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Flyer zur Veranstaltung © Bundesstiftung Aufarbeitung

Konferenz

Der lange Schatten des Kommunismus - 100 Jahre Russische Revolution und das kommunistische Erbe Europas

vom 19.10.2017 | bis zum 20.10.2017

Das Gedenkjahr 2017 lädt 100 Jahre nach der Russischen Revolution in Russland dazu ein, an das historische Ereignis, seine Ursachen und Folgen zu erinnern, sowie es in einen internationalen Kontext einzubetten. Erinnerungspolitisch fehlt ein gemeinsames totalitäres Erbe, das seinen Ausgangspunkt in der Oktoberrevolution von 1917 nahm. Dies gilt insbesondere für Deutschland und die Länder Ostmitteleuropas, aber auch für das westlich-demokratische Europa, das sich bis 1989/90 in einer permanenten Blockkonfrontation mit dem kommunistischen Osten befand oder durch kommunistische Parteien der Ideologie anhing.Die Deutsche Gesellschaft e. V. begibt sich mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur auf einer Konferenz anlässlich des 100. Gedenkjahres auf Spurensuche und spürt der europäischen Erfahrung mit dem Kommunismus im 20. Jahrhundert nach.Zu den Mitwirkenden zählen u. a.: Harald Asel, rbb-Inforadio (Berlin); Dr. Jacqueline Boysen, Journalistin (Berlin); Dr. Nikolas Dörr, SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik Universität Bremen; Hartmut Koschyk, MdB, stellv. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft e. V., stellv. Ratsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Berlin); Dr. Ehrhart Neubert, Theologe (Berlin); Prof. em. Dr. Valters Nollendorf, Vorstandsvorsitzender des Lettischen Okkupationsmuseumsvereins; Prof. Dr. Radu Preda, Institut für die Untersuchung der kommunistischen Verbrechen und die Erinnerung an das rumänische Exil (Bukarest); Dr. Manfred Sapper, Zeitschrift Osteuropa (Berlin); Prof. Dr. Susanne Schattenberg, Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen.Die Ergebnisse werden in einem Tagungsband veröffentlicht. Die Konferenz wird als Bildungsurlaub anerkannt. Die Veranstaltung wird gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Um eine Anmeldung bis 16. Oktober wird gebeten an: Deutsche Gesellschaft e.V.Dr. Heike TuchscheererTel.: 030 88412 254Fax.: 030 88412 223heike.tuchscheerer@deutsche-gesellschaft-ev.de

Logo des New York Office der Rosa Luxemburg Stiftung

Konferenz

Die erste Angst vor der „Roten Gefahr“ in Amerika: Die USA und die Wahrnehmung der Russischen Revolution

vom 14.10.2017

Das New York Office der Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltet in den eigenen Räumen die Konferenz „Die erste Angst vor der ‚Roten Gefahr‘ in Amerika: Die USA und die Wahrnehmung der Russischen Revolution“. Die Veranstalter möchten die vielfältigen Rezeptionen der Russischen Revolution in den Vereinigten Staaten betrachten. Der politische und soziale Umbruch war so gravierend, dass er als der Wendepunkt zwischen dem „langen“ 19. und dem „kurzen“ 20. Jahrhundert wahrgenommen wurde. In den Vereinigten Staaten wurden die Vorgänge in Russland mit großer Sorge betrachtet: Revolution und Kommunismus sollten die zentralen Feindbilder der westlichen Welt im 20. Jahrhundert werden. Das ausführliche Programm kann auf der Website der Rosa-Luxemburg-Stiftung eingesehen werden.PROGRAMM9:45 Uhr: Begrüßung und Eröffnung10:00–12:00 Uhr: Perceptions of the Russian Revolutions in the United States (James R. Barrett, Chelsea Gibson, Allison Leigh)12:00-13:00 Uhr: Mittagessen13:00–14:15 Uhr: Fearing Another Revolution (Daniel Hanglberger, James G. Ryan14:30-15:45 Uhr: Actors of the Anti-Revolutionary Struggle (Veronica Wilson, Vojin Saša Vukadinović)16:00-17:15 Uhr: U.S. Interpretations and Discourses about the Revolution (Frank Jacob, Riccardo Altieri)17:15 Uhr: Abschließende Bemerkungen

Logo der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg

Konferenz

Linke Zwischengruppen – vor, mit und jenseits der Neuen Linken in beiden deutschen Staaten

vom 12.10.2017 | bis zum 13.10.2017

Die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam thematisieren bei dieser Konferenz die sogenannten linken „Zwischengruppen“. Diese entstanden in der Weimarer Republik als Abspaltungen von SPD und KPD, meist nachdem mehrere Mitglieder aus den Parteien ausgeschlossen wurden. Darauf folgte dann die Gründung von neuen Parteien wie der Sozialistische Arbeiterpartei (SAP) und des Leninbunds oder von Splittergruppen wie der Kommunistischen Partei-Opposition (KPO). Die zweitägige Konferenz beschäftigt sich mit diesen „Zwischengruppen“ und fragt nach den Überresten und Reaktivierungen der Gruppierungen nach der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Jahre im Exil. Die Vorträge und Podiumsdiskussionen beschäftigen sich mit den intellektuellen und politischen Einflüssen ebenso wie mit biografischen Zugängen. Auf diese Weise sollen die Nachwirkungen und Einflüsse der „Zwischengruppen“ in der Bundesrepublik, der DDR und Osteuropa erkundet werden. Um Anmeldungen zur Tagung wird bis zum 4.10.2017 gebeten an Joana Betke (FZH): betke@zeitgeschichte-hamburg.de. Für die öffentliche Abendveranstaltung am 12.10.2017 ist keine Anmeldung notwendig.

Logo von Women in War. Think Tank for Gendering armed Conflict

Konferenz

Gender in Revolution: Women and men experiencing revolutionary change 1917-2017

vom 30.09.2017 | bis zum 01.10.2017

Die jährliche Konferenz der feministischen Gedankenfabrik Women in War wird Anfang Oktober 2017 in Odessa stattfinden. Anlässlich des 100. Jahrestages der russischen Revolutionen von 1917 möchten die Veranstalterinnen nach weiblichen Erfahrungen und Erwartungen in revolutionären Prozessen und Transformationen fragen. Besonders die Frage welche Auswirkungen diese Prozesse auf Geschlechterrollen besaßen und ob sich emanzipatorische Errungenschaften durchsetzen und kodifizieren ließen, steht im Fokus. Untersuchungsgegenstände der Konferenz sind (post)kommunistische Staaten, marxistische sozialrevolutionäre Paramilitärs in nicht kommunistischen Entitäten, Frauen und sexuelle Minderheiten in Erhebungen gegen (post)kommunitische Regime und die Rolle der Frau in kommunistische beeinflussten Jugendbewegungen. Die Konferenz möchte nicht nur Wissenschaftlerinnen, sondern auch Aktivistinnen, Politikerinnen und Künstlerinnen ansprechen.

Screenshot der Website des History SummerCamp 2017

Workshop

History SummerCamp 2017

vom 27.09.2017 | bis zum 29.09.2017

50 Schüler aus ganz Deutschland beschäftigen sich beim History SummerCamp 2017 in Berlin drei Tage lang mit der Geschichte der kommunistischen Diktaturen in Europa, Deutschland und Berlin. Dabei geht es um Fragen wie zum Beispiel: Was haben die Russischen Revolutionen von 1917 mit Deutschland und Berlin zu tun? Wie wurde zu unterschiedlichen Zeiten an die Revolutionen erinnert? Wie könnten zeitgemäße Formen des Erinnerns aussehen? Die Schüler befassen sich mit den baulichen Hinterlassenschaften des Kommunismus in Berlin ebenso wie mit der Entwicklung der europäischen Erinnerungslandschaft. Insbesondere sollen die zeitgemäße mediale Aufbereitung von Zeitgeschichte und die Gestaltung des Erinnerns im öffentlichen Raum im Mittelpunkt des Workshops stehen. Am Ende des History SummerCamps werden die Teilnehmer eigene Erinnerungsbeiträge erstellt haben und diese anhand von Performances und Social Media-Kampagnen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Für das History SummerCamp konnten sich Lehrer mit ihren Medien-, Theater-, Politik- oder Geschichtskursen bewerben. Aus allen Bewerbungen wurden fünf Schulen aus ganz Deutschland ausgewählt. Das erste History SummerCamp hat 2016 in Wünsdorf (Zossen) stattgefunden.Der Workshop wird gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Bundeszentrale für politische Bildung sowie der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

