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Logo der Sorbonne Université/Faculté des Lettres

Konferenz

Revolution aus subjektiver Perspektive – Revolution in the subjective mode

vom 09.11.2018 | bis zum 10.11.2018

Vom 9. bis 10. November 2018 findet die Konferenz "Revolution aus subjektiver Perspektive" am Maison Heinrich Heine in Paris statt. Das hundertjährige Jubiläum der Deutschen Revolution 1918/19 ist Anlass für eine enorme Bandbreite von Veranstaltungen und Publikationen zum Thema. Während sich ein Großteil dieser Annäherungen um einen Überblick über die Ereignisse bemühen und auf Vollständigkeit von deren Darstellung angelegt sind, setzt die Konferenz auf die Perspektive des Subjekts beim Versuch, ein Verständnis der Ereignisse 1918/19 zu erlangen. Die Analyse von literarischen Texten, Tagebüchern, Presseartikeln und künstlerischen Werken, die das persönliche Erleben der Verfassenden widergeben, sollen zum einem weiteren Verständnis der Ereignisse der Deutschen Revolution führen. Dass dies kein einheitliches Bild, welches sich in ein vorgefertigtes Theoriekonstrukt fassen lässt, ergeben wird, ist zu erwarten und als ein Beitrag dazu, "Geschichte von unten" zu schreiben von den Veranstalterinnen und Veranstaltern gewünscht. Konferenzsprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch. 

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr hat seinen Hauptsitz in der Villa Ingenheim in Potsdam, Urheber: karstenknuth, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Workshop

Blicke auf die Revolution 1918/19

vom 01.11.2018 | bis zum 02.11.2018

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam richtet im November 2018 in Zusammenarbeit mit dem Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte und dem Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg den Workshop „Blicke auf die Revolution 1918/19“ aus. Vor dem Hintergrund eines neuen Interesses an den Ereignissen vom Kieler Matrosenaufstand über die Novemberrevolution bis zum Einsatz des Militärs wollen die Organisatoren neue Forschungsergebnisse diskutieren. Dabei sollen die revolutionären Ereignisse in den Novembertagen 1918, die Frage nach dem Verhältnis von Peripherie und Zentrum und die Rekonstruktion der Handlungen wie Sichtweisen von Akteuren und Institutionen mit ihren Intentionen und Handlungsspielräumen betrachtet werden. Diese drei Dimensionen werden auf vier Sektionen verteilt, so dass multiperspektivisch die Realgeschichte im November 1918 in Kiel und Berlin sowie die Retrospektive, also der erinnerungskulturellen Umgang mit Meuterei und Novemberrevolution in je zwei Sektionen im Zentrum stehen. Die Referate haben eine Länge von 20 Minuten. Eine Veröffentlichung als Tagungsband ist geplant.

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Konferenz

Lehren aus der Vergangenheit: Totalitarismus in Museen, Gedenkstätten, Archiven und Medien in modernen Russland und Deutschland

vom 21.10.2018 | bis zum 27.10.2018

Vom 21. bis zum 27. Oktober 2018 findet in Moskau und in Smolensk eine deutsch-russische Konferenz zum Thema "Lehren aus der Vergangenheit: Totalitarismus in Museen, Gedenkstätten, Archiven und Medien in modernen Russland und Deutschland" statt. Sie richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Doktoranden und Postdocs aller Fachrichtungen aus Deutschland und aus Russland, die sich mit den folgenden Themen befassen: Totalitarismus im Spiegel der Geschichts- und Geisteswissenschaften: Forschungsfelder, Begriffe, Methoden und Kontroversen; Herrschaftssystem und Herrschaftsstrukturen totalitärer Systeme im Spiegel der gegenwärtigen Forschung; Herrschaft und Alltag im Totalitarismus; Erinnerung an Gewalt und Verbrechen von totalitären Regimen im 20. Jahrhundert; Gedenkstättenarbeit und Präsentationstechniken in KZ-Gedenkstätten. Organisiert wird die Veranstaltung von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in der Russischen Föderation, der AG Zivilgesellschaft des Petersburger Dialogs und dem Russischen Staatsarchiv für sozialpolitische Geschichte (RGASPI); sie wird vom Menschenrechtsrats beim Präsidenten der Russischen Föderation unterstützt.

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Konferenz

"Turn Left or Go Straight On?": The Future oft he Left in Germany and the UK

vom 10.10.2018

Am 10. November 2018 findet am Institute for German Studies an der Universität Birmingham das Symposium "'Turn Left or Go Straight On?': The Future oft he Left in Germany and the UK" statt. Den thematischen Fokus der Tagung setzen zwei Ereignisse, die sich 2018 zum zweihundertsten Mal bzw. zum hundertsten Mal jähren: Der Geburtstag des Theoretikers Karl Marx sowie der Geburtstag der ehemaligen SPD-Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Die Veranstaltung widmet sich angesichts schwindender Popularität der linken Parteien in England sowie in Deutschland einer Analyse der Wege, der den linken Parteien in Zukunft offen steht. Dabei sollen die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Errungenschaften Marx' und Schmidts die Basis der Analyse bilden. Das Symposium soll ein Forum für Doktorandinnen und Doktoranden sein. Auf der Konferenz wird über die Geschichte der Linken, die Vermächtnisse von Karl Marx/Helmut Schmid, die Krise der Sozialdemokratie, die Linke und Populismus, Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen und die Linke und ihr Verhältnis zur Europäischen Union diskutiert.

School of Social Sciences and Humanities

Konferenz

Parliamentarianism and Representative Democracy in Crises of War, Revolution, and Collapse of Empires

vom 01.10.2018 | bis zum 02.10.2018

Rund um das Thema „Parliamentarism and Representative Democracy in Crisis of War, Revolution, and Collapse of Empires“ veranstaltet die Higher School of Economics in St. Petersburg, zusammen mit Instituten aus Slowenien, Finnland und Deutschland, vom 01.10 bis 02.10.2018 einen zweitägigen Workshop in St. Petersburg. Thematisch stehen besonders der Parlamentarismus in Osteuropa, die Wahlen während der Zeit des Ersten Weltkrieges, politische Repräsentation und die unterschiedlichen Vorstellungen und Umsetzungsmöglichkeiten von politischer Repräsentation und die Demokratisierungsprozesse der westlichen Demokratien nach dem Ersten Weltkrieg im Fokus. Interessierte sind eingeladen, ihre Vorschläge für den Workshop noch bis einschließlich 05. August unter centerhistoricalresearch@hse.ru einzureichen. Die eingereichten Papiere sollen maximal 300 Wörter umfassen.

Screenshot der Homepage der Academia Europaea Wroclaw

Konferenz

Cultural Landscapes in Central and Eastern Europe after World War II and the Collapse of Communism

vom 19.09.2018 | bis zum 21.09.2018

Nach der Konferenz von Potsdam wurden durch die Umsiedlung und Vertreibung von Millionen von Menschen viele einst multiethnisch geprägte Gebiete Ostmitteleuropas in neue, weitgehend monoethnische Staaten umgewandelt. In den kommunistischen Staaten der Region wurden damit auch die Spuren verschiedenartiger kultureller und nationaler Identitäten ausgelöscht. Zugleich veränderten auch Modernisierung und Kollektivierung die ländlichen und städtischen Landschaften grundlegend, und „Landschaft“ wurde zudem zum festen Bestandteil kommunistischer Ideologie. Nach 1989 wurden die Landschaften der Region durch wirtschaftliche und politische Veränderungen dann erneut von Grund auf restrukturiert: Regierungen und nationale Zugehörigkeiten wurden dezentralisiert und öffentlicher Raum durch Privatisierungen zur Handelsware. Zugleich gewann aber auch das Nachdenken über Ökologie und Umweltschutz an Bedeutung. Die Konferenz möchte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes- und Sozialwissenschaften einladen, aus ihrer Perspektive über die Neuordnung des physischen und sozialen Raums in Ostmitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg zu berichten.

Screenhot der Website der Veranstaltung

Konferenz

Demokratische Persönlichkeiten in der Weimarer Republik: Konferenz für den wissenschaftlichen Nachwuchs

vom 15.08.2018 | bis zum 17.08.2018

Vom 15. bis 18. August 2018 findet in der Forschungsstelle Weimarer Republik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Sommerkonferenz „Demokratische Persönlichkeiten in der Weimarer Republik: Konferenz für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ statt. Die Konferenz will jungen Akademikerinnen und Akademikern einen Rahmen bieten, ihre aktuellen oder vor kurzem abgeschlossenen Forschungsarbeiten vorzustellen. Fokus dieser Arbeiten sollen Persönlichkeiten der Weimarer Republik sein, die sich zwischen den beiden Weltkriegen aktiv für eine Transformation hin zu einer demokratischen Gesellschaft einsetzten. Mit der Verabschiedung der Weimarer Verfassung 1919 findet die Novemberrevolution von 1918 ihr formelles Ende – und mit ihr die Versuche linker Gruppen, in Deutschland rätedemokratische Strukturen zu etablieren. In den darauffolgenden Jahren ihrer Existenz sowie in den Dekaden nach ihrem Scheitern gelangt die Weimar Republik zu dem Ruf, weder republikanisch noch demokratisch gewesen zu sein. Mag diese Sichtweise bei einem Fokus auf die große Bandbreite antidemokratischer Akteurinnen und Akteure nahe liegen, will die Konferenz dazu ermuntern, den Blick auf Persönlichkeiten jenseits der Spitzenpolitik zu richten, die sich in allen gesellschaftlichen Bereich für eine demokratische Transformation engagierten. Beiträge aus der Politik-, Rechts-  und Geschichtswissenschaften sowie aus kultur-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern werden auf der Veranstaltung zur Diskussion gestellt.

