Konflikts? Welchen Einfluss hatten politische und wirtschaftliche Beziehungen aus der Vorkriegszeit? Wie wirkte sich das Wettrüsten auf die interregionalen Beziehungen aus? Zweitens wurden in der Perspektive der longue durée sowohl Osteuropa als auch der Nahe Osten als „Orient“ Westeuropas konstruiert. Inwiefern kann man beide Regionen als eine verknüpfte Peripherie Europas sehen? Damit verbindet sich drittens die Frage, ob die Bewegung der Blockfreien Staaten (Non-Aligned Movement, NAM) in den 1950-er und 60-er Jahren aus der Perspektive der verknüpften Peripherie neu interpretiert werden müssten. Könnte man beispielsweise die Gründung der NAM als Versuch sehen, einen vom Westen losgelösten östlich-mediterranen Raum zu schaffen?

Logo des BKGE

Tagung

Mittel- und Osteuropa nach dem Ersten Weltkrieg

vom 31.01.2018 | bis zum 02.02.2018

Die Tagung „Mittel- und Osteuropa nach dem Ersten Weltkrieg“ beschäftigt sich mit den fünf Jahren nach der Russischen Revolution und dem Ende des Ersten Weltkriegs 1917. Diese Zeit war geprägt von den Bemühungen um eine internationale Friedensordnung und um die Emanzipation bisher unterdrückter Nationen. Ebenso herrschte ein starker politischer Revisionismus vor, der Kampf um territoriale Ansprüche und ein Übermaß an politischer Gewalt. Die politisch Verantwortlichen mussten sich ideologischen, sozialen und ökonomischen Krisen stellen, den Wiederaufbau oftmals verwüsteter Landesteile bewerkstelligen und die Versorgung der versehrten Bevölkerung sicherstellen. Die in Berlin stattfindende Tagung nimmt das Jahr 1923 als Begrenzung, da es mit der Überwindung der Inflationszeit und der Etablierung eines „neuen Europa“ für eine gewisse Konsolidierung sorgte, aber auch mit dem gescheiterten „Marsch auf die Feldherrnhalle“ Hitlers und der faschistischen Machtübernahme in Italien die Gefährdung der demokratischen Ordnung aufzeigte. Die Vorträge sollen eine Balance zwischen Teilstudien und transnationalen Untersuchungen aufweisen. Die Tagung wird simultan auf Deutsch und Englisch übersetzt. Es wird um eine Anmeldung bis zum 25.01.2018 über diesen Link gebeten.

Screenshot von Flyer der Vortragsreihe: 100 Jahre Tscheka – 100 Jahre (Post-) Kommunistische Geheimdienste

Veranstaltungsreihe

100 Jahre Tscheka – 100 Jahre (Post-) Kommunistische Geheimdienste

vom 09.01.2018 | bis zum 27.02.2018

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam) lädt anfang des Jahres 2018 in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Land Berlin und der Stiftung Berliner Mauer zur Vortragsreihe „100 Jahre Tscheka – 100 Jahre (post-)kommunistische Geheimdienste“ ein. Die Vorträge finden im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer statt. Dienstag, 9. Januar 2018, 19 Uhr„»Special Zones« of Memory. Reflections on the Centenary of the Soviet Secret Police“ Julie Fedor (Universität Melbourne) Vortrag und Podiumsgespräch (in engl. Sprache) mit Gabriele Freitag (DGO)Dienstag, 23. Januar 2018, 19 Uhr„Exportartikel Geheimpolizei. Der Aufbau der Geheimpolizeien in Ostmitteleuropa und der DDR“ Andreas Hilger (Deutsches Historisches Institut Moskau) Vortrag und Podiumsgespräch mit Jan C. Behrends (ZZF)Dienstag, 13. Februar 2018, 19 Uhr„Die Internationale der Tschekisten. Eine Kulturgeschichte der Geheimpolizeien im Ostblock“ Emmanuel Droit (Universität Straßburg) Vortrag und Podiumsgespräch mit Jens Gieseke (ZZF)Dienstag, 27. Februar 2018, 19 Uhr„Vom KGB zum FSB. Der Geheimdienst in Russland heute“ Evgenia Lezina (Levada-Zentrum Moskau) Vortrag und Podiumsgespräch (mit russisch-deutscher Übersetzung) mit Manfred Sapper (DGO/Zeitschrift „Osteuropa“)

Logo der Universität Passau

Tagung

Privacy Outside Its ‘Comfort Zone’: Late Socialist Eastern and East-Central Europe between the Private and the Public

vom 08.12.2017 | bis zum 10.12.2017

Für westliche liberale Gesellschaften wurde das Konzept von Privatheit bereits intensiv bearbeitetet. Die vom DFG-Graduiertenkolleg „Privatheit und Digitalisierung“ organisierte Tagung möchte darüber hinaus Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse zu Privatheit in sozialistischen Ländern Mittel- und Osteuropas geben. Dabei ist den Veranstaltern wichtig, den Dialog zwischen Experten und Nachwuchswissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen der Geistes- und Sozial- und Politikwissenschaften zu fördern, um so die Chancen, Grenzen und Strategien der Überschreitung liberaler Rahmenbedingen zu diskutieren. Die Dichotomie zwischen „privat“ und „öffentlich“ soll hinterfragt sowie nach neuen Definitionen von Privatheit gesucht werden. Der Fokus der Tagung liegt auf drei Themenbereichen: Politische Variationen von Privatheit, Kunst und Privatheit sowie Privatheit in sozialistischen Gesellschaften. Den Flyer zur Veranstaltung können Sie online einsehen. Die Veranstalter bitten um eine Anmeldung bis zum 30. November 2017 an: Tatiana.Klepikova@uni-passau.de.

Logo: European Network Remembrance and Solidarity

Konferenz

After the Great War. Challenges for Europe 1918-2018

vom 15.05.2018 | bis zum 17.05.2018

Das European Network Remembrance and Solidarity lädt in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, dem National Council for the Study of the Securitate Archives, dem National Institute for the Study of Totalitarianism und der National Library of Romania vom 15. bis 17. Mai 2018 zu seiner diesjährigen Konferenz in das rumänische Kulturministerium nach Bukarest ein. Die Konferenz beschäftigt sich mit dem Ende des ersten Weltkrieges und den Auswirkungen der darauffolgenden Neuordnung Europas. Durch politische Kämpfe und kommunistische Revolutionen, dem Zusammenbrechen von Imperien und der Vorstellung vom Selbstbestimmungsrecht der Völker wurden neue Grenzen gezogen und neue Staaten gegründet. Die Experten und Expertinnen möchten auf der Konferenz vor allem die Erinnerung an diese Ereignisse im östlichen Europa untersuchen. Hierbei versuchen sie eine emotionshistorische Perspektive stark zu machen. Einzelne Sektionen beschäftigen sich beispielsweise mit Fear and Hopes. Now and then, Women Rights, Minorities and cultural Identities oder Future overlooking the past. Die Konferenz möchte neue wissenschaftliche Ansätze in der Forschung zum Ende des ersten Weltkrieges kritisch diskutieren und voranbringen.Sie können sich für die Veranstaltung bis zum 30. April hier anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Logo: Institut für postkoloniale und transkulturelle Studien (INPUTS)

Konferenz

Karl Marx, Marxism, and the Global South

vom 04.05.2018 | bis zum 05.05.2018

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx lädt das Institute for Transport and Development der Hochschule Bremen und das Institut für postkoloniale und transkulturelle Studien (INPUTS) der Universität Bremen am 4. und 5. Mai 2018 zu einer Tagung zum Thema Marx, Marxismus und globaler Süden ein. Das Erbe und der Einfluss von Marx auf verschiedene Perspektiven zur Entwicklung des globalen Südens sollen einer kritischen Neubewertung unterzogen werden. Der Zusammenhang zwischen postkolonialen Deutungen, utopischen Zukunftsvorstellungen und marxistischen Ideen stehen hierbei im Fokus. Neben Marx Interpretationen von anti-kolonialen Bewegungen und den Gesellschaften Asiens, Afrikas, Mittel- und Südamerikas, diskutieren die Konferenzteilnehmenden auch die Rolle des globalen Südens in einem kapitalistischen Weltsystem und hierbei Marx' Verständnis der Produktivkraftentwicklung. Die Konferenz fragt zudem nach der Marxrezeption in den antikolonialen Befreiungsbewegungen des 20. Jahrhunderts und nach der Aktualität utopischer Potentiale für den globalen Süden aus marxistischer Perspektive.