Logo des Instituts für das Studium totalitärer Regime, Prag, Tschechische Republik

Konferenz

Historiography of Central European Communism Reconsidered: Patterns of Interpretation and Writing Strategies

vom 21.09.2017 | bis zum 22.09.2017

Vor dem Fall der Sowjetunion war es für Historikerinnen und Historiker schwierig, deren Gesellschaft und die "Volksmeinung" (Paul Corner) zum Kommunismus zu studieren: Daten standen kaum zur Verfügung, die Archive waren nicht zugänglich, die Forschung wurde beaufsichtigt und die Geschichtsschreibung politisiert.Wie wurde die Geschichte des Kommunismus dennoch in Mitteleuropa geschrieben bzw. in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Welche Paradigmen wurden in die heutige Geschichtsschreibung übernommen, welche lassen sich in der öffentlichen Meinung wiederfinden? Diesen Fragen gehen die Teilnehmenden der internationalen Konferenz im Rahmen des Projekts „Rulers and Ruled in Poland and Czechoslovakia (1945-1968)“ nach. Auf der Konferenz soll weder die politische Geschichte, die sich meist auf den repressiven Apparat konzentriert, einseitig im Vordergrund stehen, noch die soziale und kulturelle Geschichte, die von Massenorganisationen, Fabrikarchiven, lokalen oder privaten Archiven, Oral History sowie von Kunst und Literatur geprägt wurde und wird. Vielmehr soll die Dualität in der Geschichtsschreibung überwunden werden. Ausgewählte Texte, die aus dem Workshop hervorgehen, werden nachträglich zu einem Sammelband zusammengefasst.

Logo der University of Essex

Konferenz

Re-thinking the Russian Revolution of 1917 as a global event in local contexts

vom 15.09.2017 | bis zum 17.09.2017

Die interdisziplinäre Konferenz „Re-thinking the Russian Revolution of 1917 as a global event in local contexts“ an der University of Essex in Colchester möchte sich der Russischen Revolution 1917 aus verschiedenen Perspektiven nähern. Die Tagung ist auf zwei Tage ausgelegt und wird sich in vier geplanten Panels mit folgenden Aspekten beschäftigen: 1. Kommunikation und globale Informationsverbreitung, 2. Interpretation und Repräsentation, 3. Reaktionen und Aktionen im lokalen Kontext sowie 4. Auswirkungen lokaler Ereignisse an der Peripherie Russlands auf das Geschehen im Zentrum. Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler der historischen oder verwandten Disziplinen, einschließlich Doktoranden im fortgeschrittenen Stadium ihrer Forschungen.

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Lehrerweiterbildung

Kommunismus - Utopie und Wirklichkeit. Ausprägungen und Auswirkungen kommunistischer Systeme im 20. Jahrhundert

vom 12.09.2017 | bis zum 26.09.2017

Der neue hessische Lehrplan für den Geschichtsunterricht an Gymnasien sieht Unterrichtseinheiten zu dem Thema Russische Revolution und Sowjetunion unter Stalin – das kommunistische Gegenmodell vor. Daher veranstaltet das Studienseminar für Gymnasien in Fulda eine zweitägige Lehrerfortbildung. Auf ihr soll die Ausstellung Der Kommunismus in seinem Zeitalter der Bundesstiftung Aufarbeitung präsentiert werden. Am 12. September wird in einem ersten fachwissenschaftlichen Block der Autor der Ausstellung Gerd Koenen einen Vortrag, mit anschließender vertiefender Diskussion halten. In dem zweiten fachdidaktischen Block am 5. Oktober sollen Materialien zum Thema vorgestellt werden, die im Unterricht zum Einsatz kommen können. Hier sollen auch Nutzungsmöglichkeiten für die Ausstellung im Unterricht diskutiert werden. Als Dozent für diesen Block konnten die Veranstalter den Lehrer und Professor an der Universität Gießen Herr Prof. Dr. Michael Wagner gewinnen. Die Fortbildung richtet sich an hessische Gymnasiallehrkräfte der Fächer Geschichte, POWI, Ethik und Philosophie. Es ist ein Unkostenbeitrag von fünf Euro zu entrichten. Anmeldungen können per Mail bis zum 5. September an Frau Jana Möhrke geschickt werden (j.moehrke@t-online.de).

Screenshot der Ankündigung "I Am Not Ashamed of My Communist Past"

Theaterstück

I Am Not Ashamed of My Communist Past

vom 29.08.2017 | bis zum 30.08.2017

In dem Theaterstück „I Am Not Ashamed of My Communist Past”, das am 28. August 2017 in Weimar zum ersten Mal in Deutschland aufgeführt wird, blicken die Theatermacherin Sanja Mitrovic und der Schauspieler Vladimir Aleksic auf ihre Kindheit und Jugend im Jugoslawien der 1980er-Jahre zurück. Die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien existiert nur noch in ihrer Erinnerung: Neue Staaten mit anderen Namen und anderen Erzählungen über sich selbst sind an dessen Stelle getreten. Mitrovic und Aleksic nutzen den reichhaltigen Fundus an Filmen des einst international renommierten jugoslawischen Kinos, um einen Dialog mit ihrer Vergangenheit zu beginnen. Hier finden Sie Bilder von antifaschistischem Widerstand, vom Wohlfahrtsstaat, von nationalistischen Kriegen und vom wirtschaftlichen Niedergang. Die Protagonisten spielen Szenen nach oder kommentieren das Geschehen aus dem Off. Das Stück wird an zwei Terminen im Maschinensaal des E-Werk Weimar aufgeführt.

Zellentrakt der Untersuchungshaftanstalt der sowjetischen Militärspionageabwehr in der Leistikowstraße 1, Urheber: kilima8, Lizenz: CC-BY-SA 3.0.

Gedenkveranstaltung

Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus

vom 23.08.2017

Der Verein Gedenk- und Begegnungsstätte ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V. begeht am 23. August 2017 den „Europäischen Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus“ in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße. Die Einrichtung eines Gedenktages für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime in Europa im 20. Jahrhundert wurde vom Europäischen Parlament im Jahr 2009 gefordert. Der anschließend von der OSZE auf den 23. August bestimmte Gedenktag wird seitdem vor allem in den ehemals sowjetisch beherrschten Ländern begangen. Die Einladung zur Veranstaltung in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße können Sie als PDF hier betrachten.Programm Begrüßung: Dr. Richard Buchner, Vorsitzender desGedenkstättenvereins Grußwort: Präsidentin des Brandenburger LandtagesBritta Stark Grußwort: Ulrike Poppe, Landesbeauftragte zurAufarbeitung der Folgen der kommunistischenDiktatur „Phönix aus der Asche: Von der Krafteuropäischer Erinnerungen an Stalinismusund Nationalsozialismus“Festvortrag: Karl-Konrad Tschäpe,Kulturwissenschaftler - Osteuropakenner, Sohn desPotsdamer Bürgerrechtlers Dr. Rudolf Tschäpe Musikalische Improvisation:Albrecht Walter, Klarinette

Screenshot Blogbeitrag

Summerschool

Rekonstruktion eines Chronotops

vom 29.07.2017 | bis zum 15.08.2017

Die Summerschool „Rekonstruktion eines Chronotops. Das ehemalige Straflager Stvor als Raum des sowjetischen Strafvollzugs“ bietet deutschen und russischen Studierenden die Möglichkeit, sich gemeinsam im Sinne der topologischen Wende mit der historiographischen Lesbarkeit des ehemaligen Straflagers Stvor auseinanderzusetzen und als Ergebnis ein virtuelles Museum zu schaffen. Die regionale Geschichte des historischen Ortes soll in den Kontext sowjetischer Geschichte eingeordnet werden und somit einen Einblick in das vielschichtige Strafvollzugssystem der Sowjetunion gewähren. Das ehemalige Lager soll fotodokumentarisch durch die Studierenden erfasst werden sowie im gegenwärtigen erinnerungspolitischen Diskurs Russlands verortet werden. Die Summerschool wird von russischen Dozierenden und Memorial Perm begleitet, um ein breites Spektrum der aktuellen Diskussion zu vermitteln. Die Teilnahmegebühr von 900 Euro deckt die anfallenden Studiengebühren, die Kosten für Unterbringung, den Transfer zu den verschiedenen Orten der Summerschool, Eintrittsgelder zu Museen und Gedenkstätten und die Vollverpflegung während der Exkursion nach Stvor sowie die Halbpension während des Aufenthalts in Perm.