Screenshot der Website des IGM

Konferenz

Sozialgeschichte des Gesundheitswesens der DDR: Reflektionen über Organisation, Politik und Akteure in der sozialistischen Gesundheitsversorgung

vom 09.07.2018 | bis zum 10.07.2018

Vom 9. bis 10. Juli 2018 findet die Tagung „Sozialgeschichte des Gesundheitswesens der DDR: Reflektionen über Organisation, Politik und Akteure in der sozialistischen Gesundheitsversorgung“ am Institut für Geschichte der Medizin (IGM) der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart statt. Die Tagung reiht sich in eine wissenschaftliche Entwicklung ein, die über medizingeschichtliche Analysen neue Zugänge zu sozialgeschichtlicher Forschung entwickelt. Die Themenschwerpunkte sind sehr divers und reichen von (sozialistischen) Krankheitskonzepten, (sozialistischen) Behandlungsformen und medizinischer Aufklärung in der DDR bis hin zum Arzt-Schwester-Patienten-Verhältnis im Sozialismus, der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Patienten und der Analyse des Patienten als Akteur. Ziel der Tagung ist es, die Analysen nicht von vermeintlichen historischen Wendepunkten wie 1945, 1961, 1971 und 1989/90 vorstrukturieren zu lassen, sondern den Analyserahmen der DDR als Produkt diverser Entwicklungen zu betrachten, deren Ursprünge teils weit vor der sozialistischen Staatsgründung zu verorten sind.

Leibniz Institute for Research on Society and Space (IRS)

Konferenz

Exporting Socialism, Making Business? Intercultural Transfer, Circulation and Appropriations of Architecture in the Cold War Period

vom 21.06.2018 | bis zum 22.06.2018

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Architektur gebraucht und missbraucht, um im Kampf der Systeme ideologische Marken zu setzen und neue nationale Identitäten hervorzubringen. Es kam dabei auch zum Austausch zwischen den Machtblöcken. Die Tagung „Exporting Socialism, Making Business? Intercultural Transfer, Circulation and Appropriations of Architecture in the Cold War Period“ des Leibniz Institute for Research on Society and Space (IRS) vom 21.06.2018 bis 22.06.2018 setzt sich zum Ziel, den Austausch in der Architektur und im Aufbau der Industrie zu analysieren. Fünf Aspekte stehen während der Tagung im Fokus und werden näher beleuchtet: Designing, Circulating, Appropriating, Feed-back Mechanisms und Framing. Das IRS in Erkner ist Bestandteil der Leibniz-Forschungsgemeinschaft und beschäftigt sich hauptsächlich mit Fragen der Urbanisierung und Raumplanung. Anmelden können sie sich noch bis zum 1. Juni 2018 hier.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Archiv

100 Jahre Gründung der Wolgarepublik

vom 12.06.2018 | bis zum 13.06.2018

Vom 12. bis 13. Juni 2018 findet die wissenschaftliche Tagung zum Thema „100 Jahre Gründung der Wolgarepublik“ statt. Das Gebiet der Wolgadeutschen war ein autonomer Bestandteil der Russländischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (SFSR). Im Jahr 1918 verabschiedete die sowjetische Regierung das Dekret „Über die Autonomie des Gebietes der Wolgadeutschen“. Zwischen 1924 und 1941 existierte das Gebiet als Autonome Sozialistische Sowjetrepublik innerhalb der Russischen SFSR. Das an der mittleren Wolga gelegene Gebiet hatte rund 600.000 Einwohner, davon etwa zwei Drittel deutscher Nationalität. Die Veranstaltung wird als wissenschaftliche Tagung mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft durchgeführt. Die Tagung wird vom Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. und der Deutschen Gesellschaft e.V. in Partnerschaft mit der Landsmannschaft der Deutschen in Russland organisiert. Veranstaltungsort sind die Räumlichkeiten der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird bis zum 8. Juni 2018 gebeten.

Historische Kommission Niedersachsen und Bremen Logo

Konferenz

Revolutionen, Zäsuren und gesellschaftliche Umwälzungen im 19. und 20. Jahrhundert in Nordwestdeutschland

vom 01.06.2018 | bis zum 02.06.2018

2018, das Jahr der Revolutionsjubiläen: zum 50. Mal jährt sich die „1968er“ Revolution, der Beginn der Novemberrevolution zum 100. mal, die Märzrevolution 1848 feiert 170. Jubiläum und die Machtdurchsetzung der Nationalsozialisten jährt sich zum 85. Mal. Aus diesem Anlass findet die Jahrestagung der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen vom 01.06.2018 bis 02.06.2018 unter dem Titel „Revolutionen, Zäsuren und gesellschaftliche Umwälzungen im 19. und 20. Jahrhundert in Nordwestdeutschland“ statt. In einem einführenden Vortrag wird nach der grundsätzlichen Bedeutung von Revolutionen und gesellschaftlichen Umbrüchen für die Geschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert gefragt. In anschließenden Beiträgen sollen ausgewählte Fallbeispiele politische, aber auch kulturelle und soziale Umstürze, die rückblickend als historische Meilensteine eingestuft werden können, diskutiert werden. Der geographische Fokus liegt hierbei besonders auf Nordwestdeutschland. Alle wissenschaftlich Interessierten sind herzlich zu der Jahrestagung in Wolfenbüttel eingeladen. Um eine Voranmeldung per E-Mail oder Post wird gebeten.

Logo der University of Notre Dame

Workshop

The 3rd meeting of the Notre Dame workshop on the history of 1917 Revolution

vom 26.05.2018 | bis zum 30.05.2018

An der Tel Aviv University wird vom 26.-30. Mai 2018 das „3rd meeting of the Notre Dame workshop on the history of 1917 Revolution” stattfinden. Es sollen neue Forschungstrends diskutiert, die russische Revolution in einen globalgeschichtlichen Kontext gestelt und ihr Ort in der russischen Erinnerungskultur diskutiert werden. Die Veranstaltung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler und Doktoranden. Der internationale Workshop möchte so ebenfalls zur transnationalen Vernetzung junger Historiker und Historikerinnen einen wichtigen Beitrag leisten. Die amerikanischen und israelischen Organisatoren übernehmen die Kosten der Teilnahme am Workshop, inklusive Flugtickets und Unterkunft.

Collegium Carolinum Logo

Konferenz

Was war die Normalisierung? Die Tschechoslowakei 1969-1989. Jahrestagung des Collegium Carolinum

vom 08.11.2018 | bis zum 11.11.2018

Für die Epoche zwischen dem „Prager Frühling“ und der „samtenen Revolution“ wurde in der Tschechoslowakei der Begriff der Normalisierung gebraucht. Noch bis heute wird diese Epoche als eine „bleierne Zeit“ wahrgenommen, die geprägt war von Kontrolle und Repressionen, aber auch als die einer grundsätzlichen Ereignislosigkeit, in der oppositionelle Kräfte selten die Chance hatten zu der apathischen Mehrheitsgesellschaft durchzudringen. Eine differenziertere Wahrnehmung dieser Epoche lässt sich in den vergangenen Jahren erkennen. Die Tagung des Collegium Carolinum  vom 08.11.2018 bis 11.11.2018 verfolgt deshalb das Ziel, die Epoche der „Normalisierung“ in ihren unterschiedlichen Facetten zu beleuchten und zu diskutieren. Im Fokus sollen dabei die kulturellen, sozialen und politischen Wandlungsprozesse von 1969 bis 1989 stehen, sowie die innere Pluralität dieser „Normalisierungsgesellschaft“ und deren Lebenswirklichkeit. Vorträge widmen sich folgenden Fragen: Welche Lebensmodelle entwickelten sich seit den 70er Jahren in der Tschechoslowakei? Welche Phänomene bildeten sich auf dem Feld zwischen Subversion und offizieller Kultur und welche davon sind „normalisierungstypisch“ und lassen sich auch in benachbarten sozialistischen Gesellschaften ausmachen? Welche Entwicklungsschritte können als systemübergreifende Epochenmerkmale klassifiziert werden?

Logo der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt

Konferenz

Revolutionäre Zeiten zwischen Saale und Elbe. Das heutige Sachsen-Anhalt in den Anfangsjahren der Weimarer Republik

vom 27.10.2018

Der 8. Tag der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte findet am 27. Oktober 2018 in Halle (Saale) statt und trägt den Titel „Revolutionäre Zeiten zwischen Saale und Elbe. Das heutige Sachsen-Anhalt in den Anfangsjahren der Weimarer Republik“. Die Veranstalter wollen ein umfassendes Verständnis der formativen Jahre der Weimarer Republik ermöglichen, indem sie die bereits bestehenden zahlreichen Studien zu München und Berlin in dieser Zeit um einen regionalgeschichtlichen Beitrag zu dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt erweitern. Die von der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt ausgerichtete Tagung will die Geschehnisse in der preußischen Provinz Sachsen und im Freistaat Anhalt analysieren und eine vergleichende Perspektive auf andere Regionen ermöglichen. Dabei sollen nicht nur politische Ereignisse wie die Gründung von Arbeiter- und Soldatenräten thematisiert werden, sondern auch der „ökonomische und soziale Strukturwandel“ für die Region, der mit dem Ende des Ersten Weltkriegs einherging.

