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Film und Zeitzeugengespräch „ALLES UM ZU ÜBERLEBEN“

Reinhard Wolff - Als Jugendlicher im Speziallager Sachsenhausen

Archiv | Filmvorführung | vom 05.06.2018 | Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Gedenkstätte Sachsenhausen
Gedenkstätte Sachsenhausen

Ab 1948 stellte Sachsenhausen eines der größten Speziallager innerhalb der sowjetischen Besatzungszone dar. Bis zu seiner Auflösung wurden dort ca. 60.000 Menschen zwischen 1945 bis 1950 vom sowjetischen Geheimdienst NKWD inhaftiert, wobei 12.000 ihre Gefangenschaft auf Grund der schlimmen Haftbedingungen nicht überlebten. Inhaftiert wurden sowohl untere Funktionäre des NS-Regimes, SS-Personal aus den ehemaligen Konzentrationslagern, aber auch politisch Missliebige und willkürlich Verhaftete. Ab 1948 stellten die Häftlinge, die von sowjetischen Militärtribunalen verurteilt wurden, die größte Gruppe der Inhaftierten dar. Vorwiegend wurden diesen Häftlingen Vergehen gegen das Besatzungsregime zur Last gelegt, wobei die Verhaftungen jedoch häufig willkürlich erfolgten. Zu dieser Gruppe zählt auch der heute 88-jährige Reinhard Wolff, der von 1945-1948 als Jugendlicher  zu Unrecht als angeblicher Nazi-Untergrundkämpfer der Gruppe „Werwolf“ in Sachsenhausen inhaftiert war.

Die Dokumentation „Alles um zu überleben - Reinhard Wolff: Als Jugendlicher im Speziallager Sachsenhausen “ porträtiert den ehemalig inhaftierten Reinhard Wolff und zeichnet durch Interviews seine Erfahrungen im Speziallager Sachsenhausen und seinen Umgang mit seiner Lager-Zeit nach der Entlassung nach. Gezeigt wird der 60-minütige Film mit anschließendem Zeitzeugengespräch am Dienstag, den 5. Juni 2018 um 18:30 Uhr im Gutshof Fredersdorf. Die Filmvorführung ist eine Veranstaltung des Heimatvereins Fredersdorf-Vogelsdorf e.V. und der Gedenkstätte Sachsenhausen.

Dieser Dokumentarfilm entstand 2016/17 im Rahmen eines Schülerprojektes mit Schülerinnen und Schülern des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Oranienburg in der Gedenkstätte Sachsenhausen in Kooperation mit Waidak Media e.V. und wurde gefördert mit Mittel von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme an der Filmvorführung im Gutshof Fredersdorf eingeladen.

Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Entstehung dieses Films wurde mit Mitteln aus der Projektförderung der Bundesstiftung Aufarbeitung unterstützt.

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