Logo des Maxi Gorki Theaters

Theaterstück

Atlas des Kommunismus

vom 12.07.2017 | bis zum 13.07.2017

Das dokumentarische Theaterstück „Atlas des Kommunismus“ wird am Maxim Gorki Theater in Berlin aufgeführt. Die argentinische Regisseurin Lola Arias lässt in dem Stück keine Theoretiker des Kommunismus, sondern „gewöhnliche Leute“ auftreten, die ihre individuellen Geschichten erzählen und wie sie in die Politik involviert wurden. So schildert etwa die in Berlin geborene Salomea Genin ihre Flucht als Jüdin aus dem nationalsozialistischen Deutschland, den Beitritt zum kommunistischen Jugendverband in Australien und ihre Rückkehr in die DDR, die an eine Mitarbeit für die Stasi gebunden war. Ebenso sprechen frühere Stasi-Opfer und eine vietnamesische Vertragsarbeiterin, wodurch Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten entstehen können. Neben eigenen Erfahrungen kommen auch Menschen zu Wort, die nach dem Ende der DDR geboren wurden und die ihre Meinung zum Kommunismus und seiner Geschichte schildern. Das Stück wird an zwei Tagen im Juli aufgeführt.

Russische Soldaten demonstrieren im Februar 1917 in Petrograd. Urheber unbekannt, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Lehrerweiterbildung

Fortbildung für Lehrkräfte zu den Ausstellungen „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ und „1917. Revolution. Russland und Europa"

vom 18.10.2017

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum haben anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution jeweils eine Ausstellung zum Themenkomplex „Russische Revolution und Kommunismus“ herausgegeben. Die Sonderausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ des Deutschen Historischen Museums beschäftigt sich mit dem imperialen Russland, den revolutionären Ereignissen, den ersten Jahren der Sowjetunion zwischen Utopie und Gewalt sowie den Auswirkungen der Revolution auf ganz Europa. Die Bundesstiftung Aufarbeitung zeichnet in ihrer Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ den Aufstieg und Niedergang des Kommunismus anhand von über 200 zeithistorischen Fotos, Dokumenten und Schaubildern nach.Das Deutsche Historische Museum und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellen in einer gemeinsamen Fortbildung für Lehrkräfte am 18. Oktober 2017 ihre Angebote zum Thema vor, diskutieren die Verortung der Oktoberrevolution in Schulbüchern und Schulunterricht und präsentieren in zwei Panels ihre Ausstellungen. Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet im Auditorium des Deutschen Historischen Museums statt. Um Anmeldung wird gebeten unter: fuehrung@dhm.de  |  Tel. +49 30 20304-750.

Logo der Berliner Landeszentrale für politische Bildung

Veranstaltung

Die Oktoberrevolution 1917 und die deutsche Hauptstadt Berlin - Bewegungen und Begegnungen

vom 13.10.2017

Die Berliner Landeszentrale für politische Bildung veranstaltet eine Fortbildung mit dem Titel „Die Oktoberrevolution 1917 und die deutsche Hauptstadt Berlin - Bewegungen und Begegnungen“. Berlin war zu Beginn der 1920er-Jahre ein Ziel für viele Russen, die vor den Bolschewiki und dem Russischen Bürgerkrieg flohen. Zugleich war die deutsche Hauptstadt Ausgangspunkt für die zahlreichen Deutschen, die in die UdSSR aufbrachen. Die Veranstaltung fragt nach dem Standort Berlins gegenüber der Oktoberrevolution 1917 und thematisiert Bewegungen, Begegnungen in der Stadt, aber auch die von der Revolution verkörperten utopischen Vorstellungen von „alten“ und „neuen“ Menschen sowie die Gewalt und den Terror des Stalinismus. Die Teilnehme ist entgeltfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Logo der Heinrich-Böll-Stiftung

Konferenz

Geschichtspolitik und neuer Nationalismus im gegenwärtigen Europa

vom 10.10.2017 | bis zum 11.10.2017

Die zweitägige Konferenz „Geschichtspolitik und neuer Nationalismus im gegenwärtigen Europa“ der Heinrich-Böll-Stiftung will die aktuellen Geschichtspolitiken europäischer Länder in einem vergleichenden Zugriff diskutieren. Durch einen neuen Nationalismus werden von Polen bis zur Türkei nationalistische Helden- und Erfolgsgeschichten gefördert, die zur Legitimation politischer Standpunkte dienen sollen. Dies führt zu Eingriffen in die Kulturlandschaft, wie etwa 2017 beim Museum des Zweiten Weltkriegs durch die polnische Regierung. Direkte politische Interventionen wie diese sollen im Fokus der Konferenz stehen und von Historikerinnen und Historikern aus zahlreichen europäischen Ländern mit deutschen Kollegen debattiert werden. Ausgehend davon fragt die Konferenz nach Lösungen für diese geschichtspolitischen Konflikte. Die Veranstalter bitten um eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@boell.de mit einer genauen Angabe des Teilnahmetages. Die Veranstaltung wird per Livestream übertragen.

Konferenz

3rd Socialism on the Bench - Communists and Communist Parties: Policies, Actions, Debates

vom 28.09.2017 | bis zum 30.09.2017

Socialism on the Bench ist eine alle zwei Jahre stattfindende Konferenz, die im Jahr 2013 gestartet wurde. Während sich die vorangegangene Konferenz unter dem Titel Socialism: Construction and Deconstruction mit den Ereignissen der Jahre 1945 und 1990 und somit dem Anfang und Ende des Staatssozialismus befasste, wird die dritte Socialism on the Bench-Konferenz sich 100 Jahre nach der Oktoberrevolution mit dem Thema Kommunisten und kommunistischen Parteien auseinandersetzen. Mit der Konferenz sollen kommunistische Aktivitäten im sozialistischen Jugoslawien und darüber hinaus untersucht werden. In einem breiteren geographischen Gebiet als das sozialistische Jugoslawien und in einer längeren Zeit als die Existenz dieses Landes sollen, realisierte und nicht realisierte kommunistische Politik, erfolgreiche und gescheiterte Handlungen, fruchtbare und unfruchtbare Debatten betrachtet werden.

Screenshot des Programms der Tagung "1917 - Epochenjahr der Weltgeschichte?"

Tagung

1917 - Epochenjahr der Weltgeschichte?

vom 27.09.2017 | bis zum 29.09.2017

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Passau eine Tagung zum Jahr 1917 und seiner Bedeutung für die Weltgeschichte. Die dreitägige Veranstaltung nimmt ihren Ausgangspunkt in den militärischen und politischen Ereignissen des Jahres, namentlich der Russischen Revolution sowie dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg. Diese gelten zweifellos als Zäsuren der Weltgeschichte. Ausgehend von Einschätzungen durch Zeitgenossen werden aber auch die Umwälzungen in Diplomatie und Alltagsleben sowie militärische und technische Neuerungen als Folge der Ereignisse des Jahres 1917 in den Blick gerückt. Des Weiteren wird auf der Tagung "1917 - Epochenjahr der Weltgeschichte?" auf die Auswirkungen der Kriegsgeschehnisse für das Verständnis eines angemessenen Friedens und der "richtigen" Form des Zusammenlebens der Völker eingegangen. Geleitet wird die Tagung von Hans-Christof Kraus und Marc von Knorring von der Universität Passau sowie von Sebastian Haas von der Akademie für Politische Bildung.

