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Screenshot mit Ankündigung der Summerschool auf doxajournal.ru

Summerschool

Crises / Academia

vom 01.07.2019 | bis zum 04.07.2019

Vom 1. bis zum 7. Juli 2019 findet in Moskau die Sommerschule „Crises / Academia“ statt. Thema der Sommerschule ist der Wandel der akademischen Landschaft innerhalb der letzten Jahrzehnte: Die ideologischen Veränderungen, großteils begründet durch das Ende der Bipolarität des internationalen Systems, haben auch die Vorstellung der Universität als einen Ort der Wahrheit in Frage gestellt, und somit die Idee der Universität in eine Krise geführt. Im gleichen Zeitraum lassen sich eine zunehmende Prekarisierung  bei gleichzeitiger  Marktorientierung akademischen Arbeit feststellen, die zu fundamentalen Veränderungen in der Funktionsweise von Universitäten führte. Die Sommerschule widmet sich der Frage, wie Universitäten sowie Akademikerinnen und Akademikern in der Wissensproduktion der Balanceakt zwischen akademischen Erfolgen, Unabhängigkeit der Forschung und Markt- bzw. Staatsorientierung gelingt. Die Sommerschule wird vom Poletayev Institute for Theoretical and Historical Studies in the Humanities an der Hochschule für Wirtschaft und dem Studierendenmagazin Doxa organisiert.

Logo der Universität Tallinn

Konferenz

The Bondian Cold War: The Transnational Legacy of a Cold War Icon

vom 20.06.2019 | bis zum 21.06.2019

Am 20. und 21. Juni 2019 lädt das Institut für das Studium totalitärer Regime Prag und Mitarbeiter der Universität Tallinn und Pennsylvania zu einer Konferenz in die estnische Hauptstadt ein. Expertinnen und Experten untersuchen das popkulturelle Phänomen der James Bond Filme im Kontext des Kalten Krieges. Wie James Bond bis heute transnational die popkulturelle Erinnerung an den Kalten Krieg prägt und wie stark dies mit der Figur des Spions und Agenten verknüpft ist, ist zentraler Untersuchungsgegenstand der internationalen Konferenz. Spionage in Film, Literatur und Gaming, die Repräsentation nicht-europäischer Agenten in den Bondfilmen, Geopolitik und Geschlecht in den Filmen, Zuschauerreaktionen und die tatsächliche Bedeutung von Spionage im Kalten Krieg werden zudem analysiert. 

Logo der Universität Leipzig

Konferenz

Revolutions and Transformations in Global Perspective, 1989-2019

vom 12.06.2019 | bis zum 16.06.2019

Unter dem Titel „Revolutions and Transformations in Global Perspective, 1989-2019“ veranstaltet das Centre for Area Studies and Collaborative Research Centre 1199 der Universität Leipzig vom 12.06.2019-16.06.2019 eine mehrtägige Fachkonferenz in Leipzig. Im Fokus der internationalen Konferenz steht die Frage, wie das Verhältnis zwischen der globalen Zäsur von 1989 und den vielen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Veränderungen, die in den letzten 30 Jahren auf der ganzen Welt stattgefunden haben, ist. Das Jahr 1989 bedeutete einen Wendepunkt in der Weltgeschichte. Im Zuge der wachsenden Proteste in der Bevölkerung fanden in den europäischen, kommunistischen Ostblockstaaten tiefgreifende politische Veränderungen statt. Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989, die ersten demokratischen Parlamentswahlen in Polen und der Abbau der ungarisch-österreichischen Grenzanlagen führten zur Öffnung des Eisernen Vorhangs und damit zum Ende des Kalten Krieges. Damit endete der jahrzehntelange Konflikt zwischen den kapitalistischen Staaten des Westens und den kommunistischen Staaten des Ostblocks. Die Konferenz will das Jahr 1989 auf die strukturellen Veränderungen und Entwicklungen in der Weltwirtschaft beziehen, Regionalisierungsprozesse berücksichtigen und analysieren, welche Differenzierungsprozesse zwischen postsozialistischen Gesellschaften entstanden sind.

Logo Richard Schöne Gesellschaft für Museumsgeschichte e.V.

Konferenz

Museen in der DDR

vom 02.06.2019 | bis zum 04.06.2019

Vom 2. Juni bis zum 4. Juni 2019 veranstaltet die Richard Schöne Gesellschaft für Museumsgeschichte e.V. in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock und der Universität Rostock eine internationale Konferenz zu Museen in der DDR. Trotz vergangener 30 Jahre nach dem Ende der DDR wurde die Museumsgeschichte noch nicht umfassend aufgearbeitet. Insbesondere, weil Museen eine hohe Ideologisierungsfähigkeit aufweisen und damit ein idealer Ansatzpunkt für staatliche Kulturpolitik darstellen soll dieser Zustand verändert werden. Die Konferenz soll dem Forschungsfeld neue Impulse geben und die Forschungsarbeiten zum Thema besser vernetzen. Die Konferenz findet im einzigen Museumsneubau der DDR, der Kunsthalle Rostock statt und wurde gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.

Logo der Christian-Albrechts-Universität Kiel

Konferenz

Disability in Socialist Societies

vom 24.05.2019 | bis zum 26.05.2019

Vom 24. bis zum 25. Mai 2019 findet an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Konferenz „Disability in Socialist Societies“ statt, die sich auf die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderung in sozialistischen Staaten fokussiert. Mit dieser Ausrichtung erhoffen sich die Veranstalter neue Perspektiven auf strukturelle Spezifika sowohl des Sozialismus‘ als auch der Leben von Menschen mit Behinderung. Die Tagung will bestehende Forschungsansätze zusammenbringen, Konzepte diskutieren, die verwendeten Terminologien und Methoden auf den Prüfstand stellen und neue Forschungsfragen entwickeln. Besonders willkommen sind Beiträge, die einen vergleichenden Ansatz verfolgen, der es erlaubt sowohl die Besonderheiten des Lebens mit Behinderung in einer sozialistischen Gesellschaft zu analysieren als auch die Unterschiede diesbezüglich innerhalb der einzelnen Staaten und Gebiete des sogenannten sozialistischen Blocks.

Logo der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße

Buchvorstellung

Buchvorstellung "Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent"

vom 09.04.2019

Am 9. April 2019 stelle der Historiker Andreas Weigelt in der Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam sein Buch „Vorwurf: Aktiver Nazi, Werfolf oder Agent. Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945-1955“ vor. Die Vorstellung fand in Form eines Gespräches zwischen dem Autor und Rainer Potratz, Referent bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, statt. Weigelts Fallstudie spürt den Geschichten von Menschen nach, die in Bad Freienwalde von sowjetischen Geheimdiensten verhaftet wurden. Weigelt ermittelt für die Stadt eine Anzahl von 317 Betroffenen, von denen 255 ohne Urteil inhaftiert waren. Ihre Schicksale stehen beispielhaft für die  mehr als 120.000 Menschen, die zwischen 1945 und 1950 in Gefangenenlagern der Sowjetischen Besatzungszone interniert waren, sowie die 1.000 Gefangenen, die in den Jahren bis 1955 festgenommen und zum Tode verurteilt wurden. Offiziell im Rahmen von Entnazifizierungsprogrammen verhaftet, fehlen bis heute gesicherte Angaben über die tatsächlichen Verhaftungsgründe. Andreas Weigelt stellt für die von ihm untersuchten Fälle die Verhaftungsgründe nach und rekonstruiert die Biografien der Verhafteten.

Screenshot der Ausstellungsankündigung

Sonderausstellung

Trotz alledem und alledem. Kulturerbe Arbeiterlied

vom 29.03.2019 | bis zum 31.03.2019

Im Jahr 2014 wurde das „Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung“ in das Verzeichnis des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Dadurch wurde eine politisch-künstlerische Ausdrucksart offiziell anerkannt, die drohte, in Vergessenheit zu geraten. Die Arbeiterlieder dienten im 19. und frühen 20. Jahrhunderts vor allem als  Protestlieder, deren Ursprung in der industriellen Revolution begründet war. Millionen Menschen sangen ihre Strophen. Die Ausstellung „Trotz alledem und alledem. Kulturerbe Arbeiterlied“ begibt sich auf die Spurensuche der Arbeiterlieder, einem Kulturgut, das 1933 unter der Herrschaft der Nationalsozialisten verboten und zerstört wurde. Das sozialkritische Lied „Trotz alledem“ von Ferdinand Freiligrath, auf das der Titel der Ausstellung anspielt, ist eines der bis heute am häufigsten rezipierten Lieder der 1848er-Revolution. Besonders in Deutschland erfuhren die klassischen Arbeiterlieder in den 1970er-Jahren eine Renaissance, verschwanden aber in den 1990er-Jahren gänzlich. Arbeiterlieder spiegeln die historischen Zustände ihrer Zeit wider und vermitteln somit Wissen über die damaligen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umstände und Machtverhältnisse. Die Ausstellung ist vom 29. März bis zum 31. März 2019 im Rahmen des 20. Festivals „Musik und Politik“ in der Volksbühne Berlin zu sehen.

