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Logos der Konferenzveranstalter

Konferenz | Call for Papers

Africa and the Global Cold War III

vom 17.09.2019 | bis zum 19.09.2019

Unter dem Titel „Africa and the Global Cold War III“ findet vom 17.09.2019 bis 19.09.2019 eine mehrtägige Konferenz in Erfurt statt. Veranstaltet wird die Konferenz von der Universität Erfurt, dem Institute of Ethiopian Studies der Addis Ababa University, der Mekelle University und der University of West Bohemia in Pilsen. Der Kalte Krieg zwischen dem kapitalistischen Westen und den kommunistischen Ostblockstaaten hatte besonderen Einfluss auf Afrika. In Afrika verstärkte sich der Gegensatz zwischen West und Ost immer mehr, regionale Konflikte verschärften sich und durch den Kalten Krieg wurden internationale Verbindungen zerstört, Kommunikationskanäle geschlossen und Weltanschauungen nachhaltig geprägt. Ziel der Konferenz ist es, die Rolle der Ost-West-Rivalität in Afrika zu analysieren und die neuesten Arbeiten in diesem Forschungsgebiet zu berücksichtigen. Vorschläge für eine Präsentation sind bis zum 1. September 2019 an Christian Methfessel (christian.methfessel@uni-erfurt.de) und Ned Richardson-Little (ned.richardson-little@uni-erfurt.de) einzureichen. Die Bewerbung sollte ein Abstract von 250 bis 500 Wörter und einen kurzen akademischen Lebenslauf umfassen.

"Charta 77 Story. Kunst und Protestbewegung", Ankündigung der Ausstellung, Screenshot von stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de

Sonderausstellung

Charta 77 Story. Kunst und Protestbewegung

vom 10.09.2019 | bis zum 17.11.2019

Vom 10. September bis zum 17. November 2019 ist im Haus Böttchergäßchen des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig die Ausstellung "Charta 77 Story. Kunst und Protestbewegung" zu sehen. Sie ist der unter dem Namen Charta 77 bekannt gewordenen Bürgerinitiative der ehemaligen Tschechoslowakei gewidmet. Diese gründete sich 1977 als Reaktion auf staatliche Repressionen gegenüber der Band "Plastic People oft he Universe". Ziel der Bewegung war es, auf Menschenrechtsverletzungen im Land aufmerksam zu machen, die im Widerspruch zur Schlussakte von Helsinki standen – einer Erklärung, die auch die Tschechoslowakei unterzeichnete und sich somit zur Achtung freiheitlicher Grundrechte verpflichtet hatte. Die Mitglieder der Charta stammten aus sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Kreisen – sowohl Mitglieder der Kommunistischen Partei als auch ihr fernstehende Personen waren in der Charta aktiv. Bei der Samtenen Revolution von 1989 spielte die Charta eine wichtige Rolle. Die Bewegung hatte einen großen Einfluss auf die Opposition der DDR. Diesen Einfluss will die Ausstellung nachzeichnen; sie versammelt Fotos, Dokumente, Kunstwerke Filmausschnitte, und Informationen die an die Zeit des epochalen Umbruchs, während der die Charta aktiv war, erinnern. Das Museum ist Dienstag bis Donnerstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5€ (ermäßigt 3,50€); an jedem 1. Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei. 

Ankündigungsplakat Workshop

Workshop

Industrial Societies of Late Socialism: European Comparisons. Doctoral Workshop

vom 28.08.2019 | bis zum 31.08.2019

Unter dem Titel „Industrial Societies of Late Socialism: European Comparisons. Doctoral Workshop“ findet vom 28.08.2019 bis zum 31.08.2019 ein Sommerworkshop für Doktoranden statt. Der Workshop wird veranstaltet von der Juraj Dobrila Universität Pula, der Faculty of Humanities, dem Department of History und dem Centre for Cultural and Historical Research of Socialism. Der Workshop richtet sich vor allem an Doktoranden aus geschichtswissenschaftlichen Fachbereichen und den Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaft. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges beeinflusste der schnelle Industrialisierungsprozess die soziale und wirtschaftliche Struktur der sozialistischen Staaten in Europa maßgeblich. Das sozialistische Jugoslawien beispielsweise verwandelte sich von einem ehemaligen Agrarland in einen Industriestaat. Immer weniger Menschen arbeiteten im argarwirtschaftlichen Sektor, sondern verrichteten ihre Arbeit in sekundären Sektoren. Der Workshop wird die verschiedenen sozialistischen Gesellschaften in ihrer letzten Phase analysieren. Dabei nimmt der Workshop den Entwicklungsstand der sozialistischen Gesellschaften, die wirtschaftlichen Trends und Reformbemühungen, die Arbeitslosigkeit und die Arbeitsproduktivität in den Blick. Zusätzlich wird der Frage nachgegangen, was es hieß in den 1980er-Jahre im Industriesektor tätig zu sein und wie die Identität von Individuen dadurch beeinflusst wurde. Welche Rolle spielten Gewerkschaften und ähnliche Organisationen? Der Workshop möchte eine internationale Vernetzung zwischen Forschern herstellen und den Austausch in Bezug auf diese Thematik fördern.

Screenshot mit Ankündigung der Summerschool auf doxajournal.ru

Summerschool

Crises / Academia

vom 01.07.2019 | bis zum 04.07.2019

Vom 1. bis zum 7. Juli 2019 findet in Moskau die Sommerschule „Crises / Academia“ statt. Thema der Sommerschule ist der Wandel der akademischen Landschaft innerhalb der letzten Jahrzehnte: Die ideologischen Veränderungen, großteils begründet durch das Ende der Bipolarität des internationalen Systems, haben auch die Vorstellung der Universität als einen Ort der Wahrheit in Frage gestellt, und somit die Idee der Universität in eine Krise geführt. Im gleichen Zeitraum lassen sich eine zunehmende Prekarisierung  bei gleichzeitiger  Marktorientierung akademischen Arbeit feststellen, die zu fundamentalen Veränderungen in der Funktionsweise von Universitäten führte. Die Sommerschule widmet sich der Frage, wie Universitäten sowie Akademikerinnen und Akademikern in der Wissensproduktion der Balanceakt zwischen akademischen Erfolgen, Unabhängigkeit der Forschung und Markt- bzw. Staatsorientierung gelingt. Die Sommerschule wird vom Poletayev Institute for Theoretical and Historical Studies in the Humanities an der Hochschule für Wirtschaft und dem Studierendenmagazin Doxa organisiert.

Logo der Universität Tallinn

Konferenz

The Bondian Cold War: The Transnational Legacy of a Cold War Icon

vom 20.06.2019 | bis zum 21.06.2019

Am 20. und 21. Juni 2019 lädt das Institut für das Studium totalitärer Regime Prag und Mitarbeiter der Universität Tallinn und Pennsylvania zu einer Konferenz in die estnische Hauptstadt ein. Expertinnen und Experten untersuchen das popkulturelle Phänomen der James Bond Filme im Kontext des Kalten Krieges. Wie James Bond bis heute transnational die popkulturelle Erinnerung an den Kalten Krieg prägt und wie stark dies mit der Figur des Spions und Agenten verknüpft ist, ist zentraler Untersuchungsgegenstand der internationalen Konferenz. Spionage in Film, Literatur und Gaming, die Repräsentation nicht-europäischer Agenten in den Bondfilmen, Geopolitik und Geschlecht in den Filmen, Zuschauerreaktionen und die tatsächliche Bedeutung von Spionage im Kalten Krieg werden zudem analysiert. 

Logo der Universität Leipzig

Konferenz

Revolutions and Transformations in Global Perspective, 1989-2019

vom 12.06.2019 | bis zum 16.06.2019

Unter dem Titel „Revolutions and Transformations in Global Perspective, 1989-2019“ veranstaltet das Centre for Area Studies and Collaborative Research Centre 1199 der Universität Leipzig vom 12.06.2019-16.06.2019 eine mehrtägige Fachkonferenz in Leipzig. Im Fokus der internationalen Konferenz steht die Frage, wie das Verhältnis zwischen der globalen Zäsur von 1989 und den vielen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Veränderungen, die in den letzten 30 Jahren auf der ganzen Welt stattgefunden haben, ist. Das Jahr 1989 bedeutete einen Wendepunkt in der Weltgeschichte. Im Zuge der wachsenden Proteste in der Bevölkerung fanden in den europäischen, kommunistischen Ostblockstaaten tiefgreifende politische Veränderungen statt. Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989, die ersten demokratischen Parlamentswahlen in Polen und der Abbau der ungarisch-österreichischen Grenzanlagen führten zur Öffnung des Eisernen Vorhangs und damit zum Ende des Kalten Krieges. Damit endete der jahrzehntelange Konflikt zwischen den kapitalistischen Staaten des Westens und den kommunistischen Staaten des Ostblocks. Die Konferenz will das Jahr 1989 auf die strukturellen Veränderungen und Entwicklungen in der Weltwirtschaft beziehen, Regionalisierungsprozesse berücksichtigen und analysieren, welche Differenzierungsprozesse zwischen postsozialistischen Gesellschaften entstanden sind.