Logo der Ludwig-Maximilians-Universität München

Konferenz

Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses

vom 18.10.2018 | bis zum 20.10.2018

Christopher Dillon vom King's College London, Christina von Hodenberg von der Queen Mary University of London, Steven Schouten von der University of Amsterdam und Kim Wünschmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München laden zur Konferenz "Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses" ein. Als Schlüsselereignis markiert die Deutsche Revolution von 1918-19 einen historischen Wendepunkt, dennoch bleibt sie oft wenig verstanden. Die Idee der Konferenz ist es, die Geschichte der deutschen Revolution neu zu bewerten, indem die Aufmerksamkeit auf die Praktiken und die Vertretung von Protagonisten außerhalb der politischen Eliten gelenkt wird. Es gilt die subjektive Dimension der Ereignisse zu betrachten und die vielfältigen Erwartungen, Erfahrungen und Antworten der Deutschen zu erforschen - egal ob jung oder alt, weiblich oder männlich, ländlich oder urban, katholisch, evangelisch oder jüdisch. Der Fokus soll unter anderem auf der Mobilisierung und gesellschaftlichen Durchdringung der Revolution, ihren Auswirkungen auf das tägliche Leben, der Zerstörung von ererbten Autoritätsmustern, der Entstehung neuer Zugehörigkeiten, Grenzen und kulturellen Ausdrucksweisen, sowie dem komplexen und umstrittenen Erbe für das Projekt der Weimarer Republik gerichtet werden. Begrüßt werden interdisziplinäre Ansätze und Beiträge, die den Zeitrahmen November 1918 bis Mai 1919 kritisieren und die deutsche Revolution in den Zusammenhang längerfristiger Entwicklungen setzen.

Logo des DHI Moskau

Konferenz

Socialist Cultural Diplomacy of the XXth Century: Institutes, Actors, Discourses

vom 09.10.2018 | bis zum 10.10.2018

Vom 9. bis 10. Oktober findet in Moskau die Konferenz „Socialist Cultural Diplomacy of the XXth Century: Institutes, Actors, Discourses“ statt. Das Themengebiet der Cultural Diplomacy wird Mitte des 20. Jahrhunderts im Zuge der sowjetischen Auslandspropaganda während des Kalten Krieges zu einem viel beachteten Forschungsgegenstand. Aspekte, mit denen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieses Bereichs beschäftigen sind vielfältig und reichen von Kultur und Diplomatie bis zum transatlantischen Raum und transnationalen Ansätzen. Während bis Anfang des 21. Jahrhunderts der Fokus der Forschung hauptsächlich auf der internationalen Dominanz der US-amerikanischen Cultural Diplomacy liegt, zeichnet sich in den letzten Jahren ein Wandel ab. Mit zunehmenden Abkühlen der Ost-West-Beziehungen, welches gelegentlich mit der Bezeichnung „neuer Kalter Krieg“ versehen wird, gewinnt die Frage nach der Rivalität zwischen unterschiedlichen Interpretationen des internationalen Systems wieder zunehmend an Bedeutung. Ein möglicher Zugang zu dieser Frage liegt im Bereich der Kommunikation und der Symbolik – der Cultural Diplomacy. Dieser wird sich die Konferenz aus verschiedenen Blickwinkeln widmen, die der Komplexität und Vielseitigkeit des Themas entsprechen. Die Konferenz wird vom Forschungsprojekt „Soviet Cultural Diplomacy in the Cold War (1949-1989)” an der Staatlichen Universität Südural in Tscheljabinsk und der Russischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Moskau organisiert. Konferenzsprachen sind Englisch und Russisch. 

Screenshot von deutsche-gesellschaft-ev.de

Tagung

Frauen (be)stimmen mit! – 1918 als gesellschaftspolitische Zeitenwend

vom 27.09.2018

Am 27. September findet in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Berlin die Tagung "Frauen (be)stimmen mit! – 1918 als gesellschaftspolitische Zeitenwende" statt. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Gesellschaft e. V. und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat organisiert. Am 12. November 1918 erhielten auch Frauen in Deutschland das Wahlrecht und konnten 1919 bei den Wahlen zur Deutschen Nationalversammlung reichsweit wählen und konnten gewählt werden. Die Veranstalter möchten anlässlich des hundertsten Jubiläums dieses Ereignisses die Rolle und den Einfluss von Frauen in Politik und Gesellschaft untersuchen. Die Themen beinhalten unter anderem die politischen Rahmenbedingungen der Einführung des Frauenwahlrechts; den Einfluss der Parlamentarierinnen auf die politische Landschaft und auf gesellschaftspolitische Veränderungen; Assoziationen von Frauen heute mit dem lang erkämpften Erfolg und gesellschaftliche und politische Repräsentation von Frauen seit dem Ende des Ersten Weltkrieges. Um Anmeldung bis zum 24. September wird telefonisch unter 030 88412 254 oder per Email unter heike.tuchscheerer@deutsche-gesellschaft-ev.de gebeten. Die Veranstaltung wird als Bildungsurlaub anerkannt.

Logo der Universität Uppsala

Konferenz

Regimes and Societies in Conflict: Eastern Europe and Russia since 1956

vom 13.09.2018 | bis zum 14.09.2018

Vom 13. bis zum 15. September 2018 findet die Konferenz „Regimes and Societies in Conflict: Eastern Europe and Russia since 1956“ am Institut für Russland- und Eurasien-Studien der Universität Uppsala statt und wird zusammen mit der British Association for Slavonic and East European Studies veranstaltet. Fokus der Konferenz sind die Beziehungen zwischen Russland und Osteuropa. Diese waren in den vergangenen 60 Jahren entscheidenden Veränderungen unterworfen – auf politischer Ebene ebenso wie auf sozialer und kultureller. Nach Ende der stalinistischen Diktatur entwickelten sich spezifische Beziehungen zwischen der Sowjetunion und den regionalen und nationalen Akteuren Osteuropas. Bis heute sind die Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und den osteuropäischen Nationalstaaten von enormer Vielfalt. Die Konferenz will einen Rahmen schaffen, in dem diese Beziehungen beleuchtet werden können.

South Ural State University Logo

Summerschool

V International Summer School: Splitting the Worlds, Bridging the Gaps: the Soviet (Russian) Cultural Diplomacy in Cold War and today

vom 13.08.2018 | bis zum 26.08.2018

Hauptziel der fünften internationalen Sommerschule besteht darin, den Teilnehmern ein besseres Verständnis für die Kulturdiplomatie der ehemaligen Sowjetunion zu vermitteln. Welche Strategien wurden verwendet, gab es Kompromisse oder Besonderheiten? Wo lagen Vor- oder Nachteile? Angeboten werden drei verschiedene thematische Module: Module I: Cultural diplomacy: methodological approaches and historical retrospectModule II: Soviet cultural diplomacy in the Cold War: the institutes and instrumentsModule III: “Internationalism with a human face”: actors, contact groups and target audience of the Soviet cultural diplomacy Zielgruppe der International Summer School sind Studierende der Sozialwissenschaften, der Geschichte, der Internationalen Beziehungen, der Politikwissenschaften und der Kulturwissenschaften. Für deutsche Studierende ist Bewerbungsschluss am 30. Mai 2018. Für die Bewerbung muss ein ausführlicher Lebenslauf, ein ausgefülltes Bewerbungsformular, eine Kopie des Reisepasses (falls vorhanden) und ein Abstract eingereicht werden. Der Besuch der International Summer School kostet 650 €, worin der Flughafentransfer, Sprachkurse, Seminare, Vorträge, Workshops und ein umfassendes Ausflugsprogramm inbegriffen sind.

Logo der Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen

Tagung

Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext

vom 05.07.2018 | bis zum 06.07.2018

Die Gemeinsame Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen lädt interessierte Historikerinnen und Historiker zu dem am 5./6. Juli 2018 in München stattfindenden deutsch-russischen Kolloquium zum Thema Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext ein. Das Kolloquium setzt sich zum Ziel die Novemberevolution als Teil einer Reihe revolutionärer Umstürze in Ost- und Mitteleuropa von 1917 bis 1921 zu betrachten. Insbesondere die Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte zwischen Deutschland und Russland und die Folgen der Novemberevolution stehen im Fokus. Weitere Aspekte sind die Wechselwirkungen und gegenseitigen Bezüge der Außen- oder Parteipolitik, die ideologischen Perzeptionen, kulturelle Austauschprozesse, ökonomische Entwicklungen und die Kriegsfolgenbewältigung im Spannungsfeld von individuellen Erfahrungen, Realgeschichte und Erinnerungskultur. Die Beiträge der Tagung werden in den „Mitteilungen/Сообщения“ der Deutsch-Russischen Historikerkommission auf Deutsch und Russisch publiziert.