Konferenztitel

Archiv

1989-2019: Die Revolutionen in der DDR und Ostmitteleuropa - Globale Entwicklungen und Perspektiven

vom 19.03.2019 | bis zum 20.03.2019

Mit den Jahren 1989/90 verbindet sich eine historische Zäsur – mit nachhaltigen Wirkungen für Deutschland und die Welt. 30 Jahre später gilt es, an die historischen Ereignisse, ihre Ursachen und Nachwirkungen zu erinnern und aktuelle Fragestellungen zu diskutieren: Welche Deutungsmuster gibt es für die revolutionären Veränderungen in den unterschiedlichen Staaten? Inwiefern lassen sich globale Wechselwirkungen in den Blick nehmen? Was ist von 1989/90 geblieben? Der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Deutsche Gesellschaft e. V. möchten mit der Konferenz einen Beitrag zu einer vergleichenden Gesamtperspektive auf die »Friedlichen« Revolutionen von 1989/90 in der DDR und in ausgewählten Ländern Ostmitteleuropas leisten. Dabei sollen die Auf- und Umbrüche in ihren globalen Wirkungen verortet werden. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik werden sich mit den Auswirkungen und gegenseitigen Einflüssen der Auf- und Umbrüche in der DDR und in Ostmitteleuropa, den Internationalen Bezügen und systemübergreifenden Prozessen sowie dem erinnerungskulturellen Umgang mit den Revolutionen auseinandersetzen. Diese Konferenz bildet den Auftakt der siebenteiligen Diskussionsreihe »REVOLUTION! 1989 – Aufbruch ins Offene«, die vom Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Deutschen Gesellschaft e. V. realisiert wird. Die Veranstaltungen (09.04., 07.05., 04.06., 03.09., 01.10., 05.11., 03.12.2019) finden jeweils von 18:00 bis 20:00 Uhr in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur statt.

Logo des Helle Panke e.V.

Archiv

Die zweite Revolution? – Das Frühjahr 1919 in Deutschland und Europa

vom 07.03.2019

Am 7. März 2019 findet im Rathaus Lichtenberg in Berlin die Konferenz "Die zweite Revolution? – Das Frühjahr 1919 in Deutschland und Europa" statt. Im Zentrum der Konferenz steht der Gedanke, dass das Jahr 1919 das eigentliche Revolutionsjahr sei. Dies steht entgegen dem gängigen Verständnis, das die Jahre 1917 und 1918 als "die" Revolutionsjahre versteht: 1917 als das Jahr der Russischen Revolution, deren Ideen maßgeblichen Einfluss auf revolutionäre Bewegungen weltweit haben, und 1918, das Jahr in dem mit dem Aufstand der Kieler Matrosen die deutsche Novemberrevolution ihren Anfang nimmt. Die Konferenz lokalisiert dagegen im Jahr 1919 und seinen den massenhaften Streiks, Unruhen und Versuchen, die gesellschaftlichen Verhältnisse von Grund auf umzukehren – in Deutschland und ganz Europa – das eigentliche Revolutionsjahr. Die Konferenz ist in vier Panels gegliedert: Die Schicksale der Revolution; Chancen und Risiken des deutschen Frühlings 1919; Momente der Weltrevolution; Revolutionärer Aufbruch und blutige Konterrevolution in Berlin. Die Konferenz wird in Kooperation von Helle Panke e.V. und dem Bezirksmuseum Lichtenberg organisiert; Veranstaltungsort ist das Rathaus Lichtenberg. Die Teilnahmekosten betragen 10,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich. 

Konferenz

Parliaments and Political Transformations in Europe and Asia: Political Representation in Russia, China, Mongolia, and Ukraine in the Twentieth and Twenty-First Century

vom 12.02.2019 | bis zum 13.02.2019

Unter dem Titel “Parliaments and Political Transformations in Europe and Asia: Political Representation in Russia, China, Mongolia, and Ukraine in the Twentieth and Twenty-First Century” lädt die Universität Heidelberg vom 12.02.2019 bis 13.02.2019 zu einem Workshop ein. Thematischer Fokus des Workshops liegt auf der Entwicklung der politischen Repräsentation und der deliberativen Entscheidungsfindung in der Ukraine, China, der Mongolei, Russland, sowie in der ehemaligen Sowjetunion, dem Qing-Reich und im ehemaligen Russischen Kaiserreich. In Hinblick auf bedeutsame politische und soziale Veränderungen im 20. Und 21. Jahrhundert soll die Rolle von Parlamenten näher analysiert werden. Dabei wird die Entstehung von so genannten „peripheral parliaments“ in Eurasien zu Beginn des 20. Jahrhunderts beleuchtet, sowie die Entwicklung parlamentarischer Institutionen in China, der ehemaligen Sowjetunion und der Mongolei verfolgt. Der Workshop ist Teil des Projekts „Entangled Parliamentarisms: Constitutional Practices in Russia, Ukraine, China, and Mongolia, 1905–2005” (ENTPAR)”.

Tagung

DEFA-Kinderfilm Tagung in Halle/Saale

vom 06.02.2019 | bis zum 08.02.2019

Vom 6. bis 8. Februar 2019 findet an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die DEFA-Kinderfilm Tagung statt. Unter dem Titel „Von Pionieren und Piraten – Der DEFA-Kinderfilm in seinen kulturhistorischen, filmästhetischen und ideologischen Dimensionen“ diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen und Regionen die Frage, wie sich die Geschichte der DEFA-Kinderfilme differenziert erfassen lässt und welche aktuelle Bedeutung die Filme für die Gesellschaft haben. Die Kinderfilme der DEFA sind wissenschaftlich bisher nur unzureichend erforscht. Dabei gehören die Filme zum kulturellen Zeugnis einer Gesellschaft und sind wertvolle Erinnerung an eine vergangene Kindheit. Zugleich war die Filmproduktion als Erziehungsmedium instrumentalisiert. Die Tagung geht den Fragen, nach welche Themen in den Filmen behandelt wurden, was die Kinderfilme über die Beschaffenheit der Gesellschaft aussagen und welche Werte die Filme vermittelten. Zudem wird nach den ästhetischen Strategien der Filme, sowie den dramatischen oder narrativen Besonderheiten gefragt. Auch Gäste sind zu den Vorträgen und öffentlichen Abendveranstaltungen herzlich willkommen.

Screenshot Website des Forschungsprojekts: Late Soviet Village: People, Institutions, and Things between the socialist cult of urbanity and ruralisation of urban life styles, mit BIld aus: Arsen’ev, Vsevolod: Nostal’giia. Provintsial’naia Rossiia. Fotoal’bom, Moscow 2012, p. 57.

Workshop

Late Soviet Material Culture: Things and Objects between “Rural” and “Urban”

vom 14.12.2018

Das Forschungsprojekt Late Soviet Village: People, Institutions, and Things between the socialist cult of urbanity and ruralisation of urban life styles am Lehrstuhl für die Geschichte Osteuropas der Universität Zürich lädt am 14.12. zu einem Workshop mit dem Titel Late Soviet Material Culture ein. Das Forschungsprojekt untersucht das Verhältnis von urbanen und ruralen Lebenswelten in den letzten Jahrzehnten der Sowjetunion. Der internationale Workshop fokussiert sich hierbei auf Kulturen des Materiellen. In drei Panels werden renommierte Expertinnen und Nachwuchswissenschaftler beispielsweise über Produktdesign in ländlichen Regionen, die Industriearchitektur in Sibirien oder über Sägewerke in Karelia am Ende der Sowjetunion diskutieren. Aber auch theoretische Vorüberlegungen über einen spezifisch sowjetischen Materialismus werden im ersten Panel diskutiert. Hierdurch sollen neue Erkenntnisse über die alltäglichen Lebenswelten und ihre Transformationsprozesse der ländlichen Bevölkerung am Ende der Sowjetunion gewonnen werden.

Screenshot der Veranstaltungsseite

Konferenz

Gewalt im Nachkrieg – Postwar Violence 1945-1949

vom 27.06.2019 | bis zum 28.06.2019

Vom 27. bis zum 28. Juni 2019 findet am NS-Dokumentationszentrum München die Konferenz „Gewalt im Nachkrieg – Postwar Violence 1945-1949" statt. Entgegen eines gängigen Narrativs zur Nachkriegszeit, welches sich auf Aufschwung und Wirtschaftswunder fokussiert, orientieren sich die Beiträge der Veranstaltung an der These, dass sich die entgrenzte Gewalt des Zweiten Weltkrieges auf die Nachkriegszeit übertrug und sich in Internierungen, Vertreibungen, Kriminalität, Lynchjustiz, Vergewaltigungen und Verschleppungen artikulierte. Darüber hinaus habe die existenzielle Not der Bevölkerung sowie diffuse Machtstrukturen nach Kriegsende zusätzliche, eigene Formen von Gewalt hervorgebracht.  Dementsprechend analysieren die Beiträge die Jahre zwischen 1945 und 1949 aus der Perspektive der Gewaltforschung. Die Beiträge sind in vier Panels aufgeteilt: Situationen; Akteure; Praktiken; Räume. Die Konferenz wird in Kooperation mit dem Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität veranstaltet. Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Um Anmeldung unter veranstaltungen.nsdoku@muenchen.de wird gebeten.