Konferenz

Welten der Arbeit auf den Kopf gestellt – Revolutionen und Arbeitsbeziehungen in globalhistorischer Perspektive

vom 21.09.2017 | bis zum 23.09.2017

Die 53. Internationale Tagung der HistorikerInnen der Arbeiter- und anderer sozialer Bewegungen widmet sich dem Wandel in den Arbeitswelten, um das erneute Interesse an Revolutionen mit den lebendigen Debatten im Bereich der Global Labour History zusammen zu bringen. Die Global Labour History hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten weiterentwickelt und konzentriert sich auf die Analyse der Arbeitsbeziehungen. Durch die Erweiterung sowohl des geographischen Geltungsbereichs der Arbeitsgeschichte als auch der Vorstellung des Begriffs "Arbeiter" werden nun auch die Geschichte der Sklaven und anderer unfreier Arbeiter sowie von selbstständigen, informellen, prekären oder unbezahlten (Subsistenz-) Arbeitnehmern einbezogen. Die Konferenz untersucht inwiefern Revolutionen auf diesen Arbeitsverhältnissen fußten und wie verschiedene Gruppen von Arbeitern den Revolutionsprozess beeinflusst haben.

Workshop

Socialist Masculinities. Men in Eastern Europe – Ruptures, Transformations, and Continuities in the 20th Century

vom 15.09.2017 | bis zum 16.09.2017

Seit mehreren Jahrzehnten haben Wissenschaftler analysiert, wie im Sozialismus versucht wurde die traditionelle Geschlechterregelungen zu transformieren und die Familie zu revolutionieren. Allerdings konzentrierten sich Studien fast ausschließlich auf die Rolle der Frau, insbesondere ihre Integration in den Arbeitsmarkt und die Vergesellschaftung von Hausarbeit und Kinderbetreuung. Deshalb soll die Analyse von Maskulinität im Rahmen der Konferenz dazu beitragen eine relationale, interaktive und dynamische Geschlechtergeschichte zu schreiben. Hierzu wird der der Stand der bisherigen und aktuellen Forschung zu Männlichkeit und Vaterschaft betrachtet. Des Weiteren werden die Möglichkeiten sowie die Hindernisse und Grenzen des Studiums von Männlichkeit und Vaterschaft unter dem Sozialismus diskutiert. Geographisch konzentriert sich der Workshop insbesondere auf die staatssozialistischen Länder in Mittel- und Osteuropa.

Konferenz

The Tsarist/Soviet empires and the history of modernity in Asia

vom 12.09.2017 | bis zum 14.09.2017

Die Konferenz untersucht Verstrickungen zwischen zaristisch-sowjetischen und asiatischen Modernen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. In Eurasien nahm Russlands Aufstieg Japans (oder später Chinas und Indiens) Umwandlung von einem Objekt der europäischen Expansion zu einem konkurrierenden, "modernen" Rivalen vorweg. Im Nachkriegs-Asien wurde die Moderne nicht nur durch das "westliche" Modell beeinflusst, sondern auch und durch die Entwicklungen in der Sowjetunion, wie in China und Japan.  Das Ziel der Konferenz ist es, theoretische Konzepte der Moderne vor dem Hintergrund historischer Fallstudien zu diskutieren. Schwerpunkte der Konferenz bilden theoretische Reflexionen über Konzepte der Moderne und Modernisierung in Asien, Verstrickungen und Vergleiche von Modernisierungsprozessen in den betrachteten Regionen, nationale Darstellungen des gesellschaftlichen Wandels, sowie das zaristisches Russland und Sowjetrussland als Vorlage für Modernisierungsprozesse.

Screenshot der Ankündigung "Die Revolution und ihre Enkel"

Theaterstück

Die Revolution und ihre Enkel

vom 28.08.2017 | bis zum 02.09.2017

Das autobiografische Theaterprojekt „Die Revolution und ihre Enkel“ wird an fünf Terminen im Stellwerk Weimar aufgeführt. Auf der Bühne stehen Jugendliche aus Weimar, die nach der Jahrtausendwende geboren wurden. Sie wollen im Dialog mit ihren Eltern und Großeltern herausfinden, wie die Menschen im „real existierenden Sozialismus“ der DDR durch das Geschlechterverhältnis, das Bildungssystem, Kunst, Kultur, aber auch durch den Überwachungsstaat geprägt wurden. Der Anspruch der DDR, eine gerechtere Gesellschaft aufbauen zu wollen, die Ziele und Träume der Verwandten und vieles Weitere wird bei dem Generationentreff Thema sein. Das Projekt wird begleitet von dem Künstlerkollektiv ongoing project, das sich 2009 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen gegründet hat und seit einigen Jahren in Leipzig und Berlin arbeitet.

Screenshot der Ankündigung "Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution"

Konzert

Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution

vom 23.08.2017

Sergej Prokofjews „Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution“ erzählt in zehn Sätzen vom Sturm auf das Winterpalais, von Lenins Tod und von der Verabschiedung einer neuen Verfassung unter Josef Stalin. Die Uraufführung sollte 1937 unter Mitwirkung von 500 Personen stattfinden, wozu es allerdings nicht kam. Der Pianist Prokofjew war über Nacht in Ungnade gefallen, weshalb die Proben abgebrochen wurden. Erst 1966 – lange nach Stalins und Prokofjews Tod – wurde das Werk der Öffentlichkeit präsentiert. 70 Jahre nach dem Entstehen der „Kantate“ komponierte der Enkel Prokofjews, Gabriel Prokofiev, ein Konzert für Plattenspieler. Er verbindet sinfonische mit elektronischer Musik. In Weimar werden sowohl die „Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution“ als auch das „Concerto for Turntables & Orchestra“ in der Weimarhalle aufgeführt.

Exposition Internationale des Arts et Techniques dans la Vie Moderne (Paris-1937) , le pavillon de l'URSS. Bildquelle: Wikimedia Commons, Paris 1937, Copyright "La Photolith", 4 rue Niépce, Paris - RCS Paris 354.012 Author auteur inconnu

Vortrag

Das Mandat der Gewissheit. Kommunismus als Avantgardeherrschaft

vom 20.07.2017

Im Rahmen der Summer School des Zentrums für Zeithistorische Forschungen (ZZF) hält der Direktor des Instituts Martin Sabrow am 20. Juli 2017 um 18.00 Uhr einen Vortrag mit dem Titel Das Mandat der Gewissheit. Kommunismus als Avantgardeherrschaft im ZZF in Potsdam. Ausgehend von der Herrschaftssoziologie Max Webers möchte Sabrow zeigen, dass die kommunistische Herrschaft mit den zeitgenössischen sozialwissenschaftlichen Termini noch nicht konzeptionalisierbar gewesen ist. Als Spezifikum der kommunistischen Herrschaftspraxis macht er die große Diskrepanz zwischen progressivem Anspruch und der brutalen Realität der Diktatur aus. Dieser Widerspruch wird nach Sabrow durch das Verständnis der kommunistischen Machthaber ein selbsterteiltes Mandat inne zu haben verschleiert und die Gewalt dadurch legitimiert.

Konferenz

Die Russische Revolution und ihre Wahrnehmung in Bayern, Deutschland und der Welt

vom 10.07.2017 | bis zum 11.07.2017

Im Mittelpunkt der zweitätigen Tagung in Würzburg steht die Rezeption der Russischen Revolutionen von 1917, die gleichzeitig als Zäsur und Determinanten der Geschichte des 20. Jahrhunderts gelten. Mit den Umwälzungen in Russland waren Hoffnungen und Utopien sowie Ängste vor einer Verbreitung der kommunistischen Weltrevolution gleichermaßen verbunden. Es soll in erster Linie ergründet werden, wie die russischen Ereignisse in Bayern, Deutschland, aber auch der Welt wahrgenommen wurden und wie sich diese Wahrnehmung im Zuge des revolutionären Prozesses und des anschließenden Bürgerkrieges gewandelt hat. Die insgesamt sechs Panels widmen sich unter anderem der Wahrnehmung der deutschen Linken, der Darstellung der Revolution in den Künsten, regionalen, sozialen und transnationalen Perspektiven, sowie der historiographischen und musealen Wahrnehmung.