Logo Richard Schöne Gesellschaft für Museumsgeschichte e.V.

Konferenz

Museen in der DDR

vom 02.06.2019 | bis zum 04.06.2019

Vom 2. Juni bis zum 4. Juni 2019 veranstaltet die Richard Schöne Gesellschaft für Museumsgeschichte e.V. in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock und der Universität Rostock eine internationale Konferenz zu Museen in der DDR. Trotz vergangener 30 Jahre nach dem Ende der DDR wurde die Museumsgeschichte noch nicht umfassend aufgearbeitet. Insbesondere, weil Museen eine hohe Ideologisierungsfähigkeit aufweisen und damit ein idealer Ansatzpunkt für staatliche Kulturpolitik darstellen soll dieser Zustand verändert werden. Die Konferenz soll dem Forschungsfeld neue Impulse geben und die Forschungsarbeiten zum Thema besser vernetzen. Die Konferenz findet im einzigen Museumsneubau der DDR, der Kunsthalle Rostock statt und wurde gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.

Logo der Christian-Albrechts-Universität Kiel

Konferenz

Disability in Socialist Societies

vom 24.05.2019 | bis zum 26.05.2019

Vom 24. bis zum 25. Mai 2019 findet an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Konferenz „Disability in Socialist Societies“ statt, die sich auf die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderung in sozialistischen Staaten fokussiert. Mit dieser Ausrichtung erhoffen sich die Veranstalter neue Perspektiven auf strukturelle Spezifika sowohl des Sozialismus‘ als auch der Leben von Menschen mit Behinderung. Die Tagung will bestehende Forschungsansätze zusammenbringen, Konzepte diskutieren, die verwendeten Terminologien und Methoden auf den Prüfstand stellen und neue Forschungsfragen entwickeln. Besonders willkommen sind Beiträge, die einen vergleichenden Ansatz verfolgen, der es erlaubt sowohl die Besonderheiten des Lebens mit Behinderung in einer sozialistischen Gesellschaft zu analysieren als auch die Unterschiede diesbezüglich innerhalb der einzelnen Staaten und Gebiete des sogenannten sozialistischen Blocks.

Screenshot der Ausstellungsseite auf www.wienmuseum.at

Sonderausstellung

Das Rote Wien 1919-1934

vom 30.04.2019 | bis zum 19.01.2020

Vom 30. April 2019 bis zum 19. Januar 2020 ist im Wien Museum MUSA die Ausstellung „Das Rote Wien 1919-1934“ zu sehen. Die Ausstellung widmet sich der Epoche, in der die Sozialdemokratische Arbeiterpartei bei den Landtags- und Gemeindewahlen wiederholt die Mehrheit erreicht und zahlreiche soziale Reformen in den Bereichen Wohnungsbau, Finanz-, Gesundheits-, Bildungs- und Gleichstellungspolitik umsetzt. Anlässlich des 100-jährigen Geburtstags des „Roten Wiens“ präsentiert die Ausstellung zahlreiche Exponate, die einen Überblick über diese 15 Jahre Kommunalpolitik liefern, die  die Stadt bis heute prägen, zum Beispiel in Bezug auf die Wohnungspolitik, die sich durch den hohen Anteil an städtischen Wohnungen und bezahlbaren Wohnraum auszeichnet. Die Ausstellung wird durch ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm begleitet. Zudem wird die Ausstellung durch mehr als ein Dutzend „begehbare Objekte“ - architektonisch bedeutsame Orte – in der Stadt erweitert. Das Rote Wien ist bezeichnend dafür, welch großen Einfluss die Ideen der Russischen Revolution in ihren Folgejahren auf politische und soziale Bewegungen in ganz Europa hatte – und wie sie, vehementem Widerstand zum Trotz, an Orten wie Wien langfristig umgesetzt werden konnten.

Logo: Museum Neukölln

Vortrag

Revolution im „roten Neukölln“. Legenden der Lokalgeschichte 1918/19

vom 03.04.2019

Im November 1918 beendete ein bewaffneter Aufstand die Monarchie und die Parteien der Arbeiterbewegung übernahmen die Macht. In Neukölln proklamierten radikale Sozialistinnen und Sozialisten die „Weltrevolution“ und drängten sogar kurzzeitig die moderate Sozialdemokratie aus dem lokalen Arbeiter- und Soldatenrat. Weit über die Stadtgrenzen hinaus wurde die „Republik Neukölln“ zum Synonym für eine „bolschewistische Gewaltherrschaft“, zum Schreckgespenst besorgter Bürgerinnen und Bürger und zum Vorbild für radikale Revolutionärinnen und Revolutionäre. Was war dran am Mythos der Spartakisten-Hochburg „Neu-Moskau“, von der aus Karl Liebknecht angeblich Deutschland erobern wollte, um eine Diktatur des Proletariats nach russischem Vorbild zu errichten? Wer waren die „Bolschewiki von Neukölln“? Wofür kämpften diese Männer und Frauen und welchen Rückhalt hatten sie tatsächlich in der Arbeiterschaft? Zum Abschluss des Begleitprogramms zur Ausstellung „Revolution! Neukölln 1918/19“ des Mobilen Museums Neukölln blickt der Kurator und Historiker Henning Holsten zurück auf eine Zäsur, die nicht nur die Lokalgeschichte betrifft, sondern die Geburtsstunde der deutschen Demokratie und die Spaltung der Arbeiterbewegung. Die Veranstaltung ist entgeltfrei und beginnt um 18.00 Uhr.

Screenshot: Ankündigung der Ausstellung auf bs-anne-frank.de

Sonderausstellung

Das Gegenteil von gut - Antisemitismus in der Linken

vom 27.03.2019 | bis zum 27.09.2019

Vom 27. März bis zum 27. September 2019 ist in der Bildungsstätte „Anne Frank“ in Frankfurt am Main die Ausstellung „Das Gegenteil von gut - Antisemitismus in der Linken“ zu sehen. Dabei wählt die Ausstellung das Jahr 1968 als Ausgangspunkt für ihre Beobachtungen. Dieses Jahr wird als Punkt betrachtete, an dem eine zuvor eher israel-solidarische Haltung der deutschen Linken aufgrund des Sechstagekrieges zunehmend in eine antizionistische umschwingt. Die Ausstellung widmet sich anhand verschiedener Alltagsräume – unter anderem Universität, Supermarkt, Wohnung – den Traditionslinien antisemitischer Argumentationsformen. Dabei wird immer wieder ein besonderes Augenmerk auf Frankfurt am Main als Austragungsort der Auseinandersetzungen um Antisemitismus in der Linken gelegt: Häuserkämpfe in den 1970er-Jahren, geplante Theaterstücke und Blockupy. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Angebot an Vermittlungsformaten – Vorträgen, Workshops, Fortbildungen und Führungen – begleitet. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr und  Samstag und Sonntag von 12.00 bis 18.00 geöffnet.

Konferenztitel

Archiv

1989-2019: Die Revolutionen in der DDR und Ostmitteleuropa - Globale Entwicklungen und Perspektiven

vom 19.03.2019 | bis zum 20.03.2019

Mit den Jahren 1989/90 verbindet sich eine historische Zäsur – mit nachhaltigen Wirkungen für Deutschland und die Welt. 30 Jahre später gilt es, an die historischen Ereignisse, ihre Ursachen und Nachwirkungen zu erinnern und aktuelle Fragestellungen zu diskutieren: Welche Deutungsmuster gibt es für die revolutionären Veränderungen in den unterschiedlichen Staaten? Inwiefern lassen sich globale Wechselwirkungen in den Blick nehmen? Was ist von 1989/90 geblieben? Der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Deutsche Gesellschaft e. V. möchten mit der Konferenz einen Beitrag zu einer vergleichenden Gesamtperspektive auf die »Friedlichen« Revolutionen von 1989/90 in der DDR und in ausgewählten Ländern Ostmitteleuropas leisten. Dabei sollen die Auf- und Umbrüche in ihren globalen Wirkungen verortet werden. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik werden sich mit den Auswirkungen und gegenseitigen Einflüssen der Auf- und Umbrüche in der DDR und in Ostmitteleuropa, den Internationalen Bezügen und systemübergreifenden Prozessen sowie dem erinnerungskulturellen Umgang mit den Revolutionen auseinandersetzen. Diese Konferenz bildet den Auftakt der siebenteiligen Diskussionsreihe »REVOLUTION! 1989 – Aufbruch ins Offene«, die vom Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Deutschen Gesellschaft e. V. realisiert wird. Die Veranstaltungen (09.04., 07.05., 04.06., 03.09., 01.10., 05.11., 03.12.2019) finden jeweils von 18:00 bis 20:00 Uhr in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur statt.

