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Badia Fiesolana, Bell tower, The European University Institute

Konferenz

The Peripheries of the European Revolutionary Process(es) 1917–1923

vom 05.10.2017 | bis zum 07.10.2017

Die dreitägige Konferenz zielt darauf ab, viele der geographischen und ideologischen Peripherien des revolutionären Prozesses zwischen 1917 und 1923 zu untersuchen, die in der Geschichtsschreibung bisher weniger Beachtung fanden. Anstatt sich auf die vertrauten Geschichten der deutschen, österreichischen oder ungarischen Revolutionen und der Debatten und Spaltungen innerhalb der großen sozialdemokratischen Parteien zu konzentrieren, sollen Bewegungen und Akteure besprochen werden, die an den großen Übergangsprozessen in Europa teilnahmen, die den russischen Revolutionen folgten. Es soll insbesondere diskutiert werden, was diese Gruppen motivierte und welche Vorstellungen einer zukünftigen Gesellschaft sie mit dem revolutionären Prozess verbanden. Die Keynote-Speaker der Konferenz sind Stephen Smith von der Oxford University und Robert Gerwarth vom University College Dublin und Direktor des Centre for War Studies.

Lenin Superman, Collage von Karel Trinkewitz, ohne Titel, o.D., Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, FSO 2-060

Veranstaltungsreihe

Kinder des Oktober - 100 Jahre Revolution und kein Ende?

vom 27.09.2017 | bis zum 01.02.2018

Mit der Oktoberrevolution 1917 begann ein neues Zeitalter: Für die einen war die Revolution Verheißung, Erlösung, Befreiung, Gerechtigkeit, Aufatmen, eine Zukunft in Freiheit und Fortschritt. Für die anderen bedeutete sie Hunger, Zerstörung, Verfolgung, Flucht, Deportation, GULag und Tod. Wenig hat das 20. Jahrhundert so sehr geprägt wie die Machtübernahme der Bolschewiki. In der Veranstaltungsreihe „Kinder des Oktober“ sollen die verschiedenen Facetten und Schicksale mehrerer Generationen von „Kindern“ und „Kindeskindern“ des gewaltsamen Umsturzes reflektiert werden: Historiker wie Karl Schlögel und Gerd Koenen stellen ihre neusten Studien vor; Zeitzeugen aus mehreren Generationen aus Ostmitteleuropa und der ehemaligen UdSSR berichten von ihren Lebenserfahrungen, von Konformität, Protest und Repression; in Spiel-, Dokumentarfilmen und einer Oper werden Alltag und Ausnahmezustand im Sozialismus verarbeitet; auf Podiumsdiskussionen wird das schwierige Erbe des Kommunismus in Ost(mittel)europa heute analysiert. Die Auseinandersetzung findet unter einem „Bremischen“ Blickwinkel statt. Die 1982 gegründete Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen steht für das Erbe des „anderen Osteuropa“ und die vielfältigen Menschenrechts- und Oppositions- Gruppen, die hinter der Fassade der scheinbar monolithischen Parteiapparate eine sehr bunte Kultur entwickelten. Die Veranstaltungsreihe wird auch das Erbe dieser „Kinder des Oktobers“ beleuchten und fragen, was aus ihm geworden ist. Veranstaltungsporgramm: Mittwoch, 27.9.2017, 20 Uhr Filmvorführung „Żydokomuna“ (Polen 2010, 75 min, OmU) und Gespräch mit der Regisseurin Anna Zawadzka (Warschau), Moderation: Magdalena WaligórskaOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 BremenEintritt: 7,50 €/4,50 € erm. Donnerstag, 26.10.2017, 20.30 Uhr Filmvorführung „235 000 000 Gesichter“ (UdSSR 1967, 100 min, ohne Dialog), Einführung von Susanne Schattenberg Ort: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 Bremen Eintritt: 9 Euro / 5,5 Euro erm. Montag, 6.11.2017, 17 Uhr Podiumsgespräch mit der Regisseurin Katharina Schmitt sowie den Osteuropa-Experten Susanne Schattenberg und Wolfgang Schlott zur Einführung in die Oper „Kein Mensch“ (Premiere im Theater Bremen am 7.11.) Moderation: Libuse Cerna Ort: noon/ Foyer Kleines Haus, Theater Bremen, Goetheplatz 1, 28203 Bremen Veranstalter: globale°- Festival für grenzüberschreitende Literatur Der Eintritt ist frei. Dienstag, 7.11.2017, 19 Uhr Premiere der Oper „Kein Mensch“ am Theater Bremen Musik: Jiří Kadeřábek, Regie: Katharina Schmitt (Uraufführung Prag 2017) Ort und Veranstalter: Theater Bremen, Goetheplatz 1, 28203 Bremen Eintritt: 25/19/9 € Dienstag, 21.11.2017, 18.30 Uhr Buchvorstellung von Gerd Koenen: „Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“ (C.H. Beck 2017) Moderation: Susanne Schattenberg Ort: Haus der Wissenschaften, Olbers-Saal, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen  Der Eintritt ist frei. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an. Donnerstag, 23.11.2017, Doppelprogramm, Beginn 18 Uhr Filmvorführung von „Die Kommissarin“ (UdSSR 1967, 110 min, russ. OmU, s/w, Regie: Alexander Askoldov) und Dokumentarfilm „Alexander Askoldov und sein Film ‚Die Kommissarin‘“ (WDR 1997, 43 min, Regie: Heinrich Billstein), Einführung und Gespräch mit Heinrich Billstein Ort: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 Bremen Eintritt: 11 €/7,50 € erm. Dienstag, 28.11.2017, 18.30 Uhr Buchvorstellung von Karl Schlögel: „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“ (C.H. Beck 2017) Moderation: Susanne Schattenberg Ort: Bremische Bürgerschaft, Am Markt 20, 28195 Bremen Der Eintritt ist frei. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an. Donnerstag, 30.11.2017, 19 Uhr Das Erbe der Väter. Gespräch mit Katja Petrowskaja (Berlin) und Gassan Gussejnow (Moskau) Moderation: Ulrike Huhn Ort: Stadtbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen Diese Veranstaltung ist zugleich Teil der „globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur“. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an. Der Eintritt ist frei. Dienstag, 5.12.2017, 18.30 Uhr Wohin steuert die Ukraine? Zur Lage von Demokratie und Menschenrechten Moderation: Manfred Zeller Ort: Europa-Punkt Bremen, Am Markt 20, 28195 Bremen Der Eintritt ist frei. Mittwoch, 6.12.2017, 10.15 - 12 Uhr „Angst vor der Freiheit" - Erlebnisse aus der Haft. Zeitzeugengespräch mit Semjon Glusman – in russischer Sprache mit Übersetzung Moderation: Manuela Putz Ort: Forschungsstelle Osteuropa, Konferenzraum im 3. OG, Klagenfurter Str. 8, 28 359 Bremen Der Eintritt ist frei. Donnerstag, 7.12.2017, 20 Uhr Filmvorführung „Operation Wedding” (Lettland 2016; 63min, OmeU), Dokumentarfilm von Anat Zalmanson-Kuznetsov. Einführung durch Manuela Putz Ort: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 Bremen Eintritt: 7,50 €/4,50 € erm. Dienstag, 19.12., 19.30 Uhr Buchvorstellung von Susanne Schattenberg „Leonid Breschnew. Staatsmann und Schauspieler im Schatten Stalins. Eine Biographie“ (Böhlau 2017) Ort: Buchhandlung Storm, Langenstr.11, 28195 Bremen Um Anmeldung wird gebeten per e-mail an storm@storm-bremen.de oder telefonisch unter 0421-321523 Der Eintritt ist frei. Freitag, 12.1.2018 Zeitzeugengespräch mit Gabriel Berger Moderation: Ulrike Huhn Dienstag, 16.1.2018, 18.30 Uhr Zeitzeugengespräch mit Wojciech Drozdek: "Hilfe für Solidarność" Moderation: Jacob Nuhn Ort: Europa-Punkt Bremen, Am Markt 20, 28195 Bremen Der Eintritt ist frei. Donnerstag, 18.1.2018, 20 Uhr Film von Heinrich Billstein und Wolfgang Horn »Mischka, Revolutionärin, Gefangene, Dissidentin« (WRD 1990/91), anschließend Gespräch mit Heinrich Billstein Ort: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 Bremen  Eintritt: 7,50 €/4,50 € erm. Donnerstag, 1.2.2018, 18.30 Uhr Podiumsgespräch „Anspruch und Erbe demokratischer Revolutionen“ mit Gábor Demszky (Budapest), Irina Scherbakowa (Moskau) und Wolfgang Eichwede (Bremen/Berlin) Moderation: Alfred Eichhorn (Berlin) Ort: Haus der Wissenschaften, Olbers-Saal, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen Der Eintritt ist frei.

