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Konferenz

Global War, Global Connections, Global Moments - International Conference about the First World War

vom 16.07.2018 | bis zum 18.07.2018

Vom 16. bis 18. Juli findet die Konferenz „Global War, Global Connections, Global Moments - International Conference about the First World War“ am Centre for the History of Violence der University of Newcastle (Australien) statt. 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges strebt die Konferenz an, die internationalen Beziehungen und Abhängigkeiten jener Zeit jenseits von eurozentristischen Perspektiven zu analysieren. Dabei soll ein besonderer Fokus auf Forschung aus Australien, Neuseeland und Asien liegen. Der Erste Weltkrieg spielt eine zentrale Rolle im Zuge derjenigen Ereignisse, die schlussendlich zur Russischen Revolution führten. Mit Eintritt des Zarenreiches in den Krieg als Verbündeter Englands und Frankreichs verschärft sich die ohnehin schon prekäre Versorgungslage der Bevölkerung zusätzlich und schafft so Unterstützung für diejenigen Protestbewegungen, die schließlich in der Februarrevolution münden.

Buchcover

Lesung

Die Hände meines Vaters: Eine russische Familiengeschichte

vom 22.06.2018

Die Historikerin und Publizistin Irina Scherbakowa erzählt in ihrer Autobiografie „Die Hände meines Vaters“, erschienen im Oktober 2017, die Geschichte ihrer jüdisch-russischen Familie. Diese erlebte die schrecklichsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts mit: Angefangen bei der Flucht der Familie vor einem Pogrom in Starodub, über die Oktoberrevolution und die beiden Weltkriege bis hin in die Jahre nach dem Ende der Sowjetunion. Irinas jüdische Großmutter überlebte die Pogrome, die Oktoberrevolution und den Russischen Bürgerkrieg 1917 und Irinas Vater kämpfte im Zweiten Weltkrieg als Offizier vor Stalingrad. Sie selbst erlebte die Stalinzeit mit und wuchs währenddessen in Moskau auf. Trotz allem charakterisiert Scherbakowa ihre ereignisreiche Familiengeschichte als eine glückliche. Die Autorin des Buches ist Mitbegründerin der Menschenrechtsorganisation Memorial, die sich zum Ziel gesetzt hat, Opfer der Stalin-Herrschaft zu ermutigen, über ihre Erfahrungen Zeugnis abzulegen. Kritisch beurteilt die Historikerin die fehlende Aufarbeitung der Vergangenheit in Russland nach dem Ende der Sowjetunion und die seit 2000 propagandistische Umschreibung der russischen Geschichte. Die Annexion der Krim 2014 führte Irina Scherbakowa vor Augen, dass sich die aufklärerischen und demokratischen Kräfte nicht behaupten konnten, wodurch die Autorin eine Epoche der Aufklärung in Russland an einem vorläufigen Ende wähnt.  Am 22. Juni bietet sich im Rahmen einer Lesung mit anschließendem Gespräch die Möglichkeit, mit Irina Scherbakowa über politische Entwicklungen im heutigen Russland zu diskutieren.Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt 8 Euro bzw. 6 Euro.

Logo Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Buchvorstellung

Stalin – Herr des Terrors

vom 12.06.2018

Josef Stalin zählt zu den größten Massenmördern der Geschichte und schon in der Schule sei er die Niedertracht in Person gewesen, wie der Historiker Helmut Altrichter seine Biografie über den sowjetischen Diktator beginnt. Stalin regierte die Sowjetunion von 1924 bis 1953. Öffentlich wurde er als Führer und gottähnlicher Übervater inszeniert, der stets um das Wohl seines Volkes bemüht war, aber andererseits fürchteten selbst seine engsten Wegbegleiter, unter seine Terrormühlen zu gelangen. Wie gelang Stalin der Aufstieg vom Berufsrevolutionär zum Tyrannen? Wie konnte er zum größten Massenmörder der Geschichte werden? Wie können Stalins größte politische Erfolge - der Sieg im Zweiten Weltkrieg und die Industrialisierung Russlands – aus heutiger Sicht beurteilt werden? Diese und weitere Fragen wollen Prof. Dr. Hermann Wentker und der Osteuropa-Historiker und Experte für die Geschichte der Sowjetunion  Prof. Dr. Helmut Altrichter im Rahmen einer Buchpräsentation der neuen Stalinbiographie am 12. Juni um 18:30 Uhr in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen beantworten. Zuvor können sich die Teilnehmer der Veranstaltung um 17:30 Uhr von dem Historiker Andreas Engwert durch die Ausstellung „Der Rote Gott. Stalin und die Deutschen“ führen lassen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung kann telefonisch unter: 030 / 98 60 82-413 erfolgen oder per E-Mail an veranstaltungen@stiftung-hsh.de.

Historische Kommission Niedersachsen und Bremen Logo

Konferenz

Revolutionen, Zäsuren und gesellschaftliche Umwälzungen im 19. und 20. Jahrhundert in Nordwestdeutschland

vom 01.06.2018 | bis zum 02.06.2018

2018, das Jahr der Revolutionsjubiläen: zum 50. Mal jährt sich die „1968er“ Revolution, der Beginn der Novemberrevolution zum 100. mal, die Märzrevolution 1848 feiert 170. Jubiläum und die Machtdurchsetzung der Nationalsozialisten jährt sich zum 85. Mal. Aus diesem Anlass findet die Jahrestagung der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen vom 01.06.2018 bis 02.06.2018 unter dem Titel „Revolutionen, Zäsuren und gesellschaftliche Umwälzungen im 19. und 20. Jahrhundert in Nordwestdeutschland“ statt. In einem einführenden Vortrag wird nach der grundsätzlichen Bedeutung von Revolutionen und gesellschaftlichen Umbrüchen für die Geschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert gefragt. In anschließenden Beiträgen sollen ausgewählte Fallbeispiele politische, aber auch kulturelle und soziale Umstürze, die rückblickend als historische Meilensteine eingestuft werden können, diskutiert werden. Der geographische Fokus liegt hierbei besonders auf Nordwestdeutschland. Alle wissenschaftlich Interessierten sind herzlich zu der Jahrestagung in Wolfenbüttel eingeladen. Um eine Voranmeldung per E-Mail oder Post wird gebeten.

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Workshop

The 3rd meeting of the Notre Dame workshop on the history of 1917 Revolution

vom 26.05.2018 | bis zum 30.05.2018

An der Tel Aviv University wird vom 26.-30. Mai 2018 das „3rd meeting of the Notre Dame workshop on the history of 1917 Revolution” stattfinden. Es sollen neue Forschungstrends diskutiert, die russische Revolution in einen globalgeschichtlichen Kontext gestelt und ihr Ort in der russischen Erinnerungskultur diskutiert werden. Die Veranstaltung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler und Doktoranden. Der internationale Workshop möchte so ebenfalls zur transnationalen Vernetzung junger Historiker und Historikerinnen einen wichtigen Beitrag leisten. Die amerikanischen und israelischen Organisatoren übernehmen die Kosten der Teilnahme am Workshop, inklusive Flugtickets und Unterkunft.

Akademie der Diozöse Rottenburg-Stuttgart

Vortrag

101 Jahre Russische Revolution. Geschichte, Erinnerung und aktuelle Politik

vom 17.05.2018

Noch 100 Jahre nachdem die Russische Revolution 1917 das damalige Zarenreich erschütterte sind ihre Folgen und Nachwirkungen spürbar. Zwar muss diesem einschneidenden Ereignis der russischen Geschichte angemessen gedacht werden, aber angesichts der 2003 in Georgien, 2004 in der Ukraine und 2005 in Kirgisien vollzogenen Farbrevolutionen fällt dies der russischen Regierung besonders im Jubiläumsjahr schwer. Als Experte für postsowjetische Erinnerungspolitik und Kenner der Russischen Revolution beleuchtet der Schweizer Slawist Prof. Dr. Ulrich Schmid von der Universität St. Gallen die langfristigen Nachwirkungen der Russischen Revolution, nicht nur auf die russische, sondern auch auf die globale Politik. In seinem Vortrag am 17. Mai 2018 von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Tagungshaus Weingarten geht er der Frage nach, wie die Erinnerung an die Revolution 1917 durch politische Akteure instrumentalisiert wurde und immer noch wird. Zudem beleuchtet er, welchen Veränderungen die Erinnerung an die Russische Revolution  unterlag, einerseits im kollektiven Gedächtnis, andererseits in der offiziellen staatlichen Erinnerungspolitik. Veranstalter des Vortrags ist die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Fachbereich Geschichte, im Rahmen des Bodenseefestivals. Der Eintritt zu diesem öffentlichen Vortrag ist frei, Spenden sind erwünscht. Um eine Voranmeldung per E-Mail an geschichte@akademie-rs.de wird gebeten, die dann ohne Bestätigung gültig ist. Aber auch spontan Entschiedene sind willkommen.