Logo DIH Paris

Konferenz

Die europäischen Demokratien vor der Gefahr der Diktaturen (1919-1939). Prozesse demokratischer Kritik und Reflexion in den europäischen Öffentlichkeiten

vom 17.06.2019 | bis zum 19.06.2019

Unter dem Titel „Die europäischen Demokratien vor der Gefahr der Diktaturen (1919-1939). Prozesse demokratischer Kritik und Reflexion in den europäischen Öffentlichkeiten“ veranstaltet die Forschungsgruppe "Mondes germaniques et nord-européens" (Université de Strasbourg) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Reims, Metz, Augsburg und dem Deutschen Historischen Institut (Paris) vom 17.06.2019 bis zum 19.06.2019 eine Tagung in Straßburg. Die internationale Tagung ist Teil eines zweijährigen Fortbildungs- und Forschungsprogramms des Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne (CIERA) zum Thema: "Welche Demokratie(n)? Reflexionen über die Krise, Modernisierung und Grenzen der Demokratie in Deutschland, Frankreich, England und Mitteleuropa zwischen 1919 und 1939". Thematisch widmet sich die Tagung der Frage, wie es den einzelnen europäischen parlamentarischen Demokratien gelang, den verschiedenen Angriffen von sowohl linker, als auch rechter Seite die Stirn zu bieten. Zwar hatte sich in Europa in den 1920er Jahren das demokratische Gedankengut durchgesetzt, aber soziale und wirtschaftliche Probleme und die hohe politische Instabilität in den Jahren nach dem Ende des Ersten Weltkrieges führten zu einer grundlegenden Infragestellung der demokratischen Ordnung. Die republikanische Ordnung wurde oftmals per se als Ursprung aller herrschenden Probleme, denen die Bevölkerung ausgesetzt war, angesehen. Ziel der zweitägigen Tagung ist es, herauszuarbeiten, welche Versuche die Demokratien zu dieser Zeit unternahmen, um die heftigen Krisen auf politischer, institutioneller oder ökonomischer Ebene zu bewältigen und zu überwinden.

Logo der Veranstalter

Konferenz

Communist manifesto: History, legacy, critique

vom 07.06.2019

Die Prager Gruppe Association for the Leftist Theory (SOK) lädt am 7. Juni 2019 zu einer eintägigen Konferenz über Karl Marx und Friedrich Engels kommunistisches Manifest in den Klub techniků nach Prag ein. Welche Rolle spielt das Manifest heute noch? Hat die Krise des ökonomischen Systems von 2008 die Rezeption in der politischen Linken verändert und gibt es tschechische Spezifika, bzw. Besonderheiten in postkommunistischen Gesellschaften? Auf der Konferenz sollen nicht nur diese tagesaktuellen Fragen linker Debatten betrachtet werden, sondern auch das Manifest in dem Gesamtwerk von Marx sowie innerhalb linker Theorieströmungen verortet werden. Ein weiteres Panel untersucht, wie das Manifest auf die sozialistischen Arbeiterbewegungen in Ostmitteleuropa des 19. Jahrhunderts gewirkt hat und welchen Platz es in der Erinnerung dieser Bewegungen heute hat. Tschechische, deutsche, slowakische und polnische Philosophen, Historiker und Aktivisten werden auf der Veranstaltung diskutieren. Die Konferenz wird auf Tschechisch und Englisch stattfinden. Die Vorträge werden simultan übersetzt.

Logo der Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Vortrag

Die SED und ihre MfS-Abteilung Kommerzielle Koordinierung

vom 28.05.2019 | Thomas Lukow

Am 28. Mai 2019 hält der Referent Thomas Lukow in der Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus in Berlin einen Vortag unter dem Titel "Die SED und ihre MfS-Abteilung Kommerzielle Koordinierung". Der Vortrag bespricht internationale Verbindungen der DDR in unterschiedlichen Ausprägungen: die Unterstützung kommunistischer Parteien im Ausland, Beteiligung an internationalen Waffengeschäften und die Platzierung von Propaganda im westlichen Ausland. Wegen versuchter Republikflucht wurde der Referent Thomas Lukow, ehemaliger DDR-Bürger, 1981 zu fast zwei Jahren Haft verurteilt. Er arbeitet als freier Referent unter anderem für die Gedenkstätten Normannenstraße und Hohenschönhausen. Die Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus in Berlin wurde 1989 mit dem Ziel gegründet, die in der DDR zuvor verbotenen Bücher, die sich kritisch mit dem Sowjetkommunismus auseinandersetzen, zu versammeln. Die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit versteht die Einrichtung als ihre Hauptaufgabe und bietet dazu neben der Bibliothek Veranstaltungen und Ausstellungen an.

Logo der Veranstalter

Tagung | Konferenz

1919 – 1949 – 1989 – 2019: Demokratie und Demokratieverständnis

vom 23.05.2019 | bis zum 25.05.2019

Unter dem Titel „1919 – 1949 – 1989 – 2019: Demokratie und Demokratieverständnis“ veranstalten die Forschungsstelle Weimarer Republik der FSU Jena, das Helmuth-Loening-Zentrum für Staatswissenschaften e.V. und die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen vom 23.05.2019 - 25.05.2019 eine mehrtägige wissenschaftliche Tagung. Das Jahr 2019 ist für Deutschland ein mehrfaches Demokratie-Jubiläumsjahr. 1918 wurde durch die Novemberrevolution die Monarchie im Deutschen Reich gestürzt und die erste parlamentarische Demokratie etabliert. 1949 wurde unter Kontrolle der Alliierten in den westdeutschen Besatzungszonen die zweite Demokratisierungsphase eingeleitet. Nach der Friedlichen Revolution 1989 und der deutschen Wiedervereinigung wurde die Demokratie für Gesamtdeutschland etabliert und die kommunistische Parteiendiktatur der SED in der ehemaligen DDR abgeschafft. Die Konferenz beleuchtet diese prägenden Ereignisse näher und analysiert die unterschiedlichen Verständnisse des Demokratiebegriffs und zeichnet die Demokratieentwicklung über die Jahrzehnte hinweg nach. Ziel ist es, die Krisensymptome der Demokratie zu diskutieren und in Bezug zu historischen Vorläufern zu setzen. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, um eine vorherige Anmeldung an monika.keilich@uni-jena.de wird gebeten.

Screenshot des Veranstaltungsflyers: Diese Zeilen sind mein ganzes Leben... Briefe aus dem Gulag Buchvorstellung, Lesung und Zeitzeugengespräch

Buchvorstellung

"Diese Zeilen sind mein ganzes Leben..." Briefe aus dem Gulag

vom 03.04.2019

Anlässlich des Erscheinens der von Meinhardt Stark herausgegebenen Quellenedition "Diese Zeilen sind mein ganzes Leben... Briefe aus dem Gulag" laden der Berliner Metropol-Verlag und die Bundesstiftung Aufarbeitung am 3. April 2019 um 18.00 Uhr zu einer Lesung mit anschließendem Zeitzeugengespräch ein. Annähernd 900 Briefe aus dem Gulag, geschrieben von 96 Gefangenen, hat Meinhard Stark über die Jahre gesammelt oder in Archiven in Russland, Polen, Litauen und Deutschland ausfindig gemacht. Der Briefwechsel zwischen Häftlingen und ihren Angehörigen ist durch lange Abstände zwischen geschriebenen und empfangenen Briefen geprägt, von aufreibendem Warten und emotionalen Wechselstimmungen, aber auch von strengen Haftinstruktionen und einer unerbittlichen Zensur. Stellvertretend für ihre Mitgefangenen kommen in der Edition, neben Jewgenia Ginsburg und Nikolai Scharfenberg, 16 Frauen und Männer verschiedener Nationalität mit ihren Botschaften aus dem Gulag zu Wort. Die Briefe sind ein ebenso authentisches wie berührendes Zeugnis damaliger Wahrnehmungen und Empfindungen der unschuldig Inhaftierten. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einführung Prof. Dr. Dittmar Dahlmann em., Universität Bonn, Projektleiter Lesung von Gulag-Briefen von Jewgenia Ginsburg und Nikolai Scharfenberg, 1936-45 Ilka Teichmüller, Nils Nelleßen und Dr. Meinhard Stark Zeitzeugengespräch mit Werner Höpfner, geb. 1928 in Berlin, von 1945 bis 1953 im Gulag inhaftiert Walter Scharfenberg, geb. 1932 in Charkow, Sohn von Nikolai Scharfenberg Dr. Meinhard Stark, Universität Bonn, Herausgeber der Gulag-Briefe Moderation Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Teilnehmende des Gedenkstättentreffens 2017 vor dem Tagungsort (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Tagung