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Plakatausstellung | Veranstaltungsreihe

Der Kommunismus - Utopie und Wirklichkeit

vom 26.09.2017 | bis zum 31.01.2018

Die Volkshochschule (VHS) Osnabrück zeigt die Ausstellung Der Kommunismus in seinem Zeitalter der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vom 26. September 2017 bis 31. Januar 2018. Die Ausstellung wird von einer breit gefächerten Veranstaltungsreihe begleitet. Folgende Lesungen, Vorträge und Diskussionen werden stattfinden: Der Glaube an die Machbarkeit. Utopie, Gewalt und die kommunistische Idee formbarer Gesellschaften (Dr. Frank Wolff, 26. September), Der »kleine Mann« und die Weltrevolution. Internationalismus und Gesellschaft im frühen Sowjetstaat (Dr. Gleb J. Albert, 20. Oktober) Nordkorea: Letzte Bastion des Kommunismus? (Dr. Rainer Werning, Fr., 17. November), Die Hände meines Vaters (Irina Scherbakowa, 27. November), »Als die Karpfen fliegen lernten« Die jüngere chinesische Geschichte aus der Perspektive einer Familie (Xifan Yang, 28. November), Nicht-jüdische Juden und der Kommunismus (Dr. Željko Dragić, 9. Januar) und Vietnam. Alte Hochkultur und sozialistische Marktwirtschaft (Live-Multivision von terre des hommes, Andreas Rister, 17. Januar). Dazu bietet die VHS auf Anmeldung noch Zeitzeugengespräche für Schulklassen an. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und finden in der VHS Osnabrück statt. Das ausführliche Programm finden Sie auf der Homepage der VHS Osnabrück.

Konferenz

Revolutionäre Biographien im 19. und 20. Jahrhundert. Imperial – inter/national – dekolonial

vom 21.09.2017 | bis zum 23.09.2017

Die Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung nimmt den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution zum Anlass, um revolutionäre Biographien seit dem frühen 19. bis zum späten 20. Jahrhundert neu zu beleuchten. Ziel ist es, mit Hilfe des Vergleichs, ähnliche und unterschiedliche Handlungs- und Identifikationsmuster herauszuarbeiten, die sich in den verschiedenen sozialen, dekolonialen und nationalen Bewegungen zeigten. Im Mittelpunkt stehen das Selbstverständnis und die Selbstinszenierung der Akteure und ihrer revolutionären Lebensläufe. Spezifische Generationenerfahrungen, Geschlechterzugehörigkeit und andere Umstände, die bestimmte Personen zu Hauptakteuren machten, sollen ebenso untersucht werden wie ihre Mobilität, Netzwerke und Traditionsbildungen. Die Konferenz möchte damit historische Längsschnitte vornehmen sowie alte Zäsuren und Kontinuitäten hinterfragen.

Frauen fordern Brot und Frieden am 8. März 1917 in Petersburg. Gemeinfrei, Wikimedia Commons

Konferenz

1917 – Revolution in War, Society in Revolution

vom 19.09.2017 | bis zum 21.09.2017

Der vierte Teil der Konferenzreihe „Hobnailed Years in the Battlefields 1914 – 1918“ des Instituts für Militärgeschichte in Prag thematisiert das Jahr 1917, das geprägt war vom radikalen Umbruch der Weltpolitik, der Russischen Revolution, aber auch vom Aufbegehren gegen den Krieg innerhalb des Militärs und der Bevölkerung verschiedener kriegsbeteiligter Nationen. „1917 – Revolution in War, Society in Revolution“ setzt sich zum Ziel, ein so umfassendes wie tiefgreifendes Bild der Situation zu entwerfen. In jenem Jahr war der Krieg in ein neues Stadium getreten: Der Machtwechsel in Russland, der darauf folgende Kriegsaustritt und der Kriegseintritt der USA ordneten das Machtgefüge neu. Gleichzeitig nahm die Belastung an den Fronten durch die zunehmende Hochrüstung und Dynamisierung der Kämpfe sowie die Zermürbung der Kriegsgesellschaften neue Ausmaße an. Neben Themen wie Diplomatie, Militärstrategie, Friedensinitiativen, Propaganda, Kriegsgefangenschaft und Kriegsverbrechen untersucht die Konferenz die Situation der Bevölkerung, die öffentliche Meinung, Sozialwesen und Innenpolitik kriegsbeteiligter Länder.

Der Bolschewik, Ölgemälde von Boris Kustodijew (1920). Gemeinfrei, Wikimedia Commons

Konferenz

Russia 1917 and the Dissolution of the Old Order in Europe

vom 13.09.2017 | bis zum 15.09.2017

Die Konferenz „Russia 1917 and the Dissolution of the Old Order in Europe“ untersucht die Russische Revolution mit Fokus auf die Bedeutung, die sie auf individuelle Lebenswelten der Zeit hatte und auf Reflektionen persönlicher Erfahrungen. Geladen sind sowohl westliche als auch russische Wissenschaftler; darunter Nikita Petrov (Moskau), Andrei Sorokin (Moskau), Peter Holquist (Philadelphia) und Martin Aust (Bonn). Die Konferenz knüpft an die Wende in den Geschichtswissenschaften an, welche sich mit dem Schwinden von „historical master narratives“ (h-soz-kult) durch den Zusammenbruch des Kommunismus hinwendet zu einem stärkeren Interesse auf die Verwobenheit individueller Erfahrungen und persönlicher Erinnerungen mit historischen Ereignissen. Diese zeitgenössische geschichtswissenschaftliche Perspektive soll auf die Revolution 1917 angewandt werden. So eröffnet und schließt die dreitägige Veranstaltung mit der Analyse von durch die Russische Revolution geprägten Biografien. Auch die weiteren Panel zu (autobiografischer) Literatur, Bürgerkrieg, der Ukraine sowie Exil und Widerstand fokussieren auf individuelle Erfahrung.

Screenshot Ankündigung der Summerschool

Summerschool

Die Topographie imperialer Macht: der politische und kulturelle Raum St. Petersburgs

vom 05.09.2017 | bis zum 26.09.2017

In der imperialen Geschichte Russlands war St. Petersburg zwischen 1712 und 1918 als dessen Hauptstadt das Zentrum aller Institutionen, die die Legislative, Exekutive und Judikative im Staate ausübten. Die von der Higher School of Economics St. Petersburg ausgerichtete Summerschool fragt nach der Topographie des politischen und kulturellen Raumes der Hauptstadt des Russischen Kaiserreichs, die sich in den Zarenpalästen, Ministerien und Salons der Stadt manifestierte. Für die Summerschool können sich Studierende deutscher Hochschulen der Geistes- und Sozialwissenschaften aller Studiengänge bewerben, ebenso wie Studierende anderer Hochschulen, soweit sie die deutsche und englische Sprache beherrschen. Es werden keine Kenntnisse der russischen Sprache vorausgesetzt. Für die Teilnahme an der Summerschool werden Gebühren in Höhe von 1110€ erhoben. In dieser Gebühr sind die Kosten für alle Seminare und Vorträge, für den Russischunterricht, für alle Exkursionen sowie für Unterbringung inclusive Frühstück enthalten. Die von der HSE ausgewählten Bewerber/innen erhalten von der Universität eine schriftliche Zusage, mit der sie sich im Rahmen des Programms „Go East“ beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) um einen Zuschuss bewerben können.

Konferenz

The Ins and Outs of Socialism: Visions and Experiences of Urban Change in the Second World

vom 25.08.2017 | bis zum 27.08.2017

Die Konferenz untersucht das Profil der sozialistischen Stadt - ihre "Ins und Outs" - von Stromnetzen und Wohnungsbeständen bis hin zu Museen und Kultstätten.  Das Thema des Übergangs in den Sozialismus und daraus hinaus sowie die Errichtung und Beseitigung sozialistischer Städte dient als Einstieg in breitere Diskussionen über die Besonderheit des städtischen Wandels in der Zweiten Welt und ihre Beziehung zu ähnlichen Strömungen im globalen Norden und Süden. Die Konferenz wird insbesondere die Rolle der Städte und ihre Transformation während der Übergangsphasen untersuchen. Schwerpunkte bilden die Wendepunkte um 1939/40 und 1944/45 zur Gründung sozialistischen Blocks und des sowjetischen Westens, sowie die Schlussphase um 1989/91. Lviv wurde als Veranstaltungsort für diese Konferenz gewählt, da es einer der Hauptstandorte ist, der einige dieser Wendepunkte besonders hervorhebt.