Flyer "Memory and politics"

Symposium

Symposium: Memory and politics – new currents in memorials today

vom 19.06.2018

Am 19. Juni 2018 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr laden die dänische Schlösser- und Kulturbehörde und die Königlich Dänische Botschaft zu einem Symposium unter dem Titel „Erinnerung und Politik – Denkmäler heute“ ein, das in Kooperation mit KØS - museum of art in public spaces - und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur organisiert wird. Ziel dieser Veranstaltung ist es, zu analysieren welche Funktionen Denkmäler in verschiedenen Epochen hatten. Im Fokus stehen die zahlreichen Ebenen des Gedenkens, unter anderem aus politischer, historischer, künstlerischer oder kunsthistorischer Sicht. Untersucht wird die Bedeutung dieser Orte anhand von Beispielen von Erinnerungsorten, Denkmälern oder Grabstätten in Dänemark und Deutschland. Auf dem Symposium diskutieren Museumsexperten, Politiker, Forscher und Künstler unter anderem über die Fragen, wodurch ein Denkmal eigentlich definiert wird und welche Relevanz diese Orte heute besitzen. Referenten sind unter anderem Prof. Carsten Porskrog Rasmussen, Katharina Hochmuth von der Bundesstiftung Aufarbeitung, Ulrikke Neergaard vom KØS Museum of Art in Public Spaces in Dänemark, Dr. Manfred Wichmann, Jens Haaning und Dr. Mattias Ekman. Die Sprache auf dem Symposium ist Englisch, um eine Anmeldung unter https://berlin.easysignup.com/34/ wird gebeten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Screenshot der Museumswebseite

Ausstellung

Revolution 1918/19 - Schöneberg ringt um Demokratie

vom 07.06.2018 | bis zum 11.11.2018

Vom 7. Juni bis zum 11. November 2018 findet im Schöneberg Museum eine Ausstellung zur Revolution von 1918/19 statt. Dabei wird der Blick der Besucherinnen und Besucher auf die kommunalen Ausprägungen der Revolution in Schöneberg und Friedenau – damals noch von Berlin unabhängige Gemeinden – gelenkt. Die unter dem Begriff der Novemberrevolution zusammengefassten Ereignisse führten Ende des Ersten Weltkrieges zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und legten die Grundlagen für die darauf folgende parlamentarische Demokratie der Weimarer Republik. In Dokumenten, Fotografien, Objekten und Illustrationen werden die Dynamiken und Spannungen zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum ausgestellt. Die Ausstellung wird durch ein vielfältiges Begleitprogramm bereichert, welches von thematischen Spaziergängen und Filmabenden bis zu Vorträgen reicht. Für Menschen mit geistiger Behinderung werden Führungen in Einfacher Sprache angeboten. Menschen mit Hörbehinderung können Führungen in Gebärdensprache buchen. Für Schulklassen ab der 9. Klasse werden Führungen, Stadtspaziergänge und Plakatdruck-Workshops angeboten. Die Ausstellung ist Samstag bis Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr und Freitag von 9.00 bis 14.00 Uhr geöffnet.

Screenshot von CfP für Konferenz: Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles

Konferenz

Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles

vom 30.05.2018 | bis zum 02.06.2018

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Late Soviet Village" des historischen Seminars der Universität Zürich findet vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2018 unter der Leitung von Prof. Dr. Nikolaus Katzer (German Historical Institute Moscow) und Prof. Dr. Ekaterina Emeliantseva Koller (University of Zurich, History Department, East European History) die Konferenz Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles am DHI Moskau statt. Konferenzsprachen sind Englisch und Russisch. Die Ergebnisse der Konferenz sollen in einem Sammelband veröffentlicht werden. Die Konferenz möchte zu einer Neubewertung des ländlichen Raumes der späten Sowjetunion  in der Forschung beitragen. Demnach fanden am Ende der Sowjetunion zwei verflochtene interdependente Prozesse statt: die "Ruralisierung" des urbanen Lebensstils und die "Urbanisierung" des ländlichen Lebensstils. Diese Prozesse sollen auf der Konferenz anhand von verschiedenen Teilbereichen wie (Sub)Kultur, Familie, Konsumgewohnheiten, Medien, etc. untersucht werden.  Das Programm zur Konferenz finden sie hier.

Screenshot der Ankündigung

Konferenz

Workers beyond Socialist Glorification and Post-Socialist Disavowal: New Perspectives on Eastern European Labour History

vom 24.05.2018 | bis zum 27.05.2018

An der Universität Wien findet vom 24.-27. Mai 2018 die Konferenz Workers beyond Socialist Glorification and Post-Socialist Disavowal: New Perspectives on Eastern European Labour History statt. Anlass sind neue historische Studien, die die glorifizierte Stellung der Arbeit im Staatssozialismus und die historiografischen Klischees osteuropäischer Arbeiter in Frage stellen. Die Konferenz versteht sich als Versammlung von zeithistorischen Forschungsinitiativen, die sich mit der Geschichte der Arbeit beschäftigen. Durch einen Austausch von Arbeitspraktiken und Kenntnissen soll ein gemeinsamer Wissensstand erarbeitet werden. Neben der Beschäftigung mit dem bestehenden Forschungsstand sollen aktuelle Studien präsentiert und diskutiert werden. Der Fokus der Konferenz liegt auf den sozialistischen Staaten Ost-, Mittel- und Südosteuropas; es werden aber auch Beiträge, die sich auf die Geschichte der Arbeit jenseits dieser räumlichen und zeitlichen Eingrenzung beziehen, stattfinden. Die Konferenzsprache ist Englisch. Reise- und Unterkunftskosten können nicht übernommen werden.

Logo der Rutgers University

Konferenz

Social Movements after 1968

vom 08.11.2018 | bis zum 09.11.2018

Vom 8. bis zum 9. November 2018 findet in New Brunswick/New Jersey am Center for Euopean Studies der Rutgers School of Arts and Sciences die Tagung „Social Movements after 1968“ statt. Ausgangsfrage der Tagung ist, inwieweit das Jahr 1968 nicht nur für die rasante Entwicklung und noch schnellere Auflösung einer breiten Protestbewegung steht, sondern darüber hinaus für die Abkehr von einer Politik der konventionellen Kategorisierungen entlang der Begriffe von Klasse und Ideologie. Besonders bezeichnend für diese Auffassung ist das Beispiel Westdeutschlands: Das Zerbrechen des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) und das Auseinanderdriften seiner ehemaligen Mitglieder in Bürgerinitiativen, K-Gruppen und RAF-Zellen zeigt, wie eine einheitliche Kategorie einer „linken“ oder einer „Arbeiterbewegung“ den Unterschieden zwischen diesen Splittergruppen nicht mehr gerecht werden konnte. Die Konferenz widmet sich der Frage, wie sich soziale Bewegungen in Folge dieser Entwicklungen nach 1968 ausgestaltet haben und beleuchtet dabei kritisch die gängigen Theorien, die zum bisherigen Verständnis der Proteste nach 1968 herangezogen wurden.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

Reforming Socialism: Aims and Efforts Before and After 1968

vom 25.10.2018 | bis zum 27.10.2018

Vom 25. bis 27. Oktober 2018 findet in Florenz die Konferenz „Reforming Socialism: Aims and Efforts Before and After 1968“ statt. Ziel der Konferenz ist es, eine systematische Analyse der unterschiedlichen Reformansätze in diversen sozialistisch geprägten Ländern zu ermöglichen. Ausgangspunkt hierfür ist der Prager Frühling, der sich 2018 zum 50. Mal jährt. Dabei betont die Konferenz, dass der Prager Frühling zwar einen der dramatischsten und bekanntesten Reformversuche einer sozialistischen Gesellschaft darstellt, sich Reformprozesse jedoch auch in einer großen Zahl anderer sozialistischer Staaten ereigneten. Jenseits von nationalstaatlich definierten Analyserahmen will die Konferenz ein transnationales Verständnis dieser Reformprozesse anregen. Beitragsthemen sind: Sozialistische Reformprogramme; spezifische Aspekte von Reformprogrammen sowie deren Zielsetzungen und direkte Auswirkungen; umsetzende sowie rezeptive Akteure der Reform; äußere und internationale Umstände der Reformbewegung; die Kontextualisierung des Jahres 1968; Reformen als erster Schritt hin zur Transition zum Kapitalismus.

Logo des DHI Warschau

Konferenz

Jahrestagung der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission

vom 11.10.2018 | bis zum 14.10.2018

Vom 11. bis 14. Oktober findet am Deutschen Historischen Institut in Warschau die Jahrestagung der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission statt. Die Tagung steht unter dem Thema „Seit 1918...Staatsentstehung, Monarchie, Zerfall und Revolutionserfahrung im Rückspielgel nationaler Jubiläen“. Die Tagung will, anlässlich des hundertjährigen Endes des Ersten Weltkrieges, das Jahr 1918 analysieren. Dies soll mit Fokus auf Jubiläen geschehen – diese Form der Geschichtskultur, die seit dem 19. Jahrhundert zunehmend an Popularität gewinnt, bietet einen Rahmen, um die in ihnen repräsentierten geistigen und politischen Deutungen zu analysieren. Dabei wird sich die Tagung nicht auf Analysen der Länder Tschechien und Slowakei beschränken, sondern möchte Beiträge einladen, welche transregionale und vergleichende Aspekte beinhalten. Das zentrale Interesse der Tagung ist die Wechselwirkung zwischen staatlicher Geschichtspolitik, öffentlichem Geschichtsdiskurs, der Gestaltung von Jubiläumsveranstaltungen und deren Deutungsimplikationen. Potentielle Beiträge sollen dementsprechend geschichtliche Aushandlungsprozesse und Formen der historischen Performanz und Repräsentationen thematisieren, welche die jeweiligen politischen Situationen und Entwicklungen oder zukünftige politische Programme legitimiert haben.