Logo der Kunstuniversität Linz

Tagung

Kunst & Revolution

vom 18.10.2017 | bis zum 20.10.2017

Mit der dreitägigen Tagung „Kunst & Revolution“ will das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) an der Kunstuniversität Linz in Wien die wechselseitige Beziehung zwischen der Russischen Revolution 1917 und der Kunst beleuchten. Im Fokus stehen sollen die ästhetischen Impulse für Film, Malerei, Literatur und Architektur, die von den revolutionären Prozessen in Russland 1917 ausgingen. Des Weiteren fragen die Veranstalter nach dem Verhältnis von Kunst – die sich oft selbst als revolutionär versteht – und Revolution überhaupt. Die Tagung gliedert sich in Keynotes von internationalen Referentinnen und Referenten sowie in eine Lesung und drei Podiumsdiskussionen. Thematisch sind die Beiträge sehr breit gestreut: Ein Rückblick auf die Geschichte der Bilderstürme 1517-2017 findet sich ebenso wie Panels zum Verhältnis von Kunst und Terror oder Straßenkunst und Revolution. Die Tagung findet im Audimax der Kunstuniversität Linz in der Domgasse 1 in Linz statt.Teilnehmerinnen und Teilnehmer:Mona Abaza (American University Cairo)Fahim Amir (Kunstuniversität Linz/Wien)Wolfgang Beilenhoff (IKKM Weimar)Marula di Como („migrantas“ Berlin)Vera Faber (ÖAW/Universität Wien)Golan Gur (Berlin)Christine Hanke (Universität Bayreuth)Anne von der Heiden (Kunstuniversität Linz)Ilaria Hoppe (Katholische Privat-Universität Linz)Stefanie Kitzberger (Universität für angewandte Kunst Wien)Charlotte Klonk (HU Berlin)Birgit Mersmann (IFK_Fellow/Universität Basel)Jasmin Mersmann (Kunstuniversität Linz)Andreas Pribersky (Universität Wien)Chris Tedjasukmana (IFK_Fellow)Frank Witzel (Offenbach)Barbara Wurm (HU Berlin)Florencia Young („migrantas“ Berlin)

Geführte Bergbesteigung im 21. Jahrhundert © Franziska Rehlinghaus

Konferenz

Menschenführung im 20. Jahrhundert

vom 13.10.2017 | bis zum 14.10.2017

Die zweitägige Konferenz am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam untersucht die Frage, inwiefern der Führungsbegriff als Grundbegriff der Gesellschaften des 20. Jahrhunderts zu verstehen ist und widmet sich den damit verbundenen Konzepten, Semantiken und Praktiken. Das Anwachsen des Populismus und die deutlicher werdenden Forderungen nach einem „starken Führer“ aus breiten Gesellschaftsschichten bilden den zeitgenössischen Bezugspunkt der Konferenz. Neben der anhaltenden Attraktivität des Führungsbegriffs steht dessen Anpassungsfähigkeit an verschiedene Gesellschaftssysteme zur Diskussion. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus und den Gesellschaften der Bundesrepublik und der DDR. Die Tagung versucht, den Führungsbegriff nicht nur als Analyse-, sondern auch als Quellenbegriff zu etablieren, wobei die Bereiche Politik, Militär, Ökonomie sowie Erziehung, Wissenschaft und Verwaltung diskutiert werden. Die Tagung schließt mit einem Panel zur „Führung des Selbst“, in dem das moderne Konzept des „Lebensratgebers“ und Praktiken von Geständnis und Selbstautorisierung erörtert werden.Es wird um eine verbindliche Anmeldung bis zum 6.10.2017 per Mail an rehlinghaus@zzf-potsdam.de gebeten.

Logo der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft

Tagung

Vorwärts – und schon vergessen? Der Kommunismus und seine verdrängten Opfer

vom 07.10.2017

Anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution widmen sich zahlreiche Tagungen und Ausstellungen der Frage, ob und inwiefern der Kommunismus als politisches System in der Gegenwart  präsent ist. Die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) und ihre Initiativgruppe Mahnmal für die Opfer des Kommunismus wollen stattdessen nach der Wahrnehmung der Schicksale der Opfer des Kommunismus fragen. Die Tagung „Vorwärts – und schon vergessen? Der Kommunismus und seine verdrängten Opfer“ stellt daher Beispiele von internationalen Aufarbeitungsinitiativen, Gedenkstätten, Zeitzeugengemeinschaften und Kunstprojekten vor, die als Anregungen für ähnliche Projekte dienen sollen. Das ausführliche Tagungsprogramm finden Sie als Flyer auf der Website der UOKG.  Im Rahmen der Veranstaltung werden ganztägig Bilder der Künstler Gino Kuhn und Katrin Büchel präsentiert. Die Veranstaltung wird durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert und findet im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer statt.

Tagung

Die Philosophie der Russischen Revolution. Ein Rückblick nach hundert Jahren

vom 28.09.2017 | bis zum 30.09.2017

Auf der internationalen Tagung an der Ruhr-Universität Bochum soll die Russische Revolution von 1917 nicht nur als Ereignis der Weltgeschichte, sondern auch als Idee, die die Moderne intellektuell neu strukturierte, historisch betrachtet werden. Es werden Vordenker und Konzepte einbezogen, die die Voraussetzungen der Revolution schufen. Dazu gehören sowohl utopische Hoffnungen als auch apokalyptische Erwartungen an eine Revolution. Ein weiterer Schwerpunkt sollen die neuen philosophischen Institutionen und Bewegungen sein, die sich im Zuge der Revolution manifestierten. Die Tagung widmet sich auch den Konzeptualisierungen und Deutungen der Revolution insbesondere in der westeuropäischen Philosophie sowie dem intellektuellen Erbe und der Aktualität philosophischer Reflexion über die Revolution.

Der Veranstaltungsort, das AK-Bildungshaus Jägermayrhof. Screenshot von der Website.

Konferenz

Welten der Arbeit auf den Kopf gestellt – Revolutionen und Arbeitsbeziehungen in globalhistorischer Perspektive

vom 21.09.2017 | bis zum 23.09.2017

Die 53. Internationale Tagung der HistorikerInnen der Arbeiter- und anderer sozialer Bewegungen widmet sich dem Wandel in den Arbeitswelten, um das erneut aufgekommene Interesse an Revolutionen mit lebendigen Debatten im Bereich der Global Labour History zusammen zu bringen. Ausgehend von den grundlegenden Fragen über das Wechselverhältnis zwischen Revolutionen und Arbeit wird eine Reihe an Themengebieten, Fragestellungen und Untersuchungsansätzen diskutiert, bei denen alle Weltregionen vertreten sind und zahlreiche Beiträge über das bekannte Spektrum „klassischer“ Revolutionen hinaus gehen. Unter Einbezug von Revolutionsversuchen, revolutionären Situationen und Revolutionen, die von oben oder durch Krieg durchgesetzt wurden, werden auch gescheiterte Revolutionen zum Untersuchungsgegenstand erklärt.Zielsetzung der ITH-Konferenz 2017 ist die genaue Beleuchtung der Wechselverhältnisse zwischen Revolutionen und Arbeitsbeziehungen, vergleichenden Ansätzen und Verbindungen zwischen einzelnen Orten und Akteuren Aufmerksamkeit zu widmen und zu einer langen globalhistorischen Perspektive anzuregen.

Konferenz

Transnational Leftism: The Comintern and the National, Colonial and Racial Questions

vom 21.09.2017 | bis zum 22.09.2017

Die Konferenz fragt, inwiefern der transnational turn eine neue Perspektive auf die Geschichte des Kommunismus und der Komintern eröffnen kann. Die Organisatoren laden internationale Fachwissenschaftler ein, über die Frage von Rasse, Nation und Imperialismus nachzudenken und die unverbundenen Geschichten einzelner kommunistischer Parteien in der Welt und in Kanada zusammenzubringen. Es soll erörtert werden, wie kohärent, konsistent und verständlich die Linie der Komintern zum Thema Nation und Rasse war und wie sie diese kommunizierte. Darüber hinaus werden die transnationalen Verflechtungen des Weltkommunismus, des Nationalismus und des Antirassismus beleuchtet. Schließlich wird dem Erbe der Komintern und ihrer Ideologie in den anti- und postkolonialen Bewegungen des 20. Jahrhunderts nachgegangen, um so die Bedeutung der Komintern für diese Epoche herauszuarbeiten.