17. Ost-West-Europäisches Gedenkstättentreffen Krzyżowa/Kreisau. Vergessene Geschichte: Vergessene Orte – vergessene Namen – vergessene Ereignisse. Der Umgang mit verdrängten Aspekten der Geschichte

vom 27.03.2019 | bis zum 30.03.2019

Das 17. Ost-West-Europäische Gedenkstättentreffen im polnischen Kreisau (Krzyżowa) unter dem Titel „Vergessene Geschichte“ ist historischen Orten, Personen und Ereignissen gewidmet, die nicht oder erst spät Eingang in das kollektive Gedächtnis gefunden haben oder um deren Erinnerung noch gerungen wird. Gemeinsam mit Gedenkstättenmitarbeiterinnen und -Mitarbeitern aus zahlreichen europäischen Ländern wird über den Umgang mit „vergessener Geschichte“ diskutiert und Projekte vorgestellt, die versuchen, diese Geschichte einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Wie in jedem Jahr hat das Gedenkstättentreffen einen Know-how-Transfer und den offenen Erfahrungsaustausch zum Ziel. Nationale und regionale Narrative und ihren Einfluss auf das jeweilige Verständnis von der Geschichte des 20. Jahrhunderts sollen gemeinsam diskutiert werden. Hierzu sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gedenkstätten, Museen, Aufarbeitungsinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen aus ganz Europa eingeladen, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus, mit dem Völkermord an den europäischen Juden, mit Stalinismus und kommunistischer Diktatur, mit Gewaltherrschaft und Kriegen auseinandersetzen. Sie alle sollen zu einem gesamteuropäischen Erfahrungsaustausch zusammengebracht werden. Um eine Anmeldung wird bis zum 14. März 2019 gebeten. Das Programm der Veranstaltung finden sie hier.

Logo des August-Bebel-Instituts

Archiv

1848 und 1918 – Revolutionen im Vergleich

vom 18.03.2019

Am 18. März 2019 findet die Veranstaltung "1848 und 1918 – Revolutionen im Vergleich" in der Alten Feuerwache in Berlin statt. Im Zuge der Veranstaltung vergleichen der Historiker Rüdiger Hachtmann und die Historikerin Gisela Notz die Revolutionen von 1848 und 1918 zunächst unter allgemeinen Gesichtspunkten und anschließend in Bezug auf Geschlechterverhältnisse und die Beteiligung von Frauen an revolutionären Bewegungen. Die Revolution von 1848/49, und ebenso die Revolution von 1918/19, gelten als einschneidende Ereignisse der deutschen Geschichte, die die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse, aus denen sie hervorgingen nachhaltig verändert haben. Die "Märzrevolution" genannte Revolution von 1848/49 spielte sich in den im "Deutschen Bund" zusammengeschlossenen Staaten und Fürstentümern ab; die Kernforderungen der revolutionären Bewegung waren die nach demokratischen Reformen sowie nach der Schaffung eines deutschen Nationalstaats. Die als "Novemberrevolution" bezeichnete Revolution von 1918/19 begann mit dem Aufstand der Marine des Deutschen Kaiserreiches gegen die Fortsetzung des Ersten Weltkrieges. Von diesem ausgehend verbreitete sich die revolutionäre Bewegung schnell im ganzen Land und endete schließlich mit der Abdankung des Kaisers und der Gründung der ersten Demokratie auf deutschen Boden. Die Veranstaltung wird vom August-Bebel-Institut organisiert. Um Anmeldung wird unter anmeldung@august-bebel-institut.de gebeten.

Screenshot von maoistlegacy.uni-freiburg.de

Konferenz

Transitional Justice without Transition? Redressing Past Injustices under State Socialism

vom 21.02.2019 | bis zum 23.02.2019

Vom 21. bis zum 23. Februar 2019 findet in Freiburg die Konferenz  "Transitional Justice without Transition? Redressing Past Injustices under State Socialism" statt. Das Konzept der "transitional justice" beschreibt eine Vielzahl juristischer sowie nicht-juristischer staatlicher Maßnahmen, die der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes nach dem Auftreten gewaltsamer Konflikte oder staatlicher Verbrechen dienen sollen. Das Ziel des Ansatzes besteht also darin, Untersrückungs- und Gewalterfahrungen institutionell aufzuarbeiten. Dementsprechend lag der Forschung in diesem Bereich oft die Annehme zu Grunde, dass transitional justice Mechanismen den Übergang von einem totalitären hin zu einem freiheitlich-demokratischen Regime markierten. Dieser Annahme setzt die Konferenz entgegen, dass solche transtional justice Mechanismen eben auch in nicht-demokratischen Staaten stattfinden können; Beispiele hierfür sind die Entstalinierungs-Prozesse in der Sowjetunion nach 1953 oder die Entwicklungen in der Volkrepublik China nach Maos Tod 1976, als eine große Zahl vormals Verurteilten rehabilitiert wurde. Die Funktionen und Prozesse solcher Instanzen von transitional justice sollen im Zuge der Konferenz analysiert werden. Die Konferenz ist Bestandteil des Forschungsprojekts "The Maoist Legacy" am Institut für Sinologie der Universität Freiburg. 

Logo der Universität Augsburg

Konferenz

Die Umbrüche des Jahres 1989 globalgeschichtlich betrachtet – Perspektiven für den Geschichtsunterricht

vom 11.02.2019 | bis zum 12.02.2019

Der Arbeitskreis „Welt- und globalgeschichtliche Perspektiven im Geschichtsunterricht" der Konferenz für Geschichtsdidaktik der Universität Augsburg veranstaltet vom 11.02.2019 - 12.02.2019 eine Tagung unter dem Titel „Die Umbrüche des Jahres 1989 globalgeschichtlich betrachtet – Perspektiven für den Geschichtsunterricht“. Ziel ist es, für den Geschichtsunterricht neue globalgeschichtliche Ansätze und Methoden zu entwickeln. Inhaltlicher Fokus liegt hierbei auf dem Epochenjahr 1989. Das Jahr 1989 führte in Mittel- und Osteuropa zum Zusammenbruch des Kommunismus, zum Fall der Berliner Mauer und zum Ende des Kalten Krieges. Der Arbeitskreis widmet sich thematisch unter anderem der UNTAG Mission in Namibia 1989, dem afghanischen Bürgerkrieg, den Demokratisierungsprozessen in der ehemaligen DDR und dem Ende des Apartheidregimes in Südafrika. An Hand konkreter Beispiele soll erörtert werden, wie das Bewusstsein für die globalgeschichtlichen Dimensionen des Epochenjahres 1989 geschärft werden kann. Das Programm bietet den Interessierten verschiedene Vorträge, lädt zu gemeinsamen Diskussionen ein und sieht die Präsentation unterschiedlicher Konzepte vor. Interessierte können sich noch bis zum 8. Februar unter philipp.bernhard@philhist.uni-augsburg.de anmelden.

Konferenz

Revolution und Räterepublik in München

vom 25.01.2019 | bis zum 27.01.2019 | Evangelische Akademie Tutzing in Zusammenarbeit mit der Bayrischen Landeszentrale für politische Bildung

Vom 25. bis zum 27. Januar 2019 findet an der Evangelischen Akademie Tutzing die Konferenz "Revolution und Räterepublik in München" statt. Die Konferenz nimmt den 100. Jahrestag der Revolution zum Anlass die Ereignisse von München nachzuspüren und ihre Folgen zu beleuchten. Die Ereignisse verliefen besonders in Bayern dramatisch, konnte sich eine neue Ordnung aber nicht etablieren. Die Revolution scheiterte u.a. an mangelnder politischer Unterstützung und der Schwierigkeit Vertrauen von der Nachkriegsgesellschaft zu gewinnen. Daher soll insbesondere in den Blick genommen werden, wie die Menschen diese Umbruchsepoche erlebt haben. Das Axensprung Theater aus Hamburg gastiert dazu mit seinem Theaterstück "Revolution?!", das ein vielschichtiges Porträt der Nachkriegsgesellschaft an der Nahtstelle zwischen dem Zusammenbruch des Kaiserreichs und dem Anfang der Weimarer Republik zeichnet. Studierende der Geschichts- und Politikwissenschaften richten bitte ein kurzes Motivationsschreiben an uns und können dann einen Tagungsplatz zum Preis von 50 Euro (inkl. Verpflegung/Übernachtung) erhalten. Anmeldeschluss: 18. Januar 2019    

Logo des Hannah-Arendt-Instituts

Konferenz

Aufbruch zu Demokratie und Nationalstaatlichkeit in Mittel- und Ostmitteleuropa? Aktuelle Forschungen mit Fokus auf die lokale Ebene (1917-1923)

vom 03.12.2018 | bis zum 04.12.2018

Vom 3. bis zum 4. Dezember findet an der TU Dresden der Workshop „Aufbruch zu Demokratie und Nationalstaatlichkeit in Mittel- und Ostmitteleuropa? Aktuelle Forschungen mit Fokus auf die lokale Ebene (1917-1923)“ statt. Ziel des Workshops ist es, die Transformationsprozesse in Mittel- und Ostmitteleuropa in ihren Verbindungen zwischen internationaler und lokaler Ebene zu analysieren. Ein besonderer Fokus soll darauf liegen, wie eine Kombination aus „top down“ und „bottom up“ Prozessen der Nationalisierung und Demokratisierung zu Grunde lagen. Die lokale Ebene ist hierbei in multiethnischen Regionen von besonderem Interesse – anders als auf zentralstaatlicher Ebene öffneten sich hier Spielräume, um Interessen zwischen verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen zu artikulieren. Zu folgenden Themen werden Referierende Inputs geben: Untersuchungen zur Auswirkung des „Brest Litovsk Moment“ bzw. die Erosion der Imperien im Hinblick auf die daraus resultierenden Transformationsprozesse; Untersuchungen zu Wechselwirkungen von Nationalisierung und Demokratisierung auf lokaler und zentralstaatlicher und bilateraler/transnationaler Ebene, Spezifika der Gruppe der Frauen als politische Akteurinnen in Prozessen der Demokratisierung und Nationalisierung auf lokaler, zentralstaatlicher und bilateraler/transnationaler Ebene ,Herrschaftswechsel und konkurrierende politische Zukunftskonzepte lokaler Akteure und Akteursgruppen.