Logo der Jugendfreizeit: Zoom In! – Memories of a Socialist Past

Projekt

Zoom In! – Memories of a Socialist Past. Deutsch-ukrainisch-russischer Jugendaustausch

vom 14.09.2019 | bis zum 22.09.2019

Vom 14. bis 22. Septemeber findet in der Grenzstadt Görlitz/Zgorzelec ein deutsch-russisch-ukrainischer Jugendaustausch statt. Er wird von russischen, ukrainischen und deutschen Akteuren der historisch-politischen Bildungsarbeit jährlich organisiert und findet dieses Jahr zum Thema „Zoom-In! Memories of a socialist Past“ statt. Die Teilnehmenden werden die verschiedenen Erinnerungskulturen in ihren jeweiligen Ländern kritisch diskutieren und gemeinsam ein Projekt in Görlitz realisieren. Durch Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern von Görlitz soll sich dem komplexen Thema genähert werden. In einem zweiten Teil des Projektes sollen sich die Teilnehmenden künstlerisch der Erinnerung an die sozialistische Diktatur auf lokaler Ebene in Görlitz nähern. Zusammen sollen Fotographien entstehen, welche die Erinnerungskultur in Görlitz beschreiben. Die entstandenen Bilder werden ausgestellt und über soziale Medien geteilt. Dies soll zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der sozialistischen Vergangenheit in Görlitz, aber auch unter den ukrainischen, russischen und deutschen jungen Erwachsenen führen.

"Utopie und Untergang. Kunst in der DDR", Screenshot von art-in-duesseldorf.de

Sonderausstellung

Utopie und Untergang. Kunst in der DDR

vom 05.09.2019 | bis zum 05.01.2020

Vom 5. September 2019 bis zum 5. Januar 2020 ist im Museum Kunstpalast in Düsseldorf die Ausstellung "Utopie und Untergang. Kunst in der DDR" zu sehen. Über 130 Werke von 13 unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern – darunter Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Elisabeth Voigt, Wilhelm Lachnit, Angela Hampel und Michael Morgners – laden die Ausstellungsgäste ein, sich einen Eindruck über die Vielseitigkeit einer bedeutenden Kunstepoche zu verschaffen. Vielen Kunstschaffenden in der DDR war gemeinsam, dass sie ihre Kunst in einem stetigen Spannungsverhältnis zwischen eigenem künstlerischem Ausdruck und staatlichen Vorgaben entwickelten. Die unterschiedlichen Artikulationen dieses Spannungsverhältnisses, zwischen Anpassung und Rebellion, machen die Vielfalt der Werke aus. Nachdem in den 1990er-Jahren häufig Ausstellungen von DDR-Kunst in den alten Bundesländern gezeigt wurden, wurde dies im letzten Jahrzehnt zunehmend weniger; die Ausstellung bietet hierzu erneut Gelegenheit. Während der gesamten Laufzeit der Ausstellung finden öffentliche Führungen durch die Ausstellung statt. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 11.00 – 18.00 Uhr und Donnerstag von 11.00 bis 21.00 Uhr geöffnet. 

Summerschool

Culture of Totalitarian Society and Memory Studies Cases. International Summer School

vom 20.08.2019 | bis zum 31.08.2019

Vom 20. bis 31. August 2019 organisiert die Higher School of Economics in Perm eine Sommerschule. Die Sommerschule widmet sich den Phänomen des Totalitarismus. Dabei soll der Totalitarismus nicht allein als Staatsinstitution behandelt werden, sondern insbesondere das gesellschaftliche Leben in totalitären Regimen im Vordergrund stehen. Es werden die Alltagspraktiken und Vorstellungen der gewöhnlichen Bürgerinnen und Bürger in den Blick genommen und untersucht wie sie sich in das System einfanden, sich widersetzten oder entzogen. Dieses soll ein besseres Verständnis der Lebenswelten in totalitären Systemen ermöglichen. Während der Sommerschule werden unterschiedliche Disziplinen mit verschiedenen Herangehensweisen genutzt und zusammengetragen. Es soll dabei ein möglichst komplexes Bild der historischen Erinnerung entstehen. Die Sommerschule richtet sich an Bachelorstudierende (ab dem vierten Fachsemester), Masterstudierende, Promovierende und andere Forschende der Disziplinen Geschichte, Kulturwissenschaften, Soziologie, Anthropologie sowie Philosophie, die sich für die sowjetische und postsowjetische Periode interessieren.

Screenshot der Veranstaltungsseite

Konferenz

Gewalt im Nachkrieg – Postwar Violence 1945-1949

vom 27.06.2019 | bis zum 28.06.2019

Vom 27. bis zum 28. Juni 2019 findet am NS-Dokumentationszentrum München die Konferenz „Gewalt im Nachkrieg – Postwar Violence 1945-1949" statt. Entgegen eines gängigen Narrativs zur Nachkriegszeit, welches sich auf Aufschwung und Wirtschaftswunder fokussiert, orientieren sich die Beiträge der Veranstaltung an der These, dass sich die entgrenzte Gewalt des Zweiten Weltkrieges auf die Nachkriegszeit übertrug und sich in Internierungen, Vertreibungen, Kriminalität, Lynchjustiz, Vergewaltigungen und Verschleppungen artikulierte. Darüber hinaus habe die existenzielle Not der Bevölkerung sowie diffuse Machtstrukturen nach Kriegsende zusätzliche, eigene Formen von Gewalt hervorgebracht.  Dementsprechend analysieren die Beiträge die Jahre zwischen 1945 und 1949 aus der Perspektive der Gewaltforschung. Die Beiträge sind in vier Panels aufgeteilt: Situationen; Akteure; Praktiken; Räume. Die Konferenz wird in Kooperation mit dem Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität veranstaltet. Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Um Anmeldung unter veranstaltungen.nsdoku@muenchen.de wird gebeten.

Logo DIH Paris

Konferenz

Die europäischen Demokratien vor der Gefahr der Diktaturen (1919-1939). Prozesse demokratischer Kritik und Reflexion in den europäischen Öffentlichkeiten

vom 17.06.2019 | bis zum 19.06.2019

Unter dem Titel „Die europäischen Demokratien vor der Gefahr der Diktaturen (1919-1939). Prozesse demokratischer Kritik und Reflexion in den europäischen Öffentlichkeiten“ veranstaltet die Forschungsgruppe "Mondes germaniques et nord-européens" (Université de Strasbourg) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Reims, Metz, Augsburg und dem Deutschen Historischen Institut (Paris) vom 17.06.2019 bis zum 19.06.2019 eine Tagung in Straßburg. Die internationale Tagung ist Teil eines zweijährigen Fortbildungs- und Forschungsprogramms des Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne (CIERA) zum Thema: "Welche Demokratie(n)? Reflexionen über die Krise, Modernisierung und Grenzen der Demokratie in Deutschland, Frankreich, England und Mitteleuropa zwischen 1919 und 1939". Thematisch widmet sich die Tagung der Frage, wie es den einzelnen europäischen parlamentarischen Demokratien gelang, den verschiedenen Angriffen von sowohl linker, als auch rechter Seite die Stirn zu bieten. Zwar hatte sich in Europa in den 1920er Jahren das demokratische Gedankengut durchgesetzt, aber soziale und wirtschaftliche Probleme und die hohe politische Instabilität in den Jahren nach dem Ende des Ersten Weltkrieges führten zu einer grundlegenden Infragestellung der demokratischen Ordnung. Die republikanische Ordnung wurde oftmals per se als Ursprung aller herrschenden Probleme, denen die Bevölkerung ausgesetzt war, angesehen. Ziel der zweitägigen Tagung ist es, herauszuarbeiten, welche Versuche die Demokratien zu dieser Zeit unternahmen, um die heftigen Krisen auf politischer, institutioneller oder ökonomischer Ebene zu bewältigen und zu überwinden.

Logo der Veranstalter

Konferenz

Communist manifesto: History, legacy, critique

vom 07.06.2019

Die Prager Gruppe Association for the Leftist Theory (SOK) lädt am 7. Juni 2019 zu einer eintägigen Konferenz über Karl Marx und Friedrich Engels kommunistisches Manifest in den Klub techniků nach Prag ein. Welche Rolle spielt das Manifest heute noch? Hat die Krise des ökonomischen Systems von 2008 die Rezeption in der politischen Linken verändert und gibt es tschechische Spezifika, bzw. Besonderheiten in postkommunistischen Gesellschaften? Auf der Konferenz sollen nicht nur diese tagesaktuellen Fragen linker Debatten betrachtet werden, sondern auch das Manifest in dem Gesamtwerk von Marx sowie innerhalb linker Theorieströmungen verortet werden. Ein weiteres Panel untersucht, wie das Manifest auf die sozialistischen Arbeiterbewegungen in Ostmitteleuropa des 19. Jahrhunderts gewirkt hat und welchen Platz es in der Erinnerung dieser Bewegungen heute hat. Tschechische, deutsche, slowakische und polnische Philosophen, Historiker und Aktivisten werden auf der Veranstaltung diskutieren. Die Konferenz wird auf Tschechisch und Englisch stattfinden. Die Vorträge werden simultan übersetzt.