Logo der Charles University (Univerzita Karlova) an der Veranstalter Prof. Dr. Boris Barth doziert, Screenshot von der Website

Konferenz

The Local and the Regional Dimensions of 1918/19. A Comparison

vom 04.10.2018 | bis zum 06.10.2018

Prof. Dr. Boris Barth und Ota Konrád von der Charles University Prag, Oswald Ueberegger von der Freien Universität Bozen und Rudolf Kučera vom Masaryk Institut und Archiv Prag laden zur Konferenz "The Local and the Regional Dimensions of 1918/19. A Comparison" ein. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 haben sich Historiker besonders in Mittel- und Osteuropa auf die Betrachtung einer globalen Perspektive konzentriert. Der Übergang von einer imperialen Ordnung zu einer auf Nationen beruhenden Ordnung stand ebenfalls im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Doch neuere Forschungen haben gezeigt, dass auch lokale Identitäten den Ersten Weltkrieg überlebten, vielleicht eine Gegenreaktion auf den Anstieg der globalen Studien. Dieser neue Kontext erlaubt neue Interpretationen der Herausforderungen und Auswirkungen der bolschewistischen Revolution. Seit 1989/90 kaum noch diskutiert, wurde das Interesse am frühen Kommunismus weitgehend durch Themen ersetzt, die mehr auf den Nationalstaat ausgerichtet sind. Unmittelbar nach dem Krieg entwickelten und verfolgten jedoch viele lokale und regionale Akteure eine positive Einstellung gegenüber der sozialistischen Vision und strebten eine radikale Veränderung ihrer Gesellschaft an. Andere waren entsetzt über den Aufstieg des Kommunismus. Es ist sowohl eine offene als auch eine herausfordernde Frage, ob und wie viel politische, soziale und wirtschaftliche Entscheidungen - auf lokaler und regionaler Ebene - von diesen Einstellungen beeinflusst oder bestimmt wurden.

Screenshot von historikertag.de

Historikertag

52. Deutscher Historikertag

vom 25.09.2018 | bis zum 28.09.2018

Vom 25. bis 28. September findet in Münster der 52. Deutsche Historikertag statt. Die Fachtagung steht in diesem Jahr unter dem Thema "Gespaltene Gesellschaften". Die aktuelle Debatte zum Zusammenhalt der Gesellschaft soll dort durch Blick auf die Vergangenheit bereichert werden – mit Blick auf Momente der Spaltung, aber auch darauf, wie der Umgang damit zu Produktivem und Neuem führen kann. Ein solches Moment war der Kalte Krieg, der die internationale Gemeinschaft in zwei ideologische Sphären spaltete, eine Spaltung, die über Jahrzehnte die Weltpolitik definierte. Dieser Zeitspanne sowie seinen Auswirkungen bis in die Gegenwart hinein widmet der Historikertag einige Sektionen: Gespaltene Erinnerung und Elitenkontinuitäten. Posttotalitäre Gesellschaften im Vergleich; Von der geteilten Nation zur gespaltenen Gesellschaft? Zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Transformations- und Umbruchszeit nach 1990; Einheit oder Spaltung durch Transformation? Erfahrungen und Narrative einer langen Geschichte des (post)kommunistischen Umbruchs in Zentraleuropa. Die allgemeine Anmeldung ist vom 2. Mai bis zum 14. August 2018 möglich. Vom 15. August bis zum 23. September 2018 ist eine Anmeldung auch noch möglich, allerdings ist zusätzlich eine Nachmeldegebühr in Höhe von 25 € zu entrichten. Tageskarten können an der Tageskasse erworben werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Logo des Helle Panke e.V.

Vortrag

Die KPD und der Judenhass während der Weimarer Republik

vom 11.09.2018

Am 11. September 2018 findet in den Räumlichkeiten des Helle Panke e.V, ein Vortrag von Dr. Olaf Kistmacher zum Thema "Die KPD und der Judenhass während der Weimarer Republik" statt. Kistmacher erläutert, wie die KPD einerseits zu den Parteien der Weimarer Republik gehörte, die Antisemitismus kritisierte und eine völkische Gesinnung wie die der NSDAP ablehnten. Gleichzeitig finden sich in Reden und Artikeln von KPD-Mitgliedern auffallend häufig Verweise auf "reiche Juden", denen es sich im Sinne des Klassenkampfes entgegen zu stellen gelte. Der Vortrag wird analysieren, welche Reaktionsweisen auf diese bestimmte Form des Antisemitismus in den eigenen Reihen es gab und sich um Erklärungen für diese bemühen. Dr. Olaf Kistmacher ist Historiker und Journalist; seine Dissertation Arbeit und "jüdisches Kapital". Antisemitische Aussagen in der KPD-Tageszeitung "Die Rote Fahne" während der Weimarer Republik erschien 2016. Mit Sina Arnold veröffentlichte er das Buch Der Fall Ethel und Julius Rosenberg. Antikommunismus, Antisemitismus und Sexismus in den USA zu Beginn des Kalten Krieges". Die Tickets für die Veranstaltung kosten 2€. 

Logo Boltzmann Institut

Konferenz

Vor 50 Jahren: Die Niederschlagung des „Prager Frühlings” 1968

vom 09.08.2018

Am 21. August 2018 jährt sich zum 50. Mal die gewaltsame Niederschlagung des „Prager Frühlings“, dessen Epoche 1968 eingeleitet wurde durch den Machtwechsel von Antonín Novotný zu Alexander Dubček. Der Begriff des Prager Frühlings bezeichnet eine von Dubček angestrebte Wirtschaftsreform, mit dem Ziel, eine sozialistische Marktwirtschaft und einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz" zu errichten. Die Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten, die den Reformbewegungen misstrauisch gegenüberstanden, marschierten in der Nacht zum 21. August in die damalige Tschechoslowakei ein und beendeten dadurch gewaltsam die Reformbestrebungen der KP-Spitze. Anlässlich diesen Jahrestages findet am 9. August in St. Pölten eine wissenschaftliche Tagung statt, organisiert vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung und dem NÖ Institut für Landeskunde in Kooperation mit dem Davis Center for Russian and Eurasian Studies der Harvard Universität. Ziel dieser Tagung ist, Bilanz zu ziehen über den gegenwärtigen Stand der Forschung und sich mit den Ereignissen rund um den Prager Frühling auseinander zu setzen. Die Tagung beginnt um 9:00 Uhr in der NÖ Landesbibliothek in St. Pölten und dauert bis ca. 17 Uhr. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich unter folgendem Link für die Veranstaltungen anzumelden: http://bik.ac.at/registrierung-veranstaltung-prager-fruehling/ .

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Konferenz

The Tito-Stalin Split 70 Years After

vom 29.06.2018

Anlässlich des 70. Jahrestages des Bruchs zwischen Tito und Stalin 1948 laden die geschichtswissenschaftlichen Institute der Universität Zagreb und der Universität Ljubljana am 29. Juni 2018 zu einer Konferenz in die kroatische Hauptstadt ein. Die Veranstalter möchten mit Experten neue wissenschaftliche Interpretationsansätze des Tito-Stalin Konfliktes und seiner Bedeutung diskutieren. Die Herausbildung des Titoismus in Abgrenzung zum sowjetischen Stalinismus und die Suche nach einem dritten Weg in den internationalen Beziehungen sowie innerhalb Jugoslawiens bilden den Ausgangspunkt für die Konferenz. Die Bedeutung des Konflikts für den Kalten Krieg, Repressionen gegenüber und Migration von Stalinunterstützern und der Einfluss des Konfliktes auf andere Ostblockstaaten werden thematisiert. Aber auch die ideologischen Emanzipationsversuche von Moskau und deren Auswirkungen in Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur sollen beleuchtet werden. Auf die Rolle von Propaganda und geheimdienstlichen Aktivitäten wird auf der Konferenz ebenfalls eingegangen.

Logo der Evangelischen Akademie Berlin

Tagung

Die Aktualität der Entfremdung. Karl Marx und die Politische Ökonomie für das 21. Jahrhundert

vom 15.06.2018 | bis zum 16.06.2018

Vom 15.–16. Juni 2018 findet die Tagung “Die Aktualität der Entfremdung. Karl Marx und die Politische Ökonomie für das 21. Jahrhundert” statt. Mehr als 150 Jahren nach Erscheinen von “Die Kritik der politischen Ökonomie” suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Marx’ Werk nach Anknüpfungspunkten für die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts. Die Konferenz “Die Aktualität der Entfremdung” sucht diesen Anknüpfungspunkt zum einen in der Marxschen Annahme, dass Macht zur Konzentration neige und überträgt diese auf die Monopole der globalisierten Wirtschaft. Zum anderen fokussiert die Veranstaltung auf die Frage des Wertes der menschlichen Arbeit und weitet diese auf den digitalen Kapitalismus aus. Die Konferenz findet in der Evangelischen Bildungsstätte Schwanenwerder in Kooperation mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche Deutschland statt.

