...

 

Screenshot von der Website der RLS

Tagung

Marx in Hessen. Tagung anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx

vom 21.04.2018 | bis zum 22.04.2018

Vom 21. bis 22. April 2018 findet an der Goethe-Universität Frankfurt/Main die Veranstaltung „Marx in Hessen. Tagung anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx“ statt. Anspruch der Tagung ist es, an Marx‘ Theorien und die Geschichte des Marxismus in Hessen zu erinnern und dabei die Aktualität seiner Ansätze zu diskutieren. Anlass zur erneuten Debatte über sein Werk gibt es, neben dessen fortdauernden Relevanz, in Form diverser Jubiläen, die sich 2017 und 2018 ereignen: Im Herbst 2017 jährt sich das Erscheinen von „Das Kapital“ zum 150. Mal, im Februar 2018 das Erscheinen von „Das kommunistische Manifest“ zum 170. Mal, und schließlich, anlassstiftend für diese Veranstaltung, der 200. Geburtstag Karl Marx‘ im Mai 2018. Es ist passend, dass eine Veranstaltung, die die Aktualität von Marx‘ Ideen diskutieren möchte, in Hessen statt findet, spielen doch hessische Universitäten eine zentrale Rolle in der Wiederentdeckung von Marx‘ Werken, die in der Frankfurter und Marburger Schule von entscheidender Bedeutung sind. Die Vorträge gliedern sich in die Themenblöcke Emanzipation, Demokratie und Marx: Rückblick und Ausblick; Politische Implikationen der Marxschen Theorie und Weiterentwicklungen der Herrschaftskritik; Staat, Raum, Politik; Kapitalismus als Weltsystem und die postkoloniale Konstellation; Versöhnte Menschheit: Emanzipatorische Perspektiven und die handelnden Subjekte. Um Anmeldung bis zum 8. April 2018 unter RosaLuxemburgStiftungHessen@rosalux.org wird gebeten.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

National History and the New Nationalism in the 21st Century

vom 11.04.2018 | bis zum 13.04.2018

Vom 11. bis 13. April 2018 findet am Deutschen Historisches Institut Paris die Tagung „National History and the New Nationalism in the 21st Century“ statt. Themen werden das Verhältnis zwischen Geschichte und (wissenschaftlichlicher) Geschichtsschreibung sowie die Instrumentalisierung von Geschichte in nationalistischen Diskursen sein. Neuerer historiografische Ansätze vertreten eine Abkehr vom Schwerpunkt der Nationalgeschichte hin zu einm globalen Verständnis von Geschichte. Dem entgegen beobachten die Veranstalterinnen und Veranstalter eine neue Popularität von Nationalgeschichte als identitätsstiftendes Werkzeug. Dieses befördert in seiner Fokussierung auf die eigene nationale Geschichte eine Abgrenzung gegen „andere“ – seien es Nachbarstaaten oder Vertreterinnen und Vertreter eines anderen Geschichtsbildes. Die entscheidende Funktion, die Geschichtsbildern unterschiedlicher Ausprägung im Zuge dieser Entwicklung zukommt, steht im Zentrum der Tagung. Die präsentierten Fallstudien beschränken sich dabei nicht auf europäische Länder, sondern bemühen sich um eine globale Perspektive, die Länder aller Kontinente in den Blick nimmt. Russlands neuere Geschichte ist von radikalen Umbrüchen sowie von Spannungsverhältnissen zu seinen Nachbarländern geprägt. Der identitätsstiftende Aspekt einer Nationalgeschichte gewinnt im Kontext der russischen Geschichte von Revolutionen, Bürgerkrieg, Diktaturen und Perestroika nochmals zusätzlich an Bedeutung. Die Tagung wird in Kooperation mit den Deutschen Historischen Instituten in London, Rom und Warschau, dem Deutschen Institut für Japanstudien, dem Orient-Institut Istanbul, der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem LabEx Écrire une histoire nouvelle de l’Europe organisiert. Um Anmeldung unter event@dhi-paris.fr wird gebeten. 

Logo des AvS

Symposium

Verfolgte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Opfer der Diktatur würdigen – Erinnerungsarbeit vernetzen

vom 23.03.2018 | bis zum 24.03.2018

Vom 23. bis 24. März 2018 findet im Kurt-Schumacher-Haus in Hamburg die Tagung “Verfolgte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Opfer der Diktatur würdigen – Erinnerungsarbeit vernetzen” statt. Die Veranstaltung wird vom Arbeitskreis der ehemals verfolgten und inhaftierten Sozialdemokraten (AvS) organisiert. Fokus ist der Umgang mit und die Erinnerung an die Schicksale von SPD-Mitgliedern während der NS-Diktatur, der sowjetischen Besatzung und der SED-Diktatur. Die Veranstaltung setzt sich zum Ziel, die Grundlagen für eine erfolgreiche Erinnerungsarbeit für diese Gruppe zu schaffen. Die soll zum einen durch Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Parteimitgliedern und Angehörigen geschehen, zum anderen durch die Bereitstellung der für die Erinnerungsarbeit praktisch notwendige Informationen, wie Hinweise auf verfügbare Materialien und methodisches Vorgehen. Das Datum der Veranstaltung ist nicht zufällig gewählt: Am 23. März 1933 hielt der Sozialdemokrat Otto Wels im Reichstag eine Rede gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten, er steht symbolisch für die in deutschen Diktaturen verfolgten Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten denen sich die Erinnerungsarbeit der AvS widmet. Der AvS ging im Jahr 2016 aus der Fusion der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten und des Arbeitskreis der politischen Häftlinge in der SBZ/DDR hervor. Für die Teilnahme am gemeinsamen Abendessen am 23.3. ist eine Anmeldung bis zum 21.03.2018 an martens@avs-hh.de erforderlich. Ein Kostenbeitrag von 20 Euro ist vor Ort zu entrichten.

Logo des Ausstellungs- und Gedenkorts: Friedhof der Märzgefallenen

Veranstaltungsreihe

170 Jahre Märzrevolution. Veranstaltungsprogramm zum Gedenken an die Berliner Barrikadenkämpfe am 17. und 18. März 2018

vom 17.03.2018 | bis zum 18.03.2018

Der Friedhof der Märzgefallenen lädt in Kooperation mit dem August Bebel Institut und der Aktion 18. März zum 170. Jahrestag der Barrikadenkämpfe der Märzrevolution 1848 zu einer Reihe von Gedenkveranstaltungen ein. Auf der Gedenkstunde für die Opfer der Barrikadenkämpfe auf dem Friedhof der Märzgefallenen werden neben dem regierenden Oberbürgermeister Berlins Michael Müller auch andere Politiker und Politikerinnen zu Wort kommen. Neben der offiziellen Gedenkstunde auf dem Friedhof gibt es zahlreiche Begleitveranstaltungen. Führungen durch die Ausstellung des Gedenkortes, eine Stadtführung durch Berlin zu Orten der Revolutionen 1848 und 1918/1919, ein Diskussionsabend zur Sklavenrevolution in Haiti 1791, ein abwechslungsreicher Kulturabend im kreuzberger Programmkino Moviemento und einiges mehr. Die genauen Veranstaltungsorte und -Zeiten können sie dem ausführlichen Programm hier entnehmen.

Screenshot der Website des Veranstalters

Veranstaltungsreihe

Revolution! Aufstände und Protestbewegungen in Oberschwaben

vom 28.02.2018 | bis zum 19.06.2018

Zwischen dem 28. Februar und dem 19. Juni 2018 findet in Weingarten die Vortragsreihe „Revolution! Aufstände und Protestbewegungen in Oberschwaben“ statt. Ziel der Reihe ist es, denjenigen Protesten, die außerhalb der viel analysierten Großstadtsphären stattfanden, einen Raum zu bieten. Während die großen Protestbewegungen der vergangenen Jahrhunderte zwar oft in Städten ihren Anfang nahmen, waren ihre Auswirkungen auch in ländlichen Regionen spürbar und entwickelten dort ihre eigenen Ausprägungen und Dynamiken. Im Rahmen von vier Abendveranstaltungen im Tagungshaus Weingarten werden für den Bauernkrieges 1525, die Revolution von 1848/49, die Novemberrevolution von 1918/19 und die Studierendenrevolte 1968 die Ausprägungen dieser Protestbewegungen für die Region Oberschwaben betrachtet. Neben einem Überblick über die jeweiligen Ereignisse sollen diese beispielhaft in einen größeren Kontext eingeordnet werden, in dessen Rahmen die Fragen nach Wechselwirkungen zwischen regionalen und nationalen Bewegungen und die Frage nach den Spezifika regionaler Proteste gestellt werden sollen.Die Vorträge finden jeweils um 19:00 Uhr im Großen Saal des Tagungshauses Weingarten statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Um Anmeldung per E-Mail an geschichte@akademie-rs.de wird gebeten; Anmeldung ist ohne Bestätigung gültig.

Ankündigung der Veranstaltung auf der Homepage des DFG-Graduiertenkollegs, Screenshot von der Website

Symposium

Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung "Europa"

vom 14.02.2018 | bis zum 16.02.2018

Seit 2009 erforscht das Mainzer DFG-Graduiertenkolleg Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung "Europa" die Haltungen und Reaktionen der christlichen Kirchen, kirchlicher Akteure und kirchennaher gesellschaftlicher Gruppierungen zum Europadiskurs und zum Europäisierungsprozess von 1890 bis zur Gegenwart. Die interdisziplinären Arbeiten des Kollegs widmeten sich dabei vorrangig den drei Themenbereichen Europaverständnis der christlichen Kirchen, der Rolle von Ökumene und christlichen Versöhnungsinitiativen, sowie den rechtlichen und ethischen Herausforderungen, denen sich die Kirchen im Kontext der europäischen Einigung stellen müssen. Im Rahmen des Abschlusssymposiums findet am 15.02.2018 um 19.30 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Die Haltung der Kirchen zu den gegenwärtigen Krisen Europas" statt, die die aufgezeigten Forschungsdesiderate, sowie die kirchlichen Positionierungen zu aktuellen Problemlagen in Europa bespricht.

Screenshot von Website der Veranstaltung: Solidarność - Geschichte und aktuelle Debatten

Vortrag

Solidarność - Geschichte und aktuelle Debatten

vom 23.01.2018

Das DDR Museum Berlin lädt am 23. Januar 2018 den Historiker Dr. Dominik Pick zu einem Gespräch und Vortrag zur oppositionellen Gewerkschaftsbewegung der 1980er-Jahre in Polen ein. Moderiert wird das Gespräch von dem wissenschaftlichen Leiter des Museums Dr. Stefan Wolle. Die Gewerkschaft Solidarność gründete sich im Sommer 1980 in Gdansk und verstand sich selbst als Arbeiterbewegung. Der Vortrag soll die Rolle der Bewegung beim Zusammenbruch des sozialistischen Staates diskutieren, die Ausstrahlung auf andere Staaten des Ostblocks und insbesondere der DDR kritisch bewerten und die Reaktionen auf die Gewerkschaftsbewegung im Westen beleuchten. Der Ort der Bewegung im polnischen Geschichtsbild soll hierbei bestimmt werden. Dr. Dominik Pick ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften und forscht zur deutsch-polnischen Beziehungen, Migration und Kulturtransfers zwischen den beiden Staaten.Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Ankündigung des Stücks auf der Website der Schaubühne, Screenshot von der Website

Theaterstück

Streit ums Politische: Philosophie der Revolution

vom 11.12.2017 | bis zum 12.02.2018

Was ist das eigentlich: revolutionäres Handeln? Professor Gunnar Hindrichs begreift es als ein Handeln, das den Regeln folgt, die es selber setzt. Doch damit beginnen auch Schwierigkeiten: Denn wie lassen sich Regeln denken, die erst mit ihrer Befolgung eingesetzt werden? Offenbar benötigt eine Revolution ganz eigene Gesichtspunkte, unter denen sie sich verstehen lässt. Im Gegensatz zu den Revolutionen, die einst lautstark auf der Straße stattfanden, etwa der Sturm auf die Bastille, die Barrikaden von 1848 oder der Sturz der Colonne Vendôme 1871, vollzog sich die Oktoberrevolution zunächst relativ geräuschlos. Doch bis heute flackert das Feuer der Ereignisse von 1917 und der Folgejahre immer wieder auf. Gemeinsam mit dem Soziologen Heinz Bude begibt sich Gunnar Hindrichs in einen tiefgreifenden Dialog über die Philosophie der Revolution. Sein Vorschlag lautet: Eine Revolution hat ihren eigenen Begriff von Recht, Handeln, Schönheit und Gott. Ob der Soziologe die Ansicht Hindrichs teilt, zeigt sich auf der Bühne.

Flyer zur Veranstaltung

Podiumsgespräch | Vortrag

100 Jahre nach der Oktoberrevolution. Vortrag und Gespräch mit Nicolas Werth und Étienne François

vom 07.12.2017

Die Russische Revolution von 1917 hat die zeithistorische und gesellschaftliche Debatte über die Folgen und Hinterlassenschaften dieses einschneidenden Ereignisses für das kurze 20. Jahrhundert auch im Jahr 2017 geprägt. Zum Abschluss des Themenjahres »Der Kommunismus. Utopie und Wirklichkeit« der Bundesstiftung Aufarbeitung spricht der französische Historiker Nicolas Werth über die geschichtspolitischen Debatten und Kontroversen, die die Geschichte des Kommunismus seit der Oktoberrevolution bis heute begleiten. Wie hat sich die Bewertung der Revolution gewandelt? Wie wirkt die Gewaltgeschichte der Revolution und der kommunistischen Diktaturen mit ihren Millionen Opfern bis heute nach? Diese und weitere Fragen werden in dem Vortrag sowie dem abschießenden Gespräch diskutiert.Nicolas Werth ist Forschungsdirektor am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Paris und ein Spezialist für die Geschichte der UdSSR, wobei seine Arbeitsschwerpunkte in der Erforschung des Stalinismus sowie der Repressionspolitik des sowjetischen Regimes liegen. Er ist Autor zahlreicher einschlägiger Publikationen sowie Co-Autor des Schwarzbuch des Kommunismus (1997). Zuletzt erschienen u. a. Les révolutions russes (PUF, 2017), Le Goulag. Témoignages et archives, R.Laffont, 2017. Sein erstes Werk »Etre communiste en URSS sous Staline« (1981) ist gerade in einer überarbeiteten Fassung bei Gallimard erschienen. Die gesamte Veranstaltung wird simultan ins Deutsche übersetzt und in Ton und Bild dokumentiert. Der Vortrag und das Gespräch finden in französischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Workshop

Transnationale Gewalt: Paramilitärische Netzwerke im 20. Jahrhundert

vom 01.12.2017

Der Workshop „Transnationale Gewalt: Paramilitärische Netzwerke im 20. Jahrhundert“ widmet sich politischer Gewalt und der Frage nach dem Ursprung von Bedrohungen für die staatliche Sicherheit. Die Veranstalter wollen die paramilitärischen Netzwerke untersuchen, die als Akteure politischer Gewalt im 20. Jahrhundert Einfluss nahmen auf politisches und revolutionäres Geschehen und dabei auch formell neutrale Länder wie die Schweiz als einen Ort für „Nachschub, Propaganda, Diplomatie oder auch als Gewaltschauplatz“ nutzten. Anhand konkreter Fallstudien sollen die Strukturen dieser transnationalen paramilitärischen Netzwerke untersucht werden. So werden in Vorträgen etwa die Schwarze Reichswehr in Österreich 1918-1923 und die Schweizer Militärmission in Griechenland und dem Osmanischen Reich betrachtet. Die Titel der drei Panels geben einen Einblick in die Schwerpunkte des Workshops: „Transnationale Netzwerke im Zeitalter Extremer Gewalt – ca. 1900 bis 1945“, „Linke Transnationale Gewalt und die Schweiz“ und „Rechte/Nationalistische Transnationale Gewalt und Osteuropa“. Mit einem vergleichenden Blick werden auch aktuelle Prozesse im 21. Jahrhundert gegenübergestellt: Ein Vortrag im dritten Panel trägt den Titel „Das transnationale ‚Neo-Eurasische‘ Netzwerk und die Verbreitung von Separatismus in der Ukraine 2005-2014“.

Terminankündigung auf der Seite des Herder-Instituts, Screenshot von der Website

Konferenz

State Socialism, Heritage Experts and the Internationalism in Heritage Protection after 1945

vom 21.11.2017 | bis zum 22.11.2017

Diese Konferenz will untersuchen, welche Rolle die ost- und mitteleuropäischen Länder in der Entwicklung der internationalen Erbschaftsschutzpolitik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielten und möchte den Anstieg des kulturellen Erbes in den sozialistischen Gesellschaften als Reaktion auf verschiedene Phänomene erforschen. Dazu gehören zum Beispiel die rasche sozialistische industrielle Entwicklung, die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und der Kriege der nationalen Befreiung sowie die Notwendigkeit, nationale Traditionen zu erleben.Im Wettbewerb des Kalten Krieges behaupteten die sozialistischen Staaten, dass ihr Respekt vor fortschrittlichen Traditionen und der materiellen Kultur ihre überlegenen Entwicklungsmethoden von der kapitalistischen Welt unterscheide. Nicht ausgerichtete Länder versuchten oft, Aspekte der sozialistischen und kapitalistischen Logik des Kulturerbes zu mischen. Doch der Beitrag der sozialistischen Staaten und Sachverständigen zur Entwicklung der Erbschaftsidee bleiben weiterhin zu erforschen. Konferenzthemen sind unter anderem die Vermächtnisse der sozialistischen Staaten und Experten in den zeitgenössischen Kulturerbe-Praktiken, die transnationale und transkulturelle Zirkulation von Vorstellungen sowie die Rolle internationaler Organisationen wie UNESCO, ICOMOS, ICCROM, UIA bei der Bereitstellung einer Plattform für professionelle Kommunikation und Wissensaustausch mit der sozialistischen Welt.

Logo des Institute for Democracy, Media & Culture

Konferenz

Between Apathy and Nostalgia: Public and Private Recollections of Communism in Contemporary Albania

vom 17.11.2017 | bis zum 18.11.2017

„Between Apathy and Nostalgia“ widmet sich der öffentlichen und privaten Erinnerung der albanischen Bevölkerung an die Zeit der Diktatur (1944 bis 1990). Im Zentrum der Konferenz steht eine aktuelle OSZE-Studie, nach der eine überwiegend positive Einstellung gegenüber dem vergangenen kommunistischen Regime – im Besonderen gegenüber dem Diktator Enver Hoxha – vorherrscht, sowie die öffentlichen Reaktionen auf diese Ergebnisse. Die Nostalgie der Bevölkerung wird kontrastiert von einer weit verbreiteten Kritik der mangelnden Dekommunisierung. Kritisch hinterfragen will die Tagung die einseitige Repräsentation des Kommunismus vor allem in der aktuellen Politik und den politischen Medien, da sie weit entfernt ist von der Vielfalt und Komplexität der Erfahrungen der albanischen Bevölkerung. Dieser Form der Erinnerungspolitik versucht die Konferenz mit der Fragestellung „Wer erinnert sich woran?“ eine verständliche und nuancierte Gesamtschau der Erinnerung an den Kommunismus entgegenzusetzen (vgl. http://idmc.al). Der Vergleich der albanischen mit Erinnerungskulturen anderer osteuropäischer Ländern – im Speziellen Bulgariens und Rumäniens – ist ein weiterer Schwerpunkt der Tagung.

Das Logo der Europäischen Universtität St. Petersburg

Konferenz

Constructing the “Soviet”!? Political Consciousness, Everyday Practices, New Identities

vom 20.04.2018 | bis zum 24.04.2018

Vom 20. bis zum 24. April 2018 findet zum zwölften Mal die Studierenden- und Graduiertenkonferenz “Constructing the “Soviet”!? Political Consciousness, Everyday Practices, New Identities” an der Europäischen Universität St. Petersburg statt. Seit 2007 setzen sich Studierende und Graduierte der Geistes- und Sozialwissenschaften im Rahmen der Konferenz mit kulturellen, ökonomischen und politischen Aspekten der sowjetischen Geschichte auseinander. Thematisch ist die Konferenz bewusst offen gehalten, um ein möglichst breites Spektrum von Forschungsfeldern zu integrieren. Ziel der Konferenz ist es, den akademischen Austausch unter Forschenden zur sowjetischen Geschichte zu befördern und neue methodische Ansätze in diesem Bereich zu entwickeln. Jungen russischen und internationalen Akademikerinnen und Akademikern wird durch die Konferenz ein Rahmen geboten, in dem sie ihre Arbeiten einem internationalen Publikum präsentieren und mit diesem diskutieren können. Neben den Podiumsdiskussionen werden herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der sowjetischen Geschichte Keynotepräsentationen halten. Konferenzsprachen sind Englisch und Russisch.

Flyer der Veranstaltungsreihe: Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest

Veranstaltungsreihe

Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest

vom 10.04.2018 | bis zum 04.12.2018

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Studierendenproteste des Jahres 1968 lädt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Deutsche Gesellschaft e. V. und der Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB) des Landes Berlin zu einer siebenteiligen Diskussionsreihe in die Räume der Bundesstiftung ein. Vom 10. April bis 4. Dezember 2018 widmen sich die Veranstaltungen verschiedenen Aspekten des Epochenjahres. Neben Veranstaltungen zu Popkultur und NS-Aufarbeitung nehmen die restlichen Veranstaltungen gezielt 1968, die kommunistische Ideologie und die sozialistischen Diktaturen in den Blick. Die verschiedenen Formen des Aufbegehrens in Politik, Gesellschaft, Alltag und Kultur in Ost und West sollen miteinander verglichen werden. Die Auftaktveranstaltung fragt nach der Erinnerung der Ereignisse in Ost und West. Ein anderes Podium beschäftigt sich mit der politischen Ideengeschichte von 1968 und ihrem Verhältnis zur kommunistischen Ideologie. Aber auch die Rolle der kommunistischen Geheimdienste wird ebenso kritisch beleuchtet, wie die Frage nach einer transnationalen Perspektive über die Ost-West-Grenzen hinweg oder Kontinuitäten zu den Ereignissen von 1989. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltungen beginnen um 18.00 Uhr. Eine Übersicht der Veranstaltungsreihe finden sie hier: 10. April 2018: 1968: Mythos Ost – Mythos West 8. Mai 2018: Renaissance des Kommunismus? Zur Ideengeschichte der „Achtundsechziger“ 5. Juni 2018: Gelenkter Protest? SED, Stasi und Studentenbewegung 4. September 2018: „Rockmusik, Rebellion und freie Liebe“. Die Jugendkulturen der 1960er-Jahre 9. Oktober 2018: Zwischen Paris und Prag. Wie international war 1968? 6. November 2018: Aufarbeitung oder Schlussstrich? Vom Umgang mit der NS-Vergangenheit in Deutschland 4. Dezember 2018: Von der Revolte zur Revolution. Wie viel 1968 steckt in 1989?

Logo der Universität Riga

Konferenz

Die drei Leben eines Historikers: Robert Vipper (1859-1954) in der russischen, lettischen und sowjetischen Geschichtsschreibung

vom 23.03.2018 | bis zum 24.03.2018

Die Universität Lettland, die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und das Deutsche Historische Institut Moskau laden vom 23. - 24.03.2018 zu einer internationalen Konferenz in die Universitätsbibliothek Riga ein. Gegenstand der Konferenz ist die wissenschaftliche Biografie des Historikers Robert Vipper (1859-1954). Er lehrte Universalgeschichte, mit einem besonderen Interesse an Kirchengeschichte, Alter Geschichte und Methodologie. Der Historiker erfuhr seine wissenschaftliche Sozialisation in der Zeit des Zarenreiches. Während des Stalinismus migrierte er nach Lettland, kehrte allerdings nach der Annexion der baltischen Staaten wieder zurück in die Sowjetunion. Die Konferenz möchte die Biografie von Vipper in die russische, sowjetische und lettische Geschichte des 20. Jahrhunderts integrieren. Die Teilnehmenden legen Verbindungen in Vippers Werk zur baltischen und russischen Agrargeschichte des Mittelalters zu zeitgeschichtlichen Ereignissen frei. Die internationale Tagung will somit den in Westeuropa kaum bekannten Historiker würdigen und zu seiner Wiederentdeckung beitragen. In sechs Sektionen werden deutsche, russische und lettische Fachleute die historiographiegeschichtlichen Fragen zu Vippers Schaffen kritisch diskutieren. Konferenzsprachen sind Deutsch und Russisch.

Logo der SSIP e.V.

Workshop

Frauen in den Revolutionen des 20. Jahrhunderts: interkulturelle Reflexionen

vom 08.03.2018 | bis zum 09.03.2018

In der Endphase des Ersten Weltkrieges entstanden im Russischen und Deutschen Reich revolutionäre Bewegungen, die in neue politische Systeme mündeten und die Monarchie stürzten. In Russland etablierten die Bolschewiki nach der Oktoberrevolution den ersten kommunistischen Staat. In Deutschland entstand mit der Weimarer Republik eine parlamentarische Demokratie. Der Workshop „Frauen in den Revolutionen des 20. Jahrhunderts“ nimmt das 100-jährige Jubiläum der Revolutionen zum Anlass, die Ereignisse aus neuen Perspektiven zu betrachten. Der weibliche Blick auf die Revolutionen soll in den Fokus rücken ebenso wie das differentielle Frauenbild in den revolutionären Bewegungen. In einem vergleichenden Zugang soll auch nach der Wahrnehmung der Frauen im eigenen und im Nachbarland gefragt werden.

Screenshot von Veranstaltungswebsite der Rosa-Luxemburg-Stiftung: Verschmäht, vergessen oder glorifiziert? Blicke auf 100 Jahre Revolution 1918/19

Podiumsgespräch

Verschmäht, vergessen oder glorifiziert? Blicke auf 100 Jahre Revolution 1918/19

vom 23.02.2018

Anlässlich des Gedenkjahres zur Novemberrevolution 1918/1919 lädt die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem Friedhof der Märzgefallenen, dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, dem August-Bebel-Institut und dem Berliner Münzenbergforum zu einer Podiumsdiskussion ein. Die Rezeption der deutschen Revolution innerhalb der Linken soll untersucht werden. Wie die Ereignisse der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933, die deutsche Teilung 1949, die Studierendenrevolten 1968 und die Wiedervereinigung 1989 linke Wahrnehmungsmuster auf die Revolution verändert haben, soll auf dem Podium diskutiert werden. Die Veranstalter haben hierfür Peter Brandt (Fernuniversität Hagen), Rüdiger Hachtmann (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Dietmar Lange (FU Berlin), Jörn Schütrumpf (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Anja Thuns (HU Berlin) eingeladen. Moderiert wird die Veranstaltung von Susanne Kitschun (Friedhof der Märzgefallenen Berlin). Die Veranstaltung findet am 23. Februar von 19.00 bis 22.00 Uhr in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie hier.

"Russlands Erinnerungskultur: Im Erinnern gespalten, im Vergessen geeint?" Ankündigung der Veranstaltung im Kalender der Heinrich Böll Stiftung, Screenshot von der Website

Gesprächsabend | Buchvorstellung

Russlands Erinnerungskultur: Im Erinnern gespalten, im Vergessen geeint?

vom 07.02.2018 | bis zum 07.02.2018

Im Sommer 2017 beschäftigte sich eine deutsch-russische Delegation von jungen Wissenschaftlern und Aktivisten mit den folgenden Fragen: Wie wird in Westsibirien, einem der zentralen Schauplätze des stalinistischen Terrors an Vertreibung, Terror und das Gulag-System erinnert? Woher rührt die neue Stalin-Nostalgie und weshalb werden bestimmte Ereignisse von Erinnerungsgemeinschaften verdrängt, während andere ins kulturelle Gedächtnis einfließen?Im Rahmen eines Workshops in Berlin und einer zweiwöchigen Expedition in Westsibirien wurden verschiedene Orte, Museen und Archive besucht und zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen, verschiedenen Fachleuten und Historikern geführt. Das Projekt wurde in Kooperation mit IFAIR e.V. und der Yugra State University durchgeführt und vom Auswärtigen Amt mitfinanziert. Die Ergebnisse des Projekts, unter anderem der Abschlussband, der die Erfahrungen der Teilnehmenden in Form von vier Essays reflektiert, werden an diesem Abend gemeinsam mit dem Historiker Jan-Claas Behrends vorgestellt und diskutiert. Eine Anmeldung zur Teilnahme ist nicht erforderlich.

Flyer zur Veranstaltung: Saving Bruce Lee – Afrikanischer und arabischer Film in Zeiten sowjetischer Kulturdiplomatie im Haus der Kulturen der Welt

Filmvorführung | Vortrag

Saving Bruce Lee – Afrikanischer und arabischer Film in Zeiten sowjetischer Kulturdiplomatie

vom 19.01.2018 | bis zum 21.01.2018

Am Wochenende vom 19. bis 21. Januar 2018 lädt das Berliner Haus der Kulturen der Welt zu einer Reihe mit Filmvorführungen, Gesprächen und Vorträgen ein, um den Einfluss sowjetischer Kulturpolitik auf den afrikanischen und arabischen Film der 1960er-Jahre bis 1980er-Jahre zu diskutieren. In der Phase der postkolonialen Befreiungskämpfe versuchte die Sowjetunion durch die Vergabe von Filmstipendien ihren Einfluss auf arabische und afrikanische Filmschaffende auszubauen. Akteure und Künstler dieser Zeit zeigen auf der Veranstaltung ihre Werke und diskutieren mit Experten. Wie das Studium dieser Regisseure an dem renommierten Gerassimow-Institut für Kinematographie (VGIK) in Moskau ihr Schaffen im Hinblick auf Ikonographie, Ästhetik, Bildwelten und Ideologie beeinflusst hat, soll kritisch eruiert werden.Die Reihe wurde von Koyo Kouoh und Rasha Salti kuratiert. Der Eintritt am Freitag ist frei. Tagestickets sind für 6 Euro (ermäßigt 4 Euro), Zweitagestickets für 10 Euro (ermäßigt 7 Euro) vor Ort oder hier zu erwerben.Am Freitag beginnt das Programm um 18.00 Uhr, am Samstag um 15.00 Uhr und am Sonntag um 14.00 Uhr. Das ausführliche Veranstaltungsprogramm finden sie hier.

Screenshot der Veranstaltungsankündigung auf der Website des DPI

Gesprächsabend

2017! Ein Jahrhundert kommunistische Revolution in Europa

vom 08.12.2017

Das Deutsche Polen-Institut (DPI) veranstaltet anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution ein moderiertes Gespräch zum Thema Staatssozialismus in Deutschland und Polen. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Zeit von kurz vor dem Zusammenbruch der jeweiligen sozialistischen Staaten bis kurz danach. Es soll unter anderem darüber diskutiert werden, wie die kommunistischen Parteien Druck auf die Menschen ausübten und wie sie Einfluss auf alle Lebensbereiche ihrer Bürger nahmen. Auch soll diskutiert werden, welche Folgen diese Machtausübung und Einflussnahme des Staates für die Entwicklung nach 1989/1990 hatten. Die Erfahrungen von Akteuren in Deutschland und Polen, die einen Einblick auf die Transformationszeit vor und nach der Wende zulassen, stehen im Zentrum des Gesprächsabends. Das Deutsche Polen-Institut (DPI) hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Deutschland das Wissen über das Nachbarland Polen als ein Kernland europäischer Kultur und über Polen als wichtigen Partner Deutschlands in der europäischen Politik zu erweitern. Gegründet wurde das DPI 1980, in einer Zeit schwieriger deutsch-polnischer Beziehungen.

Logo der Heinrich-Böll-Stiftung

Podiumsgespräch

Der Kampf um die Erinnerung. Konflikte und Sowjetisches Erbe in Transnistrien und der Ostukraine

vom 05.12.2017

Die Konflikte in Transnistrien und der Ostukraine unter dem Blickwinkel der symbolischen Dimension des sowjetischen Erbes zu betrachten, hat sich eine Podiumsdiskussion zum Ziel gesetzt, die von der Heinrich-Böll-Stiftung am 5. Dezember 2017 (ab 18.30 Uhr) veranstaltet wird. In Kooperation mit dem Center for Independent Social Research e.V. Berlin (CISR) widmet sich die Veranstaltung insbesondere der Frage welche Rolle Praktiken, Symbole und Diskurse aus der Sowjetzeit in den gegenwärtigen Konfliktregionen spielen. Ist hier eine Wiederbelebung sowjetischer Erinnerungspolitik und Heldenverehrung zu verzeichnen? Und wie ist der erstarkte Patriotismus mit dem Gedenken an den Zweiten Weltkrieg verbunden? Unter dem Titel "Der Kampf um die Erinnerung. Konflikte und Sowjetisches Erbe in Transnistrien und der Ostukraine" werden ausgewiesene Kenner der Konflikte aus Russland, der Ukraine und Moldawien dazu Beiträge liefern und darüber nachdenken wie auf der der Ebene der Erinnerungskultur eine friedliche Konflikttransformation gefördert werden könnte. Die Vortragenden sind Sergiu Musteaţă (Chișinău), Tatiana Vorozheikina (Moskau), Svitlana Osypchuk (Kiev) und Jan C. Behrends (Potsdam). Dazu wird es einen Kommentar von Andrei Deviatkov (Moskau) geben. Die Veranstaltung findet auf Russisch und Deutsch mit Simultanübersetzung statt und wird von Walter Kaufmann von der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin moderiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Logo des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte

Konferenz

Diktatur und Exil – Diktaturerfahrungen der Russlanddeutschen in vergleichender Perspektive

vom 30.11.2017 | bis zum 01.12.2017

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte nimmt das Centennial der Oktoberrevolution zum Anlass einer Konferenz mit anschließender Sonderausstellung. Beide untersuchen kommunistische Diktaturerfahrungen und die besondere Verfolgungsgeschichte von Aussiedlern russlanddeutscher Herkunft in vergleichender Perspektive. Die Konferenz versucht, positive Anknüpfungspunkte zwischen der Erinnerungskultur und Selbstwahrnehmung von Russlanddeutschen, syrischen Geflüchteten und anderen Migrationsgruppen aufzuzeigen. Vor dem Hintergrund der Nähe mancher Russlanddeutscher zum rechtsnationalen Parteienspektrum setzt der multiperspektivische Ansatz der Veranstaltung auf das „integrative Potential“ geschichtspolitischer Aufklärungsarbeit (vgl. www.russlanddeutsche.de). Zurzeit leben in Deutschland 2,4 Millionen Menschen mit russlanddeutschem Migrationshintergrund, die durch die Erfahrungen, oft auch Traumata ihrer Eltern und Großeltern geprägt wurden. „Diktatur und Exil“ versucht, sich ihrer Perspektive anzunähern.

Logo des Deutschen Historischen Instituts

Veranstaltungsreihe

Das Ende des Krieges: Frankreich, Deutschland und Europa (1917‒1923)

vom 21.11.2017 | bis zum 08.11.2018

Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) und die Mission du Centenaire de la Première Guerre mondiale organisieren eine monatlich stattfindende Vortragsreihe mit dem Titel „Das Ende des Krieges: Frankreich, Deutschland und Europa (1917‒1923)“. Die am DHIP stattfindenden Vorträge thematisieren diverse Aspekte der Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Der Waffenstillstand von Compiègne beendete offiziell die Kampfhandlungen, war aber gleichzeitig der Beginn von langwierigen Friedensverhandlungen. Parallel kam es zu Phasen revolutionärer Spannungen und einer Kontinuität der Gewalt. Die europäischen Gesellschaften strebten nach der Bewältigung der ökonomischen, politischen und sozialen Folgen des Krieges und entwickelten ein zum Teil widersprüchliches Gedenken an die vorangegangenen Jahre. Während überall in Europa die Nationen hohe Opfer- Gefallenenzahlen zu verzeichnen hatten, bedeutete das Ende des Krieges in Deutschland und Frankreich aber auch den Beginn einer neuen politischen und sozialen Ära. Die Vorlesungsreihe findet am Deutschen Historischen Institut in Paris statt. Die Ankündigung der Veranstalter verzeichnet die Titel der Vorträge bis zum 15. Mai 2018.

Gender, Generations, Communism in Central and South-Eastern Europe: Concepts, Discourses, Practices,  Screenshot vom Booklet der Konferenz

Konferenz

Gender, Generations, Communism in Central and South-Eastern Europe: Concepts, Discourses, Practices

vom 16.11.2017 | bis zum 18.11.2017

Obwohl die Forschung über Sozialismus, Kommunismus, Staatssozialismus sowie über Generationen- und Geschlechterforschung weltweit in großem Umfang betrieben wird, ist die Wissenschaft, die diese drei theoretischen Perspektiven kombiniert, immer noch rar. Die Konferenz will deshalb sowohl eine akademische, als auch eine methodologische Untersuchung darüber durchführen, inwieweit der Gebrauch von "Gender" als analytische Kategorie in der Forschung zum Kommunismus den Gebrauch von "Generation" impliziert. Der Fokus der Untersuchungen liegt dabei auf konkreten "Fallstudien", die die Darstellungsmöglichkeiten und Lesarten des Kommunismus illustrieren und die Begriffe "Generationen" und "Geschlecht" als charakteristische und prägende Aspekte des Kommunismus in Mittel- und Südosteuropa hervorheben. Auf der Beobachtung beruhend, dass der Kommunismus als eine Geschichte von Individuen und Gruppen von Menschen artikuliert werden kann, die sich durch bestimmte biologische und soziale und kulturelle Zugehörigkeiten definieren, beschäftigt sich die Konferenz mit Identitäten wie "Kindern der Revolution", "Bolschewistischen Feministinnen", "Wiederaufbau (Nachkriegsgeneration)", "Generation 1968", "Frauen der Solidarität" und vielen weiteren.Das langfristige Ziel dieser Veranstaltung ist die Suche nach alternativen Rahmen zur Beschreibung und Analyse des Kommunismus, die über die Erzählung hinausgehen, die sich auf ihren "totalitären" und / oder antitotalitären Charakter konzentriert.

Logo der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße

Vortrag

Sowjetische Geheimdienste in Potsdam 1945-52

vom 19.04.2018

Die Gedenkstätte Lindenstraße und das Zentrum für Zeithistorische Forschungen Potsdam laden am 19. April zu einem Vortrag von Dr. Nikita Petrow mit dem Titel Mitarbeiter der sowjetischen Geheimdienste in Potsdam 1945-52 in die Räume der Gedenkstätte ein. Die sowjetischen Geheimdienste hatten vielfältige Funktionen in den Jahren der SBZ und den Anfangsjahren der DDR inne. Neben der Entnazifizierung der öffentlichen Verwaltung, der Unterdrückung von Widerstand gegen den Aufbau der Diktatur und der Spionage und Spionageabwehr, unterstützten die Agenten den Aufbau des repressiven Sicherheitsapparates der DDR. Der Referent hat in seiner Veröffentlichung Die sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland (2010) die Arbeit von circa 1.000 Mitarbeitenden dokumentiert. Petrow ist stellvertretender Vorsitzender des wissenschaftlichen Informations- und Aufklärungszentrums der Menschenrechtsorganisation Memorial in Moskau. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Sie beginnt um 18.00 Uhr.

Logo der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Podiumsgespräch

Ein vergiftetes Geschenk? Die chinesische Karl-Marx-Statue in Trier

vom 09.04.2018

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx im Mai 2018, schenkt die kommunistische Partei der Volksrepublik China der Stadt Trier – Marx´s Geburtsort – eine fünf Meter hohe Statue des Ökonomen, Philosophen und politischen Aktivisten. Die Aufstellung der Statue ist in Medien und Politik hoch umstritten. Als Teil dieser öffentlichen Auseinandersetzung laden die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V. (UOKG) am 9. April in die Europäische Akademie für Bildende Kunst Trier zu einer Abendveranstaltung ein. Julia Klöckner (Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Vorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz) wird einen Input mit dem Titel Karl Marx und die Deutschen geben. Prof. Dr. Christian Soffel (Universität Trier) wird in seinem Vortrag das Verhältnis von China zu Karl Marx näher beleuchten. In der abschließenden von Helmuth Frauendorfer (Gedenkstätte Hohenschönhausen) moderierten Podiumsdiskussion debattieren Dr. Hubertus Knabe (Gedenkstätte Hohenschönhausen), Dieter Dombrowski (UOKG), Andreas Ludwig (Stadt Trier) und Tienchi Martin-Liao (P.E.N.-Club China). Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr. Um eine Anmeldung unter Telefon: 030 / 98 60 82-413 oder E-Mail veranstaltungen@stiftung-hsh.de wird gebeten. Der Eintritt ist frei.

Logo des Forschungsverbundes Nukleare Technopolitik in der Sowjetunion

Konferenz

Nuclear Technopolitics in the Soviet Union and Beyond

vom 22.03.2018 | bis zum 23.03.2018

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Schweizerischen Nationalfonds geförderte Forschungsprojekt Nukleare Technopolitik in der Sowjetunion lädt vom 22. bis 23. März 2018 nach Tübingen zu einer gleichnamigen Konferenz ein. Die Veranstaltung bringt Historiker und Historikerinnen aus den Forschungsfeldern Osteuropa und Sowjetunion, den internationalen Beziehungen sowie der Wissenschafts- und Technikgeschichte zusammen. In fünf Sektionen diskutieren die Referierenden verschiedene Aspekte der Nukleargeschichte der Sowjetunion und wollen hierbei eine globale und langfristige Perspektive einnehmen. Die Rolle für die sowjetische Ideologie, der Einfluss der Nukleartechnologie auf den Weltmachtstatus der Sowjetunion, transnationale Beziehungen im Kontext des Kalten Krieges, aber auch ökologische Fragen und die Bedeutung der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl werden auf der Veranstaltung beleuchtet. Die Organisatoren möchten die engen Verflechtungen zwischen Technologie, Politik, Gesellschaft und Umwelt herausarbeiten und so mit kritischen Fragen an ihren komplexen Forschungsgegenstand zu neuen Erkenntnissen gelangen. Konferenzsprache ist Englisch.Das Forschungsprojekt NucTechPol - Nuclear Technopolitics in the Soviet Union ist an den Universitäten von Heidelberg, Tübingen und Bern angesiedelt. Im Rahmen des bis 2020 geförderten Projektes werden drei Dissertationen und eine Habilitation entstehen. Über weitere Aktivitäten des Projektes können sie sich auf der Website der Forschenden informieren.

Logo der  Bundeszentrale für politische Bildung

Podiumsgespräch

Ikone. Diktator. Jahrhundertverbrecher. Stalin(ismus) zwischen Vergessen und Nostalgie

vom 08.03.2018

Am 8. März 2018 von 18:00 bis 20:00 Uhr lädt die Bundeszentrale für politische Bildung interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Podiumsdiskussion zur Rezeption Stalins in ihre Räume nach Berlin ein. Unter dem Titel „Ikone. Diktator. Jahrhundertverbrecher“ werden geladene Expertinnen und Experten zur Geschichte und Erinnerung an den Stalinismus diskutieren. Josef W. Stalin war seit 1922 bis zu seinem Tod 1953 Vorsitzender der KPdSU. Seine Herrschaft setzte er mit äußerster Brutalität und Willkür durch und zeichnet sich verantwortlich für mehrere Millionen Tote, Vertreibungen, Enteignungen und Hungersnöte. Dennoch hielt sich in der sowjetischen Gesellschaft und darüber hinaus Bewunderung für den Diktator. Auf der Veranstaltung soll der Stand der Aufarbeitung des Stalinismus diskutiert werden. Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen, Mythen um seine Person und die Rehabilitierung der Opfer stehen im Fokus der Diskussion. Auf dem von Dr. Jacqueline Boysen moderierten Podium sprechen Prof. Dr. Irina Scherbakowa (Memorial, Moskau), Prof. Dr. Tanja Penter (Universität Heidelberg), Prof. em. Dr. Helmut Altrichter (Friedrich-Alexander-Universität, Nürnberg) und Prof. Dr. Mario Keßler (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam).Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird hier gebeten.

Screenshot der Website des New Yorker Büros der RLS

Konferenz

MARX200: Beyond Social Democracy and Communism

vom 23.02.2018 | bis zum 24.02.2018

Vom 23. bis 24. Februar 2018 findet in New York die Konferenz “MARX200: Beyond Social Democracy and Communism” statt. Die Veranstaltung wird in Kooperation des Promotionskollegs und dem New Yorker Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung abgehalten. Ziel der Konferenz ist es, den Blick auf die deutsche Arbeiterbewegung und deren internationalen Einfluss zu erweitern. Die Spaltung der Bewegung in Kommunisten und Sozialdemokraten im Jahr 1919 prägt auch den analytischen Blick auf das Phänomen. Spätestens durch die Manifestierung der Spaltung durch die Gründung zweier getrennter deutscher Staaten und durch deren 40-jähriges Bestehen verfestigte sich auch diese Wahrnehmung der deutschen Linken. Dies lässt jedoch die enorme Vielfalt dieser Bewegung außer Acht, seien es anarchistische Gruppierungen oder der enorme Einfluss, den deutsche Marxistinnen und Marxisten auf die internationale Neue Linke seit 1956 hatten. Der aktuelle Jahrgang des Promotionskollegs der RLS setzt sich zum Ziel, in seiner Forschung dieser Diversität der deutschen Linken gerecht zu werden. Die Referentinnen und Referenten der Konferenz widmen sich Bewegungen, Institutionen und Individuen der Linken des 20. Jahrhunderts, die sich nicht in die Schublade klassischer marxistischer Traditionen stecken lassen. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Es wird um Anmeldung bis spätestens 20. Februar 2018 unter maria.starzmann@rosalux.org gebeten. Konferenzsprache ist Englisch.

Logo des BKGE

Tagung

Mittel- und Osteuropa nach dem Ersten Weltkrieg

vom 31.01.2018 | bis zum 02.02.2018

Die Tagung „Mittel- und Osteuropa nach dem Ersten Weltkrieg“ beschäftigt sich mit den fünf Jahren nach der Russischen Revolution und dem Ende des Ersten Weltkriegs 1917. Diese Zeit war geprägt von den Bemühungen um eine internationale Friedensordnung und um die Emanzipation bisher unterdrückter Nationen. Ebenso herrschte ein starker politischer Revisionismus vor, der Kampf um territoriale Ansprüche und ein Übermaß an politischer Gewalt. Die politisch Verantwortlichen mussten sich ideologischen, sozialen und ökonomischen Krisen stellen, den Wiederaufbau oftmals verwüsteter Landesteile bewerkstelligen und die Versorgung der versehrten Bevölkerung sicherstellen. Die in Berlin stattfindende Tagung nimmt das Jahr 1923 als Begrenzung, da es mit der Überwindung der Inflationszeit und der Etablierung eines „neuen Europa“ für eine gewisse Konsolidierung sorgte, aber auch mit dem gescheiterten „Marsch auf die Feldherrnhalle“ Hitlers und der faschistischen Machtübernahme in Italien die Gefährdung der demokratischen Ordnung aufzeigte. Die Vorträge sollen eine Balance zwischen Teilstudien und transnationalen Untersuchungen aufweisen. Die Tagung wird simultan auf Deutsch und Englisch übersetzt. Es wird um eine Anmeldung bis zum 25.01.2018 über diesen Link gebeten.

Screenshot von Flyer der Vortragsreihe: 100 Jahre Tscheka – 100 Jahre (Post-) Kommunistische Geheimdienste

Veranstaltungsreihe

100 Jahre Tscheka – 100 Jahre (Post-) Kommunistische Geheimdienste

vom 09.01.2018 | bis zum 27.02.2018 | Vortragsreihe in der Gedenkstätte Berliner Mauer

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam) lädt anfang des Jahres 2018 in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Land Berlin und der Stiftung Berliner Mauer zur Vortragsreihe „100 Jahre Tscheka – 100 Jahre (post-)kommunistische Geheimdienste“ ein. Die Vorträge finden im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer statt. Dienstag, 9. Januar 2018, 19 Uhr„»Special Zones« of Memory. Reflections on the Centenary of the Soviet Secret Police“ Julie Fedor (Universität Melbourne) Vortrag und Podiumsgespräch (in engl. Sprache) mit Gabriele Freitag (DGO)Dienstag, 23. Januar 2018, 19 Uhr„Exportartikel Geheimpolizei. Der Aufbau der Geheimpolizeien in Ostmitteleuropa und der DDR“ Andreas Hilger (Deutsches Historisches Institut Moskau) Vortrag und Podiumsgespräch mit Jan C. Behrends (ZZF)Dienstag, 13. Februar 2018, 19 Uhr„Die Internationale der Tschekisten. Eine Kulturgeschichte der Geheimpolizeien im Ostblock“ Emmanuel Droit (Universität Straßburg) Vortrag und Podiumsgespräch mit Jens Gieseke (ZZF)Dienstag, 27. Februar 2018, 19 Uhr„Vom KGB zum FSB. Der Geheimdienst in Russland heute“ Evgenia Lezina (Levada-Zentrum Moskau) Vortrag und Podiumsgespräch (mit russisch-deutscher Übersetzung) mit Manfred Sapper (DGO/Zeitschrift „Osteuropa“)

Logo der Universität Passau

Tagung

Privacy Outside Its ‘Comfort Zone’: Late Socialist Eastern and East-Central Europe between the Private and the Public

vom 08.12.2017 | bis zum 10.12.2017

Für westliche liberale Gesellschaften wurde das Konzept von Privatheit bereits intensiv bearbeitetet. Die vom DFG-Graduiertenkolleg „Privatheit und Digitalisierung“ organisierte Tagung möchte darüber hinaus Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse zu Privatheit in sozialistischen Ländern Mittel- und Osteuropas geben. Dabei ist den Veranstaltern wichtig, den Dialog zwischen Experten und Nachwuchswissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen der Geistes- und Sozial- und Politikwissenschaften zu fördern, um so die Chancen, Grenzen und Strategien der Überschreitung liberaler Rahmenbedingen zu diskutieren. Die Dichotomie zwischen „privat“ und „öffentlich“ soll hinterfragt sowie nach neuen Definitionen von Privatheit gesucht werden. Der Fokus der Tagung liegt auf drei Themenbereichen: Politische Variationen von Privatheit, Kunst und Privatheit sowie Privatheit in sozialistischen Gesellschaften. Den Flyer zur Veranstaltung können Sie online einsehen. Die Veranstalter bitten um eine Anmeldung bis zum 30. November 2017 an: Tatiana.Klepikova@uni-passau.de.

Soldatenstatue an der Grünen Brücken in Vilnius (C) Ekaterina Makhotina

Podiumsgespräch

Between Heritage and Politics: Dealing with Signs of Communism in the Post-Soviet Space

vom 04.12.2017

Die Abteilung für Osteuropäische Geschichte Universität Bonn, das Cologne-Bonn Centre for Central and Eastern Europe (CCCEE) und die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) laden am 4. Dezember zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Between Heritage and Politics: Dealing with Signs of Communism in the Post-Soviet Space" in die Kreuzung an St. Helena in Bonn ein. Thema dieser öffentlichen Podiumsdiskussion ist der Umgang Russlands, Litauens und der Ukraine mit Denkmalen, Straßennamen, Gedenkkalendern der kommunistischen Vergangenheit, insbesondere auch in Bezug auf die Tendenzen, kommunistische Symbolik juristisch zu verbieten. Darüber hinaus soll das Gespräch aufzeigen, wie der Umgang mit den Denkmalen auch Mittel der jeweiligen Gesellschafts- und Außenpolitik sein konnte bzw. noch heute ist. Die diskutierenden Expertinnen und Experten wünschen sich durch die vergleichende Perspektive und den Gedankenaustausch neue Erkenntnisse zum Gedenken und die politische Rolle des Erinnerns an kommunistische Diktaturen in Osteuropa. Es diskutieren Prof. Dr. Tanja Penter (Universität Heidelberg), Prof. Dr. Alexei Miller (Europäische Universität St. Petersburg / Central European University of Budapest) und Dr. Ekaterina Makhotina (Universität Bonn / CCCEE). Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Martin Aust vom (Universität Bonn).

Die Akademie Sankelmark, Screenshot von der Website

Konferenz

1917 und die Folgen

vom 24.11.2017 | bis zum 26.11.2017

Der 1917 von den Bolschewiki bewerkstelligte Umsturz in Russland hat die Geschichte des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt und gehört zu den wichtigsten historischen Ereignissen. Die Folgen, als auch Mythen dieses Umsturzes sind bis heute spürbar. Katarzyna Stokłosa von der Universität Süd-Dänemark und Gerhard Besier vom Sigmund-Neumann-Institut laden anlässlich des hundertsten Jahrestags der russischen Revolution zu einer internationalen Tagung in die Akademie Sankelmark bei Flensburg ein, die sich mit den verschiedenen Rezeptionsgeschichten und Resonanzen dieses bedeutsamen Jahres auseinandersetzt. Unterstützt von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, liegt der Fokus der Konferenz auf verschiedenen nationalen Wahrnehmungen, der Interpretation und den historiographischen Aufnahmen des „Roten Oktobers“, sowie auf dessen weitreichenden Folgen – vor allem in europäischer Perspektive.

Screenshot von Flyer der Veranstaltung Die russische Revolution und die Geschichte des 20. Jahrhunderts - Erfahrungen und Einsichten der Sozialdemokratie

Podiumsgespräch | Vortrag

Die russische Revolution und die Geschichte des 20. Jahrhunderts - Erfahrungen und Einsichten der Sozialdemokratie

vom 20.11.2017

Die Historische Kommission der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) lädt anlässlich des 100. Jahrestages der russischen Revolution zu einer Abendveranstaltung am 20. November 2017 in das Berliner Willy-Brandt-Haus ein. Der Vorsitzende der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand Bernd Faulenbach wird eine Einführung in das Thema geben, bevor Jürgen Zarusky, Chefredakteur und Herausgeber der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte am Institut für Zeitgeschichte München ein Impulsreferat zu dem Thema "Die Russische Revolution und die deutsche Sozialdemokratie 1917-21" halten wird. Die abschließende Podiumsdiskussion trägt den Titel "Der sowjetische Weg als Herausforderung der Sozialdemokratie". Moderiert von Nikolas Dörr (Mitglied der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand) werden neben Jürgen Zarusky auch Peter Brandt (FernUniversität in Hagen), Gernot Erler (Russlandbeauftragter der Bundesregierung) und Evelyn Finger (Redakteurin DIE ZEIT Hamburg) zu Wort kommen. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Die Veranstalter erbitten eine Anmeldung unter http://veranstaltung.spd.de/Events/Register/5ea22d2b-b57f-4446-8991-373ac3eccee8, über geschichte@spd.de oder per Fax +49 (0)30 419529590 bis spätestens zum 17.11.2017.

Flyer der Konferenz: Imperios colapsados: consecuencias de 1917 en el Mediterráneo y el Mundo

Konferenz

Imperios colapsados: consecuencias de 1917 en el Mediterráneo y el Mundo

vom 15.11.2017 | bis zum 17.11.2017

Das Forschungsprojekt "Collapsed empires, Post-colonial Nations and the Construction of Historical Consciousness. Infrastructures of Memory after 1917" an der Universität Complutense Madrid lädt vom 15. bis 17. November zur internationalen Konferenz "Imperios colapsados: consecuencias de 1917 en el Mediterráneo y el Mundo" nach Madrid ein. Im Zentrum der Konferenz steht die Frage nach den Auswirkungen der Oktoberrevolution auf den Mittelmeerraum. Die regionalen Rezeptionen und Deutungen über den Untergang des russischen Imperiums und zur Entstehung neuer sozialistischer Nationalstaaten werden auf den Podien und in den Sektionen diskutiert. Experten und Expertinnen aus Ägypten, Deutschland, Russland, Italien und Spanien referieren beispielsweise über die Bedeutung der bolschewistischen Revolution für den zionistisch-palästinensischen Konflikt oder die Reaktionen auf die Gründung der baltischen Staaten in den baskischen und katalanischen Regionalparteien. Ein weiteres Panel beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Revolutionen auf die Archive im östlichen Mittelmeerraum oder dem Mythos 1917 in kommunistischen Parteien und anarchistischen Gewerkschaften in Spanien. Die Vorträge und Diskussionen finden in spanischer und englischer Sprache statt. Das vollständige Programm finden sie hier.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Tagung

Brüchiger Frieden? 100 Jahre Friedensvertrag von Brest-Litowsk

vom 12.04.2018

Am 12. April findet in den Räumen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die wissenschaftliche Tagung „Brüchiger Frieden? 100 Jahre Friedensvertrag von Brest-Litowsk“ statt. Veranstalterin ist die Deutsche Gesellschaft e.V.. Der Vertrag von Brest-Litowsk, der 1918 zwischen Sowjetrussland, dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn, dem Osmanischen Reich und Bulgarien geschlossen wurde, hatte weitreichende und langfristige Folgen. Neben der (vorübergehenden) Unabhängigkeit Polens, der baltischen Staaten sowie der Ukraine bedeutete der Vertrag auch eine kurze Phase der Ruhe nach den Wirren des Ersten Weltkrieges. Dies bot bolschewistischen Kräften in Russland Spielraum, um die Umstrukturierung Russlands zu einem kommunistischen Staat weiter voranzutreiben. Langfristig nährte der Unmut über den Vertrag von Brest-Litowsk und, ein Jahr später, über den Vertrag von Versailles, Revanchismusabsichten, Nationalsozialismus und die Vernichtungsideologie des „Lebensraums im Osten“. Die Tagung gliedert sich in die drei Themenblöcke „Folgen des Vertrages von Brest-Litowsk für das Europa der Zwischenkriegszeit“; „Brest-Litowsk in den Nationalen Erinnerungskulturen bis zur Gegenwart“ und „Der Vertrag von Brest-Litowsk und das heutige Verhältnis zwischen Deutschland und Russland“.

Revolution 1918: Ankündigungs des Stücks im Axensprung Theater

Theaterstück

Revolution!? - Ein Schauspiel über die politischen Umbrüche in Deutschland 1918/19

vom 01.04.2018 | bis zum 08.03.2019

Das Museum für Hamburgische Geschichte, das vom 25. April 2018 bis zum 24. Februar 2019 eine Sonderausstellung zum Thema „Revolution 1918/1919 in Hamburg“ zeigen wird, führt in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Theater Axensprung ein gleichnamiges Theaterstück auf. Die Geschichte dieses Theaterstücks handelt von der Meuterei der Kieler Matrosen im Oktober/November 1918 und der Gründung der dortigen Soldaten- und Arbeiterräte, der Rätebewegung in Hamburg bis hin zur "gesamtdeutschen Zerschlagung und Unterdrückung der verbliebenen basisdemokratischen Bewegungen durch die Freikorps". Im Mittelpunkt der Erzählung stehen fünf Protagonisten: Ein Kieler Matrose, eine Hamburger Fabrikarbeiterin, ein Freikorpsmann, Reichswehrminister Noske und der Hamburger Bürgermeister Werner von Melle. Ihre zum Teil realen, aber auch fiktiven Geschichten und Loyalitätskonflikte spiegeln die wirren Zeiten wider und das Stück veranschaulicht, wie sehr Hunger und Aussichtslosigkeit, aber auch die Verheißung einer neuen menschlicheren Zeit, die Gefühle bestimmen und unter welchen Bedingungen diese Menschlichkeit verloren geht bzw. bewahrt bleibt. Das Stück lässt zudem die Frage aufkommen, welche politischen und gesellschaftlichen Modelle damals möglich gewesen wären und welche der „Notwendigkeit“ und der politischen Pragmatik geopfert wurden. Termine: 14. September: KIEL| KulturForum 15. September: KIEL | KulturForum 23. September: BERLIN | Club Gretchen auf dem Dragonerareal 17. Oktober: KOBLENZ | Bundesarchiv 18. Oktober: RASTATT | Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte 22. Oktober: BRUNSBÜTTEL | Elbeforum 23. Oktober: KIEL | Max-Planck-Schule 24. Oktober: LÜBECK | Carl Jacob Burkhard Gymnasium 25. Oktober: NEUSTADT/HOSTEIN | Küstengymnasium 26. Oktober: FLENSBURG | Fridtjof-Nansen-Schule 28. Oktober: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 08. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte (Doppelvorstellung!) 11. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 13. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 18. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 20. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 07. Dezember: HAMBURG | Gymnasium Buckhorn 20. Januar: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 18. Februar: NORDERNEY | Kurtheater 24. Februar: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 25. Februar: BERLIN | Podewil 26. Februar: ERFURT | Kalif Storch 6. März 2019: HANNOVER | Theater am Küchengarten 7. März 2019: LÜNEBURG | Solohansen 8. März 2019: OLDENBURG | Theater Wrede 9. März 2019: BOSTELWIEBECK | Jahrmarkttheater

Teilnehmende des Gedenkstättentreffens 2017 vor dem Tagungsort (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Tagung

16. Ost-West-Europäisches Gedenkstättentreffen Krzyżowa/Kreisau. Das Zeitalter der Umbrüche. Fortschrittsglaube und Repression in den europäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts

vom 21.03.2018 | bis zum 24.03.2018

Die Bundesstiftung Aufarbeitung, die Evangelische Akademie zu Berlin, das Zentrum „Erinnerung und Zukunft“ Breslau, die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft und die Stiftung Kreisau laden vom 21. bis 24. März 2018 zu ihrem jährlichen Ost-West-Europäischen Gedenkstättentreffen in die internationale Begegnungsstätte Krzyżowa/Kreisau ein. Diktaturen und autoritäre Regime rechtfertigen tiefgreifende gesellschaftliche, technische und wirtschaftliche Veränderungen als Modernisierungsvorhaben und setzen diese mit Repressionen oder Zwang durch. Um die Gewalt der Umwälzungen zu rechtfertigen betten die autoritären Regime ihre Fortschrittserzählung in das nationale Narrativ ein. Aber auch in Demokratien hinterlassen Umwälzungen Spuren im nationalen Narrativ. Das Treffen thematisiert am Beispiel von Gedenkstätten und Museen in Ost- und Westeuropa die Ambivalenz von Modernisierungsbestrebungen. Diskutiert wird, wie an historischen Orten der Modernisierungswille dargestellt werden kann und auf welche Weise Repressions- und Industriegeschichte ineinandergreifen. Mit welchen Methoden können Gedenkstätten einer skrupellosen Technikbegeisterung vorbeugen und Phänomene wie Zwangsarbeit oder -umsiedlung aus der Perspektive der Opfer darstellen? Die Rolle von Medien und Wissenschaft in der Entwicklung nationaler Narrative wird dabei immer mitgedacht. Das Gedenkstättentreffen in Krzyżowa/Kreisau richtet sich an Historiker und Mitarbeiter von Erinnerungsorten, Museen, Gedenkstätten, Bildungszentren, Menschenrechtsorganisationen oder Zeitzeugenprojekten. Nationale oder auch lokale Narrative und ihren Einfluss auf das jeweilige Verständnis von der Geschichte des 20. Jahrhunderts sollen offen diskutiert werden. Das Treffen möchte so zur transnationalen Vernetzung in der Gedenkstättenarbeit beitragen. Anmeldungen sind noch bis zum 7. März hier möglich.

Screenshot der Website des ZZF

Tagung

„It’s the economy, stupid …“? Begriff und Praxis der Ökonomisierung in der Zeitgeschichte

vom 01.03.2018 | bis zum 03.03.2018

Die Tagung „It’s the economy, stupid …“? Begriff und Praxis der Ökonomisierung in der Zeitgeschichte “findet vom 1.3. bis 3.3. 2018 am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam statt. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Bedeutungssteigerung des Ökonomischen. Der Titel der Tagung zitiert Bill Clintons Wahlkampfslogan von 1992. Dadurch wird bereits klar, dass es sich bei der Bedeutungssteigerung des Begriffes nicht um ein junges Phänomen handelt, sondern um eine bereits seit mehreren Jahrzehnten andauernde Entwicklung. Die Tagung beschäftigt sich mit verschiedenen Perspektiven auf diese Entwicklung. Die Debatte um ökonomisierende Prozesse wurde in der Vergangenheit oft von deren negativen und positiven Auswirkungen her gedacht und wurde dementsprechend emotional aufgeladen geführt. Ziel dieser Tagung ist es, den Begriff der Ökonomisierung selbst zu analysieren und zu untersuchen, wie unterschiedliche Vorstellungen von Ökonomisierung in die bisherige Debatte einflossen und diese prägten. Der Fokus der Beiträge reicht von soziologischen und juristischen bis hin zu gesundheits- und sportpolitischen Perspektiven auf die Begriffsgeschichte der Ökonomie. Es wird um Anmeldung bis zum 26. Februar 2018 unter: neumaier@zzf-potsdam.de gebeten.

Logo der Universität Genf

Workshop

Transnational Relations between Eastern Europe/USSR and the Middle East during the Cold War

vom 22.02.2018 | bis zum 23.02.2018

Die vielfältigen transnationalen Beziehungen zwischen Ost-Europa, der Sowjetunion sowie den Pendants im Nahen Osten während des Kalten Krieges haben in der Forschung jüngst eine wachsende Aufmerksamkeit erfahren. Ziel des Workshops in Genf ist es, noch einen Schritt weiter zu gehen und unter Berücksichtigung der langen Geschichte dieser Beziehungen die intensive Vernetzung dieser Regionen hervorzuheben. Dabei stehen drei Themen bzw. Fragen im Mittelpunkt.Der erste Fokus liegt auf gesellschaftlich einflussreichen Akteuren aus Wissenschaft, Presse und Handel, die sich bereits vor dem Kalten Krieg oft durch religiöse oder solidarische Netzwerke verbanden. Welche Rolle spielten die Religiosität und Solidarität noch in der Zeit des Ost-West-Konflikts? Welchen Einfluss hatten politische und wirtschaftliche Beziehungen aus der Vorkriegszeit? Wie wirkte sich das Wettrüsten auf die interregionalen Beziehungen aus? Zweitens wurden in der Perspektive der longue durée sowohl Osteuropa als auch der Nahe Osten als „Orient“ Westeuropas konstruiert. Inwiefern kann man beide Regionen als eine verknüpfte Peripherie Europas sehen? Damit verbindet sich drittens die Frage, ob die Bewegung der Blockfreien Staaten (Non-Aligned Movement, NAM) in den 1950-er und 60-er Jahren aus der Perspektive der verknüpften Peripherie neu interpretiert werden müssten. Könnte man beispielsweise die Gründung der NAM als Versuch sehen, einen vom Westen losgelösten östlich-mediterranen Raum zu schaffen?

Außenansicht des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Filmreihe | Veranstaltungsreihe

Stalingrad-Reflexe

vom 24.01.2018 | bis zum 08.02.2018

Anlässlich des 75. Jahrestages der Schlacht von Stalingrad findet im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst die Veranstaltungsreihe „Stalingrad-Reflexe. 75 Jahre Schlacht von Stalingrad“ statt. Die Reihe besteht aus Filmvorführungen und Podiumsgesprächen und ist eine Kooperation zahlreicher Veranstalter. Den ausführlichen Flyer können Sie online einsehen. Es finden drei Podiumsgespräche jeweils um 19 Uhr statt:24. Oktober 2017: Schneise der Vernichtung21. November 2017: Wendepunkt Stalingrad8. Februar 2017: Erinnerung an StalingradThematisch befassen sich die Gespräche mit den von der 6. Armee des Deutschen Reiches auf ihrem Weg nach Stalingrad verwüsteten Regionen Osteuropas, der internationalen Rezeption des aussichtslosen Stellungskrieges und der Niederlage, sowie mit der Memorialisierung der Schlacht um Stalingrad. Die Filmreihe der Veranstaltung findet im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums (Unter den Linden 2) statt. Der Eintritt ist frei. Die vorgeführten Filme bestehen hauptsächlich sowjetischen Produktionen, beinhalten aber auch einen deutschen und einen russischen Film aus dem Jahr 2013:  JANUARMittwoch, 24. Januar 2018, 20 Uhr»Stalingrad«, UdSSR 1943, Leonid Varlamov, 78‘, englische Fassung · Einführung: Dr. Christoph Hesse, Freie Universität BerlinFreitag, 26. Januar 2018, 18.30 Uhr»Die große Wende / Velikiy perelom«, UdSSR 1945, Friedrich Ermler, 108‘, OmU · Einführung: Dr. Günter Agde, Filmhistoriker, Journalist und AutorFreitag, 26. Januar 2018, 21 Uhr »Hunde, wollt ihr ewig leben«, BRD 1959, Frank Wisbar, 93‘ ·Einführung: Dr. Günter Agde, Filmhistoriker, Journalist und AutorMittwoch, 31. Januar 2018, 20 Uhr»Die letzten Briefe«, UdSSR 1968, Harry Stoitschew, Sawwa Kulisch, 30‘, deutsche Fassung ·»... damit es weitergeht«, DDR 1970, Richard Cohn-Vossen, 30‘ ·»Schlachtfelder«, DDR 1985, Peter Voigt, 51‘ ·Einführung: Dr. Günter Agde, Filmhistoriker, Journalist und AutorFEBRUARSonntag, 4. Februar 2018, 16.30 Uhr»Sie kämpften für die Heimat«, UdSSR 1975, Sergej Bondartschuk, 150‘, deutsche Fassung · Einführung: Fabian Tietke, Kurator und FilmjournalistSonntag, 4. Februar 2018, 20 Uhr»Stalingrad«, BRD 1993, Joseph Vilsmaier, 138‘ ·Einführung: Fabian Tietke, Kurator und FilmjournalistMittwoch, 7. Februar 2018, 20 Uhr»Stalingrad 3D«, RUS 2013, Fjodor Bondartschuk, 135‘, OmU ·Einführung: Fabian Tietke, Kurator und Filmjournalist

Flyer zum Eröffnungsvortrag

Vernissage | Vortrag

Praktiken historischer Aufarbeitung - Wissenschaftlich-künstlerische Collagen zur sowjetischen Geschichte

vom 11.12.2017

Der russische Historiker und Künstler Ivan Kulnev eröffnet am 11. Dezember 2017 um 18 Uhr seine Ausstellung  „Das sowjetische Experiment - 100 Jahre Oktoberrevolution“  am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Kulnev hält hierzu den Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Praktiken historischer Aufarbeitung - Wissenschaftlich-künstlerische Collagen zur sowjetischen Geschichte“. Seine Ausstellung verbindet historische Analyse mit künstlerischer Präsentation. Kulnev möchte anhand von Collagen einen Diskurs über die Entstehung, den Verlauf und das Scheitern des „sowjetischen Experiments“ anregen. Hierzu trug er im Rahmen seiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Sowjetunion Zeitungsausschnitte, Fotografien und Filmsequenzen zusammen, die er zu Collagen neu arrangierte. Die zumeist in russischer Sprache verfassten Texte der neu arrangierten Dokumente und Bilder sind mit kurzen Übersetzungen für deutsche Besucher versehen worden. Die Ausstellung wird bis zum 15.01.2018 am Institut für Slawistik zu besichtigen sein.

Logo des Deutschen Polen Instituts

Workshop

Die Partei hat immer recht! Anspruch, Wirklichkeit und Aufarbeitung der kommunistischen Parteien in der Deutschen Demokratischen Republik und der Volksrepublik Polen ab 1970

vom 08.12.2017 | bis zum 09.12.2017

Das Deutsche Polen-Institut widmet sich in seinem Workshop den kommunistischen Parteien in Deutschland und Polen ab 1970. Die Veranstalter fragen nach den Auswirkungen der historischen Ereignisse und Prozesse auf die die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) und die Polnische Vereinigte Arbeiterpartei (PVAP): Während besonders die frühen 1970er-Jahre in Deutschland und Polen eine Zeit der Stabilität waren, begann in den 1980er-Jahren der politische und wirtschaftliche Zusammenbruch einzusetzen. Mit einem Dialog zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der interdisziplinären Parteienforschung möchten die Veranstalter des Workshops nach den Funktionen der kommunistischen Parteien in der Deutschen Demokratischen Republik und der Volksrepublik Polen fragen. Der vom 8. bis 9. Dezember 2017 in Darmstadt stattfindende Workshop wird mit der Präsentation der Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ der Bundesstiftung Aufarbeitung begleitet. Sie können den Flyer zur Veranstaltung online einsehen.

Logo von "Helle Panke" e.V.

Lesung

Revolutionstouristen. Sowjetunionreisende der 1920er und 1930er Jahre

vom 04.12.2017

Neben Berichten aus Amerika thematisierte der Großteil der deutschen Reiseberichte nach dem Ende des Ersten Weltkrieges die Sowjetunion. Der Grund hierfür war der regelrechte „Revolutions- und Utopietourismus“, der sich nach der Russischen Revolution eingestellt hatte. Angehörige zahlreicher Schichten, Arbeiter, Intellektuelle, Künstler und viele mehr begaben sich nach Russland, um die Entstehung einer neuen Gesellschaftsordnung zu besichtigen. Es wurde eine derart große Zahl an Reiseberichten angefertigt, dass sich das eigene Genre der Sowjetunion-Reiseberichte etabliert hat. Diesen Berichten widmet sich die Veranstaltung der „Helle Panke“ e. V. - Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin mit dem Titel „Revolutionstouristen. Sowjetunionreisende der 1920er und 1930er Jahre“. Anhand einiger ausgewählter Reiseberichte sollen die Erwartungen, Hoffnungen und Eindrücke der Verreisten, sowie der „utopische Blick“ auf die Sowjetunion insgesamt betrachtet werden. Der Referent des Abends ist Dr. Thomas Möbius, moderiert wird die Veranstaltung von Dr. des. Birgit Ziener. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintrittspreis beläuft sich auf 2€.

Logo Humboldt-Universität zu Berlin

Workshop | Call for Papers

Frei und gleich - gleich und fei? Zum Verhältnis von Menschenrechten und Kommunismus 1917-1989/91

vom 23.11.2017 | bis zum 25.11.2017

Für den Workshop Free and Equal - Equal and Free? Human Rights and Communism in the 20th century der vom 23.-25. November in Berlin stattfinden wird erbitten die Veranstalter bis zum 27. August Abstracts von bis zu 400 Wörtern. Die enge ideengeschichtliche Verbindung der Konzepte von Menschenrechten und Kommunismus nehmen die Veranstalter zum Anlass, um zu Fragen wie sich die verschiedenen kommunistischen Regime zur Entwicklung und Geltungsanspruch der Menschenrechte verhalten haben. Mögliche Themenfelder für die Abstracts sind die Frage nach der konzeptuellen Kompatibilität von Kommunismus und Menschenrechten, der Diskurstopos Menschenrechte innerhalb des kommunistischen Staatensystems, NGOs in kommunistischen Staaten und Menschenrechte als Druckmittel in der Außenpolitik. Hierbei wird sich die Veranstaltung vor allem auf kommunistische Diktaturen in Europa und auf die Sowjetunion konzentrieren, allerdings sind auch Bewerbungen, die sich mit anderen Regionen beschäftigen erwünscht. Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden.Die Abstracts sollen mit einem Lebenslauf an janis.nalbadidacis@geschichte.hu-berlin.de und jochen.krueger.1@hu-berlin.de geschickt werden.

Logo der Berliner ISHA-Sektion, Screenshot von Webseite, https://ishaberlin.wordpress.com/

Workshop

How Communism Shaped our World - Remembering Communism at the 100th Anniversary of the October Revolution

vom 20.11.2017 | bis zum 26.11.2017

Die Berliner Sektion der International Students of History Association (ISHA) wird vom 20. bis zum 26. November 2017 eine Studienreise mit Workshops zusammen mit der Moskauer Sektion der ISHA durchführen. Dafür erbittet die ISHA Berlin bis zum 9. Juli 2017 die nötigen Bewerbungsunterlagen. Nach einem ersten Kurzauswahlverfahren werden im zweiten Schritt die Abstracts mit einer Länge von 300-450 Wörter zu einem der Workshop-Themen erbeten. Die Beiträge sollen nach der Reise in Form eines Kurzessays verschriftlicht werden. 15 Berliner Studierende werden die Möglichkeit haben mit 15 Moskauer Studierenden der Geschichtswissenschaft und verwandten Disziplinen über die Oktoberrevolution zu diskutieren. Die Exkursion steht unter dem Titel How Communism Shaped our World - Remembering Communism at the 100th Anniversary of the October Revolution. Die vier Panels werden sich wissenschaftlich mit Kommunismus und Erinnerung, Kommunismus und Kunst, Alltag im Kommunismus und Kommunismus und Krieg beschäftigen. Die Studienreise wird von einem abwechslungsreichen Kulturprogramm begleitet. Jeder Teilnehmende muss eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro bezahlen.

Einladung zur Konferenz: Von der Monarchie zur Republik, Screenshot von der Website

Tagung

Von der Monarchie zur Republik

vom 09.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Während mit dem Beginn der Weimarer Republik allgemein Ereignisse wie der Matrosenaufstand in Kiel, die Ausrufung der Republik am 9. November 1918 in Berlin oder die Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags verbunden werden, sind die Geschehnisse um den demokratischen Aufbruch in Baden, Hohenzollern und Württemberg eher unbekannt. Die Tagung beleuchtet die Umbruchzeit von 1918 bis 1923 aus regionalgeschichtlicher Perspektive und befasst sich mit den Fragen, wie sich die Revolution, das Ende der Monarchien und der Beginn der Demokratie im deutschen Südwesten gestaltete und inwiefern Räte- und Frauenbewegungen den demokratischen Umbruch vor Ort beeinflussten.  Den Hintergrund bildet der Abschluss des Forschungs- und Digitalisierungsprojekts "Von der Monarchie zur Republik", dessen Online-Quellensammlung auf der Tagung freigeschaltet wird. In einzelnen Sektionen werden sodann für verschiedene Regionen Aspekte zur Revolution, zum politischen Umbruch, sowie zur gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebenswelt aus der Perspektive einer vergleichenden Landesgeschichte betrachtet.