Screenshot Flyer der Veranstaltung

Podiumsgespräch

Zwischen den Generationen. Umgang mit Folgen kollektiver Gewalt in der Ukraine

vom 26.06.2019

Traumata nach kollektiver Gewalt hinterlassen Spuren, die von Generation zu Generation weitergetragen werden können. Dies gilt in besonderer Weise für Länder, die in ihrer Geschichte politische oder soziale Umbrüche erfahren haben und gegenwärtig in Zeiten des Konflikts leben. Fachkräfte, die mit potenziell traumatisierten Gruppen arbeiten, sind in ihrer Arbeit oft selbst von der Vergangenheit berührt, entweder direkt über die Tradierung traumatischer Geschichten in ihren eigenen Familien, oder auch indirekt durch die Geschichten, die sie in ihrer Arbeit mit traumatisierten Menschen erfahren. Als eine vielfältige und geschichtsträchtige Gesellschaft ist die Ukraine in mehrfacher Hinsicht von der Vergangenheit berührt worden. Dazu gehören Folgen der deutschen Besetzung, der Shoah sowie die langanhaltenden Auswirkungen des sowjetischen Regimes. Auch Kämpfe um nationale Unabhängigkeit sowie politische und soziale Transformationen führten zu Brüchen, die sich zwischen den Generationen eingegraben haben. Über die Generationen hinweg verschränken sich historische Ereignisse mit familienbiografischen Erfahrungen und formen den Umgang mit gegenwärtigen Konflikten. Die traumatische Wirkung aktueller Ereignisse wird dadurch verstärkt. Darüber hinaus spielt die Instrumentalisierung der Vergangenheit in der Ostukraine eine herausgehobene Rolle. Minderheiten wie Roma werden zusätzlich marginalisiert und müssen Diskriminierung und Gewalt erfahren. Das Panel legt die Schichten einer gegenwärtigen Vergangenheit in der Ukraine frei und fragt, welche Wege für einen Umgang mit Traumatisierungen hilfreich und möglich sein können. Die Veranstaltung bildet den Abschluss eines einjährigen transnationalen Dialogs in der Ukraine mit ukrainischen, deutschen und israelischen Expertinnen und Experten. Der Eintritt ist kostenfrei. Um eine Anmeldung unter veranstaltung(at)amcha.de wird bis zum 24.06 gebeten. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr.

Logo des ZOIS

Archiv

30 Years since 1989. The Legacies of Post-Socialism

vom 14.06.2019

Am 14. Juni 2019 findet am Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZoIS) die Konferenz „30 Years since 1989. The Legacies of Post-Socialism“ statt. Anlässlich des 30-järigen Jubiläums des Mauerfalls widmet sich die Konferenz der Frage, wie die drei Jahrzehnte politischer, ökonomischer und sozialer Transformation in Mittel- und Osteuropa sowie der ehemaligen Sowjetunion nach 1989 systematisch analysiert werden können. Neben der Frage, wie das Ende der sozialistischen Regime diese drei Jahrzehnte prägte, gehen die Beiträge der Konferenz außerdem der Frage nach, welche Vermächtnisse diese Zeit selbst auf zukünftige Lebensrealitäten haben kann. Der Fokus wird dabei auf der Rolle der jugendlichen Bevölkerungen und dem Generationenwechsel liegen, auf liberalen Wertesystemen und Konzeptionen eines gemeinsamen Europas, sowie auf Stadtplanung und Leben in urbanen Umfeldern. Die Konferenz besteht aus vier Panels: Post-Socialist European Identity – Hopes and Disillusionment; Youth and Authoritarian Regimes – Eastern Europe in Compararative Perspective; The Post-Socialist City; Post-Socialism, Post-Communist Transition, Global East? - Conceptualizing Legacies of Change since 1989. Den Panels folgt die Keynote Lectur von Ivan Krastev: Imitation and its Discontents – Reflectoins on the Politics of Resentmenr in Eastern Europe. Interessenten werden um vorherige Anmeldung gebeten.

Ausschnitt Veranstaltungsflyer

Veranstaltung

Falsche Grenzen. Aktion "Kámen"

vom 05.06.2019

Am 5. Juni 2019 um 18 Uhr findet in der Tschechischen Botschaft in Berlin die Veranstaltung „Falsche Grenzen. Aktion ‚Kámen’“ statt. Der kommunistische Geheimdienst der ehemaligen Tschechoslowakei hat zwischen 1948 und 1951 falsche Grenzstreifen in der Nähe der faktischen bayerischen Grenze gesetzt. Vermeintliche Schleuser, die in Wirklichkeit zur Staatssicherheit gehörten, führten Tschechen und Slowaken, die in den Westen flüchten wollten, zu einer künstlichen Grenzstation. Dort wurden die Flüchtlinge von kommunistischen Agenten, die sich als Amerikaner ausgaben, nach Dissidenten und Oppositionellen ausgefragt. Weil der Trick so gut funktionierte, errichteten die totalitären Machthaber gleich mehrere falsche Grenzen. Vier Jahre lang arbeiteten sie mit der Finte. Insgesamt fielen, nach Schätzung von Historikern, mehrere hundert Opfer darauf herein. Die Akteure der Verbrechen blieben unbestraft. 2013 erschien das Buch "Kámen" (Stein) und in 2018 das Buch "Falsche Grenzen" von Václava Jandečková. Ihr Werk, das ein Ergebnis einer detaillierten und langen Forschung war, hat eine Welle weiterer Reaktionen ausgelöst. Die Autorin hat eine Ausstellung FALSCHE GRENZEN. Aktion „KÁMEN“: Opfer und Täter der am strengsten geheim gehaltenen Verbrechen der Staatssicherheit 1948–1951 zusammengestellt, die in den Räumlichkeiten der Botschaft gezeigt wird. Ganz aktuell wurde Aktion „KÁMEN“ zu einem erfolgreichen Theaterstück beim Staatsschauspiel Dresden unter der Leitung von deutschem Regisseur Florian Fischer und in Kooperation mit Prager Theater Archa verarbeitet. Zur Zeit wird ein Spielfilm des deutschen Regisseurs Farid Eslam in deutsch-tschechischer Koproduktion vorbereitet.

Screenshot von Veranstaltungswebsite

Podiumsgespräch | Filmvorführung

Da war doch was!? Chinas Zivilgesellschaft 30 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker

vom 28.05.2019

Anders als von vielen vorhergesagt, ist die Herrschaft der Kommunistischen Partei Chinas nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 nicht zusammengebrochen. Vielmehr hat die KP seitdem China in vielen Bereichen an die Weltspitze geführt und regiert autoritärer denn je seit 1989. Wo steht Chinas Zivilgesellschaft heute? Welche Spielräume hat sie, welche ihrer Strategien und welche des Regimes sind erfolgreich? Um 19.00 Uhr wird der Dokumentarfilm „Tiananmen. Die Opfer erzählen“ (30 Min.) von Shi Ming/Thomas Weidenbach, 2009 gezeigt. Anschließend diskutieren Shi Ming (freier Journalist), Felix Lee (China-Korrespondent bis 2019) und Jutta Lietsch (China-Korrespondentin bis 2012), moderiert von Sven Hansen (taz-Asienredakteur). Bereits ab 18.00 Uhr kann die Austellung „Macht und Ohnmacht“ im Atelierhaus Lindenstr. 90/91 (direkt hinter der taz) besucht werden. Vor 30 Jahren fand nicht nur Chinas Demokratiebewegung ein jähes Ende, sondern auch die Überzeugung, dass sich Demokratie und Wohlstand bedingen. Die Künstler Ding Fang, Liu Ye und Ottjörg A.C. setzen sich mit dieser Frage auseinander. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Informationen können sie auch dem Flyer entnehmen.