Screenshot der Ankündigung der Lesungen "Völker, hört die Signale"

Lesung | Veranstaltungsreihe

Völker, hört die Signale!

vom 18.08.2017 | bis zum 03.09.2017

Die Lesereihe „Völker, hört die Signale“ thematisiert das soziale Experiment des Kommunismus, das im Herbst 1917 mit dem Sturm auf das Winterpalais seinen Anfang genommen hatte. In fünf Lesungen werden Texte aus den 100 Jahren, die seit der Russischen Revolution vergangen sind, vorgestellt. Sie beschreiben die Prozesse des gesellschaftlichen Aufbruchs und die darauf folgende Ernüchterung auf poetische, erzählerische und analytische Weise. Die Lesungen finden an verschiedenen Veranstaltungsorten in Weimar statt und werden von einem Gespräch mit Gregor Gysi eröffnet.Programm der Lesereihe:Fr 18.8. / 18:00»Wie der Stahl gehärtet wurde«, Podiumsdiskussion mit Gregor Gysi und Lesung mit Texten von Nikolai Ostrowski, Leo Trotzki und Alexandra KollontaiDNT, FoyerMo 21.8. / 19:00»Die Sonne, die uns täuschte«, Texte von Bertolt Brecht, Michail Bulgakow und George OrwellThüringer Landesverwaltungsamt, Haus 1Mo 28.8. / 19:00»Geteilter Himmel«, Texte von Christa Wolf, Milan Kundera, Erwin Strittmatter und Tschingis AitmatowPalais DürckheimSa 2.9. / 19:00»Übergangsgesellschaft«, Texte von Heiner Müller, Maxie Wander und Franz FühmannJakobskircheSo 3.9. / 11:00»1917 / 2017 - Ein Paradigmenwechsel«; Lesung und Podiumsdiskussion mit Volker Braun, Marion Brasch u.a.DNT Foyer

Logo des Maxi Gorki Theaters

Theaterstück

Atlas des Kommunismus

vom 12.07.2017 | bis zum 13.07.2017 | Lola Arias

Das dokumentarische Theaterstück „Atlas des Kommunismus“ wird am Maxim Gorki Theater in Berlin aufgeführt. Die argentinische Regisseurin Lola Arias lässt in dem Stück keine Theoretiker des Kommunismus, sondern „gewöhnliche Leute“ auftreten, die ihre individuellen Geschichten erzählen und wie sie in die Politik involviert wurden. So schildert etwa die in Berlin geborene Salomea Genin ihre Flucht als Jüdin aus dem nationalsozialistischen Deutschland, den Beitritt zum kommunistischen Jugendverband in Australien und ihre Rückkehr in die DDR, die an eine Mitarbeit für die Stasi gebunden war. Ebenso sprechen frühere Stasi-Opfer und eine vietnamesische Vertragsarbeiterin, wodurch Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten entstehen können. Neben eigenen Erfahrungen kommen auch Menschen zu Wort, die nach dem Ende der DDR geboren wurden und die ihre Meinung zum Kommunismus und seiner Geschichte schildern. Das Stück wird an zwei Tagen im Juli aufgeführt.

Logo der Universität Basel

Konferenz

Historische Museumsanalyse: Die Museen der ehemaligen Sowjetunion

vom 03.07.2017 | bis zum 04.07.2017

Gegenstand dieser Konferenz der Universität Basel ist die historische Analyse der sowjetischen Museumskultur. Wurden in den westeuropäischen Museen des 20. Jahrhunderts hauptsächlich kostbare Originale und Reichtümer der Vergangenheit ausgestellt, so sollten sowjetische Museen vor allem Wissen vermitteln, politisch bilden und den kulturellen Geschmack der Besucher schulen. Das sowjetische Museum ist aufgrund seiner empirischen Heterogenität als Forschungsgegenstand besonders interessant. Ausstellungspläne, Führungsskripte und interne Dokumente machen eine Rekonstruktion der vergangenen Ausstellungen möglich, während Besucherbücher ein neues Feld der sowjetischen Selbstzeugnisse eröffnen. Die Vorträge der teilnehmenden Forscher geben Einblicke in verschiedene Museen und Denkmäler der Sowjetunion und stellen gemeinsam mit den Kommentaren der externen Experten die Diskussionsgrundlage dar. Es findet außerdem ein Vortrag über die Ursprünge der sowjetischen Museen im Kontext der Russischen Revolution statt. Die Konferenz richtet sich an Masterstudierende und Doktoranden, die sich für das Feld der historischen Museumsanalyse interessieren.

Konferenz

From Below and In Between – Narrating and Practicing the Cold War in South East Europe

vom 01.06.2017 | bis zum 02.06.2017

Thema der Konferenz ist die fragmentierte politische Landschaft Südosteuropas während des Kalten Krieges. Aktuelle Forschungsergebnisse sollen mikrohistorische und akteurszentrierte Zugänge zur Geschichte der Region aufzeigen, die die Folgen globaler Entscheidungen auf der lokalen Ebene deutlich machen. Dafür werden Praktiken und Narrative herausgearbeitet, die durch den Referenzrahmen Kalter Krieg geprägt waren. Gleichzeitig geht es darum, individuelle Handlungenoptionen und Repräsentationen zu analysieren und zu fragen, ob diese die normativen Vorstellungen des Kalten Kriegs untergruben. Die Konstruktion des Referenzrahmens „Kalter Krieg“, die Konkurrenz lokaler und regionaler Narrative sowie die Verflechtungen Südosteuropas mit dem Rest der Welt sollen diskutiert werden. Die Konferenz zielt somit nicht darauf ab, eine Regionalgeschichte zu schreiben, sondern möchte neue generelle Einsichten zum Kalten Krieg hervorbringen.

Logo von Women in War. Think Tank for Gendering armed Conflict

Konferenz

Gender in Revolution: Women and men experiencing revolutionary change 1917-2017

vom 30.09.2017 | bis zum 01.10.2017

Die jährliche Konferenz der feministischen Gedankenfabrik Women in War wird Anfang Oktober 2017 in Odessa stattfinden. Anlässlich des 100. Jahrestages der russischen Revolutionen von 1917 möchten die Veranstalterinnen nach weiblichen Erfahrungen und Erwartungen in revolutionären Prozessen und Transformationen fragen. Besonders die Frage welche Auswirkungen diese Prozesse auf Geschlechterrollen besaßen und ob sich emanzipatorische Errungenschaften durchsetzen und kodifizieren ließen, steht im Fokus. Untersuchungsgegenstände der Konferenz sind (post)kommunistische Staaten, marxistische sozialrevolutionäre Paramilitärs in nicht kommunistischen Entitäten, Frauen und sexuelle Minderheiten in Erhebungen gegen (post)kommunitische Regime und die Rolle der Frau in kommunistische beeinflussten Jugendbewegungen. Die Konferenz möchte nicht nur Wissenschaftlerinnen, sondern auch Aktivistinnen, Politikerinnen und Künstlerinnen ansprechen.

Logo der Goethe-Universität

Tagung

„Und wenn wir einfach aufhörten?“

vom 27.09.2017 | bis zum 29.09.2017

Ziel der dreitägigen Tagung ist es, einen intensiven Austausch deutscher und französischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Erinnerungskulturen des Ersten Weltkriegs in Literatur und Kunst anzuregen. Eine deutsch-französische Perspektive auf das Jahr 1917 und seine Friedensinitiativen sowie ein interdisziplinäres, kompletteres Verständnis der mit dem Ersten Weltkrieg verbundenen wissenschaftlichen, politischen und künstlerischen Herausforderungen bis heute ist ein zentrales Desiderat der Tagung. Für insgesamt acht offene Vorträge richtet sich die Ausschreibung an Doktoranden und Post-Docs der historischen Geisteswissenschaften, die eigene Forschungsergebnisse zum Kongressthema vorstellen sollen.