Konferenz

Reformen im Realsozialismus der 60er Jahre und ihre politischen Konsequenzen. NÖS, Praxisdebatte, Kybernetik und Demokratischer Sozialismus

vom 27.04.2018

Der Helle Panke e.V. lädt am 27. April 2018 zu einer Konferenz über die Wirtschaftsreformen im Ostblock der 1960er-Jahre in seine Räumlichkeiten nach Berlin-Prenzlauer Berg ein. Untersuchungsgegenstand der Tagung ist das Neue Ökonomische System der Planung und Leitung (NÖS) in der DDR sowie die Wirtschaftsreformen in der CSSR, in Ungarn, Jugoslawien und der UdSSR. Die Reformversuche dieser Jahre hatten demnach alle zum Ziel, Bürokratie abzubauen und ökonomische Probleme effizienter zu lösen, um das Ideal der sozialistischen und demokratischen Gesellschaft zu verwirklichen. Expertinnen und Experten stellen die verschiedenen Ansätze in vergleichender Perspektive vor und beleuchten die Reaktionen innerhalb des Ostblocks auf die wirtschaftspolitischen Reformen. Hierbei wird auch näher auf wirtschaftswissenschaftliche Diskurse der 1960er-Jahre und deren Ideengeschichte eingegangen. Zum Abschluss der Konferenz fragen die Veranstalter nach der Rezeption und Aktualität dieser theoretischen Ansätze in heutigen linken Debatten. Die Veranstaltung möchte die Geschichte des Sozialismus nicht von seinem desaströsen ökonomischen Ende her denken, sondern zu einem differenzierteren Bild der Wirtschaftsgeschichte des Ostblocks beitragen.Die Tagung beginnt um 16.00 Uhr. Sie können sich hier für die Konferenz anmelden. Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 4 Euro (ermäßigt 2 Euro).

Screenshot von der Website der RLS

Tagung

Marx in Hessen. Tagung anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx

vom 21.04.2018 | bis zum 22.04.2018

Vom 21. bis 22. April 2018 findet an der Goethe-Universität Frankfurt/Main die Veranstaltung „Marx in Hessen. Tagung anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx“ statt. Anspruch der Tagung ist es, an Marx‘ Theorien und die Geschichte des Marxismus in Hessen zu erinnern und dabei die Aktualität seiner Ansätze zu diskutieren. Anlass zur erneuten Debatte über sein Werk gibt es, neben dessen fortdauernden Relevanz, in Form diverser Jubiläen, die sich 2017 und 2018 ereignen: Im Herbst 2017 jährt sich das Erscheinen von „Das Kapital“ zum 150. Mal, im Februar 2018 das Erscheinen von „Das kommunistische Manifest“ zum 170. Mal, und schließlich, anlassstiftend für diese Veranstaltung, der 200. Geburtstag Karl Marx‘ im Mai 2018. Es ist passend, dass eine Veranstaltung, die die Aktualität von Marx‘ Ideen diskutieren möchte, in Hessen statt findet, spielen doch hessische Universitäten eine zentrale Rolle in der Wiederentdeckung von Marx‘ Werken, die in der Frankfurter und Marburger Schule von entscheidender Bedeutung sind. Die Vorträge gliedern sich in die Themenblöcke Emanzipation, Demokratie und Marx: Rückblick und Ausblick; Politische Implikationen der Marxschen Theorie und Weiterentwicklungen der Herrschaftskritik; Staat, Raum, Politik; Kapitalismus als Weltsystem und die postkoloniale Konstellation; Versöhnte Menschheit: Emanzipatorische Perspektiven und die handelnden Subjekte. Um Anmeldung bis zum 8. April 2018 unter RosaLuxemburgStiftungHessen@rosalux.org wird gebeten.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Tagung

Brüchiger Frieden? 100 Jahre Friedensvertrag von Brest-Litowsk

vom 12.04.2018

Am 12. April findet in den Räumen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die wissenschaftliche Tagung „Brüchiger Frieden? 100 Jahre Friedensvertrag von Brest-Litowsk“ statt. Veranstalterin ist die Deutsche Gesellschaft e.V.. Der Vertrag von Brest-Litowsk, der 1918 zwischen Sowjetrussland, dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn, dem Osmanischen Reich und Bulgarien geschlossen wurde, hatte weitreichende und langfristige Folgen. Neben der (vorübergehenden) Unabhängigkeit Polens, der baltischen Staaten sowie der Ukraine bedeutete der Vertrag auch eine kurze Phase der Ruhe nach den Wirren des Ersten Weltkrieges. Dies bot bolschewistischen Kräften in Russland Spielraum, um die Umstrukturierung Russlands zu einem kommunistischen Staat weiter voranzutreiben. Langfristig nährte der Unmut über den Vertrag von Brest-Litowsk und, ein Jahr später, über den Vertrag von Versailles, Revanchismusabsichten, Nationalsozialismus und die Vernichtungsideologie des „Lebensraums im Osten“. Die Tagung gliedert sich in die drei Themenblöcke „Folgen des Vertrages von Brest-Litowsk für das Europa der Zwischenkriegszeit“; „Brest-Litowsk in den Nationalen Erinnerungskulturen bis zur Gegenwart“ und „Der Vertrag von Brest-Litowsk und das heutige Verhältnis zwischen Deutschland und Russland“.

Logo der Universität Riga

Konferenz

Die drei Leben eines Historikers: Robert Vipper (1859-1954) in der russischen, lettischen und sowjetischen Geschichtsschreibung

vom 23.03.2018 | bis zum 24.03.2018

Die Universität Lettland, die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und das Deutsche Historische Institut Moskau laden vom 23. - 24.03.2018 zu einer internationalen Konferenz in die Universitätsbibliothek Riga ein. Gegenstand der Konferenz ist die wissenschaftliche Biografie des Historikers Robert Vipper (1859-1954). Er lehrte Universalgeschichte, mit einem besonderen Interesse an Kirchengeschichte, Alter Geschichte und Methodologie. Der Historiker erfuhr seine wissenschaftliche Sozialisation in der Zeit des Zarenreiches. Während des Stalinismus migrierte er nach Lettland, kehrte allerdings nach der Annexion der baltischen Staaten wieder zurück in die Sowjetunion. Die Konferenz möchte die Biografie von Vipper in die russische, sowjetische und lettische Geschichte des 20. Jahrhunderts integrieren. Die Teilnehmenden legen Verbindungen in Vippers Werk zur baltischen und russischen Agrargeschichte des Mittelalters zu zeitgeschichtlichen Ereignissen frei. Die internationale Tagung will somit den in Westeuropa kaum bekannten Historiker würdigen und zu seiner Wiederentdeckung beitragen. In sechs Sektionen werden deutsche, russische und lettische Fachleute die historiographiegeschichtlichen Fragen zu Vippers Schaffen kritisch diskutieren. Konferenzsprachen sind Deutsch und Russisch.

