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Zukunftserwartungen in der russischen Februarrevolution

Imagining the future in Russia´s February Revolution

Archiv | Workshop | vom 06.04.2017 | bis zum 07.04.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena: Historisches Institut, Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte

Der Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena veranstaltet am 6. und 7. April 2017 einen Workshop zur Februarrevolution im Russischen Reich, mit der das Revolutionsjahr 1917 begann. Als die Provisorische Regierung und der Sowjet in Petrograd ihre Herrschaft antraten, entstanden in der Bevölkerung Hoffnungen auf mehr Rechte und ein besseres Leben. Allerdings wurde diese Aufbruchsstimmung auch begleitet vom Ersten Weltkrieg, von antijüdische Gewaltexzessen und eine anhaltende wirtschaftlicher Krise. Die Teilnehmer sind aufgerufen, russische Zeitungen auf Stimmungen und Bewertungen der damaligen Ereignisse hin zu untersuchen. Handlungsspielräume der Zeitgenossen und Vorstellung von der zukünftigen gesellschaftlichen und politischen Verfasstheit Russlands und weitere Zukunftserwartungen ließen sich so genauer rekonstruieren. Die Presse sei im späten Zarenreich das wichtigste Medium politischer und gesellschaftlicher Selbstverständigung gewesen, aber im Kontext der Februarrevolution bisher nicht ausreichend berücksichtigt worden. Bei der Auswahl der Zeitungen sollten unterschiedliche politische Orientierungen, nationale Zugehörigkeiten und lokale Schwerpunkte berücksichtigt und damit der Vielstimmigkeit des Imperiums Rechnung getragen werden.

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