Call for Papers

Communist Parties in East Central Europe: Frameworks of Knowledge Acquisition and Dissemination 1945–1989

vom 26.04.2019 | bis zum 26.04.2019 | Central European University

Am 26. April 2019 findet an der Central European University eine Konferenz mit dem Titel: "Communist Parties in East Central Europe: Frameworks of Knowledge Acquisition and Dissemination 1945-1989" statt. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen die kommunistischen Parteien, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Ostmitteleuropa regierten. Ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede sollen aus epistemologischer Sicht untersucht werden. Insbesondere geht die Konferenz der Frage nach wie sich in den Parteien ideologische und politische Positionen bildeten, auch im Hinblick auf das komplexe Zusammenspiel konkurrierender Akteure und Strukturen innerhalb der Parteien selbst und wie die Positionen an die Parteimitglieder vermittelt wurden. Bis zum 20. Januar 2019 können Abstracts von 300 Wörtern eingereicht werden. Mögliche Themen könnten behandelt werden: Zentrum-Peripherie-Beziehungen: Transfers und Übersetzungen des sowjetischen Modells, die Rolle von Experten und Ideologen und ihre Auswirkungen auf die Politikgestaltung, Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Fachwissen, Aufklärung der Gesellschaft durch Schulen und Medien, Aufklärung der Gruppenmitglieder durch Schulen und Medien. Alle weiteren Informationen finden sich im Link "Call for paper".

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Vortrag

Revolution im „roten Neukölln“. Legenden der Lokalgeschichte 1918/19

vom 03.04.2019

Im November 1918 beendete ein bewaffneter Aufstand die Monarchie und die Parteien der Arbeiterbewegung übernahmen die Macht. In Neukölln proklamierten radikale Sozialistinnen und Sozialisten die „Weltrevolution“ und drängten sogar kurzzeitig die moderate Sozialdemokratie aus dem lokalen Arbeiter- und Soldatenrat. Weit über die Stadtgrenzen hinaus wurde die „Republik Neukölln“ zum Synonym für eine „bolschewistische Gewaltherrschaft“, zum Schreckgespenst besorgter Bürgerinnen und Bürger und zum Vorbild für radikale Revolutionärinnen und Revolutionäre. Was war dran am Mythos der Spartakisten-Hochburg „Neu-Moskau“, von der aus Karl Liebknecht angeblich Deutschland erobern wollte, um eine Diktatur des Proletariats nach russischem Vorbild zu errichten? Wer waren die „Bolschewiki von Neukölln“? Wofür kämpften diese Männer und Frauen und welchen Rückhalt hatten sie tatsächlich in der Arbeiterschaft? Zum Abschluss des Begleitprogramms zur Ausstellung „Revolution! Neukölln 1918/19“ des Mobilen Museums Neukölln blickt der Kurator und Historiker Henning Holsten zurück auf eine Zäsur, die nicht nur die Lokalgeschichte betrifft, sondern die Geburtsstunde der deutschen Demokratie und die Spaltung der Arbeiterbewegung. Die Veranstaltung ist entgeltfrei und beginnt um 18.00 Uhr.

Seminar

Politik und Kunst in der Sowjetunion

vom 21.03.2019 | bis zum 24.03.2019

Unter dem Titel "Politik und Kunst in der Sowjetunion" bietet die Konrad-Adenauer-Stiftung vom 21.-24. März 2019 ein politisches Bildungsforum an. Im Mittelpunkt des Studienseminars werden die gesellschaftlichen Verhältnisse in der Sowjetunion, sowie Fragen nach den Lebensumständen und der Beziehung der Menschen zur Gesellschaft stehen. Dabei ist insbesondere von Interesse wie das Leben in der Kunst dargestellt wurde. Die Arbeiten von Schriftstellern und Komponisten werden dazu untersucht. Im Zentrum stehen Bücher und Musikwerke, die das Verhältnis von Wunschdenken und Lebensdialektik offenbaren, z.B. Tschingis Aitmatow, Maxim Gorki, Konstantin Paustowski, Walentin Rasputin, Dimitri Schostakowitsch, Aram Chatschatujan, Sergei Prokofjew. Außerdem nimmt das Studienseminar die verschiedenen politischen Strömungen der Geschichte der Sowjetunion in den Blick. Das Studienseminar findet in Waren an der Müritz statt und beinhaltet auch eine Exkursion zur Kunsthalle Rostock. Weitere Informationen zum Seminar, dem Programm und dem Anmeldeverfahren finden sich hier.

Logo: Museum Neukölln

Führung

Die Bolschewiki von Neukölln. Eine Lokalgeschichte der Revolution 1918/19

vom 17.03.2019

Am 9. November 1918 versammelten sich im Karlsgarten hunderte bewaffnete Arbeiter und Deserteure, um die durch den jahrelangen Weltkrieg diskreditierte Monarchie zu stürzen. Als am Abend am Rathaus Neukölln die rote Fahne wehte und ein revolutionärer Arbeiter- und Soldatenrat die Macht übernommen hatte, war kein einziger Schuss gefallen, doch nur wenige Monate später tobte in den Straßen Neuköllns ein blutiger Bürgerkrieg. Er wurde mit Maschinengewehren und Kanonen geführt und kostete dutzenden Neuköllner*innen das Leben. Die Führung folgt dem Weg der radikalen Revolutionäre vom Untergrund an die Macht bis zu ihrem Scheitern. Besucht werden Wohnorte und Versammlungsstätten der damaligen Akteure, umkämpfte Schulkasernen und Amtsgebäude. Nach etwa zwei Stunden endet der Rundgang am Neuköllner Rathaus.   Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogrammes zur Ausstellung „Revolution! Neukölln 1918/19“ des Mobilen Museums Neukölln und ist entgeltfrei.

Screenshot von zzf-potsdam.de

Konferenz

Sozialismus als Erfahrung und Erinnerung. Junge Forschung im etablierten Feld

vom 21.02.2019 | bis zum 22.02.2019

Vom 21. bis zum 22. Februar 2019 findet am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam das 16. Potsdamer Doktorand_innen Forum zur Zeitgeschichte statt. Die Veranstaltung steht unter dem Titel "Sozialismus als Erfahrung und Erinnerung. Junge Forschung im etablierten Feld". Das 30. Jubiläum der Friedlichen Revolution von 1989 ist ein Anlass für die Konferenz. Von diesem Ausgangspunkt stellt die Konferenz die Frage, in wie weit gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemwechsel 1989/90 durch den Sozialismus vorbestimmt waren. Die Tagung behandelt die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein. Der Schwerpunkt soll auf Analysen liegen, die auf Begriffen des Erfahrens und des Erinnerns basieren, zum Beispiel in den Themenfeldern Experiencing Socialism; Doing Socialsm; Feeling Socialism und Remembering Socialism angeregt. Die Konferenzsprache ist Deutsch; Referate können auch auf Englisch gehalten werden.

Sonderausstellung

30. Jahrestag der Niederschlagung der Studentenbewegung in Peking im Juni 1989

vom 11.02.2019 | bis zum 16.03.2019

Anlässlich des 30. Jahrestags der Niederschlagung der Pekinger Studentenbewegung von 1989 zeigt die Zentralbibliothek Hamburg vom 11.02.2019 bis zum 16.03.2019 eine Sonderausstellung chinesischer Kunst. Im Mai 1989 begann in Peking der Hungerstreik tausender chinesischer Studierender, die für eine Demokratisierung des kommunistischen Chinas demonstrierten. Auslöser der Protestwelle war der Tod des reformerischen Parteichefs Hu Yaobang. Die Forderungen richteten sich vor allem für die Einrichtung von Pressefreiheit und gegen die Korruption. Zwei Monate dauerte der Protest der Studierenden und Beschäftigten gegen das Regime der Kommunistischen Partei Chinas. In der Nacht zum 4. Juni 1989 gingen chinesische Truppen mit Panzern gegen die studentische Protestbewegung vor und räumten gewaltsam den Platz des Himmlischen Friedens. Zahlreiche Zivilisten wurden dabei verletzt oder kamen ums Leben. Die Kommunistische Partei Chinas überstand die Protestwelle und die innerparteilichen Konflikte 1989 unbeschadet. Zur Eröffnung der Sonderausstellung werden der Künstler Andreas Schmid und die Sinologin Stefanie Thiedig Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der chinesischen Kunst geben und über die Bedeutung und den Einfluss der Niederschlagung der Protestbewegung von 1989 auf die heutige Zeit sprechen. Die Sonderausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der Hamburger Sinologischen Gesellschaft e.V., der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und den Bücherhallen Hamburg. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Ausstellung

Dekommunisierung, Post-DDR, Post-Sowjet und Post-Maidan Realität

vom 25.01.2019 | bis zum 08.03.2019

Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt DECOMMUNI_ATION wird von 30 Künstlerinnen und Künstlern aus der Ukraine und Deutschland begleitet. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Dekommunisierung, so wird das Verbot der Verwendung kommunistischer Symbole in der Ukraine bezeichnet. Im Zuge des politischen Umbruchs 2016 wurden zahlreiche Monumente der Sowjet-Zeit zerstört, u.a. 1320 Lenin Monumente. Das Ausstellungsprojekt untersucht die Kunst in totalitären Regimen, das Kulturerbe der Moderne, sowie die Zerstörungsprozesse von Monumenten und Sehenswürdigkeiten. Die Ausstellung DECOMMUNI_ATION zeigt die in diesen Auseinandersetzungen entstandenen Arbeiten. Dabei werden auch die künstlerischen Freiheiten sowie deren Grenzen sondiert. Künstlerinnen und Künstler: Roshanak Amini, Kristina Bekker, Merle Dammhayn, Abie Franklin, Yaroslav Futymskyi, Alex Hennig, Kamila Juruć, Eva Karduck, Pavel Khailo, Nina Langbehn, Elena Lystarkhova, METASITU (Liva Dudareva & Eduardo Cassina), Denys Pankratov, Richard Paul, Maxine Puorro, Jan Robert von Raußendorf, Katharina Sophie Reinsbach, Belen Resnikowski, Daniil Revkovskiy & Andriy Rachinskiy, Valeria Schiller, Katharina Shafiei-Nasab, Manuel Strube, Beata Anna Targosz, Leo Trotsenko, Nadine Trushina, Kateryna Tykhonenko, Illia Yakovenko, Olga Zovskaya Mit: Anna Sorokovaya & Taras Kovach.