Veranstaltungsreihe: Russland-Komplex, Screenshot vom Cover des Programmhefts

VHS-Kurs | Veranstaltungsreihe

Russland-Komplex

vom 25.09.2017 | bis zum 27.02.2018

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, widmet sich die Münchner Volkshochschule der Auseinandersetzung mit der historischen Zäsur von 1917 und ihren Folgen.In diesem Rahmen finden von September 2017 bis Februar 2018 rund 250 verschiedene Veranstaltungen statt, die sich mit russischer Geschichte, Politik, Kultur und Sprache beschäftigen und dazu einladen, Russland wieder, neu und anders zu entdecken.  100 Jahre nach der Russischen Revolution und 25 Jahre nach dem Ende der UdSSR, liegt der Fokus deutlich auf der Zeit der Russischen Revolution und ihrer Vorgeschichte, ihren Akteuren und Ideologien, den Hoffnungen, die sich mit dem Ende des Zarenreiches verbanden und den verbrecherischen Dimensionen und verheerenden Folgen der revolutionären Epoche – nicht zuletzt auf der Errichtung einer bolschewistischen Diktatur. Russland als der "große Nachbar im Osten", war in den vergangenen hundert Jahren Feind, Verbündeter und Partner Deutschlands. Das Leben in der Sowjetunion, insbesondere im Stalinismus, wird bei den Veranstaltungen ebenso thematisiert wie die Beschäftigung mit dem heutigen Russland und trägt dazu bei, dass wir uns heute bei der Auseinandersetzung mit der historischen Zäsur von 1917 und ihren Folgen besser „zurechtfinden".

Logo des Instituts für das Studium totalitärer Regime, Prag, Tschechische Republik

Konferenz

Historiography of Central European Communism Reconsidered: Patterns of Interpretation and Writing Strategies

vom 21.09.2017 | bis zum 22.09.2017

Vor dem Fall der Sowjetunion war es für Historikerinnen und Historiker schwierig, deren Gesellschaft und die "Volksmeinung" (Paul Corner) zum Kommunismus zu studieren: Daten standen kaum zur Verfügung, die Archive waren nicht zugänglich, die Forschung wurde beaufsichtigt und die Geschichtsschreibung politisiert.Wie wurde die Geschichte des Kommunismus dennoch in Mitteleuropa geschrieben bzw. in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Welche Paradigmen wurden in die heutige Geschichtsschreibung übernommen, welche lassen sich in der öffentlichen Meinung wiederfinden? Diesen Fragen gehen die Teilnehmenden der internationalen Konferenz im Rahmen des Projekts „Rulers and Ruled in Poland and Czechoslovakia (1945-1968)“ nach. Auf der Konferenz soll weder die politische Geschichte, die sich meist auf den repressiven Apparat konzentriert, einseitig im Vordergrund stehen, noch die soziale und kulturelle Geschichte, die von Massenorganisationen, Fabrikarchiven, lokalen oder privaten Archiven, Oral History sowie von Kunst und Literatur geprägt wurde und wird. Vielmehr soll die Dualität in der Geschichtsschreibung überwunden werden. Ausgewählte Texte, die aus dem Workshop hervorgehen, werden nachträglich zu einem Sammelband zusammengefasst.

Logo der University of Essex

Konferenz

Re-thinking the Russian Revolution of 1917 as a global event in local contexts

vom 15.09.2017 | bis zum 17.09.2017 | University of Essex, Department of History

Die interdisziplinäre Konferenz „Re-thinking the Russian Revolution of 1917 as a global event in local contexts“ an der University of Essex in Colchester möchte sich der Russischen Revolution 1917 aus verschiedenen Perspektiven nähern. Die Tagung ist auf zwei Tage ausgelegt und wird sich in vier geplanten Panels mit folgenden Aspekten beschäftigen: 1. Kommunikation und globale Informationsverbreitung, 2. Interpretation und Repräsentation, 3. Reaktionen und Aktionen im lokalen Kontext sowie 4. Auswirkungen lokaler Ereignisse an der Peripherie Russlands auf das Geschehen im Zentrum. Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler der historischen oder verwandten Disziplinen, einschließlich Doktoranden im fortgeschrittenen Stadium ihrer Forschungen.

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Lehrerweiterbildung

Kommunismus - Utopie und Wirklichkeit. Ausprägungen und Auswirkungen kommunistischer Systeme im 20. Jahrhundert

vom 12.09.2017 | bis zum 26.09.2017

Der neue hessische Lehrplan für den Geschichtsunterricht an Gymnasien sieht Unterrichtseinheiten zu dem Thema Russische Revolution und Sowjetunion unter Stalin – das kommunistische Gegenmodell vor. Daher veranstaltet das Studienseminar für Gymnasien in Fulda eine zweitägige Lehrerfortbildung. Auf ihr soll die Ausstellung Der Kommunismus in seinem Zeitalter der Bundesstiftung Aufarbeitung präsentiert werden. Am 12. September wird in einem ersten fachwissenschaftlichen Block der Autor der Ausstellung Gerd Koenen einen Vortrag, mit anschließender vertiefender Diskussion halten. In dem zweiten fachdidaktischen Block am 5. Oktober sollen Materialien zum Thema vorgestellt werden, die im Unterricht zum Einsatz kommen können. Hier sollen auch Nutzungsmöglichkeiten für die Ausstellung im Unterricht diskutiert werden. Als Dozent für diesen Block konnten die Veranstalter den Lehrer und Professor an der Universität Gießen Herr Prof. Dr. Michael Wagner gewinnen. Die Fortbildung richtet sich an hessische Gymnasiallehrkräfte der Fächer Geschichte, POWI, Ethik und Philosophie. Es ist ein Unkostenbeitrag von fünf Euro zu entrichten. Anmeldungen können per Mail bis zum 5. September an Frau Jana Möhrke geschickt werden (j.moehrke@t-online.de).

Ausschnitt aus Flyer der Veranstaltungsreihe der lkj Sachsen-Anhalt

Schülerwettbewerb

Alles nur Geschichte(n)? - Kommunismus in Sachsen-Anhalt

vom 01.09.2017 | bis zum 31.12.2017

Magdeburg, 12.07.2017. „Alles nur Geschichte(n)?! - Kommunismus in Sachsen-Anhalt“ ist ein Schülerwettbewerb der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. und soll junge Menschen dazu motivieren und befähigen, eigene lokalgeschichtlich orientierte Projekte zur Kommunismusgeschichte zu entwickeln. Projektideen können noch bis zum 31. August per Mail an steffi.buehnemann@jugend-lsa.de eingereicht werden. Um die Projekte auf den Weg zu bringen, wird den Schülern Hintergrundwissen zur Geschichte des Kommunismus vermittelt, ebenso kompetenzorientierte Methoden zur Erinnerungs- und Biografiearbeit, zu Zeitzeugengesprächen und zum Projektmanagement. Mögliche Themenfelder für Projekte sind das Alltagsleben in der DDR, der Personenkult Ernst-Thälmann, Märzkämpfe in Mitteldeutschland, Widerstand in Sachsen-Anhalt oder Kommunistinnen und Kommunisten in Freizeit, Sport und Kultur. Zum Abschluss der Reihe findet im Dezember der Jugendgeschichtstag statt, der einen Austausch und die öffentlichkeitswirksame Präsentation ermöglicht.

Jugend- und Kulturzentrum "mon ami" im Haus der Erholung in Weimar, Urheber: R.Möhler, Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Filmvorführung

Kult, Kunst und Propaganda

vom 24.08.2017 | bis zum 02.09.2017

Aus Anlass des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution zeigt das Kunstfest Weimar zwei Klassiker des sowjetischen Films sowie einen aktuellen Dokumentarfilm im Kino „mon ami“. Die Bolschewiki erkannten früh die Möglichkeiten des Films zur massenhaften Beeinflussung der Bevölkerung. So wurde der Film in der „Diktatur des Proletariats“ zu einem Werkzeug der Propaganda, das durch staatliche Stellen kontrolliert und zensiert wurde. Dennoch wurden auch Filme produziert, die den kommunistischen Alltag schonungslos porträtierten. Das Kunstfest Weimar will einen kleinen Einblick in die Welt des sowjetischen Films geben und zeigt deshalb den Stummfilm „Das Glück“ (Sowjetunion 1935), die Romanze „Leuchte, mein Stern, leuchte!“ (Sowjetunion 1969) und den dokumentarischen Animationsfilm „1917 – Der wahre Oktober“ (Deutschland 2017).Die Spieltermine im Kino „mon ami“ sind: 24.08.2017: Das Glück30.08.2017: Leuchte, mein Stern, leuchte!02.09.2017: 1917 – Der wahre Oktober

Screenshot Blogbeitrag

Summerschool

Rekonstruktion eines Chronotops

vom 29.07.2017 | bis zum 15.08.2017

Die Summerschool „Rekonstruktion eines Chronotops. Das ehemalige Straflager Stvor als Raum des sowjetischen Strafvollzugs“ bietet deutschen und russischen Studierenden die Möglichkeit, sich gemeinsam im Sinne der topologischen Wende mit der historiographischen Lesbarkeit des ehemaligen Straflagers Stvor auseinanderzusetzen und als Ergebnis ein virtuelles Museum zu schaffen. Die regionale Geschichte des historischen Ortes soll in den Kontext sowjetischer Geschichte eingeordnet werden und somit einen Einblick in das vielschichtige Strafvollzugssystem der Sowjetunion gewähren. Das ehemalige Lager soll fotodokumentarisch durch die Studierenden erfasst werden sowie im gegenwärtigen erinnerungspolitischen Diskurs Russlands verortet werden. Die Summerschool wird von russischen Dozierenden und Memorial Perm begleitet, um ein breites Spektrum der aktuellen Diskussion zu vermitteln. Die Teilnahmegebühr von 900 Euro deckt die anfallenden Studiengebühren, die Kosten für Unterbringung, den Transfer zu den verschiedenen Orten der Summerschool, Eintrittsgelder zu Museen und Gedenkstätten und die Vollverpflegung während der Exkursion nach Stvor sowie die Halbpension während des Aufenthalts in Perm.

