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Filmvorführung | Vortrag

Kämpfe um Anerkennung und Sichtbarkeit: LGBTQ-Aktivismus in China und Polen

vom 26.10.2020 | bis zum 26.10.2020

Anfang des Jahres 2020 haben sich zahlreiche polnische Kommunen zu „LGBT-frei Zonen“ erklärt, damit geben sie vor, frei von „LGBT-Ideologie“ zu sein. TMagda Wlostowska beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Entstehung von schwul-lesbischen Gruppen in Polen und wird in einem multimedialen Vortrag von den Herausforderungen für polnischen LGBTQ-Gruppen angesichts eines rechtskonservativen gesellschaftlichen Klimas und eines persistenten katholischen Traditionalismus berichten. Auch im heutigen China ist die Lage für LGBTQ-Aktivismus prekär. Der aus Beijing stammende Filmemacher und Aktivist Fan Popo beschäftigt sich in seinen Dokumentationen und Kurzfilmen mit der Situation von nicht-heteronormativen Personen. In seinen an diesem Abend vorgestellten filmischen Beitragen zu gleichgeschlechtlicher Ehe, feministischem Aktivismus oder Sichtbarkeit von Trans-Personen werden zahlreiche Formen von Diskriminierung und Stigmatisierung in der chinesischen Gesellschaft behandelt. In einem anschließenden Gespräch soll die aktuelle Lage für LGBTQ-Personen in China und Polen vorgestellt werden und Formen sowie Handlungsräume für LGBTQ-Aktivismus in diesen nationalen Kontexten diskutiert werden. Die Veranstaltung wird bei Youtube und Facebook live übertragen und findet teilweise in englischer Sprache statt. 

Logo Deutsch-Ukrainische Historikerkommission

Konferenz

Der Holodomor in akademischen und öffentlichen Debatten: Ukrainische und europäische Perspektiven

vom 24.09.2020 | bis zum 26.09.2020

Vom 24. bis 26. September 2020 veranstaltet die Deutsch-Ukrainische Historikerkommission die Tagung "Der Holodomor in akademischen und öffentlichen Debatten: Ukrainische und europäische Perspektiven", welche den Holodomor, eine schwere Hungersnot in der Ukraine 1932/33 mit Millionen von Opfern, thematisiert. Diese sei der deutschen Öffentlichkeit weitesgehend unbekannt. Eine Einordnung des Holodomors als Genozid ist sehr umstritten. Dies möchte die Historikerkommission sowohl aus historischer Perspektive als auch im Hinblick des Völkerrechts, insbesondere die Umstände, welche 1948 zur Unterzeichnung der Völkermordkonvention führten, auf ihrer jährlichen Tagung in Berlin untersuchen. Zudem soll die Hungersnot im breiteren Rahmen der sowjetischen Politik und dem globalen Kontext der sowjetischen Rivalität mit dem Westen eingeordnet werden. 

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Archiv

Autoritarismus und Nationalismus in staatssozialistischen Gesellschaften

vom 18.06.2020 | bis zum 20.06.2020

Das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung richtet in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vom 18. bis zum 20. Juni 2020 in Berlin die „2. Hermann-Weber-Konferenz zur Historische Kommunismusforschung“ aus. Die Tagung widmet sich den Traditionen und Mentalitäten des Autoritarismus und Nationalismus in den Gesellschaften der sowjetischen Hegemonialsphäre. Mit dem Aufkommen von rechtspopulistischen, autoritären Bewegungen und der Etablierung illiberaler Regime (auch) in Ländern des ehemaligen Ostblocks richtet sich die Aufmerksamkeit der Geschichtswissenschaften verstärkt auf Ursprünge und Traditionen dieser politischen Strömungen in der Zeit des Staatssozialismus. Dabei wird die Interpretation des Zusammenbruchs des historischen Kommunismus 1989/91 als säkularer Triumph des liberalen „Westens“ und seiner Werte von Demokratie und Pluralität zunehmend infrage gestellt. Die Entwicklungen in den postkommunistischen Gesellschaften lenken den Blick auf eine Fülle von Mentalitäten und politisch-kulturellen Haltungen jenseits der weltanschaulichen Sphären des orthodoxen Kommunismus, aber auch – im weitesten Sinne – westlich-liberaler Freiheitsvorstellungen, wie sie etwa in der Dissidenz beansprucht wurden. Charakteristisch für diese Phänomene ist, dass sie sich in der Dichotomie von Regime versus Bevölkerung oft nicht eindeutig zuordnen lassen, sondern quer dazu zu finden sind. Zur Konferenz werden unter anderem Vorträge angeboten, welche nach den historischen Wurzeln von Erscheinungen des Autoritarismus in der Gegenwart fragen.

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Konferenz

Men and Masculinities under Socialism. A Social and Cultural History

vom 14.05.2020 | bis zum 15.05.2020

Am 14. und 15. Mai 2020 findet am Historischen Institut der Universität Bern die Konferenz “Men and Masculinities under Socialism. A Social and Cultural History” statt. Die Veranstaltung verortet sich im Bereich der Gender Studies. Eine Herangehensweise an das Feld ist die Analyse von Männlichkeit und Maskulinitäten als soziale und kulturelle Konstrukte, die in einer gegenseitigen Beziehung zur Gesellschaft und dementsprechend zu gesellschaftlichem Wandel stehen. Diese Analyse eröffnet vielfältige Fragestellungen in Bezug auf  den post-sozialistischen Raum: Wie wurden Konzepte von Männlichkeit und Vaterschaft durch die “neuen” Frauen im Sozialismus (gebildet, unabhängig und rechtlich gleich gestellt) beeinflusst? Wie reagierten Männer auf die Gendernormen der sozialistischen Gesellschaften? Welche Rolle spielte Männlichkeit für das öffentlichen Bild einer sozialistischen Gesellschaft? Die meiste Forschung in diesem Bereich konzentriert sich bisher auf die künstlerische Artikulation von Männlichkeit; einige Arbeiten setzen sich mit Homosexualität auseinander. Die meisten Forschenden sind in den Russischen Geschichtswissenschaften zu verorten. Die Konferenz hat zum Ziel, den Horizont des Feldes zu erweitern – sowohl geografisch als auch theoretisch und disziplinär. Die Beiträge der Konferenz werden in einem Schwerpunktheft des Journals Aspaia: The International Yearbook of Central, Eastern, and Southeastern European Women’s and Gender History veröffentlicht.

Screenshot Webseite

Call for Papers

“The revolution will (not) be gamified" - Marx und das Computerspiel

vom 01.04.2020 | bis zum 15.04.2020

Auch in der Gaming-Szene werden ideologisch aufgeladene Begrifflichkeiten zur Denunzierung ideologischer Gegner verwendet. Gleichzeitig werden politische Positionen offen nach außen vertreten, besipielsweise bedankten sich die Entwickler des Spiels „Disco Elysium“ bei der Preisverleihung der Game Awards bei Marx und Engels für ihre politische Bildung. Doch wie lassen sich Marx/Marxismus und digitale Spiele überhaupt zusammen denken? Zudem lassen sich immer häufiger kapitalistische Grundmuster in digitalen Spielen finden. So bezeichnet das sogenannte “Grinding” das Phänomen, dass Spiele immer mehr Arbeit werden. Stehen Arbeit und Spiel in einem widersprüchlichen Verhältnis zueinander? Mögliche Antworten lassen sich mit einem Rückgriff auf Marx sowie den von ihm angestoßenen Diskursen finden. Wissenschaftler aller Disziplinen sind dazu eingeladen, sich auf verschiedensten Ebenen mit Marx und Spiel zu beschäftigen. Dies kann sowohl mit Fokus auf die Seite der Produktion sowie der Rezeption, auf die inhaltliche oder formale Ebene, auf philosophische oder historische Perspektiven geschehen. Mögliche Themen: - Darstellungen von Karl Marx, Sozialismus, Kommunismus bzw. allgemeiner von einem “Klassenkampf” in allen denkbaren Facetten in digitalen Spielen (sowohl in Spielen mit historischem Setting als auch in fiktiven Settings) - Darstellungen des Kapitalismus als “auf Warenproduktion, Marktwirtschaft, Investition von Kapital, Lohnarbeit und Profit beruhende Produktionsweise“ in digitalen Spielen - Darstellung von Revolutionen in Spielen - Gamification (Theorie & Fallbeispiele) - Workification (Theorie & Fallbeispiele) - Arbeitsbedingungen in der Spielentwicklung - Arbeitendenorganisation in der Spieleindustrie - Allgemein das veränderte Verhältnis von Arbeit und Spiel - Digitale Spiele als systemstabilisierende und systemverändernde Kraft zugleich - Exemplifizierung neuerer Theorieentwicklung des Marxismus am Medium Digitales Spiel Die Beiträge sollen einen Umfang von maximal 35.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) aufweisen. Die Herausgeber bitten bis zum 15. April um ein ein Abstract (pdf, doc, docx, rtf) im Umfang von max. 300 Wörtern an paidia@germanistik.uni-muenchen.de. Da die Vorschläge im Blind-Peer-Review-Verfahren gesichtet werden, muss das Textdokument selbst anonymisiert werden. Die vollständigen Beiträge sollen bis 31. August eingesendet werden. Die Veröffentlichung der Ausgabe ist für Herbst/Winter 2020 auf PAIDIA geplant. 