Logo der Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Vortrag

Die SED und ihre MfS-Abteilung Kommerzielle Koordinierung

vom 28.05.2019 | Thomas Lukow

Am 28. Mai 2019 hält der Referent Thomas Lukow in der Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus in Berlin einen Vortag unter dem Titel "Die SED und ihre MfS-Abteilung Kommerzielle Koordinierung". Der Vortrag bespricht internationale Verbindungen der DDR in unterschiedlichen Ausprägungen: die Unterstützung kommunistischer Parteien im Ausland, Beteiligung an internationalen Waffengeschäften und die Platzierung von Propaganda im westlichen Ausland. Wegen versuchter Republikflucht wurde der Referent Thomas Lukow, ehemaliger DDR-Bürger, 1981 zu fast zwei Jahren Haft verurteilt. Er arbeitet als freier Referent unter anderem für die Gedenkstätten Normannenstraße und Hohenschönhausen. Die Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus in Berlin wurde 1989 mit dem Ziel gegründet, die in der DDR zuvor verbotenen Bücher, die sich kritisch mit dem Sowjetkommunismus auseinandersetzen, zu versammeln. Die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit versteht die Einrichtung als ihre Hauptaufgabe und bietet dazu neben der Bibliothek Veranstaltungen und Ausstellungen an.

Logo der Veranstalter

Tagung | Konferenz

1919 – 1949 – 1989 – 2019: Demokratie und Demokratieverständnis

vom 23.05.2019 | bis zum 25.05.2019

Unter dem Titel „1919 – 1949 – 1989 – 2019: Demokratie und Demokratieverständnis“ veranstalten die Forschungsstelle Weimarer Republik der FSU Jena, das Helmuth-Loening-Zentrum für Staatswissenschaften e.V. und die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen vom 23.05.2019 - 25.05.2019 eine mehrtägige wissenschaftliche Tagung. Das Jahr 2019 ist für Deutschland ein mehrfaches Demokratie-Jubiläumsjahr. 1918 wurde durch die Novemberrevolution die Monarchie im Deutschen Reich gestürzt und die erste parlamentarische Demokratie etabliert. 1949 wurde unter Kontrolle der Alliierten in den westdeutschen Besatzungszonen die zweite Demokratisierungsphase eingeleitet. Nach der Friedlichen Revolution 1989 und der deutschen Wiedervereinigung wurde die Demokratie für Gesamtdeutschland etabliert und die kommunistische Parteiendiktatur der SED in der ehemaligen DDR abgeschafft. Die Konferenz beleuchtet diese prägenden Ereignisse näher und analysiert die unterschiedlichen Verständnisse des Demokratiebegriffs und zeichnet die Demokratieentwicklung über die Jahrzehnte hinweg nach. Ziel ist es, die Krisensymptome der Demokratie zu diskutieren und in Bezug zu historischen Vorläufern zu setzen. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, um eine vorherige Anmeldung an monika.keilich@uni-jena.de wird gebeten.

Call for Papers

Communist Parties in East Central Europe: Frameworks of Knowledge Acquisition and Dissemination 1945–1989

vom 26.04.2019 | bis zum 26.04.2019 | Central European University

Am 26. April 2019 findet an der Central European University eine Konferenz mit dem Titel: "Communist Parties in East Central Europe: Frameworks of Knowledge Acquisition and Dissemination 1945-1989" statt. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen die kommunistischen Parteien, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Ostmitteleuropa regierten. Ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede sollen aus epistemologischer Sicht untersucht werden. Insbesondere geht die Konferenz der Frage nach wie sich in den Parteien ideologische und politische Positionen bildeten, auch im Hinblick auf das komplexe Zusammenspiel konkurrierender Akteure und Strukturen innerhalb der Parteien selbst und wie die Positionen an die Parteimitglieder vermittelt wurden. Bis zum 20. Januar 2019 können Abstracts von 300 Wörtern eingereicht werden. Mögliche Themen könnten behandelt werden: Zentrum-Peripherie-Beziehungen: Transfers und Übersetzungen des sowjetischen Modells, die Rolle von Experten und Ideologen und ihre Auswirkungen auf die Politikgestaltung, Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Fachwissen, Aufklärung der Gesellschaft durch Schulen und Medien, Aufklärung der Gruppenmitglieder durch Schulen und Medien. Alle weiteren Informationen finden sich im Link "Call for paper".

Screenshot Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Vortrag

Die sowjetischen Speziallager im Kontext der alliierten Entnazifizierung und Internierung

vom 02.04.2019 | bis zum 02.04.2019

Am 2. April 2019 hält der Historiker Andrew Beattie im Besucherzentrum der Gedenkstätte Sachsenhausen einen Vortrag mit dem Titel „Die sowjetischen Speziallager im Kontext der alliierten Entnazifizierung und Internierung“. Der Vortrag greift die Debatte um die Deutung der Speziallager in der Sowjetischen Besatzungszone auf und geht der Frage nach, ob die Speziallager vorrangig Instrumente stalinistischer Verfolgung waren oder gezielt NS-belastete Personen inhaftiert wurden. Außerdem wird Andrew Beattie in vergleichender Perspektive die Praxis in Österreich vorstellen.

Teilnehmende des Gedenkstättentreffens 2017 vor dem Tagungsort (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Tagung

17. Ost-West-Europäisches Gedenkstättentreffen Krzyżowa/Kreisau. Vergessene Geschichte: Vergessene Orte – vergessene Namen – vergessene Ereignisse. Der Umgang mit verdrängten Aspekten der Geschichte

vom 27.03.2019 | bis zum 30.03.2019

Das 17. Ost-West-Europäische Gedenkstättentreffen im polnischen Kreisau (Krzyżowa) unter dem Titel „Vergessene Geschichte“ ist historischen Orten, Personen und Ereignissen gewidmet, die nicht oder erst spät Eingang in das kollektive Gedächtnis gefunden haben oder um deren Erinnerung noch gerungen wird. Gemeinsam mit Gedenkstättenmitarbeiterinnen und -Mitarbeitern aus zahlreichen europäischen Ländern wird über den Umgang mit „vergessener Geschichte“ diskutiert und Projekte vorgestellt, die versuchen, diese Geschichte einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Wie in jedem Jahr hat das Gedenkstättentreffen einen Know-how-Transfer und den offenen Erfahrungsaustausch zum Ziel. Nationale und regionale Narrative und ihren Einfluss auf das jeweilige Verständnis von der Geschichte des 20. Jahrhunderts sollen gemeinsam diskutiert werden. Hierzu sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gedenkstätten, Museen, Aufarbeitungsinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen aus ganz Europa eingeladen, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus, mit dem Völkermord an den europäischen Juden, mit Stalinismus und kommunistischer Diktatur, mit Gewaltherrschaft und Kriegen auseinandersetzen. Sie alle sollen zu einem gesamteuropäischen Erfahrungsaustausch zusammengebracht werden. Um eine Anmeldung wird bis zum 14. März 2019 gebeten. Das Programm der Veranstaltung finden sie hier.

Logo des August-Bebel-Instituts

Archiv

1848 und 1918 – Revolutionen im Vergleich

vom 18.03.2019

Am 18. März 2019 findet die Veranstaltung "1848 und 1918 – Revolutionen im Vergleich" in der Alten Feuerwache in Berlin statt. Im Zuge der Veranstaltung vergleichen der Historiker Rüdiger Hachtmann und die Historikerin Gisela Notz die Revolutionen von 1848 und 1918 zunächst unter allgemeinen Gesichtspunkten und anschließend in Bezug auf Geschlechterverhältnisse und die Beteiligung von Frauen an revolutionären Bewegungen. Die Revolution von 1848/49, und ebenso die Revolution von 1918/19, gelten als einschneidende Ereignisse der deutschen Geschichte, die die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse, aus denen sie hervorgingen nachhaltig verändert haben. Die "Märzrevolution" genannte Revolution von 1848/49 spielte sich in den im "Deutschen Bund" zusammengeschlossenen Staaten und Fürstentümern ab; die Kernforderungen der revolutionären Bewegung waren die nach demokratischen Reformen sowie nach der Schaffung eines deutschen Nationalstaats. Die als "Novemberrevolution" bezeichnete Revolution von 1918/19 begann mit dem Aufstand der Marine des Deutschen Kaiserreiches gegen die Fortsetzung des Ersten Weltkrieges. Von diesem ausgehend verbreitete sich die revolutionäre Bewegung schnell im ganzen Land und endete schließlich mit der Abdankung des Kaisers und der Gründung der ersten Demokratie auf deutschen Boden. Die Veranstaltung wird vom August-Bebel-Institut organisiert. Um Anmeldung wird unter anmeldung@august-bebel-institut.de gebeten.