Stalinporträt hinter Werbetafel in Tiflis 2015, (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Vortrag | Veranstaltungsreihe

Stalins Volk. Nationale Identität in Georgien

vom 06.06.2018

Am 6. Juni um 18.00 Uhr wird Davit Jischkariani  in der Bundesstiftung Aufarbeitung einen Vortrag zu Stalins Volk. Nationale Identität in Georgien halten. Die Veranstaltung ist der letzte Teil der zweiteiligen Reihe Stalins langer Schatten: Zwei Vorträge über die Aufarbeitung der Sowjetgeschichte in Georgien. Die Kritiker und Gegner der sowjetischen Herrschaft in Georgien warfen Moskau vor, das Land seiner nationalen Identität beraubt zu haben. Diese Rhetorik hielt auch nach der Erlangung der Unabhängigkeit 1991 an und ist in Georgien weithin verbreitet. Der Historiker Davit Jischkariani hinterfragt diese Perspektive. Tatsächlich wurden die zentralen Linien der Politik in Georgien bis 1991 im Moskauer Zentrum geplant. So wie für alle anderen Sowjetrepubliken auch. Allerdings waren es lokale Eliten, die die Moskauer Politik in der Peripherie ausführten und dabei nach Stalins Tod wachsende Handlungsspielräume ausnutzten. Der Historiker Davit Jischkariani ist Mitbegründer von SOVLAB, dem Soviet Past Research Laboratory in Tbilisi. Er studierte dort von 2004 bis 2008 Geschichte an der staatlichen Iv. Javakhischwili Universität Tbilisi. Zwischen 2010 und 2012 absolvierte er ein Magisterstudium in Russlandkunde. 2013/2014 war Jischkariani Junior Research Fellow am Zentrum für Russland- und Osteuropakunde der Universität Warsaw. Im Moment unterrichtet er „Totalitäre Regimes des 20. Jahrhunderts” an der kaukasischen Universität. Seine Forschungsfelder umfassen: Repressionen in der Sowjetunion, Stalinismus, sowjetische Nationalpolitik. 

Logo des Forschungsprojekts EuroSoc

Seminar

Transnational History of Socialism. Second Half of 19th Century to 1914

vom 30.05.2018

Am 30. Mai 2018 beginnt an der Universität Rouen das Seminar „Transnational History of Socialism. Second Half of 19th Century to 1914“. In weiteren drei Seminarblöcken an europäischen Universitäten wird das Seminar im Wintersemester 2018/2019 durchgeführt. Veranstalter ist die Forchungsgruppe EuroSoc der Universität Rouen. Das Seminar greift das im Zuge des Marx-Jahres erstarkte Interesse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Sozialismus auf und betont den Nutzen einer transnationalen Perspektiven auf das Feld. Dementsprechend will das Seminar auf eine Analyse der Beziehungen zwischen Formen des Sozialismus sowie zwischen Sozialistinnen und Sozialisten aus unterschiedlichen Nationen fokussieren. Eine solche Perspektive sei notwendig, um jenseits von nationalstaatlichen Analyserahmen ein Verständnis für die Verbreitung und Diffusion linker Ideen zu entwickeln – vor allem in einer Zeit in der, entgegen des erstarktem wissenschaftlichen Interesse am Sozialismus, ein globaler Rückgang traditioneller Arbeiterinnenbewegungen festzustellen ist. Zudem ermögliche das Ausbrechen aus nationalen Perspektiven eine Abkehr der klassischen eurozentristischen Sichtweise auf die Thematik. Das Seminar stellt die Frage, ob man mit einer solchen Perspektive nicht, in Analogie zu Eric Hobsbawms „Zeitalter der Extreme“ nicht auch von einem „Zeitalter des Sozialismus“ sprechen müsse. Seminarsprachen sind Französisch, Englisch und Deutsch. 

Das Logo der Uni Trier zum Marx-Jahr 2018

Tagung

Karl Marx 1818-2018. Konstellationen, Transformationen, Perspektiven

vom 23.05.2018 | bis zum 25.05.2018

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx findet vom 23. bis 25. Mai an der Universität Trier sowie an diversen weiteren Orten der Stadt die internationale Tagung „Karl Marx 1818-2018. Konstellationen, Transformationen, Perspektiven“ statt. Ziel der Konferenz ist es, Forschungsansätze, die mit dem Werk von Marx verbunden sind, zusammenzuführen und deren Weiterentwicklung sowie deren Relevanz für die heutige Zeit zu diskutieren. Zentrale Frage ist dabei, inwieweit Marx‘ Ideen nach dem Scheitern derjenigen Regime, die sich auf dieselben beriefen, weiterentwickelt worden sind. Die Beiträge sind in neun Sektionen untergliedert: „Marx‘ politisches Selbstverständnis“; „Marx and the Modern History of Welfare – Competition and Critique“; „Marx und die westlichen Traditionen des 19. Jahrhunderts“; „Marx and the Modern History od Welfare  - Marxist Heritage in the recent history of welfare“; „Freiheit – Staat – Recht – Revolution“; „Zur Marx-Rezeption im globalen Süden“; „Nach Marx – Die Herausgabe der hinterlassenen Manuskripte“; „Marx, Politische Ökonomie und gegenwärtige Sozialverhältnisse“. Es wird um Anmeldung über das Online-Formular gebeten. Pro Teilnehmer wird eine Kongressgebühr in Höhe von 20,00 € erhoben, für Studierende (nach Vorlage des entsprechenden Nachweises) 10,00 €. Der Workshop ist Teil eines vielfältigen Veranstaltungsprogramms an der Universität Trier anlässlich des 200. Marx Geburtstages. Über die Reihe können sie sich hier ausführlich informieren.

Screenshot von historische-kommission.lwl.org

Tagung

Aufbruch in die Demokratie. 100 Jahre Revolution im Rheinland und in Westfalen

vom 08.11.2018 | bis zum 09.11.2018

Am 8. und 9. November findet im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen die Tagung der Historische Kommission „Aufbruch in die Demokratie. 100 Jahre Revolution im Rheinland und in Westfalen“ statt. Der Winter 1918/19 markiert in Deutschland den Übergang von der Monarchie zur Demokratie. Doch während die langfristigen Folgen dieses Wandels sich deutschlandweit manifestieren gestaltet sich die Übergangsphase regional unterschiedlich. Die Veranstaltung will sich dieser regionalen Vielfalt widmen und die Besonderheiten der Revolutionsmonate für das Ruhrgebiet mit Essen und Dortmund, die rheinischen Städte Düsseldorf, Krefeld und Köln sowie für das Bergische Land und das Sauerland analysieren. Themen sind unter anderem die Rolle des Militärs, die Rolle der Frauen in der Revolution, sowie der Aufstieg antisemitischer Bewegungen im Zuge der Revolution. Zur Tagung sind alle Interessierten eingeladen, eine detaillierte Einladung wird noch erstellt und veröffentlicht. Wegen der Sicherheitsanforderungen des Landtags ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich.

Friedrich-Ebert-Stiftung Logo

Konferenz

Archiv für Sozialgeschichte 59 (2019): "Die Welt verändern – Revolutionen in der Geschichte“

vom 25.10.2018 | bis zum 26.10.2018

Der Band 2019 des Archivs für Sozialgeschichte steht unter dem Leitthema „Revolutionen“. Ziel ist es, der Debatte über Revolutionen neuen Schwung zu verleihen. Am 25. und 26. Oktober 2018 wird eine Tagung mit eingeladenen Autoren und Autorinnen bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin stattfinden. Zu folgenden Themenblöcken werden Referierende Inputs geben und Thesen zur Diskussion gestellt werden: Zeiten der Revolution. Hierbei wird nach der Zeitlichkeit und den Formen von Revolutionen gefragt. Welche Vorstellung von gesellschaftlicher Ordnung liegt revolutionären Bewegungen zu Grunde? Müssen Revolutionen immer spontan erfolgen oder gibt es auch geplante? Welche Rolle nimmt Gewalt in den Revolutionsphasen ein und durch welches Rechtsempfinden werden die Bewegungen bestimmt? Ziele und Objekte des revolutionären Wandels. Unter diesem Themenschwerpunkt wird nach den Zielen und Objekten des revolutionären Wandels gefragt: Gegen wen richtet sich die revolutionäre Praxis? Welche Arten antirevolutionärer Bewegungen gab es und durch welche Motive waren diese geprägt? Durch revolutionäre Bedrohungsszenarien wurden eigene Legitimationsideologien, eigenes Recht und spezielle Formen des „Notstandes“ geschaffen. Diese Kulturen des revolutionären Ausnahmezustandes stellen einen gewinnbringenden Analysegegenstand dar. Akteure und revolutionäre Handlungsdynamiken. Unter diesem Aspekt wird nach den Akteuren, den revolutionären Handlungsdynamiken und den Folgen von Revolution gefragt. Welche Ziele konnten durchgesetzt werden und wie weit reichten die Veränderungsimpulse? Räume der Revolution. Der Begriff der Revolution besitzt seine eigene Geschichte. Deshalb stellt sich die Frage, ob das Konzept außerhalb von Europa Aussagekraft beinhaltet. An dieser Stelle sind deshalb besonders auch Themen mit außereuropäischem Kontext erwünscht.