Logo der Universität Leipzig

Konferenz

Communism beyond Eurocentrism

vom 14.09.2017 | bis zum 16.09.2017

Der Sonderforschungsbereich 1199 „Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen“, das Centre for Area Studies und das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) veranstalten von 14.-16. September 2017 eine Tagung zum Thema „Kommunismus jenseits des Eurozentrismus“ in Leipzig.Die Analyse des Kommunismus ist lange eurozentrischen Impulsen gefolgt, der weite Teile der realsozialistischen Weltanalyse sowie Programmatik prägte, ebenso wie die Forschung zum Kalten Krieg. Seit einiger Zeit wird diese eurozentrische Sichtweise historisiert, indem transnationale und globale Fragestellungen verfolgt werden. Globale Verflechtungen, besonders die Beziehungen zwischen dem Realsozialismus und der sogenannten Dritten Welt, sind in den Mittelpunkt gerückt, sowie die Frage nach einer eigenständigen "roten Globalisierung".Die Tagung greift diese neuen Ansätze auf und möchte die Kommunismusforschung stärker als bisher an Trends der Globalgeschichte anschließen. Auf der Grundlage bereits vorliegender Forschungen, etwa in den Feldern Postkolonialismus, Marxismus und Global Cold War, sollen systematische Zusammenhänge herausgestellt, aber die Rolle einzelner Regionen in vergleichender und transregionaler Perspektive erörtert werden.

Logo der Deutschen Gesellschaft e.V.

Tagung

100 Jahre Oktoberrevolution – Die Folgen für die Deutschen aus Russland

vom 07.09.2017 | bis zum 08.09.2017

Die Deutsche Gesellschaft e.V. veranstaltet in Kooperation mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. und der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland die wissenschaftliche Tagung „100 Jahre Oktoberrevolution – Die Folgen für die Deutschen aus Russland“. Die Tagung fragt nach den Folgen der Russischen Revolution für die russlanddeutsche Volksgruppe in Russland und lässt hierzu Historiker mit Vertretern der russlanddeutschen Volksgruppe diskutieren. Der Blick soll dabei in einem ersten historischen Zugang auf die Vergangenheit gerichtet werden. Es wird aber darüber hinaus diskutiert werden, welche Lehren aus dem Umgang mit der russlanddeutschen Volksgruppe in Russland für den heutigen Umgang mit Volksgruppen und Minderheiten gezogen werden können. Das vollständige Programm der Tagung finden Sie hier als PDF.Die Veranstaltung wird gefördert von der Staatsministerin für Kultur und Medien sowie der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Der Eintritt ist frei.Um Anmeldung wird bis zum 04.09.2017 gebeten an: jan.roessel@deutsche-gesellschaft-ev.de

Konferenz

The Ins and Outs of Socialism: Visions and Experiences of Urban Change in the Second World

vom 25.08.2017 | bis zum 27.08.2017

Die Konferenz untersucht das Profil der sozialistischen Stadt - ihre "Ins und Outs" - von Stromnetzen und Wohnungsbeständen bis hin zu Museen und Kultstätten.  Das Thema des Übergangs in den Sozialismus und daraus hinaus sowie die Errichtung und Beseitigung sozialistischer Städte dient als Einstieg in breitere Diskussionen über die Besonderheit des städtischen Wandels in der Zweiten Welt und ihre Beziehung zu ähnlichen Strömungen im globalen Norden und Süden. Die Konferenz wird insbesondere die Rolle der Städte und ihre Transformation während der Übergangsphasen untersuchen. Schwerpunkte bilden die Wendepunkte um 1939/40 und 1944/45 zur Gründung sozialistischen Blocks und des sowjetischen Westens, sowie die Schlussphase um 1989/91. Lviv wurde als Veranstaltungsort für diese Konferenz gewählt, da es einer der Hauptstandorte ist, der einige dieser Wendepunkte besonders hervorhebt.

Screenshot der Ankündigung der Lesungen "Völker, hört die Signale"

Lesung | Veranstaltungsreihe

Völker, hört die Signale!

vom 18.08.2017 | bis zum 03.09.2017

Die Lesereihe „Völker, hört die Signale“ thematisiert das soziale Experiment des Kommunismus, das im Herbst 1917 mit dem Sturm auf das Winterpalais seinen Anfang genommen hatte. In fünf Lesungen werden Texte aus den 100 Jahren, die seit der Russischen Revolution vergangen sind, vorgestellt. Sie beschreiben die Prozesse des gesellschaftlichen Aufbruchs und die darauf folgende Ernüchterung auf poetische, erzählerische und analytische Weise. Die Lesungen finden an verschiedenen Veranstaltungsorten in Weimar statt und werden von einem Gespräch mit Gregor Gysi eröffnet.Programm der Lesereihe:Fr 18.8. / 18:00»Wie der Stahl gehärtet wurde«, Podiumsdiskussion mit Gregor Gysi und Lesung mit Texten von Nikolai Ostrowski, Leo Trotzki und Alexandra KollontaiDNT, FoyerMo 21.8. / 19:00»Die Sonne, die uns täuschte«, Texte von Bertolt Brecht, Michail Bulgakow und George OrwellThüringer Landesverwaltungsamt, Haus 1Mo 28.8. / 19:00»Geteilter Himmel«, Texte von Christa Wolf, Milan Kundera, Erwin Strittmatter und Tschingis AitmatowPalais DürckheimSa 2.9. / 19:00»Übergangsgesellschaft«, Texte von Heiner Müller, Maxie Wander und Franz FühmannJakobskircheSo 3.9. / 11:00»1917 / 2017 - Ein Paradigmenwechsel«; Lesung und Podiumsdiskussion mit Volker Braun, Marion Brasch u.a.DNT Foyer

Summerschool

Sandinista Culture in Nicaragua – Theories and Testimonials

vom 17.07.2017 | bis zum 20.07.2017

Ende Juli 2017 findet an der Universität Wuppertal eine von mehreren westdeutschen Lateinamerikainstituten organisierte Summerschool zur linksnationalen und sozialrevolutionären Bewegung der Sandinisten in Nicaragua statt. 1979 gelang es der kommunistischen Guerillaorganisation Frente Sandinista de Liberación Nacional nach blutigem Bürgerkrieg die Somoza-Clan Diktatur zu stürzen. Die so genannten Sandinisten blieben bis 1990 an der Macht. Die Summerschool möchte sich in Workshops und Vorträgen vor allem mit der Erinnerung an diese Partei und deren Einfluss auf das nicaraguensische Nationalnarrativ beschäftigen. Ein Themenblock wird Transformationen in der Landwirtschaft und im Konsumverhalten diskutieren. Die zweite Sektion möchte nach einer Veränderung der Geschlechterrollen fragen und eine dritte nach der sprachlichen und literarischen Verarbeitung der Revolution. Es werden namhafte Expertinnen und Experten als Referierende anwesend sein, um die Auswirkungen und die Bedeutung der Revolution für Kultur und Politik im heutigen Nicaragua zu diskutieren.

Konferenz

Wegbereiter oder Gegner der Transformation?

vom 07.07.2017 | bis zum 08.07.2017

Die Konferenz des interdisziplinären Netzwerks "Ukraine: Postsowjetische Gesellschaft im Wandel" thematisiert die Wirtschaftseliten der Ukraine als Einzelakteure, Gruppen und Netzwerke seit dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und möchte dabei historische Kontinuitäten und Brüche aufzeigen. Diese besonders relevante Teilelite der Ukraine konnte und kann aufgrund ihres hohen ökonomischen Kapitals starken Einfluss auf Politik und Gesellschaft ausüben. Vergleichend sollen die verschiedenen Herrschaftsgebiete, die die heutige Ukraine in der Vergangenheit prägten, untersucht und die gegenwärtigen Interaktionen von Wirtschaftseliten diskutiert werden. Weitere Schwerpunkte der Konferenz werden u.a. Konzepte wie „Rückständigkeit“ und „Modernisierung“, ökonomische Interessen und nationale Identitäten, Adaptionsstrategien der Wirtschaftseliten während politischer Umbrüche sowie die Selbstdarstellung von Großunternehmern sein.