Screenshot der Website des Historischen Kollegs

Tagung

Internationale Beziehungen und „emotional regimes“. Neue Fragen an die Geschichte des Kalten Krieges

vom 14.03.2018 | bis zum 17.03.2018

Vom 14.03. bis zum 16. 03. 2018 findet am Historischen Kolleg München die Tagung “Internationale Beziehungen und „emotional regimes“: Neue Fragen an die Geschichte des Kalten Krieges” statt. Im Fokus der Tagung steht der Gedanke, die Geschichte der Internationalen Beziehungen um die Perspektive der subjektiven Erfahrungen und Wahrnehmungen zu bereichern. Die Begriffsfelder Angst, Hass und Besorgnis; Vertrauen und Misstrauen; Begeisterung und Empörung sowie Enttäuschung und Ernüchterung werden im Zentrum dieser Reflexion stehen. Anknüpfungspunkte hierfür sollen unter anderem die theoretischen Grundlagen von Reinhart Koselleck, Ute Frevert, Alexander Wendt und Thomas Diez liefern. Konkret soll dies umgesetzt werden, indem die Übertragbarkeit emotionsgeschichtlicher Erkenntnisse auf die Geschichte der internationalen Beziehungen anhand empirischer Untersuchungen überprüft wird. Historiographisch kann die Tagung in den größeren Kontext des “emotional turn” der letzten Jahre eingeordnet werden; dieser bezeichnet die zunehmende Bedeutung von “weichen” Faktoren wie Gefühle und Erwartungen in einer zuvor eher traditionell analysierenden Disziplin wie den Internationalen Beziehungen. Die Anmeldung ist bis zum 5.03.2018 unter joern.retterath@historischeskolleg.de möglich, eine Teilnahme ist nur nach bestätigter Anmeldung möglich.

Logos der Veranstalter

Podiumsgespräch

Die demokratischen Bewegungen in Armenien in den letzten Jahren vor dem Zerfall der Sowjetunion und der Umgang mit der Vergangenheit

vom 28.02.2018

Am 28. Februar 2018 laden die Botschaft von Armenien und die Bundesstiftung Aufarbeitung zu einer Diskussionsveranstaltung über die demokratische Zivilgesellschaft in Armenien der späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre ein. In Armenien formierte sich erstmals in der Sowjetunion bereits 1988 eine autonome zivilgesellschaftliche Bewegung. 1991 erreichte diese Bewegung, die zuvor im Frühjahr 1990 die ersten freien Parlamentswahlen organisiert hatte, über ein Referendum den Austritt Armeniens aus der Sowjetunion. Am 21. September 1991 verkündete Armenien seine Unabhängigkeit. Der Zerfall der Sowjetunion ließ die unterdrückten nationalistischen Konflikte über Grenzziehungen wiederaufleben. Zudem konnten in der Perestroika-Zeit viele der einstigen Tabuthemen öffentlich zur Diskussion gestellt werden. So konnte einerseits offen über den Völkermord an den Armeniern 1915/1916 gesprochen werden. Zum anderen berichteten die durch Gorbatschows Amnestie 1987 freigekommenen politischen Gefangenen von ihren Erfahrungen. Experten werden über unterdrückte Erinnerungen in Armenien und ihre Rolle für die Unabhängigkeitsbewegung diskutieren. Welche Rolle spielte die Erinnerung an den Völkermord, die Sprache und die Rückbesinnung auf die christliche Religion für die armenische Nationalbewegung? Wie wurde an die stalinistische Repression erinnert? Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung bis zum 26. Februar 2018 per Mail an buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de wird gebeten.

Ankündigung der Veranstaltung auf der Homepage des DFG-Graduiertenkollegs, Screenshot von der Website

Symposium

Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung "Europa"

vom 14.02.2018 | bis zum 16.02.2018

Seit 2009 erforscht das Mainzer DFG-Graduiertenkolleg Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung "Europa" die Haltungen und Reaktionen der christlichen Kirchen, kirchlicher Akteure und kirchennaher gesellschaftlicher Gruppierungen zum Europadiskurs und zum Europäisierungsprozess von 1890 bis zur Gegenwart. Die interdisziplinären Arbeiten des Kollegs widmeten sich dabei vorrangig den drei Themenbereichen Europaverständnis der christlichen Kirchen, der Rolle von Ökumene und christlichen Versöhnungsinitiativen, sowie den rechtlichen und ethischen Herausforderungen, denen sich die Kirchen im Kontext der europäischen Einigung stellen müssen. Im Rahmen des Abschlusssymposiums findet am 15.02.2018 um 19.30 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Die Haltung der Kirchen zu den gegenwärtigen Krisen Europas" statt, die die aufgezeigten Forschungsdesiderate, sowie die kirchlichen Positionierungen zu aktuellen Problemlagen in Europa bespricht.

Außenansicht des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Filmreihe | Veranstaltungsreihe

Stalingrad-Reflexe

vom 24.01.2018 | bis zum 08.02.2018

Anlässlich des 75. Jahrestages der Schlacht von Stalingrad findet im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst die Veranstaltungsreihe „Stalingrad-Reflexe. 75 Jahre Schlacht von Stalingrad“ statt. Die Reihe besteht aus Filmvorführungen und Podiumsgesprächen und ist eine Kooperation zahlreicher Veranstalter. Den ausführlichen Flyer können Sie online einsehen. Es finden drei Podiumsgespräche jeweils um 19 Uhr statt:24. Oktober 2017: Schneise der Vernichtung21. November 2017: Wendepunkt Stalingrad8. Februar 2017: Erinnerung an StalingradThematisch befassen sich die Gespräche mit den von der 6. Armee des Deutschen Reiches auf ihrem Weg nach Stalingrad verwüsteten Regionen Osteuropas, der internationalen Rezeption des aussichtslosen Stellungskrieges und der Niederlage, sowie mit der Memorialisierung der Schlacht um Stalingrad. Die Filmreihe der Veranstaltung findet im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums (Unter den Linden 2) statt. Der Eintritt ist frei. Die vorgeführten Filme bestehen hauptsächlich sowjetischen Produktionen, beinhalten aber auch einen deutschen und einen russischen Film aus dem Jahr 2013:  JANUARMittwoch, 24. Januar 2018, 20 Uhr»Stalingrad«, UdSSR 1943, Leonid Varlamov, 78‘, englische Fassung · Einführung: Dr. Christoph Hesse, Freie Universität BerlinFreitag, 26. Januar 2018, 18.30 Uhr»Die große Wende / Velikiy perelom«, UdSSR 1945, Friedrich Ermler, 108‘, OmU · Einführung: Dr. Günter Agde, Filmhistoriker, Journalist und AutorFreitag, 26. Januar 2018, 21 Uhr »Hunde, wollt ihr ewig leben«, BRD 1959, Frank Wisbar, 93‘ ·Einführung: Dr. Günter Agde, Filmhistoriker, Journalist und AutorMittwoch, 31. Januar 2018, 20 Uhr»Die letzten Briefe«, UdSSR 1968, Harry Stoitschew, Sawwa Kulisch, 30‘, deutsche Fassung ·»... damit es weitergeht«, DDR 1970, Richard Cohn-Vossen, 30‘ ·»Schlachtfelder«, DDR 1985, Peter Voigt, 51‘ ·Einführung: Dr. Günter Agde, Filmhistoriker, Journalist und AutorFEBRUARSonntag, 4. Februar 2018, 16.30 Uhr»Sie kämpften für die Heimat«, UdSSR 1975, Sergej Bondartschuk, 150‘, deutsche Fassung · Einführung: Fabian Tietke, Kurator und FilmjournalistSonntag, 4. Februar 2018, 20 Uhr»Stalingrad«, BRD 1993, Joseph Vilsmaier, 138‘ ·Einführung: Fabian Tietke, Kurator und FilmjournalistMittwoch, 7. Februar 2018, 20 Uhr»Stalingrad 3D«, RUS 2013, Fjodor Bondartschuk, 135‘, OmU ·Einführung: Fabian Tietke, Kurator und Filmjournalist

Flyer zum Eröffnungsvortrag

Vernissage | Vortrag

Praktiken historischer Aufarbeitung - Wissenschaftlich-künstlerische Collagen zur sowjetischen Geschichte

vom 11.12.2017

Der russische Historiker und Künstler Ivan Kulnev eröffnet am 11. Dezember 2017 um 18 Uhr seine Ausstellung  „Das sowjetische Experiment - 100 Jahre Oktoberrevolution“  am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Kulnev hält hierzu den Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Praktiken historischer Aufarbeitung - Wissenschaftlich-künstlerische Collagen zur sowjetischen Geschichte“. Seine Ausstellung verbindet historische Analyse mit künstlerischer Präsentation. Kulnev möchte anhand von Collagen einen Diskurs über die Entstehung, den Verlauf und das Scheitern des „sowjetischen Experiments“ anregen. Hierzu trug er im Rahmen seiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Sowjetunion Zeitungsausschnitte, Fotografien und Filmsequenzen zusammen, die er zu Collagen neu arrangierte. Die zumeist in russischer Sprache verfassten Texte der neu arrangierten Dokumente und Bilder sind mit kurzen Übersetzungen für deutsche Besucher versehen worden. Die Ausstellung wird bis zum 15.01.2018 am Institut für Slawistik zu besichtigen sein.