Screenshot von fes.de

Konferenz

Gewerkschaften in revolutionären Zeiten – Europa 1917 bis 1923

vom 11.10.2018 | bis zum 12.10.2018

Vom 11. bis 12. Oktober 2018 findet in den Räumlichkeiten der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin die Konferenz "Gewerkschaften in revolutionären Zeiten – Europa 1917 bis 1923" statt. Am Ende des Ersten Weltkriegs sowie in den Jahren danach sahen sich Gewerkschaften als politische und gesellschaftliche Akteure mit einer sich rapide wandelnden Welt konfrontiert. Die Oktoberrevolution 1917 in Russland sowie die Novemberrevolution 1918 waren zwei Elemente dieser sich verändernden Umwelt, die auch für die Gewerkschaften als Organisationsform der in den Revolutionen viel beschworenen Arbeiterklasse von enormer Relevanz waren. Die Konferenz fragt, wie sich die Gewerkschaften mit diesen Veränderungen auseinandersetzen. Das zweitägige Programm ist in vier Sektionen aufgeteilt: Direkte oder repräsentative Demokratie? Kampf um die politische Neuordnung; Gewerkschaften zwischen Nationalismus und Internationalismus, Die Sozialisierung marschiert? Auseinandersetzung um die Neuordnung der Wirtschaft; Umstrittene Erinnerung: Der historische Ort der Revolution in der Erinnerungskultur. Um Anmeldung unter Public.History@fes.de wird gebeten. Die Veranstaltung wird von der Hans-Böckler-Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets organisiert.

Screenshot von www.oeaw.ac.at

Tagung

Das umkämpfte Museum. Zeitgeschichte ausstellen zwischen Dekonstruktion und Sinnstiftung

vom 03.10.2018 | bis zum 04.10.2018

Vom 3. bis zum 4. Oktober 2018 findet an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die Jahrestagung des Instituts für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte statt. Die Tagung steht unter dem Titel "Das umkämpfte Museum. Zeitgeschichte ausstellen zwischen Dekonstruktion und Sinnstiftung". Die Veranstaltung widmet sich einem aktuellen Spannungsfeld im (Selbst)verständnis von Museen: zum einen begreifen sich Museen zunehmend als kritische Intervention, die gängige Konzepte wie den Nationalstaat oder Geschichte als solche hinterfragt und dekonstruiert. Gleichzeitig kommt ihnen die Aufgabe zu, Gedenkstätte zu sein, die Verbrechen der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten lässt. Als weiteren Faktor lässt sich beobachten, dass gerade in illiberalen Demokratien Museen zunehmend als Werkzeuge des Nationalismus gebraucht werden. Der Frage, wie sich Museen in diesem Spannungsfeld bewegen können und welche neuen Formen der Vermittlung in diesem Zuge möglich werden, widmet sich die Tagung in sieben Panels: Zeitgeschichtsmuseen jenseits des Nationalen; Migration als neuer Zugang; Gedenkstätten als Orte der Sinnstiftung?; Jüdische Museen als Korrektiv?; Opfer und Täter ausstellen – Nationalsozialismus und Holocaust im Museum; Museen in postsozialistischen Ländern – zwischen Europäisierung und nationaler Neuerfindung; Museum Goes Digital. Es ist keine Anmeldung erforderlich. 

Logo 24. Helmstedter Universitätstage

Veranstaltung

24. Helmstedter Universitätstage: Revolution! Verehrt-verhasst-vergessen

vom 20.09.2018 | bis zum 23.09.2018

1918, vor genau 100 Jahren, führte die Novemberrevolution am Ende des Ersten Weltkrieges zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und zur Entstehung der Weimarer Republik, einer parlamentarischen Demokratie. Die 24. Helmstedter Universitätstage finden anlässlich dieses Jubiläums unter dem Titel "Revolution! - Verehrt - Verhasst - Vergessen" vom 20.-23. September 2018 in Helmstedt statt. Revolutionen können einerseits zu einem Mythos werden, wie die Französische Revolution von 1789 oder die friedliche Revolution von 1989, die aus einem geteilten Deutschland wieder einen gemeinsamen Staat entstehen ließ. Andererseits können sich Revolutionen aber auch zum Tabuthema oder Streitfall entwickeln, wie es bei der chinesischen Kulturrevolution von 1966 bis 1976 der Fall war. Die Helmstedter Universitätstage wollen die Bedeutung und die Folgen von historischen Revolutionen näher beleuchten und dadurch gleichzeitig an die Gründung der Weimarer Republik als erste deutsche Demokratie erinnern. Die einzelnen Vorträge und Diskussionsforen fragen danach, wie Revolution und Demokratie zusammenhängen, um die Nachwirkungen der Revolutionen des 20. und 21. Jahrhunderts zu analysieren. Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm beginnt am Donnerstag, 20. September, mit einer Kino-Sondervorstellung, die den Spielfilm „Das Lied der Matrosen“, der sich inhaltlich mit der Oktoberrevolution 1917 auseinandersetzt, zeigt. Am 21. September beginnt das Programm mit einem Einführungsvortrag zum Thema „1848 - 1918 - 1989: Deutsche Revolutionserinnerungen“, bietet dann einen Vortrag mit dem Titel „Die revolutionäre Begründung der Deutschen Republik am 9. November 1918 - eine Legende?“ und endet mit einer Lesung von Thomas Brussig aus "Beste Absichten". Das Programm am 22. September sieht neben einer Führung zu Helmstedter Universitätsgeschichte Vorträge zu den Themen „Die europäische Erinnerung an die Oktoberrevolution“, „Die Revolutionsromantik der Studentenbewegung“, „Revolution in Ägypten: Niederlage -Mythenbildung-Fortsetzung“, „Lateinamerikas Revolutionsmythos“ und „Der Erinnerung zum Trotz: Die Kulturrevolution und warum China immer noch an Mao glaubt“ vor. Ein Festgottesdienst in der St. Stephani-Kirche beschließt dann am 23. September die Helmstedter Universitätstage. Ebenfalls ein umfangreiches Programm zum Revolutionsthema bietet das Helmstedter Uni-Kino. Unter dem Motto der Helmstedter Universitätstage werden den Besuchern unterschiedliche Filme geboten. Der Eintritt ist frei, um eine vorherige Anmeldung unter info@universitaetstage.de wird gebeten.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

1918-1938-2018: Beginnt ein autoritäres Jahrhundert?

vom 04.09.2018 | bis zum 07.09.2018

Vom 4. bis 7. September 2018 wird im Schloss Eckartsau in Niederösterreich die Konferenz „1918-1938-2018: Beginnt ein autoritäres Jahrhundert?“ stattfinden. Veranstaltende Institutionen sind die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) und die Universität Wien. Die Konferenz analysiert die Ereignisse der Jahre 1918 und 1938 in Bezug auf ihre bis in die Gegenwart hineinreichenden Folgen und fragt, welchen Einfluss sie auf die aktuelle Prozesse hat, welche das Konzept der parlamentarischen Demokratie als solches in Frage stellt. Die Konferenz widmet sich der Frage in Form von vier Themenblöcken: „Politische Kultur in Europa 1918 bis 1939“; „Die Eskalation der Judenverfolgung und die aggressive nationalsozialistische Expansionspolitik 1938“; „Demokratie und Autoritarismus 1918 bis 2018. Eine Longue Durée Perspektive“ und „Die Zukunft der Demokratie im 21. Jahrhundert“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachleute im Bereich der politischen Bildung, Künstlerinnen und Künstler sowie Aktivistinnen und Aktivisten werden durch den interdisziplinären Ansatz der Veranstaltung neue Perspektiven auf das Thema Autoritarismus eröffnen. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Logo der University of Newcastle

Konferenz

Global War, Global Connections, Global Moments - International Conference about the First World War

vom 16.07.2018 | bis zum 18.07.2018

Vom 16. bis 18. Juli findet die Konferenz „Global War, Global Connections, Global Moments - International Conference about the First World War“ am Centre for the History of Violence der University of Newcastle (Australien) statt. 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges strebt die Konferenz an, die internationalen Beziehungen und Abhängigkeiten jener Zeit jenseits von eurozentristischen Perspektiven zu analysieren. Dabei soll ein besonderer Fokus auf Forschung aus Australien, Neuseeland und Asien liegen. Der Erste Weltkrieg spielt eine zentrale Rolle im Zuge derjenigen Ereignisse, die schlussendlich zur Russischen Revolution führten. Mit Eintritt des Zarenreiches in den Krieg als Verbündeter Englands und Frankreichs verschärft sich die ohnehin schon prekäre Versorgungslage der Bevölkerung zusätzlich und schafft so Unterstützung für diejenigen Protestbewegungen, die schließlich in der Februarrevolution münden.