Konferenz

Die Russische Revolution und ihre Wahrnehmung in Bayern, Deutschland und der Welt

vom 10.07.2017 | bis zum 11.07.2017

Im Mittelpunkt der zweitätigen Tagung in Würzburg steht die Rezeption der Russischen Revolutionen von 1917, die gleichzeitig als Zäsur und Determinanten der Geschichte des 20. Jahrhunderts gelten. Mit den Umwälzungen in Russland waren Hoffnungen und Utopien sowie Ängste vor einer Verbreitung der kommunistischen Weltrevolution gleichermaßen verbunden. Es soll in erster Linie ergründet werden, wie die russischen Ereignisse in Bayern, Deutschland, aber auch der Welt wahrgenommen wurden und wie sich diese Wahrnehmung im Zuge des revolutionären Prozesses und des anschließenden Bürgerkrieges gewandelt hat. Die insgesamt sechs Panels widmen sich unter anderem der Wahrnehmung der deutschen Linken, der Darstellung der Revolution in den Künsten, regionalen, sozialen und transnationalen Perspektiven, sowie der historiographischen und musealen Wahrnehmung.

Konferenz

Der Zauber der Theorie – Die Geschichte der Ideen in der Neuen Linken 1945 bis heute

vom 03.07.2017 | bis zum 04.07.2017

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte über die akademisch geprägte Neue Linke eine neue Welle der Rezeption politischer Theorien ein. Eine ihrer nachhaltigsten Folgen ist die Wiederentdeckung und Weiterentwicklung überwiegend marxistischer Theorietraditionen aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Einige beachtenswerte Publikationen der letzten Jahre bezeugen, dass die Historisierung der Theorie ein fruchtbares Feld für historische und theoretische Forschungen im Bereich der Geschichts-, Kultur- und Sozialwissenschaften darstellt. Die Tagung „Der Zauber der Theorie“ setzt sich zum Ziel, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Bereich dieses Themenkomplexes arbeiten, miteinander ins Gespräch zu bringen und gemeinsam nach Antworten auf unterschiedliche Fragestellungen und Facetten der linken Theorie und Ideen zu suchen.

Konferenz

New Approaches to the History of the Jews under Communism

vom 23.05.2017 | bis zum 25.05.2017

Auf einer internationalen Konferenz, die vom 23. bis 25. Mai 2017 in Prag stattfindet, soll die Geschichte der Juden in kommunistisch regierten Ländern nach 1945 detailliert erörtert werden. Bereits seit den 1950er-Jahren wurde darüber kontrovers diskutiert, allerdings waren diese Auseinandersetzungen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs bis in die 1980er-Jahre geprägt von der Rhetorik des Kalten Krieges. In den letzten zehn Jahren hat die Forschung verstärkt die vielfältigen Erfahrungen von Juden unter kommunistischen Regimen in den Blick genommen. Die Konferenz möchte daran anknüpfen und insbesondere den Austausch über die Situation der Juden in der Sowjetunion und in prosowjetischen mittel- und osteuropäischen Ländern vertiefen. Folgende Themen werden angeregt: die rechtliche Stellung und die institutionellen Betätigungsmöglichkeiten von Juden, die Entfaltung jüdischen Lebens im Privaten und in der Öffentlichkeit, Aspekte von Familie und Gender, Netzwerke über nationale Grenzen und den Eisernen Vorhang hinaus, jiddische Kultur und Erziehung in den kommunistischen Ländern.

Konferenz

3rd Socialism on the Bench - Communists and Communist Parties: Policies, Actions, Debates

vom 28.09.2017 | bis zum 30.09.2017

Socialism on the Bench ist eine alle zwei Jahre stattfindende Konferenz, die im Jahr 2013 gestartet wurde. Während sich die vorangegangene Konferenz unter dem Titel Socialism: Construction and Deconstruction mit den Ereignissen der Jahre 1945 und 1990 und somit dem Anfang und Ende des Staatssozialismus befasste, wird die dritte Socialism on the Bench-Konferenz sich 100 Jahre nach der Oktoberrevolution mit dem Thema Kommunisten und kommunistischen Parteien auseinandersetzen. Mit der Konferenz sollen kommunistische Aktivitäten im sozialistischen Jugoslawien und darüber hinaus untersucht werden. In einem breiteren geographischen Gebiet als das sozialistische Jugoslawien und in einer längeren Zeit als die Existenz dieses Landes sollen, realisierte und nicht realisierte kommunistische Politik, erfolgreiche und gescheiterte Handlungen, fruchtbare und unfruchtbare Debatten betrachtet werden.

Screenshot der Website des History SummerCamp 2017

Workshop

History SummerCamp 2017

vom 27.09.2017 | bis zum 29.09.2017

50 Schüler aus ganz Deutschland beschäftigen sich beim History SummerCamp 2017 in Berlin drei Tage lang mit der Geschichte der kommunistischen Diktaturen in Europa, Deutschland und Berlin. Dabei geht es um Fragen wie zum Beispiel: Was haben die Russischen Revolutionen von 1917 mit Deutschland und Berlin zu tun? Wie wurde zu unterschiedlichen Zeiten an die Revolutionen erinnert? Wie könnten zeitgemäße Formen des Erinnerns aussehen? Die Schüler befassen sich mit den baulichen Hinterlassenschaften des Kommunismus in Berlin ebenso wie mit der Entwicklung der europäischen Erinnerungslandschaft. Insbesondere sollen die zeitgemäße mediale Aufbereitung von Zeitgeschichte und die Gestaltung des Erinnerns im öffentlichen Raum im Mittelpunkt des Workshops stehen. Am Ende des History SummerCamps werden die Teilnehmer eigene Erinnerungsbeiträge erstellt haben und diese anhand von Performances und Social Media-Kampagnen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Für das History SummerCamp konnten sich Lehrer mit ihren Medien-, Theater-, Politik- oder Geschichtskursen bewerben. Aus allen Bewerbungen wurden fünf Schulen aus ganz Deutschland ausgewählt. Das erste History SummerCamp hat 2016 in Wünsdorf (Zossen) stattgefunden.Der Workshop wird gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Bundeszentrale für politische Bildung sowie der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

Bouchéstraße-Harzer Straße - Berliner Mauer 1989, Urheber: Florian Schäffer, Lizenz: CC-BY-SA 3.0

VHS-Kurs | Veranstaltungsreihe

Kommunismus in Neukölln

vom 21.09.2017 | bis zum 14.12.2017

Zu Zeiten der Teilung Berlins war Neukölln Bestandteil von West-Berlin. Der Kommunismus ist dennoch ein wichtiger Teil des Bezirks, auch wenn er dort nie zur Herrschaft gelangte. Der Ort galt als Zentrum der Arbeiterbewegung vom „roten Rixdorf“ der Kaiserzeit bis ins „rote Neukölln“ der Weimarer Republik. Nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur wurde im Frontstadtbezirk mit der längsten Grenze zur DDR der Antikommunismus zur Staatsraison. Zugleich blieb Neukölln eine Hochburg für radikale Protestbewegungen, die sich dem Ost-West-Konflikt im Kalten Krieg verweigerten. Das Bezirksamt Neukölln organisiert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kommunismus in Neukölln“ einen gleichnamigen VHS-Kurs im Rathaus Neukölln (Leonberg-Zimmer oder Puschkin-Zimmer), der von einem Veranstaltungsprogramm begleitet wird. Mit Gesprächsrunden, Führungen und Seminaren zur Geschichte der Teilung Berlins werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Bezirk mit seiner Geschichte sowie seinen Verbindung zum Kommunismus kennen lernen. Das Programm der Reihe steht hier zum Download bereit.

