...

 

Screenshot Veranstaltungsplakat

Konferenz

Verspielte Einheit? Der Kalte Krieg und die doppelte Staatsgründung 1949

vom 13.04.2019

Unter dem Titel „Verspielte Einheit? Der Kalte Krieg und die doppelte Staatsgründung 1949“ beschäftigt sich die Konferenz der Stiftung Ettersberg und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen am 13.04.2019 mit den unterschiedlichen Zielen der Akteure im Kalten Krieg, der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 und dem Thema der Deutschen Einheit. 1949 war das Jahr der doppelten Staatsgründung: Am 14. August 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland in der westlichen Besatzungszone gegründet, woraufhin es in der sowjetischen Besatzungszone am 07. Oktober 1949 zur Gründung der DDR kam. Die Konferenz fragt nach den unterschiedlichen Zielvorstellungen und Handlungsoptionen der beteiligten Akteure. Ziel ist es, die politischen und wirtschaftlichen Ziele der beiden Supermächte Sowjetunion und USA zu analysieren und die Bedeutung von Adenauers Westintegration zu untersuchen. Welche unterschiedlichen Ziele und Interessen verfolgten der kapitalistisch orientierte Westen und welche der kommunistisch geprägte Ostblock im Kalten Krieg. Wie wurde die deutsche Teilung auf den jeweiligen Seiten wahrgenommen und kulturell verarbeitet? Mit Blick auf die außen- und innenpolitische Konstellation soll auch die Frage beantwortet werden, inwieweit eine Deutsche Einheit eine realisierbare Möglichkeit während des Kalten Krieges gewesen wäre. Verschiedene Vorträge sollen diese Fragen behandeln und einen neuen Blick auf die Situation 1949 geben.

Screenshot der Ausstellungsankündigung

Sonderausstellung

Trotz alledem und alledem. Kulturerbe Arbeiterlied

vom 29.03.2019 | bis zum 31.03.2019

Im Jahr 2014 wurde das „Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung“ in das Verzeichnis des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Dadurch wurde eine politisch-künstlerische Ausdrucksart offiziell anerkannt, die drohte, in Vergessenheit zu geraten. Die Arbeiterlieder dienten im 19. und frühen 20. Jahrhunderts vor allem als  Protestlieder, deren Ursprung in der industriellen Revolution begründet war. Millionen Menschen sangen ihre Strophen. Die Ausstellung „Trotz alledem und alledem. Kulturerbe Arbeiterlied“ begibt sich auf die Spurensuche der Arbeiterlieder, einem Kulturgut, das 1933 unter der Herrschaft der Nationalsozialisten verboten und zerstört wurde. Das sozialkritische Lied „Trotz alledem“ von Ferdinand Freiligrath, auf das der Titel der Ausstellung anspielt, ist eines der bis heute am häufigsten rezipierten Lieder der 1848er-Revolution. Besonders in Deutschland erfuhren die klassischen Arbeiterlieder in den 1970er-Jahren eine Renaissance, verschwanden aber in den 1990er-Jahren gänzlich. Arbeiterlieder spiegeln die historischen Zustände ihrer Zeit wider und vermitteln somit Wissen über die damaligen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umstände und Machtverhältnisse. Die Ausstellung ist vom 29. März bis zum 31. März 2019 im Rahmen des 20. Festivals „Musik und Politik“ in der Volksbühne Berlin zu sehen.

Logo des August-Bebel-Instituts

Archiv

1848 und 1918 – Revolutionen im Vergleich

vom 18.03.2019

Am 18. März 2019 findet die Veranstaltung "1848 und 1918 – Revolutionen im Vergleich" in der Alten Feuerwache in Berlin statt. Im Zuge der Veranstaltung vergleichen der Historiker Rüdiger Hachtmann und die Historikerin Gisela Notz die Revolutionen von 1848 und 1918 zunächst unter allgemeinen Gesichtspunkten und anschließend in Bezug auf Geschlechterverhältnisse und die Beteiligung von Frauen an revolutionären Bewegungen. Die Revolution von 1848/49, und ebenso die Revolution von 1918/19, gelten als einschneidende Ereignisse der deutschen Geschichte, die die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse, aus denen sie hervorgingen nachhaltig verändert haben. Die "Märzrevolution" genannte Revolution von 1848/49 spielte sich in den im "Deutschen Bund" zusammengeschlossenen Staaten und Fürstentümern ab; die Kernforderungen der revolutionären Bewegung waren die nach demokratischen Reformen sowie nach der Schaffung eines deutschen Nationalstaats. Die als "Novemberrevolution" bezeichnete Revolution von 1918/19 begann mit dem Aufstand der Marine des Deutschen Kaiserreiches gegen die Fortsetzung des Ersten Weltkrieges. Von diesem ausgehend verbreitete sich die revolutionäre Bewegung schnell im ganzen Land und endete schließlich mit der Abdankung des Kaisers und der Gründung der ersten Demokratie auf deutschen Boden. Die Veranstaltung wird vom August-Bebel-Institut organisiert. Um Anmeldung wird unter anmeldung@august-bebel-institut.de gebeten.

Screenshot von maoistlegacy.uni-freiburg.de

Konferenz

Transitional Justice without Transition? Redressing Past Injustices under State Socialism

vom 21.02.2019 | bis zum 23.02.2019

Vom 21. bis zum 23. Februar 2019 findet in Freiburg die Konferenz  "Transitional Justice without Transition? Redressing Past Injustices under State Socialism" statt. Das Konzept der "transitional justice" beschreibt eine Vielzahl juristischer sowie nicht-juristischer staatlicher Maßnahmen, die der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes nach dem Auftreten gewaltsamer Konflikte oder staatlicher Verbrechen dienen sollen. Das Ziel des Ansatzes besteht also darin, Untersrückungs- und Gewalterfahrungen institutionell aufzuarbeiten. Dementsprechend lag der Forschung in diesem Bereich oft die Annehme zu Grunde, dass transitional justice Mechanismen den Übergang von einem totalitären hin zu einem freiheitlich-demokratischen Regime markierten. Dieser Annahme setzt die Konferenz entgegen, dass solche transtional justice Mechanismen eben auch in nicht-demokratischen Staaten stattfinden können; Beispiele hierfür sind die Entstalinierungs-Prozesse in der Sowjetunion nach 1953 oder die Entwicklungen in der Volkrepublik China nach Maos Tod 1976, als eine große Zahl vormals Verurteilten rehabilitiert wurde. Die Funktionen und Prozesse solcher Instanzen von transitional justice sollen im Zuge der Konferenz analysiert werden. Die Konferenz ist Bestandteil des Forschungsprojekts "The Maoist Legacy" am Institut für Sinologie der Universität Freiburg. 

Logo der Universität Augsburg

Konferenz

Die Umbrüche des Jahres 1989 globalgeschichtlich betrachtet – Perspektiven für den Geschichtsunterricht

vom 11.02.2019 | bis zum 12.02.2019

Der Arbeitskreis „Welt- und globalgeschichtliche Perspektiven im Geschichtsunterricht" der Konferenz für Geschichtsdidaktik der Universität Augsburg veranstaltet vom 11.02.2019 - 12.02.2019 eine Tagung unter dem Titel „Die Umbrüche des Jahres 1989 globalgeschichtlich betrachtet – Perspektiven für den Geschichtsunterricht“. Ziel ist es, für den Geschichtsunterricht neue globalgeschichtliche Ansätze und Methoden zu entwickeln. Inhaltlicher Fokus liegt hierbei auf dem Epochenjahr 1989. Das Jahr 1989 führte in Mittel- und Osteuropa zum Zusammenbruch des Kommunismus, zum Fall der Berliner Mauer und zum Ende des Kalten Krieges. Der Arbeitskreis widmet sich thematisch unter anderem der UNTAG Mission in Namibia 1989, dem afghanischen Bürgerkrieg, den Demokratisierungsprozessen in der ehemaligen DDR und dem Ende des Apartheidregimes in Südafrika. An Hand konkreter Beispiele soll erörtert werden, wie das Bewusstsein für die globalgeschichtlichen Dimensionen des Epochenjahres 1989 geschärft werden kann. Das Programm bietet den Interessierten verschiedene Vorträge, lädt zu gemeinsamen Diskussionen ein und sieht die Präsentation unterschiedlicher Konzepte vor. Interessierte können sich noch bis zum 8. Februar unter philipp.bernhard@philhist.uni-augsburg.de anmelden.