„Für antiimperialistische Solidarität“: DKP-Parteitag 1976 in Bonn mit SED-Gästen. Bundesarchiv, Bild 183-R0331-0342 / Link, Hubert / CC-BY-SA 3.0

Podiumsgespräch

Kommunismus in Westdeutschland – Die bundesrepublikanische Gesellschaft und ihre linke Herausforderung

vom 16.10.2017

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstaltet zusammen mit dem Gustav-Stresemann-Institut am 16. Oktober 2017 um 19 Uhr die Podiumsdiskussion „Kommunismus in Westdeutschland – Die bundesrepublikanische Gesellschaft und ihre linke Herausforderung“. Im Fokus stehen soll die Frage nach der Bedeutung des Linksextremismus sowie kommunistischer Parteien und Gruppierungen im historischen Westdeutschland und der bundesrepublikanischen Gegenwart. Dazu soll ausgehend vom Verbotsverfahren der KPD in den 1950er-Jahren ein Bogen gespannt werden über die Neugründung der DKP 1968 und die daraus resultierenden Berufsverbote bis hin zu den maoistischen K-Gruppen der 1970er-Jahre. In diesem Zusammenhang wird auch die biografische Konversion von früheren Kommunisten stalinistischer oder maoistischer Prägung hin zu etablierten Politikern im bundesrepublikanischen Politikbetrieb betrachtet. Die Podiumsdiskussion findet in den Räumen des Gustav-Stresemann-Instituts in Bonn statt. Podium: Angelika Beer, ehemaliges Mitglied des Bundestags und des Landtages von Schleswig-Holstein Prof. Dr. Josef Foschepoth, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Albert-Ludwigs-Universität FreiburgDr. Daniel Köhler, German Institute on Radicalization and De-radicalization Studies Dr. Dominik Rigoll, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam Moderation: Dr. Hendrik Schott, Journalist Begrüßung:Dr. Ansgar Burghof, Direktor und Vorstand Gustav-Stresemann-Institut e.V.Katharina Hochmuth, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Logo der Humboldt-Universität zu Berlin

Konferenz

Diktaturen als alternative Ordnungen

vom 12.10.2017 | bis zum 13.10.2017

Die Professoren für die Geschichte Osteuropas (Prof. Jörg Baberowski) und des Nationalsozialismus (Prof. Michael Wildt) an der Humboldt-Universität zu Berlin haben sich für den interdisziplinären Verbund für vergleichende Diktaturforschung zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie eine integrierte Erforschung von Stalinismus und Nationalsozialismus am Beispiel des Zweiten Weltkrieges leisten. Die zweitägige Auftaktkonferenz des Verbunds mit dem Titel „Diktaturen als alternative Ordnungen“ will der Frage nachgehen, weshalb sich Menschen in spezifischen historischen Situationen freiwillig für die Diktatur entscheiden, sich für sie engagieren oder sich ihr widerspruchslos unterordnen. Nach der Keynote von György Dalos wird in drei Podiumsdiskussionen nach Diktaturerfahrungen in zahlreichen vergangenen und derzeit existierenden  politischen Systemen gefragt. Das ausführliche Programm finden Sie bei der Anküdigung und im Flyer zur Konferenz. Die Veranstaltung wird gefördert vom Leibniz-Zentrum Moderner Orient, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stiftung Humboldt-Universität.

Badia Fiesolana, Bell tower, The European University Institute

Konferenz

The Peripheries of the European Revolutionary Process(es) 1917–1923

vom 05.10.2017 | bis zum 07.10.2017

Die dreitägige Konferenz zielt darauf ab, viele der geographischen und ideologischen Peripherien des revolutionären Prozesses zwischen 1917 und 1923 zu untersuchen, die in der Geschichtsschreibung bisher weniger Beachtung fanden. Anstatt sich auf die vertrauten Geschichten der deutschen, österreichischen oder ungarischen Revolutionen und der Debatten und Spaltungen innerhalb der großen sozialdemokratischen Parteien zu konzentrieren, sollen Bewegungen und Akteure besprochen werden, die an den großen Übergangsprozessen in Europa teilnahmen, die den russischen Revolutionen folgten. Es soll insbesondere diskutiert werden, was diese Gruppen motivierte und welche Vorstellungen einer zukünftigen Gesellschaft sie mit dem revolutionären Prozess verbanden. Die Keynote-Speaker der Konferenz sind Stephen Smith von der Oxford University und Robert Gerwarth vom University College Dublin und Direktor des Centre for War Studies.

Logo der Goethe-Universität

Tagung

„Und wenn wir einfach aufhörten?“

vom 27.09.2017 | bis zum 29.09.2017

Ziel der dreitägigen Tagung ist es, einen intensiven Austausch deutscher und französischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Erinnerungskulturen des Ersten Weltkriegs in Literatur und Kunst anzuregen. Eine deutsch-französische Perspektive auf das Jahr 1917 und seine Friedensinitiativen sowie ein interdisziplinäres, kompletteres Verständnis der mit dem Ersten Weltkrieg verbundenen wissenschaftlichen, politischen und künstlerischen Herausforderungen bis heute ist ein zentrales Desiderat der Tagung. Für insgesamt acht offene Vorträge richtet sich die Ausschreibung an Doktoranden und Post-Docs der historischen Geisteswissenschaften, die eigene Forschungsergebnisse zum Kongressthema vorstellen sollen.

Konferenz

Revolutionäre Biographien im 19. und 20. Jahrhundert. Imperial – inter/national – dekolonial

vom 21.09.2017 | bis zum 23.09.2017

Die Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung nimmt den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution zum Anlass, um revolutionäre Biographien seit dem frühen 19. bis zum späten 20. Jahrhundert neu zu beleuchten. Ziel ist es, mit Hilfe des Vergleichs, ähnliche und unterschiedliche Handlungs- und Identifikationsmuster herauszuarbeiten, die sich in den verschiedenen sozialen, dekolonialen und nationalen Bewegungen zeigten. Im Mittelpunkt stehen das Selbstverständnis und die Selbstinszenierung der Akteure und ihrer revolutionären Lebensläufe. Spezifische Generationenerfahrungen, Geschlechterzugehörigkeit und andere Umstände, die bestimmte Personen zu Hauptakteuren machten, sollen ebenso untersucht werden wie ihre Mobilität, Netzwerke und Traditionsbildungen. Die Konferenz möchte damit historische Längsschnitte vornehmen sowie alte Zäsuren und Kontinuitäten hinterfragen.

Frauen fordern Brot und Frieden am 8. März 1917 in Petersburg. Gemeinfrei, Wikimedia Commons

Konferenz

1917 – Revolution in War, Society in Revolution

vom 19.09.2017 | bis zum 21.09.2017

Der vierte Teil der Konferenzreihe „Hobnailed Years in the Battlefields 1914 – 1918“ des Instituts für Militärgeschichte in Prag thematisiert das Jahr 1917, das geprägt war vom radikalen Umbruch der Weltpolitik, der Russischen Revolution, aber auch vom Aufbegehren gegen den Krieg innerhalb des Militärs und der Bevölkerung verschiedener kriegsbeteiligter Nationen. „1917 – Revolution in War, Society in Revolution“ setzt sich zum Ziel, ein so umfassendes wie tiefgreifendes Bild der Situation zu entwerfen. In jenem Jahr war der Krieg in ein neues Stadium getreten: Der Machtwechsel in Russland, der darauf folgende Kriegsaustritt und der Kriegseintritt der USA ordneten das Machtgefüge neu. Gleichzeitig nahm die Belastung an den Fronten durch die zunehmende Hochrüstung und Dynamisierung der Kämpfe sowie die Zermürbung der Kriegsgesellschaften neue Ausmaße an. Neben Themen wie Diplomatie, Militärstrategie, Friedensinitiativen, Propaganda, Kriegsgefangenschaft und Kriegsverbrechen untersucht die Konferenz die Situation der Bevölkerung, die öffentliche Meinung, Sozialwesen und Innenpolitik kriegsbeteiligter Länder.