Konferenz

Welten der Arbeit auf den Kopf gestellt – Revolutionen und Arbeitsbeziehungen in globalhistorischer Perspektive

vom 21.09.2017 | bis zum 23.09.2017

Die 53. Internationale Tagung der HistorikerInnen der Arbeiter- und anderer sozialer Bewegungen widmet sich dem Wandel in den Arbeitswelten, um das erneute Interesse an Revolutionen mit den lebendigen Debatten im Bereich der Global Labour History zusammen zu bringen. Die Global Labour History hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten weiterentwickelt und konzentriert sich auf die Analyse der Arbeitsbeziehungen. Durch die Erweiterung sowohl des geographischen Geltungsbereichs der Arbeitsgeschichte als auch der Vorstellung des Begriffs "Arbeiter" werden nun auch die Geschichte der Sklaven und anderer unfreier Arbeiter sowie von selbstständigen, informellen, prekären oder unbezahlten (Subsistenz-) Arbeitnehmern einbezogen. Die Konferenz untersucht inwiefern Revolutionen auf diesen Arbeitsverhältnissen fußten und wie verschiedene Gruppen von Arbeitern den Revolutionsprozess beeinflusst haben.

Workshop

Socialist Masculinities. Men in Eastern Europe – Ruptures, Transformations, and Continuities in the 20th Century

vom 15.09.2017 | bis zum 16.09.2017

Seit mehreren Jahrzehnten haben Wissenschaftler analysiert, wie im Sozialismus versucht wurde die traditionelle Geschlechterregelungen zu transformieren und die Familie zu revolutionieren. Allerdings konzentrierten sich Studien fast ausschließlich auf die Rolle der Frau, insbesondere ihre Integration in den Arbeitsmarkt und die Vergesellschaftung von Hausarbeit und Kinderbetreuung. Deshalb soll die Analyse von Maskulinität im Rahmen der Konferenz dazu beitragen eine relationale, interaktive und dynamische Geschlechtergeschichte zu schreiben. Hierzu wird der der Stand der bisherigen und aktuellen Forschung zu Männlichkeit und Vaterschaft betrachtet. Des Weiteren werden die Möglichkeiten sowie die Hindernisse und Grenzen des Studiums von Männlichkeit und Vaterschaft unter dem Sozialismus diskutiert. Geographisch konzentriert sich der Workshop insbesondere auf die staatssozialistischen Länder in Mittel- und Osteuropa.

Konferenz

The Tsarist/Soviet empires and the history of modernity in Asia

vom 12.09.2017 | bis zum 14.09.2017

Die Konferenz untersucht Verstrickungen zwischen zaristisch-sowjetischen und asiatischen Modernen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. In Eurasien nahm Russlands Aufstieg Japans (oder später Chinas und Indiens) Umwandlung von einem Objekt der europäischen Expansion zu einem konkurrierenden, "modernen" Rivalen vorweg. Im Nachkriegs-Asien wurde die Moderne nicht nur durch das "westliche" Modell beeinflusst, sondern auch und durch die Entwicklungen in der Sowjetunion, wie in China und Japan.  Das Ziel der Konferenz ist es, theoretische Konzepte der Moderne vor dem Hintergrund historischer Fallstudien zu diskutieren. Schwerpunkte der Konferenz bilden theoretische Reflexionen über Konzepte der Moderne und Modernisierung in Asien, Verstrickungen und Vergleiche von Modernisierungsprozessen in den betrachteten Regionen, nationale Darstellungen des gesellschaftlichen Wandels, sowie das zaristisches Russland und Sowjetrussland als Vorlage für Modernisierungsprozesse.

Screenshot der Ankündigung "I Am Not Ashamed of My Communist Past"

Theaterstück

I Am Not Ashamed of My Communist Past

vom 29.08.2017 | bis zum 30.08.2017 | Sanja Mitrovic, Vladimir Aleksic

In dem Theaterstück „I Am Not Ashamed of My Communist Past”, das am 28. August 2017 in Weimar zum ersten Mal in Deutschland aufgeführt wird, blicken die Theatermacherin Sanja Mitrovic und der Schauspieler Vladimir Aleksic auf ihre Kindheit und Jugend im Jugoslawien der 1980er-Jahre zurück. Die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien existiert nur noch in ihrer Erinnerung: Neue Staaten mit anderen Namen und anderen Erzählungen über sich selbst sind an dessen Stelle getreten. Mitrovic und Aleksic nutzen den reichhaltigen Fundus an Filmen des einst international renommierten jugoslawischen Kinos, um einen Dialog mit ihrer Vergangenheit zu beginnen. Hier finden Sie Bilder von antifaschistischem Widerstand, vom Wohlfahrtsstaat, von nationalistischen Kriegen und vom wirtschaftlichen Niedergang. Die Protagonisten spielen Szenen nach oder kommentieren das Geschehen aus dem Off. Das Stück wird an zwei Terminen im Maschinensaal des E-Werk Weimar aufgeführt.

Zellentrakt der Untersuchungshaftanstalt der sowjetischen Militärspionageabwehr in der Leistikowstraße 1, Urheber: kilima8, Lizenz: CC-BY-SA 3.0.

Gedenkveranstaltung

Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus

vom 23.08.2017

Der Verein Gedenk- und Begegnungsstätte ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V. begeht am 23. August 2017 den „Europäischen Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus“ in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße. Die Einrichtung eines Gedenktages für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime in Europa im 20. Jahrhundert wurde vom Europäischen Parlament im Jahr 2009 gefordert. Der anschließend von der OSZE auf den 23. August bestimmte Gedenktag wird seitdem vor allem in den ehemals sowjetisch beherrschten Ländern begangen. Die Einladung zur Veranstaltung in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße können Sie als PDF hier betrachten.Programm Begrüßung: Dr. Richard Buchner, Vorsitzender desGedenkstättenvereins Grußwort: Präsidentin des Brandenburger LandtagesBritta Stark Grußwort: Ulrike Poppe, Landesbeauftragte zurAufarbeitung der Folgen der kommunistischenDiktatur „Phönix aus der Asche: Von der Krafteuropäischer Erinnerungen an Stalinismusund Nationalsozialismus“Festvortrag: Karl-Konrad Tschäpe,Kulturwissenschaftler - Osteuropakenner, Sohn desPotsdamer Bürgerrechtlers Dr. Rudolf Tschäpe Musikalische Improvisation:Albrecht Walter, Klarinette

Exposition Internationale des Arts et Techniques dans la Vie Moderne (Paris-1937) , le pavillon de l'URSS. Bildquelle: Wikimedia Commons, Paris 1937, Copyright "La Photolith", 4 rue Niépce, Paris - RCS Paris 354.012 Author auteur inconnu

Vortrag

Das Mandat der Gewissheit. Kommunismus als Avantgardeherrschaft

vom 20.07.2017

Im Rahmen der Summer School des Zentrums für Zeithistorische Forschungen (ZZF) hält der Direktor des Instituts Martin Sabrow am 20. Juli 2017 um 18.00 Uhr einen Vortrag mit dem Titel Das Mandat der Gewissheit. Kommunismus als Avantgardeherrschaft im ZZF in Potsdam. Ausgehend von der Herrschaftssoziologie Max Webers möchte Sabrow zeigen, dass die kommunistische Herrschaft mit den zeitgenössischen sozialwissenschaftlichen Termini noch nicht konzeptionalisierbar gewesen ist. Als Spezifikum der kommunistischen Herrschaftspraxis macht er die große Diskrepanz zwischen progressivem Anspruch und der brutalen Realität der Diktatur aus. Dieser Widerspruch wird nach Sabrow durch das Verständnis der kommunistischen Machthaber ein selbsterteiltes Mandat inne zu haben verschleiert und die Gewalt dadurch legitimiert.

Konferenz

Wegbereiter oder Gegner der Transformation?

vom 07.07.2017 | bis zum 08.07.2017

Die Konferenz des interdisziplinären Netzwerks "Ukraine: Postsowjetische Gesellschaft im Wandel" thematisiert die Wirtschaftseliten der Ukraine als Einzelakteure, Gruppen und Netzwerke seit dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und möchte dabei historische Kontinuitäten und Brüche aufzeigen. Diese besonders relevante Teilelite der Ukraine konnte und kann aufgrund ihres hohen ökonomischen Kapitals starken Einfluss auf Politik und Gesellschaft ausüben. Vergleichend sollen die verschiedenen Herrschaftsgebiete, die die heutige Ukraine in der Vergangenheit prägten, untersucht und die gegenwärtigen Interaktionen von Wirtschaftseliten diskutiert werden. Weitere Schwerpunkte der Konferenz werden u.a. Konzepte wie „Rückständigkeit“ und „Modernisierung“, ökonomische Interessen und nationale Identitäten, Adaptionsstrategien der Wirtschaftseliten während politischer Umbrüche sowie die Selbstdarstellung von Großunternehmern sein.