Screenshot der Einladungskarte

Podiumsgespräch

Dem Holocaust entkommen. Polnische Juden in der Sowjetunion 1939–1946 – Buchvorstellung und Diskussion mit Markus Nesselrodt

vom 12.09.2019

Am 12. September findet unter dem Titel „Dem Holocaust entkommen. Polnische Juden in der Sowjetunion 1939–1946“ eine Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Markus Nesselrodt statt. Die Veranstaltung findet im Informationszentrum des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin statt. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Geschichte der Mehrfachmigration polnischer Jüdinnen und Juden zwischen Deutschland, Polen und der Sowjetunion anhand zahlreicher Einzelbiografien. Nach dem Überfall Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 flohen hunderttausende polnische Juden in die kommunistische Sowjetunion. Über 230.000 polnische Juden überlebten dort den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust. 1945 kehrten viele nach Polen zurück, entschieden sich dann aber für die Auswanderung und landeten auf ihrem Weg in den Lagern für die jüdischen Displaced Persons im besetzten Deutschland. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, um eine Voranmeldung unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de wird bis zum 11. September 2019 gebeten.

Logo der RLS

Wanderausstellung

Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale

vom 03.09.2019 | bis zum 31.12.2019

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt die Wanderausstellung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“. Sie ist an verschiedenen Orten auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, aber auch in westdeutschen Orten zu sehen. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls rückt die Ausstellung  die Treuhandanstalt in den Fokus, jene Anstalt des öffentlichen Rechts, der die Aufgabe zukam, die volkseigenen Betriebe der DDR zu privatisieren und, wenn dies nicht effizient umsetzbar war, stillzulegen. In der Folge dieser radikalen Vermarktwirtschaftlichung kam es zu Massenarbeitslosigkeit, Wirtschaftskriminalität und Fördermittelmissbrauch; die strukturellen Auswirkungen sind bis heute spürbar. Doch auch jenseits des wirtschaftlich-strukturellen Rahmens haben die Maßnahmen der Treuhand Spuren im persönlich-biografischen Bereich hinterlassen. Dieser Ebene widmet sich die Ausstellung. Im Fokus stehen Biografien von DDR-Bürgerinnen und -bürgern, die durch das Agieren der Treuhandanstalt maßgeblich beeinflusst wurden. Sie werden als Porträts vorgestellt und kommen in Form von Audio-Aufnahmen zu Wort. Die Vielfalt der vorgestellten Personen – zur Wendezeit zum Beispiel Schlosser auf der Neptunwerft Rostock, Kranführerin im Stahlwerk Riesa, Maurer im Chemiekombinat Buna, Kumpel im Kaliwerk Bischofferode oder Fernsehelektronikerin in Oberschöneweide – stehen beispielhaft für die Erfahrungen von Millionen Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden – manche kurzzeitig, andere dauerhaft. Über die genauen Orte und Öffnungszeiten der Ausstellung können sie sich auf der Website der Rosa-Luxemburg-Stiftung informieren.

Ausstellung "Point of No return", Screenshot von mdbk.de

Sonderausstellung

Point of No Return. Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst

vom 23.07.2019 | bis zum 03.11.2019

Vom 23. Juli bis 3. November 2019 ist im Museum der bildenden Künste Leipzig die Ausstellung "Point of No Return. Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst" zu sehen. Anlässlich des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution will die Ausstellung die Jahre des Umbruchs aus der Perspektive der bildenden Kunst betrachten. Dabei werden die Ereignisse, die zur Wende führten ebenso berücksichtigt wie die gesellschaftlichen Transformationen in den darauffolgenden Jahren. Dementsprechend vielseitig sind die Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die in einer Vielfalt verschiedener Beziehungen zur DDR als auch zur Transition stehen. Anders als viele Ausstellungen zum Thema bietet "Point of No Return" auch solchen Kunstschaffenden einen Raum, die zwar noch vor der Wende geboren wurden, aber zu jung sind, um den Sozialismus noch als eigene Lebensrealität erfahren zu haben. Die Ausstellung umfasst mehr als 300 Werke auf 1500 Quadratmetern und ist damit ein wichtiger Teil der kulturellen Auseinandersetzung mit dem historischen Jahr 1989. Nicht zufällig findet die Ausstellung in Leipzig statt – dem Ort, an dem die Friedliche Revolution mit den Montagsdemonstrationen ihren Anfang nahm. Das Museum ist Dienstag sowie Donnerstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr und Mittwoch von 12.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. An jedem ersten Mittwoch im Monat und für Besucherinnen und Besucher bis 18 Jahre an jedem Tag ist der Eintritt frei.

Screenshot der Museumswebseite

Ausstellung

Project of Ruins, Wien, Österreich

vom 27.06.2019 | bis zum 06.10.2019

Das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig (mumok) in Wien zeigt vom 27. Juli bis 6. Oktober 2019 unter dem Titel „Project of Ruins“ eine Ausstellung des ukrainischen Künstlers und politischen Aktivisten Nikita Kadan. Fokus der Ausstellung ist die künstlerische Auseinandersetzung mit den Entwicklungen im Postkommunismus. Gleichzeitig spielt das Kunstprojekt auch auf den Krieg in der Ostukraine an. Fokus liegt vor allem auf dem meist zu wenig differenzierten Umgang der Ukraine mit ihrer Geschichte. Eine Vielzahl ehemaliger kommunistischer Denkmäler und Monumente aus der Zeit der kommunistischen Herrschaft wurden zerstört, teilweise durch die Nationalsozialisten, teilweise infolge des Dekommunisierungsgesetzes. Der Titel der Ausstellung spielt auf diese gezielte Vernichtung als ein politisches Projekt an. Nikita Kadan formt die heldenbestückten Skulpturen aus der sowjetischen Zeit in Sockel ohne Helden um und verdeutlicht damit die Verdrängung des politischen Erbes durch die Zerstörung der kommunistischen Denkmäler.

Logo des ZOIS

Archiv

30 Years since 1989. The Legacies of Post-Socialism

vom 14.06.2019

Am 14. Juni 2019 findet am Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZoIS) die Konferenz „30 Years since 1989. The Legacies of Post-Socialism“ statt. Anlässlich des 30-järigen Jubiläums des Mauerfalls widmet sich die Konferenz der Frage, wie die drei Jahrzehnte politischer, ökonomischer und sozialer Transformation in Mittel- und Osteuropa sowie der ehemaligen Sowjetunion nach 1989 systematisch analysiert werden können. Neben der Frage, wie das Ende der sozialistischen Regime diese drei Jahrzehnte prägte, gehen die Beiträge der Konferenz außerdem der Frage nach, welche Vermächtnisse diese Zeit selbst auf zukünftige Lebensrealitäten haben kann. Der Fokus wird dabei auf der Rolle der jugendlichen Bevölkerungen und dem Generationenwechsel liegen, auf liberalen Wertesystemen und Konzeptionen eines gemeinsamen Europas, sowie auf Stadtplanung und Leben in urbanen Umfeldern. Die Konferenz besteht aus vier Panels: Post-Socialist European Identity – Hopes and Disillusionment; Youth and Authoritarian Regimes – Eastern Europe in Compararative Perspective; The Post-Socialist City; Post-Socialism, Post-Communist Transition, Global East? - Conceptualizing Legacies of Change since 1989. Den Panels folgt die Keynote Lectur von Ivan Krastev: Imitation and its Discontents – Reflectoins on the Politics of Resentmenr in Eastern Europe. Interessenten werden um vorherige Anmeldung gebeten.

Ausschnitt Veranstaltungsflyer

Veranstaltung

Falsche Grenzen. Aktion "Kámen"

vom 05.06.2019

Am 5. Juni 2019 um 18 Uhr findet in der Tschechischen Botschaft in Berlin die Veranstaltung „Falsche Grenzen. Aktion ‚Kámen’“ statt. Der kommunistische Geheimdienst der ehemaligen Tschechoslowakei hat zwischen 1948 und 1951 falsche Grenzstreifen in der Nähe der faktischen bayerischen Grenze gesetzt. Vermeintliche Schleuser, die in Wirklichkeit zur Staatssicherheit gehörten, führten Tschechen und Slowaken, die in den Westen flüchten wollten, zu einer künstlichen Grenzstation. Dort wurden die Flüchtlinge von kommunistischen Agenten, die sich als Amerikaner ausgaben, nach Dissidenten und Oppositionellen ausgefragt. Weil der Trick so gut funktionierte, errichteten die totalitären Machthaber gleich mehrere falsche Grenzen. Vier Jahre lang arbeiteten sie mit der Finte. Insgesamt fielen, nach Schätzung von Historikern, mehrere hundert Opfer darauf herein. Die Akteure der Verbrechen blieben unbestraft. 2013 erschien das Buch "Kámen" (Stein) und in 2018 das Buch "Falsche Grenzen" von Václava Jandečková. Ihr Werk, das ein Ergebnis einer detaillierten und langen Forschung war, hat eine Welle weiterer Reaktionen ausgelöst. Die Autorin hat eine Ausstellung FALSCHE GRENZEN. Aktion „KÁMEN“: Opfer und Täter der am strengsten geheim gehaltenen Verbrechen der Staatssicherheit 1948–1951 zusammengestellt, die in den Räumlichkeiten der Botschaft gezeigt wird. Ganz aktuell wurde Aktion „KÁMEN“ zu einem erfolgreichen Theaterstück beim Staatsschauspiel Dresden unter der Leitung von deutschem Regisseur Florian Fischer und in Kooperation mit Prager Theater Archa verarbeitet. Zur Zeit wird ein Spielfilm des deutschen Regisseurs Farid Eslam in deutsch-tschechischer Koproduktion vorbereitet.