Logo des Deutschen Polen Instituts

Workshop

Die Partei hat immer recht! Anspruch, Wirklichkeit und Aufarbeitung der kommunistischen Parteien in der Deutschen Demokratischen Republik und der Volksrepublik Polen ab 1970

vom 08.12.2017 | bis zum 09.12.2017

Das Deutsche Polen-Institut widmet sich in seinem Workshop den kommunistischen Parteien in Deutschland und Polen ab 1970. Die Veranstalter fragen nach den Auswirkungen der historischen Ereignisse und Prozesse auf die die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) und die Polnische Vereinigte Arbeiterpartei (PVAP): Während besonders die frühen 1970er-Jahre in Deutschland und Polen eine Zeit der Stabilität waren, begann in den 1980er-Jahren der politische und wirtschaftliche Zusammenbruch einzusetzen. Mit einem Dialog zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der interdisziplinären Parteienforschung möchten die Veranstalter des Workshops nach den Funktionen der kommunistischen Parteien in der Deutschen Demokratischen Republik und der Volksrepublik Polen fragen. Der vom 8. bis 9. Dezember 2017 in Darmstadt stattfindende Workshop wird mit der Präsentation der Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ der Bundesstiftung Aufarbeitung begleitet. Sie können den Flyer zur Veranstaltung online einsehen.

Logo der Justus-Liebig-Universität Gießen

Konferenz

Socialist Educational Cooperation with the Global South

vom 11.05.2018 | bis zum 12.05.2018

Nachdem sich zahlreiche postkoloniale Staaten im „Globalen Süden“ ihre Unabhängigkeit gesichert hatten, priorisierten sie die Entwicklung eines demokratischen und von rassistischen Ressentiments befreiten Erziehungssystems. Im Zuge dieser Prozesse suchten große Teile der afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Länder sowie die Staaten des Nahen Ostens die Unterstützung der Sowjetunion, Kubas und der DDR. Durch diese freiwilligen oder notwendigen Kooperationen entstand ein globaler Erziehungsraum, der jedoch unterschiedliche regionale Reinterpretationen und Abwandlungen durch postkoloniale Staaten erfuhr. Über diesen Erziehungsraum mit seinen Netzwerken, Verbindungen und gesandten Beratern ist bisher nur wenig bekannt. Deshalb will die an der Justus-Liebig-Universität Gießen stattfindende Konferenz „Socialist educational Cooperation with the Global South“ Beiträge zu diesem Themenkomplex sammeln. Sie können das Programm der zweitägigen Konferenz online einsehen. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Logo: Orte der Demokratiegeschichte

Konferenz

Orte der Demokratiegeschichte. Ihr Beitrag zur Stärkung der Demokratie in Deutschland

vom 03.05.2018 | bis zum 04.05.2018

Im Sommer 2017 gründeten über 34 Vereine, Stiftungen und Initiativen die Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte (AG OdDG). Die AG lädt am 3. und 4. Mai 2018 zu ihrer ersten Tagung in das Hessische Staatsarchiv in Darmstadt ein. Auf dieser ersten Konferenz sollen Wege diskutiert werden, wie das Ziel der Arbeitsgemeinschaft, ein Bewusstsein für Demokratie- und Freiheitsgeschichte lokal, regional und deutschlandweit zu fördern und zu verankern, umgesetzt werden kann. Über materielle und immaterielle Erinnerungsorte und Ereignissen in der deutschen Geschichte sollen demokratische Traditionen, Werte und Normen vermittelt werden. Damit rückt die AG beispielsweise das Hambacher Fest, die Revolution von 1848/49, die Weimarer Republik, die Gründung der Bundesrepublik oder die Friedliche Revolution im Jahr 1989 in den Fokus der historisch-politischen Bildung. In den zwei Sektionen Demokratiegeschichtliche Erinnerungsorte – Zeitliche und thematische Fokussierung und Vermittlungsformen von Demokratiegeschichte wird über die künftige Tätigkeit und Ausrichtung der Gemeinschaft diskutiert. Um Anmeldung wird bis zum 20.4.2018 per Mail an ag@demokratie-geschichte.de gebeten.

Logo der Lomonossow-Universität

Konferenz

Wages in the USSR, Russia, Central and Eastern Europe since 1950s

vom 27.04.2018 | bis zum 28.04.2018

Vom 27. bis 28. April 2018 findet am Zentrum für Wirtschaftsgeschichte der Lomonossow-Universität Moskau die Konferenz “Wages in the USSR, Russia, Central and Eastern Europe since 1950s” statt. Organisiert wird die Veranstaltung als eine Kooperation zwischen der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Lomonossow-Universität, der Maison Européenne des Sciences de l'Homme et de la Société Lille, dem internationalen WAGE-Projekt und der International Labor Organisation. Die Konferenz setzt sich zum Ziel, Themenbereiche des Forschungsfeldes zu definieren und ein transnationales Forschungsprojekt unter dem Schirm des WAGE-Projekts zu konzipieren. Langfristig sind Partnerschaften mit Unternehmerinnen und Unternehmern geplant; dies soll die Beobachtung und die Analyse von Tarifstrategien auf Unternehmens- wie auf Gewerkschaftsseite ermöglichen. Drei Themenbereiche sollen im Laufe der Konferenz adressiert werden: 1. Die Entwicklung der Durchschnittslöhne sowie die ihnen zugrunde liegenden Verteilungsmechanismen seit den 1950er- und 1960er-Jahren; 2. Lohnunterschiede und des Verhältnis von Qualifikation und Lohn; 3. Tarifstrategien. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Doktorandinnen und Doktoranden sind eingeladen, bis zum 15. März 2018, ihr Exposé (300-500 Wörter) und Lebenslauf an Prof. Leonid Borodkin (lborodkin@mail.ru) und Prof. Michel-Pierre Chélini, (mpchelini@gmail.com) zu senden. Konferenzsprache ist Englisch. 

Das Logo der Europäischen Universtität St. Petersburg

Konferenz

Constructing the “Soviet”!? Political Consciousness, Everyday Practices, New Identities

vom 20.04.2018 | bis zum 24.04.2018

Vom 20. bis zum 24. April 2018 findet zum zwölften Mal die Studierenden- und Graduiertenkonferenz “Constructing the “Soviet”!? Political Consciousness, Everyday Practices, New Identities” an der Europäischen Universität St. Petersburg statt. Seit 2007 setzen sich Studierende und Graduierte der Geistes- und Sozialwissenschaften im Rahmen der Konferenz mit kulturellen, ökonomischen und politischen Aspekten der sowjetischen Geschichte auseinander. Thematisch ist die Konferenz bewusst offen gehalten, um ein möglichst breites Spektrum von Forschungsfeldern zu integrieren. Ziel der Konferenz ist es, den akademischen Austausch unter Forschenden zur sowjetischen Geschichte zu befördern und neue methodische Ansätze in diesem Bereich zu entwickeln. Jungen russischen und internationalen Akademikerinnen und Akademikern wird durch die Konferenz ein Rahmen geboten, in dem sie ihre Arbeiten einem internationalen Publikum präsentieren und mit diesem diskutieren können. Neben den Podiumsdiskussionen werden herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der sowjetischen Geschichte Keynotepräsentationen halten. Konferenzsprachen sind Englisch und Russisch.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