Konferenz

Revolution und Räterepublik in München

vom 25.01.2019 | bis zum 27.01.2019 | Evangelische Akademie Tutzing in Zusammenarbeit mit der Bayrischen Landeszentrale für politische Bildung

Vom 25. bis zum 27. Januar 2019 findet an der Evangelischen Akademie Tutzing die Konferenz "Revolution und Räterepublik in München" statt. Die Konferenz nimmt den 100. Jahrestag der Revolution zum Anlass die Ereignisse von München nachzuspüren und ihre Folgen zu beleuchten. Die Ereignisse verliefen besonders in Bayern dramatisch, konnte sich eine neue Ordnung aber nicht etablieren. Die Revolution scheiterte u.a. an mangelnder politischer Unterstützung und der Schwierigkeit Vertrauen von der Nachkriegsgesellschaft zu gewinnen. Daher soll insbesondere in den Blick genommen werden, wie die Menschen diese Umbruchsepoche erlebt haben. Das Axensprung Theater aus Hamburg gastiert dazu mit seinem Theaterstück "Revolution?!", das ein vielschichtiges Porträt der Nachkriegsgesellschaft an der Nahtstelle zwischen dem Zusammenbruch des Kaiserreichs und dem Anfang der Weimarer Republik zeichnet. Studierende der Geschichts- und Politikwissenschaften richten bitte ein kurzes Motivationsschreiben an uns und können dann einen Tagungsplatz zum Preis von 50 Euro (inkl. Verpflegung/Übernachtung) erhalten. Anmeldeschluss: 18. Januar 2019    

Logo des Hannah-Arendt-Instituts

Konferenz

Aufbruch zu Demokratie und Nationalstaatlichkeit in Mittel- und Ostmitteleuropa? Aktuelle Forschungen mit Fokus auf die lokale Ebene (1917-1923)

vom 03.12.2018 | bis zum 04.12.2018

Vom 3. bis zum 4. Dezember findet an der TU Dresden der Workshop „Aufbruch zu Demokratie und Nationalstaatlichkeit in Mittel- und Ostmitteleuropa? Aktuelle Forschungen mit Fokus auf die lokale Ebene (1917-1923)“ statt. Ziel des Workshops ist es, die Transformationsprozesse in Mittel- und Ostmitteleuropa in ihren Verbindungen zwischen internationaler und lokaler Ebene zu analysieren. Ein besonderer Fokus soll darauf liegen, wie eine Kombination aus „top down“ und „bottom up“ Prozessen der Nationalisierung und Demokratisierung zu Grunde lagen. Die lokale Ebene ist hierbei in multiethnischen Regionen von besonderem Interesse – anders als auf zentralstaatlicher Ebene öffneten sich hier Spielräume, um Interessen zwischen verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen zu artikulieren. Zu folgenden Themen werden Referierende Inputs geben: Untersuchungen zur Auswirkung des „Brest Litovsk Moment“ bzw. die Erosion der Imperien im Hinblick auf die daraus resultierenden Transformationsprozesse; Untersuchungen zu Wechselwirkungen von Nationalisierung und Demokratisierung auf lokaler und zentralstaatlicher und bilateraler/transnationaler Ebene, Spezifika der Gruppe der Frauen als politische Akteurinnen in Prozessen der Demokratisierung und Nationalisierung auf lokaler, zentralstaatlicher und bilateraler/transnationaler Ebene ,Herrschaftswechsel und konkurrierende politische Zukunftskonzepte lokaler Akteure und Akteursgruppen.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

The end of the empires. Formation of the post-war order in Central and Eastern Europe in 1918-1923

vom 22.11.2018 | bis zum 23.11.2018

Vom 22. bis. 23. November findet in Breslau die Konferenz  „The end of the empires. Formation of the post-war order in Central and Eastern Europe in 1918-1923“ statt.  Des 100. Jahrestages des Endes des Ersten Weltkrieges und die Wiederherstellung von Polens Unabhängigkeit bilden den Ausgangspunkt für die weiteren Analysen, die sich den Prozessen der Nationalstaatsbildung nach Zusammenbruch der Österreich-Ungarischen sowie Russischen Reiches ereigneten. Die russische Revolution 1917 kann nicht als von der restlichen Weltgeschichte isoliertes Ereignis betrachtet werden, sondern kann nur in ihrem internationalen geschichtlichen und politischen Kontext verstanden werden. Über das Revolutionsjahr 1917 hinaus ist es daher notwendig, Phänomene und Entwicklungen zu analysieren und zu verstehen, um sie anschließend in einen Bezug zu den Ereignissen in Russland in Beziehung setzen zu können. Eine der veranstaltenden Institutionen ist das Institut für Nationales Gedenken. Es wird von Kritikerinnen und Kritikern als staatliches Instrument zu patriotischer Erziehung angesehen und geriet zuletzt im Februar 2018 in den Fokus internationaler Medien, als das Gesetz über das Institut für nationales Gedenken verabschiedet wurde, welches den Diskurs über die deutsche Besatzungszeit regelt. Es stellt unter anderem Äußerungen, die Polen „faktenwidrig die Verantwortung oder Mitverantwortung für Verbrechen“ zugeschrieben, unter Strafe.

Screenshot von uni-augsburg.de

Ringvorlesung

Medienereignis Revolution

vom 12.11.2018 | bis zum 28.01.2019

Am Institut für Europäische Kulturgeschichte an der Universität Augsburg findet während des Wintersemesters 2018/19 die Vortragsreihe "Medienereignis Revolution" statt. Die Vorträge analysieren Revolutionen nicht als für sich selbst sprechende Ereignisse, sondern vielmehr als notwendigerweise medial kommunizierte. Zum einen nutzen Akteurinnen und Akteure von Revolutionen Medien, um die Ziele ihres Handelns zu vermitteln: Flugblätter, Zeitungen und in jüngerer Vergangenheit auch Rundfunk, Fernsehen und Internet. Zum anderen werden Revolutionen aber auch erst durch ihre Thematisierung in den Medien zu den Ereignissen, die als "Revolutionen" bezeichnet werden. Die Vortragsreihe widmet sich diesen Zusammenhängen in einer Reihe von Beiträgen, deren Schwerpunkte ein großes zeitliches Spektrum umfassen: vom Bauernkrieg des frühen 16. Jahrhunderts über den Niederländischen Aufstand gegen die spanische Herrschaft, die Französische Revolution, die 1848er Revolutionen bis hin zur Russischen Revolution von 1917. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist kostenlos. Die Vorträge finden in Kooperation mit dem Bukowina-Institut Augsburg statt. Die Vorträge beginnen am jeweiligen Montag um 18.15 Uhr im Hörsaal III des Großen Hörsaalzentrums.