Screenshot Veranstaltungsflyer

Konferenz

Friedrich Engels: Die Aktualität eines Klassikers

vom 19.02.2020 | bis zum 21.02.2020

Im Rahmen des Veranstaltungsjahres "Engels2020" findet vom 19. bis zum 21. Februar der internationale Kongress "Friedrich Engels: Die Aktualität eines Klassikers" an der Bergischen Universität Wuppertal statt. Engels vielseitiges Wirken zeigt sich sich in einem breiten Spektrum wissenschaftlicher Innovationen sowie in seiner Tätigkeit als Politiker und Journalist. Dies, aber auch speziell seine literarischen Jugendwerke sollen aus der Sicht der neueren Forschung analysiert werden. Engels wird häufig als ein bloßer Popularisator der Marx'schen Theorie hingestellt, der ihrer ideologischen Dogmatisierung in den kommunistischen Parteien Vorschub geleistet habe. Seine innovativen Ansätze reichen jedoch von der Philosophie, Soziologie, Politischen Ökonomie und Geschichtswissenschaft bis zur Gender-Forschung und Ökologie. Der Kongress beabsichtigt eine Neubewertung seiner wissenschaftlichen Leistung und politischen Aktivitäten. Anmeldung unter: engels2020@uni-wuppertal.de.

Logo der Universität Aix-Marseille

Konferenz

30 Jahre später: interkulturelle Perspektiven auf den Fall des Eisernen Vorhangs

vom 06.02.2020 | bis zum 07.02.2020

Am 6. und 7. Februar 2020 findet an der Aix-Marseille Université in Aix-en-Provence die Konferenz „30 Jahre später: interkulturelle Perspektiven auf den Fall des Eisernen Vorhangs“ statt. Anlässlich des 30. Jahrestages der Samtenen Revolution – die Ereignisse, die im November und Dezember 1989 zu einem friedlichen Übergang von Sozialismus zu Demokratie in der damaligen  Tschechoslowakei führten – legt die Veranstaltung ihren Fokus auf den internationalen kulturellen Austausch, der durch das Ende des Eisernen Vorhangs erst ermöglicht wurde. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung der Beziehungen zwischen Tschechien, Österreich und Frankreich. Für die Grenzgebiete zwischen Österreich und Tschechien waren die Auswirkungen der Transition besonders prägnant zu spüren: eine Vielzahl europäischer Projekte konnte hier entstehen, die die Thematik der Teilung in Literatur, Film und Kunst aufgriffen. Frankreich spielt eine bedeutende Rolle für  die tschechische Kulturszene, unter anderem durch seine Rolle als bedeutendes Zielland tschechoslowakischer Exil-Intellektuellen und -Kunstschaffenden. 

Logo der Freien Universität Bozen

Konferenz | Call for Papers

Europa der Grenzen – Neue Perspektiven auf Grenzen im Kalten Krieg

vom 29.11.2019 | bis zum 30.11.2019

Das Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen und das Österreichische Historische Institut in Rom veranstalten vom 29.11.2019 bis zum 30.11.2019 eine zweitägige Konferenz unter dem Titel „Europa der Grenzen – Neue Perspektiven auf Grenzen im Kalten Krieg“. Anlässlich des 30. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer und mit Blick auf gegenwärtige Grenzdiskussionen und Forderungen nach festen Barrieren zwischen Staaten beschäftigt sich die Konferenz mit Grenzen in Europa während des Kalten Krieges. Europa wurde während des Kalten Krieges als ein geteilter Kontinent wahrgenommen. Der „Eiserne Vorhang“ stand symbolisch für den antagonistischen Konflikt zwischen dem kapitalistischen Westen und den kommunistischen Ostblockstaaten. Die globale Grenze verlief somit zwischen zwei gegenläufigen staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwürfen. Die Konferenz beschäftigt sich mit verschiedenen Grenzszenarien und will diese in eine vergleichende Perspektive einbetten. Dabei versucht die Konferenz den Fragen nachzugehen, welche Bedeutung die Grenze für die lokale Bevölkerung hatte und wie sich die Durchlässigkeit der Grenze während des Kalten Krieges veränderte. Welche Faktoren waren für den Abbau von Grenzen in Europa verantwortlich? Welche nationalen, regionalen und transnationalen Akteure lassen sich ausmachen? Wie gestaltete sich die Entwicklung von Grenzen in Ost und West?

Logo des Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.

Konferenz

„Ambivalente Transformationen. '1989' zwischen Erfolgserzählung und Krisenerfahrung

vom 10.11.2019 | bis zum 12.11.2019

Vom 10. bis zum 12. November findet im Dülfersaal der Technischen Universität Dresden die Konferenz „Ambivalente Transformationen. '1989' zwischen Erfolgserzählung und Krisenerfahrung“ statt. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls stellt die Veranstaltung die Frage, in wieweit das gängige, vereinheitlichende Narrativ der „Friedlichen Revolution“ der Vielfalt an Erinnerungen, Erwartungen und auch Enttäuschungen, die mit der historischen Zäsur von 1989 einhergingen, gerecht werden kann. Dabei liegt der Fokus der Analysen auf den Alltagserfahrungen und subjektiven Erlebnissen, die Bürgerinnen und Bürger Osteuropas mit dem Wendejahr 1989, aber auch mit den darauffolgenden Transformationsprozessen bis heute verbinden. Durch diese Schwerpunktsetzung will die Konferenz Raum schaffen für diejenigen Erzählungen und Perspektive, die in der öffentliche verbreiteten und als allgemein gültig anerkannten Erzählung der Wende als universaler Erfolgsgeschichte keinen Raum finden. Die Beiträge sind in vier Panels aufgeteilt: Biografische Erinnerungen der Transformation; Städtische Raumformationen des Wandels; Alternative Szenen und Kulturen; Marginalisierung und Radikalisierung. Um Anmeldung bis zum 31. Oktober 2019 per Online-Formular wird gebeten; der Teilnahmebeitrag beträgt 40€ (ermäßigt 20€).

Flyer der Veranstaltung: Geschichte und Gedächtnis. 1989 Europäisch Erinnern

Podiumsgespräch

Geschichte und Gedächtnis. 1989 Europäisch Erinnern

vom 05.11.2019

Die Jahre 1989 und 1990 stehen für eine bedeutende historische Zäsur. Mit den Revolutionen in der DDR und in Ostmitteleuropa begann eine neue Zeit, ein Aufbruch ins Offene. Sie waren Ausgangspunkte für tiefgreifende gesellschaftspolitische Umbrüche mit nachhaltigen Wirkungen bis in die Gegenwart. Dazu zählen der Aufbau demokratischer Strukturen nach den kommunistischen Diktaturen und die Überwindung der europäischen Teilung. Die Veranstaltungsreihe »REVOLUTION! 1989 – Aufbruch ins Offene« nimmt das Jubiläumsjahr 2019 zum Anlass, um nach 30 Jahren die revolutionären Entwicklungen von 1989 und ihre Folgen in der DDR und in Ostmitteleuropa in vergleichender Perspektive zu diskutieren. Zugleich sollen die Wege nachgezeichnet werden, die diese Staaten und Gesellschaften seither beschritten haben. Schließlich gilt es, die aktuelle politische Situation vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse in den Blick zu nehmen.

Webseitenbanner der Forschungsstelle

Veranstaltungsreihe

1989 – Ende einer alten, Anfang einer neuen Welt?

vom 17.10.2019 | bis zum 18.11.2019

Das Jahr 1989 gilt als Symbol des Umbruchs und als Ausgangspunkt einer neuen Ära. Der Zusammenbruch der sozialistischen Staatenwelt in Ost(mittel)europa leitete den Zerfall der Sowjetunion ein und beendete die Jahrzehnte andauernde Blockkonfrontation zwischen den Supermächten USA und UdSSR sowie ihren Verbündeten. Es wirkte so, als würde der Liberalismus seinen Siegeszug im ehemaligen Ostblock halten, das Ende der Geschichte (Francis Fukuyama) schien erreicht und eine neue Zeit angebrochen. Doch das Jahr 1989 brachte nicht nur weltpolitische Umbrüche mit sich. Der politische Wandel bedeutete für viele Menschen auch einschneidende biographische Veränderungen: Eine Welt endete und eine neue begann. Die Veranstaltungsreihe begibt sich auf die Spuren dieses Umbruchs. In unterschiedlichen Veranstaltungen und Formaten kommen Wissenschaftler und Zeitzeugen aus verschiedenen Ländern sowie ein Filmemacher zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen und Beobachtungen. Dadurch wird ein Vergleich möglich, wie unterschiedlich bzw. parallel die Ereignisse 1989 abliefen und empfunden wurden. Wie verschieden sich danach die politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Entwicklungen gestalteten, aber auch, wie und was heute von der untergegangenen Welt des Sozialismus erinnert wird. Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „1989 – Ende einer alten, Anfang einer neuen Welt?“ der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen statt. Gefördert wird die Reihe mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Piotr Perkowski: Polen 1989 und heute Vortrag und Gespräch in englischer Sprache Do. 17.10.2019, 18:00 Irina Flige: Die UdSSR 1989 und Russland heute Vortrag und Gespräch in russischer Sprache mit Übersetzung Di. 22.10.2019, 18:30 Júlia Klaniczay: Ungarn 1989 und heute Vortrag und Gespräch in englischer Sprache Di. 29.10.2019, 18:30 Peter-Christian Bürger: Die DDR 1989 und die Bundesrepublik heute Vortrag und Gespräch Di. 12.11.2019, 18:30 Pavel Kolář: Die ČSSR 1989 und Tschechien heute Vortrag und Gespräch Mo. 18.11.2019, 18:00

Ankündigung der Veranstaltung „1989: Abbau des Eisernen Vorhangs – Ende des Kommunismus?", Screenshot von bik.ac.at

Konferenz

1989: Abbau des Eisernen Vorhangs – Ende des Kommunismus?

vom 07.10.2019 | bis zum 08.10.2019

Am 7. und 8. Oktober 2019 findet in Graz eine internationale wissenschaftliche Konferenz unter dem Titel „1989: Abbau des Eisernen Vorhangs – Ende des Kommunismus?“ statt. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls stellt die Konferenz die Frage, ob das Ende der strikten Grenzregime der sozialistisch regierten Staaten auch das  Ende kommunistischer Ideologien bedeutet hat. Hierzu nimmt die Veranstaltung die vielfältigen  Prozesse, die zum Regimewechsel geführt haben in den Fokus – von der blutigen Revolution in Rumänien bis hin zu Ungarn, wo die Lockerung des Grenzregimes und die Organisation freier Wahlen einen schrittweisen Machtverlust der sozialistischen Regierung und die anschließende Transition vorbereiteten. Historiker aus Österreich, Rumänien, Russland, Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Italien, Polen, Deutschland und den USA sind geladen, über ihre Forschung zum Thema zu berichten. Vertreterinnen und Vertreter aus den rumänischen und ungarischen Partnerstädten von Graz, Temesvar und  Pecs, berichten von ihren Erfahrungen des epochalen Jahres 1989. Die Konferenzbeiträge sind in vier Panels unterteilt: Die Öffnung des „Eisernen Vorhangs“; Die Steiermark/Graz 1989“; „Kommunismusflüchtlinge“; „Der Umgang mit dem kommunistischen Erbe“ (Podiumsdiskussion). Die Konferenz wird vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung in Kooperation mit der Stadt Graz und dem Institut für Geschichte der Universität Graz organisiert. Veranstaltungsorte sind das Rathaus der Stadt Graz (7. Oktober) und das "Mondscheinschlössl" der Universität Graz (8. Oktober). Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Logo der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Konferenz

The Struggle for Social Control in the Soviet Union, 1929 to 1956

vom 15.10.2020 | bis zum 16.10.2020

Vom 15. bis zum 16. Oktober 2020 findet in Jena die Konferenz „The Struggle for Social Control in the Soviet Union, 1929 to 1956“ statt. Die Veranstaltung widmet sich der Regierungszeit Stalins. Diese war geprägt von einem extrem repressiven Staat, Massenverhaftungen und der Ausweitung des Lagersystems, in dem unzählige Menschen ihr Leben ließen; der Terror wurde mit der Gefährdung der sozialistischen Utopie begründet. Die bisherige Forschung zu dem Thema hat ihren Fokus vor allem auf die Geheimpolizei als das ausführende Element der extremen sozialen Kontrolle, die die stalinistische Gesellschaft prägte, gelegt. Die Konferenz will auf der Grundlage der bestehenden Forschungsarbeiten diesen Fokus erweitern, indem der Aspekt der sozialen Kontrolle weiter gefasst wird: Er soll nicht nur von der Polizei aus gedacht werden – trotz deren unbestreitbaren enormen Macht – sondern will auch in den Blick nehmen, dass Gerichte, Staatsanwälte und ebenso Bürgerinnen und Bürger soziale Kontrolle ausübten, indem sie die bestehenden repressiven Instrumente des juristischen Apparats für sich und ihre Interessen in Anspruch nahmen. Mit dieser Herangehensweise wollen die Veranstalterinnen und Veranstalter der Konferenz zum einen die vermeintliche Dualität zwischen Staat und Bevölkerung auflösen und zum andern zur Analyse der Beziehungen zwischen einzelnen Akteurinnen und Akteuren einladen. Schwerpunkte der Konferenz sind: Ideological conceptions of social order/social engineering under/after Stalin; Crime and disorder in political and institutional communication; Law enforcement and police operations; Court proceedings; Social care institutions (esp. children/youth); Corruption.

Logo People's History Museum

Konferenz

Workers of the world? The Communist Party of Great Britain as a global party

vom 18.09.2020 | bis zum 19.09.2020

Vom 18. bis zum 19. September 2020 veranstaltet das People's History Museum die Konferenz "Workers of the world? The Communist Party of Great Britain as a global party", welche sich anlässlich des hundertjährigen Jubiläum der Gründung der Kommunistischen Partei Großbritanniens (engl. Communist Party of Great Britain, CPGB) mit dieser auseinandersetzt. Die Verbindungen der Partei zur UdSSR bietet Historikern ein interessantes aber auch kontroversen Forschungsfeld. Das People's History Museum verwahrt die Archive des CPGB und macht diese der Öffentlichkeit zugänglich. So spielte das Museum eine wichtige Rolle bei der Anregung einer kritischen Geschichtsschreibung der kommunistischen Bewegung in Großbritannien. Diese Konferenz soll die Gelegenheit bieten, eine Bestandsaufnahme dieser kritischen Auseinandersetzung zum hundertsten Jahrestag der Parteigründung zu machen. Die Unkosten für die Konferenz betragen 15 Pfund.

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Archiv

Nostalgie und Erinnerung

vom 16.06.2020 | bis zum 17.06.2020

Am 16. Und 17. Juni 2020 richtet das Leipniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) den Workshop „Nostalgie und Erinnerung“ aus. In gegenwärtigen Gesellschaftsdiagnosen wird Nostalgie immer wieder als Erklärung für die wahrgenommene Rückwärtsgewandtheit und kulturelle Spaltung westlicher Gesellschaften genutzt. Als die Grundlage der diagnostizierten gesellschaftlichen Spaltung lassen sich die verschiedenen Geschichtsbilder heranziehen: Was die einen als Fortschritt feiern (beispielsweise die Auflösung traditioneller Geschlechterrollen oder soziale Emanzipationsbewegungen), kündigt für die anderen den gesellschaftlichen Verfall an. Nun stellt sich die Frage nach dem analytischen Mehrwert des Nostalgiebegriffs für die Zeitgeschichtsforschung. Das Forum Neue Zeitgeschichte möchte dabei u.a. folgende Fragen diskutieren: Was zeichnet Nostalgie aus und wie lassen sich womöglich verschiedene Nostalgien zu unterschiedlichen Zeiten und bei verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen feststellen? Wie wurde Nostalgie in der Vergangenheit bewertet? Welche Rolle spielten Anlehnungen an, Verweise auf und Instrumentalisierungen von Vergangenheit in verschiedenen zeithistorischen Kontexten, seien sie politischer, kultureller oder sozialer Natur? In welchem Wechselspiel steht Nostalgie mit den geschichtswissenschaftlichen Konzepten der Erinnerungs- und Geschichtskultur? Wie wäre folglich ein spezifisch zeithistorischer Nostalgiebegriff zu fassen? Stattdessen wollen wir das Forum als Aufschlag verstanden wissen und dazu einladen, den Nostalgiebegriff grundsätzlich für die Zeitgeschichte zu diskutieren. Einreichungen können beispielsweise, müssen aber nicht folgende Themenfelder berühren, auch wenn sie als Nebenaspekte des eigenen Forschungsprojekts auftreten: -"Linke" und "rechte" Nostalgien und politische Gründungsmythen (Rechtspopulismus, Emanzipationserzählungen sozialer Bewegungen etc., Militär, Geheimdienste und Sicherheitsorgane als Erinnerungsgemeinschaften) -Alltagsweltliche Nostalgien (Jahrzehnte als nostalgische Rückzugsräume, Dörfliche Gemeinschaften, Sportvereine als Erinnerungsgemeinschaften) -Fiktionale/Nostalgische Welten in Medien  -Subalterne/nicht-hegemoniale Erinnerungen und Nostalgien (Migrantische Erinnerungen, Queere Erinnerung, Gender- und Körperbilder) -Neue Perspektiven auf professionelle öffentliche Geschichtserzählungen (Erzählungen/ Debatten in und über Ausstellungen, Public History, Geschichtspolitik). Einreichungen von Promovierenden oder jungen Forschenden für alle Sektionen sollten nicht mehr als 500 Wörter umfassen und können auf Deutsch oder Englisch gehalten werden. Die Deadline ist der 17. März 2020. Einsendungen zusammen mit einem kurzen akademischen Lebenslauf per Mail an: forumneuezeitgeschichte@zzf-potsdam.de.

Logo der Humboldt-Universität

Konferenz

Putting the Empire into Music. Investigating the VIA Phenomenon

vom 23.04.2020 | bis zum 24.04.2020

Vom 23. bis zum 24. April 2020 findet am Wissenschaftsforum Potsdam die Konferenz "Putting the Empire into Music. Investigating the VIA Phenomenon" statt. Die Veranstaltung ist der als "VIA" bekannt gewordenen Musikrichtung gewidmet. VIA ist eine Abkürzung für Vokal-Instrumental-Ensemble (russ.Vokal’no–instrumental’nyi ansambl’/ Вока́льно-инструмента́льный анса́мбль). Entgegen der großen Zahl an Bands, die der Subkultur zuzuordnen sind, wird die Bezeichung VIA für Bands verwendet, die das Wohlwollen der sowjetischen Parteiführung genossen und seit den 1960er-Jahren als Gegengewicht zum wachsenden Einfluss westlicher Kultur gefördert wurden. Die große Zahl und Präsenz dieser Bands machen sie zu einem festen Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses der ehemaligen Sowjetunion. Während sich die sowjetische Kulturgeschichte bisher vor allem mit subkultureller Musik beschäftigt hat, will diese Konferenz das VIA-Phänomen in seinen musikalischen, ästhetischen und poetischen Besonderheiten interdisziplinär analysieren.

Logo der European Social Science History Conference

Konferenz

European Social Science History Conference 2020

vom 18.03.2020 | bis zum 21.03.2020

Vom 18. bis zum 21. März 2020 findet in Leiden die European Social Science History Conference (ESSHC) statt. Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen zu bringen, die sich historischen Phänomenen mit Methoden der Sozialwissenschaften nähern. Dabei soll die Veranstaltung weniger von formellen Vortragsformaten bestimmt sein, denn vielmehr vom lebhaften Austausch zwischen kleinen Gruppen von Forscherinnen und Forschern. Die ESSHC wird vom International Institute of Social History (IISH) organisiert und findet alle zwei Jahre statt. Forschungsgegenstand ist das sehr weite Feld der Geschichte der Arbeit. Die Konferenz hat kein zentrales Thema, sondern bietet Arbeiten zu einer Vielzahl von Epochen und Fragestellungen eine Plattform. Diese werden anhand thematischer Netzwerke strukturiert.  

Logo Ruhr Universität Bochum

Tagung

Stalinkomplex!? Deutsche Kulturkader im Moskauer Exil und in der DDR

vom 18.02.2020 | bis zum 20.02.2020

Vom 18. Bis zum 20. Februar findet die Tagung „Stalinkomplex!? Deutsche Kulturkader im Moskauer Exil und in der DDR“ an der Ruhr-Universität Bochum statt. Thematisch soll es darum gehen, wie die Bürger der Sowjetunion, besonders die vor Hitler geflüchteten Deutschen, den Stalinismus als Herrschaftssystem und Alltagsphänomen geprägt wurden, was sie nach Kriegsende als „Exilgepäck“ zurückbrachten und wie stark stalinistische Kämpfe und Konfliktmuster den kulturellen Neuanfang bestimmten. Um diese Fragen zu diskutieren und in die Öffentlichkeit zu bringen wird ein Expertenkreis herangezogen. Behandelt werden sollen die Parallelen zwischen dem sowjetischen Hochstalinismus und dem spät- und poststalinistischen Zeitabschnitt im westlichsten Satellitenstaat, zudem soll nach den Trägern dieser Erfahrungen und ihren je individuellen Verarbeitungen politischer Umbrüche und biografischer Zäsuren gefragt werden. Außerdem werden fünf Teilnahmestipendien (Reise- und Aufenthaltskosten in Höhe von max. 300,- Euro pro Person) an Nachwuchswissenschaftlern, welche sich mit dieser Thematik auseinandersetzen, vergeben. Bewerbungen (ein kurzes Anschreiben mit Darlegung des eigenen Forschungsinteresses bzw. Arbeitsvorhabens) bis zum 31.01.2020 an anne.hartmann@rub.de. Die Tagung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

flyer screenshot

Konferenz

Marxism(s) in Art Historiography

vom 31.01.2020 | bis zum 02.02.2020

The conference `Marxism(s) in Art Historiography´, organized by the Chair for Art History of Eastern Europe (Humboldt-Universität zu Berlin), Institute of Art History and Visual Culture Estonian Academy of Arts (Tallinn), Department Culture and Imagination and Leibniz Institute for the History and Culture of Eastern Europe (Leipzig), takes place from 31 January to 2 February 2020. It aims to investigate the history of art history in Eastern European countries formerly under socialistic rule and to reflect on the history of Marxist approaches to Art History with the goal of revealing new insights for the wider discipline. The period for the observations starts roughly around 1945 and extends up until the present day.

Screenshot des Facebook Veranstaltungsbildes

Buchvorstellung

Für, gegen und ohne den Kommunismus

vom 26.11.2019

Am 26.11.2019 von 19 bis 21:30 Uhr lädt die Robert Havelmann Gesellschaft zur Vorstellung und Lesung des Buches "Für, gegen und ohne den Kommunismus"  von György Dalos ein. In dem Buch schildert der 1943 geborene ungarisch-jüdische Autor sein Leben und die Wandlung vom glühenden Anhänger des Kommunismus zum verurteilten Dissidenten. Als Student nach Moskau gekommen lernte er nach und nach den sowjetischen Alltag kennen. In Erinnerung blieben ihm der Warenmangel, die Warterei und die daraus resultierte Ungeduld durch Schließungen von Läden mitten am Arbeitstag wegen beispielsweise „Inventur“. Durch die Konfrontation mit der Lebenswirklichkeit wandelte sich Dalos innerhalb weniger Jahre zum Kritiker des Systems, welches er von einem linken Standpunkt aus beanstandete. Aufgrund dessen wurde er 1968 wegen „maoistischer Umtriebe“ zu einer mehrmonatigen Haftstraße verurteilt und mit einem Berufs- und Publikationsverbot belegt. 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution kommen der Schriftsteller György Dalos und der Bürgerrechtler Wolfram Tschiche zusammen und stellen sich gemeinsam die Frage, was heute nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten aus dem politischen Erbe der Dissidenten in Osteuropa geworden ist. Der Eintritt ist frei.

Außenansicht des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Konferenz

The Stalingrad Myth from 1943 to the Present in a Russian-German Comparative Perspective

vom 07.11.2019 | bis zum 09.11.2019

Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge, das deutsch-russische Museum Berlin-Karlshorst und das Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung laden vom 7. bis 9. November 2019 zu einer internationalen Konferenz in das Museum zum Thema Stalingradmythos ein. Die Niederlage des Nationalsozialismus, beziehungsweise der Sieg der Roten Armee in der Schlacht von Stalingrad bildete, so der Mythos den entscheidenden Wendepunkt während des zweiten Weltkrieges. In einer russisch-deutschen vergleichenden Perspektive möchte sich die Konferenz diesem Mythos nähern, um ihn zu historisieren und zu dekonstruieren. Die Erinnerung in der DDR und der BRD sowie in der Sowjetunion und der russischen Föderation sollen gegenüber gestellt werden. Die Veranstalter richten sich besonders an Literatur-, Kultur-, Film- und Medienhistorikerinnen und -Historiker. Die drei zentralen Bereiche der Konferenz umfassen Sieg und Niederlage - Trauer und Triumph, Politik und Kollektive sowie Religion und Ideologie. Die Keynote wird die Expertin für russische Erinnerungskultur an die Sowjetzeit Nina Tumarkin aus den USA halten.

Flyer der Veranstaltung

Konferenz

Die revolutionären Umbrüche in Europa 1989/91: Deutungen und Repräsentationen

vom 01.11.2019 | bis zum 02.11.2019

Zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution möchten die Veranstalter einen Perspektivwechsel vornehmen: Wir wollen nicht fragen, was im November 1989 passiert ist, sondern die Deutungen der Ereignisse von 1989 in den vergangenen 30 Jahren in den Blick nehmen. Hierbei geht es erstens um Begriffsbildung wie die Frage, wann der Begriff 'Friedliche Revolution' entstanden ist und wer ihn protegiert. Es geht zweitens um Repräsentationen von 1989 in Denkmälern, Kunst, Literatur und in der öffentlichen Debatte; und es geht drittens um aktuelle geschichtspolitische (Um-)Deutungen der revolutionären Umbrüche 1989/91 in Deutschland und Ostmitteleuropa. Diese erinnerungskulturelle Perspektivierung nehmen wir europäisch-vergleichend vor, indem das Symposium ebenso den Deutungswandel der Umbrüche von 1989/91 in Polen, Bulgarien, Tschechien, Rumänien und in Litauen in den Blick nimmt. Ziel des Symposiums ist es, für die unterschiedlichen und wechselhaften Sinnstiftungen des Umbruchs von 1989/91 in Europa zu sensibilisieren und aktuelle geschichtspolitische Instrumentalisierungen, etwa durch eine Übernahme von Slogans der Friedlichen Revolution oder durch eine Delegitimierung des Runden Tisches in Polen, offenzulegen. Programm und Anmeldung online: www.stiftung-ettersberg.de/forschung/internationale-symposien/ Anmeldeschluss: 18.10.2019

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Theaterstück

Granma. Posaunen aus Havanna

vom 12.10.2019 | bis zum 13.10.2019 | Rimini Protokoll

Am 12. und 13. Oktober 2019 ist im Maxim Gorki Theater in Berlin das Stück "Granma. Posaunen aus Havanna / Metales de Cuba" des Autoren-Regie-Teams Rimini Protokoll zu sehen. Inszeniert von Stefan Kaegi berichten die vier jungen Kubanerinnen und Kubaner Daniel, Christian, Milagro und Diana und von ihrem Alltag im heutigen Kuba. Dabei stehen immer wieder ihre Bezüge zur Kubanischen Revolution im Mittelpunkt, die über ihre Großeltern, aber auch über ihre tägliche Lebensrealität bestehen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten somit einen tiefen Einblick in die Geschichte Kubas, der Revolution, aber auch über die Fragen der gesellschaftlichen Veränderung, die das moderne Kuba umtreiben. Der Titel des Stückes verweist auf das Schiff Granma, auf dem der Revolutionsführer Fidel Castro 1956 nach Kuba kommt. Granma ist bis heute der offizielle Name der Zeitung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas. Nach dem Umsturz der Diktatur unter Fulgencio Batista und der Regierungsübernahme durch die Kommunistische Partei Kubas wurde das Land im Sinne marxistisch-leninistischer Ideologie umstrukturiert.

Screenshot der Veranstaltungsmitteilung auf imre-kertesz-kolleg.uni-jena.de

Konferenz

Remembering 1989: Actors, Approaches and Audiences

vom 04.10.2019

Am 4. Oktober 2019 findet am Imre Kertész Kolleg in Jena der Workshop "Remembering 1989: Actors, Approaches and Audiences" statt. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage nach den Narrativen, die den öffentlichen Diskurs über das Ende der kommunistischen Regime in Osteuropa prägen: Während dieser in der Zeit unmittelbar nach der Wende noch mehrheitlich von Narrativen der Freiheit und Selbstbestimmung dominiert war, hat sich in den nunmehr 30 Jahren seit der Wende zunehmend ein differenzierteres Bild herauskristallisiert. Der Workshop fokussiert auf Forschungsgegenstände der Popkultur; dabei sind die Forschenden ermutigt, nicht auf den popkulturellen Gegenstand allein zu blicken, sondern vor allem auf die Prozesse seiner Entstehung: wie wird bestehendes Wissen über die Vergangenheit ästhetisiert, wie werden die Kulturschaffenden dadurch selbst zu Akteuren in der Produktion von Geschichtsbildern und öffentlichen Diskursen? Einreichungen können sich unter anderen den folgenden Fragestellungen widmen: Wer produziert kulturelle Repräsentationen? Was sind die technischen, narrativen und ästhetischen Mechanismen, mit denen die friedliche Revolution dargestellt wird? Wer ist das Publikum dieser neueren Darstellungen und welche Rolle spielt es in der weiteren Gestaltung von Wissen über die Vergangenheit? Wie sehr ist die heutige Wahrnehmung der Ereignisse von 1989 von Repräsentationen derselben geprägt, wie sehr von dem, was sich davor abspielte?

Screenshot der Institutsseite

Call for Papers

Memory of The Communist Past

vom 14.10.2020 | bis zum 16.10.2020

30 years after the fall of the communist regimes in Central and Eastern Europe the Institute of Ethnology and Social Anthropology the Slovak Academy of Sciences (SAS) organizes the Conference “Memory of the Communist Past” to tackle this ever-present topic. Therefore, they search for analytic and theoretical papers, as well as qualitative research reports and essays on the broad topic of the “Communist past”. They aim to bring together experts from the areas of social sciences and the humanities to enable them to exchange their experiences and knowledge. The contributions should focus on such topics as: - How do images of socialism (if we use the emic term for the Communist dictatorship period) get communicated by the eye-witnesses as part of their biographies? - Current representations of the Communist past and transformation of the individual memory of the Communist past - How did the life under Communist regimes influence the values and attitudes of the witnesses? - How are representations/recollections on Socialism transmitted to the younger generation (children, grandchildren)? - How do the (grand)children generation deal with the experiences of their (grand)parents? - In what ways family/social memory and cultural memory connected and related? A. Assmann, Shadows of Trauma: Memory and the Politics of Postwar Identity (New York: Fordham University Press, 2016). - How are images of the Communist period shared in contemporary cultural memory and political discourse in Central and East European countries (in school curricula, literature, and theatre as well as documentary films, movies, museum exhibitions, memory policy)? - What are the challenging methodological and ethical questions pertaining to the research focused on the Socialist past of the country? - We would like to invite colleagues to share their expertise as well as present the possible questions or challenges of their work. Each paper proposal should include a title and abstract (up to 300 words) and short c.v. (max. 300 words). All proposals should be submitted by email to: communistpast.conference@savba.sk. Submission deadline: 31st March 2020. Applicants will be informed by end of April 2020 regarding inclusion in the conference program. Chosen conference papers will be published in a monothematic volume of Slovak Ethnology 1/2021 (in English) and in the Journal of Nationalism, Memory and Language Politics 1/2021 (in English). The final date for papers: 15th October 2020. Dr. Monika Vrzgulova (IoESA SAS) Dr. Ľubica Voľanska (IoESA SAS) Dr. Petra Schindler-Wisten (OH Center, Institute of Conpemporary History, Czech Academy of Sciences)

Screenshot Veranstaltungsflyer

Archiv

Von Engels gelernt? Linke Utopien und emanzipatorische Praxis in Lateinamerika

vom 10.09.2020 | bis zum 11.09.2020

Vom 10. bis zum 11. September 2020 findet an der Bergischen Universität Wuppertal die internationale Konferenz „Von Engels gelernt? Linke Utopien und emanzipatorische Praxis in Lateinamerika“ statt. In thematischen Blöcken soll über die Auswirkungen und Folgen des Marxismus / Engelsismus für den lateinamerikanischen Kontinent nachgedacht und nach der Aktualität von Engels in emanzipatorischen Projekten und Praktiken gefragt werden. Am ersten Konferenztag steht dabei die Wirkung sozialistischer Ideen, die Rolle des Marxismus und dessen gesellschaftliche Rezeption in Lateinamerika im Mittelpunkt. Am zweiten Konferenztag werden die vielfältigen sozialistischen Bewegungen sowie das Scheitern jener untersucht. Die Konferenz findet im Rahmen des Jubiläumsprogramms der Stadt Wuppertal „Engels 2020 – Denker, Macher, Wuppertaler“ aus Anlass des 200. Geburtstags von Friedrich Engels statt. Angesichts der Herausforderungen der Corona-Krise wird die Konferenz teilweise per ZOOM abgehalten und einige lateinamerikanische Referenten zugeschaltet. Alle Vorträge werden simultan ins Deutsche bzw. ins Spanische übersetzt und via Internet übertragen. Anmeldungen bis zum 31.8.2020 verbindlich mit Namen und Adresse sowie dem Stichwort „Engels2020“ unter anmeldung@infobuero-nicaragua.org.

Screenshot Programm

Konferenz

Internationaler Kongress Friedrich Engels 200

vom 03.06.2020 | bis zum 05.06.2020

Vom 03.06.2020 bis zum 05.06.2020 findet an der Universität Wuppertal der "Internationale Kongress Friedrich Engels 200: Die Lage der arbeitenden Klasse(n) in Europa - heute/ Conditions of the Working Class(es) in Europe – Today Gesellschaftliche und Gewerkschaftspolitische Perspektiven" statt. Im Fokus steht die Betrachtung der arbeitenden Klassen in verschiedenen Ländern Europas, die Bedingungen von Arbeit und Arbeitsleben und die Perspektive der heutigen Gewerkschaftspolitik wobei u.a Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender, zu Worte kommt. Im Bezug auf Engels werden historische Verortungen seiner Studien vorgenommen sowie deren Relevanz für eine Gegenwartsanalyse ergründet. Anmeldungen bis zum 12.05.2020 an stephan.stracke@yahoo.de.

Logo des Instituts für Audio-Visuelle Kunst

Call for Papers

Comparative and Transnational Perspectives on Women’s Cinema in the GDR and Poland 1945-1989

vom 23.04.2020 | bis zum 25.04.2020 | Institut für Audio-Visuelle Kunst der Jagiellonen-Universität

Vom 23. bis 25. April 2020 findet am Institut für Audio-Visuelle Kunst der Jagiellonen-Universität der internationale akademische Workshop "Comparative and Transnational Perspectives on Women’s Cinema in the GDR and Poland 1945-1989" statt, welcher Frauenfilme in der Deutschen Demokratischen Republik und Polen vom Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 bis zum Fall der Berliner Mauer 1989 thematisiert.  Ziel des Workshops ist es Beispiele von film- und medienbezogener Arbeit von Frauen aufzuzeigen, bestehende methodische Herangehensweisen zu erweitern und neue vergleichende und transnationale Methoden zur Bewertung des Filmemachens von Frauen in Mittel- und Osteuropa in seinen verschiedenen gesellschaftspolitischen, ideologischen und ästhetischen Dimensionen zu entwickeln. Es soll auch zur Reflexion über die Stellung der Frau in der polnischen und ostdeutschen sozialistischen Filmindustrie und Filmkultur angeregt werden. Workshopsprache ist Englisch.

Logo des DHI

Konferenz

Rückzüge – der Abzug sowjetischer und russischer Truppen aus dem Machtbereich der (ehemaligen) UdSSR seit 1985

vom 16.03.2020 | bis zum 17.03.2020

Vom 16. bis zum 17. März 2020 findet am Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst die Konferenz „Rückzüge – der Abzug sowjetischer und russischer Truppen aus dem Machtbereich der (ehemaligen) UdSSR seit 1985“ statt. Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zerfall der Sowjetunion fanden umfangreiche Abzüge sowjetisch/russischen Militärs statt. Die dadurch ausgelösten politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Umbrüche sind in der historischen Forschung nur unzureichend behandelt. Die Konferenz will  das Geschehen in den ehemaligen sowjetischen Einflussgebieten in Ostmitteleuropa in einem länderübergreifenden  Zusammenhang in den Blick nehmen und vergleichend die Bedingungen und Charakteristika der Vorgänge analysieren. So soll für die gesamteuropäische Dimension der Truppenabzüge sensibilisiert werden, die weit mehr als nur militärische Operationen darstellten. Dazu zieht man den Vergleich zu zeitgenössischen Diskursen, den  Umgang mit den Hinterlassenschaften der Stationierung sowie die erinnerungskulturelle Auseinandersetzung.

Logo der Groupe de Recherche Identités et Cultures

Konferenz

65 years after Bandung, what rupture and what continuity in Global Order

vom 12.02.2020 | bis zum 14.02.2020

Vom 12. bis zum 14. Februar 2020 findet an der Université Le Havre die Konferenz "65 years after Bandung, what rupture and what continuity in Global Order?" statt; die Veranstaltung ist von der Forschungsgruppe Groupe de Recherche Identités et Cultures (GRIC) der Universität organisiert. Als "Bandung-Konferenz" wird eine Konferenz von asiatischen und afrikanischen Staaten im April 1955 bezeichnet, deren Ziel das Ende des Kolonialismus und die Stärkung kultureller und wirtschaftlicher Zusammenarbeit untereinander war. Damit versuchte die Bandung-Konferenz auch, einen zusätzlichen Faktor im bipolaren internationalen System zu schaffen, in dem sich kapitalistischer Westen und kommunistischer Osten gegenüber standen. Die Konferenz fragt nach den langfristigen Auswirkungen der Bandung-Konferenz auf das internationale System – im kulturellen, ökologischen, wirtschaftlichen, politischen und spirituellen Bereich. Die Konferenz ermutigt, eine große Variante an Perspektiven zusammenzutragen und lädt Beitragende aus allen Forschungsfeldern, Arbeitsbereichen und geografischen Regionen ein.

Logo "Landschaften der Verfolgung"

Konferenz

Disziplinieren und Strafen. Politische Repression in der DDR und anderen sozialistischen Diktaturen

vom 30.01.2020 | bis zum 31.01.2020

Unter dem Titel „Disziplinieren und Strafen. Politische Repression in der DDR und anderen sozialistischen Diktaturen“ findet vom 30.01.2020 bis 31.01.2020 an der Humboldt-Universität in Berlin eine zweitägige Konferenz statt. Veranstaltet wird die Tagung von dem BMBF-Forschungsverbund "Landschaften der Verfolgung". Die Konferenz beschäftigt sich mit der politischen Repression in sozialistischen Diktaturen, die mit diesem Mittel ihre Macht sichern und die Bevölkerung disziplinieren wollten. Politische Repression war maßgeblich verantwortlich für die Stabilität der ehemaligen kommunistischen DDR und der sowjetischen Besatzungszone. Ziel der Konferenz ist es, die Repressionen in der DDR mit den Praktiken in der ehemaligen Sowjetunion und anderen sozialistischen Saaten zu vergleichen. Untersucht werden unter anderem auch die Kriterien, nach denen die einzelnen Personen Opfer der staatlichen Repressionen wurden. Die Konferenz will analysieren, was unter den Begriff der politischen Repression zu fassen ist und ob die diktatorischen Regime im Laufe der Zeit ihre repressiven Praktiken veränderten. Können die Betroffenen Personen als „Opfer“ bezeichnet werden? Zusätzlich wirft die Konferenz einen Blick darauf, wie die Gesellschaften mit dem Erbe der Repression umgehen.

Logo der Stiftung Ettersberg

Konferenz

Erstes Forum Diktaturerfahrung und Transformation in Ostdeutschland

vom 22.11.2019 | bis zum 23.11.2019

Vom 22. bis zum 23. November findet das erste "Forum Diktaturerfahrung und Transformation in Ostdeutschland" statt. Die Veranstaltung wird vom Forschungsverbund "Diktaturerfahrung und Transformation" organisiert, einem Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen der Universitäten Jena und Erfurt, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie der Stiftung Ettersberg. Der Forschungsschwerpunkt der Veranstalterinnen und Veranstalter liegt auf der Vermittlung von DDR-Geschichte. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Meinung und Vorschläge zum Forschungsgegenstand zu teilen und so in einen Dialog mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu treten. Die Ergebnisse dieses Austauschs sollen die Grundlage für die weitere Forschungsarbeit bilden und somit die Ergebnisse nutzbar für eine breite Öffentlichkeit außerhalb des, gerade in diesem Bereich, viel zitierten Elfenbeinturms zu machen. Die Teilnahme ist kostenfrei; Kosten für Unterkunft, An- und Abreise werden nach Thüringer Reisekostengesetz übernommen. Die Teilnehmer/innenzahl ist begrenzt. Das Forum ist als Fortbildungsmaßnahme durch das THILLM anerkannt (AZ 5094-82-0765/19). Anmeldung bitte mit Angabe von Postadresse, beruflichem Profil und institutioneller Anbindung bei Frau Burgenmeister (leah.noemi.burgenmeister@uni-jena.de).

Screenshot von https://congresofinguerrafria2019.blogspot.com

Konferenz

Spain, Europe and the End of the Cold War. 1989 Thirty Years Later

vom 07.11.2019 | bis zum 08.11.2019

Unter dem Titel „Spain, Europe and the End of the Cold War. 1989 Thirty Years Later“ veranstaltet die Universität Madrid vom 07.11.2019 - 08.11.2019 eine zweitägige Konferenz. Am 9. November 1989 fiel mit der Berliner Mauer das mächtigste Symbol des Kalten Krieges zwischen dem kapitalistischen Westen und dem kommunistischen Ostblock. 1991 gipfelte die Krise der Sowjetunion in dem endgültigen Zusammenbruch der UdSSR. Die Konferenz verfolgt das Ziel, 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer über die Auswirkungen nachzudenken, die diese Krise des „echten Sozialismus“ und das Ende des Kalten Krieges auf Europa und Spanien hatten. Interessierte sind eingeladen, Beiträge unter anderem zu folgenden Themen einzureichen: Die Entwicklung der Perestroika in den Ländern des Sowjetblocks; Auswirkungen des Zusammenbruchs des "echten Sozialismus" auf die kommunistischen Parteien des Westens; Erinnerung an den Kommunismus nach 1989; Ost-West-Beziehungen in den 1980er- und 90er-Jahren; Die internationalen Beziehungen Spaniens am Ende des Kalten Krieges.

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Konferenz

Myths, Memories and Economies: Post-Socialist Transformations in Comparison. Genealogies of Memory

vom 28.10.2019 | bis zum 30.10.2019

Das European Network for Remembrance and Solidarity lädt vom 28. bis 30. Oktober zu seiner jährlichen Konferenzreihe Genealogies of Memory unter dem Titel Myths, Memories and Economies: Post-Socialist Transformations in Comparison nach Warschau ein. Anlässlich des 30. Jahrestages der Umbrüche in Osteuropa 1989, nimmt die Konferenz die Phase der Transformation in transnationaler Perspektive in den Blick. Es soll untersucht werden, welche Effekte die tiefgreifenden sozio-ökonomischen Veränderungen nach 1989 auf die regionalen Erinnerungsräume an die kommunistischen Diktaturen hatten. In sechs Sektionen werden internationale Expertinnen und Experten den Zusammenhang von Erinnerungskulturen und Wirtschaft diskutieren. Die diesjährige Ausgabe ist Teil der internationalen Konferenzreihe About 1989. Changes and challenges des ENRS. Für eine Teilnahme an der Konferenz können sie sich hier registrieren. Eine ausführliche Konferenzbeschreibung sowie das Programm der Veranstaltung finden sie hier.

Logo der Uni Konstanz

Konferenz

Labour history of socialist globalisation: The view from the shop floor

vom 10.10.2019 | bis zum 11.10.2019

Vom 10. bis 11. Oktober 2019 findet an der Universität Konstanz die Konferenz  „Labour history of socialist globalisation: The view from the shop floor“ statt. Das Institut für Geschichte Osteuropas lädt interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, sich neuen Entwicklungen in der Sozialgeschichte der Globalisierung zu widmen; der Fokus liegt dabei auf Osteuropa in der Zeit zwischen den 1960er- und  2000er-Jahren. Ziel der Konferenz ist es, zu untersuchen,  wie sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den sozialistischen Staaten Osteuropas (dem ehemaligen Jugoslawien und  Mitglieder des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe)  mit dem Globalen Süden auf der einen Seite, und mit dem kapitalistischen Westen auf der anderen Seite, auf die Arbeitswelt der Region auswirkten. Dabei ist der zeitliche Rahmen bewusst über die Transitionsphase der 1990er-Jahre hinaus gespannt, da die Konferenz auch die langsfristigen Auswirkungen dieser wirtschaftlichen Verflechtungen analysieren will. 

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Konferenz

Zweiter Weltkrieg und Holocaust in den erinnerungspolitischen und öffentlichen Geschichtsdiskursen Ostmittel- und Osteuropas nach 1989/1991

vom 27.09.2019 | bis zum 28.09.2019

Vom 27. bis zum 29. September 2019 findet an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Konferenz „Zweiter Weltkrieg und Holocaust in den erinnerungspolitischen und öffentlichen Geschichtsdiskursen Ostmittel- und Osteuropas nach 1989/1991“ statt. Im Rahmen der Konferenz soll  vor dem Hintergrund der in Osteuropa erstarkenden nationalistischen Haltungen vergleichend nach der Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges gefragt werden. Zentrale Fragen hierbei sind, welcher historischer Vorbilder sich dieser Einstellungen bedienen und auf welche Weise die rechtsnationalen Parteien diese für ihre Politik instrumentalisieren. Dazu soll auch die öffentliche Wahrnehmung der erinnerungskulturellen Umbrüche nach 1989/1991 in den einzelnen Ländern thematisiert werden.  Untersuchungsgegenstand ist auch die Erinnerungskultur der postsozialistischen Länder nach 1989 an den zweiten Weltkrieg und Holocaust sowie die Aufarbeitung dieser Ereignisse. Anmeldungen an srodecki@oeg.uni-kiel.de.

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Workshop

Arab Marxism: The Global History of Revolutionary Movements in the Middle East in the Twentieth and Twenty-First Centuries

vom 25.09.2020 | bis zum 26.09.2020

Der Doktorandenworkshop „Arabischer Marxismus: Die globale Geschichte der revolutionären Bewegungen im Nahen Osten im 20. und 21. Jahrhundert“ setzt sich mit dem Arabischen Marxismus in historischer sowie thematischer Perspektive auseinander. Die frühen radikal sozialistischen und kommunistischen Bewegungen in den arabischen Ländern vor sowie nach dem Ersten Weltkrieg mobilisierten die Massen im Kampf für politische Teilhabe, soziale Gerechtigkeit und rechtlicher Gleichheit. Daraus entstanden marxistisch/kommunistische Arbeiterbünde und politische Parteien, deren Anhänger sich aus allen Bereichen der arabischen Gesellschaften, insbesondere aus religiösen und ethnischen Minderheiten sowie Angehörigen ausländischer Nationalitäten, rekrutierten. Dagegen standen arabisch-nationalistische und islamische Bewegungen mit dem Ziel einer homogene Nation auf Grundlage der nationalen und/oder religiöser Identität.  Trotz der politischen Unterschiede gingen Kommunisten im Laufe der Geschichte Teilzeitallianzen mit nationalistischen, islamistischen und autoritären Staaten ein, oft mit nachteiligen Folgen. Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges 1990 verlor die kommunistische Bewegung an Einfluss. Die verbliebenen und auch neu entstehenden linken Gruppierungen versuchten sich an neuen Formen der Organisation, Mobilisierung, Aktion und ideologischen Vermischung. Charakteristisch für die postkommunistische Linke ist eine höhere Sensibilität für Fragen der Bürgerrechte. So sind bei den jüngsten Bürgeraufständen von 2010/11 und 2019/2020 in vielen arabischen Ländern diverse linke Bewegungen präsent. Folgende Themen werden im Besonderen behandelt: Sozialistische und kommunistische Bewegungen vor und nach dem Ersten Weltkrieg Partizipation von Frauen und Frauenrechte in marxistisch/kommunistischen Bewegungen Kommunistische/marxistische Bewegungen und Religion Die Linke in den jüngsten Aufständen in der arabischen Welt

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Konferenz

Courage and Dictatorships: Cultures of Dissent, Cultures of Control in the 20th Century

vom 23.08.2020 | bis zum 29.08.2020

Der XXIII International Congress of Historical Sciences findet vom 23.08.2020 - 29.08.2020 in Poznan statt und veranstaltet unter dem Titel „Courage and Dictatorships: Cultures of Dissent, Cultures of Control in the 20th Century“ eine spezielle thematische Diskussion. Diese beschäftigt sich unter anderem mit der kulturellen Opposition in Diktaturen. Dabei nimmt die Sitzung kommunistische Regime wie die stalinistische Sowjetunion in den Blick, aber auch die Diktatur der Nationalsozialisten in Deutschland sowie die südosteuropäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, zu analysieren, wer die typischen Gruppen kultureller Opposition waren. Welche Rollen spielten Religion, alternative Künste, Jugendkulturen oder neue soziale und ökologische Bewegungen?

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Workshop

Sozialistische Televisionen

vom 15.05.2020 | bis zum 16.05.2020

Vom 15.05.2020 bis zum 16.05.2020 findet an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ein Workshop über sozialistisches Fernsehen von der AG Fernsehen der Gesellschaft für Medienwissenschaft statt. Sozialistisches Fernsehen will eine alternative Antwort zu kapitalistisch und/oder liberal ausgerichteten Programmangeboten geben auf die Herausforderungen der modernen Welt. Der Workshop will sich damit beschäftigen, wie sich sozialistische Televisionen im westlichen Fernsehen wiederfinden lassen, zum Beispiel in dokumentarischen und seriellen Fernsehprojekten oder in Fernsehtheorien der BRD und anderer westlicher Nationen. Ebenso soll es auch um Resonanzen dieser Projekte und Ansätze in der heutigen Fernsehlandschaft gehen. Der Workshop behandelt vornehmlich diese explizit ideologische Television mithilfe einer medienwissenschaftlich perspektivierten Bestandsaufnahme. 

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Tagung

Welche politische Bildung für welche Demokratie? Transnationale Perspektiven vom 19. bis 21. Jahrhundert

vom 01.04.2020 | bis zum 04.04.2020

Vom 1. bis zum 4. April 2020 findet am Deutschen Historischen Institut Paris die Tagung "Welche politische Bildung für welche Demokratie? Transnationale Perspektiven vom 19. bis 21. Jahrhundert" statt. Durch die Ausweitung des Wahlrechts entwickelten sich in der Gesellschaft unterschiedliche Herangehensweisen an die Frage der politischen Bildung. Darum möchte die Veranstaltung Forscher aus verschiedenen Ländern und Disziplinen zusammenbringen, um die Entwicklung der Vorstellungen von Demokratie und Bürger-Sein in Diskursen und sozialen Praktiken zu analysieren, und politische Ideen aus einem sozialgeschichtlichen Blickwinkel zu betrachten. Im Detail wird sich mit den folgenden Themen beschäftigt: Konzepte der politischen Bildung; Krisen, Brüche und Kontinuitäten; Zusammenspiel von Inklusion und Exklusion sowie unterschiedliche Perspektiven von Akteuren; Von lokal zu global.

Logo der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Konferenz

150 Jahre Rosa Luxemburg – Neue Perspektiven auf Leben, Wirken und Nachwirken

vom 05.03.2020 | bis zum 06.03.2020

Vom 5. bis zum 6. März 2020 findet in Berlin die Konferenz „150 Jahre Rosa Luxemburg – Neue Perspektiven auf Leben, Wirken und Nachwirken“ statt. Die Tagung wird von der Rosa-Luxemburg-Stiftung anlässlich des runden Geburtstages der Namensgeberin veranstaltet. Ziel der Veranstaltung ist es, den Stellenwert zu beleuchten, den sowohl das Werk als auch das Leben Luxemburgs für die Geschichtswissenschaft, die politische Theorie und den Diskurs innerhalb der Linken hat. Die Konferenz möchte einerseits nach Brüchen in der Biografie und im Wirken Luxemburgs fragen, anderersits sollen Netzwerke, politische Wegbegleiterinnen, aber auch Feindschaften in der Kaiserzeit mehr als bisher in den Blick genommen werden. Abschließend wird das Nachwirken Rosa Luxemburgs in der radikalen Linken und darüber hinaus kritisch bewertet.

Konferenz

Nationalist Historiography in Post-Communist South Caucasus

vom 07.02.2020 | bis zum 08.02.2020

Vom 7. bis zum 8. Februar 2020 findet an der Central Europen University in Budapest die Konferenz „Nationalist Historiography in Post-Communist South Caucasus“ statt. Ausgangspunkt der Konferenz ist die Annahme, dass die Geschichtsschreibung und damit einhergehende Konstrukte nationaler Identität in den südkaukasischen Staaten Armenien, Aserbaidschan und Georgien vor allem von Transformationsprozessen bestimmt waren und zu unterschiedlichen Zwecken instrumentalisiert wurden. Vor allem seit der Unabhängigkeit der einzelnen Staaten von der Sowjetunion sind die nationalen Identitäten zunehmend von exklusiven Nationalismen geprägt. Die Konferenz will eine vergleichende Perspektive auf die Entwicklung der einzelnen nationalistischen Narrative im Südkaukasus einnehmen. Ziel der Konferenz ist es, Methoden zur wissenschaftlichen Analyse der historischen Narrative im Südkaukasus zu entwickeln, die den Besonderheiten der Region gerecht wird.

Tagung

Der Mensch und das System. Das „sowjetische Gepäck“ der Russlanddeutschen zwischen Erfahrung und Erinnerung

vom 05.12.2019 | bis zum 06.12.2019

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte richtet gemeinsam mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück sowie dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) am 5. und 6.12.2019 die Tagung "Der Mensch und das System. Das „sowjetische Gepäck“ der Russlanddeutschen zwischen Erfahrung und Erinnerung" aus.  Der Aufbau einer neuen Gesellschaft und die Transformation eines jeden Menschen war erklärtes Ziel der Sowjetunion. Alle gesellschaftlichen Akteure waren aufgefordert, sich an der Schaffung eines „neuen Menschen“ zu beteiligen. In der Folge entzog sich kaum ein Aspekt des täglichen Lebens der staatlichen Überwachung. Die Behörden, allen voran der Geheimund Staatssicherheitsdienst, überwachten das öffentliche und private Leben der Sowjetbürger intensiv. Dissidenten waren von staatlichen Repressalien und schweren Strafen bis hin zur Deportation ins Straflager („Gulag“) bedroht. Diese alltägliche Auseinandersetzung mit dem sowjetischen System, seiner Gewalt, aber auch seinen Versprechen, prägte die Mentalität und die Erinnerungskultur der in die Bundesrepublik zugewanderten Russlanddeutschen nachhaltig. Angesichts der etwa 2,4 Millionen Zugewanderten mit russlanddeutschem Migrationshintergrund stellt diese sowjetische Erfahrung somit einen erheblichen Teil gesamtdeutscher Erinnerung dar. Deswegen werden im Rahmen der Konferenz werden alltagsgeschichtliche und erinnerungskulturelle Ansätze betrachtet und in vergleichender Perspektive mit den Erfahrungen der Bewohner anderer staatssozialistischer Systeme in Beziehung gesetzt. Anmeldungen bis zum 24.11.2019 an k.ens@russlanddeutsche.de. Donnerstag, 05.12.19 15.00 -15:15 Uhr: Begrüßung Kornelius Ens, M.A. 15.15 -16:00 Uhr: Keynote PD Dr. Hans-Christian Petersen 16.00 -16.30 Uhr: Pause 16.30 -18.00 Uhr: Panel I Sowjetischer Alltag zwischen Verfolgung und Versprechen Moderation: Jun Prof. Dr. Jannis Panagiotidis 1. Dr. Viktor Krieger Bildungsstand als Indikator der gesellschaftspolitischen Lage der Deutschen in der UdSSR und in Russland 2. Dr. Dmytro Myeshkov Die Gerichtsprozesse gegen ehemalige Mitglieder des „volksdeutschen Selbstschutzes“ in der Ukrainischen Sowjetrepublik in den 1960er Jahren: historische Hintergründe, gesellschaftliche Kontexte und Auswirkungen 3. Apl. Prof. Dr. Dr. Victor Dönninghaus Die russlanddeutschen Protestanten in der Sowjetunion zwischen Anpassung und Widerstand (1960er-1980er Jahre) Freitag, 06.12.19 09.30 -11.00 Uhr: Panel II Wie die Sowjetunion erinnern? Ambivalenzen russlanddeutscher Erinnerungskultur Moderation: Kornelius Ens, M.A. 1. Natalja Salnikova, M.A. Sich an die Sowjetunion erinnern, heißt, sich an Siege erinnern? 2. Prof. Dr. Julia Obertreis Erinnerungsnarrative und Oral History: zwischen Verschweigen, Verklärung, Abgrenzung und Identifikation 3. Nico Wiethof, M.A. Kunst, Mensch, System. Jakob Wedel zwischen Anpassung und Widerstand in Sowjetunion und Bundesrepublik 11.00 -11.30 Uhr: Pause 11.30 -13.00 Panel III Erinnerungskulturen in vergleichender Perspektive Moderation: PD Dr. Hans-Christian Petersen 1. Dr. Hanna Haag Die DDR im Gedächtnis. Wechselverhältnis von System und Mensch im Erinnerungsprozess 2. Dr. Florian Kührer-Wielach Paradise lost. Erinnerte Erfahrungen und erfahrene Erinnerungen bei den Rumäniendeutschen 3. Kerstin Bischl, M.A. Sowjetisch-jüdische Entfremdungen? Zur Ausreisebewegung der sowjetischen Jüdinnen und Juden 1953-1991 13.00 -14.30 Uhr: Mittagessen 14.30 -16.00 Uhr: Abschlussdiskussion - PD Dr. Malte Griesse - Jun Prof. Dr. Jannis Panagiotidis  

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Konferenz

Comparative and Transnational Perspectives on Women's Cinema in the GDR and Poland 1945-1989

vom 14.11.2019 | bis zum 16.11.2019

Vom 14. bis zum 16. November findet am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europas (GWZO) in Leipzig die Konferenz “Comparative and Transnational Perspectives on Women's Cinema in the GDR and Poland 1945-1989” statt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Rolle von Frauen in den Filmindustrieen und -kulturen Polens und der DDR zu analysieren sowie filmische und mediale Werke von Frauen bespielhaft vorszustellen. Daneben soll es vor allem darum gehen, bestehende methodische Ansätze an der Thematik zu erweitern und neue vergleichende und transnationale Perspektiven zu entwickeln, die der Bedeutung weiblicher Filmschaffenden in Zentral- und Osteuopa in ihren sozialen, politischen, ideologoschen und ästhetischen Dimensionen gerecht werden. Themengebiete sind unter anderem: Women's authorship and creative practices in film-making; Position of women in national film cultures and industries; Women as film critics and academic researchers on the field of film and other media.

Logo der Uni Bremen

Konferenz

Difficult Heritage of 1989 and the New Hegemonies in East Central Europe

vom 05.11.2019 | bis zum 06.11.2019

Vom 5. bis zum 6. November findet an der Universität Bremen die Konferenz "Difficult Heritage of 1989 and the New Hegemonies in East Central Europe" statt. 30 Jahre nach den Regimewechseln in den sozialistisch geprägten Staaten Europas von 1989/90 will die Konferenz gängige Lesarten der Ereignisse kritisch betrachten. Die Sichtweise, dass diese lediglich den Beginn eins friedlichen Kontinuums – weg von autoritären Regimen hin zu liberalen Demokratien – gewesen seien, erscheint fraglich angesichts zunehmender rechtspopulistischer und autoritärer Tendenzen, isolationistischen Bestrebungen und illiberaler Interpretation von Demokratien in Europa. Dem entgegen will die Konferenz die Transformationsprozesse von 1989 als etwas betrachten, das sowohl neue Hegemonien entstehen ließ als auch von alten Kontinuitäten geprägt war. Momente der Selbstermächtigung und der Hoffnung sollen in der Analyse ebenso Raum finden wie die Spannungen und Ambilvalenzen, die ein Austausch oder die Bestärkung bestehender Wertesysteme mit sich bringen. Der Aufstieg neoliberaler Systeme sowie "Turbokapitalismus", Verschiebung von Genderrollen, die Rolle von Religion und Kirchen, der Aufstieg von ethnischem Nationalismus und Xenophobie sind Themen, die im Zuge der Konferenz behandelt werden. Keynote Speaker ist Prof. Andrzej Leder von der Polnischen Wissenschaftsakademie. 

Flyer der Konferenz

Konferenz

Poland 1989: Negotiations, (Re)Constructions, Interpretations

vom 23.10.2019 | bis zum 25.10.2019

Vom 23.10 bis 25.10 findet die Konferenz "Poland 1989: Negotiations, (Re)Constructions, Interpretations" in Halle-Wittenberg statt. Aufgrund der in Polen anhaltenden Diskussionen über das Jahr 1989 wird man sich zum 30 jährigen Jubiläum des Untergang des Eisernen Vorhangs mit den an das Chiffre "1989" geknüpfte linguistischen sowie emotionalen Assoziationen beschäftigen. Außerdem soll sich damit auseinandergesetzt werden warum "1989" alleine schon als symbolischer, sozialer und politischer Begriff zu begreifen ist. Panels wie "No/a reason to celebrate? Debates on commemoration days" oder "Sediments of remembering" setzten sich kritisch mit dem Thema auseinander. Dafür werden historische Debatten, Darstellungen in der Erinnerungs- und Kulturpolitik sowie frühere Forschungsergebnisse untersucht. Der thematischer Schwerpunkt liegt in der Analyse der polnischen Transformation. Anmeldungen bis zum 16.10 an aleksander-brueckner-zentrum@uni-halle.de

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Konferenz

Gesellschaft als staatliche Veranstaltung? Orte politischer und kultureller Partizipation in der DDR

vom 10.10.2019 | bis zum 11.10.2019

Am 10. und 11. Oktober 2019 findet im Großen Rosensaal der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Konferenz „Gesellschaft als staatliche Veranstaltung? Orte politischer und kultureller Partizipation in der DDR“ statt. Die Veranstaltung legt einen Fokus auf die Untersuchung lokaler Herrschaftsverhältnisse in der DDR. Die bisherigen Schwerpunkte der Erforschung von Herrschaftsmechanismen in der DDR, die vor allem die SED in den Blick nahmen, werden somit um eine neue Perspektive bereichert. Fragen, denen sich im Laufe der Konferenz gewidmet wird, analysieren zum Beispiel politische Aushandlungsprozesse zwischen Stadt, Land und Betrieb, die Handlungsfelder kultureller Aktivitäten oder lokale Partizipationsformen während der friedlichen Revolution von 1989/1990. Die Beiträge sind in vier Sektionen aufgeteilt: Lokale Herrschaft als soziale Praxis: Akteure, Orte, Alltag; Partizipation in Parteien und Organisationen: Politisches Engagement jenseits der SED;  Kulturelles Engagement aus Überzeugung: Eigensinnige Aneignungen des Sozialismus?; Von der staatlichen Veranstaltung zur gesellschaftlichen Selbstorganisation: Die Kontinuitäten des Umbruchs 1989/90. Die Konferenz wird von der Professur für Europäischen Diktaturenvergleich, Friedrich-Schiller-Universität Jena dem BMBF-Verbund „Diktaturerfahrung und Transformation“ sowie der Stiftung Ettersberg organisiert. Um eine Anmeldung wird bis zum 3. Oktober 2019 unter veruschka.jaehnert@uni-jena.de gebeten.

Flyer der Veanstaltung: „Ausgeforscht?“ Neueste Forschungsergebnisse zur Friedlichen Revolution 1989/90

Tagung

„Ausgeforscht?“ Neueste Forschungsergebnisse zur Friedlichen Revolution 1989/90

vom 26.09.2019 | bis zum 27.09.2019

Angesicht der Vielzahl von Studien, die eine äußerst produktive Forschung hervorgebracht hat, ist es sinnvoll und geboten, die neuesten Wissenschaftserträge aus dem „wissenschaftlichen Elfenbeinturm“ herauszuholen und einem größeren Interessentenkreis vorzustellen - gerade im Jubiläumsjahr der „Friedlichen Revolution“. Zu diesem Zweck veranstaltet das Forum Deutschlandforschung, das sich unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft e. V. der wissenschaftlichen Forschung und der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse widmet, ein Sommerkolloquium in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Ziel ist es,   1. (Nachwuchs-)Wissenschaftlerinnen und (Nachwuchs-)Wissenschaftler die Möglichkeit zur Diskussion neuester Forschungserträge zu geben, 2. zum Transfer von Forschungsergebnissen beizutragen, 3. Grundprobleme, Tendenzen und Erträge der Forschung in Form einer Online-Publikation aufzubereiten, um die Fachwissenschaft wie auch eine breitere Öffentlichkeit zu informieren, 4. Forschenden und Forschungsinteressierten, z. B. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Journalismus, Stiftungs-, Vereins- und Archivwesen, (politischer) Bildung usw., eine Plattform zum  wissenschaftlichen Austausch sowie zur Vernetzung und Kooperation bereitzustellen. Anmeldungen an lars.luedicke@deutsche-gesellschaft-ev.de