National History and the New Nationalism in the 21st Century

vom 11.04.2018 | bis zum 13.04.2018

Vom 11. bis 13. April 2018 findet am Deutschen Historisches Institut Paris die Tagung „National History and the New Nationalism in the 21st Century“ statt. Themen werden das Verhältnis zwischen Geschichte und (wissenschaftlichlicher) Geschichtsschreibung sowie die Instrumentalisierung von Geschichte in nationalistischen Diskursen sein. Neuerer historiografische Ansätze vertreten eine Abkehr vom Schwerpunkt der Nationalgeschichte hin zu einm globalen Verständnis von Geschichte. Dem entgegen beobachten die Veranstalterinnen und Veranstalter eine neue Popularität von Nationalgeschichte als identitätsstiftendes Werkzeug. Dieses befördert in seiner Fokussierung auf die eigene nationale Geschichte eine Abgrenzung gegen „andere“ – seien es Nachbarstaaten oder Vertreterinnen und Vertreter eines anderen Geschichtsbildes. Die entscheidende Funktion, die Geschichtsbildern unterschiedlicher Ausprägung im Zuge dieser Entwicklung zukommt, steht im Zentrum der Tagung. Die präsentierten Fallstudien beschränken sich dabei nicht auf europäische Länder, sondern bemühen sich um eine globale Perspektive, die Länder aller Kontinente in den Blick nimmt. Russlands neuere Geschichte ist von radikalen Umbrüchen sowie von Spannungsverhältnissen zu seinen Nachbarländern geprägt. Der identitätsstiftende Aspekt einer Nationalgeschichte gewinnt im Kontext der russischen Geschichte von Revolutionen, Bürgerkrieg, Diktaturen und Perestroika nochmals zusätzlich an Bedeutung. Die Tagung wird in Kooperation mit den Deutschen Historischen Instituten in London, Rom und Warschau, dem Deutschen Institut für Japanstudien, dem Orient-Institut Istanbul, der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem LabEx Écrire une histoire nouvelle de l’Europe organisiert. Um Anmeldung unter event@dhi-paris.fr wird gebeten. 

Logo des Forschungsverbundes Nukleare Technopolitik in der Sowjetunion

Konferenz

Nuclear Technopolitics in the Soviet Union and Beyond

vom 22.03.2018 | bis zum 23.03.2018

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Schweizerischen Nationalfonds geförderte Forschungsprojekt Nukleare Technopolitik in der Sowjetunion lädt vom 22. bis 23. März 2018 nach Tübingen zu einer gleichnamigen Konferenz ein. Die Veranstaltung bringt Historiker und Historikerinnen aus den Forschungsfeldern Osteuropa und Sowjetunion, den internationalen Beziehungen sowie der Wissenschafts- und Technikgeschichte zusammen. In fünf Sektionen diskutieren die Referierenden verschiedene Aspekte der Nukleargeschichte der Sowjetunion und wollen hierbei eine globale und langfristige Perspektive einnehmen. Die Rolle für die sowjetische Ideologie, der Einfluss der Nukleartechnologie auf den Weltmachtstatus der Sowjetunion, transnationale Beziehungen im Kontext des Kalten Krieges, aber auch ökologische Fragen und die Bedeutung der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl werden auf der Veranstaltung beleuchtet. Die Organisatoren möchten die engen Verflechtungen zwischen Technologie, Politik, Gesellschaft und Umwelt herausarbeiten und so mit kritischen Fragen an ihren komplexen Forschungsgegenstand zu neuen Erkenntnissen gelangen. Konferenzsprache ist Englisch.Das Forschungsprojekt NucTechPol - Nuclear Technopolitics in the Soviet Union ist an den Universitäten von Heidelberg, Tübingen und Bern angesiedelt. Im Rahmen des bis 2020 geförderten Projektes werden drei Dissertationen und eine Habilitation entstehen. Über weitere Aktivitäten des Projektes können sie sich auf der Website der Forschenden informieren.

Logo der SSIP e.V.

Workshop

Frauen in den Revolutionen des 20. Jahrhunderts: interkulturelle Reflexionen

vom 08.03.2018 | bis zum 09.03.2018

In der Endphase des Ersten Weltkrieges entstanden im Russischen und Deutschen Reich revolutionäre Bewegungen, die in neue politische Systeme mündeten und die Monarchie stürzten. In Russland etablierten die Bolschewiki nach der Oktoberrevolution den ersten kommunistischen Staat. In Deutschland entstand mit der Weimarer Republik eine parlamentarische Demokratie. Der Workshop „Frauen in den Revolutionen des 20. Jahrhunderts“ nimmt das 100-jährige Jubiläum der Revolutionen zum Anlass, die Ereignisse aus neuen Perspektiven zu betrachten. Der weibliche Blick auf die Revolutionen soll in den Fokus rücken ebenso wie das differentielle Frauenbild in den revolutionären Bewegungen. In einem vergleichenden Zugang soll auch nach der Wahrnehmung der Frauen im eigenen und im Nachbarland gefragt werden.

Screenshot von Veranstaltungswebsite der Rosa-Luxemburg-Stiftung: Verschmäht, vergessen oder glorifiziert? Blicke auf 100 Jahre Revolution 1918/19

Podiumsgespräch

Verschmäht, vergessen oder glorifiziert? Blicke auf 100 Jahre Revolution 1918/19

vom 23.02.2018

Anlässlich des Gedenkjahres zur Novemberrevolution 1918/1919 lädt die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem Friedhof der Märzgefallenen, dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, dem August-Bebel-Institut und dem Berliner Münzenbergforum zu einer Podiumsdiskussion ein. Die Rezeption der deutschen Revolution innerhalb der Linken soll untersucht werden. Wie die Ereignisse der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933, die deutsche Teilung 1949, die Studierendenrevolten 1968 und die Wiedervereinigung 1989 linke Wahrnehmungsmuster auf die Revolution verändert haben, soll auf dem Podium diskutiert werden. Die Veranstalter haben hierfür Peter Brandt (Fernuniversität Hagen), Rüdiger Hachtmann (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Dietmar Lange (FU Berlin), Jörn Schütrumpf (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Anja Thuns (HU Berlin) eingeladen. Moderiert wird die Veranstaltung von Susanne Kitschun (Friedhof der Märzgefallenen Berlin). Die Veranstaltung findet am 23. Februar von 19.00 bis 22.00 Uhr in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie hier.

Logo der Universität Augsburg

Konferenz

Die Zwischenkriegszeit 1919-1939 globalgeschichtlich betrachtet – Perspektiven für den Geschichtsunterricht

vom 12.02.2018 | bis zum 13.02.2018

Die an der Universität Augsburg stattfindende Tagung „Die Zwischenkriegszeit 1919-1939 globalgeschichtlich betrachtet – Perspektiven für den Geschichtsunterricht“ will einen Beitrag leisten zur Entwicklung globalgeschichtlicher Perspektiven für einen kompetenzorientierten Geschichtsunterricht, der sich derzeit nach wie vor auf die Geschichte von Nationen konzentriert. Die Veranstaltung fragt deshalb – nachdem im vorangegangen Jahr globalgeschichtliche Perspektiven auf den Ersten Weltkrieg debattiert wurden – nach neuen Betrachtungsweisen für die Zwischenkriegszeit der 1920er- und 1930er-Jahre. Die Panels gehen von den gegebenen Lehrplänen aus und wollen konkrete Realisierungsmöglichkeiten für globalgeschichtliche Perspektiven diskutieren. Neben einem theoretischen Fundament wird die Frage nach unterrichtsgerechtem Quellenmaterial aufgeworfen, da die Ergebnisse der Tagung in quellenbasierte Unterrichtsbeispiele münden sollen. Die Themenbereiche der Tagung legen einen Fokus u.a. auf die globalgeschichtlichen Folgen der Russischen Revolution, die Entstehung der Arbeiterbewegung und die Genese der kommunistischen Ideologie. Das ausführliche Programm der Tagung finden sie hier.

