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Buchvorstellung "Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent"

Archiv | Buchvorstellung | vom 09.04.2019 | Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße
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Am 9. April 2019 stelle der Historiker Andreas Weigelt in der Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam sein Buch „Vorwurf: Aktiver Nazi, Werfolf oder Agent. Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945-1955“ vor. Die Vorstellung fand in Form eines Gespräches zwischen dem Autor und Rainer Potratz, Referent bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, statt. Weigelts Fallstudie spürt den Geschichten von Menschen nach, die in Bad Freienwalde von sowjetischen Geheimdiensten verhaftet wurden. Weigelt ermittelt für die Stadt eine Anzahl von 317 Betroffenen, von denen 255 ohne Urteil inhaftiert waren. Ihre Schicksale stehen beispielhaft für die  mehr als 120.000 Menschen, die zwischen 1945 und 1950 in Gefangenenlagern der Sowjetischen Besatzungszone interniert waren, sowie die 1.000 Gefangenen, die in den Jahren bis 1955 festgenommen und zum Tode verurteilt wurden. Offiziell im Rahmen von Entnazifizierungsprogrammen verhaftet, fehlen bis heute gesicherte Angaben über die tatsächlichen Verhaftungsgründe. Andreas Weigelt stellt für die von ihm untersuchten Fälle die Verhaftungsgründe nach und rekonstruiert die Biografien der Verhafteten.

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