Logo: Universität Heidelberg

Tagung

Marx heute - Symposium zum 200. Geburtstag

vom 04.05.2018

Die Neuphilologische Fakultät der Universität Heidelberg lädt am 4. Mai 2018 zu einem Symposium anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx in die Neue Universität ein. Die wissenschaftsgeschichtliche Tagung fragt nach der Aktualität und Präsenz Marxschen Denkens in Methodik und Theorie in der Geschichtswissenschaft, der Philosophie, der Soziologie, den Südasienstudien und der Literaturwissenschaft. Dem liegt die Beobachtung der Veranstalter zugrunde, dass nach den 1960er-Jahren in den Sozialwissenschaften durch die Einführung von poststrukturalistischer und postmoderner Theorie eine Abkehr von Marx stattgefunden hätte. Folgende Themen behandeln die fünf Vorträge auf dem Symposium: Ist Marx noch relevant für die Geschichte?, Zwischen Asiatischer Produktionsweise und historiografischer Perspektive: Marx und die Südasienwissenschaften, Klassenkampf als bewegendes Prinzip. Karl Marx und die Klassentheorie, Der „Unheilbare Riss“. Marx und die Ökologie und Marx und Literatur. Die Veranstaltung beginnt um 14:00 Uhr im Hörsaal 14 der Neuen Universität. Die Veranstaltung ist öffentlich; der Eintritt ist frei.

Logo: Student_innenRat der Universität Leipzig

Tagung

Marx und der Marxismus. Zum Verhältnis von Theorie und Praxis

vom 28.04.2018

Der Student_innenRat der Universität Leipzig und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen laden am 28. April 2018 zu ihrer jährlichen Marx Expedition in die Universitätsbibliothek Albertina zu einer Tagung anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx ein. Am Erscheinungsort des Hauptwerkes des Ökonomen, möchten Expertinnen und Experten über das Verhältnis von Theorie und Praxis bei Marx und im Marxismus diskutieren. Die Veranstalter verstehen Marx und den Marxismus in enger Anlehnung an Foucault als Diskursiv, bzw. Diskursivitätsbegründer. Neben einer ausführlichen Abschlussdiskussion wird sich dem untersuchten Verhältnis in drei Panels genähert. In einer ersten Session werden theoretische Ansätze zu poststrukturalistischer Kapitalismuskritik und dem Zusammenhang zwischen wissenschaftlichem Sozialismus und emanzipatorischer Sozialwissenschaft kritisch diskutiert. Die zwei weiteren Panels gehen in die empirische Diskursanalyse. Das widersprüchliche Verhältnis von herrschaftslegitimierender Funktion des Marxismus in der DDR und kritischen Lesarten wird untersucht. Im dritten Panel werden die Marx-Bezüge der Neuen Linken und ihrer Kritiker in der BRD genauer beleuchtet.Die Tagung beginnt um 11.00 Uhr. Die Spendenempfehlung der Veranstalter bei Teilnahme an der Konferenz beträgt 5 Euro bis 10 Euro. Um eine Anmeldung unter schmohl@rosalux-sachsen.de wird gebeten.

Logo der Stiftung Ettersberg

Tagung

Das lange Ende des Ersten Weltkriegs. Europa zwischen gewaltsamer Neuordnung und Nationalstaatsbildung

vom 21.04.2018

Am 21. April 2018 findet in Erfurt das wissenschaftliche Tagesseminar „Das lange Ende des Ersten Weltkriegs. Europa zwischen gewaltsamer Neuordnung und Nationalstaatsbildung“ statt. Am 11. November 1918 tritt ein Waffenstillstand in Kraft und mit ihm offiziell das Ende des Ersten Weltkriegs ein. Das Jahr 2018 ist reich an Veranstaltungen, die den 100. Jahrestag zum Anlass nehmen, sich eingehend mit der Katastrophe des Ersten Weltkrieges zu beschäftigen. Zwar findet auch diese Veranstaltung im 100. Jahr nach Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen statt, jedoch hat sie zum Ziel, in Frage zu stellen, inwieweit das Jahr 1918 die historische Zäsur sein kann, die zu sein ihm allgemein zugesprochen wird. Die Veranstalterinnen und Veranstalter argumentieren, dass das Jahr 1918 kein universelles Kriegsende in Europa markiere, sondern dass vielmehr die mit ihm einhergehenden Prozesse wie der Zerfall des Russischen Imperiums, der Habsburger Monarchie und des Osmanischen Reiches gewaltsame Konflikte nach sich ziehen, die weit über das vermeintlich friedensstiftende Jahr 1918 hinausreichen. Die Teilnahme am Tagesseminar ist nur nach Anmeldung möglich. Anmeldungen nimmt Andrea Bloßfeld von der Landeszentrale entgegen.

Screenshot der Webite des Historischen Kollegs

Symposium

Gute Erinnerungen an böse Zeiten – Nostalgie in „posttotalitären“ Erinnerungsdiskursen nach 1945 und 1989

vom 18.04.2018 | bis zum 20.04.2018

Vom 18. bis 20. April findet am Historischen Kolleg in München das wissenschaftliche Kolloquium „Gute Erinnerungen an böse Zeiten – Nostalgie in „posttotalitären“ Erinnerungsdiskursen nach 1945 und 1989“ statt. Im Zentrum der Konferenz steht die Beziehung zwischen kollektiver und individueller Erinnerung an die Zeiten totalitärer Regime. Zu Grunde liegt die Annahme, dass das, was als "kollektive Erinnerung“ einer Gesellschaft, und damit als „richtig“ wahrgenommen wird, von normativen Erinnerungsdiskursen geprägt sei. Der Erforschung anderer Formen der Erinnerung widmen sich seit den 1980er-Jahren Ansätze wie z.B. Oral History und Alltagsgeschichte. Diese lassen individuelle Erinnerungen zu Wort kommen, welche nicht deckungsgleich mit den „richtigen“ Erinnerungen sind, die dem normativen Diskurs entsprechen. Im Zuge einer umfassenden Analyse der Erinnerungskultur kann eine Berücksichtung persönlicher Erinnerungen, die dem dominanten Erinnerungsdiskurs nicht entsprechen, nicht ignoriert werden. Im Zuge der Veranstaltung wird vor allem die Frage des positiven Erinnerns an die Zeit des  Nationalsozialismus und Staatssozialismus thematisiert, wie zum Beispiel die positiven Erfahrungen von Gemeinschaft unter Jugendlichen während des Dritten Reiches. Darüber hinaus werden die Schwierigkeiten verschiedener Ansätze im wissenschaftlichen Umgang mit Erinnerungen diskutiert. Es wird um Anmeldung bis zum 2. April 2018 unter joern.retterath@historischeskolleg.de gebeten. Eine Teilnahme an den wissenschaftlichen Kolloquien ist nur nach bestätigter Anmeldung beim Historischen Kolleg möglich.

Logo des AvS

Symposium

Verfolgte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Opfer der Diktatur würdigen – Erinnerungsarbeit vernetzen

vom 23.03.2018 | bis zum 24.03.2018

Vom 23. bis 24. März 2018 findet im Kurt-Schumacher-Haus in Hamburg die Tagung “Verfolgte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Opfer der Diktatur würdigen – Erinnerungsarbeit vernetzen” statt. Die Veranstaltung wird vom Arbeitskreis der ehemals verfolgten und inhaftierten Sozialdemokraten (AvS) organisiert. Fokus ist der Umgang mit und die Erinnerung an die Schicksale von SPD-Mitgliedern während der NS-Diktatur, der sowjetischen Besatzung und der SED-Diktatur. Die Veranstaltung setzt sich zum Ziel, die Grundlagen für eine erfolgreiche Erinnerungsarbeit für diese Gruppe zu schaffen. Die soll zum einen durch Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Parteimitgliedern und Angehörigen geschehen, zum anderen durch die Bereitstellung der für die Erinnerungsarbeit praktisch notwendige Informationen, wie Hinweise auf verfügbare Materialien und methodisches Vorgehen. Das Datum der Veranstaltung ist nicht zufällig gewählt: Am 23. März 1933 hielt der Sozialdemokrat Otto Wels im Reichstag eine Rede gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten, er steht symbolisch für die in deutschen Diktaturen verfolgten Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten denen sich die Erinnerungsarbeit der AvS widmet. Der AvS ging im Jahr 2016 aus der Fusion der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten und des Arbeitskreis der politischen Häftlinge in der SBZ/DDR hervor. Für die Teilnahme am gemeinsamen Abendessen am 23.3. ist eine Anmeldung bis zum 21.03.2018 an martens@avs-hh.de erforderlich. Ein Kostenbeitrag von 20 Euro ist vor Ort zu entrichten.

Logo des Ausstellungs- und Gedenkorts: Friedhof der Märzgefallenen

Veranstaltungsreihe

170 Jahre Märzrevolution. Veranstaltungsprogramm zum Gedenken an die Berliner Barrikadenkämpfe am 17. und 18. März 2018

vom 17.03.2018 | bis zum 18.03.2018

Der Friedhof der Märzgefallenen lädt in Kooperation mit dem August Bebel Institut und der Aktion 18. März zum 170. Jahrestag der Barrikadenkämpfe der Märzrevolution 1848 zu einer Reihe von Gedenkveranstaltungen ein. Auf der Gedenkstunde für die Opfer der Barrikadenkämpfe auf dem Friedhof der Märzgefallenen werden neben dem regierenden Oberbürgermeister Berlins Michael Müller auch andere Politiker und Politikerinnen zu Wort kommen. Neben der offiziellen Gedenkstunde auf dem Friedhof gibt es zahlreiche Begleitveranstaltungen. Führungen durch die Ausstellung des Gedenkortes, eine Stadtführung durch Berlin zu Orten der Revolutionen 1848 und 1918/1919, ein Diskussionsabend zur Sklavenrevolution in Haiti 1791, ein abwechslungsreicher Kulturabend im kreuzberger Programmkino Moviemento und einiges mehr. Die genauen Veranstaltungsorte und -Zeiten können sie dem ausführlichen Programm hier entnehmen.