Screenshot von Website der Veranstaltung: Solidarność - Geschichte und aktuelle Debatten

Vortrag

Solidarność - Geschichte und aktuelle Debatten

vom 23.01.2018

Das DDR Museum Berlin lädt am 23. Januar 2018 den Historiker Dr. Dominik Pick zu einem Gespräch und Vortrag zur oppositionellen Gewerkschaftsbewegung der 1980er-Jahre in Polen ein. Moderiert wird das Gespräch von dem wissenschaftlichen Leiter des Museums Dr. Stefan Wolle. Die Gewerkschaft Solidarność gründete sich im Sommer 1980 in Gdansk und verstand sich selbst als Arbeiterbewegung. Der Vortrag soll die Rolle der Bewegung beim Zusammenbruch des sozialistischen Staates diskutieren, die Ausstrahlung auf andere Staaten des Ostblocks und insbesondere der DDR kritisch bewerten und die Reaktionen auf die Gewerkschaftsbewegung im Westen beleuchten. Der Ort der Bewegung im polnischen Geschichtsbild soll hierbei bestimmt werden. Dr. Dominik Pick ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften und forscht zur deutsch-polnischen Beziehungen, Migration und Kulturtransfers zwischen den beiden Staaten.Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Ankündigung des Stücks auf der Website der Schaubühne, Screenshot von der Website

Theaterstück

Streit ums Politische: Philosophie der Revolution

vom 11.12.2017 | bis zum 12.02.2018

Was ist das eigentlich: revolutionäres Handeln? Professor Gunnar Hindrichs begreift es als ein Handeln, das den Regeln folgt, die es selber setzt. Doch damit beginnen auch Schwierigkeiten: Denn wie lassen sich Regeln denken, die erst mit ihrer Befolgung eingesetzt werden? Offenbar benötigt eine Revolution ganz eigene Gesichtspunkte, unter denen sie sich verstehen lässt. Im Gegensatz zu den Revolutionen, die einst lautstark auf der Straße stattfanden, etwa der Sturm auf die Bastille, die Barrikaden von 1848 oder der Sturz der Colonne Vendôme 1871, vollzog sich die Oktoberrevolution zunächst relativ geräuschlos. Doch bis heute flackert das Feuer der Ereignisse von 1917 und der Folgejahre immer wieder auf. Gemeinsam mit dem Soziologen Heinz Bude begibt sich Gunnar Hindrichs in einen tiefgreifenden Dialog über die Philosophie der Revolution. Sein Vorschlag lautet: Eine Revolution hat ihren eigenen Begriff von Recht, Handeln, Schönheit und Gott. Ob der Soziologe die Ansicht Hindrichs teilt, zeigt sich auf der Bühne.

Flyer zur Veranstaltung

Podiumsgespräch | Vortrag

100 Jahre nach der Oktoberrevolution. Vortrag und Gespräch mit Nicolas Werth und Étienne François

vom 07.12.2017

Die Russische Revolution von 1917 hat die zeithistorische und gesellschaftliche Debatte über die Folgen und Hinterlassenschaften dieses einschneidenden Ereignisses für das kurze 20. Jahrhundert auch im Jahr 2017 geprägt. Zum Abschluss des Themenjahres »Der Kommunismus. Utopie und Wirklichkeit« der Bundesstiftung Aufarbeitung spricht der französische Historiker Nicolas Werth über die geschichtspolitischen Debatten und Kontroversen, die die Geschichte des Kommunismus seit der Oktoberrevolution bis heute begleiten. Wie hat sich die Bewertung der Revolution gewandelt? Wie wirkt die Gewaltgeschichte der Revolution und der kommunistischen Diktaturen mit ihren Millionen Opfern bis heute nach? Diese und weitere Fragen werden in dem Vortrag sowie dem abschießenden Gespräch diskutiert.Nicolas Werth ist Forschungsdirektor am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Paris und ein Spezialist für die Geschichte der UdSSR, wobei seine Arbeitsschwerpunkte in der Erforschung des Stalinismus sowie der Repressionspolitik des sowjetischen Regimes liegen. Er ist Autor zahlreicher einschlägiger Publikationen sowie Co-Autor des Schwarzbuch des Kommunismus (1997). Zuletzt erschienen u. a. Les révolutions russes (PUF, 2017), Le Goulag. Témoignages et archives, R.Laffont, 2017. Sein erstes Werk »Etre communiste en URSS sous Staline« (1981) ist gerade in einer überarbeiteten Fassung bei Gallimard erschienen. Die gesamte Veranstaltung wird simultan ins Deutsche übersetzt und in Ton und Bild dokumentiert. Der Vortrag und das Gespräch finden in französischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Logo: Akademie der Künste

Gesprächsabend

Karl Marx und die Künstler. Mitglieder erzählen

vom 05.05.2018

Die Akademie der Künste in Berlin lädt anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx zu einem Gesprächsabend am 5. Mai 2018 an ihrem Standort im Berliner Hansaviertel ein. Akademiemitglieder werden von ihren ästhetischen und wissenschaftlichen Begegnungen und Auseinandersetzungen mit dem Œuvre des Philosophen berichten. Nach einer Einführung von Akademiepräsidentin Jeanine Meerapfel moderiert Ulrich Peltzer Gespräche mit Jochen Gerz, Regine Keller, Ursula Krechel, Helke Misselwitz, Ingo Schulze, Arila Siegert, Mathias Spahlinger und Uwe Timm. Gerahmt werden die Gespräche von Abstract Animations von Andreas Karaoulanis. Der Filmessay Nachrichten aus der ideologischen Antike. Marx – Eisenstein – Das Kapital (2008) von Alexander Kluge sowie Sibylle Bergemanns Fotoserie Das Denkmal über die Entstehung des Marx-Engels-Denkmals von Ludwig Engelhardt von 1975 bis 1986 werden gezeigt. Zur Doppelausstellung Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968 finden parallel Führungen mit den Kuratoren Angela Lammert und Markus Müller statt.Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr und kostet 8 Euro (ermäßigt 6 Euro).

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

Marx200

vom 02.05.2018 | bis zum 05.05.2018

Vom 2. bis 5. Mai 2018 findet der Kongress „Marx200: Politik – Theorie - Sozialismus“ statt. Am 5. Mai 2018 wäre Karl Marx 200 Jahre alt geworden – anlässlich dieses Jahrestages organisiert die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) das ganze Jahr über Veranstaltungen, die sich mit Marx, seinem Werk und seiner Bedeutung für die heutige Zeit auseinandersetzen. Der Kongress, der in den Räumen der RLS sowie des Theaters Hebbel am Ufer (HAU) statt findet, bildet die zentrale Veranstaltung dieses Jahresprogramms. In dem umfangreichen Programm aus Vorträgen, Lesungen, Ausstellungen, Workshops, darstellender Kunst und weiterem findet sich eine zentrale Frage stets aufs neue wieder: Was bedeutet es heute, Marxistin oder Marxist zu sein? Welche Relevanz hat Marx`Werk für unsere Vorstellungen von Gesellschaft, Ökonomie und Politik? Diesen Fragen widmet sich der Kongress aus diversen Perspektiven. Eine Teilnahme ist nur angemeldeten Gästen möglich, ein Teil der Veranstaltungen wird jedoch per Livestream auch ortsunabhängig zu verfolgen sein. Welche Veranstaltungen dies sein werden, kann aus dem Programm entnommen werden. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. 

Tagung

"Alles, was ich weiß, ist, daß ich kein Marxist bin!" Karl Marx und der Marxismus

vom 23.04.2018 | bis zum 25.04.2018

Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise erfährt Karl Marx eine fast schon erstaunliche Renaissance, doch der Bezug auf ihn und sein Werk erfolgt in der heutigen Zeit eher ikonographisch als analytisch. Statt ihn als Denker ernst zu nehmen, seinen Begriffen neu auf den Grund zu gehen und die von ihm formulierte Kritik der historisch-politischen Entwicklungen auf analytische Schärfe, Triftigkeit wie auch Zeitgemäßheit zu überprüfen, wird die Auseinandersetzung mit dem Marx'schen Werk dem Denker selbst nur selten gerecht. Aufgrund dessen wird auf der geplanten wissenschaftlichen Tagung der Promovierenden der Hans-Böckler-Stiftung das Marx'sche Werk samt der begleitenden Kontroversen ins Zentrum gerückt. Auch bisher wenig beachtete und in Vergessenheit geratene historische und journalistische Arbeiten von Marx sollen dabei Aufmerksamkeit erfahren. Die Marx'sche Theorie soll hierbei ins Verhältnis zu den Interpretationen gesetzt werden, die sie in den letzten zwei Jahrhunderten erfuhr und darüber hinaus Marx Kritik der politischen Ökonomie auf ihre Aktualität hin befragt werden.Die Tagung dient in erster Linie als Plattform für Promovierende aller Begabtenförderwerke und (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen aller Disziplinen, die zum Marx'schen Werk und/oder Marxismus, sowie den sich daraus ergebenden Problemstellungen forschen. Eine Programmankündigung und das Tagungsprogramm finden sie hier.