Screenshot von Veranstaltungswebsite

Podiumsgespräch | Filmvorführung

Da war doch was!? Chinas Zivilgesellschaft 30 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker

vom 28.05.2019

Anders als von vielen vorhergesagt, ist die Herrschaft der Kommunistischen Partei Chinas nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 nicht zusammengebrochen. Vielmehr hat die KP seitdem China in vielen Bereichen an die Weltspitze geführt und regiert autoritärer denn je seit 1989. Wo steht Chinas Zivilgesellschaft heute? Welche Spielräume hat sie, welche ihrer Strategien und welche des Regimes sind erfolgreich? Um 19.00 Uhr wird der Dokumentarfilm „Tiananmen. Die Opfer erzählen“ (30 Min.) von Shi Ming/Thomas Weidenbach, 2009 gezeigt. Anschließend diskutieren Shi Ming (freier Journalist), Felix Lee (China-Korrespondent bis 2019) und Jutta Lietsch (China-Korrespondentin bis 2012), moderiert von Sven Hansen (taz-Asienredakteur). Bereits ab 18.00 Uhr kann die Austellung „Macht und Ohnmacht“ im Atelierhaus Lindenstr. 90/91 (direkt hinter der taz) besucht werden. Vor 30 Jahren fand nicht nur Chinas Demokratiebewegung ein jähes Ende, sondern auch die Überzeugung, dass sich Demokratie und Wohlstand bedingen. Die Künstler Ding Fang, Liu Ye und Ottjörg A.C. setzen sich mit dieser Frage auseinander. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Informationen können sie auch dem Flyer entnehmen.

Screenshot der Ausstellungswebsite ost.berlin

Sonderausstellung

Ost-Berlin: Die halbe Hauptstadt

vom 11.05.2019 | bis zum 09.11.2019

Vom 11. Mai bis  zum 9. November 2019 ist im Museum Ephraim-Palais in Berlin die Ausstellung „Ost-Berlin: Die halbe Hauptstadt“ zu sehen. Die Ausstellung ist vom Stadtmuseum Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) konzipiert. 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer widmet sich die Ausstellung den vielseitigen Aspekten des urbanen Lebens in Ost-Berlin. Mit einer großen Vielfalt von Exponaten (Objekte, Fotografien, Film- und Tondokumente) spürt die Ausstellung den Lebensrealitäten der Bewohnerinnen und Bewohnern von Ost-Berlin nach – den Widersprüchen der DDR-Gesellschaft, die im geteilten Berlin besonders präsent waren, aber auch den Möglichkeiten, die die Stadt für Lebensentwürfe bot, die nicht der Norm entsprachen. Die Ausstellung beruht auch auf der Annahme, dass das Erinnern an eine Stadt immer ein persönliches ist – dem wird Respekt gezollt, indem Privatpersonen dazu aufgerufen sind, Objekte mit Bezug zu Ost-Berlin  für die Zeit der Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Interessierte können sich an mein@ost.berlin wenden. Die Ausstellung zeigt Spuren des vergangenen Ost-Berlins auf, die auch im heutigen Berlin noch erkennbar sind. Sie wird durch zahlreiche Projekte von Berliner Studierenden und Schulklassen begleitet. Die Ausstellung ist Dienstag sowie Donnerstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 und Mittwoch von 12.00 bis 20.00 geöffnet. Jeden ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei.

Screenshot Veranstaltungsplakat

Konferenz

Verspielte Einheit? Der Kalte Krieg und die doppelte Staatsgründung 1949

vom 13.04.2019

Unter dem Titel „Verspielte Einheit? Der Kalte Krieg und die doppelte Staatsgründung 1949“ beschäftigt sich die Konferenz der Stiftung Ettersberg und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen am 13.04.2019 mit den unterschiedlichen Zielen der Akteure im Kalten Krieg, der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 und dem Thema der Deutschen Einheit. 1949 war das Jahr der doppelten Staatsgründung: Am 14. August 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland in der westlichen Besatzungszone gegründet, woraufhin es in der sowjetischen Besatzungszone am 07. Oktober 1949 zur Gründung der DDR kam. Die Konferenz fragt nach den unterschiedlichen Zielvorstellungen und Handlungsoptionen der beteiligten Akteure. Ziel ist es, die politischen und wirtschaftlichen Ziele der beiden Supermächte Sowjetunion und USA zu analysieren und die Bedeutung von Adenauers Westintegration zu untersuchen. Welche unterschiedlichen Ziele und Interessen verfolgten der kapitalistisch orientierte Westen und welche der kommunistisch geprägte Ostblock im Kalten Krieg. Wie wurde die deutsche Teilung auf den jeweiligen Seiten wahrgenommen und kulturell verarbeitet? Mit Blick auf die außen- und innenpolitische Konstellation soll auch die Frage beantwortet werden, inwieweit eine Deutsche Einheit eine realisierbare Möglichkeit während des Kalten Krieges gewesen wäre. Verschiedene Vorträge sollen diese Fragen behandeln und einen neuen Blick auf die Situation 1949 geben.

Screenshot der Ausstellungsankündigung

Sonderausstellung

Trotz alledem und alledem. Kulturerbe Arbeiterlied

vom 29.03.2019 | bis zum 31.03.2019

Im Jahr 2014 wurde das „Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung“ in das Verzeichnis des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Dadurch wurde eine politisch-künstlerische Ausdrucksart offiziell anerkannt, die drohte, in Vergessenheit zu geraten. Die Arbeiterlieder dienten im 19. und frühen 20. Jahrhunderts vor allem als  Protestlieder, deren Ursprung in der industriellen Revolution begründet war. Millionen Menschen sangen ihre Strophen. Die Ausstellung „Trotz alledem und alledem. Kulturerbe Arbeiterlied“ begibt sich auf die Spurensuche der Arbeiterlieder, einem Kulturgut, das 1933 unter der Herrschaft der Nationalsozialisten verboten und zerstört wurde. Das sozialkritische Lied „Trotz alledem“ von Ferdinand Freiligrath, auf das der Titel der Ausstellung anspielt, ist eines der bis heute am häufigsten rezipierten Lieder der 1848er-Revolution. Besonders in Deutschland erfuhren die klassischen Arbeiterlieder in den 1970er-Jahren eine Renaissance, verschwanden aber in den 1990er-Jahren gänzlich. Arbeiterlieder spiegeln die historischen Zustände ihrer Zeit wider und vermitteln somit Wissen über die damaligen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umstände und Machtverhältnisse. Die Ausstellung ist vom 29. März bis zum 31. März 2019 im Rahmen des 20. Festivals „Musik und Politik“ in der Volksbühne Berlin zu sehen.

Seminar

Politik und Kunst in der Sowjetunion

vom 21.03.2019 | bis zum 24.03.2019

Unter dem Titel "Politik und Kunst in der Sowjetunion" bietet die Konrad-Adenauer-Stiftung vom 21.-24. März 2019 ein politisches Bildungsforum an. Im Mittelpunkt des Studienseminars werden die gesellschaftlichen Verhältnisse in der Sowjetunion, sowie Fragen nach den Lebensumständen und der Beziehung der Menschen zur Gesellschaft stehen. Dabei ist insbesondere von Interesse wie das Leben in der Kunst dargestellt wurde. Die Arbeiten von Schriftstellern und Komponisten werden dazu untersucht. Im Zentrum stehen Bücher und Musikwerke, die das Verhältnis von Wunschdenken und Lebensdialektik offenbaren, z.B. Tschingis Aitmatow, Maxim Gorki, Konstantin Paustowski, Walentin Rasputin, Dimitri Schostakowitsch, Aram Chatschatujan, Sergei Prokofjew. Außerdem nimmt das Studienseminar die verschiedenen politischen Strömungen der Geschichte der Sowjetunion in den Blick. Das Studienseminar findet in Waren an der Müritz statt und beinhaltet auch eine Exkursion zur Kunsthalle Rostock. Weitere Informationen zum Seminar, dem Programm und dem Anmeldeverfahren finden sich hier.

Logo: Museum Neukölln

Führung

Die Bolschewiki von Neukölln. Eine Lokalgeschichte der Revolution 1918/19

vom 17.03.2019

Am 9. November 1918 versammelten sich im Karlsgarten hunderte bewaffnete Arbeiter und Deserteure, um die durch den jahrelangen Weltkrieg diskreditierte Monarchie zu stürzen. Als am Abend am Rathaus Neukölln die rote Fahne wehte und ein revolutionärer Arbeiter- und Soldatenrat die Macht übernommen hatte, war kein einziger Schuss gefallen, doch nur wenige Monate später tobte in den Straßen Neuköllns ein blutiger Bürgerkrieg. Er wurde mit Maschinengewehren und Kanonen geführt und kostete dutzenden Neuköllner*innen das Leben. Die Führung folgt dem Weg der radikalen Revolutionäre vom Untergrund an die Macht bis zu ihrem Scheitern. Besucht werden Wohnorte und Versammlungsstätten der damaligen Akteure, umkämpfte Schulkasernen und Amtsgebäude. Nach etwa zwei Stunden endet der Rundgang am Neuköllner Rathaus.   Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogrammes zur Ausstellung „Revolution! Neukölln 1918/19“ des Mobilen Museums Neukölln und ist entgeltfrei.