Konferenz

Transatlantic Socialists and Anarchists in the 19th and 20th Centuries: Between New Freedom and Forced Integration

vom 30.06.2017 | bis zum 01.07.2017

Die transnationalen Netzwerke von Anarchisten und Sozialisten Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts stehen im Mittelpunkt einer zweitägigen Konferenz, die in Würzburg stattfindet. Insbesondere die transatlantische Dimension dieser Netzwerke soll in den Blick genommen werden. Neben den deutschen linken Denkern, die in den USA Organisationen gegründet haben, sollen Sozialistischen und Anarchisten auch aus anderen europäischen Ländern betrachtet und nach ihren transatlantischen Einflüssen befragt werden. So bilden Netzwerkanalysen und biografische Fallstudien einen Teil der Konferenzbeiträge. Daneben werden transatlantische Perzeptionen von Sozialismus und Anarchismus, die Gründe und die Folgen transatlantischer Perspektiven sowie die Internationalisierung und der Wandel linker Ideen beleuchtet.

Logo der Heinrich-Böll-Stiftung

Veranstaltung

Das Epochenjahr 1917: (Alb-) Traum der Emanzipation? Rückblende auf eine Zäsur in Ost- und Südosteuropa

vom 22.05.2017 | bis zum 23.05.2017

100 Jahre nach dem Sturz der russischen Zarenherrschaft im Februar 1917 mit dem Beginn der Februarrevolution und dem Kriegseintritt der USA im April 1917 sowie 25 Jahre nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme fragt das 6. Europäische Geschichtsforum danach, wie an unterschiedlichen Orten Europas (mit Schwerpunkt auf Ost- und Südosteuropa) an das Epochenjahr 1917 erinnert wird und welche Schlussfolgerungen für die aktuelle politische und mentale Verfasstheit der Region aus den dominanten Narrativen gezogen werden können. Die von der Heinrich-Böll-Stiftung und ihrem russischen Partner, dem Wissenschaftszentrum Memorial Moskau, in Kooperation ausgerichtete Veranstaltung richtet sich an alle, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat kritisch mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts und ihrer Vermittlung beschäftigen. Die gesprochenen Sprachen Russisch, Englisch und Deutsch werden simultan übersetzt. Eine Online-Anmeldung per Formular ist ab Ende April über den Veranstaltungskalender der Heinrich-Böll-Stiftung möglich.

Tagung

Die Philosophie der Russischen Revolution. Ein Rückblick nach hundert Jahren

vom 28.09.2017 | bis zum 30.09.2017

Auf der internationalen Tagung an der Ruhr-Universität Bochum soll die Russische Revolution von 1917 nicht nur als Ereignis der Weltgeschichte, sondern auch als Idee, die die Moderne intellektuell neu strukturierte, historisch betrachtet werden. Es werden Vordenker und Konzepte einbezogen, die die Voraussetzungen der Revolution schufen. Dazu gehören sowohl utopische Hoffnungen als auch apokalyptische Erwartungen an eine Revolution. Ein weiterer Schwerpunkt sollen die neuen philosophischen Institutionen und Bewegungen sein, die sich im Zuge der Revolution manifestierten. Die Tagung widmet sich auch den Konzeptualisierungen und Deutungen der Revolution insbesondere in der westeuropäischen Philosophie sowie dem intellektuellen Erbe und der Aktualität philosophischer Reflexion über die Revolution.

Screenshot des Programms der Tagung "1917 - Epochenjahr der Weltgeschichte?"

Tagung

1917 - Epochenjahr der Weltgeschichte?

vom 27.09.2017 | bis zum 29.09.2017

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Passau eine Tagung zum Jahr 1917 und seiner Bedeutung für die Weltgeschichte. Die dreitägige Veranstaltung nimmt ihren Ausgangspunkt in den militärischen und politischen Ereignissen des Jahres, namentlich der Russischen Revolution sowie dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg. Diese gelten zweifellos als Zäsuren der Weltgeschichte. Ausgehend von Einschätzungen durch Zeitgenossen werden aber auch die Umwälzungen in Diplomatie und Alltagsleben sowie militärische und technische Neuerungen als Folge der Ereignisse des Jahres 1917 in den Blick gerückt. Des Weiteren wird auf der Tagung "1917 - Epochenjahr der Weltgeschichte?" auf die Auswirkungen der Kriegsgeschehnisse für das Verständnis eines angemessenen Friedens und der "richtigen" Form des Zusammenlebens der Völker eingegangen. Geleitet wird die Tagung von Hans-Christof Kraus und Marc von Knorring von der Universität Passau sowie von Sebastian Haas von der Akademie für Politische Bildung.

Der Veranstaltungsort, das AK-Bildungshaus Jägermayrhof. Screenshot von der Website.

Konferenz

Welten der Arbeit auf den Kopf gestellt – Revolutionen und Arbeitsbeziehungen in globalhistorischer Perspektive

vom 21.09.2017 | bis zum 23.09.2017

Die 53. Internationale Tagung der HistorikerInnen der Arbeiter- und anderer sozialer Bewegungen widmet sich dem Wandel in den Arbeitswelten, um das erneut aufgekommene Interesse an Revolutionen mit lebendigen Debatten im Bereich der Global Labour History zusammen zu bringen. Ausgehend von den grundlegenden Fragen über das Wechselverhältnis zwischen Revolutionen und Arbeit wird eine Reihe an Themengebieten, Fragestellungen und Untersuchungsansätzen diskutiert, bei denen alle Weltregionen vertreten sind und zahlreiche Beiträge über das bekannte Spektrum „klassischer“ Revolutionen hinaus gehen. Unter Einbezug von Revolutionsversuchen, revolutionären Situationen und Revolutionen, die von oben oder durch Krieg durchgesetzt wurden, werden auch gescheiterte Revolutionen zum Untersuchungsgegenstand erklärt.Zielsetzung der ITH-Konferenz 2017 ist die genaue Beleuchtung der Wechselverhältnisse zwischen Revolutionen und Arbeitsbeziehungen, vergleichenden Ansätzen und Verbindungen zwischen einzelnen Orten und Akteuren Aufmerksamkeit zu widmen und zu einer langen globalhistorischen Perspektive anzuregen.

Konferenz

Transnational Leftism: The Comintern and the National, Colonial and Racial Questions

vom 21.09.2017 | bis zum 22.09.2017

Die Konferenz fragt, inwiefern der transnational turn eine neue Perspektive auf die Geschichte des Kommunismus und der Komintern eröffnen kann. Die Organisatoren laden internationale Fachwissenschaftler ein, über die Frage von Rasse, Nation und Imperialismus nachzudenken und die unverbundenen Geschichten einzelner kommunistischer Parteien in der Welt und in Kanada zusammenzubringen. Es soll erörtert werden, wie kohärent, konsistent und verständlich die Linie der Komintern zum Thema Nation und Rasse war und wie sie diese kommunizierte. Darüber hinaus werden die transnationalen Verflechtungen des Weltkommunismus, des Nationalismus und des Antirassismus beleuchtet. Schließlich wird dem Erbe der Komintern und ihrer Ideologie in den anti- und postkolonialen Bewegungen des 20. Jahrhunderts nachgegangen, um so die Bedeutung der Komintern für diese Epoche herauszuarbeiten.

Logo der Universität Leipzig

Konferenz

Communism beyond Eurocentrism

vom 14.09.2017 | bis zum 16.09.2017

Der Sonderforschungsbereich 1199 „Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen“, das Centre for Area Studies und das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) veranstalten von 14.-16. September 2017 eine Tagung zum Thema „Kommunismus jenseits des Eurozentrismus“ in Leipzig.Die Analyse des Kommunismus ist lange eurozentrischen Impulsen gefolgt, der weite Teile der realsozialistischen Weltanalyse sowie Programmatik prägte, ebenso wie die Forschung zum Kalten Krieg. Seit einiger Zeit wird diese eurozentrische Sichtweise historisiert, indem transnationale und globale Fragestellungen verfolgt werden. Globale Verflechtungen, besonders die Beziehungen zwischen dem Realsozialismus und der sogenannten Dritten Welt, sind in den Mittelpunkt gerückt, sowie die Frage nach einer eigenständigen "roten Globalisierung".Die Tagung greift diese neuen Ansätze auf und möchte die Kommunismusforschung stärker als bisher an Trends der Globalgeschichte anschließen. Auf der Grundlage bereits vorliegender Forschungen, etwa in den Feldern Postkolonialismus, Marxismus und Global Cold War, sollen systematische Zusammenhänge herausgestellt, aber die Rolle einzelner Regionen in vergleichender und transregionaler Perspektive erörtert werden.

