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Mapping diseases - monitoring health: Geographies of medicine in the Tsarist Empire and the Soviet Union

Archiv | Konferenz | vom 19.09.2019 | bis zum 20.09.2019 | Deutsches Historisches Institut Moskau | Ludwig-Maximilians-Universität München | Higher School of Economics Moscow
Logo des DHI Moskau
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Vom 19. Bis 20. September 2019 findet am Deutschen Historischen Institut (DHI) in Moskau die Konferenz "Mapping diseases - monitoring health: Geographies of medicine in the Tsarist Empire and the Soviet Union" statt. Die Konferenz widmet sich dem Konzept der medizinischen Geografie, welches im 18. Jahrhundert aufkam. Das Konzept analysiert die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Ort. Dabei erfuhr das Konzept im Laufe der letzten Jahrhunderte unterschiedliche Auslegungen und Schwerpunktsetzungen. Während der Fokus zunächst auf Krankheit als einem Ungleichgewicht zwischen Körpern und ihrer Umwelt lag, beschäftigten sich Medizinerinnen und Mediziner im frühen 20. Jahrhundert vermehrt mit Umwelt als Ursache von Krankheiten wie zum Beispiel Malaria. Dieser Ansatz wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Hinblick auf die zunehmende Umweltverschmutzung und deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung weiterentwickelt. Während derart Ort ein prägender Faktor für die Betrachtung von Gesundheit und somit Medizin ist, lässt sich eine umgekehrte Wirkung ebenso feststellen, nämlich wenn die Reichweite eines medizinischen Versorgungssystems eine Komponente staatlicher Reichweite ist. Die Beiträge der Konferenz widmen sich dem Konzept der medizinischen Geografie aus einer Vielzahl von Blinkwinkeln. Die Wissenschaftsdisziplin soll historisiert werden und ihr Standort im kommunistischen System der Sowjetunion bestimmt werden. Die Konferenz ist in Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Hochschule für Wirtschaft Moskau und der Ludwig-Maximilians-Universität München organisiert. 

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