"Wendejahre in der Tschechoslowakei", Veranstaltungshinweis, Screenshot von http://munich.czechcentres.cz

Archiv

Wendejahre in der Tschechoslowakei

vom 11.09.2019 | bis zum 16.10.2019

Vom 11. September bis zum 16. Oktober 2019 ist im Tschechischen Zentrum München die Fotoausstellung „Wendejahre in der Tschechoslowakei“ zu sehen. Anlass ist der 30. Jahrestages der sogenannten Samtenen Revolution  (tschech.: Sametová revoluce/ slow.: Než ná revolúcia). Unter dem Begriff der Samtenen Revolution werden die Ereignisse bezeichnet, die im November und Dezember 1989 zu einem friedlichen Übergang von Sozialismus zu Demokratie in der damaligen Tschechoslowakei führten. Die Ausstellung zeigt die Werke zweier Dokumentarfotografen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Ereignisse blickten: Der (west)deutsche Fotograf Daniel Biskup und der tschechische Fotograf Karel Cudlín; beide gelten als herausragende Figuren der Dokumentarfotografie. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Sie ist von Montag bis Mittwoch von 11.00 – 17.00 Uhr, Donnerstag von 11.00 – 19.00 Uhr und Freitag von 11.00 – 15.00 Uhr geöffnet. Die Ausstellung ist vom Tschechischen Zentrum München sowie den Kunstsammlungen und Museen Augsburg organisiert. Sie findet unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Tschechischen Republik in Berlin sowie des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Prag statt.

Der Ausstelllungsort im Kreismuseum Jerichower Land, Screenshot von www.lkjl.de

Sonderausstellung

Zwischen Krieg und Frieden - Waldlager der Roten Armee in Brandenburg und dem Jerichower Land 1945

vom 01.09.2019 | bis zum 27.10.2019

Vom 1. September bis 27. Oktober 2019 ist im Kreismuseum Jerichower Land in Genthin die Ausstellung "Zwischen Krieg und Frieden - Waldlager der Roten Armee in Brandenburg und dem Jerichower Land 1945" zu sehen. Sie wurde von der Leiterin des Museums, Antonia Beran, zusammen mit dem Leiter der archäologischen Denkmalpflege Brandenburgs, Dr. Thomas Kersting, konzipiert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden von der Roten Armee an vielen Stellen Waldlager errichtet, in denen Teile der rund 1,5 Millionen in Ostdeutschland stationierten Soldatinnen und Soldaten der Roten Armee untergebracht waren. Dies geschah vor allem, um Konflikte mit der örtlichen Zivilbevölkerung zu vermeiden. Damit beleuchtet die Ausstellung ein weitgehend unbekanntes Kapitel deutscher (Nachkriegs)geschichte, deren Forschungsschwerpunkte meist auf den Zweiten Weltkrieg bzw. die DDR gerichtet sind, sich aber nur wenig mit der Übergangphase dazwischen beschäftigt. Neben Aufstellern mit Informationstexten sind auch diverse Objekte, die an den Orten der früheren Erdhütten, der „Semljanka“ gefunden wurden zu sehen. Die Ausstellung ist ab Sonntag, 1. September, 14 Uhr, und danach bis zum 27. Oktober im Kreismuseum zu sehen. Die Einrichtung hat Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Sonntag 14 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2€ (ermäßigt 1€).

Logo des Estonian Institute of Historical Memory

Summerschool

„One day, no matter what, we will win!” When hope conquers the empire. Estonian Institute of Historical Memory Summer school 2019

vom 22.07.2019 | bis zum 27.07.2019

Das Estonian Institute of Historical Memory lädt vom 22. bis 27. Juli 2019 zu seiner Summer school Historikerinnen und Historiker sowie Interessierte nach Tallinn ein. „One day, no matter what, we will win!” ist der Titel der diesjährigen Veranstaltung. Das Zitat war ein bedeutender Slogan der Opposition während der singenden Revolution im Baltikum, an deren Ende die Etablierung liberaler Demokratien und die Beendigung sowjetischer Besatzung stehen. Das Zitat wird dem estnischen Bürgerrechtler Heinz Valk zu geschrieben und umreißt das Thema der Seminarwoche. Am Beispiel Estland, sollen die zivilgesellschaftlichen Aufbrüche der 1980er-Jahre in den kommunistischen Diktaturen Ostmitteleuropas nachgezeichnet werden. Im 30. Jahr nach dem Ende der kommunistischen Diktaturen, werden nicht nur die Transition, sondern der gesamte Transformationsprozess und seine engen Verzahnungen mit den Bürgerrechts- und Oppositionsgruppen in den Blick genommen. Durch Filmscreenings, Besuchen an Gedenksorten und zahlreichen Zeitzeugengesprächen und -Diskussionen wird eine emotionsgeschichtliche Perspektive rund um den Topos Hoffnung auf die demokratische Opposition Estlands in der Zeit der Transformation eingenommen. Veranstaltungssprache ist Englisch. Die Veranstalter übernehmen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Das gesamte Programm finden sie hier. Interessierte können sich noch bis zum 3. Juni hier für die Summer School anmelden.

Institute of National Remembrance

Konferenz

The Downfall of Communism in East-Central and Southern Europe: An Attempt of Comparative Perspective

vom 24.06.2019 | bis zum 25.06.2019

30 Jahre sind seit dem Fall des Kommunismus in Mittel- und Südeuropa vergangen. Das Jahr 1989 war zugleich auch der Beginn einer politischen Transformation. In den Staaten Mittel- und Südosteuropas sowie in der Sowjetunion umfasste die Transformation den Wiederaufbau der freien Marktwirtschaft, der parlamentarischen Demokratie und in vielen Fällen auch den Staatsaufbau. Vom 24. bis 25. Juni 2019 veranstalten das Institute of National Remembrance und das Institute of Philosophy der Adam Mickiewicz University in Poznań eine Konferenz mit dem Titel: „The Downfall of Communism in East-Central and Southern Europe: An Attempt of Comparative Perspective“. Die Konferenz ist insbesondere um eine Analyse in vergleichender Perspektive bemüht. Zentrale Themen der Konferenz sind: die Rolle und Bedeutung der Opposition in den Gesellschaften Mittel- und Osteuropas, die Position und Rolle von Kirchen und konfessionellen Vereinigungen im Transformationsprozess, die verschiedenen Übergänge vom kommunistisch totalitären System zu demokratischen Systemen, Strategien zur Umsetzung der freien Marktwirtschaft, Beziehungen der mittel- und osteuropäischen Staaten zu UdSSR, USA, EWG und NATO, Einstellungen zu Globalisierungprozessen, Umgang mit der Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Form von Lustration und Dekommunisierung.

Logo der Universität Leipzig

Summerschool

1989 - A Caesura in Global History and its Consequences

vom 12.06.2019 | bis zum 15.06.2019

Vom 12.06.2019 bis 15.06.2019 veranstaltet die Graduate School Global and Area Studies der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Centre for Area Studies, dem Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur Osteuropas und dem Collaborative Research Centre (SFB) eine mehrtägige Konferenz für Wissenschaftler unter dem Titel „1989 - A Caesura in Global History and its Consequences“. Das Jahr 1989 kann als ein weltgeschichtlicher Wendepunkt bezeichnet werden. 1989 war geprägt von den politischen Veränderungen in den europäischen Ostblockstaaten und dem gesamten kommunistischen Lager. Am 9. November 1989 kam es mit dem Fall der Berliner Mauer zur Öffnung des Eisernen Vorhangs und damit zum Ende des Kalten Krieges. Die mehrtägige Konferenz beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen 1989 und untersucht Verflechtungen und Pfadabhängigkeiten, die sich seit dem Jahr 1989 in unterschiedlichen Weltregionen entwickelt haben.

Ausschnitt Veranstaltungsflyer

Ausstellung

1989 im Angesicht der Gegenwart - Auf den Spuren der historischen Ereignisse von 1989

vom 04.06.2019 | bis zum 05.06.2019

Das Institut français Deutschland veranstaltet gemeinsam mit dem Institut français Polens und der Tschechischen Republik einen Gesprächszyklus. Im Mittelpunkt steht hierbei die Frage welche gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen die europäischen Länder in den vergangenen 30 Jahre nach dem Ende des Kommunismus erfahren haben? Es sollen sowohl die Hoffnungen von 1989, als auch die Enttäuschungen in den Blick genommen und aus heutiger Sicht behandelt werden. Der Gesprächszyklus steht unter dem Motto „1989 im Angesicht der Gegenwart“. Das Programm wird in verschiedenen europäischen Städten stattfinden und sich aus unterschiedlichen Veranstaltungen zusammensetzten. So wird beispielsweise die interaktive Ausstellung „Générations 1989-2019“ (Multimediainstallation mit Vorführungen rund um das Thema Freiheit) und das Theaterstück „Utopie 89, ein Hoffnungsschimmer“ gezeigt. In Berlin findet in Zusammenarbeit mit dem Centre Marx Bloch ein Seminartag statt.