Logo der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße

Vortrag

Sowjetische Geheimdienste in Potsdam 1945-52

vom 19.04.2018

Die Gedenkstätte Lindenstraße und das Zentrum für Zeithistorische Forschungen Potsdam laden am 19. April zu einem Vortrag von Dr. Nikita Petrow mit dem Titel Mitarbeiter der sowjetischen Geheimdienste in Potsdam 1945-52 in die Räume der Gedenkstätte ein. Die sowjetischen Geheimdienste hatten vielfältige Funktionen in den Jahren der SBZ und den Anfangsjahren der DDR inne. Neben der Entnazifizierung der öffentlichen Verwaltung, der Unterdrückung von Widerstand gegen den Aufbau der Diktatur und der Spionage und Spionageabwehr, unterstützten die Agenten den Aufbau des repressiven Sicherheitsapparates der DDR. Der Referent hat in seiner Veröffentlichung Die sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland (2010) die Arbeit von circa 1.000 Mitarbeitenden dokumentiert. Petrow ist stellvertretender Vorsitzender des wissenschaftlichen Informations- und Aufklärungszentrums der Menschenrechtsorganisation Memorial in Moskau. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Sie beginnt um 18.00 Uhr.

Logo der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Podiumsgespräch

Ein vergiftetes Geschenk? Die chinesische Karl-Marx-Statue in Trier

vom 09.04.2018

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx im Mai 2018, schenkt die kommunistische Partei der Volksrepublik China der Stadt Trier – Marx´s Geburtsort – eine fünf Meter hohe Statue des Ökonomen, Philosophen und politischen Aktivisten. Die Aufstellung der Statue ist in Medien und Politik hoch umstritten. Als Teil dieser öffentlichen Auseinandersetzung laden die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V. (UOKG) am 9. April in die Europäische Akademie für Bildende Kunst Trier zu einer Abendveranstaltung ein. Julia Klöckner (Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Vorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz) wird einen Input mit dem Titel Karl Marx und die Deutschen geben. Prof. Dr. Christian Soffel (Universität Trier) wird in seinem Vortrag das Verhältnis von China zu Karl Marx näher beleuchten. In der abschließenden von Helmuth Frauendorfer (Gedenkstätte Hohenschönhausen) moderierten Podiumsdiskussion debattieren Dr. Hubertus Knabe (Gedenkstätte Hohenschönhausen), Dieter Dombrowski (UOKG), Andreas Ludwig (Stadt Trier) und Tienchi Martin-Liao (P.E.N.-Club China). Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr. Um eine Anmeldung unter Telefon: 030 / 98 60 82-413 oder E-Mail veranstaltungen@stiftung-hsh.de wird gebeten. Der Eintritt ist frei.

Teilnehmende des Gedenkstättentreffens 2017 vor dem Tagungsort (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Tagung

16. Ost-West-Europäisches Gedenkstättentreffen Krzyżowa/Kreisau. Das Zeitalter der Umbrüche. Fortschrittsglaube und Repression in den europäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts

vom 21.03.2018 | bis zum 24.03.2018

Die Bundesstiftung Aufarbeitung, die Evangelische Akademie zu Berlin, das Zentrum „Erinnerung und Zukunft“ Breslau, die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft und die Stiftung Kreisau laden vom 21. bis 24. März 2018 zu ihrem jährlichen Ost-West-Europäischen Gedenkstättentreffen in die internationale Begegnungsstätte Krzyżowa/Kreisau ein. Diktaturen und autoritäre Regime rechtfertigen tiefgreifende gesellschaftliche, technische und wirtschaftliche Veränderungen als Modernisierungsvorhaben und setzen diese mit Repressionen oder Zwang durch. Um die Gewalt der Umwälzungen zu rechtfertigen betten die autoritären Regime ihre Fortschrittserzählung in das nationale Narrativ ein. Aber auch in Demokratien hinterlassen Umwälzungen Spuren im nationalen Narrativ. Das Treffen thematisiert am Beispiel von Gedenkstätten und Museen in Ost- und Westeuropa die Ambivalenz von Modernisierungsbestrebungen. Diskutiert wird, wie an historischen Orten der Modernisierungswille dargestellt werden kann und auf welche Weise Repressions- und Industriegeschichte ineinandergreifen. Mit welchen Methoden können Gedenkstätten einer skrupellosen Technikbegeisterung vorbeugen und Phänomene wie Zwangsarbeit oder -umsiedlung aus der Perspektive der Opfer darstellen? Die Rolle von Medien und Wissenschaft in der Entwicklung nationaler Narrative wird dabei immer mitgedacht. Das Gedenkstättentreffen in Krzyżowa/Kreisau richtet sich an Historiker und Mitarbeiter von Erinnerungsorten, Museen, Gedenkstätten, Bildungszentren, Menschenrechtsorganisationen oder Zeitzeugenprojekten. Nationale oder auch lokale Narrative und ihren Einfluss auf das jeweilige Verständnis von der Geschichte des 20. Jahrhunderts sollen offen diskutiert werden. Das Treffen möchte so zur transnationalen Vernetzung in der Gedenkstättenarbeit beitragen. Anmeldungen sind noch bis zum 7. März hier möglich.

Logo der  Bundeszentrale für politische Bildung

Podiumsgespräch

Ikone. Diktator. Jahrhundertverbrecher. Stalin(ismus) zwischen Vergessen und Nostalgie

vom 08.03.2018

Am 8. März 2018 von 18:00 bis 20:00 Uhr lädt die Bundeszentrale für politische Bildung interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Podiumsdiskussion zur Rezeption Stalins in ihre Räume nach Berlin ein. Unter dem Titel „Ikone. Diktator. Jahrhundertverbrecher“ werden geladene Expertinnen und Experten zur Geschichte und Erinnerung an den Stalinismus diskutieren. Josef W. Stalin war seit 1922 bis zu seinem Tod 1953 Vorsitzender der KPdSU. Seine Herrschaft setzte er mit äußerster Brutalität und Willkür durch und zeichnet sich verantwortlich für mehrere Millionen Tote, Vertreibungen, Enteignungen und Hungersnöte. Dennoch hielt sich in der sowjetischen Gesellschaft und darüber hinaus Bewunderung für den Diktator. Auf der Veranstaltung soll der Stand der Aufarbeitung des Stalinismus diskutiert werden. Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen, Mythen um seine Person und die Rehabilitierung der Opfer stehen im Fokus der Diskussion. Auf dem von Dr. Jacqueline Boysen moderierten Podium sprechen Prof. Dr. Irina Scherbakowa (Memorial, Moskau), Prof. Dr. Tanja Penter (Universität Heidelberg), Prof. em. Dr. Helmut Altrichter (Friedrich-Alexander-Universität, Nürnberg) und Prof. Dr. Mario Keßler (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam).Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird hier gebeten.