Screenshot der Website des IGM

Konferenz

Sozialgeschichte des Gesundheitswesens der DDR: Reflektionen über Organisation, Politik und Akteure in der sozialistischen Gesundheitsversorgung

vom 09.07.2018 | bis zum 10.07.2018

Vom 9. bis 10. Juli 2018 findet die Tagung „Sozialgeschichte des Gesundheitswesens der DDR: Reflektionen über Organisation, Politik und Akteure in der sozialistischen Gesundheitsversorgung“ am Institut für Geschichte der Medizin (IGM) der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart statt. Die Tagung reiht sich in eine wissenschaftliche Entwicklung ein, die über medizingeschichtliche Analysen neue Zugänge zu sozialgeschichtlicher Forschung entwickelt. Die Themenschwerpunkte sind sehr divers und reichen von (sozialistischen) Krankheitskonzepten, (sozialistischen) Behandlungsformen und medizinischer Aufklärung in der DDR bis hin zum Arzt-Schwester-Patienten-Verhältnis im Sozialismus, der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Patienten und der Analyse des Patienten als Akteur. Ziel der Tagung ist es, die Analysen nicht von vermeintlichen historischen Wendepunkten wie 1945, 1961, 1971 und 1989/90 vorstrukturieren zu lassen, sondern den Analyserahmen der DDR als Produkt diverser Entwicklungen zu betrachten, deren Ursprünge teils weit vor der sozialistischen Staatsgründung zu verorten sind.

Leibniz Institute for Research on Society and Space (IRS)

Konferenz

Exporting Socialism, Making Business? Intercultural Transfer, Circulation and Appropriations of Architecture in the Cold War Period

vom 21.06.2018 | bis zum 22.06.2018

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Architektur gebraucht und missbraucht, um im Kampf der Systeme ideologische Marken zu setzen und neue nationale Identitäten hervorzubringen. Es kam dabei auch zum Austausch zwischen den Machtblöcken. Die Tagung „Exporting Socialism, Making Business? Intercultural Transfer, Circulation and Appropriations of Architecture in the Cold War Period“ des Leibniz Institute for Research on Society and Space (IRS) vom 21.06.2018 bis 22.06.2018 setzt sich zum Ziel, den Austausch in der Architektur und im Aufbau der Industrie zu analysieren. Fünf Aspekte stehen während der Tagung im Fokus und werden näher beleuchtet: Designing, Circulating, Appropriating, Feed-back Mechanisms und Framing. Das IRS in Erkner ist Bestandteil der Leibniz-Forschungsgemeinschaft und beschäftigt sich hauptsächlich mit Fragen der Urbanisierung und Raumplanung. Anmelden können sie sich noch bis zum 1. Juni 2018 hier.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Archiv

100 Jahre Gründung der Wolgarepublik

vom 12.06.2018 | bis zum 13.06.2018

Vom 12. bis 13. Juni 2018 findet die wissenschaftliche Tagung zum Thema „100 Jahre Gründung der Wolgarepublik“ statt. Das Gebiet der Wolgadeutschen war ein autonomer Bestandteil der Russländischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (SFSR). Im Jahr 1918 verabschiedete die sowjetische Regierung das Dekret „Über die Autonomie des Gebietes der Wolgadeutschen“. Zwischen 1924 und 1941 existierte das Gebiet als Autonome Sozialistische Sowjetrepublik innerhalb der Russischen SFSR. Das an der mittleren Wolga gelegene Gebiet hatte rund 600.000 Einwohner, davon etwa zwei Drittel deutscher Nationalität. Die Veranstaltung wird als wissenschaftliche Tagung mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft durchgeführt. Die Tagung wird vom Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. und der Deutschen Gesellschaft e.V. in Partnerschaft mit der Landsmannschaft der Deutschen in Russland organisiert. Veranstaltungsort sind die Räumlichkeiten der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird bis zum 8. Juni 2018 gebeten.

Screenshot von CfP für Konferenz: Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles

Konferenz

Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles

vom 30.05.2018 | bis zum 02.06.2018

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Late Soviet Village" des historischen Seminars der Universität Zürich findet vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2018 unter der Leitung von Prof. Dr. Nikolaus Katzer (German Historical Institute Moscow) und Prof. Dr. Ekaterina Emeliantseva Koller (University of Zurich, History Department, East European History) die Konferenz Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles am DHI Moskau statt. Konferenzsprachen sind Englisch und Russisch. Die Ergebnisse der Konferenz sollen in einem Sammelband veröffentlicht werden. Die Konferenz möchte zu einer Neubewertung des ländlichen Raumes der späten Sowjetunion  in der Forschung beitragen. Demnach fanden am Ende der Sowjetunion zwei verflochtene interdependente Prozesse statt: die "Ruralisierung" des urbanen Lebensstils und die "Urbanisierung" des ländlichen Lebensstils. Diese Prozesse sollen auf der Konferenz anhand von verschiedenen Teilbereichen wie (Sub)Kultur, Familie, Konsumgewohnheiten, Medien, etc. untersucht werden.  Das Programm zur Konferenz finden sie hier.

Logo des Instituts für soziale Bewegungen

Workshop

A Period of Global Revolutions (Mid-1900s until mid-1920s). Foreshadowing the 20th century or ending a long revolutionary tradition?

vom 24.05.2018

Am Institut für soziale Bewegungen veranstalten Prof. Dr. Stefan Berger und Prof. Dr. Klaus Weinhauer den Young Scholars Workshop „A Period of Global Revolutions (Mid-1900s until mid-1920s). Foreshadowing the 20th century or ending a long revolutionary tradition?” Obwohl Revolutionen in nationalstaatlichen Meistererzählungen traditionell Säulen der Erzählung darstellen, hat die transnationale historische Forschung bislang eine Epoche globaler politischer Umbrüche vernachlässigt: Die Revolutionen der Jahre zwischen 1905 und der Mitte der 1920er-Jahre. Der am Institut für soziale Bewegungen stattfindende Workshop versucht deshalb, in einem vergleichenden, begriffsgeschichtlichen und transnationalen Ansatz, neue Perspektiven auf die revolutionären Umbrüche dieser Jahre zu ermöglichen. Mit einer Konzentration auf „relevante Weltregionen“ will der Workshop sich von nationalen und regionalen Narrativen befreien und die Kategorisierung der betrachteten Ereignisse als „Revolutionen“ hinterfragen.

Logo: European Network Remembrance and Solidarity

Konferenz

After the Great War. Challenges for Europe 1918-2018

vom 15.05.2018 | bis zum 17.05.2018

Das European Network Remembrance and Solidarity lädt in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, dem National Council for the Study of the Securitate Archives, dem National Institute for the Study of Totalitarianism und der National Library of Romania vom 15. bis 17. Mai 2018 zu seiner diesjährigen Konferenz in das rumänische Kulturministerium nach Bukarest ein. Die Konferenz beschäftigt sich mit dem Ende des ersten Weltkrieges und den Auswirkungen der darauffolgenden Neuordnung Europas. Durch politische Kämpfe und kommunistische Revolutionen, dem Zusammenbrechen von Imperien und der Vorstellung vom Selbstbestimmungsrecht der Völker wurden neue Grenzen gezogen und neue Staaten gegründet. Die Experten und Expertinnen möchten auf der Konferenz vor allem die Erinnerung an diese Ereignisse im östlichen Europa untersuchen. Hierbei versuchen sie eine emotionshistorische Perspektive stark zu machen. Einzelne Sektionen beschäftigen sich beispielsweise mit Fear and Hopes. Now and then, Women Rights, Minorities and cultural Identities oder Future overlooking the past. Die Konferenz möchte neue wissenschaftliche Ansätze in der Forschung zum Ende des ersten Weltkrieges kritisch diskutieren und voranbringen.Sie können sich für die Veranstaltung bis zum 30. April hier anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Logo: Institut für postkoloniale und transkulturelle Studien (INPUTS)

Konferenz

Karl Marx, Marxism, and the Global South

vom 04.05.2018 | bis zum 05.05.2018

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx lädt das Institute for Transport and Development der Hochschule Bremen und das Institut für postkoloniale und transkulturelle Studien (INPUTS) der Universität Bremen am 4. und 5. Mai 2018 zu einer Tagung zum Thema Marx, Marxismus und globaler Süden ein. Das Erbe und der Einfluss von Marx auf verschiedene Perspektiven zur Entwicklung des globalen Südens sollen einer kritischen Neubewertung unterzogen werden. Der Zusammenhang zwischen postkolonialen Deutungen, utopischen Zukunftsvorstellungen und marxistischen Ideen stehen hierbei im Fokus. Neben Marx Interpretationen von anti-kolonialen Bewegungen und den Gesellschaften Asiens, Afrikas, Mittel- und Südamerikas, diskutieren die Konferenzteilnehmenden auch die Rolle des globalen Südens in einem kapitalistischen Weltsystem und hierbei Marx' Verständnis der Produktivkraftentwicklung. Die Konferenz fragt zudem nach der Marxrezeption in den antikolonialen Befreiungsbewegungen des 20. Jahrhunderts und nach der Aktualität utopischer Potentiale für den globalen Süden aus marxistischer Perspektive.

