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Die Argusaugen der Zensur. Eine Geheimgeschichte der DDR-Literatur

Archiv | Konferenz | vom 24.09.2019 | bis zum 26.09.2019 | Universität Leipzig
Argusaugen der Zensur
Argusaugen der Zensur

Vom 24. -26. September 2019 lädt das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig zur Konferenz der Leipziger Buchwissenschaft mit dem Titel „Die Argusaugen der Zensur. Eine Geheimgeschichte der DDR-Literatur“ ein. Thematisch befasst sich die Konferenz mit den Gutachten, die für jedes in der DDR erschienenen Buch angelegt wurden, um den Zensor über den Inhalt, die gesellschaftliche Bedeutung und die ideologischen Gefahren eines Werkes zu informieren. Auf Grundlage dessen wurde die Zensurentscheidung gefällt, ob ein Buch erscheinen konnte und in welcher Form. Die Konferenz befasst sich mit der Interpretation solcher Gutachten, einer bis heute noch unerforschten Textsorte, die ohne vertiefte Kenntnis der institutionellen Hintergründe, üblichen Sprachregelungen und taktischen Absichten kaum zu verstehen ist. Außerdem wurden die verschiedenen Textgattungen jeweils unterschiedlich begutachtet, zum Beispiel wissenschaftliche Literatur nach anderen Regeln als Lyrik, Romane oder Lexika. Von Verlag zu Verlag herrschten zudem andere Gepflogenheiten. Zensurforscher verschiedenster Disziplinen, Historiker, Literaturwissenschaftler und Buchwissenschaftler analysieren und diskutieren deshalb auf der Konferenz gemeinsam mit Lektoren der namenhaften DDR-Verlage über interessante Gutachten und die damit verbundenen Zensurfälle.
Die Konferenz ist öffentlich, doch um Voranmeldung bis zum 15.09.19 unter janine.hollmann(at)uni-leipzig.de wird gebeten.

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