Screenshot der Website des New Yorker Büros der RLS

Konferenz

MARX200: Beyond Social Democracy and Communism

vom 23.02.2018 | bis zum 24.02.2018

Vom 23. bis 24. Februar 2018 findet in New York die Konferenz “MARX200: Beyond Social Democracy and Communism” statt. Die Veranstaltung wird in Kooperation des Promotionskollegs und dem New Yorker Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung abgehalten. Ziel der Konferenz ist es, den Blick auf die deutsche Arbeiterbewegung und deren internationalen Einfluss zu erweitern. Die Spaltung der Bewegung in Kommunisten und Sozialdemokraten im Jahr 1919 prägt auch den analytischen Blick auf das Phänomen. Spätestens durch die Manifestierung der Spaltung durch die Gründung zweier getrennter deutscher Staaten und durch deren 40-jähriges Bestehen verfestigte sich auch diese Wahrnehmung der deutschen Linken. Dies lässt jedoch die enorme Vielfalt dieser Bewegung außer Acht, seien es anarchistische Gruppierungen oder der enorme Einfluss, den deutsche Marxistinnen und Marxisten auf die internationale Neue Linke seit 1956 hatten. Der aktuelle Jahrgang des Promotionskollegs der RLS setzt sich zum Ziel, in seiner Forschung dieser Diversität der deutschen Linken gerecht zu werden. Die Referentinnen und Referenten der Konferenz widmen sich Bewegungen, Institutionen und Individuen der Linken des 20. Jahrhunderts, die sich nicht in die Schublade klassischer marxistischer Traditionen stecken lassen. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Es wird um Anmeldung bis spätestens 20. Februar 2018 unter maria.starzmann@rosalux.org gebeten. Konferenzsprache ist Englisch.

"Russlands Erinnerungskultur: Im Erinnern gespalten, im Vergessen geeint?" Ankündigung der Veranstaltung im Kalender der Heinrich Böll Stiftung, Screenshot von der Website

Gesprächsabend | Buchvorstellung

Russlands Erinnerungskultur: Im Erinnern gespalten, im Vergessen geeint?

vom 07.02.2018 | bis zum 07.02.2018

Im Sommer 2017 beschäftigte sich eine deutsch-russische Delegation von jungen Wissenschaftlern und Aktivisten mit den folgenden Fragen: Wie wird in Westsibirien, einem der zentralen Schauplätze des stalinistischen Terrors an Vertreibung, Terror und das Gulag-System erinnert? Woher rührt die neue Stalin-Nostalgie und weshalb werden bestimmte Ereignisse von Erinnerungsgemeinschaften verdrängt, während andere ins kulturelle Gedächtnis einfließen?Im Rahmen eines Workshops in Berlin und einer zweiwöchigen Expedition in Westsibirien wurden verschiedene Orte, Museen und Archive besucht und zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen, verschiedenen Fachleuten und Historikern geführt. Das Projekt wurde in Kooperation mit IFAIR e.V. und der Yugra State University durchgeführt und vom Auswärtigen Amt mitfinanziert. Die Ergebnisse des Projekts, unter anderem der Abschlussband, der die Erfahrungen der Teilnehmenden in Form von vier Essays reflektiert, werden an diesem Abend gemeinsam mit dem Historiker Jan-Claas Behrends vorgestellt und diskutiert. Eine Anmeldung zur Teilnahme ist nicht erforderlich.

Flyer zur Veranstaltung: Saving Bruce Lee – Afrikanischer und arabischer Film in Zeiten sowjetischer Kulturdiplomatie im Haus der Kulturen der Welt

Filmvorführung | Vortrag

Saving Bruce Lee – Afrikanischer und arabischer Film in Zeiten sowjetischer Kulturdiplomatie

vom 19.01.2018 | bis zum 21.01.2018

Am Wochenende vom 19. bis 21. Januar 2018 lädt das Berliner Haus der Kulturen der Welt zu einer Reihe mit Filmvorführungen, Gesprächen und Vorträgen ein, um den Einfluss sowjetischer Kulturpolitik auf den afrikanischen und arabischen Film der 1960er-Jahre bis 1980er-Jahre zu diskutieren. In der Phase der postkolonialen Befreiungskämpfe versuchte die Sowjetunion durch die Vergabe von Filmstipendien ihren Einfluss auf arabische und afrikanische Filmschaffende auszubauen. Akteure und Künstler dieser Zeit zeigen auf der Veranstaltung ihre Werke und diskutieren mit Experten. Wie das Studium dieser Regisseure an dem renommierten Gerassimow-Institut für Kinematographie (VGIK) in Moskau ihr Schaffen im Hinblick auf Ikonographie, Ästhetik, Bildwelten und Ideologie beeinflusst hat, soll kritisch eruiert werden.Die Reihe wurde von Koyo Kouoh und Rasha Salti kuratiert. Der Eintritt am Freitag ist frei. Tagestickets sind für 6 Euro (ermäßigt 4 Euro), Zweitagestickets für 10 Euro (ermäßigt 7 Euro) vor Ort oder hier zu erwerben.Am Freitag beginnt das Programm um 18.00 Uhr, am Samstag um 15.00 Uhr und am Sonntag um 14.00 Uhr. Das ausführliche Veranstaltungsprogramm finden sie hier.

Screenshot der Veranstaltungsankündigung auf der Website des DPI

Gesprächsabend

2017! Ein Jahrhundert kommunistische Revolution in Europa

vom 08.12.2017

Das Deutsche Polen-Institut (DPI) veranstaltet anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution ein moderiertes Gespräch zum Thema Staatssozialismus in Deutschland und Polen. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Zeit von kurz vor dem Zusammenbruch der jeweiligen sozialistischen Staaten bis kurz danach. Es soll unter anderem darüber diskutiert werden, wie die kommunistischen Parteien Druck auf die Menschen ausübten und wie sie Einfluss auf alle Lebensbereiche ihrer Bürger nahmen. Auch soll diskutiert werden, welche Folgen diese Machtausübung und Einflussnahme des Staates für die Entwicklung nach 1989/1990 hatten. Die Erfahrungen von Akteuren in Deutschland und Polen, die einen Einblick auf die Transformationszeit vor und nach der Wende zulassen, stehen im Zentrum des Gesprächsabends. Das Deutsche Polen-Institut (DPI) hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Deutschland das Wissen über das Nachbarland Polen als ein Kernland europäischer Kultur und über Polen als wichtigen Partner Deutschlands in der europäischen Politik zu erweitern. Gegründet wurde das DPI 1980, in einer Zeit schwieriger deutsch-polnischer Beziehungen.

Logo der Heinrich-Böll-Stiftung

Podiumsgespräch

Der Kampf um die Erinnerung. Konflikte und Sowjetisches Erbe in Transnistrien und der Ostukraine

vom 05.12.2017

Die Konflikte in Transnistrien und der Ostukraine unter dem Blickwinkel der symbolischen Dimension des sowjetischen Erbes zu betrachten, hat sich eine Podiumsdiskussion zum Ziel gesetzt, die von der Heinrich-Böll-Stiftung am 5. Dezember 2017 (ab 18.30 Uhr) veranstaltet wird. In Kooperation mit dem Center for Independent Social Research e.V. Berlin (CISR) widmet sich die Veranstaltung insbesondere der Frage welche Rolle Praktiken, Symbole und Diskurse aus der Sowjetzeit in den gegenwärtigen Konfliktregionen spielen. Ist hier eine Wiederbelebung sowjetischer Erinnerungspolitik und Heldenverehrung zu verzeichnen? Und wie ist der erstarkte Patriotismus mit dem Gedenken an den Zweiten Weltkrieg verbunden? Unter dem Titel "Der Kampf um die Erinnerung. Konflikte und Sowjetisches Erbe in Transnistrien und der Ostukraine" werden ausgewiesene Kenner der Konflikte aus Russland, der Ukraine und Moldawien dazu Beiträge liefern und darüber nachdenken wie auf der der Ebene der Erinnerungskultur eine friedliche Konflikttransformation gefördert werden könnte. Die Vortragenden sind Sergiu Musteaţă (Chișinău), Tatiana Vorozheikina (Moskau), Svitlana Osypchuk (Kiev) und Jan C. Behrends (Potsdam). Dazu wird es einen Kommentar von Andrei Deviatkov (Moskau) geben. Die Veranstaltung findet auf Russisch und Deutsch mit Simultanübersetzung statt und wird von Walter Kaufmann von der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin moderiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.