Konferenz

Reformen im Realsozialismus der 60er Jahre und ihre politischen Konsequenzen. NÖS, Praxisdebatte, Kybernetik und Demokratischer Sozialismus

vom 27.04.2018

Der Helle Panke e.V. lädt am 27. April 2018 zu einer Konferenz über die Wirtschaftsreformen im Ostblock der 1960er-Jahre in seine Räumlichkeiten nach Berlin-Prenzlauer Berg ein. Untersuchungsgegenstand der Tagung ist das Neue Ökonomische System der Planung und Leitung (NÖS) in der DDR sowie die Wirtschaftsreformen in der CSSR, in Ungarn, Jugoslawien und der UdSSR. Die Reformversuche dieser Jahre hatten demnach alle zum Ziel, Bürokratie abzubauen und ökonomische Probleme effizienter zu lösen, um das Ideal der sozialistischen und demokratischen Gesellschaft zu verwirklichen. Expertinnen und Experten stellen die verschiedenen Ansätze in vergleichender Perspektive vor und beleuchten die Reaktionen innerhalb des Ostblocks auf die wirtschaftspolitischen Reformen. Hierbei wird auch näher auf wirtschaftswissenschaftliche Diskurse der 1960er-Jahre und deren Ideengeschichte eingegangen. Zum Abschluss der Konferenz fragen die Veranstalter nach der Rezeption und Aktualität dieser theoretischen Ansätze in heutigen linken Debatten. Die Veranstaltung möchte die Geschichte des Sozialismus nicht von seinem desaströsen ökonomischen Ende her denken, sondern zu einem differenzierteren Bild der Wirtschaftsgeschichte des Ostblocks beitragen.Die Tagung beginnt um 16.00 Uhr. Sie können sich hier für die Konferenz anmelden. Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 4 Euro (ermäßigt 2 Euro).

Screenshot von der Website der RLS

Tagung

Marx in Hessen. Tagung anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx

vom 21.04.2018 | bis zum 22.04.2018

Vom 21. bis 22. April 2018 findet an der Goethe-Universität Frankfurt/Main die Veranstaltung „Marx in Hessen. Tagung anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx“ statt. Anspruch der Tagung ist es, an Marx‘ Theorien und die Geschichte des Marxismus in Hessen zu erinnern und dabei die Aktualität seiner Ansätze zu diskutieren. Anlass zur erneuten Debatte über sein Werk gibt es, neben dessen fortdauernden Relevanz, in Form diverser Jubiläen, die sich 2017 und 2018 ereignen: Im Herbst 2017 jährt sich das Erscheinen von „Das Kapital“ zum 150. Mal, im Februar 2018 das Erscheinen von „Das kommunistische Manifest“ zum 170. Mal, und schließlich, anlassstiftend für diese Veranstaltung, der 200. Geburtstag Karl Marx‘ im Mai 2018. Es ist passend, dass eine Veranstaltung, die die Aktualität von Marx‘ Ideen diskutieren möchte, in Hessen statt findet, spielen doch hessische Universitäten eine zentrale Rolle in der Wiederentdeckung von Marx‘ Werken, die in der Frankfurter und Marburger Schule von entscheidender Bedeutung sind. Die Vorträge gliedern sich in die Themenblöcke Emanzipation, Demokratie und Marx: Rückblick und Ausblick; Politische Implikationen der Marxschen Theorie und Weiterentwicklungen der Herrschaftskritik; Staat, Raum, Politik; Kapitalismus als Weltsystem und die postkoloniale Konstellation; Versöhnte Menschheit: Emanzipatorische Perspektiven und die handelnden Subjekte. Um Anmeldung bis zum 8. April 2018 unter RosaLuxemburgStiftungHessen@rosalux.org wird gebeten.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Tagung

Brüchiger Frieden? 100 Jahre Friedensvertrag von Brest-Litowsk

vom 12.04.2018

Am 12. April findet in den Räumen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die wissenschaftliche Tagung „Brüchiger Frieden? 100 Jahre Friedensvertrag von Brest-Litowsk“ statt. Veranstalterin ist die Deutsche Gesellschaft e.V.. Der Vertrag von Brest-Litowsk, der 1918 zwischen Sowjetrussland, dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn, dem Osmanischen Reich und Bulgarien geschlossen wurde, hatte weitreichende und langfristige Folgen. Neben der (vorübergehenden) Unabhängigkeit Polens, der baltischen Staaten sowie der Ukraine bedeutete der Vertrag auch eine kurze Phase der Ruhe nach den Wirren des Ersten Weltkrieges. Dies bot bolschewistischen Kräften in Russland Spielraum, um die Umstrukturierung Russlands zu einem kommunistischen Staat weiter voranzutreiben. Langfristig nährte der Unmut über den Vertrag von Brest-Litowsk und, ein Jahr später, über den Vertrag von Versailles, Revanchismusabsichten, Nationalsozialismus und die Vernichtungsideologie des „Lebensraums im Osten“. Die Tagung gliedert sich in die drei Themenblöcke „Folgen des Vertrages von Brest-Litowsk für das Europa der Zwischenkriegszeit“; „Brest-Litowsk in den Nationalen Erinnerungskulturen bis zur Gegenwart“ und „Der Vertrag von Brest-Litowsk und das heutige Verhältnis zwischen Deutschland und Russland“.

Logo der Universität Riga

Konferenz

Die drei Leben eines Historikers: Robert Vipper (1859-1954) in der russischen, lettischen und sowjetischen Geschichtsschreibung

vom 23.03.2018 | bis zum 24.03.2018

Die Universität Lettland, die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und das Deutsche Historische Institut Moskau laden vom 23. - 24.03.2018 zu einer internationalen Konferenz in die Universitätsbibliothek Riga ein. Gegenstand der Konferenz ist die wissenschaftliche Biografie des Historikers Robert Vipper (1859-1954). Er lehrte Universalgeschichte, mit einem besonderen Interesse an Kirchengeschichte, Alter Geschichte und Methodologie. Der Historiker erfuhr seine wissenschaftliche Sozialisation in der Zeit des Zarenreiches. Während des Stalinismus migrierte er nach Lettland, kehrte allerdings nach der Annexion der baltischen Staaten wieder zurück in die Sowjetunion. Die Konferenz möchte die Biografie von Vipper in die russische, sowjetische und lettische Geschichte des 20. Jahrhunderts integrieren. Die Teilnehmenden legen Verbindungen in Vippers Werk zur baltischen und russischen Agrargeschichte des Mittelalters zu zeitgeschichtlichen Ereignissen frei. Die internationale Tagung will somit den in Westeuropa kaum bekannten Historiker würdigen und zu seiner Wiederentdeckung beitragen. In sechs Sektionen werden deutsche, russische und lettische Fachleute die historiographiegeschichtlichen Fragen zu Vippers Schaffen kritisch diskutieren. Konferenzsprachen sind Deutsch und Russisch.

Logo der SSIP e.V.

Workshop

Frauen in den Revolutionen des 20. Jahrhunderts: interkulturelle Reflexionen

vom 08.03.2018 | bis zum 09.03.2018

In der Endphase des Ersten Weltkrieges entstanden im Russischen und Deutschen Reich revolutionäre Bewegungen, die in neue politische Systeme mündeten und die Monarchie stürzten. In Russland etablierten die Bolschewiki nach der Oktoberrevolution den ersten kommunistischen Staat. In Deutschland entstand mit der Weimarer Republik eine parlamentarische Demokratie. Der Workshop „Frauen in den Revolutionen des 20. Jahrhunderts“ nimmt das 100-jährige Jubiläum der Revolutionen zum Anlass, die Ereignisse aus neuen Perspektiven zu betrachten. Der weibliche Blick auf die Revolutionen soll in den Fokus rücken ebenso wie das differentielle Frauenbild in den revolutionären Bewegungen. In einem vergleichenden Zugang soll auch nach der Wahrnehmung der Frauen im eigenen und im Nachbarland gefragt werden.

Logo der Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen

Tagung

Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext

vom 05.07.2018 | bis zum 06.07.2018

Die Gemeinsame Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen lädt interessierte Historikerinnen und Historiker zu dem am 5./6. Juli 2018 in München stattfindenden deutsch-russischen Kolloquium zum Thema Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext ein. Das Kolloquium setzt sich zum Ziel die Novemberevolution als Teil einer Reihe revolutionärer Umstürze in Ost- und Mitteleuropa von 1917 bis 1921 zu betrachten. Insbesondere die Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte zwischen Deutschland und Russland und die Folgen der Novemberevolution stehen im Fokus. Weitere Aspekte sind die Wechselwirkungen und gegenseitigen Bezüge der Außen- oder Parteipolitik, die ideologischen Perzeptionen, kulturelle Austauschprozesse, ökonomische Entwicklungen und die Kriegsfolgenbewältigung im Spannungsfeld von individuellen Erfahrungen, Realgeschichte und Erinnerungskultur. Die Beiträge der Tagung werden in den „Mitteilungen/Сообщения“ der Deutsch-Russischen Historikerkommission auf Deutsch und Russisch publiziert.