Logo des DHI Moskau

Konferenz

Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy

vom 27.05.2019 | bis zum 28.05.2019

Vom 27. bis zum 28. Mai 2019 findet  am Deutschen Historischen Institut Moskau die Konferenz “Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy” statt. Der Titel “Vse idet po planu” (russisch für “Alles läuft nach Plan?”) beinhaltet bereits die zentrale Fragestellung, der sich die Konferenz widmet. Die sowjetische Wirtschaftsgeschichte wird in der Regel als eine Geschichte der Planwirtschaft verstanden. Diese Sichtweise impliziert meistens eine Wertung der sowjetischen Ökonomie als ineffizient und inflexibel und sieht in dieser den Hauptgrund für den Kollaps der Sowjetunion. Doch der Fokus auf “den Plan” als konstituierendes Element der sowjetischen Wirtschaft lässt andere Aspekte außer Acht. Zum Beispiel, dass Pläne regelmäßig den wirtschaftlichen Realitäten angepasst wurden und somit nicht dem gängigen Bild eines inflexiblen, der wirtschaftlichen Entwicklung hinderlichen, Elementes, entsprechen müssen. Ebenso kann eine ausschließliche Fokussierung auf den Plan keine Erklärungen für die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik liefern. Die Konferenz setzt sich zum Ziel, neue Kategorien zur Analyse der Wirtschaft der poststalinistischen Sowjetuinion zu entwickeln. Konferenzsprachen sind Russisch und Englisch. 

Screenshot: Ankündigung der Ausstellung auf en.ghmp.cz

Sonderausstellung

Carnations and Velvet. Art and Revolution in Portugal and Czechoslovakia 1968–1974–1989

vom 30.04.2019 | bis zum 29.09.2019

Vom 30. April 2019 bis zum 29. September 2019 ist in der Prague City Gallery die Ausstellung „Carnations and Velvet / Art and Revolution in Portugal and Czechoslovakia 1968–1974–1989“ zu sehen. Die Ausstellung präsentiert Kunst aus Portugal und der damaligen Tschechoslowakei. Der zeitliche Rahmen, der durch die Exponate abgedeckt wird, wird durch die Ereignisse in Portugal und der Tschechoslowakei 1968, die portugiesische Nelkenrevolution 1974 und die tschechoslowakische Samtene Revolution 1989 gesteckt. 1968 läutete sowohl in Portugal als auch in der Tschechoslowakei den Beginn einer Verschärfung repressiver und autoritärer Tendenzen ein. Als Nelkenrevolution wird der Putsch gegen die  Diktatur des rechten „Estado Novo“ Regimes bezeichnet, der von einer linksgerichteten Armeegruppe mit Unterstützung der Zivilbevölkerung weitestgehend friedlich durchgeführt wurde. Als „Samtene Revolution“ werden die Massenproteste in der damaligen Tschechoslowakei bezeichnet, die schließlich zum Abdanken der kommunistischen Regierung und einem friedlichen Regimewechsel führten. Die Ausstellung versammelt Werke aus der Zeit der Diktaturen und der Regimewechsel, aber auch Werke jüngerer Künstlerinnen und Künstler, die das Revolutionsthema in ihren Arbeiten aufgreifen und reflektieren. Die Ausstellung befindet sich in der Prager Stadtbibliothek und ist Dienstag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Logo der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße

Buchvorstellung

Buchvorstellung "Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent"

vom 09.04.2019

Am 9. April 2019 stelle der Historiker Andreas Weigelt in der Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam sein Buch „Vorwurf: Aktiver Nazi, Werfolf oder Agent. Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945-1955“ vor. Die Vorstellung fand in Form eines Gespräches zwischen dem Autor und Rainer Potratz, Referent bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, statt. Weigelts Fallstudie spürt den Geschichten von Menschen nach, die in Bad Freienwalde von sowjetischen Geheimdiensten verhaftet wurden. Weigelt ermittelt für die Stadt eine Anzahl von 317 Betroffenen, von denen 255 ohne Urteil inhaftiert waren. Ihre Schicksale stehen beispielhaft für die  mehr als 120.000 Menschen, die zwischen 1945 und 1950 in Gefangenenlagern der Sowjetischen Besatzungszone interniert waren, sowie die 1.000 Gefangenen, die in den Jahren bis 1955 festgenommen und zum Tode verurteilt wurden. Offiziell im Rahmen von Entnazifizierungsprogrammen verhaftet, fehlen bis heute gesicherte Angaben über die tatsächlichen Verhaftungsgründe. Andreas Weigelt stellt für die von ihm untersuchten Fälle die Verhaftungsgründe nach und rekonstruiert die Biografien der Verhafteten.

Logo der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Sonderausstellung

Stasi in Berlin. Überwachung und Repression in Ost und West

vom 28.03.2019 | bis zum 31.03.2020

Unter dem Titel „Stasi in Berlin. Überwachung und Repression in Ost und West“ zeigt die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen vom 29.03.2019 bis zum 31.03.2020 eine Sonderausstellung. Der Staatssicherheitsdienst (Stasi) diente in der DDR als Nachrichtendienst und Geheimpolizei und bildete das wichtigste Machtinstrument der regierenden marxistisch-leninistischen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Unter sowjetischem Einfluss war in der DDR nach ihrer Gründung aus der Zwangsvereinigung von KPD und SPD eine Einparteienherrschaft der SED entstanden. Von 1949 bis 1990 agierte die Stasi ohne rechtliche Kontrolle als Werkzeug zur Machterhaltung der SED. Die Stasi war ein Überwachungssystem und Repressionsapparat, der die Bürger der DDR und auch Westberlins systematisch überwachen ließ. Besonders in das Visier der Stasi gerieten DDR-Bürger, die politischen Widerstand gegen das SED-Regime leisteten oder bei denen die Gefahr der Republikflucht bestand. Die multimediale Sonderausstellung verdeutlicht den Besuchern das Ausmaß der Überwachung und der staatlichen Repressionen und beleuchtet die Mittel und Methoden der Stasi. Individuelle Schicksale beleuchten beispielhaft die Arbeit der Stasi und erzählen von Überwachungsmaßnahmen, Folter und Verhaftung.  Die Ausstellung zeigt auf einer 170 qm großen Luftaufnahme Berlins über 100 verschiedene Orte, von denen aus der Staatssicherheitsdienst seiner Arbeit nachging. Die Ausstellung kann täglich von 9 bis 18 Uhr besucht werden, der Eintritt ist frei.

Screenshot Ausstellungsankündigung Grand Palais

Ausstellung

RED - Art and utopia in the land of Soviets

vom 21.03.2019 | bis zum 01.07.2019

Vom 20. März bis zum 1. Juli 2019 ist im Pariser Grand Palais die Ausstellung „RED – Art and utopia in the land of Soviets“ zu sehen. Mehr als 400 Werke vereint die Schau, die sich u.a. aus der Sammlung des Russischen Nationalmuseums und der Tretjakow Galerie zusammensetzt. Der zeitliche Rahmen der Ausstellung reicht von 1917 bis 1953 und somit vom Jahr der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod. Insbesondere die Entwicklung von einer freien und diversen Kunst unter den Bolschewiki hin zu einer vom Staat instrumentalisierten Kunst unter Stalin wird thematisiert. Dabei haben die Kuratoren versucht die Balance zu finden, der Kunst genügend Raum zu geben und zugleich durch Kommentierungen eine historische Einordnung zu schaffen.  

Logo der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Vortrag

„Mein Großvater war Tschekist“ – Russland wagt sich an die Täterdebatte

vom 13.03.2019

Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam lädt am 13. März 2019 um 18.00 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Mein Großvater war Tschekist – Russland wagt sich an die Täterdebatte“ ein. Die Aktivistin der NRO Memorial Anke Giesen stellt zentrale Thesen ihres Dissertationsprojektes vor. Die Beobachtung, dass sich die gesellschaftliche Debatte über den Stalinismus in Russland der letzten Jahre zunehmend den Tätern widmet, wird analysiert. Die Auseinandersetzung findet hierbei meist in sozialen Medien statt und zeigt ein gestiegenes Interesse an der Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte vieler Russinnen und Russen. Welche gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen diesen Trend befördert haben und welche neuen digitalen Rechercheinstrumente der russischen Gesellschaft zur Verfügung stehen, beleuchtet der Vortrag. Der Abend wird von dem Mitarbeiter der Gedenkstätte Sachsenhausen Dr. Enrico Heitzer moderiert.