Screenshot von berlinischegalerie.de

Ausstellung

Die Novembergruppe, Berlinische Galerie, Berlin

vom 09.11.2018 | bis zum 11.03.2019

Vom 9. November 2018 bis zum 11. März 2019 findet in der Berlinischen Galerie eine Ausstellung von Werken derjenigen Künstlerinnen und Künstler statt, die sich unter dem Namen „Novembergruppe“ zusammengefunden hatten. Die Novembergruppe wurde im Zuge der revolutionären Umbrüche im Winter 1918/19 in Berlin als „Vereinigung der radikalen bildenden Künstler“ gegründet. Die für alle Stilrichtungen – von Kubismus, Neue Sachlichkeit und Futurismus bis hin zu Expessionismus und Dada – offene Vereinigung definierte sich weniger über einen gemeinsamen künstlerischen Stil als über die geteilte Überzeugung, durch ihre Kunst zur Schaffung einer neuen, liberaleren Gesellschaft beitragen zu können. Bis 1932 präsentierte die Gruppe an die 3.000 Werke von über 470 Kunstschaffenden. Mit dem Ende der Weimarer Republik und dem Aufkommen der Diktatur ging auch das Wirken der Novembergruppe zu Ende – die Ausstellung erlaubt Besucherinnen und Besuchern, sich einen Eindruck vom Wirken dieser Gruppe zu verschaffen. Unter anderem werden Wekre von Rudolf Belling, Hans Brass, Otto Dix, Max Dungert, Theo van Doesburg, Max Ernst, Otto Freundlich, Paul Goesch, Walter Gropius, George Grosz, Hannah Höch, Raoul Hausmann, Issai Kulvianski, Paul Klee, El Lissitzky, Erich Mendelsohn, Ludwig Mies van der Rohe, Laszlo Moholy-Nagy, Piet Mondrian, Otto Möller, Moriz Melzer, Oswald Herzog, Max Pechstein, Iwan Puni, Emy Roeder, Georg Scholz, Fritz Stuckenberg, Max und Bruno Taut und Georg Tappert ausgestelt. 

Logo der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt

Konferenz

Revolutionäre Zeiten zwischen Saale und Elbe. Das heutige Sachsen-Anhalt in den Anfangsjahren der Weimarer Republik

vom 27.10.2018

Der 8. Tag der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte findet am 27. Oktober 2018 in Halle (Saale) statt und trägt den Titel „Revolutionäre Zeiten zwischen Saale und Elbe. Das heutige Sachsen-Anhalt in den Anfangsjahren der Weimarer Republik“. Die Veranstalter wollen ein umfassendes Verständnis der formativen Jahre der Weimarer Republik ermöglichen, indem sie die bereits bestehenden zahlreichen Studien zu München und Berlin in dieser Zeit um einen regionalgeschichtlichen Beitrag zu dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt erweitern. Die von der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt ausgerichtete Tagung will die Geschehnisse in der preußischen Provinz Sachsen und im Freistaat Anhalt analysieren und eine vergleichende Perspektive auf andere Regionen ermöglichen. Dabei sollen nicht nur politische Ereignisse wie die Gründung von Arbeiter- und Soldatenräten thematisiert werden, sondern auch der „ökonomische und soziale Strukturwandel“ für die Region, der mit dem Ende des Ersten Weltkriegs einherging.

Screenshot der Website des Bröhan-Museums

Sonderausstellung

George Grosz in Berlin

vom 18.10.2018 | bis zum 06.01.2019

Im Jahr 2018 jährt sich die Gründung der Weimarer Demokratie, die die erste parlamentarische Demokratie Deutschlands war, zum 100. Mal. Anlässlich dieses historischen Jubiläums präsentiert das Bröhan-Museum in Berlin vom 18. Oktober 2018 bis zum 6. Januar 2019 die Sonderausstellung „George Grosz in Berlin“. George Grosz (1893-1959) war ein deutsch-amerikanischer Maler, Karikaturist und Grafiker und gilt als einer der herausragendsten politisch-satirischen Künstler zur Zeit der Weimarer Republik. In seinen Werken greift der Künstler häufig soziale Gegensätze auf und kritisiert vor allem die damalige Wirtschaft, die Politik, das Militär und den Klerus. Ungeschönt malte er die Missstände der Weimarer Republik, weshalb er sich zahlreichen Gerichtsprozessen wegen Gotteslästerung oder Beleidigung der Reichswehr unterziehen musste. Grosz, der für kurze Zeit Mitglied in der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) war, fertigte unter anderem auch Zeichnungen für linke Zeitschriften an. Die Ausstellung, die Teil des Berliner Themenwinters „100 Jahre Revolution – Berlin 1918|19“ ist, zeigt über 200 seiner Werke, die sonst für die Öffentlichkeit größtenteils unzugänglich sind und zeichnet seinen künstlerischen Werdegang nach. Grosz wird als einer der bedeutendsten Künstler Berlins in den 20er-Jahren porträtiert, seine dort entstandenen Arbeiten spiegeln die gesellschaftlichen und politischen Streitfragen seiner Zeit wider. Den Museumsgästen werden auch seine eher unbekannteren Fotografien und seine Arbeit als Kostüm- und Bühnenbildner nähergebracht. Das Begleitprogramm bietet Interessierten die Möglichkeit, an kostenlosen öffentlichen Führungen, Workshops oder Konzertreihen teilzunehmen.

Screenshot des Veranstaltungsflyers: Diese Zeilen sind mein ganzes Leben... Briefe aus dem Gulag Buchvorstellung, Lesung und Zeitzeugengespräch

Buchvorstellung

"Diese Zeilen sind mein ganzes Leben..." Briefe aus dem Gulag

vom 03.04.2019

Anlässlich des Erscheinens der von Meinhardt Stark herausgegebenen Quellenedition "Diese Zeilen sind mein ganzes Leben... Briefe aus dem Gulag" laden der Berliner Metropol-Verlag und die Bundesstiftung Aufarbeitung am 3. April 2019 um 18.00 Uhr zu einer Lesung mit anschließendem Zeitzeugengespräch ein. Annähernd 900 Briefe aus dem Gulag, geschrieben von 96 Gefangenen, hat Meinhard Stark über die Jahre gesammelt oder in Archiven in Russland, Polen, Litauen und Deutschland ausfindig gemacht. Der Briefwechsel zwischen Häftlingen und ihren Angehörigen ist durch lange Abstände zwischen geschriebenen und empfangenen Briefen geprägt, von aufreibendem Warten und emotionalen Wechselstimmungen, aber auch von strengen Haftinstruktionen und einer unerbittlichen Zensur. Stellvertretend für ihre Mitgefangenen kommen in der Edition, neben Jewgenia Ginsburg und Nikolai Scharfenberg, 16 Frauen und Männer verschiedener Nationalität mit ihren Botschaften aus dem Gulag zu Wort. Die Briefe sind ein ebenso authentisches wie berührendes Zeugnis damaliger Wahrnehmungen und Empfindungen der unschuldig Inhaftierten. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einführung Prof. Dr. Dittmar Dahlmann em., Universität Bonn, Projektleiter Lesung von Gulag-Briefen von Jewgenia Ginsburg und Nikolai Scharfenberg, 1936-45 Ilka Teichmüller, Nils Nelleßen und Dr. Meinhard Stark Zeitzeugengespräch mit Werner Höpfner, geb. 1928 in Berlin, von 1945 bis 1953 im Gulag inhaftiert Walter Scharfenberg, geb. 1932 in Charkow, Sohn von Nikolai Scharfenberg Dr. Meinhard Stark, Universität Bonn, Herausgeber der Gulag-Briefe Moderation Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Teilnehmende des Gedenkstättentreffens 2017 vor dem Tagungsort (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Tagung