Flyer "Memory and politics"

Symposium

Symposium: Memory and politics – new currents in memorials today

vom 19.06.2018

Am 19. Juni 2018 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr laden die dänische Schlösser- und Kulturbehörde und die Königlich Dänische Botschaft zu einem Symposium unter dem Titel „Erinnerung und Politik – Denkmäler heute“ ein, das in Kooperation mit KØS - museum of art in public spaces - und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur organisiert wird. Ziel dieser Veranstaltung ist es, zu analysieren welche Funktionen Denkmäler in verschiedenen Epochen hatten. Im Fokus stehen die zahlreichen Ebenen des Gedenkens, unter anderem aus politischer, historischer, künstlerischer oder kunsthistorischer Sicht. Untersucht wird die Bedeutung dieser Orte anhand von Beispielen von Erinnerungsorten, Denkmälern oder Grabstätten in Dänemark und Deutschland. Auf dem Symposium diskutieren Museumsexperten, Politiker, Forscher und Künstler unter anderem über die Fragen, wodurch ein Denkmal eigentlich definiert wird und welche Relevanz diese Orte heute besitzen. Referenten sind unter anderem Prof. Carsten Porskrog Rasmussen, Katharina Hochmuth von der Bundesstiftung Aufarbeitung, Ulrikke Neergaard vom KØS Museum of Art in Public Spaces in Dänemark, Dr. Manfred Wichmann, Jens Haaning und Dr. Mattias Ekman. Die Sprache auf dem Symposium ist Englisch, um eine Anmeldung unter https://berlin.easysignup.com/34/ wird gebeten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Stalinporträt hinter Werbetafel in Tiflis 2015, (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Vortrag | Veranstaltungsreihe

Stalins Volk. Nationale Identität in Georgien

vom 06.06.2018

Am 6. Juni um 18.00 Uhr wird Davit Jischkariani  in der Bundesstiftung Aufarbeitung einen Vortrag zu Stalins Volk. Nationale Identität in Georgien halten. Die Veranstaltung ist der letzte Teil der zweiteiligen Reihe Stalins langer Schatten: Zwei Vorträge über die Aufarbeitung der Sowjetgeschichte in Georgien. Die Kritiker und Gegner der sowjetischen Herrschaft in Georgien warfen Moskau vor, das Land seiner nationalen Identität beraubt zu haben. Diese Rhetorik hielt auch nach der Erlangung der Unabhängigkeit 1991 an und ist in Georgien weithin verbreitet. Der Historiker Davit Jischkariani hinterfragt diese Perspektive. Tatsächlich wurden die zentralen Linien der Politik in Georgien bis 1991 im Moskauer Zentrum geplant. So wie für alle anderen Sowjetrepubliken auch. Allerdings waren es lokale Eliten, die die Moskauer Politik in der Peripherie ausführten und dabei nach Stalins Tod wachsende Handlungsspielräume ausnutzten. Der Historiker Davit Jischkariani ist Mitbegründer von SOVLAB, dem Soviet Past Research Laboratory in Tbilisi. Er studierte dort von 2004 bis 2008 Geschichte an der staatlichen Iv. Javakhischwili Universität Tbilisi. Zwischen 2010 und 2012 absolvierte er ein Magisterstudium in Russlandkunde. 2013/2014 war Jischkariani Junior Research Fellow am Zentrum für Russland- und Osteuropakunde der Universität Warsaw. Im Moment unterrichtet er „Totalitäre Regimes des 20. Jahrhunderts” an der kaukasischen Universität. Seine Forschungsfelder umfassen: Repressionen in der Sowjetunion, Stalinismus, sowjetische Nationalpolitik. 

Logo des Forschungsprojekts EuroSoc

Seminar

Transnational History of Socialism. Second Half of 19th Century to 1914

vom 30.05.2018

Am 30. Mai 2018 beginnt an der Universität Rouen das Seminar „Transnational History of Socialism. Second Half of 19th Century to 1914“. In weiteren drei Seminarblöcken an europäischen Universitäten wird das Seminar im Wintersemester 2018/2019 durchgeführt. Veranstalter ist die Forchungsgruppe EuroSoc der Universität Rouen. Das Seminar greift das im Zuge des Marx-Jahres erstarkte Interesse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Sozialismus auf und betont den Nutzen einer transnationalen Perspektiven auf das Feld. Dementsprechend will das Seminar auf eine Analyse der Beziehungen zwischen Formen des Sozialismus sowie zwischen Sozialistinnen und Sozialisten aus unterschiedlichen Nationen fokussieren. Eine solche Perspektive sei notwendig, um jenseits von nationalstaatlichen Analyserahmen ein Verständnis für die Verbreitung und Diffusion linker Ideen zu entwickeln – vor allem in einer Zeit in der, entgegen des erstarktem wissenschaftlichen Interesse am Sozialismus, ein globaler Rückgang traditioneller Arbeiterinnenbewegungen festzustellen ist. Zudem ermögliche das Ausbrechen aus nationalen Perspektiven eine Abkehr der klassischen eurozentristischen Sichtweise auf die Thematik. Das Seminar stellt die Frage, ob man mit einer solchen Perspektive nicht, in Analogie zu Eric Hobsbawms „Zeitalter der Extreme“ nicht auch von einem „Zeitalter des Sozialismus“ sprechen müsse. Seminarsprachen sind Französisch, Englisch und Deutsch. 

Screenshot der Ankündigung

Konferenz

Workers beyond Socialist Glorification and Post-Socialist Disavowal: New Perspectives on Eastern European Labour History

vom 24.05.2018 | bis zum 27.05.2018

An der Universität Wien findet vom 24.-27. Mai 2018 die Konferenz Workers beyond Socialist Glorification and Post-Socialist Disavowal: New Perspectives on Eastern European Labour History statt. Anlass sind neue historische Studien, die die glorifizierte Stellung der Arbeit im Staatssozialismus und die historiografischen Klischees osteuropäischer Arbeiter in Frage stellen. Die Konferenz versteht sich als Versammlung von zeithistorischen Forschungsinitiativen, die sich mit der Geschichte der Arbeit beschäftigen. Durch einen Austausch von Arbeitspraktiken und Kenntnissen soll ein gemeinsamer Wissensstand erarbeitet werden. Neben der Beschäftigung mit dem bestehenden Forschungsstand sollen aktuelle Studien präsentiert und diskutiert werden. Der Fokus der Konferenz liegt auf den sozialistischen Staaten Ost-, Mittel- und Südosteuropas; es werden aber auch Beiträge, die sich auf die Geschichte der Arbeit jenseits dieser räumlichen und zeitlichen Eingrenzung beziehen, stattfinden. Die Konferenzsprache ist Englisch. Reise- und Unterkunftskosten können nicht übernommen werden.

Logo der Justus-Liebig-Universität Gießen

Konferenz

Socialist Educational Cooperation with the Global South

vom 11.05.2018 | bis zum 12.05.2018

Nachdem sich zahlreiche postkoloniale Staaten im „Globalen Süden“ ihre Unabhängigkeit gesichert hatten, priorisierten sie die Entwicklung eines demokratischen und von rassistischen Ressentiments befreiten Erziehungssystems. Im Zuge dieser Prozesse suchten große Teile der afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Länder sowie die Staaten des Nahen Ostens die Unterstützung der Sowjetunion, Kubas und der DDR. Durch diese freiwilligen oder notwendigen Kooperationen entstand ein globaler Erziehungsraum, der jedoch unterschiedliche regionale Reinterpretationen und Abwandlungen durch postkoloniale Staaten erfuhr. Über diesen Erziehungsraum mit seinen Netzwerken, Verbindungen und gesandten Beratern ist bisher nur wenig bekannt. Deshalb will die an der Justus-Liebig-Universität Gießen stattfindende Konferenz „Socialist educational Cooperation with the Global South“ Beiträge zu diesem Themenkomplex sammeln. Sie können das Programm der zweitägigen Konferenz online einsehen. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Logo: Orte der Demokratiegeschichte

Konferenz

Orte der Demokratiegeschichte. Ihr Beitrag zur Stärkung der Demokratie in Deutschland

vom 03.05.2018 | bis zum 04.05.2018

Im Sommer 2017 gründeten über 34 Vereine, Stiftungen und Initiativen die Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte (AG OdDG). Die AG lädt am 3. und 4. Mai 2018 zu ihrer ersten Tagung in das Hessische Staatsarchiv in Darmstadt ein. Auf dieser ersten Konferenz sollen Wege diskutiert werden, wie das Ziel der Arbeitsgemeinschaft, ein Bewusstsein für Demokratie- und Freiheitsgeschichte lokal, regional und deutschlandweit zu fördern und zu verankern, umgesetzt werden kann. Über materielle und immaterielle Erinnerungsorte und Ereignissen in der deutschen Geschichte sollen demokratische Traditionen, Werte und Normen vermittelt werden. Damit rückt die AG beispielsweise das Hambacher Fest, die Revolution von 1848/49, die Weimarer Republik, die Gründung der Bundesrepublik oder die Friedliche Revolution im Jahr 1989 in den Fokus der historisch-politischen Bildung. In den zwei Sektionen Demokratiegeschichtliche Erinnerungsorte – Zeitliche und thematische Fokussierung und Vermittlungsformen von Demokratiegeschichte wird über die künftige Tätigkeit und Ausrichtung der Gemeinschaft diskutiert. Um Anmeldung wird bis zum 20.4.2018 per Mail an ag@demokratie-geschichte.de gebeten.