Screenshot der Website helle-panke.de

Konferenz

100 Jahre Austromarxismus an der Macht

vom 30.11.2018

Am 30. November 2018 findet in den Räume n der Hellen Panke e.V. die Konferenz "100 Jahre Austromarxismus an der Macht - Der österreichische Weg zwischen Realpolitik und Revolution" statt. Der Austromarxismus war während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine österreichische Schule des Marxismus. Sie verstand Realpolitik und Revolution nicht als generell unterschiedliche Wege zum Sozialismus, sondern als miteinander vereinbare Elemente: das Erringen einer absoluten Mehrheit im Rahmen einer parlamentarischen Demokratie versteht die austromarxistische Idee als notwendige Bedingung für die Revolution. Diese Bedingung ist 1918 gewährleistet, als die Sozialdemokraten mit großer Mehrheit die Gemeinderatswahlen in Wien gewinnen. Ziel der Konferenz ist es, den austromarxistischen Ansätzen nachzugehen und auf ihren aktuellen Nutzen zu prüfen. Dies geschieht, im Rahmen von vier Vorträgen: Otto Bauer und die österreichische Revolution 1918/; Die bauliche Signatur des Roten Wien; Leben und Wirken von Dr. Wanda Lanzer und ihre Bedeutung für die Erwachsenenbildung; Die Gesundheitspolitik im Roten Wien. Den Abschluss bildet ein Podium zu den Erfahrungen und Lehren aus dem Austromarxismus. Die Teilnahmegebühr beträgt 5€ (ermäßigt 3€); um Anmeldung über das Online-Formular der Hellen Panke wird gebeten.

Institute of National Remembrance

Konferenz

The Downfall of Communism in East-Central and Southern Europe: An Attempt of Comparative Perspective

vom 24.06.2019 | bis zum 25.06.2019

30 Jahre sind seit dem Fall des Kommunismus in Mittel- und Südeuropa vergangen. Das Jahr 1989 war zugleich auch der Beginn einer politischen Transformation. In den Staaten Mittel- und Südosteuropas sowie in der Sowjetunion umfasste die Transformation den Wiederaufbau der freien Marktwirtschaft, der parlamentarischen Demokratie und in vielen Fällen auch den Staatsaufbau. Vom 24. bis 25. Juni 2019 veranstalten das Institute of National Remembrance und das Institute of Philosophy der Adam Mickiewicz University in Poznań eine Konferenz mit dem Titel: „The Downfall of Communism in East-Central and Southern Europe: An Attempt of Comparative Perspective“. Die Konferenz ist insbesondere um eine Analyse in vergleichender Perspektive bemüht. Zentrale Themen der Konferenz sind: die Rolle und Bedeutung der Opposition in den Gesellschaften Mittel- und Osteuropas, die Position und Rolle von Kirchen und konfessionellen Vereinigungen im Transformationsprozess, die verschiedenen Übergänge vom kommunistisch totalitären System zu demokratischen Systemen, Strategien zur Umsetzung der freien Marktwirtschaft, Beziehungen der mittel- und osteuropäischen Staaten zu UdSSR, USA, EWG und NATO, Einstellungen zu Globalisierungprozessen, Umgang mit der Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Form von Lustration und Dekommunisierung.

Logo der Universität Leipzig

Summerschool

1989 - A Caesura in Global History and its Consequences

vom 12.06.2019 | bis zum 15.06.2019

Vom 12.06.2019 bis 15.06.2019 veranstaltet die Graduate School Global and Area Studies der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Centre for Area Studies, dem Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur Osteuropas und dem Collaborative Research Centre (SFB) eine mehrtägige Konferenz für Wissenschaftler unter dem Titel „1989 - A Caesura in Global History and its Consequences“. Das Jahr 1989 kann als ein weltgeschichtlicher Wendepunkt bezeichnet werden. 1989 war geprägt von den politischen Veränderungen in den europäischen Ostblockstaaten und dem gesamten kommunistischen Lager. Am 9. November 1989 kam es mit dem Fall der Berliner Mauer zur Öffnung des Eisernen Vorhangs und damit zum Ende des Kalten Krieges. Die mehrtägige Konferenz beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen 1989 und untersucht Verflechtungen und Pfadabhängigkeiten, die sich seit dem Jahr 1989 in unterschiedlichen Weltregionen entwickelt haben.

Ausschnitt Veranstaltungsflyer

Ausstellung

1989 im Angesicht der Gegenwart - Auf den Spuren der historischen Ereignisse von 1989

vom 04.06.2019 | bis zum 05.06.2019

Das Institut français Deutschland veranstaltet gemeinsam mit dem Institut français Polens und der Tschechischen Republik einen Gesprächszyklus. Im Mittelpunkt steht hierbei die Frage welche gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen die europäischen Länder in den vergangenen 30 Jahre nach dem Ende des Kommunismus erfahren haben? Es sollen sowohl die Hoffnungen von 1989, als auch die Enttäuschungen in den Blick genommen und aus heutiger Sicht behandelt werden. Der Gesprächszyklus steht unter dem Motto „1989 im Angesicht der Gegenwart“. Das Programm wird in verschiedenen europäischen Städten stattfinden und sich aus unterschiedlichen Veranstaltungen zusammensetzten. So wird beispielsweise die interaktive Ausstellung „Générations 1989-2019“ (Multimediainstallation mit Vorführungen rund um das Thema Freiheit) und das Theaterstück „Utopie 89, ein Hoffnungsschimmer“ gezeigt. In Berlin findet in Zusammenarbeit mit dem Centre Marx Bloch ein Seminartag statt.

Logo des DHI Moskau

Konferenz

Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy

vom 27.05.2019 | bis zum 28.05.2019

Vom 27. bis zum 28. Mai 2019 findet  am Deutschen Historischen Institut Moskau die Konferenz “Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy” statt. Der Titel “Vse idet po planu” (russisch für “Alles läuft nach Plan?”) beinhaltet bereits die zentrale Fragestellung, der sich die Konferenz widmet. Die sowjetische Wirtschaftsgeschichte wird in der Regel als eine Geschichte der Planwirtschaft verstanden. Diese Sichtweise impliziert meistens eine Wertung der sowjetischen Ökonomie als ineffizient und inflexibel und sieht in dieser den Hauptgrund für den Kollaps der Sowjetunion. Doch der Fokus auf “den Plan” als konstituierendes Element der sowjetischen Wirtschaft lässt andere Aspekte außer Acht. Zum Beispiel, dass Pläne regelmäßig den wirtschaftlichen Realitäten angepasst wurden und somit nicht dem gängigen Bild eines inflexiblen, der wirtschaftlichen Entwicklung hinderlichen, Elementes, entsprechen müssen. Ebenso kann eine ausschließliche Fokussierung auf den Plan keine Erklärungen für die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik liefern. Die Konferenz setzt sich zum Ziel, neue Kategorien zur Analyse der Wirtschaft der poststalinistischen Sowjetuinion zu entwickeln. Konferenzsprachen sind Russisch und Englisch. 

Screenshot Veranstaltungsplakat

Konferenz

Verspielte Einheit? Der Kalte Krieg und die doppelte Staatsgründung 1949

vom 13.04.2019

Unter dem Titel „Verspielte Einheit? Der Kalte Krieg und die doppelte Staatsgründung 1949“ beschäftigt sich die Konferenz der Stiftung Ettersberg und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen am 13.04.2019 mit den unterschiedlichen Zielen der Akteure im Kalten Krieg, der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 und dem Thema der Deutschen Einheit. 1949 war das Jahr der doppelten Staatsgründung: Am 14. August 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland in der westlichen Besatzungszone gegründet, woraufhin es in der sowjetischen Besatzungszone am 07. Oktober 1949 zur Gründung der DDR kam. Die Konferenz fragt nach den unterschiedlichen Zielvorstellungen und Handlungsoptionen der beteiligten Akteure. Ziel ist es, die politischen und wirtschaftlichen Ziele der beiden Supermächte Sowjetunion und USA zu analysieren und die Bedeutung von Adenauers Westintegration zu untersuchen. Welche unterschiedlichen Ziele und Interessen verfolgten der kapitalistisch orientierte Westen und welche der kommunistisch geprägte Ostblock im Kalten Krieg. Wie wurde die deutsche Teilung auf den jeweiligen Seiten wahrgenommen und kulturell verarbeitet? Mit Blick auf die außen- und innenpolitische Konstellation soll auch die Frage beantwortet werden, inwieweit eine Deutsche Einheit eine realisierbare Möglichkeit während des Kalten Krieges gewesen wäre. Verschiedene Vorträge sollen diese Fragen behandeln und einen neuen Blick auf die Situation 1949 geben.