17. Ost-West-Europäisches Gedenkstättentreffen Krzyżowa/Kreisau. Vergessene Geschichte: Vergessene Orte – vergessene Namen – vergessene Ereignisse. Der Umgang mit verdrängten Aspekten der Geschichte

vom 27.03.2019 | bis zum 30.03.2019

Das 17. Ost-West-Europäische Gedenkstättentreffen im polnischen Kreisau (Krzyżowa) unter dem Titel „Vergessene Geschichte“ ist historischen Orten, Personen und Ereignissen gewidmet, die nicht oder erst spät Eingang in das kollektive Gedächtnis gefunden haben oder um deren Erinnerung noch gerungen wird. Gemeinsam mit Gedenkstättenmitarbeiterinnen und -Mitarbeitern aus zahlreichen europäischen Ländern wird über den Umgang mit „vergessener Geschichte“ diskutiert und Projekte vorgestellt, die versuchen, diese Geschichte einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Wie in jedem Jahr hat das Gedenkstättentreffen einen Know-how-Transfer und den offenen Erfahrungsaustausch zum Ziel. Nationale und regionale Narrative und ihren Einfluss auf das jeweilige Verständnis von der Geschichte des 20. Jahrhunderts sollen gemeinsam diskutiert werden. Hierzu sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gedenkstätten, Museen, Aufarbeitungsinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen aus ganz Europa eingeladen, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus, mit dem Völkermord an den europäischen Juden, mit Stalinismus und kommunistischer Diktatur, mit Gewaltherrschaft und Kriegen auseinandersetzen. Sie alle sollen zu einem gesamteuropäischen Erfahrungsaustausch zusammengebracht werden. Um eine Anmeldung wird bis zum 14. März 2019 gebeten. Das Programm der Veranstaltung finden sie hier.

Logo: Museum Neukölln

Führung

Die Bolschewiki von Neukölln. Eine Lokalgeschichte der Revolution 1918/19

vom 17.03.2019

Am 9. November 1918 versammelten sich im Karlsgarten hunderte bewaffnete Arbeiter und Deserteure, um die durch den jahrelangen Weltkrieg diskreditierte Monarchie zu stürzen. Als am Abend am Rathaus Neukölln die rote Fahne wehte und ein revolutionärer Arbeiter- und Soldatenrat die Macht übernommen hatte, war kein einziger Schuss gefallen, doch nur wenige Monate später tobte in den Straßen Neuköllns ein blutiger Bürgerkrieg. Er wurde mit Maschinengewehren und Kanonen geführt und kostete dutzenden Neuköllner*innen das Leben. Die Führung folgt dem Weg der radikalen Revolutionäre vom Untergrund an die Macht bis zu ihrem Scheitern. Besucht werden Wohnorte und Versammlungsstätten der damaligen Akteure, umkämpfte Schulkasernen und Amtsgebäude. Nach etwa zwei Stunden endet der Rundgang am Neuköllner Rathaus.   Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogrammes zur Ausstellung „Revolution! Neukölln 1918/19“ des Mobilen Museums Neukölln und ist entgeltfrei.

Screenshot von zzf-potsdam.de

Konferenz

Sozialismus als Erfahrung und Erinnerung. Junge Forschung im etablierten Feld

vom 21.02.2019 | bis zum 22.02.2019

Vom 21. bis zum 22. Februar 2019 findet am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam das 16. Potsdamer Doktorand_innen Forum zur Zeitgeschichte statt. Die Veranstaltung steht unter dem Titel "Sozialismus als Erfahrung und Erinnerung. Junge Forschung im etablierten Feld". Das 30. Jubiläum der Friedlichen Revolution von 1989 ist ein Anlass für die Konferenz. Von diesem Ausgangspunkt stellt die Konferenz die Frage, in wie weit gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemwechsel 1989/90 durch den Sozialismus vorbestimmt waren. Die Tagung behandelt die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein. Der Schwerpunkt soll auf Analysen liegen, die auf Begriffen des Erfahrens und des Erinnerns basieren, zum Beispiel in den Themenfeldern Experiencing Socialism; Doing Socialsm; Feeling Socialism und Remembering Socialism angeregt. Die Konferenzsprache ist Deutsch; Referate können auch auf Englisch gehalten werden.

Sonderausstellung

30. Jahrestag der Niederschlagung der Studentenbewegung in Peking im Juni 1989

vom 11.02.2019 | bis zum 16.03.2019

Anlässlich des 30. Jahrestags der Niederschlagung der Pekinger Studentenbewegung von 1989 zeigt die Zentralbibliothek Hamburg vom 11.02.2019 bis zum 16.03.2019 eine Sonderausstellung chinesischer Kunst. Im Mai 1989 begann in Peking der Hungerstreik tausender chinesischer Studierender, die für eine Demokratisierung des kommunistischen Chinas demonstrierten. Auslöser der Protestwelle war der Tod des reformerischen Parteichefs Hu Yaobang. Die Forderungen richteten sich vor allem für die Einrichtung von Pressefreiheit und gegen die Korruption. Zwei Monate dauerte der Protest der Studierenden und Beschäftigten gegen das Regime der Kommunistischen Partei Chinas. In der Nacht zum 4. Juni 1989 gingen chinesische Truppen mit Panzern gegen die studentische Protestbewegung vor und räumten gewaltsam den Platz des Himmlischen Friedens. Zahlreiche Zivilisten wurden dabei verletzt oder kamen ums Leben. Die Kommunistische Partei Chinas überstand die Protestwelle und die innerparteilichen Konflikte 1989 unbeschadet. Zur Eröffnung der Sonderausstellung werden der Künstler Andreas Schmid und die Sinologin Stefanie Thiedig Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der chinesischen Kunst geben und über die Bedeutung und den Einfluss der Niederschlagung der Protestbewegung von 1989 auf die heutige Zeit sprechen. Die Sonderausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der Hamburger Sinologischen Gesellschaft e.V., der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und den Bücherhallen Hamburg. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Ausstellung

Dekommunisierung, Post-DDR, Post-Sowjet und Post-Maidan Realität

vom 25.01.2019 | bis zum 08.03.2019

Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt DECOMMUNI_ATION wird von 30 Künstlerinnen und Künstlern aus der Ukraine und Deutschland begleitet. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Dekommunisierung, so wird das Verbot der Verwendung kommunistischer Symbole in der Ukraine bezeichnet. Im Zuge des politischen Umbruchs 2016 wurden zahlreiche Monumente der Sowjet-Zeit zerstört, u.a. 1320 Lenin Monumente. Das Ausstellungsprojekt untersucht die Kunst in totalitären Regimen, das Kulturerbe der Moderne, sowie die Zerstörungsprozesse von Monumenten und Sehenswürdigkeiten. Die Ausstellung DECOMMUNI_ATION zeigt die in diesen Auseinandersetzungen entstandenen Arbeiten. Dabei werden auch die künstlerischen Freiheiten sowie deren Grenzen sondiert. Künstlerinnen und Künstler: Roshanak Amini, Kristina Bekker, Merle Dammhayn, Abie Franklin, Yaroslav Futymskyi, Alex Hennig, Kamila Juruć, Eva Karduck, Pavel Khailo, Nina Langbehn, Elena Lystarkhova, METASITU (Liva Dudareva & Eduardo Cassina), Denys Pankratov, Richard Paul, Maxine Puorro, Jan Robert von Raußendorf, Katharina Sophie Reinsbach, Belen Resnikowski, Daniil Revkovskiy & Andriy Rachinskiy, Valeria Schiller, Katharina Shafiei-Nasab, Manuel Strube, Beata Anna Targosz, Leo Trotsenko, Nadine Trushina, Kateryna Tykhonenko, Illia Yakovenko, Olga Zovskaya Mit: Anna Sorokovaya & Taras Kovach.

Screenshot der Website helle-panke.de

Konferenz

100 Jahre Austromarxismus an der Macht

vom 30.11.2018

Am 30. November 2018 findet in den Räume n der Hellen Panke e.V. die Konferenz "100 Jahre Austromarxismus an der Macht - Der österreichische Weg zwischen Realpolitik und Revolution" statt. Der Austromarxismus war während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine österreichische Schule des Marxismus. Sie verstand Realpolitik und Revolution nicht als generell unterschiedliche Wege zum Sozialismus, sondern als miteinander vereinbare Elemente: das Erringen einer absoluten Mehrheit im Rahmen einer parlamentarischen Demokratie versteht die austromarxistische Idee als notwendige Bedingung für die Revolution. Diese Bedingung ist 1918 gewährleistet, als die Sozialdemokraten mit großer Mehrheit die Gemeinderatswahlen in Wien gewinnen. Ziel der Konferenz ist es, den austromarxistischen Ansätzen nachzugehen und auf ihren aktuellen Nutzen zu prüfen. Dies geschieht, im Rahmen von vier Vorträgen: Otto Bauer und die österreichische Revolution 1918/; Die bauliche Signatur des Roten Wien; Leben und Wirken von Dr. Wanda Lanzer und ihre Bedeutung für die Erwachsenenbildung; Die Gesundheitspolitik im Roten Wien. Den Abschluss bildet ein Podium zu den Erfahrungen und Lehren aus dem Austromarxismus. Die Teilnahmegebühr beträgt 5€ (ermäßigt 3€); um Anmeldung über das Online-Formular der Hellen Panke wird gebeten.

Screenshot von saw-leipzig.de

Konferenz

Aufbruch im Zusammenbruch? Die Jahre 1918/19 in mitteldeutscher Perspektive

vom 22.11.2018 | bis zum 23.11.2018

Vom 22. Bis zum 23. November 2018 findet an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig die Tagung "Aufbruch im Zusammenbruch? Die Jahre 1918/19 in mitteldeutscher Perspektive" statt. Die Veranstaltung versammelt Vorträge von Projekten, die im Rahmen des Förderprogramms "1918 – Chiffre für Umbruch und Aufbruch" vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert werden. Die Vorträge bieten eine große Vielfalt an thematischen Perspektiven auf die Jahre 1918/19 und reichen von Horace Kallens Pluralismuskonzept über die Filmindustrie in Dresden bis hin zur Rolle der sorbischen Gemeinschaft in der Lausitz. Die Jahre 1918/19 gelten als Phase des Umbruchs in Europa und in Deutschland: In Folge des Ersten Weltkriegs und der Abschaffung der Monarchie wird der Einfluss der Ideen und des Erfolges der Russischen Revolution auch in Deutschland und anderen Staaten spürbar, verschieden gesellschaftliche Modelle treten in Konkurrenz zueinander und beeinflussen den Weg in vom Kaiserreich hin zur Weimarer Republik.  Um Anmeldung bei Miriam Pfordte wird bis 8. November 2018 unter 1918@saw-leipzig.de gebeten.

Logo: Themenwinter: 100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19

Ausstellung | Veranstaltungsreihe

Themenwinter: 100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19

vom 09.11.2018 | bis zum 18.03.2019

Die Jahre 1918/19 waren eine Zeitspanne mit weltgeschichtlicher Bedeutung. Die Novemberrevolution in der Endphase des Ersten Weltkriegs führte zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und zur Ausrufung der Republik am 9. November 1918 in Berlin. Kurz darauf wurde am 11. November durch den Waffenstillstand von Compiègne das Ende des Ersten Weltkriegs besiegelt. Diese Ereignisse bildeten den Grundstein für die Schaffung der ersten deutschen parlamentarischen Demokratie, der Weimarer Republik. Die Auswirkungen dieser Geschehnisse reichten weit über die Stadtgrenzen Berlins hinaus, aber prägten auch die Stadtgeschichte selbst nachhaltig. 2018 jähren sich diese historisch bedeutsamen Ereignisse zum 100. Mal. Passend zum Jubiläumsjahr wurde von „Kulturprojekte Berlin“ das Projekt „100 Jahre Revolution. Berlin 1918/19“ ins Leben gerufen. Ziel des Projektes, das in Kooperation mit verschiedenen Partnern in Berlin realisiert wird, ist es, an diese weltgeschichtlichen Ereignisse zu erinnern und an gegenwärtige politische Debatten anzuknüpfen. Das Projekt sieht die Einrichtung eines Themenwinters vor, der mittels umfangreicher Veranstaltungs- und Ausstellungsreihen umgesetzt wird. Ziel des Themenwinter ist einerseits die Vermittlung von historischem Wissen und andererseits die Relevanz der Auseinandersetzung mit diesen Ereignissen herauszukristallisieren und zu betonen. Das Projektprogramm ist in sieben Programmpunkte gegliedert, die jeweils einem der wichtigsten Ereignisse von 1918/19 in Bezug auf den Verlauf und die Ergebnisse der Revolution entsprechen. In der Weimarer Reichsverfassung wurden erstmals in der deutschen Geschichte bürgerliche Freiheitsrechte verankert. Auf diese wesentliche Leistung der Revolution will das Projekt besonders Bezug nehmen. Aus diesem Grund nimmt der Themenwinter unter anderem die Bereiche Versammlungsfreiheit, Politische Mitbestimmung, Demokratie, Selbstbestimmung, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit besonders in den Blick. Das Projekt läuft vom 09.11.2018 bis zum 18.03.2019.  

Logo der Rutgers University

Konferenz

Social Movements after 1968

vom 08.11.2018 | bis zum 09.11.2018

Vom 8. bis zum 9. November 2018 findet in New Brunswick/New Jersey am Center for Euopean Studies der Rutgers School of Arts and Sciences die Tagung „Social Movements after 1968“ statt. Ausgangsfrage der Tagung ist, inwieweit das Jahr 1968 nicht nur für die rasante Entwicklung und noch schnellere Auflösung einer breiten Protestbewegung steht, sondern darüber hinaus für die Abkehr von einer Politik der konventionellen Kategorisierungen entlang der Begriffe von Klasse und Ideologie. Besonders bezeichnend für diese Auffassung ist das Beispiel Westdeutschlands: Das Zerbrechen des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) und das Auseinanderdriften seiner ehemaligen Mitglieder in Bürgerinitiativen, K-Gruppen und RAF-Zellen zeigt, wie eine einheitliche Kategorie einer „linken“ oder einer „Arbeiterbewegung“ den Unterschieden zwischen diesen Splittergruppen nicht mehr gerecht werden konnte. Die Konferenz widmet sich der Frage, wie sich soziale Bewegungen in Folge dieser Entwicklungen nach 1968 ausgestaltet haben und beleuchtet dabei kritisch die gängigen Theorien, die zum bisherigen Verständnis der Proteste nach 1968 herangezogen wurden.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

Reforming Socialism: Aims and Efforts Before and After 1968

vom 25.10.2018 | bis zum 27.10.2018

Vom 25. bis 27. Oktober 2018 findet in Florenz die Konferenz „Reforming Socialism: Aims and Efforts Before and After 1968“ statt. Ziel der Konferenz ist es, eine systematische Analyse der unterschiedlichen Reformansätze in diversen sozialistisch geprägten Ländern zu ermöglichen. Ausgangspunkt hierfür ist der Prager Frühling, der sich 2018 zum 50. Mal jährt. Dabei betont die Konferenz, dass der Prager Frühling zwar einen der dramatischsten und bekanntesten Reformversuche einer sozialistischen Gesellschaft darstellt, sich Reformprozesse jedoch auch in einer großen Zahl anderer sozialistischer Staaten ereigneten. Jenseits von nationalstaatlich definierten Analyserahmen will die Konferenz ein transnationales Verständnis dieser Reformprozesse anregen. Beitragsthemen sind: Sozialistische Reformprogramme; spezifische Aspekte von Reformprogrammen sowie deren Zielsetzungen und direkte Auswirkungen; umsetzende sowie rezeptive Akteure der Reform; äußere und internationale Umstände der Reformbewegung; die Kontextualisierung des Jahres 1968; Reformen als erster Schritt hin zur Transition zum Kapitalismus.

Screenshot des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Sonderausstellung

68. Pop und Protest

vom 18.10.2018 | bis zum 17.03.2019

Vom 18. Oktober 2018 bis zum 17. März 2019 ist im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung "68. Pop und Protest" zu sehen. Rund 200 Objekte – darunter Musikinstallationen, Mode, Filme, Fotografien, Plakate, Designobjekte, historische Dokumente und Raum-Ensemble – fühlen dem nach, was Menschen 1968 bewegt hat. Das Jahr steht als Symbol für eine Protestkultur, die sich gegen bestehende gesellschaftliche Traditionen auflehnt und konservative, autoritäre Strukturen in Frage stellt. Ein Merkmal dieser Epoche ist die Auseinandersetzung mit kommunistischen Ideen und deren Umsetzung weltweit 50 Jahre nach der Russischen Revolution. In der unterschiedlichen Haltung zu autoritären Herrschaftsregimen in formell sozialistischen Ländern wie der Sowjetunion oder China spaltet sich die Protestbewegung. Die Ausstellung wird von einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm begleitet. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 sowie donnerstags von 10.00 bis 21.00 Uhr. 

Logo: Museum Neukölln

Vortrag

Revolution im „roten Neukölln“. Legenden der Lokalgeschichte 1918/19

vom 03.04.2019

Im November 1918 beendete ein bewaffneter Aufstand die Monarchie und die Parteien der Arbeiterbewegung übernahmen die Macht. In Neukölln proklamierten radikale Sozialistinnen und Sozialisten die „Weltrevolution“ und drängten sogar kurzzeitig die moderate Sozialdemokratie aus dem lokalen Arbeiter- und Soldatenrat. Weit über die Stadtgrenzen hinaus wurde die „Republik Neukölln“ zum Synonym für eine „bolschewistische Gewaltherrschaft“, zum Schreckgespenst besorgter Bürgerinnen und Bürger und zum Vorbild für radikale Revolutionärinnen und Revolutionäre. Was war dran am Mythos der Spartakisten-Hochburg „Neu-Moskau“, von der aus Karl Liebknecht angeblich Deutschland erobern wollte, um eine Diktatur des Proletariats nach russischem Vorbild zu errichten? Wer waren die „Bolschewiki von Neukölln“? Wofür kämpften diese Männer und Frauen und welchen Rückhalt hatten sie tatsächlich in der Arbeiterschaft? Zum Abschluss des Begleitprogramms zur Ausstellung „Revolution! Neukölln 1918/19“ des Mobilen Museums Neukölln blickt der Kurator und Historiker Henning Holsten zurück auf eine Zäsur, die nicht nur die Lokalgeschichte betrifft, sondern die Geburtsstunde der deutschen Demokratie und die Spaltung der Arbeiterbewegung. Die Veranstaltung ist entgeltfrei und beginnt um 18.00 Uhr.

Seminar

Politik und Kunst in der Sowjetunion

vom 21.03.2019 | bis zum 24.03.2019

Unter dem Titel "Politik und Kunst in der Sowjetunion" bietet die Konrad-Adenauer-Stiftung vom 21.-24. März 2019 ein politisches Bildungsforum an. Im Mittelpunkt des Studienseminars werden die gesellschaftlichen Verhältnisse in der Sowjetunion, sowie Fragen nach den Lebensumständen und der Beziehung der Menschen zur Gesellschaft stehen. Dabei ist insbesondere von Interesse wie das Leben in der Kunst dargestellt wurde. Die Arbeiten von Schriftstellern und Komponisten werden dazu untersucht. Im Zentrum stehen Bücher und Musikwerke, die das Verhältnis von Wunschdenken und Lebensdialektik offenbaren, z.B. Tschingis Aitmatow, Maxim Gorki, Konstantin Paustowski, Walentin Rasputin, Dimitri Schostakowitsch, Aram Chatschatujan, Sergei Prokofjew. Außerdem nimmt das Studienseminar die verschiedenen politischen Strömungen der Geschichte der Sowjetunion in den Blick. Das Studienseminar findet in Waren an der Müritz statt und beinhaltet auch eine Exkursion zur Kunsthalle Rostock. Weitere Informationen zum Seminar, dem Programm und dem Anmeldeverfahren finden sich hier.

Logo der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Vortrag

„Mein Großvater war Tschekist“ – Russland wagt sich an die Täterdebatte

vom 13.03.2019

Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam lädt am 13. März 2019 um 18.00 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Mein Großvater war Tschekist – Russland wagt sich an die Täterdebatte“ ein. Die Aktivistin der NRO Memorial Anke Giesen stellt zentrale Thesen ihres Dissertationsprojektes vor. Die Beobachtung, dass sich die gesellschaftliche Debatte über den Stalinismus in Russland der letzten Jahre zunehmend den Tätern widmet, wird analysiert. Die Auseinandersetzung findet hierbei meist in sozialen Medien statt und zeigt ein gestiegenes Interesse an der Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte vieler Russinnen und Russen. Welche gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen diesen Trend befördert haben und welche neuen digitalen Rechercheinstrumente der russischen Gesellschaft zur Verfügung stehen, beleuchtet der Vortrag. Der Abend wird von dem Mitarbeiter der Gedenkstätte Sachsenhausen Dr. Enrico Heitzer moderiert. 

Logo der Université Fribourg

Konferenz

The Soviet Steppe – Culture, Environment, Economics and Politics

vom 15.02.2019 | bis zum 16.02.2019

Vom 15. bis zum 16. Februar 2019 findet in Fribourg/Schweiz die Konferenz "The Soviet Steppe – Culture, Environment, Economics and Politics" statt. Die Veranstaltung widmet sich der asiatischen Steppe als kulturellem, wirtschaftlichem und politischem Raum und richtet dabei den Fokus auf die Zeit der Sowjetunion zwischen 1917 und 1991. Dabei soll unter anderem analysiert werden, welche Rolle der Kulturraum der Steppe für die Entwicklung einer gemeinsamen Identität spielte, welche Interaktionen zwischen der Steppe und dem ökonomischen Verständnis der Sowjetunion bestanden, oder welche Rolle die Steppe bei der Konstruktion eines geopolitischen Raums der Sowjetunion spielte. Die Konferenz will einen Raum für interdisziplinären Austausch bieten und lädt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Geschichte, Geographie, Literaturkritik, Kulturwissenschaft und verwandten Disziplinen dazu ein.

Screenshot der Website der "Gedenkstätte Berliner Mauer"

Tagung

Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Diktaturen nach 1949 und 1989. Wahrnehmungen und Diskurse im interdisziplinären Blick

vom 07.02.2019 | bis zum 08.02.2019

Vom 7. bis zum 8. Februar 2019 findet im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer eine Tagung unter dem Titel "Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Diktaturen nach 1949 und 1989. Wahrnehmungen und Diskurse im interdisziplinären Blick" statt. Anlass der Veranstaltung ist das Jubiläum des Falls der Berliner Mauer, der sich 2019 zum 30. Mal jährt. Die Tagung spürt Fragen nach Transformationsdynamiken nach Ende des SED-Regimes nach und rückt vor allem die Auseinandersetzung mit Täter- und Opferrollen in den Fokus. Besondere Berücksichtigung erhält außerdem die Frage, wie mit den Täter- und Opfergruppen des Dritten Reiches in der DDR sowie der BRD umgegangen wurde. Die Tagung folgt einem interdisziplinären Ansatz und nähert sich den aufgeworfenen Fragen aus einer Vielzahl von Perspektiven: juristisch und sozialwissenschaftlich ebenso wie psychoanalytisch, geschichtswissenschaftlich und biografietheoretisch. Eine verbindliche Anmeldung samt Information, an welchem Workshop teilgenommen werden möchte, wird bis zum 30. Januar 2019 per E-Mail unter anmeldung@stiftung-berliner-mauer.de erbeten. Bei Registrierung ist ein Beitrag von 18 Euro (Ein-Tages-Pauschale: 9 Euro) zu entrichten (ermäßigt 10 bzw. 5 Euro). Darin ist die Verköstigung während der Kaffee-, jedoch nicht während der Mittagspausen enthalten. 

Logo des Museums Neukölln

Sonderausstellung

Revolution! Neukölln 1918/19

vom 18.01.2019 | bis zum 15.04.2019

Das Mobile Museum Neukölln zeigt unter dem Titel „Revolution! Neukölln 1918/19” vom 18.01.2019–15.04.2019 in der Helene-Nathan-Bibliothek eine Sonderausstellung, die sich thematisch mit der Revolution 1918/19 in Deutschland beschäftigt. Die Revolution am Ende des Ersten Weltkrieges führte zum Ende des Deutschen Kaiserreiches und zur ersten parlamentarischen Demokratie, der Weimarer Republik, in Deutschland. Die Sonderausstellung geht besonders auf die revolutionären Ereignisse in Neukölln ein und beschreibt, wie hier die Revolution wahrgenommen wurde und welchen Verlauf sie nahm. Neukölln war 1918 die sozialistische Hochburg. Dort versammelten sich während der Revolution die Kriegsgegner und die Kriegsbefürworter des Spartakusbundes, der besonders in Neukölln eine starke Basis hatte. Die Ausstellung zeichnet nach, wie sich die Stimmung und Ereignisse während der Revolution im Stadtteil Neukölln wandelten. Verlief der 9. November 1918 noch relativ ruhig in Neukölln, waren dagegen die Januarkämpfe vor allem von Gewalt und Straßenkämpfen geprägt. Chronologisch zeichnet das Museum die Ereignisse in Neukölln vom 9. November 1918 bis März 1919 nach. Mehr Informationen zur Ausstellung und zu dem umfangreichen Begleitprogramm finden sie hier.

Logo der Humboldt-Universität Berlin

Workshop

Es ist nicht alles gesagt. Ein Workshop zur DDR-Forschung

vom 30.11.2018 | bis zum 01.12.2018

Vom 30. November 2018 bis zum 1. Dezember 2018 findet am Institut für Geschichtswissenschaft der Humboldt-Universität Berlin ein Workshop unter dem Titel „Es ist nicht alles gesagt. Ein Workshop zur DDR-Forschung“ statt. Die Veranstalter nehmen den 2019 anstehenden 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution zum Anlass, gängige geschichtswissenschaftliche Forschungsansätze zur DDR kritisch zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen. Dabei sind folgende Themenfelder vorgesehen: Konzeptionelle Überlegungen zur Nutzung zentraler Begriffe innerhalb der DDR-Forschung; Praktische und Methodische Überlegungen in Hinblick auf die Quellenlage und Oral History; Die DDR aus der Perspektive der Akteur/innen; Lokal- und Regionalstudien zur Analyse der Herrschaftspraxis in der DDR sowie Forschungen zu einer Geschichte „von unten“.

Logo der KAS

Konferenz

Christian Democrats in Exile 1925-1989

vom 21.11.2018 | bis zum 23.11.2018

Vom 21. bis 23. November 2018 findet in Bonn die Konferenz „Christian Democrats in Exile 1925-1989“ statt. Organisiert wird die Konferenz von der Civitas und der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Konferenz will einen globalen und transnationalen Blickwinkel auf die Christdemokratie entwickeln. Der Fokus wird dabei auf den Exilerfahrungen von Christdemokratinnen und -demokraten gelegt. Radikale Umbrüche sorgen im Laufe des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Ländern und Regionen dafür, dass Christdemokratinnen und -demokraten ihre jeweiligen Heimatländer verlassen müssen. Dazu gehört zum Beispiel die Bolschevistische Revolution, das Aufkommen des Faschismus oder die revolutionären Umbrüche in Lateinamerika. Innerhalb dieses Rahmens formulieren die Veranstalterinnen und Veranstalter drei Ziele für die Konferenz: die Zusammenführung von neuer, archiv-basierter Forschung zu den Erfahrungen und zur Politik des Exils; ein Überkommen von traditionellen räumlichen und zeitlichen Begrenzungen in der Analyse von Exilerfahrung; und ein Überwinden von althergebrachten Vorstellungen von „Ideen“ im Exil.

Logo der Sorbonne Université/Faculté des Lettres

Konferenz

Revolution aus subjektiver Perspektive – Revolution in the subjective mode

vom 09.11.2018 | bis zum 10.11.2018

Vom 9. bis 10. November 2018 findet die Konferenz "Revolution aus subjektiver Perspektive" am Maison Heinrich Heine in Paris statt. Das hundertjährige Jubiläum der Deutschen Revolution 1918/19 ist Anlass für eine enorme Bandbreite von Veranstaltungen und Publikationen zum Thema. Während sich ein Großteil dieser Annäherungen um einen Überblick über die Ereignisse bemühen und auf Vollständigkeit von deren Darstellung angelegt sind, setzt die Konferenz auf die Perspektive des Subjekts beim Versuch, ein Verständnis der Ereignisse 1918/19 zu erlangen. Die Analyse von literarischen Texten, Tagebüchern, Presseartikeln und künstlerischen Werken, die das persönliche Erleben der Verfassenden widergeben, sollen zum einem weiteren Verständnis der Ereignisse der Deutschen Revolution führen. Dass dies kein einheitliches Bild, welches sich in ein vorgefertigtes Theoriekonstrukt fassen lässt, ergeben wird, ist zu erwarten und als ein Beitrag dazu, "Geschichte von unten" zu schreiben von den Veranstalterinnen und Veranstaltern gewünscht. Konferenzsprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch. 