Logo der Lomonossow-Universität

Konferenz

Wages in the USSR, Russia, Central and Eastern Europe since 1950s

vom 27.04.2018 | bis zum 28.04.2018

Vom 27. bis 28. April 2018 findet am Zentrum für Wirtschaftsgeschichte der Lomonossow-Universität Moskau die Konferenz “Wages in the USSR, Russia, Central and Eastern Europe since 1950s” statt. Organisiert wird die Veranstaltung als eine Kooperation zwischen der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Lomonossow-Universität, der Maison Européenne des Sciences de l'Homme et de la Société Lille, dem internationalen WAGE-Projekt und der International Labor Organisation. Die Konferenz setzt sich zum Ziel, Themenbereiche des Forschungsfeldes zu definieren und ein transnationales Forschungsprojekt unter dem Schirm des WAGE-Projekts zu konzipieren. Langfristig sind Partnerschaften mit Unternehmerinnen und Unternehmern geplant; dies soll die Beobachtung und die Analyse von Tarifstrategien auf Unternehmens- wie auf Gewerkschaftsseite ermöglichen. Drei Themenbereiche sollen im Laufe der Konferenz adressiert werden: 1. Die Entwicklung der Durchschnittslöhne sowie die ihnen zugrunde liegenden Verteilungsmechanismen seit den 1950er- und 1960er-Jahren; 2. Lohnunterschiede und des Verhältnis von Qualifikation und Lohn; 3. Tarifstrategien. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Doktorandinnen und Doktoranden sind eingeladen, bis zum 15. März 2018, ihr Exposé (300-500 Wörter) und Lebenslauf an Prof. Leonid Borodkin (lborodkin@mail.ru) und Prof. Michel-Pierre Chélini, (mpchelini@gmail.com) zu senden. Konferenzsprache ist Englisch. 

Das Logo der Europäischen Universtität St. Petersburg

Konferenz

Constructing the “Soviet”!? Political Consciousness, Everyday Practices, New Identities

vom 20.04.2018 | bis zum 24.04.2018

Vom 20. bis zum 24. April 2018 findet zum zwölften Mal die Studierenden- und Graduiertenkonferenz “Constructing the “Soviet”!? Political Consciousness, Everyday Practices, New Identities” an der Europäischen Universität St. Petersburg statt. Seit 2007 setzen sich Studierende und Graduierte der Geistes- und Sozialwissenschaften im Rahmen der Konferenz mit kulturellen, ökonomischen und politischen Aspekten der sowjetischen Geschichte auseinander. Thematisch ist die Konferenz bewusst offen gehalten, um ein möglichst breites Spektrum von Forschungsfeldern zu integrieren. Ziel der Konferenz ist es, den akademischen Austausch unter Forschenden zur sowjetischen Geschichte zu befördern und neue methodische Ansätze in diesem Bereich zu entwickeln. Jungen russischen und internationalen Akademikerinnen und Akademikern wird durch die Konferenz ein Rahmen geboten, in dem sie ihre Arbeiten einem internationalen Publikum präsentieren und mit diesem diskutieren können. Neben den Podiumsdiskussionen werden herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der sowjetischen Geschichte Keynotepräsentationen halten. Konferenzsprachen sind Englisch und Russisch.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

National History and the New Nationalism in the 21st Century

vom 11.04.2018 | bis zum 13.04.2018

Vom 11. bis 13. April 2018 findet am Deutschen Historisches Institut Paris die Tagung „National History and the New Nationalism in the 21st Century“ statt. Themen werden das Verhältnis zwischen Geschichte und (wissenschaftlichlicher) Geschichtsschreibung sowie die Instrumentalisierung von Geschichte in nationalistischen Diskursen sein. Neuerer historiografische Ansätze vertreten eine Abkehr vom Schwerpunkt der Nationalgeschichte hin zu einm globalen Verständnis von Geschichte. Dem entgegen beobachten die Veranstalterinnen und Veranstalter eine neue Popularität von Nationalgeschichte als identitätsstiftendes Werkzeug. Dieses befördert in seiner Fokussierung auf die eigene nationale Geschichte eine Abgrenzung gegen „andere“ – seien es Nachbarstaaten oder Vertreterinnen und Vertreter eines anderen Geschichtsbildes. Die entscheidende Funktion, die Geschichtsbildern unterschiedlicher Ausprägung im Zuge dieser Entwicklung zukommt, steht im Zentrum der Tagung. Die präsentierten Fallstudien beschränken sich dabei nicht auf europäische Länder, sondern bemühen sich um eine globale Perspektive, die Länder aller Kontinente in den Blick nimmt. Russlands neuere Geschichte ist von radikalen Umbrüchen sowie von Spannungsverhältnissen zu seinen Nachbarländern geprägt. Der identitätsstiftende Aspekt einer Nationalgeschichte gewinnt im Kontext der russischen Geschichte von Revolutionen, Bürgerkrieg, Diktaturen und Perestroika nochmals zusätzlich an Bedeutung. Die Tagung wird in Kooperation mit den Deutschen Historischen Instituten in London, Rom und Warschau, dem Deutschen Institut für Japanstudien, dem Orient-Institut Istanbul, der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem LabEx Écrire une histoire nouvelle de l’Europe organisiert. Um Anmeldung unter event@dhi-paris.fr wird gebeten. 

Logo des Forschungsverbundes Nukleare Technopolitik in der Sowjetunion

Konferenz

Nuclear Technopolitics in the Soviet Union and Beyond

vom 22.03.2018 | bis zum 23.03.2018

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Schweizerischen Nationalfonds geförderte Forschungsprojekt Nukleare Technopolitik in der Sowjetunion lädt vom 22. bis 23. März 2018 nach Tübingen zu einer gleichnamigen Konferenz ein. Die Veranstaltung bringt Historiker und Historikerinnen aus den Forschungsfeldern Osteuropa und Sowjetunion, den internationalen Beziehungen sowie der Wissenschafts- und Technikgeschichte zusammen. In fünf Sektionen diskutieren die Referierenden verschiedene Aspekte der Nukleargeschichte der Sowjetunion und wollen hierbei eine globale und langfristige Perspektive einnehmen. Die Rolle für die sowjetische Ideologie, der Einfluss der Nukleartechnologie auf den Weltmachtstatus der Sowjetunion, transnationale Beziehungen im Kontext des Kalten Krieges, aber auch ökologische Fragen und die Bedeutung der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl werden auf der Veranstaltung beleuchtet. Die Organisatoren möchten die engen Verflechtungen zwischen Technologie, Politik, Gesellschaft und Umwelt herausarbeiten und so mit kritischen Fragen an ihren komplexen Forschungsgegenstand zu neuen Erkenntnissen gelangen. Konferenzsprache ist Englisch.Das Forschungsprojekt NucTechPol - Nuclear Technopolitics in the Soviet Union ist an den Universitäten von Heidelberg, Tübingen und Bern angesiedelt. Im Rahmen des bis 2020 geförderten Projektes werden drei Dissertationen und eine Habilitation entstehen. Über weitere Aktivitäten des Projektes können sie sich auf der Website der Forschenden informieren.

Logo der  Bundeszentrale für politische Bildung

Podiumsgespräch

Ikone. Diktator. Jahrhundertverbrecher. Stalin(ismus) zwischen Vergessen und Nostalgie

vom 08.03.2018

Am 8. März 2018 von 18:00 bis 20:00 Uhr lädt die Bundeszentrale für politische Bildung interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Podiumsdiskussion zur Rezeption Stalins in ihre Räume nach Berlin ein. Unter dem Titel „Ikone. Diktator. Jahrhundertverbrecher“ werden geladene Expertinnen und Experten zur Geschichte und Erinnerung an den Stalinismus diskutieren. Josef W. Stalin war seit 1922 bis zu seinem Tod 1953 Vorsitzender der KPdSU. Seine Herrschaft setzte er mit äußerster Brutalität und Willkür durch und zeichnet sich verantwortlich für mehrere Millionen Tote, Vertreibungen, Enteignungen und Hungersnöte. Dennoch hielt sich in der sowjetischen Gesellschaft und darüber hinaus Bewunderung für den Diktator. Auf der Veranstaltung soll der Stand der Aufarbeitung des Stalinismus diskutiert werden. Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen, Mythen um seine Person und die Rehabilitierung der Opfer stehen im Fokus der Diskussion. Auf dem von Dr. Jacqueline Boysen moderierten Podium sprechen Prof. Dr. Irina Scherbakowa (Memorial, Moskau), Prof. Dr. Tanja Penter (Universität Heidelberg), Prof. em. Dr. Helmut Altrichter (Friedrich-Alexander-Universität, Nürnberg) und Prof. Dr. Mario Keßler (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam).Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird hier gebeten.

Logo der Universität Zagreb

Konferenz

The Tito-Stalin Split 70 Years After

vom 29.06.2018

Anlässlich des 70. Jahrestages des Bruchs zwischen Tito und Stalin 1948 laden die geschichtswissenschaftlichen Institute der Universität Zagreb und der Universität Ljubljana am 29. Juni 2018 zu einer Konferenz in die kroatische Hauptstadt ein. Die Veranstalter möchten mit Experten neue wissenschaftliche Interpretationsansätze des Tito-Stalin Konfliktes und seiner Bedeutung diskutieren. Die Herausbildung des Titoismus in Abgrenzung zum sowjetischen Stalinismus und die Suche nach einem dritten Weg in den internationalen Beziehungen sowie innerhalb Jugoslawiens bilden den Ausgangspunkt für die Konferenz. Die Bedeutung des Konflikts für den Kalten Krieg, Repressionen gegenüber und Migration von Stalinunterstützern und der Einfluss des Konfliktes auf andere Ostblockstaaten werden thematisiert. Aber auch die ideologischen Emanzipationsversuche von Moskau und deren Auswirkungen in Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur sollen beleuchtet werden. Auf die Rolle von Propaganda und geheimdienstlichen Aktivitäten wird auf der Konferenz ebenfalls eingegangen.