Buchcover

Lesung

Die Hände meines Vaters: Eine russische Familiengeschichte

vom 22.06.2018

Die Historikerin und Publizistin Irina Scherbakowa erzählt in ihrer Autobiografie „Die Hände meines Vaters“, erschienen im Oktober 2017, die Geschichte ihrer jüdisch-russischen Familie. Diese erlebte die schrecklichsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts mit: Angefangen bei der Flucht der Familie vor einem Pogrom in Starodub, über die Oktoberrevolution und die beiden Weltkriege bis hin in die Jahre nach dem Ende der Sowjetunion. Irinas jüdische Großmutter überlebte die Pogrome, die Oktoberrevolution und den Russischen Bürgerkrieg 1917 und Irinas Vater kämpfte im Zweiten Weltkrieg als Offizier vor Stalingrad. Sie selbst erlebte die Stalinzeit mit und wuchs währenddessen in Moskau auf. Trotz allem charakterisiert Scherbakowa ihre ereignisreiche Familiengeschichte als eine glückliche. Die Autorin des Buches ist Mitbegründerin der Menschenrechtsorganisation Memorial, die sich zum Ziel gesetzt hat, Opfer der Stalin-Herrschaft zu ermutigen, über ihre Erfahrungen Zeugnis abzulegen. Kritisch beurteilt die Historikerin die fehlende Aufarbeitung der Vergangenheit in Russland nach dem Ende der Sowjetunion und die seit 2000 propagandistische Umschreibung der russischen Geschichte. Die Annexion der Krim 2014 führte Irina Scherbakowa vor Augen, dass sich die aufklärerischen und demokratischen Kräfte nicht behaupten konnten, wodurch die Autorin eine Epoche der Aufklärung in Russland an einem vorläufigen Ende wähnt.  Am 22. Juni bietet sich im Rahmen einer Lesung mit anschließendem Gespräch die Möglichkeit, mit Irina Scherbakowa über politische Entwicklungen im heutigen Russland zu diskutieren.Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt 8 Euro bzw. 6 Euro.

Logo Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Buchvorstellung

Stalin – Herr des Terrors

vom 12.06.2018

Josef Stalin zählt zu den größten Massenmördern der Geschichte und schon in der Schule sei er die Niedertracht in Person gewesen, wie der Historiker Helmut Altrichter seine Biografie über den sowjetischen Diktator beginnt. Stalin regierte die Sowjetunion von 1924 bis 1953. Öffentlich wurde er als Führer und gottähnlicher Übervater inszeniert, der stets um das Wohl seines Volkes bemüht war, aber andererseits fürchteten selbst seine engsten Wegbegleiter, unter seine Terrormühlen zu gelangen. Wie gelang Stalin der Aufstieg vom Berufsrevolutionär zum Tyrannen? Wie konnte er zum größten Massenmörder der Geschichte werden? Wie können Stalins größte politische Erfolge - der Sieg im Zweiten Weltkrieg und die Industrialisierung Russlands – aus heutiger Sicht beurteilt werden? Diese und weitere Fragen wollen Prof. Dr. Hermann Wentker und der Osteuropa-Historiker und Experte für die Geschichte der Sowjetunion  Prof. Dr. Helmut Altrichter im Rahmen einer Buchpräsentation der neuen Stalinbiographie am 12. Juni um 18:30 Uhr in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen beantworten. Zuvor können sich die Teilnehmer der Veranstaltung um 17:30 Uhr von dem Historiker Andreas Engwert durch die Ausstellung „Der Rote Gott. Stalin und die Deutschen“ führen lassen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung kann telefonisch unter: 030 / 98 60 82-413 erfolgen oder per E-Mail an veranstaltungen@stiftung-hsh.de.

Gedenkstätte Sachsenhausen

Filmvorführung

Film und Zeitzeugengespräch „ALLES UM ZU ÜBERLEBEN“

vom 05.06.2018

Ab 1948 stellte Sachsenhausen eines der größten Speziallager innerhalb der sowjetischen Besatzungszone dar. Bis zu seiner Auflösung wurden dort ca. 60.000 Menschen zwischen 1945 bis 1950 vom sowjetischen Geheimdienst NKWD inhaftiert, wobei 12.000 ihre Gefangenschaft auf Grund der schlimmen Haftbedingungen nicht überlebten. Inhaftiert wurden sowohl untere Funktionäre des NS-Regimes, SS-Personal aus den ehemaligen Konzentrationslagern, aber auch politisch Missliebige und willkürlich Verhaftete. Ab 1948 stellten die Häftlinge, die von sowjetischen Militärtribunalen verurteilt wurden, die größte Gruppe der Inhaftierten dar. Vorwiegend wurden diesen Häftlingen Vergehen gegen das Besatzungsregime zur Last gelegt, wobei die Verhaftungen jedoch häufig willkürlich erfolgten. Zu dieser Gruppe zählt auch der heute 88-jährige Reinhard Wolff, der von 1945-1948 als Jugendlicher  zu Unrecht als angeblicher Nazi-Untergrundkämpfer der Gruppe „Werwolf“ in Sachsenhausen inhaftiert war. Die Dokumentation „Alles um zu überleben - Reinhard Wolff: Als Jugendlicher im Speziallager Sachsenhausen “ porträtiert den ehemalig inhaftierten Reinhard Wolff und zeichnet durch Interviews seine Erfahrungen im Speziallager Sachsenhausen und seinen Umgang mit seiner Lager-Zeit nach der Entlassung nach. Gezeigt wird der 60-minütige Film mit anschließendem Zeitzeugengespräch am Dienstag, den 5. Juni 2018 um 18:30 Uhr im Gutshof Fredersdorf. Die Filmvorführung ist eine Veranstaltung des Heimatvereins Fredersdorf-Vogelsdorf e.V. und der Gedenkstätte Sachsenhausen. Dieser Dokumentarfilm entstand 2016/17 im Rahmen eines Schülerprojektes mit Schülerinnen und Schülern des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Oranienburg in der Gedenkstätte Sachsenhausen in Kooperation mit Waidak Media e.V. und wurde gefördert mit Mittel von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme an der Filmvorführung im Gutshof Fredersdorf eingeladen.

Stalinporträt hinter Werbetafel in Tiflis 2015, (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Vortrag | Veranstaltungsreihe

Stalin und Georgien – gestern und heute

vom 30.05.2018

Am 30. Mai um 18.00 Uhr wird Prof. Dr. Giorgi Maisuradze in der Bundesstiftung Aufarbeitung einen Vortrag zu Stalin und Georgien – gestern und heute halten. Die Veranstaltung ist der ertse Teil der zweiteiligen Reihe Stalins langer Schatten: Zwei Vorträge über die Aufarbeitung der Sowjetgeschichte in Georgien. Die Tatsache, dass Stalin Georgier war, nützte die Sowjetrepublik Georgien aus, um ihre symbolische Sonderstellung in der „Familie der sowjetischen Brüdervölker“ zu inszenieren: Stalin als „Vater der Völker“ war ein Sohn Georgiens. Stalin wurde zum georgischen Nationalheld stilisiert, wobei die „Größe“ Stalins auf sein Heimatland übertragen wurde. Dadurch entstand ein georgischer Stalinkult, der auch nach dem Tod des Diktators im Jahr 1953 und der ab 1956 einsetzenden Entstalinisierung fortwirkte. Prof. Dr. Giorgi Maisuradze wird in seinem Vortrag die Besonderheiten des georgischen Stalinkultes und dessen Fortwirken bis in die Gegenwart beschreiben. Maisuradze ist Leiter des Instituts für Sozial-. Und Kulturwissenschaften an der staatlichen Ilia Universität Tbilisi. Er studierte Geschichte, Philosophie und Kulturwissenschaften an der Universität Tbilisi, der Universität des Saarlandes sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2008 bis 2013 war er am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin tätig. Seit 2014 ist er Professor der Ilia Universität Tbilisi. Maisuradze ist Autor mehrerer Publikationen. Zuletzt erschienen: Sonniges Georgien. Figuren des Nationalen im Sowjetimperium (zusammen mit Franziska Thun-Hohenstein), Berlin 2015.

Akademie der Diozöse Rottenburg-Stuttgart

Vortrag

101 Jahre Russische Revolution. Geschichte, Erinnerung und aktuelle Politik

vom 17.05.2018

Noch 100 Jahre nachdem die Russische Revolution 1917 das damalige Zarenreich erschütterte sind ihre Folgen und Nachwirkungen spürbar. Zwar muss diesem einschneidenden Ereignis der russischen Geschichte angemessen gedacht werden, aber angesichts der 2003 in Georgien, 2004 in der Ukraine und 2005 in Kirgisien vollzogenen Farbrevolutionen fällt dies der russischen Regierung besonders im Jubiläumsjahr schwer. Als Experte für postsowjetische Erinnerungspolitik und Kenner der Russischen Revolution beleuchtet der Schweizer Slawist Prof. Dr. Ulrich Schmid von der Universität St. Gallen die langfristigen Nachwirkungen der Russischen Revolution, nicht nur auf die russische, sondern auch auf die globale Politik. In seinem Vortrag am 17. Mai 2018 von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Tagungshaus Weingarten geht er der Frage nach, wie die Erinnerung an die Revolution 1917 durch politische Akteure instrumentalisiert wurde und immer noch wird. Zudem beleuchtet er, welchen Veränderungen die Erinnerung an die Russische Revolution  unterlag, einerseits im kollektiven Gedächtnis, andererseits in der offiziellen staatlichen Erinnerungspolitik. Veranstalter des Vortrags ist die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Fachbereich Geschichte, im Rahmen des Bodenseefestivals. Der Eintritt zu diesem öffentlichen Vortrag ist frei, Spenden sind erwünscht. Um eine Voranmeldung per E-Mail an geschichte@akademie-rs.de wird gebeten, die dann ohne Bestätigung gültig ist. Aber auch spontan Entschiedene sind willkommen.