Logo der Deutschen Gesellschaft e.V.

Tagung

100 Jahre Oktoberrevolution – Die Folgen für die Deutschen aus Russland

vom 07.09.2017 | bis zum 08.09.2017

Die Deutsche Gesellschaft e.V. veranstaltet in Kooperation mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. und der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland die wissenschaftliche Tagung „100 Jahre Oktoberrevolution – Die Folgen für die Deutschen aus Russland“. Die Tagung fragt nach den Folgen der Russischen Revolution für die russlanddeutsche Volksgruppe in Russland und lässt hierzu Historiker mit Vertretern der russlanddeutschen Volksgruppe diskutieren. Der Blick soll dabei in einem ersten historischen Zugang auf die Vergangenheit gerichtet werden. Es wird aber darüber hinaus diskutiert werden, welche Lehren aus dem Umgang mit der russlanddeutschen Volksgruppe in Russland für den heutigen Umgang mit Volksgruppen und Minderheiten gezogen werden können. Das vollständige Programm der Tagung finden Sie hier als PDF.Die Veranstaltung wird gefördert von der Staatsministerin für Kultur und Medien sowie der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Der Eintritt ist frei.Um Anmeldung wird bis zum 04.09.2017 gebeten an: jan.roessel@deutsche-gesellschaft-ev.de

Screenshot der Ankündigung "Die Revolution und ihre Enkel"

Theaterstück

Die Revolution und ihre Enkel

vom 28.08.2017 | bis zum 02.09.2017

Das autobiografische Theaterprojekt „Die Revolution und ihre Enkel“ wird an fünf Terminen im Stellwerk Weimar aufgeführt. Auf der Bühne stehen Jugendliche aus Weimar, die nach der Jahrtausendwende geboren wurden. Sie wollen im Dialog mit ihren Eltern und Großeltern herausfinden, wie die Menschen im „real existierenden Sozialismus“ der DDR durch das Geschlechterverhältnis, das Bildungssystem, Kunst, Kultur, aber auch durch den Überwachungsstaat geprägt wurden. Der Anspruch der DDR, eine gerechtere Gesellschaft aufbauen zu wollen, die Ziele und Träume der Verwandten und vieles Weitere wird bei dem Generationentreff Thema sein. Das Projekt wird begleitet von dem Künstlerkollektiv ongoing project, das sich 2009 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen gegründet hat und seit einigen Jahren in Leipzig und Berlin arbeitet.

Screenshot der Ankündigung "Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution"

Konzert

Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution

vom 23.08.2017

Sergej Prokofjews „Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution“ erzählt in zehn Sätzen vom Sturm auf das Winterpalais, von Lenins Tod und von der Verabschiedung einer neuen Verfassung unter Josef Stalin. Die Uraufführung sollte 1937 unter Mitwirkung von 500 Personen stattfinden, wozu es allerdings nicht kam. Der Pianist Prokofjew war über Nacht in Ungnade gefallen, weshalb die Proben abgebrochen wurden. Erst 1966 – lange nach Stalins und Prokofjews Tod – wurde das Werk der Öffentlichkeit präsentiert. 70 Jahre nach dem Entstehen der „Kantate“ komponierte der Enkel Prokofjews, Gabriel Prokofiev, ein Konzert für Plattenspieler. Er verbindet sinfonische mit elektronischer Musik. In Weimar werden sowohl die „Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution“ als auch das „Concerto for Turntables & Orchestra“ in der Weimarhalle aufgeführt.

Summerschool

Sandinista Culture in Nicaragua – Theories and Testimonials

vom 17.07.2017 | bis zum 20.07.2017 | Veranstalter: Centro Latinoamericano de Colonia (CLAC) (Köln), Centro Interuniversitario de Estudios Culturales Hispánicos (CeHis)

Ende Juli 2017 findet an der Universität Wuppertal eine von mehreren westdeutschen Lateinamerikainstituten organisierte Summerschool zur linksnationalen und sozialrevolutionären Bewegung der Sandinisten in Nicaragua statt. 1979 gelang es der kommunistischen Guerillaorganisation Frente Sandinista de Liberación Nacional nach blutigem Bürgerkrieg die Somoza-Clan Diktatur zu stürzen. Die so genannten Sandinisten blieben bis 1990 an der Macht. Die Summerschool möchte sich in Workshops und Vorträgen vor allem mit der Erinnerung an diese Partei und deren Einfluss auf das nicaraguensische Nationalnarrativ beschäftigen. Ein Themenblock wird Transformationen in der Landwirtschaft und im Konsumverhalten diskutieren. Die zweite Sektion möchte nach einer Veränderung der Geschlechterrollen fragen und eine dritte nach der sprachlichen und literarischen Verarbeitung der Revolution. Es werden namhafte Expertinnen und Experten als Referierende anwesend sein, um die Auswirkungen und die Bedeutung der Revolution für Kultur und Politik im heutigen Nicaragua zu diskutieren.

Logo des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung

Podiumsgespräch

1917 ... 2017. Gedenken an Revolution und Terror

vom 05.07.2017

Das Podiumsgespräch mit dem Titel „1917 ... 2017. Gedenken an Revolution und Terror“ beschäftigt sich mit dem Jahr 1917 und seiner Bedeutung als Zäsur für Osteuropa im 20. Jahrhundert. Die Selbstbilder vieler osteuropäischer Staaten sind bis heute auf vielfältige Weise von diesem Jahr geprägt. 100 Jahre später nehmen besonders die postsowjetischen Staaten das Jahr 2017 als Anlass, neue Denkmäler zu errichten und Ausstellungen zu präsentieren, die kontrovers diskutiert werden. Bei dem im Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin stattfindenden Podiumsgespräch werden Irina Scherbakowa (Memorial Moskau) und Andrij Portnov (Berlin) zum einen die Demontage sowjetischer Monumente durch die postsowjetischen Staaten im Rahmen der Dekommunisierung in den Blick nehmen, wie es mit dem Denkmal für die Soldaten der 1. Roten Reiterarmee in der Ukraine geschehen ist. Zum anderen besprechen die beiden Historiker aber auch aktuelle Formen des öffentlichen Erinnerns und Gedenkens an die Ereignisses des Jahres 1917 und dessen Folgen in den heutigen osteuropäischen Nationen.

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Begleitprogramm | Ausstellung

Begleitprogramm zur Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter"

vom 20.06.2017 | bis zum 23.07.2017

Die Volkshochschule Brunsbüttel e.V. organisiert ein einmonatiges Begleitprogramm zur Plakatausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“, die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum Berlin herausgegeben wird. Hierzu wird die Plakatausstellung mit Führungen, öffentlichen Diskussionen, Zeitzeugengesprächen, Schülerworkshops sowie Vorträgen zur Einführung in die Geschichte kommunistischer Diktaturen umrahmt und mit einer ebenfalls im Elbeforum Brunsbüttel gezeigten, thematisch passenden Kunstausstellung verbunden. Das Programm richtet sich vornehmlich an Schüler und Lehrer, aber auch generell an ein interessiertes Publikum. Die Ausstellung wird am 20. Juni 2017 eröffnet und endet am 23. Juli 2017 mit dem Beginn der Sommerferien in Schleswig-Holstein.

Konferenz

Russia's Long Century

vom 17.05.2017 | bis zum 18.05.2017

Die Konferenz möchte sich dem Gegenstand der russischen Geschichte im 20. Jahrhundert mit Fragen nach nationalen Identitäten und Narrativen nähern. Das gewaltsame Ende der zaristischen Herrschaft, der Aufstieg und Kollaps des sowjetischen Kommunismus und die derzeitige Restaurierung eines autoritären Regimes bilden die drei großen Zäsuren und andauernden Transformationsprozesse, welche die teilnehmenden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen untersuchen möchten. Wie bildeten sich nationale Identitäten heraus? Welche Rolle spielten Nationbildungsprozesse und Social Engineering? Ausgehend von der aktuellen russischen nationalen Identität werden Religion, Sprache, Außenpolitik und andere Bereiche des politischen, gesellschaftlichen und sozialen Lebens in den Blick genommen. Somit schlägt die Fachkonferenz den Bogen immer wieder in die Gegenwart. Das Tagungsprogramm wird Anfang Mai 2017 hier veröffentlicht.