Screenshot Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Vortrag

Die sowjetischen Speziallager im Kontext der alliierten Entnazifizierung und Internierung

vom 02.04.2019 | bis zum 02.04.2019

Am 2. April 2019 hält der Historiker Andrew Beattie im Besucherzentrum der Gedenkstätte Sachsenhausen einen Vortrag mit dem Titel „Die sowjetischen Speziallager im Kontext der alliierten Entnazifizierung und Internierung“. Der Vortrag greift die Debatte um die Deutung der Speziallager in der Sowjetischen Besatzungszone auf und geht der Frage nach, ob die Speziallager vorrangig Instrumente stalinistischer Verfolgung waren oder gezielt NS-belastete Personen inhaftiert wurden. Außerdem wird Andrew Beattie in vergleichender Perspektive die Praxis in Österreich vorstellen.

Screenshot Ausstellungsankündigung Grand Palais

Ausstellung

RED - Art and utopia in the land of Soviets

vom 21.03.2019 | bis zum 01.07.2019

Vom 20. März bis zum 1. Juli 2019 ist im Pariser Grand Palais die Ausstellung „RED – Art and utopia in the land of Soviets“ zu sehen. Mehr als 400 Werke vereint die Schau, die sich u.a. aus der Sammlung des Russischen Nationalmuseums und der Tretjakow Galerie zusammensetzt. Der zeitliche Rahmen der Ausstellung reicht von 1917 bis 1953 und somit vom Jahr der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod. Insbesondere die Entwicklung von einer freien und diversen Kunst unter den Bolschewiki hin zu einer vom Staat instrumentalisierten Kunst unter Stalin wird thematisiert. Dabei haben die Kuratoren versucht die Balance zu finden, der Kunst genügend Raum zu geben und zugleich durch Kommentierungen eine historische Einordnung zu schaffen.  

Logo der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Vortrag

„Mein Großvater war Tschekist“ – Russland wagt sich an die Täterdebatte

vom 13.03.2019

Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam lädt am 13. März 2019 um 18.00 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Mein Großvater war Tschekist – Russland wagt sich an die Täterdebatte“ ein. Die Aktivistin der NRO Memorial Anke Giesen stellt zentrale Thesen ihres Dissertationsprojektes vor. Die Beobachtung, dass sich die gesellschaftliche Debatte über den Stalinismus in Russland der letzten Jahre zunehmend den Tätern widmet, wird analysiert. Die Auseinandersetzung findet hierbei meist in sozialen Medien statt und zeigt ein gestiegenes Interesse an der Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte vieler Russinnen und Russen. Welche gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen diesen Trend befördert haben und welche neuen digitalen Rechercheinstrumente der russischen Gesellschaft zur Verfügung stehen, beleuchtet der Vortrag. Der Abend wird von dem Mitarbeiter der Gedenkstätte Sachsenhausen Dr. Enrico Heitzer moderiert. 

Logo der Université Fribourg

Konferenz

The Soviet Steppe – Culture, Environment, Economics and Politics

vom 15.02.2019 | bis zum 16.02.2019

Vom 15. bis zum 16. Februar 2019 findet in Fribourg/Schweiz die Konferenz "The Soviet Steppe – Culture, Environment, Economics and Politics" statt. Die Veranstaltung widmet sich der asiatischen Steppe als kulturellem, wirtschaftlichem und politischem Raum und richtet dabei den Fokus auf die Zeit der Sowjetunion zwischen 1917 und 1991. Dabei soll unter anderem analysiert werden, welche Rolle der Kulturraum der Steppe für die Entwicklung einer gemeinsamen Identität spielte, welche Interaktionen zwischen der Steppe und dem ökonomischen Verständnis der Sowjetunion bestanden, oder welche Rolle die Steppe bei der Konstruktion eines geopolitischen Raums der Sowjetunion spielte. Die Konferenz will einen Raum für interdisziplinären Austausch bieten und lädt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Geschichte, Geographie, Literaturkritik, Kulturwissenschaft und verwandten Disziplinen dazu ein.

Screenshot der Website der "Gedenkstätte Berliner Mauer"

Tagung

Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Diktaturen nach 1949 und 1989. Wahrnehmungen und Diskurse im interdisziplinären Blick

vom 07.02.2019 | bis zum 08.02.2019

Vom 7. bis zum 8. Februar 2019 findet im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer eine Tagung unter dem Titel "Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Diktaturen nach 1949 und 1989. Wahrnehmungen und Diskurse im interdisziplinären Blick" statt. Anlass der Veranstaltung ist das Jubiläum des Falls der Berliner Mauer, der sich 2019 zum 30. Mal jährt. Die Tagung spürt Fragen nach Transformationsdynamiken nach Ende des SED-Regimes nach und rückt vor allem die Auseinandersetzung mit Täter- und Opferrollen in den Fokus. Besondere Berücksichtigung erhält außerdem die Frage, wie mit den Täter- und Opfergruppen des Dritten Reiches in der DDR sowie der BRD umgegangen wurde. Die Tagung folgt einem interdisziplinären Ansatz und nähert sich den aufgeworfenen Fragen aus einer Vielzahl von Perspektiven: juristisch und sozialwissenschaftlich ebenso wie psychoanalytisch, geschichtswissenschaftlich und biografietheoretisch. Eine verbindliche Anmeldung samt Information, an welchem Workshop teilgenommen werden möchte, wird bis zum 30. Januar 2019 per E-Mail unter anmeldung@stiftung-berliner-mauer.de erbeten. Bei Registrierung ist ein Beitrag von 18 Euro (Ein-Tages-Pauschale: 9 Euro) zu entrichten (ermäßigt 10 bzw. 5 Euro). Darin ist die Verköstigung während der Kaffee-, jedoch nicht während der Mittagspausen enthalten. 

Logo des Museums Neukölln

Sonderausstellung

Revolution! Neukölln 1918/19

vom 18.01.2019 | bis zum 15.04.2019

Das Mobile Museum Neukölln zeigt unter dem Titel „Revolution! Neukölln 1918/19” vom 18.01.2019–15.04.2019 in der Helene-Nathan-Bibliothek eine Sonderausstellung, die sich thematisch mit der Revolution 1918/19 in Deutschland beschäftigt. Die Revolution am Ende des Ersten Weltkrieges führte zum Ende des Deutschen Kaiserreiches und zur ersten parlamentarischen Demokratie, der Weimarer Republik, in Deutschland. Die Sonderausstellung geht besonders auf die revolutionären Ereignisse in Neukölln ein und beschreibt, wie hier die Revolution wahrgenommen wurde und welchen Verlauf sie nahm. Neukölln war 1918 die sozialistische Hochburg. Dort versammelten sich während der Revolution die Kriegsgegner und die Kriegsbefürworter des Spartakusbundes, der besonders in Neukölln eine starke Basis hatte. Die Ausstellung zeichnet nach, wie sich die Stimmung und Ereignisse während der Revolution im Stadtteil Neukölln wandelten. Verlief der 9. November 1918 noch relativ ruhig in Neukölln, waren dagegen die Januarkämpfe vor allem von Gewalt und Straßenkämpfen geprägt. Chronologisch zeichnet das Museum die Ereignisse in Neukölln vom 9. November 1918 bis März 1919 nach. Mehr Informationen zur Ausstellung und zu dem umfangreichen Begleitprogramm finden sie hier.

Logo der Universität Tartu

Konferenz

From Destalinization to the Global Sixties: The Baltic Union Republic in the 1950s-1960s

vom 24.11.2018 | bis zum 25.11.2018

Vom 24. bis 25. November 2018 findet an der Universität Tartu/Estland die Konferenz „From Destalinization to the Global Sixties: The Baltic Union Republic in the 1950s-1960s“ statt. In den 1950er- und 1960er-Jahren veränderte sich die Sowjetunion entscheidend: von einem Terrorregime und einer wirtschaftlich desolaten Diktatur hin zu einem autoritären Staat mit bescheidenen sozialstaatlichen Zügen. Während diese Veränderung in der internationalen Geschichtswissenschaft in der jüngeren Vergangenheit viel Beachtung fand, hat sich die Geschichtswissenschaft in den baltischen Staaten bisher vornehmlich mit den Phasen des Zweiten Weltkriegs und den direkt darauf folgenden Jahren stalinistischer Herrschaft beschäftigt. Diese Forschungslücke möchte die Konferenz zu schließen beginnen und lädt dazu renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein.