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Ankündigung der Veranstaltung auf der Homepage des DFG-Graduiertenkollegs, Screenshot von der Website

Symposium

Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung "Europa"

vom 14.02.2018 | bis zum 16.02.2018

Seit 2009 erforscht das Mainzer DFG-Graduiertenkolleg Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung "Europa" die Haltungen und Reaktionen der christlichen Kirchen, kirchlicher Akteure und kirchennaher gesellschaftlicher Gruppierungen zum Europadiskurs und zum Europäisierungsprozess von 1890 bis zur Gegenwart. Die interdisziplinären Arbeiten des Kollegs widmeten sich dabei vorrangig den drei Themenbereichen Europaverständnis der christlichen Kirchen, der Rolle von Ökumene und christlichen Versöhnungsinitiativen, sowie den rechtlichen und ethischen Herausforderungen, denen sich die Kirchen im Kontext der europäischen Einigung stellen müssen. Im Rahmen des Abschlusssymposiums findet am 15.02.2018 um 19.30 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Die Haltung der Kirchen zu den gegenwärtigen Krisen Europas" statt, die die aufgezeigten Forschungsdesiderate, sowie die kirchlichen Positionierungen zu aktuellen Problemlagen in Europa bespricht.

Außenansicht des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Filmreihe | Veranstaltungsreihe

Stalingrad-Reflexe

vom 24.01.2018 | bis zum 08.02.2018

Anlässlich des 75. Jahrestages der Schlacht von Stalingrad findet im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst die Veranstaltungsreihe „Stalingrad-Reflexe. 75 Jahre Schlacht von Stalingrad“ statt. Die Reihe besteht aus Filmvorführungen und Podiumsgesprächen und ist eine Kooperation zahlreicher Veranstalter. Den ausführlichen Flyer können Sie online einsehen. Es finden drei Podiumsgespräche jeweils um 19 Uhr statt:24. Oktober 2017: Schneise der Vernichtung21. November 2017: Wendepunkt Stalingrad8. Februar 2017: Erinnerung an StalingradThematisch befassen sich die Gespräche mit den von der 6. Armee des Deutschen Reiches auf ihrem Weg nach Stalingrad verwüsteten Regionen Osteuropas, der internationalen Rezeption des aussichtslosen Stellungskrieges und der Niederlage, sowie mit der Memorialisierung der Schlacht um Stalingrad. Die Filmreihe der Veranstaltung findet im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums (Unter den Linden 2) statt. Der Eintritt ist frei. Die vorgeführten Filme bestehen hauptsächlich sowjetischen Produktionen, beinhalten aber auch einen deutschen und einen russischen Film aus dem Jahr 2013:  JANUARMittwoch, 24. Januar 2018, 20 Uhr»Stalingrad«, UdSSR 1943, Leonid Varlamov, 78‘, englische Fassung · Einführung: Dr. Christoph Hesse, Freie Universität BerlinFreitag, 26. Januar 2018, 18.30 Uhr»Die große Wende / Velikiy perelom«, UdSSR 1945, Friedrich Ermler, 108‘, OmU · Einführung: Dr. Günter Agde, Filmhistoriker, Journalist und AutorFreitag, 26. Januar 2018, 21 Uhr »Hunde, wollt ihr ewig leben«, BRD 1959, Frank Wisbar, 93‘ ·Einführung: Dr. Günter Agde, Filmhistoriker, Journalist und AutorMittwoch, 31. Januar 2018, 20 Uhr»Die letzten Briefe«, UdSSR 1968, Harry Stoitschew, Sawwa Kulisch, 30‘, deutsche Fassung ·»... damit es weitergeht«, DDR 1970, Richard Cohn-Vossen, 30‘ ·»Schlachtfelder«, DDR 1985, Peter Voigt, 51‘ ·Einführung: Dr. Günter Agde, Filmhistoriker, Journalist und AutorFEBRUARSonntag, 4. Februar 2018, 16.30 Uhr»Sie kämpften für die Heimat«, UdSSR 1975, Sergej Bondartschuk, 150‘, deutsche Fassung · Einführung: Fabian Tietke, Kurator und FilmjournalistSonntag, 4. Februar 2018, 20 Uhr»Stalingrad«, BRD 1993, Joseph Vilsmaier, 138‘ ·Einführung: Fabian Tietke, Kurator und FilmjournalistMittwoch, 7. Februar 2018, 20 Uhr»Stalingrad 3D«, RUS 2013, Fjodor Bondartschuk, 135‘, OmU ·Einführung: Fabian Tietke, Kurator und Filmjournalist

Die Ankündigung des Stücks auf der Website der Schaubühne, Screenshot von der Website

Theaterstück

Streit ums Politische: Philosophie der Revolution

vom 11.12.2017 | bis zum 12.02.2018

Was ist das eigentlich: revolutionäres Handeln? Professor Gunnar Hindrichs begreift es als ein Handeln, das den Regeln folgt, die es selber setzt. Doch damit beginnen auch Schwierigkeiten: Denn wie lassen sich Regeln denken, die erst mit ihrer Befolgung eingesetzt werden? Offenbar benötigt eine Revolution ganz eigene Gesichtspunkte, unter denen sie sich verstehen lässt. Im Gegensatz zu den Revolutionen, die einst lautstark auf der Straße stattfanden, etwa der Sturm auf die Bastille, die Barrikaden von 1848 oder der Sturz der Colonne Vendôme 1871, vollzog sich die Oktoberrevolution zunächst relativ geräuschlos. Doch bis heute flackert das Feuer der Ereignisse von 1917 und der Folgejahre immer wieder auf. Gemeinsam mit dem Soziologen Heinz Bude begibt sich Gunnar Hindrichs in einen tiefgreifenden Dialog über die Philosophie der Revolution. Sein Vorschlag lautet: Eine Revolution hat ihren eigenen Begriff von Recht, Handeln, Schönheit und Gott. Ob der Soziologe die Ansicht Hindrichs teilt, zeigt sich auf der Bühne.

Flyer zur Veranstaltung

Podiumsgespräch | Vortrag

100 Jahre nach der Oktoberrevolution. Vortrag und Gespräch mit Nicolas Werth und Étienne François

vom 07.12.2017

Die Russische Revolution von 1917 hat die zeithistorische und gesellschaftliche Debatte über die Folgen und Hinterlassenschaften dieses einschneidenden Ereignisses für das kurze 20. Jahrhundert auch im Jahr 2017 geprägt. Zum Abschluss des Themenjahres »Der Kommunismus. Utopie und Wirklichkeit« der Bundesstiftung Aufarbeitung spricht der französische Historiker Nicolas Werth über die geschichtspolitischen Debatten und Kontroversen, die die Geschichte des Kommunismus seit der Oktoberrevolution bis heute begleiten. Wie hat sich die Bewertung der Revolution gewandelt? Wie wirkt die Gewaltgeschichte der Revolution und der kommunistischen Diktaturen mit ihren Millionen Opfern bis heute nach? Diese und weitere Fragen werden in dem Vortrag sowie dem abschießenden Gespräch diskutiert.Nicolas Werth ist Forschungsdirektor am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Paris und ein Spezialist für die Geschichte der UdSSR, wobei seine Arbeitsschwerpunkte in der Erforschung des Stalinismus sowie der Repressionspolitik des sowjetischen Regimes liegen. Er ist Autor zahlreicher einschlägiger Publikationen sowie Co-Autor des Schwarzbuch des Kommunismus (1997). Zuletzt erschienen u. a. Les révolutions russes (PUF, 2017), Le Goulag. Témoignages et archives, R.Laffont, 2017. Sein erstes Werk »Etre communiste en URSS sous Staline« (1981) ist gerade in einer überarbeiteten Fassung bei Gallimard erschienen. Die gesamte Veranstaltung wird simultan ins Deutsche übersetzt und in Ton und Bild dokumentiert. Der Vortrag und das Gespräch finden in französischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Workshop

Transnationale Gewalt: Paramilitärische Netzwerke im 20. Jahrhundert

vom 01.12.2017

Der Workshop „Transnationale Gewalt: Paramilitärische Netzwerke im 20. Jahrhundert“ widmet sich politischer Gewalt und der Frage nach dem Ursprung von Bedrohungen für die staatliche Sicherheit. Die Veranstalter wollen die paramilitärischen Netzwerke untersuchen, die als Akteure politischer Gewalt im 20. Jahrhundert Einfluss nahmen auf politisches und revolutionäres Geschehen und dabei auch formell neutrale Länder wie die Schweiz als einen Ort für „Nachschub, Propaganda, Diplomatie oder auch als Gewaltschauplatz“ nutzten. Anhand konkreter Fallstudien sollen die Strukturen dieser transnationalen paramilitärischen Netzwerke untersucht werden. So werden in Vorträgen etwa die Schwarze Reichswehr in Österreich 1918-1923 und die Schweizer Militärmission in Griechenland und dem Osmanischen Reich betrachtet. Die Titel der drei Panels geben einen Einblick in die Schwerpunkte des Workshops: „Transnationale Netzwerke im Zeitalter Extremer Gewalt – ca. 1900 bis 1945“, „Linke Transnationale Gewalt und die Schweiz“ und „Rechte/Nationalistische Transnationale Gewalt und Osteuropa“. Mit einem vergleichenden Blick werden auch aktuelle Prozesse im 21. Jahrhundert gegenübergestellt: Ein Vortrag im dritten Panel trägt den Titel „Das transnationale ‚Neo-Eurasische‘ Netzwerk und die Verbreitung von Separatismus in der Ukraine 2005-2014“.

Terminankündigung auf der Seite des Herder-Instituts, Screenshot von der Website

Konferenz

State Socialism, Heritage Experts and the Internationalism in Heritage Protection after 1945

vom 21.11.2017 | bis zum 22.11.2017

Diese Konferenz will untersuchen, welche Rolle die ost- und mitteleuropäischen Länder in der Entwicklung der internationalen Erbschaftsschutzpolitik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielten und möchte den Anstieg des kulturellen Erbes in den sozialistischen Gesellschaften als Reaktion auf verschiedene Phänomene erforschen. Dazu gehören zum Beispiel die rasche sozialistische industrielle Entwicklung, die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und der Kriege der nationalen Befreiung sowie die Notwendigkeit, nationale Traditionen zu erleben.Im Wettbewerb des Kalten Krieges behaupteten die sozialistischen Staaten, dass ihr Respekt vor fortschrittlichen Traditionen und der materiellen Kultur ihre überlegenen Entwicklungsmethoden von der kapitalistischen Welt unterscheide. Nicht ausgerichtete Länder versuchten oft, Aspekte der sozialistischen und kapitalistischen Logik des Kulturerbes zu mischen. Doch der Beitrag der sozialistischen Staaten und Sachverständigen zur Entwicklung der Erbschaftsidee bleiben weiterhin zu erforschen. Konferenzthemen sind unter anderem die Vermächtnisse der sozialistischen Staaten und Experten in den zeitgenössischen Kulturerbe-Praktiken, die transnationale und transkulturelle Zirkulation von Vorstellungen sowie die Rolle internationaler Organisationen wie UNESCO, ICOMOS, ICCROM, UIA bei der Bereitstellung einer Plattform für professionelle Kommunikation und Wissensaustausch mit der sozialistischen Welt.

Gender, Generations, Communism in Central and South-Eastern Europe: Concepts, Discourses, Practices,  Screenshot vom Booklet der Konferenz

Konferenz

Gender, Generations, Communism in Central and South-Eastern Europe: Concepts, Discourses, Practices

vom 16.11.2017 | bis zum 18.11.2017

Obwohl die Forschung über Sozialismus, Kommunismus, Staatssozialismus sowie über Generationen- und Geschlechterforschung weltweit in großem Umfang betrieben wird, ist die Wissenschaft, die diese drei theoretischen Perspektiven kombiniert, immer noch rar. Die Konferenz will deshalb sowohl eine akademische, als auch eine methodologische Untersuchung darüber durchführen, inwieweit der Gebrauch von "Gender" als analytische Kategorie in der Forschung zum Kommunismus den Gebrauch von "Generation" impliziert. Der Fokus der Untersuchungen liegt dabei auf konkreten "Fallstudien", die die Darstellungsmöglichkeiten und Lesarten des Kommunismus illustrieren und die Begriffe "Generationen" und "Geschlecht" als charakteristische und prägende Aspekte des Kommunismus in Mittel- und Südosteuropa hervorheben. Auf der Beobachtung beruhend, dass der Kommunismus als eine Geschichte von Individuen und Gruppen von Menschen artikuliert werden kann, die sich durch bestimmte biologische und soziale und kulturelle Zugehörigkeiten definieren, beschäftigt sich die Konferenz mit Identitäten wie "Kindern der Revolution", "Bolschewistischen Feministinnen", "Wiederaufbau (Nachkriegsgeneration)", "Generation 1968", "Frauen der Solidarität" und vielen weiteren.Das langfristige Ziel dieser Veranstaltung ist die Suche nach alternativen Rahmen zur Beschreibung und Analyse des Kommunismus, die über die Erzählung hinausgehen, die sich auf ihren "totalitären" und / oder antitotalitären Charakter konzentriert.

Einladung zur Konferenz: Von der Monarchie zur Republik, Screenshot von der Website

Tagung

Von der Monarchie zur Republik

vom 09.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Während mit dem Beginn der Weimarer Republik allgemein Ereignisse wie der Matrosenaufstand in Kiel, die Ausrufung der Republik am 9. November 1918 in Berlin oder die Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags verbunden werden, sind die Geschehnisse um den demokratischen Aufbruch in Baden, Hohenzollern und Württemberg eher unbekannt. Die Tagung beleuchtet die Umbruchzeit von 1918 bis 1923 aus regionalgeschichtlicher Perspektive und befasst sich mit den Fragen, wie sich die Revolution, das Ende der Monarchien und der Beginn der Demokratie im deutschen Südwesten gestaltete und inwiefern Räte- und Frauenbewegungen den demokratischen Umbruch vor Ort beeinflussten.  Den Hintergrund bildet der Abschluss des Forschungs- und Digitalisierungsprojekts "Von der Monarchie zur Republik", dessen Online-Quellensammlung auf der Tagung freigeschaltet wird. In einzelnen Sektionen werden sodann für verschiedene Regionen Aspekte zur Revolution, zum politischen Umbruch, sowie zur gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebenswelt aus der Perspektive einer vergleichenden Landesgeschichte betrachtet.

Der "Neue Mensch" und das Jahrhundertspiel: Ankündigung der Konferenz auf der Website des Zentrum deutsche Sportgeschichte, Screenshot von der Website.

Konferenz

Der "Neue Mensch" und das Jahrhundertspiel

vom 09.11.2017 | bis zum 11.11.2017

Über Jahrzehnte hinweg prägte der Kommunismus den Weltsport. Sport und Körperkultur hatten den Anspruch den „Neuen Sowjetmenschen“ zu formen, waren aber gleichermaßen auf ein Paradebeispiel der Utopie und Wirklichkeit des Kommunismus im 20. Jahrhundert. Die Konferenz beleuchtet den Fußball in der Sowjetunion zum einen aus der Perspektive des staatlich und parteilich gestalteten Repräsentationsraumes, zum anderen als kommunistisches System, das den Wettkampfbetrieb und seine Spieler diktatorisch zu lenken wusste. Des Weiteren wird der Sport in der Sowjetunion als Faktor der internationalen Politik aber auch als kulturelles Gepräge für Kunst, Architektur, Jugend- und Erinnerungskultur gesehen. Sportliche Begegnungen wurden häufig mit einem politischen Auftrag überformt – rückblickend entwickelten sich einzelne Spiele zu emotional und ideologisch aufgeladenen Mythen.Die historische Rückschau findet zugleich mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland statt und bietet einen Einblick in die Geschichte der wechselseitigen sportpolitischen und kulturellen Beziehungen zum WM-Gastgeberland.  Im Rahmen des Jahresschwerpunkts „Der Kommunismus: Utopie und Wirklichkeit. 1917-2017: 100 Jahre Oktoberrevolution", wird die Tagung von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert und von der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport unterstützt. 

Konferenz-Flyer

Konferenz

Jenseits der Revolution in Russland

vom 07.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Die Veranstalter der an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität Prag stattfindenden viertägigen Konferenz „Jenseits der Revolution in Russland“ möchten in diesem Rahmen nach der Rezeption, der Erinnerungskultur und der Ausführung revolutionärer Gedanken, Bilder und Praktiken auf dem Gebiet Mittel- und Osteuropas fragen. Anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution soll die Ambivalenz dieses Ereignisses in den unmittelbaren Ablauf, die mittelfristigen sozialen und ökonomischen Transformationen und die langfristige Rekonfiguration von politischen Sphären ausdifferenziert werden. Interessenten werden gebeten, einen Beitragsvorschlag bis zum 15. Mai 2017 einzureichen. Die Kosten für die Teilnahme an der Konferenz belaufen sich auf 50€.

Logo der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien

Workshop

Emotions and the Disintegration of Communism in Europe, 1970-2010

vom 03.11.2017 | bis zum 04.11.2017

Historische Studien zu den Revolutionen von 1989/90 haben die Rolle von Emotionen meist nur vereinzelt beachtet. Obwohl nur wenige bestreiten würden, dass es sich bei den revolutionären Prozessen, die zum Fall der kommunistischen Regime in Mittel- und Osteuropa führten, um emotionale Ereignisse handelte, liegt der Fokus der historischen Forschung oft auf der „rationalen“ Politik. Aus diesem Grund veranstalten die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien und die Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der LMU München den Workshop „Emotions and the Disintegration of Communism in Europe, 1970-2010“. Die Veranstaltung soll aktuelle Studien der Emotionsgeschichte und weiteren relevanten Forschungsgebieten berücksichtigen. Der zweitägige Workshop will das emotionale Vokabular von revolutionären Rhetorikern untersuchen ebenso wie die Rolle von Emotionen bei der politischen Mobilisierung. Den Flyer zur Veranstaltung können Sie online einsehen.

Ausschnitt aus Flyer der Abendveranstaltung: Exilerfahrung und Geschichtsschreibung. Aus Anlass des 100. Geburtstages von Wolfgang Ruge

Lesung

Exilerfahrung und Geschichtsschreibung. Aus Anlass des 100. Geburtstages von Wolfgang Ruge

vom 01.11.2017

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Wolfgang Ruge lädt die Akademie der Wissenschaften Berlin-Brandenburg und das ZZF Potsdam zu einer Abendveranstaltung ein, die untersuchen soll welche Auswirkungen Exilerfahrungen auf das Arbeiten von Historikern und Historikerinnen hat. Im Zentrum der Veranstaltung steht eine Lesung von Eugen Ruge, Sohn des bekannten DDR-Historikers. Er wird Erinnerungen seines Vaters an seine Zeit im Exil vorlesen. Vor der Abschlussdiskussion werden Martin Sabrow, Jürgen Kocka und Mario Keßler Impulsreferate zu Sowjetheimkehrern in der DDR-Geschichtswissenschaft, Westemigranten in der ostdeutschen Historiographie und Spuren des Exils in der Geschichtswissenschaft der Bundesrepublik halten. Um Anmeldung wird bis zum 24.10.2017 unter https://www2.bbaw.de/anmeldung-ruge gebeten.

Logo der Universität Augsburg

Konferenz

Die Zwischenkriegszeit 1919-1939 globalgeschichtlich betrachtet – Perspektiven für den Geschichtsunterricht

vom 12.02.2018 | bis zum 13.02.2018

Die an der Universität Augsburg stattfindende Tagung „Die Zwischenkriegszeit 1919-1939 globalgeschichtlich betrachtet – Perspektiven für den Geschichtsunterricht“ will einen Beitrag leisten zur Entwicklung globalgeschichtlicher Perspektiven für einen kompetenzorientierten Geschichtsunterricht, der sich derzeit nach wie vor auf die Geschichte von Nationen konzentriert. Die Veranstaltung fragt deshalb – nachdem im vorangegangen Jahr globalgeschichtliche Perspektiven auf den Ersten Weltkrieg debattiert wurden – nach neuen Betrachtungsweisen für die Zwischenkriegszeit der 1920er- und 1930er-Jahre. Die Panels gehen von den gegebenen Lehrplänen aus und wollen konkrete Realisierungsmöglichkeiten für globalgeschichtliche Perspektiven diskutieren. Neben einem theoretischen Fundament wird die Frage nach unterrichtsgerechtem Quellenmaterial aufgeworfen, da die Ergebnisse der Tagung in quellenbasierte Unterrichtsbeispiele münden sollen. Die Themenbereiche der Tagung legen einen Fokus u.a. auf die globalgeschichtlichen Folgen der Russischen Revolution, die Entstehung der Arbeiterbewegung und die Genese der kommunistischen Ideologie. Das ausführliche Programm der Tagung finden sie hier.

Screenshot von Website der Veranstaltung: Solidarność - Geschichte und aktuelle Debatten

Vortrag

Solidarność - Geschichte und aktuelle Debatten

vom 23.01.2018

Das DDR Museum Berlin lädt am 23. Januar 2018 den Historiker Dr. Dominik Pick zu einem Gespräch und Vortrag zur oppositionellen Gewerkschaftsbewegung der 1980er-Jahre in Polen ein. Moderiert wird das Gespräch von dem wissenschaftlichen Leiter des Museums Dr. Stefan Wolle. Die Gewerkschaft Solidarność gründete sich im Sommer 1980 in Gdansk und verstand sich selbst als Arbeiterbewegung. Der Vortrag soll die Rolle der Bewegung beim Zusammenbruch des sozialistischen Staates diskutieren, die Ausstrahlung auf andere Staaten des Ostblocks und insbesondere der DDR kritisch bewerten und die Reaktionen auf die Gewerkschaftsbewegung im Westen beleuchten. Der Ort der Bewegung im polnischen Geschichtsbild soll hierbei bestimmt werden. Dr. Dominik Pick ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften und forscht zur deutsch-polnischen Beziehungen, Migration und Kulturtransfers zwischen den beiden Staaten.Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Screenshot der Veranstaltungsankündigung auf der Website des DPI

Gesprächsabend

2017! Ein Jahrhundert kommunistische Revolution in Europa

vom 08.12.2017

Das Deutsche Polen-Institut (DPI) veranstaltet anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution ein moderiertes Gespräch zum Thema Staatssozialismus in Deutschland und Polen. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Zeit von kurz vor dem Zusammenbruch der jeweiligen sozialistischen Staaten bis kurz danach. Es soll unter anderem darüber diskutiert werden, wie die kommunistischen Parteien Druck auf die Menschen ausübten und wie sie Einfluss auf alle Lebensbereiche ihrer Bürger nahmen. Auch soll diskutiert werden, welche Folgen diese Machtausübung und Einflussnahme des Staates für die Entwicklung nach 1989/1990 hatten. Die Erfahrungen von Akteuren in Deutschland und Polen, die einen Einblick auf die Transformationszeit vor und nach der Wende zulassen, stehen im Zentrum des Gesprächsabends. Das Deutsche Polen-Institut (DPI) hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Deutschland das Wissen über das Nachbarland Polen als ein Kernland europäischer Kultur und über Polen als wichtigen Partner Deutschlands in der europäischen Politik zu erweitern. Gegründet wurde das DPI 1980, in einer Zeit schwieriger deutsch-polnischer Beziehungen.

Logo der Heinrich-Böll-Stiftung

Podiumsgespräch

Der Kampf um die Erinnerung. Konflikte und Sowjetisches Erbe in Transnistrien und der Ostukraine

vom 05.12.2017

Die Konflikte in Transnistrien und der Ostukraine unter dem Blickwinkel der symbolischen Dimension des sowjetischen Erbes zu betrachten, hat sich eine Podiumsdiskussion zum Ziel gesetzt, die von der Heinrich-Böll-Stiftung am 5. Dezember 2017 (ab 18.30 Uhr) veranstaltet wird. In Kooperation mit dem Center for Independent Social Research e.V. Berlin (CISR) widmet sich die Veranstaltung insbesondere der Frage welche Rolle Praktiken, Symbole und Diskurse aus der Sowjetzeit in den gegenwärtigen Konfliktregionen spielen. Ist hier eine Wiederbelebung sowjetischer Erinnerungspolitik und Heldenverehrung zu verzeichnen? Und wie ist der erstarkte Patriotismus mit dem Gedenken an den Zweiten Weltkrieg verbunden? Unter dem Titel "Der Kampf um die Erinnerung. Konflikte und Sowjetisches Erbe in Transnistrien und der Ostukraine" werden ausgewiesene Kenner der Konflikte aus Russland, der Ukraine und Moldawien dazu Beiträge liefern und darüber nachdenken wie auf der der Ebene der Erinnerungskultur eine friedliche Konflikttransformation gefördert werden könnte. Die Vortragenden sind Sergiu Musteaţă (Chișinău), Tatiana Vorozheikina (Moskau), Svitlana Osypchuk (Kiev) und Jan C. Behrends (Potsdam). Dazu wird es einen Kommentar von Andrei Deviatkov (Moskau) geben. Die Veranstaltung findet auf Russisch und Deutsch mit Simultanübersetzung statt und wird von Walter Kaufmann von der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin moderiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Logo des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte

Konferenz

Diktatur und Exil – Diktaturerfahrungen der Russlanddeutschen in vergleichender Perspektive

vom 30.11.2017 | bis zum 01.12.2017

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte nimmt das Centennial der Oktoberrevolution zum Anlass einer Konferenz mit anschließender Sonderausstellung. Beide untersuchen kommunistische Diktaturerfahrungen und die besondere Verfolgungsgeschichte von Aussiedlern russlanddeutscher Herkunft in vergleichender Perspektive. Die Konferenz versucht, positive Anknüpfungspunkte zwischen der Erinnerungskultur und Selbstwahrnehmung von Russlanddeutschen, syrischen Geflüchteten und anderen Migrationsgruppen aufzuzeigen. Vor dem Hintergrund der Nähe mancher Russlanddeutscher zum rechtsnationalen Parteienspektrum setzt der multiperspektivische Ansatz der Veranstaltung auf das „integrative Potential“ geschichtspolitischer Aufklärungsarbeit (vgl. www.russlanddeutsche.de). Zurzeit leben in Deutschland 2,4 Millionen Menschen mit russlanddeutschem Migrationshintergrund, die durch die Erfahrungen, oft auch Traumata ihrer Eltern und Großeltern geprägt wurden. „Diktatur und Exil“ versucht, sich ihrer Perspektive anzunähern.

Screenshot von Flyer der Veranstaltung Die russische Revolution und die Geschichte des 20. Jahrhunderts - Erfahrungen und Einsichten der Sozialdemokratie

Podiumsgespräch | Vortrag

Die russische Revolution und die Geschichte des 20. Jahrhunderts - Erfahrungen und Einsichten der Sozialdemokratie

vom 20.11.2017

Die Historische Kommission der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) lädt anlässlich des 100. Jahrestages der russischen Revolution zu einer Abendveranstaltung am 20. November 2017 in das Berliner Willy-Brandt-Haus ein. Der Vorsitzende der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand Bernd Faulenbach wird eine Einführung in das Thema geben, bevor Jürgen Zarusky, Chefredakteur und Herausgeber der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte am Institut für Zeitgeschichte München ein Impulsreferat zu dem Thema "Die Russische Revolution und die deutsche Sozialdemokratie 1917-21" halten wird. Die abschließende Podiumsdiskussion trägt den Titel "Der sowjetische Weg als Herausforderung der Sozialdemokratie". Moderiert von Nikolas Dörr (Mitglied der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand) werden neben Jürgen Zarusky auch Peter Brandt (FernUniversität in Hagen), Gernot Erler (Russlandbeauftragter der Bundesregierung) und Evelyn Finger (Redakteurin DIE ZEIT Hamburg) zu Wort kommen. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Die Veranstalter erbitten eine Anmeldung unter http://veranstaltung.spd.de/Events/Register/5ea22d2b-b57f-4446-8991-373ac3eccee8, über geschichte@spd.de oder per Fax +49 (0)30 419529590 bis spätestens zum 17.11.2017.

Logo der Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung

Tagung

Weltwende 1917 – Europa, Russland und die bolschewistische Revolution

vom 16.11.2017 | bis zum 18.11.2017

Die dreitägige, von der Akademie Herrnhut ausgerichtete und mit der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des politischen Denkens (DGEPD) und der TU Chemnitz durchgeführte Tagung beschäftigt sich mit den Nachwirkungen und der Bedeutung der russischen Revolution für die europäische Geschichte. Gefördert wird die Veranstaltung von der Bundesstiftung Aufarbeitung, der Konrad Adenauer-Stiftung und dem Landkreis Görlitz. Die Konferenz findet vom 17. bis 19. November 2017 in der Akademie Herrnhut statt. In den Fokus rücken die Veranstalter der Tagung die Ideologie der Doppelrevolution von 1917. Das Tagungsprogramm besteht aus den folgenden vier Panels: „Ideologische Grundlegungen und Vorläufer“; „Ideologie - Terror - „Welterlösung“; „Der rote Terror und die Kirchen“ sowie „Aktuelle Perspektiven“. Im Rahmenprogramm der Tagung werden die Ausstellungen „Archipel Solovki“, die sich mit der Topographie des Terrors im Solovki-Kloster (Weißes Meer) beschäftigt und die Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" gezeigt. Eine weitere Ausstellung von Studierenden der TU Chemnitz wird ebenfalls während der Tagung zu sehen sein. Die Veranstaltung möchte vor allem Multiplikatoren der historisch-politischen Bildungsarbeit ansprechen.

Screenshot der Ankündigung

Konferenz

"The future is our only goal". Revolutions of Time, Space and Image. Russia 1917–1937

vom 09.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Die Russische Revolution 1917 markiert einen Bruch mit der Vergangenheit, der von dem politischen Drang begleitet war, ebenso die Vorstellungen von Kultur zu revolutionieren. Die Symbole des aristokratischen Imperiums wurden zerstört, um Platz zu machen für die Ikonographie des Neuen. Ein neuer Raum wurde geschaffen für eine neue Zeit. Diese destruktiv-kreativen Prozesse stehen im Fokus der Konferenz „‘The future is our only goal‘. Revolutions of Time, Space and Image. Russia 1917–1937”. Die Veranstaltung wird organisiert vom Kunsthistorischen Institut in Florenz – Max-Planck-Institut und dem russischen State Institute of Art Studies. Die vier Sektionen der im Istituto degli Innocenti  in Florenz stattfindenden Konferenz verweisen auf die spezialisierte Themenwahl: „Future of the past“, „Imaginaire“, „Landscape“ und „The revolution of images: between series and mobility“. Jede Sektion wird mit speziell für die Veranstaltung produzierten Kurzfilmen eröffnet. Danach werden zeitgenössische Künstler wie Aby Warburg, Sergei Michailowitsch Eisenstein und Miguel Covarrubias thematisiert und zueinander in Beziehung gesetzt.

Cover des Ausstellungs-Flyers

Filmreihe

1917. Revolution. Filmreihe im Zeughauskino

vom 08.11.2017 | bis zum 03.12.2017

Begleitend zur Ausstellung "1917. Revolution. Russland und Europa" die vom 18. Oktober 2017 bis zum 15. April 2018 im Deutschen Historischen Museum Berlin zu sehen ist, findet im museumseigenem Kino eine von Barbara Wurm kuratierte Filmreihe statt. Einen Monat lang werden bekannte sowjetische Filmklassiker neben weitgehend unbeachteten Filmarbeiten aus den 1920er- und 1930er-Jahren gezeigt. Die Stummfilme werden live von einem Pianisten vertont und vor jeder Vorführung findet eine kurze Einführung eines Experten statt. Die Reihe möchte die gesamte Genrevielfalt des damaligen revolutionären sowjetischen Kinos zeigen. Eröffnet wird die Reihe mit Sergej Eisensteins Agitpropklassikers "Streik"  aus dem Jahr 1925 am 8. November und endet mit einer Vorführung des letzten Teils der Maksim-Trilogie "Die Wyborg-Seite" von Grigori Michailowitsch Kosinzew und Leonid Sacharowitsch Trauberg aus dem Jahr 1938 am 3. Dezember 2017. Programm: Mittwoch, 08. November 2017, 20.00 Uhr:Stacka / Streik Dienstag, 14. November 2017, 20.00 Uhr: Zakrojšcik iz Toržka / Der Schneider von Torshok Donnerstag, 16. November 2017, 20.00 Uhr:Velikij put’ / Der große Weg  Freitag, 17. November 2017, 18.30 Uhr:Potomok Cingiz-chana / Sturm über Asien  Samstag, 18. November 2017, 18.00 Uhr:Shkurnyk / Ein bekanntes Gesicht & Khlib / Brot  Samstag, 18. November 2017, 21.00 Uhr:Zemlia / Erde  Sonntag, 19. November 2017, 18.30 Uhr:Okraina / Vorstadt Sonntag, 19. November 2017, 20.30 Uhr:Capaev / Tschapajew  Dienstag, 21. November 2017, 20.00 Uhr:Krasnye d’javoljata / Die roten Teufelchen  Donnerstag, 23. November 2017, 20.00 Uhr:Buchta smerti / Die Todesbucht  Freitag, 24. November 2017, 21.00 Uhr:Saba Samstag, 25. November 2017, 18.30 Uhr:Oblomok imperii / Trümmer des Imperiums  Samstag, 25. November 2017, 20.30 Uhr:Ljubov’ i nenavist’ / Liebe und Hass   Sonntag, 26. November 2017, 18.30 Uhr:Goroda i gody / Städte und Jahre  Sonntag, 26. November 2017, 20.30 Uhr:Trinadcat’ / Die Dreizehn  Dienstag, 28. November 2017, 20.00 Uhr:Putevka v žizn’ / Der Weg ins Leben  Mittwoch, 29. November 2017, 20.00 Uhr:Zlatye gory / Berge aus Gold  Donnerstag, 30. November 2017, 20.00 Uhr:Pokolenie pobeditelej / Generation der Sieger  Freitag, 01. Dezember 2017, 20.30 Uhr:Junost’ Maksima / Maksims Jugend  Samstag, 02. Dezember 2017, 20.30 Uhr:Vozvrašcenie Maksima / Maksims Rückkehr  Sonntag, 03. Dezember 2017, 18.30 Uhr:Vyborgskaja storona / Die Wyborg-Seite

Logo der Karls-Universität Prag

Konferenz

Beyond the Revolution in Russia. Narratives - Spaces – Concepts. A 100 Years since the Event

vom 07.11.2017 | bis zum 09.11.2017

Verschiedene geisteswissenschaftliche Institute der Karls-Universität Prag laden vom 7. bis 9. November zu einer internationalen Konferenz anlässlich des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution ein. Die Konferenz widmet sich vor allem der Ideen-, Geistes- und Ideologiegeschichte. Auf der Konferenz soll die Entstehung, Transformationen und Transfers von Narrativen, Räumen und Konzepten in Kultur, Kunst, Politik und Wissenschaft untersucht werden. Hierbei beschränkt sich die Veranstaltung meist auf den osteuropäischen und russischen Raum. Die acht Panels tragen folgende Titel: Before the Revolution, Beyond the Ideas of the Revolution, Beyond the Locality of the Revolution, Beyond the Art of the Revolution, Beyond the Events of the Revolution, Beyond the Interpretations of the Revolution, Beyond the Soviet space. Durch die Verknüpfung innovativer kultur- und sozialwissenschaftlicher Ansätze möchte man 100 Jahre nach den Ereignissen in Russland den wissenschaftlichen Blick auf die Ereignisse erweitern und den Einfluss der Revolution auf das Geistesleben wissenschaftlich erfassbar machen. Die Konferenz findet in englischer und tschechischer Sprache statt. Das vollständige Programm der Konferenz finden sie hier.

Logo vom Veranstalter: Queen Mary University of London

Konferenz

Europäische Eliten und Revolutionäre Veränderungen: 1789 - 1848 - 1917. Die Nachwirkungen.

vom 02.11.2017 | bis zum 03.11.2017

Diese zweitägige Konferenz befasst sich mit den Revolutionen von 1789, 1848 und 1917 und konzentriert sich auf die Konsequenzen für die europäischen Eliten in Bezug auf ihre Entscheidungsfreiheit, ihren sozialen Status und die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, sowie auf ihren Alltag und Lebensstil im Allgemeinen.Mit dem Aufkommen der europäischen Moderne im Laufe des "langen" 19. Jahrhunderts wurden die bestehenden Macht- und Sozialsysteme nicht nur herausgefordert und neu verhandelt, sondern auch dramatisch verändert. Es macht also Sinn, den Kampf um die Etablierung eines von parlamentarischer Demokratie regierten Nationalstaats als Teil desselben historischen Prozesses wie die Absetzung und Enthauptung des französischen Königs und die Ermordung des russischen Kaisers und seiner Familie rückblickend zu analysieren.Die revolutionären Umwälzungen der Epoche, an denen nicht nur traditionelle politische Akteure, sondern auch Teile der Landbevölkerung beteiligt waren, führten zu weitreichenden Veränderungen in der politischen und sozialen Ordnung. Revolutionen etablierten neue Institutionen und Praktiken, bauten neue Gemeinschaften auf und schufen alternative Formen der Identität. Auch hielten die Folgen dieser Ereignisse nicht an den Grenzen der Länder oder Regionen an, in denen sie sich ereigneten. Im Gegenteil: Sie trugen zur überregionalen Verbreitung von Ideen bei und förderten die Bewegung von Menschen über Grenzen hinweg.

Logo der Stiftung Ettersberg

Symposium

16. Internationales Symposium der Stiftung Ettersberg

vom 27.10.2017 | bis zum 28.10.2017

100 Jahre nach der Russischen Revolution fragt die Stiftung Ettersberg auf ihrem 16. Internationalen Symposium mit dem Titel „Verheißung und Bedrohung: Die Oktoberrevolution als globales Ereignis“ nach den globalen Reaktionen auf die revolutionären Prozesse in Russland im Oktober 1917.  Thematisiert werden dabei die politischen Hoffnungen und weltrevolutionären Erwartungen, aber auch die reaktionären Gegenbewegungen und ideologischen Gegenentwürfe. Dabei wird auch beachtet, dass die Revolution nicht nur die Machtsicherung der Bolschewiki um Lenin und Trotzki bedeutete; die Oktoberrevolution war ebenso die Geburtsstunde des Antibolschewismus. Dementsprechend fragt das Symposium nach der Rezeption der Revolution durch die Zeitgenossen und den politischen Implikationen. Die Tagung wird in enger Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen durchgeführt. Anmeldungen sind ab August 2017 möglich. Die Tagungsgebühr beträgt 20,00 € (ermäßigt 10,00 €). Das Symposium wird als Fortbildung für Thüringer Lehrer/innen beim ThILLM akkreditiert.

"Russlands Erinnerungskultur: Im Erinnern gespalten, im Vergessen geeint?" Ankündigung der Veranstaltung im Kalender der Heinrich Böll Stiftung, Screenshot von der Website

Gesprächsabend | Buchvorstellung

Russlands Erinnerungskultur: Im Erinnern gespalten, im Vergessen geeint?

vom 07.02.2018 | bis zum 07.02.2018

Im Sommer 2017 beschäftigte sich eine deutsch-russische Delegation von jungen Wissenschaftlern und Aktivisten mit den folgenden Fragen: Wie wird in Westsibirien, einem der zentralen Schauplätze des stalinistischen Terrors an Vertreibung, Terror und das Gulag-System erinnert? Woher rührt die neue Stalin-Nostalgie und weshalb werden bestimmte Ereignisse von Erinnerungsgemeinschaften verdrängt, während andere ins kulturelle Gedächtnis einfließen?Im Rahmen eines Workshops in Berlin und einer zweiwöchigen Expedition in Westsibirien wurden verschiedene Orte, Museen und Archive besucht und zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen, verschiedenen Fachleuten und Historikern geführt. Das Projekt wurde in Kooperation mit IFAIR e.V. und der Yugra State University durchgeführt und vom Auswärtigen Amt mitfinanziert. Die Ergebnisse des Projekts, unter anderem der Abschlussband, der die Erfahrungen der Teilnehmenden in Form von vier Essays reflektiert, werden an diesem Abend gemeinsam mit dem Historiker Jan-Claas Behrends vorgestellt und diskutiert. Eine Anmeldung zur Teilnahme ist nicht erforderlich.

Flyer zur Veranstaltung: Saving Bruce Lee – Afrikanischer und arabischer Film in Zeiten sowjetischer Kulturdiplomatie im Haus der Kulturen der Welt

Filmvorführung | Vortrag

Saving Bruce Lee – Afrikanischer und arabischer Film in Zeiten sowjetischer Kulturdiplomatie

vom 19.01.2018 | bis zum 21.01.2018

Am Wochenende vom 19. bis 21. Januar 2018 lädt das Berliner Haus der Kulturen der Welt zu einer Reihe mit Filmvorführungen, Gesprächen und Vorträgen ein, um den Einfluss sowjetischer Kulturpolitik auf den afrikanischen und arabischen Film der 1960er-Jahre bis 1980er-Jahre zu diskutieren. In der Phase der postkolonialen Befreiungskämpfe versuchte die Sowjetunion durch die Vergabe von Filmstipendien ihren Einfluss auf arabische und afrikanische Filmschaffende auszubauen. Akteure und Künstler dieser Zeit zeigen auf der Veranstaltung ihre Werke und diskutieren mit Experten. Wie das Studium dieser Regisseure an dem renommierten Gerassimow-Institut für Kinematographie (VGIK) in Moskau ihr Schaffen im Hinblick auf Ikonographie, Ästhetik, Bildwelten und Ideologie beeinflusst hat, soll kritisch eruiert werden.Die Reihe wurde von Koyo Kouoh und Rasha Salti kuratiert. Der Eintritt am Freitag ist frei. Tagestickets sind für 6 Euro (ermäßigt 4 Euro), Zweitagestickets für 10 Euro (ermäßigt 7 Euro) vor Ort oder hier zu erwerben.Am Freitag beginnt das Programm um 18.00 Uhr, am Samstag um 15.00 Uhr und am Sonntag um 14.00 Uhr. Das ausführliche Veranstaltungsprogramm finden sie hier.

Logo der Universität Passau

Tagung

Privacy Outside Its ‘Comfort Zone’: Late Socialist Eastern and East-Central Europe between the Private and the Public

vom 08.12.2017 | bis zum 10.12.2017

Für westliche liberale Gesellschaften wurde das Konzept von Privatheit bereits intensiv bearbeitetet. Die vom DFG-Graduiertenkolleg „Privatheit und Digitalisierung“ organisierte Tagung möchte darüber hinaus Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse zu Privatheit in sozialistischen Ländern Mittel- und Osteuropas geben. Dabei ist den Veranstaltern wichtig, den Dialog zwischen Experten und Nachwuchswissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen der Geistes- und Sozial- und Politikwissenschaften zu fördern, um so die Chancen, Grenzen und Strategien der Überschreitung liberaler Rahmenbedingen zu diskutieren. Die Dichotomie zwischen „privat“ und „öffentlich“ soll hinterfragt sowie nach neuen Definitionen von Privatheit gesucht werden. Der Fokus der Tagung liegt auf drei Themenbereichen: Politische Variationen von Privatheit, Kunst und Privatheit sowie Privatheit in sozialistischen Gesellschaften. Den Flyer zur Veranstaltung können Sie online einsehen. Die Veranstalter bitten um eine Anmeldung bis zum 30. November 2017 an: Tatiana.Klepikova@uni-passau.de.

Soldatenstatue an der Grünen Brücken in Vilnius (C) Ekaterina Makhotina

Podiumsgespräch

Between Heritage and Politics: Dealing with Signs of Communism in the Post-Soviet Space

vom 04.12.2017

Die Abteilung für Osteuropäische Geschichte Universität Bonn, das Cologne-Bonn Centre for Central and Eastern Europe (CCCEE) und die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) laden am 4. Dezember zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Between Heritage and Politics: Dealing with Signs of Communism in the Post-Soviet Space" in die Kreuzung an St. Helena in Bonn ein. Thema dieser öffentlichen Podiumsdiskussion ist der Umgang Russlands, Litauens und der Ukraine mit Denkmalen, Straßennamen, Gedenkkalendern der kommunistischen Vergangenheit, insbesondere auch in Bezug auf die Tendenzen, kommunistische Symbolik juristisch zu verbieten. Darüber hinaus soll das Gespräch aufzeigen, wie der Umgang mit den Denkmalen auch Mittel der jeweiligen Gesellschafts- und Außenpolitik sein konnte bzw. noch heute ist. Die diskutierenden Expertinnen und Experten wünschen sich durch die vergleichende Perspektive und den Gedankenaustausch neue Erkenntnisse zum Gedenken und die politische Rolle des Erinnerns an kommunistische Diktaturen in Osteuropa. Es diskutieren Prof. Dr. Tanja Penter (Universität Heidelberg), Prof. Dr. Alexei Miller (Europäische Universität St. Petersburg / Central European University of Budapest) und Dr. Ekaterina Makhotina (Universität Bonn / CCCEE). Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Martin Aust vom (Universität Bonn).

Die Akademie Sankelmark, Screenshot von der Website

Konferenz

1917 und die Folgen

vom 24.11.2017 | bis zum 26.11.2017

Der 1917 von den Bolschewiki bewerkstelligte Umsturz in Russland hat die Geschichte des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt und gehört zu den wichtigsten historischen Ereignissen. Die Folgen, als auch Mythen dieses Umsturzes sind bis heute spürbar. Katarzyna Stokłosa von der Universität Süd-Dänemark und Gerhard Besier vom Sigmund-Neumann-Institut laden anlässlich des hundertsten Jahrestags der russischen Revolution zu einer internationalen Tagung in die Akademie Sankelmark bei Flensburg ein, die sich mit den verschiedenen Rezeptionsgeschichten und Resonanzen dieses bedeutsamen Jahres auseinandersetzt. Unterstützt von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, liegt der Fokus der Konferenz auf verschiedenen nationalen Wahrnehmungen, der Interpretation und den historiographischen Aufnahmen des „Roten Oktobers“, sowie auf dessen weitreichenden Folgen – vor allem in europäischer Perspektive.

Logo der Berliner ISHA-Sektion, Screenshot von Webseite, https://ishaberlin.wordpress.com/

Workshop

How Communism Shaped our World - Remembering Communism at the 100th Anniversary of the October Revolution

vom 20.11.2017 | bis zum 26.11.2017

Die Berliner Sektion der International Students of History Association (ISHA) wird vom 20. bis zum 26. November 2017 eine Studienreise mit Workshops zusammen mit der Moskauer Sektion der ISHA durchführen. Dafür erbittet die ISHA Berlin bis zum 9. Juli 2017 die nötigen Bewerbungsunterlagen. Nach einem ersten Kurzauswahlverfahren werden im zweiten Schritt die Abstracts mit einer Länge von 300-450 Wörter zu einem der Workshop-Themen erbeten. Die Beiträge sollen nach der Reise in Form eines Kurzessays verschriftlicht werden. 15 Berliner Studierende werden die Möglichkeit haben mit 15 Moskauer Studierenden der Geschichtswissenschaft und verwandten Disziplinen über die Oktoberrevolution zu diskutieren. Die Exkursion steht unter dem Titel How Communism Shaped our World - Remembering Communism at the 100th Anniversary of the October Revolution. Die vier Panels werden sich wissenschaftlich mit Kommunismus und Erinnerung, Kommunismus und Kunst, Alltag im Kommunismus und Kommunismus und Krieg beschäftigen. Die Studienreise wird von einem abwechslungsreichen Kulturprogramm begleitet. Jeder Teilnehmende muss eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro bezahlen.

Screenshot des Flatblatts der Veranstaltung "Ein Gespenst geht um in Europa..." Der Kommunismus im 20. Jahrhundert

Tagung

"Ein Gespenst geht um in Europa..." Der Kommunismus im 20. Jahrhundert

vom 16.11.2017

Anlässlich des 100. Jahrestages der russischen Oktoberrevolution lädt die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR zu einer Fachtagung am 16. November 2017 nach Schwerin ein. Der bekannte erste Satz des kommunistischen Manifestes dient den Veranstaltern als Titel für die Tagung, um den Kommunismus im 20. Jahrhundert wissenschaftlich neu zu denken. Die Tagung wirft nicht nur einen Blick auf die Ereignisse im Herbst 1917 in Russland, sondern fragt auch nach der Ideologie des Marxismus, der Rolle der Gewalt in sozialistischen Diktaturen und möchte eine globale Perspektive auf das Thema einnehmen, ebenso wie eine spezifisch mecklenburg-vorpommerische. Zum Abschluss der Tagung wird der Dokumentarfilm "1917 - Der wahre Oktober" gezeigt. Als kulturelles Rahmenprogramm wird die Ausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" gezeigt. Die Veranstalter erbitten bis zum 10. November eine verbindliche Anmeldung bei post@lstu.mv-regierung.de oder per Telefon unter 0385-734006 oder via Fax unter 0385-734007. Es ist ein Unkostenbeitrag von 10 Euro (5 Euro ermäßigt) zu entrichten.

Logo der Konferenz "Need to Know VII: The Hidden Hand of Intelligence", Screenshot aus Call for Papers, https://ipn.gov.pl/pl/nauka/konferencje-naukowe/39541,CALL-FOR-PAPERS-International-Conference-Need-to-Know-VII-The-Hidden-Hand-of-Int.html

Konferenz | Call for Papers

Need to Know VII: The Hidden Hand of Intelligence

vom 09.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Die 7. internationale Konferenzreihe Need to know zur Geschichte von Geheimdiensten wird im November 2017 in Budapest zu dem Thema The hidden Hand of Intelligence stattfinden. Die versteckte Hand meint in diesem Zusammenhang den versteckten Einfluss von Geheimdiensten auf gesellschaftliche Akteure und Gruppen. Welche Mittel wandten Nachrichtendienste an, um ihre Propaganda zu maskieren? Die Veranstalter erbitten Beiträge, die sich mit genau diesen Fragen auseinandersetzen. Untersuchungsgegenstände sind hierbei so genannte Front Organizations (Parteien, NGOs, Kirchen, Medien, soziale Bewegungen). Wie wurden diese Akteure von Geheimdiensten genutzt? Wie wurde deren Tätigkeit verschleiert? Welche Reaktionen riefen solche Tätigkeiten bei Bekanntwerden bei anderen Diensten aus? Wie effektiv waren solche Propagandaaktionen und Einflussnahmen? Interessierte Referenten werden gebeten ihre Exzerpte von 500 bis 700 Wörtern auf Englisch bis zum 30. Mai an wladyslaw.bulhak@ipn.gov.pl zu schicken.

Screenshot Flyer der Konferenz 100 Jahre russische Revolutionen. Spurensuche in Deutschland und Europa

Konferenz

100 Jahre russische Revolutionen. Spurensuche in Deutschland und Europa

vom 08.11.2017 | bis zum 11.11.2017

Das Internationale Graduiertenkolleg 1956 "Kulturtransfer und 'kulturelle Identität'" der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Russischen Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften Moskau lädt anlässlich des Centennials der Oktoberrevolution vom 8. bis 11. November zu einer wissenschaftlichen Spurensuche nach Freiburg ein. Untersucht werden sollen die Auswirkungen der Revolution auf Transferprozesse, Mittlerfiguren, Netzwerke, Aufnahmekontexte, Adaptionen bis hin zu (kollektiven) Identitätsbildungsprozessen. Die Transformationen und Transfers nationaler bzw. kultureller Identitäten sollen ebenso untersucht werden wie die Verbreitung einer revolutionären Ästhetik und die Wirkmächtigkeit der russischen Avantgarde in Europa. Es werden Referierende aus Russland, Deutschland und anderen europäischen Staaten erwartet. Die Vorträge werden in russischer und deutscher Sprache gehalten. Ein kulturelles Rahmenprogramm bestehend aus Filmvorführungen und Stadtführung wird ebenso angeboten. Das ausführliche Tagungsprogramm finden sie hier.

Logo des proWissen Potsdam e.V.

Veranstaltungsreihe

Kommunismus – Utopie und Wirklichkeit: Wie wollen wir zusammenleben?

vom 06.11.2017 | bis zum 22.11.2017

Der Verein ProWissen Potsdam e.V. Wissenschaftsetage des Bildungsforums Potsdam veranstaltet in Kooperation mit der Gedenkstätte Leistikowstraße Potsdam, dem ZZF Potsdam und der Universität Potsdam vom 6. bis 22. November eine Themenwoche zur Kommunismusgeschichte. Die Themenwoche beinhaltet Vorträge, Workshops und Ausstellungen, die unter der titelgebenden Frage „Utopie und Wirklichkeit: Wie wollen wir zusammenleben?“ gebündelt werden. Im Mittelpunkt steht dabei das Spannungsverhältnis von Anspruch und Wirklichkeit in der Kommunismusgeschichte sowie die Frage, ob und – falls ja, was – daraus für die Gegenwart zu lernen ist. Die verschiedenen Veranstaltungsformate sprechen sowohl junge und ältere Menschen, als auch Experten und Geschichtsinteressierte an. Unter anderem werden eine Schülerakademie zum Thema Jeans in der DDR, ein Vortrag über zwei Restaurants in Minsk und Berlin sowie eine literarische Lesung über die Boheme in der DDR stattfinden. Gerahmt werden die Veranstaltungen der Themenwoche von zwei Ausstellungen zur Kommunismusgeschichte. Zum einen wird die Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" von der Bundesstiftung Aufarbeitung, dem DHM und Gerd Koenen präsentiert, zum anderen die Fotoausstellung "Landsleute 1977 - 1987" von Rudi Meisel, bei der die Frage "Ost" oder "West", erst in zweiter Linie wichtig wird.

Flyer der Veranstaltung: 1917-2017: Espoirs, utopies et héritages de la Révolution russe

Konferenz

Internationales Kolloquium: 1917-2017: Espoirs, utopies et héritages de la Révolution russe

vom 02.11.2017 | bis zum 04.11.2017

Vom 2. bis 4. November findet in Brüssel ein internationales Kolloquium zu Hoffnungen, Utopien und dem Erbe der russischen Revolution statt. Organisiert wird die Konferenz von dem Carcob – Centre des Archives du Communisme en Belgique, dem Centre d’Histoire et de Sociologie des Gauches (ULB), der Formation Léon Lesoil und dem Institut Marcel Liebman. Die acht Sektionen beschäftigen sich mit einer Geschichtsschreibung „von unten“, der Aktualität der Revolution, ihrem Einfluss auf die Arbeiterbewegung und auf antikoloniale Befreiungsbewegungen, die Bedeutung von Utopien und dem Einfluss der Revolution auf die Frauenemanzipation und auf Subkulturen. Die Veranstalter konnten renommierte Expertinnen und Experten, wie Enzo Traverso oder Jeffrey Rossman als Referenten gewinnen. Kulturell gerahmt wird die Konferenz durch ein Konzert des Chorale Brecht-Eisler de Bruxelles, Filmvorführungen und Ausstellungsbesuchen. Die Konferenz wird in französischer und englischer Sprache stattfinden.

Logo der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V.

Konferenz

150 Jahre Marx‘ Kapital, 100 Jahre russische Oktoberrevolution – und heute?

vom 27.10.2017 | bis zum 28.10.2017

150 Jahre nach dem Erscheinen des ersten Bandes von Marx‘ Kapital und 100 Jahre nach der Russischen Revolution fragen die 11. Braunschweiger Gramsci-Tage der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen nach der Beziehung von revolutionärer Theorie zu revolutionärer Praxis. Davon ausgehend sollen Erkenntnisse für die Gegenwart gezogen werden. 1867 erscheint der erste Band von Das Kapital, welches als Gesamtwerk eine Kritik der politischen Ökonomie darstellt und eine folgenschwere Wirkungsgeschichte entfaltet. 1917 beweist sich die Russische Revolution als dramatisches Element des „Zeitalters der Extreme“ (Hobsbawm), da sie zur Errichtung des ersten kommunistischen Systems führt. Die zweitägige Konferenz in Braunschweig will versuchen, die Beziehung zwischen diesen Ereignissen zu analysieren und in Verbindung mit Reflexionen zu Marx‘ Werk sowie der geschichtlichen Bedeutung der Russischen Revolution bringen. Die Veranstaltung findet im Kultur- und Kommunikationszentrum Brunsviga in Braunschweig statt.

Logo des BKGE

Tagung

Mittel- und Osteuropa nach dem Ersten Weltkrieg

vom 31.01.2018 | bis zum 02.02.2018

Die Tagung „Mittel- und Osteuropa nach dem Ersten Weltkrieg“ beschäftigt sich mit den fünf Jahren nach der Russischen Revolution und dem Ende des Ersten Weltkriegs 1917. Diese Zeit war geprägt von den Bemühungen um eine internationale Friedensordnung und um die Emanzipation bisher unterdrückter Nationen. Ebenso herrschte ein starker politischer Revisionismus vor, der Kampf um territoriale Ansprüche und ein Übermaß an politischer Gewalt. Die politisch Verantwortlichen mussten sich ideologischen, sozialen und ökonomischen Krisen stellen, den Wiederaufbau oftmals verwüsteter Landesteile bewerkstelligen und die Versorgung der versehrten Bevölkerung sicherstellen. Die in Berlin stattfindende Tagung nimmt das Jahr 1923 als Begrenzung, da es mit der Überwindung der Inflationszeit und der Etablierung eines „neuen Europa“ für eine gewisse Konsolidierung sorgte, aber auch mit dem gescheiterten „Marsch auf die Feldherrnhalle“ Hitlers und der faschistischen Machtübernahme in Italien die Gefährdung der demokratischen Ordnung aufzeigte. Die Vorträge sollen eine Balance zwischen Teilstudien und transnationalen Untersuchungen aufweisen. Die Tagung wird simultan auf Deutsch und Englisch übersetzt. Es wird um eine Anmeldung bis zum 25.01.2018 über diesen Link gebeten.

Flyer zum Eröffnungsvortrag

Vernissage | Vortrag

Praktiken historischer Aufarbeitung - Wissenschaftlich-künstlerische Collagen zur sowjetischen Geschichte

vom 11.12.2017

Der russische Historiker und Künstler Ivan Kulnev eröffnet am 11. Dezember 2017 um 18 Uhr seine Ausstellung  „Das sowjetische Experiment - 100 Jahre Oktoberrevolution“  am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Kulnev hält hierzu den Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Praktiken historischer Aufarbeitung - Wissenschaftlich-künstlerische Collagen zur sowjetischen Geschichte“. Seine Ausstellung verbindet historische Analyse mit künstlerischer Präsentation. Kulnev möchte anhand von Collagen einen Diskurs über die Entstehung, den Verlauf und das Scheitern des „sowjetischen Experiments“ anregen. Hierzu trug er im Rahmen seiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Sowjetunion Zeitungsausschnitte, Fotografien und Filmsequenzen zusammen, die er zu Collagen neu arrangierte. Die zumeist in russischer Sprache verfassten Texte der neu arrangierten Dokumente und Bilder sind mit kurzen Übersetzungen für deutsche Besucher versehen worden. Die Ausstellung wird bis zum 15.01.2018 am Institut für Slawistik zu besichtigen sein.

Logo des Deutschen Polen Instituts

Workshop

Die Partei hat immer recht! Anspruch, Wirklichkeit und Aufarbeitung der kommunistischen Parteien in der Deutschen Demokratischen Republik und der Volksrepublik Polen ab 1970

vom 08.12.2017 | bis zum 09.12.2017

Das Deutsche Polen-Institut widmet sich in seinem Workshop den kommunistischen Parteien in Deutschland und Polen ab 1970. Die Veranstalter fragen nach den Auswirkungen der historischen Ereignisse und Prozesse auf die die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) und die Polnische Vereinigte Arbeiterpartei (PVAP): Während besonders die frühen 1970er-Jahre in Deutschland und Polen eine Zeit der Stabilität waren, begann in den 1980er-Jahren der politische und wirtschaftliche Zusammenbruch einzusetzen. Mit einem Dialog zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der interdisziplinären Parteienforschung möchten die Veranstalter des Workshops nach den Funktionen der kommunistischen Parteien in der Deutschen Demokratischen Republik und der Volksrepublik Polen fragen. Der vom 8. bis 9. Dezember 2017 in Darmstadt stattfindende Workshop wird mit der Präsentation der Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ der Bundesstiftung Aufarbeitung begleitet. Sie können den Flyer zur Veranstaltung online einsehen.

Logo von "Helle Panke" e.V.

Lesung

Revolutionstouristen. Sowjetunionreisende der 1920er und 1930er Jahre

vom 04.12.2017

Neben Berichten aus Amerika thematisierte der Großteil der deutschen Reiseberichte nach dem Ende des Ersten Weltkrieges die Sowjetunion. Der Grund hierfür war der regelrechte „Revolutions- und Utopietourismus“, der sich nach der Russischen Revolution eingestellt hatte. Angehörige zahlreicher Schichten, Arbeiter, Intellektuelle, Künstler und viele mehr begaben sich nach Russland, um die Entstehung einer neuen Gesellschaftsordnung zu besichtigen. Es wurde eine derart große Zahl an Reiseberichten angefertigt, dass sich das eigene Genre der Sowjetunion-Reiseberichte etabliert hat. Diesen Berichten widmet sich die Veranstaltung der „Helle Panke“ e. V. - Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin mit dem Titel „Revolutionstouristen. Sowjetunionreisende der 1920er und 1930er Jahre“. Anhand einiger ausgewählter Reiseberichte sollen die Erwartungen, Hoffnungen und Eindrücke der Verreisten, sowie der „utopische Blick“ auf die Sowjetunion insgesamt betrachtet werden. Der Referent des Abends ist Dr. Thomas Möbius, moderiert wird die Veranstaltung von Dr. des. Birgit Ziener. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintrittspreis beläuft sich auf 2€.

Logo Humboldt-Universität zu Berlin

Workshop | Call for Papers

Frei und gleich - gleich und fei? Zum Verhältnis von Menschenrechten und Kommunismus 1917-1989/91

vom 23.11.2017 | bis zum 25.11.2017

Für den Workshop Free and Equal - Equal and Free? Human Rights and Communism in the 20th century der vom 23.-25. November in Berlin stattfinden wird erbitten die Veranstalter bis zum 27. August Abstracts von bis zu 400 Wörtern. Die enge ideengeschichtliche Verbindung der Konzepte von Menschenrechten und Kommunismus nehmen die Veranstalter zum Anlass, um zu Fragen wie sich die verschiedenen kommunistischen Regime zur Entwicklung und Geltungsanspruch der Menschenrechte verhalten haben. Mögliche Themenfelder für die Abstracts sind die Frage nach der konzeptuellen Kompatibilität von Kommunismus und Menschenrechten, der Diskurstopos Menschenrechte innerhalb des kommunistischen Staatensystems, NGOs in kommunistischen Staaten und Menschenrechte als Druckmittel in der Außenpolitik. Hierbei wird sich die Veranstaltung vor allem auf kommunistische Diktaturen in Europa und auf die Sowjetunion konzentrieren, allerdings sind auch Bewerbungen, die sich mit anderen Regionen beschäftigen erwünscht. Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden.Die Abstracts sollen mit einem Lebenslauf an janis.nalbadidacis@geschichte.hu-berlin.de und jochen.krueger.1@hu-berlin.de geschickt werden.

Logo des Institute for Democracy, Media & Culture

Konferenz

Between Apathy and Nostalgia: Public and Private Recollections of Communism in Contemporary Albania

vom 17.11.2017 | bis zum 18.11.2017

„Between Apathy and Nostalgia“ widmet sich der öffentlichen und privaten Erinnerung der albanischen Bevölkerung an die Zeit der Diktatur (1944 bis 1990). Im Zentrum der Konferenz steht eine aktuelle OSZE-Studie, nach der eine überwiegend positive Einstellung gegenüber dem vergangenen kommunistischen Regime – im Besonderen gegenüber dem Diktator Enver Hoxha – vorherrscht, sowie die öffentlichen Reaktionen auf diese Ergebnisse. Die Nostalgie der Bevölkerung wird kontrastiert von einer weit verbreiteten Kritik der mangelnden Dekommunisierung. Kritisch hinterfragen will die Tagung die einseitige Repräsentation des Kommunismus vor allem in der aktuellen Politik und den politischen Medien, da sie weit entfernt ist von der Vielfalt und Komplexität der Erfahrungen der albanischen Bevölkerung. Dieser Form der Erinnerungspolitik versucht die Konferenz mit der Fragestellung „Wer erinnert sich woran?“ eine verständliche und nuancierte Gesamtschau der Erinnerung an den Kommunismus entgegenzusetzen (vgl. http://idmc.al). Der Vergleich der albanischen mit Erinnerungskulturen anderer osteuropäischer Ländern – im Speziellen Bulgariens und Rumäniens – ist ein weiterer Schwerpunkt der Tagung.

Flyer der Konferenz: Imperios colapsados: consecuencias de 1917 en el Mediterráneo y el Mundo

Konferenz

Imperios colapsados: consecuencias de 1917 en el Mediterráneo y el Mundo

vom 15.11.2017 | bis zum 17.11.2017

Das Forschungsprojekt "Collapsed empires, Post-colonial Nations and the Construction of Historical Consciousness. Infrastructures of Memory after 1917" an der Universität Complutense Madrid lädt vom 15. bis 17. November zur internationalen Konferenz "Imperios colapsados: consecuencias de 1917 en el Mediterráneo y el Mundo" nach Madrid ein. Im Zentrum der Konferenz steht die Frage nach den Auswirkungen der Oktoberrevolution auf den Mittelmeerraum. Die regionalen Rezeptionen und Deutungen über den Untergang des russischen Imperiums und zur Entstehung neuer sozialistischer Nationalstaaten werden auf den Podien und in den Sektionen diskutiert. Experten und Expertinnen aus Ägypten, Deutschland, Russland, Italien und Spanien referieren beispielsweise über die Bedeutung der bolschewistischen Revolution für den zionistisch-palästinensischen Konflikt oder die Reaktionen auf die Gründung der baltischen Staaten in den baskischen und katalanischen Regionalparteien. Ein weiteres Panel beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Revolutionen auf die Archive im östlichen Mittelmeerraum oder dem Mythos 1917 in kommunistischen Parteien und anarchistischen Gewerkschaften in Spanien. Die Vorträge und Diskussionen finden in spanischer und englischer Sprache statt. Das vollständige Programm finden sie hier.

Flyer zur Tagung "Sowjetfussball"

Tagung

Der "Neue Mensch" und das Jahrhundertspiel. Sowjetfussball als kulturelle Kraft und politische Macht im 20. Jahrhundert

vom 09.11.2017 | bis zum 11.11.2017

Die Tagung des Zentrums deutsche Sportgeschichte am Russischen Haus für Wissenschaft und Kultur widmet sich dem sowjetischen Fussball als einer der beliebtesten Massensportarten. Dabei wird Sport in der Sowjetunion als Paradebeispiel von Utopie und Wirklichkeit des Kommunismus im 20. Jahrhundert verstanden. Von der Jugenderziehung, Alltags-  und Erinnerungskultur über das kommunistische Sportsystem und den Wettkampfbetrieb bis hin zur internationalen Ebene des Weltsportes und der Sportdiplomatie reicht die Spannbreite der Präsentationen. Fussball war nicht zuletzt eine Bühne auf der sich im kulturellen Kalten Krieg die Systeme begegneten und abgrenzten. Die Tagung wird von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Rahmen des Jahresschwerpunkts „Der Kommunismus: Utopie und Wirklichkeit“ gefördert. Die Konferenz wird in Kooperation mit dem Sportmuseum Berlin, dem Deutschen Rundfunkarchiv, dem Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur sowie dem Tagesspiegel ausgerichtet und von der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport unterstützt.

Logo der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Gedenkveranstaltung

Gedenkfeier für die Toten des sowjetischen Speziallagers Nr. 3

vom 08.11.2017

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen gedenkt am 8. November 2017 zusammen mit dem Bezirk Lichtenberg der Toten des sowjetischen Speziallagers Nr. 3. Die alljährliche Gedenkveranstaltung findet auf dem Städtischen Friedhof Hohenschönhausen in der Gärtnerstraße statt. Das sowjetische NKWD richtete im Mai 1945 auf dem Gelände der heutigen Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen das Speziallager Nr. 3 ein, in dem politische Häftlinge und andere für die Sowjetunion verdächtige Menschen inhaftiert wurden. Von den 20.000 Menschen, die in diesem Lager interniert waren, starben schätzungsweise 1.000 durch Hunger. Für sie wurde auf dem Friedhof an der Gärtnerstraße/Ferdinand-Schultze-Straße ein „DenkOrt“ errichtet. Bei der Gedenkveranstaltung am 8. November findet nach der Begrüßung um 15 Uhr durch den Bezirksbürgermeister von Lichtenberg Michael Grunst sowie den Ansprachen der stellvertretenden Direktorin der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und eines Zeitzeugen eine Kranzniederlegung statt. Anschließend folgt ein Empfang in der Gedenkstätte in der Genslerstraße.

Logo der Veranstalter: Peter Hacks Gesellschaft e. V., http://www.peter-hacks-gesellschaft.de/

Tagung

»Der erste Schritt ist allemal ein Stolpern«. Hacks und Revolution

vom 04.11.2017

Anlässlich des 100. Jahrestages des russischen Oktoberumsturzes, möchte die Peter Hacks Gesellschaft nach dem Standort des Topos Revolution im Œvre des bedeutenden sozialistischen Dramatikers und Essayisten fragen. Die Sektionen möchten das Werk des DDR-Dramatikers in seine Lebens- und Schaffensphasen aufteilen, um die jeweilige Bedeutung und Sinngehalt von Revolution in Werk und Sozialismusverständnis von Hacks zu untersuchen. Kurz nach seiner Übersiedlung aus der Bundesrepublik in die DDR zeichnete sich seine Dramaturgiekonzeption durch den Versuch eines didaktischen Theaters aus. In der Hauptphase seines Schaffens in den 1960er und 70er-Jahren führte Hacks das Konzept einer postrevolutionären Dramaturgie ein. Nach der Wende stellte sich die Frage nach Revolutionen im Schaffen Hacks grundlegend anders. Wie war 1989 zu bewerten und wie verhält man sich zum Kapitalismus? Die Beiträge der Tagung sollen im Hacks Jahrbuch 2018 erscheinen.

Konferenz

Second Conference of the European Labour History Network (ELHN)

vom 02.11.2017 | bis zum 04.11.2017

Bei der zweiten Konferenz des European Labour History Network wird die erste Session der Working Group zu “Workers, Labour and  Labour History in Modern Central-East Europe” stattfinden. Die Working Group zielt darauf ab, dieses Thema aus einer transnationalen und vorzugsweise vergleichenden Perspektive zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Dimensionen der Modernisierung der industriellen Arbeit und die zunehmende politische Partizipation der Arbeiter im 19.-20. Jahrhundert. Die Region Zentral- und Osteuropa durchlief mehrere Regimewechsel in dieser Zeit: Der Kapitalismus der Zwischenkriegszeit und des vorigen Jahrhunderts wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch sowjetische Gesellschaften ersetzt. Mit dem Übergang zur Marktwirtschaft und liberalen Demokratie gab es eine weitere radikale Verschiebung, die die Welt der  Arbeitsgeschichte in der Region prägte. Es soll analysiert, wie sich die Rolle der Arbeit und der "Arbeiterklasse" hierdurch verändert hat.

Logo der Ruhr-Universität Bochum

Veranstaltungsreihe

Albträume vom Roten Oktober

vom 27.10.2017 | bis zum 07.02.2018

Das Institut für Deutschlandforschung an der Ruhr-Universität Bochum führt eine Veranstaltungsreihe zum Thema 100 Jahre Kommunismus durch. Der Kommunismus hat das 20. Jahrhundert stärker und länger geprägt als die anderen Ideologien seiner Epoche. Die Veranstaltungsreihe mit Lesungen, Diskussions-, Film- und Vortragsabenden präsentiert Erinnerungen von Deutschen, die im 20. Jahrhundert in seiner sowjetischen Ausprägung mit ihm in Berührung gekommen sind: fasziniert und begeistert, schockiert und entsetzt. Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe in der Bochumer Innenstadt mit einem Überblicksvortrag von Prof. Dr. Bernd Faulenbach mit dem Titel "100 Jahre Russische Revolution. Zur Bedeutung einer Jahrhundert-Erinnerung" am 27. Oktober. Es folgen im November und Dezember drei Lesungen von Eugen Ruge, Kathrin Schmidt und Irina Liebmann mit anschließenden Autorengesprächen. Der Autor und die Autorinnen haben alle in den letzten Jahren Erfolge mit Romanen, welche deutsch-deutsche und deutsch-sowjetische Beziehungen thematisierten, gefeiert. Bevor die öffentliche Veranstaltungsreihe mit einer Bilanz ziehenden Podiumsdiskussion im Januar endet, wird am 15. Dezember der sowjetische Filmklassiker „Der Weg ins Leben“ (1931, Regie: Nikolaj Ekk) gezeigt und historisch verortet. Begleitend ist an der Ruhr-Universität Bochum ein literarisches Seminar für Februar 2018 geplant sowie ein interdisziplinärer Workshop mit dem Titel "Jenseits der Jahrestage. Praxis des kulturellen Gedächtnisses in Europa". Den Flyer zur Veranstaltungsreihe finden sie hier.