Der Bolschewik, Ölgemälde von Boris Kustodijew (1920). Gemeinfrei, Wikimedia Commons

Konferenz

Russia 1917 and the Dissolution of the Old Order in Europe

vom 13.09.2017 | bis zum 15.09.2017

Die Konferenz „Russia 1917 and the Dissolution of the Old Order in Europe“ untersucht die Russische Revolution mit Fokus auf die Bedeutung, die sie auf individuelle Lebenswelten der Zeit hatte und auf Reflektionen persönlicher Erfahrungen. Geladen sind sowohl westliche als auch russische Wissenschaftler; darunter Nikita Petrov (Moskau), Andrei Sorokin (Moskau), Peter Holquist (Philadelphia) und Martin Aust (Bonn). Die Konferenz knüpft an die Wende in den Geschichtswissenschaften an, welche sich mit dem Schwinden von „historical master narratives“ (h-soz-kult) durch den Zusammenbruch des Kommunismus hinwendet zu einem stärkeren Interesse auf die Verwobenheit individueller Erfahrungen und persönlicher Erinnerungen mit historischen Ereignissen. Diese zeitgenössische geschichtswissenschaftliche Perspektive soll auf die Revolution 1917 angewandt werden. So eröffnet und schließt die dreitägige Veranstaltung mit der Analyse von durch die Russische Revolution geprägten Biografien. Auch die weiteren Panel zu (autobiografischer) Literatur, Bürgerkrieg, der Ukraine sowie Exil und Widerstand fokussieren auf individuelle Erfahrung.

Screenshot Ankündigung der Summerschool

Summerschool

Die Topographie imperialer Macht: der politische und kulturelle Raum St. Petersburgs

vom 05.09.2017 | bis zum 26.09.2017

In der imperialen Geschichte Russlands war St. Petersburg zwischen 1712 und 1918 als dessen Hauptstadt das Zentrum aller Institutionen, die die Legislative, Exekutive und Judikative im Staate ausübten. Die von der Higher School of Economics St. Petersburg ausgerichtete Summerschool fragt nach der Topographie des politischen und kulturellen Raumes der Hauptstadt des Russischen Kaiserreichs, die sich in den Zarenpalästen, Ministerien und Salons der Stadt manifestierte. Für die Summerschool können sich Studierende deutscher Hochschulen der Geistes- und Sozialwissenschaften aller Studiengänge bewerben, ebenso wie Studierende anderer Hochschulen, soweit sie die deutsche und englische Sprache beherrschen. Es werden keine Kenntnisse der russischen Sprache vorausgesetzt. Für die Teilnahme an der Summerschool werden Gebühren in Höhe von 1110€ erhoben. In dieser Gebühr sind die Kosten für alle Seminare und Vorträge, für den Russischunterricht, für alle Exkursionen sowie für Unterbringung inclusive Frühstück enthalten. Die von der HSE ausgewählten Bewerber/innen erhalten von der Universität eine schriftliche Zusage, mit der sie sich im Rahmen des Programms „Go East“ beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) um einen Zuschuss bewerben können.

Jugend- und Kulturzentrum "mon ami" im Haus der Erholung in Weimar, Urheber: R.Möhler, Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Filmvorführung

Kult, Kunst und Propaganda

vom 24.08.2017 | bis zum 02.09.2017

Aus Anlass des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution zeigt das Kunstfest Weimar zwei Klassiker des sowjetischen Films sowie einen aktuellen Dokumentarfilm im Kino „mon ami“. Die Bolschewiki erkannten früh die Möglichkeiten des Films zur massenhaften Beeinflussung der Bevölkerung. So wurde der Film in der „Diktatur des Proletariats“ zu einem Werkzeug der Propaganda, das durch staatliche Stellen kontrolliert und zensiert wurde. Dennoch wurden auch Filme produziert, die den kommunistischen Alltag schonungslos porträtierten. Das Kunstfest Weimar will einen kleinen Einblick in die Welt des sowjetischen Films geben und zeigt deshalb den Stummfilm „Das Glück“ (Sowjetunion 1935), die Romanze „Leuchte, mein Stern, leuchte!“ (Sowjetunion 1969) und den dokumentarischen Animationsfilm „1917 – Der wahre Oktober“ (Deutschland 2017).Die Spieltermine im Kino „mon ami“ sind: 24.08.2017: Das Glück30.08.2017: Leuchte, mein Stern, leuchte!02.09.2017: 1917 – Der wahre Oktober

Eingangsbereich des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm, Urheber: Ocrho, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Konferenz

Christen unter totalitärer Herrschaft in Südosteuropa von 1945 bis ca. 1960

vom 31.07.2017 | bis zum 03.08.2017

Nachdem auf der letztjährigen Konferenz des Instituts für Kirchen- und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa e.V. die Situation der katholischen Kirche unter den kommunistischen Regimen Mittel- und Osteuropas in den Blick genommen wurde, sollen auf der diesjährigen Tagung die südöstlichen Länder Europas thematisiert werden. In einem regional und konfessionell  komparatistischen Zugang behandelt die in Ulm stattfindende Tagung die Geschichte der Christen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Jugoslawien, Ungarn und Rumänien. Dabei sollen alltags- und mentalitätsgeschichtliche Aspekte eingebunden werden, um die Situation der untersuchten Gruppe und ihrer individuellen Angehörigen zu kontextualisieren. Denn die Repressionen gegen die Christen in den kommunistischen Systemen können nicht ohne eine Kenntnis des staatlich-institutionellen Rahmens verstanden werden. Das Verhältnis von Staat und Kirche, Ideologie und Theologie ist ein zentraler Faktor für das Verständnis der Gläubigen. Das Tagungsprogramm, ein Einladungsschreiben und das Formular für die Anmeldung finden Sie auf der Website des Instituts.

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Summerschool

Transatlantic Summer School: A Century of Communism

vom 17.07.2017 | bis zum 21.07.2017

Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur laden namhafte Zeithistoriker ein, sich für eine Summerschool in Berlin zum Thema Kommunismus zu bewerben. Der Historiker Paul Nolte von der FU Berlin und der Public-History Experte Martin Sabrow führen die Summerschool für junge Nachwuchswissenschaftler in Zusammenarbeit mit dem renommierten Experten für europäische Geschichte Konrad H. Jarausch aus den USA durch. Während der Seminartage soll eine vergleichende Perspektive eingenommen werden und die Alltagsgeschichte als auch die Gewalt- und Herrschaftsgeschichte untersucht werden. Die Erinnerungskultur und Biografiearbeit sind weitere Schwerpunkte im Programm. Die Veranstaltung möchte den transatlantischen Austausch zur Kommunismusgeschichte befördern und anhand von Expeditionen zu Erinnerungs- und Gedenkorten des Kommunismus in Berlin und Potsdam einen Praxisbezug herstellen. Bewerbungen mit einem kurzen Abstract des Dissertationsvorhabens, einem Motivationsschreiben sowie einem tabellarischen Lebenslauf  (insgesamt maximal drei DIN A4-Seiten gebündelt in einer pdf-Datei) werden per E-Mail bis einschließlich 31. Mai 2017 an summerschool@zzf-potsdam.de erbeten.

Logo des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung

Podiumsgespräch

1917 ... 2017. Gedenken an Revolution und Terror

vom 05.07.2017

Das Podiumsgespräch mit dem Titel „1917 ... 2017. Gedenken an Revolution und Terror“ beschäftigt sich mit dem Jahr 1917 und seiner Bedeutung als Zäsur für Osteuropa im 20. Jahrhundert. Die Selbstbilder vieler osteuropäischer Staaten sind bis heute auf vielfältige Weise von diesem Jahr geprägt. 100 Jahre später nehmen besonders die postsowjetischen Staaten das Jahr 2017 als Anlass, neue Denkmäler zu errichten und Ausstellungen zu präsentieren, die kontrovers diskutiert werden. Bei dem im Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin stattfindenden Podiumsgespräch werden Irina Scherbakowa (Memorial Moskau) und Andrij Portnov (Berlin) zum einen die Demontage sowjetischer Monumente durch die postsowjetischen Staaten im Rahmen der Dekommunisierung in den Blick nehmen, wie es mit dem Denkmal für die Soldaten der 1. Roten Reiterarmee in der Ukraine geschehen ist. Zum anderen besprechen die beiden Historiker aber auch aktuelle Formen des öffentlichen Erinnerns und Gedenkens an die Ereignisses des Jahres 1917 und dessen Folgen in den heutigen osteuropäischen Nationen.