Logo der Evangelischen Akademie Berlin

Tagung

Die Aktualität der Entfremdung. Karl Marx und die Politische Ökonomie für das 21. Jahrhundert

vom 15.06.2018 | bis zum 16.06.2018

Vom 15.–16. Juni 2018 findet die Tagung “Die Aktualität der Entfremdung. Karl Marx und die Politische Ökonomie für das 21. Jahrhundert” statt. Mehr als 150 Jahren nach Erscheinen von “Die Kritik der politischen Ökonomie” suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Marx’ Werk nach Anknüpfungspunkten für die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts. Die Konferenz “Die Aktualität der Entfremdung” sucht diesen Anknüpfungspunkt zum einen in der Marxschen Annahme, dass Macht zur Konzentration neige und überträgt diese auf die Monopole der globalisierten Wirtschaft. Zum anderen fokussiert die Veranstaltung auf die Frage des Wertes der menschlichen Arbeit und weitet diese auf den digitalen Kapitalismus aus. Die Konferenz findet in der Evangelischen Bildungsstätte Schwanenwerder in Kooperation mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche Deutschland statt.

Gedenkstätte Sachsenhausen

Filmvorführung

Film und Zeitzeugengespräch „ALLES UM ZU ÜBERLEBEN“

vom 05.06.2018

Ab 1948 stellte Sachsenhausen eines der größten Speziallager innerhalb der sowjetischen Besatzungszone dar. Bis zu seiner Auflösung wurden dort ca. 60.000 Menschen zwischen 1945 bis 1950 vom sowjetischen Geheimdienst NKWD inhaftiert, wobei 12.000 ihre Gefangenschaft auf Grund der schlimmen Haftbedingungen nicht überlebten. Inhaftiert wurden sowohl untere Funktionäre des NS-Regimes, SS-Personal aus den ehemaligen Konzentrationslagern, aber auch politisch Missliebige und willkürlich Verhaftete. Ab 1948 stellten die Häftlinge, die von sowjetischen Militärtribunalen verurteilt wurden, die größte Gruppe der Inhaftierten dar. Vorwiegend wurden diesen Häftlingen Vergehen gegen das Besatzungsregime zur Last gelegt, wobei die Verhaftungen jedoch häufig willkürlich erfolgten. Zu dieser Gruppe zählt auch der heute 88-jährige Reinhard Wolff, der von 1945-1948 als Jugendlicher  zu Unrecht als angeblicher Nazi-Untergrundkämpfer der Gruppe „Werwolf“ in Sachsenhausen inhaftiert war. Die Dokumentation „Alles um zu überleben - Reinhard Wolff: Als Jugendlicher im Speziallager Sachsenhausen “ porträtiert den ehemalig inhaftierten Reinhard Wolff und zeichnet durch Interviews seine Erfahrungen im Speziallager Sachsenhausen und seinen Umgang mit seiner Lager-Zeit nach der Entlassung nach. Gezeigt wird der 60-minütige Film mit anschließendem Zeitzeugengespräch am Dienstag, den 5. Juni 2018 um 18:30 Uhr im Gutshof Fredersdorf. Die Filmvorführung ist eine Veranstaltung des Heimatvereins Fredersdorf-Vogelsdorf e.V. und der Gedenkstätte Sachsenhausen. Dieser Dokumentarfilm entstand 2016/17 im Rahmen eines Schülerprojektes mit Schülerinnen und Schülern des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Oranienburg in der Gedenkstätte Sachsenhausen in Kooperation mit Waidak Media e.V. und wurde gefördert mit Mittel von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme an der Filmvorführung im Gutshof Fredersdorf eingeladen.

Stalinporträt hinter Werbetafel in Tiflis 2015, (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Vortrag | Veranstaltungsreihe

Stalin und Georgien – gestern und heute

vom 30.05.2018

Am 30. Mai um 18.00 Uhr wird Prof. Dr. Giorgi Maisuradze in der Bundesstiftung Aufarbeitung einen Vortrag zu Stalin und Georgien – gestern und heute halten. Die Veranstaltung ist der ertse Teil der zweiteiligen Reihe Stalins langer Schatten: Zwei Vorträge über die Aufarbeitung der Sowjetgeschichte in Georgien. Die Tatsache, dass Stalin Georgier war, nützte die Sowjetrepublik Georgien aus, um ihre symbolische Sonderstellung in der „Familie der sowjetischen Brüdervölker“ zu inszenieren: Stalin als „Vater der Völker“ war ein Sohn Georgiens. Stalin wurde zum georgischen Nationalheld stilisiert, wobei die „Größe“ Stalins auf sein Heimatland übertragen wurde. Dadurch entstand ein georgischer Stalinkult, der auch nach dem Tod des Diktators im Jahr 1953 und der ab 1956 einsetzenden Entstalinisierung fortwirkte. Prof. Dr. Giorgi Maisuradze wird in seinem Vortrag die Besonderheiten des georgischen Stalinkultes und dessen Fortwirken bis in die Gegenwart beschreiben. Maisuradze ist Leiter des Instituts für Sozial-. Und Kulturwissenschaften an der staatlichen Ilia Universität Tbilisi. Er studierte Geschichte, Philosophie und Kulturwissenschaften an der Universität Tbilisi, der Universität des Saarlandes sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2008 bis 2013 war er am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin tätig. Seit 2014 ist er Professor der Ilia Universität Tbilisi. Maisuradze ist Autor mehrerer Publikationen. Zuletzt erschienen: Sonniges Georgien. Figuren des Nationalen im Sowjetimperium (zusammen mit Franziska Thun-Hohenstein), Berlin 2015.

Das Logo der Uni Trier zum Marx-Jahr 2018

Tagung

Karl Marx 1818-2018. Konstellationen, Transformationen, Perspektiven

vom 23.05.2018 | bis zum 25.05.2018

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx findet vom 23. bis 25. Mai an der Universität Trier sowie an diversen weiteren Orten der Stadt die internationale Tagung „Karl Marx 1818-2018. Konstellationen, Transformationen, Perspektiven“ statt. Ziel der Konferenz ist es, Forschungsansätze, die mit dem Werk von Marx verbunden sind, zusammenzuführen und deren Weiterentwicklung sowie deren Relevanz für die heutige Zeit zu diskutieren. Zentrale Frage ist dabei, inwieweit Marx‘ Ideen nach dem Scheitern derjenigen Regime, die sich auf dieselben beriefen, weiterentwickelt worden sind. Die Beiträge sind in neun Sektionen untergliedert: „Marx‘ politisches Selbstverständnis“; „Marx and the Modern History of Welfare – Competition and Critique“; „Marx und die westlichen Traditionen des 19. Jahrhunderts“; „Marx and the Modern History od Welfare  - Marxist Heritage in the recent history of welfare“; „Freiheit – Staat – Recht – Revolution“; „Zur Marx-Rezeption im globalen Süden“; „Nach Marx – Die Herausgabe der hinterlassenen Manuskripte“; „Marx, Politische Ökonomie und gegenwärtige Sozialverhältnisse“. Es wird um Anmeldung über das Online-Formular gebeten. Pro Teilnehmer wird eine Kongressgebühr in Höhe von 20,00 € erhoben, für Studierende (nach Vorlage des entsprechenden Nachweises) 10,00 €. Der Workshop ist Teil eines vielfältigen Veranstaltungsprogramms an der Universität Trier anlässlich des 200. Marx Geburtstages. Über die Reihe können sie sich hier ausführlich informieren.

Logo: Akademie der Künste

Gesprächsabend

Karl Marx und die Künstler. Mitglieder erzählen

vom 05.05.2018

Die Akademie der Künste in Berlin lädt anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx zu einem Gesprächsabend am 5. Mai 2018 an ihrem Standort im Berliner Hansaviertel ein. Akademiemitglieder werden von ihren ästhetischen und wissenschaftlichen Begegnungen und Auseinandersetzungen mit dem Œuvre des Philosophen berichten. Nach einer Einführung von Akademiepräsidentin Jeanine Meerapfel moderiert Ulrich Peltzer Gespräche mit Jochen Gerz, Regine Keller, Ursula Krechel, Helke Misselwitz, Ingo Schulze, Arila Siegert, Mathias Spahlinger und Uwe Timm. Gerahmt werden die Gespräche von Abstract Animations von Andreas Karaoulanis. Der Filmessay Nachrichten aus der ideologischen Antike. Marx – Eisenstein – Das Kapital (2008) von Alexander Kluge sowie Sibylle Bergemanns Fotoserie Das Denkmal über die Entstehung des Marx-Engels-Denkmals von Ludwig Engelhardt von 1975 bis 1986 werden gezeigt. Zur Doppelausstellung Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968 finden parallel Führungen mit den Kuratoren Angela Lammert und Markus Müller statt.Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr und kostet 8 Euro (ermäßigt 6 Euro).

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

Marx200

vom 02.05.2018 | bis zum 05.05.2018

Vom 2. bis 5. Mai 2018 findet der Kongress „Marx200: Politik – Theorie - Sozialismus“ statt. Am 5. Mai 2018 wäre Karl Marx 200 Jahre alt geworden – anlässlich dieses Jahrestages organisiert die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) das ganze Jahr über Veranstaltungen, die sich mit Marx, seinem Werk und seiner Bedeutung für die heutige Zeit auseinandersetzen. Der Kongress, der in den Räumen der RLS sowie des Theaters Hebbel am Ufer (HAU) statt findet, bildet die zentrale Veranstaltung dieses Jahresprogramms. In dem umfangreichen Programm aus Vorträgen, Lesungen, Ausstellungen, Workshops, darstellender Kunst und weiterem findet sich eine zentrale Frage stets aufs neue wieder: Was bedeutet es heute, Marxistin oder Marxist zu sein? Welche Relevanz hat Marx`Werk für unsere Vorstellungen von Gesellschaft, Ökonomie und Politik? Diesen Fragen widmet sich der Kongress aus diversen Perspektiven. Eine Teilnahme ist nur angemeldeten Gästen möglich, ein Teil der Veranstaltungen wird jedoch per Livestream auch ortsunabhängig zu verfolgen sein. Welche Veranstaltungen dies sein werden, kann aus dem Programm entnommen werden. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. 

Tagung

"Alles, was ich weiß, ist, daß ich kein Marxist bin!" Karl Marx und der Marxismus

vom 23.04.2018 | bis zum 25.04.2018

Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise erfährt Karl Marx eine fast schon erstaunliche Renaissance, doch der Bezug auf ihn und sein Werk erfolgt in der heutigen Zeit eher ikonographisch als analytisch. Statt ihn als Denker ernst zu nehmen, seinen Begriffen neu auf den Grund zu gehen und die von ihm formulierte Kritik der historisch-politischen Entwicklungen auf analytische Schärfe, Triftigkeit wie auch Zeitgemäßheit zu überprüfen, wird die Auseinandersetzung mit dem Marx'schen Werk dem Denker selbst nur selten gerecht. Aufgrund dessen wird auf der geplanten wissenschaftlichen Tagung der Promovierenden der Hans-Böckler-Stiftung das Marx'sche Werk samt der begleitenden Kontroversen ins Zentrum gerückt. Auch bisher wenig beachtete und in Vergessenheit geratene historische und journalistische Arbeiten von Marx sollen dabei Aufmerksamkeit erfahren. Die Marx'sche Theorie soll hierbei ins Verhältnis zu den Interpretationen gesetzt werden, die sie in den letzten zwei Jahrhunderten erfuhr und darüber hinaus Marx Kritik der politischen Ökonomie auf ihre Aktualität hin befragt werden.Die Tagung dient in erster Linie als Plattform für Promovierende aller Begabtenförderwerke und (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen aller Disziplinen, die zum Marx'schen Werk und/oder Marxismus, sowie den sich daraus ergebenden Problemstellungen forschen. Eine Programmankündigung und das Tagungsprogramm finden sie hier.

Logo der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße

Vortrag

Sowjetische Geheimdienste in Potsdam 1945-52

vom 19.04.2018

Die Gedenkstätte Lindenstraße und das Zentrum für Zeithistorische Forschungen Potsdam laden am 19. April zu einem Vortrag von Dr. Nikita Petrow mit dem Titel Mitarbeiter der sowjetischen Geheimdienste in Potsdam 1945-52 in die Räume der Gedenkstätte ein. Die sowjetischen Geheimdienste hatten vielfältige Funktionen in den Jahren der SBZ und den Anfangsjahren der DDR inne. Neben der Entnazifizierung der öffentlichen Verwaltung, der Unterdrückung von Widerstand gegen den Aufbau der Diktatur und der Spionage und Spionageabwehr, unterstützten die Agenten den Aufbau des repressiven Sicherheitsapparates der DDR. Der Referent hat in seiner Veröffentlichung Die sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland (2010) die Arbeit von circa 1.000 Mitarbeitenden dokumentiert. Petrow ist stellvertretender Vorsitzender des wissenschaftlichen Informations- und Aufklärungszentrums der Menschenrechtsorganisation Memorial in Moskau. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Sie beginnt um 18.00 Uhr.

Logo der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Podiumsgespräch

Ein vergiftetes Geschenk? Die chinesische Karl-Marx-Statue in Trier

vom 09.04.2018

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx im Mai 2018, schenkt die kommunistische Partei der Volksrepublik China der Stadt Trier – Marx´s Geburtsort – eine fünf Meter hohe Statue des Ökonomen, Philosophen und politischen Aktivisten. Die Aufstellung der Statue ist in Medien und Politik hoch umstritten. Als Teil dieser öffentlichen Auseinandersetzung laden die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V. (UOKG) am 9. April in die Europäische Akademie für Bildende Kunst Trier zu einer Abendveranstaltung ein. Julia Klöckner (Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Vorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz) wird einen Input mit dem Titel Karl Marx und die Deutschen geben. Prof. Dr. Christian Soffel (Universität Trier) wird in seinem Vortrag das Verhältnis von China zu Karl Marx näher beleuchten. In der abschließenden von Helmuth Frauendorfer (Gedenkstätte Hohenschönhausen) moderierten Podiumsdiskussion debattieren Dr. Hubertus Knabe (Gedenkstätte Hohenschönhausen), Dieter Dombrowski (UOKG), Andreas Ludwig (Stadt Trier) und Tienchi Martin-Liao (P.E.N.-Club China). Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr. Um eine Anmeldung unter Telefon: 030 / 98 60 82-413 oder E-Mail veranstaltungen@stiftung-hsh.de wird gebeten. Der Eintritt ist frei.

Teilnehmende des Gedenkstättentreffens 2017 vor dem Tagungsort (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Tagung

16. Ost-West-Europäisches Gedenkstättentreffen Krzyżowa/Kreisau. Das Zeitalter der Umbrüche. Fortschrittsglaube und Repression in den europäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts

vom 21.03.2018 | bis zum 24.03.2018

Die Bundesstiftung Aufarbeitung, die Evangelische Akademie zu Berlin, das Zentrum „Erinnerung und Zukunft“ Breslau, die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft und die Stiftung Kreisau laden vom 21. bis 24. März 2018 zu ihrem jährlichen Ost-West-Europäischen Gedenkstättentreffen in die internationale Begegnungsstätte Krzyżowa/Kreisau ein. Diktaturen und autoritäre Regime rechtfertigen tiefgreifende gesellschaftliche, technische und wirtschaftliche Veränderungen als Modernisierungsvorhaben und setzen diese mit Repressionen oder Zwang durch. Um die Gewalt der Umwälzungen zu rechtfertigen betten die autoritären Regime ihre Fortschrittserzählung in das nationale Narrativ ein. Aber auch in Demokratien hinterlassen Umwälzungen Spuren im nationalen Narrativ. Das Treffen thematisiert am Beispiel von Gedenkstätten und Museen in Ost- und Westeuropa die Ambivalenz von Modernisierungsbestrebungen. Diskutiert wird, wie an historischen Orten der Modernisierungswille dargestellt werden kann und auf welche Weise Repressions- und Industriegeschichte ineinandergreifen. Mit welchen Methoden können Gedenkstätten einer skrupellosen Technikbegeisterung vorbeugen und Phänomene wie Zwangsarbeit oder -umsiedlung aus der Perspektive der Opfer darstellen? Die Rolle von Medien und Wissenschaft in der Entwicklung nationaler Narrative wird dabei immer mitgedacht. Das Gedenkstättentreffen in Krzyżowa/Kreisau richtet sich an Historiker und Mitarbeiter von Erinnerungsorten, Museen, Gedenkstätten, Bildungszentren, Menschenrechtsorganisationen oder Zeitzeugenprojekten. Nationale oder auch lokale Narrative und ihren Einfluss auf das jeweilige Verständnis von der Geschichte des 20. Jahrhunderts sollen offen diskutiert werden. Das Treffen möchte so zur transnationalen Vernetzung in der Gedenkstättenarbeit beitragen. Anmeldungen sind noch bis zum 7. März hier möglich.

Screenshot der Website des ZZF

Tagung

„It’s the economy, stupid …“? Begriff und Praxis der Ökonomisierung in der Zeitgeschichte

vom 01.03.2018 | bis zum 03.03.2018

Die Tagung „It’s the economy, stupid …“? Begriff und Praxis der Ökonomisierung in der Zeitgeschichte “findet vom 1.3. bis 3.3. 2018 am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam statt. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Bedeutungssteigerung des Ökonomischen. Der Titel der Tagung zitiert Bill Clintons Wahlkampfslogan von 1992. Dadurch wird bereits klar, dass es sich bei der Bedeutungssteigerung des Begriffes nicht um ein junges Phänomen handelt, sondern um eine bereits seit mehreren Jahrzehnten andauernde Entwicklung. Die Tagung beschäftigt sich mit verschiedenen Perspektiven auf diese Entwicklung. Die Debatte um ökonomisierende Prozesse wurde in der Vergangenheit oft von deren negativen und positiven Auswirkungen her gedacht und wurde dementsprechend emotional aufgeladen geführt. Ziel dieser Tagung ist es, den Begriff der Ökonomisierung selbst zu analysieren und zu untersuchen, wie unterschiedliche Vorstellungen von Ökonomisierung in die bisherige Debatte einflossen und diese prägten. Der Fokus der Beiträge reicht von soziologischen und juristischen bis hin zu gesundheits- und sportpolitischen Perspektiven auf die Begriffsgeschichte der Ökonomie. Es wird um Anmeldung bis zum 26. Februar 2018 unter: neumaier@zzf-potsdam.de gebeten.