Screenshot von historische-kommission.lwl.org

Tagung

Aufbruch in die Demokratie. 100 Jahre Revolution im Rheinland und in Westfalen

vom 08.11.2018 | bis zum 09.11.2018

Am 8. und 9. November findet im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen die Tagung der Historische Kommission „Aufbruch in die Demokratie. 100 Jahre Revolution im Rheinland und in Westfalen“ statt. Der Winter 1918/19 markiert in Deutschland den Übergang von der Monarchie zur Demokratie. Doch während die langfristigen Folgen dieses Wandels sich deutschlandweit manifestieren gestaltet sich die Übergangsphase regional unterschiedlich. Die Veranstaltung will sich dieser regionalen Vielfalt widmen und die Besonderheiten der Revolutionsmonate für das Ruhrgebiet mit Essen und Dortmund, die rheinischen Städte Düsseldorf, Krefeld und Köln sowie für das Bergische Land und das Sauerland analysieren. Themen sind unter anderem die Rolle des Militärs, die Rolle der Frauen in der Revolution, sowie der Aufstieg antisemitischer Bewegungen im Zuge der Revolution. Zur Tagung sind alle Interessierten eingeladen, eine detaillierte Einladung wird noch erstellt und veröffentlicht. Wegen der Sicherheitsanforderungen des Landtags ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich.

Friedrich-Ebert-Stiftung Logo

Konferenz

Archiv für Sozialgeschichte 59 (2019): "Die Welt verändern – Revolutionen in der Geschichte“

vom 25.10.2018 | bis zum 26.10.2018

Der Band 2019 des Archivs für Sozialgeschichte steht unter dem Leitthema „Revolutionen“. Ziel ist es, der Debatte über Revolutionen neuen Schwung zu verleihen. Am 25. und 26. Oktober 2018 wird eine Tagung mit eingeladenen Autoren und Autorinnen bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin stattfinden. Zu folgenden Themenblöcken werden Referierende Inputs geben und Thesen zur Diskussion gestellt werden: Zeiten der Revolution. Hierbei wird nach der Zeitlichkeit und den Formen von Revolutionen gefragt. Welche Vorstellung von gesellschaftlicher Ordnung liegt revolutionären Bewegungen zu Grunde? Müssen Revolutionen immer spontan erfolgen oder gibt es auch geplante? Welche Rolle nimmt Gewalt in den Revolutionsphasen ein und durch welches Rechtsempfinden werden die Bewegungen bestimmt? Ziele und Objekte des revolutionären Wandels. Unter diesem Themenschwerpunkt wird nach den Zielen und Objekten des revolutionären Wandels gefragt: Gegen wen richtet sich die revolutionäre Praxis? Welche Arten antirevolutionärer Bewegungen gab es und durch welche Motive waren diese geprägt? Durch revolutionäre Bedrohungsszenarien wurden eigene Legitimationsideologien, eigenes Recht und spezielle Formen des „Notstandes“ geschaffen. Diese Kulturen des revolutionären Ausnahmezustandes stellen einen gewinnbringenden Analysegegenstand dar. Akteure und revolutionäre Handlungsdynamiken. Unter diesem Aspekt wird nach den Akteuren, den revolutionären Handlungsdynamiken und den Folgen von Revolution gefragt. Welche Ziele konnten durchgesetzt werden und wie weit reichten die Veränderungsimpulse? Räume der Revolution. Der Begriff der Revolution besitzt seine eigene Geschichte. Deshalb stellt sich die Frage, ob das Konzept außerhalb von Europa Aussagekraft beinhaltet. An dieser Stelle sind deshalb besonders auch Themen mit außereuropäischem Kontext erwünscht.

Logo der Ludwig-Maximilians-Universität München

Konferenz

Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses

vom 18.10.2018 | bis zum 20.10.2018

Christopher Dillon vom King's College London, Christina von Hodenberg von der Queen Mary University of London, Steven Schouten von der University of Amsterdam und Kim Wünschmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München laden zur Konferenz "Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses" ein. Als Schlüsselereignis markiert die Deutsche Revolution von 1918-19 einen historischen Wendepunkt, dennoch bleibt sie oft wenig verstanden. Die Idee der Konferenz ist es, die Geschichte der deutschen Revolution neu zu bewerten, indem die Aufmerksamkeit auf die Praktiken und die Vertretung von Protagonisten außerhalb der politischen Eliten gelenkt wird. Es gilt die subjektive Dimension der Ereignisse zu betrachten und die vielfältigen Erwartungen, Erfahrungen und Antworten der Deutschen zu erforschen - egal ob jung oder alt, weiblich oder männlich, ländlich oder urban, katholisch, evangelisch oder jüdisch. Der Fokus soll unter anderem auf der Mobilisierung und gesellschaftlichen Durchdringung der Revolution, ihren Auswirkungen auf das tägliche Leben, der Zerstörung von ererbten Autoritätsmustern, der Entstehung neuer Zugehörigkeiten, Grenzen und kulturellen Ausdrucksweisen, sowie dem komplexen und umstrittenen Erbe für das Projekt der Weimarer Republik gerichtet werden. Begrüßt werden interdisziplinäre Ansätze und Beiträge, die den Zeitrahmen November 1918 bis Mai 1919 kritisieren und die deutsche Revolution in den Zusammenhang längerfristiger Entwicklungen setzen.

Screenshot Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Vortrag

Die sowjetischen Speziallager im Kontext der alliierten Entnazifizierung und Internierung

vom 02.04.2019 | bis zum 02.04.2019

Am 2. April 2019 hält der Historiker Andrew Beattie im Besucherzentrum der Gedenkstätte Sachsenhausen einen Vortrag mit dem Titel „Die sowjetischen Speziallager im Kontext der alliierten Entnazifizierung und Internierung“. Der Vortrag greift die Debatte um die Deutung der Speziallager in der Sowjetischen Besatzungszone auf und geht der Frage nach, ob die Speziallager vorrangig Instrumente stalinistischer Verfolgung waren oder gezielt NS-belastete Personen inhaftiert wurden. Außerdem wird Andrew Beattie in vergleichender Perspektive die Praxis in Österreich vorstellen.

Konferenztitel

Archiv

1989-2019: Die Revolutionen in der DDR und Ostmitteleuropa - Globale Entwicklungen und Perspektiven

vom 19.03.2019 | bis zum 20.03.2019

Mit den Jahren 1989/90 verbindet sich eine historische Zäsur – mit nachhaltigen Wirkungen für Deutschland und die Welt. 30 Jahre später gilt es, an die historischen Ereignisse, ihre Ursachen und Nachwirkungen zu erinnern und aktuelle Fragestellungen zu diskutieren: Welche Deutungsmuster gibt es für die revolutionären Veränderungen in den unterschiedlichen Staaten? Inwiefern lassen sich globale Wechselwirkungen in den Blick nehmen? Was ist von 1989/90 geblieben? Der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Deutsche Gesellschaft e. V. möchten mit der Konferenz einen Beitrag zu einer vergleichenden Gesamtperspektive auf die »Friedlichen« Revolutionen von 1989/90 in der DDR und in ausgewählten Ländern Ostmitteleuropas leisten. Dabei sollen die Auf- und Umbrüche in ihren globalen Wirkungen verortet werden. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik werden sich mit den Auswirkungen und gegenseitigen Einflüssen der Auf- und Umbrüche in der DDR und in Ostmitteleuropa, den Internationalen Bezügen und systemübergreifenden Prozessen sowie dem erinnerungskulturellen Umgang mit den Revolutionen auseinandersetzen. Diese Konferenz bildet den Auftakt der siebenteiligen Diskussionsreihe »REVOLUTION! 1989 – Aufbruch ins Offene«, die vom Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Deutschen Gesellschaft e. V. realisiert wird. Die Veranstaltungen (09.04., 07.05., 04.06., 03.09., 01.10., 05.11., 03.12.2019) finden jeweils von 18:00 bis 20:00 Uhr in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur statt.

Logo des Helle Panke e.V.

Archiv

Die zweite Revolution? – Das Frühjahr 1919 in Deutschland und Europa

vom 07.03.2019

Am 7. März 2019 findet im Rathaus Lichtenberg in Berlin die Konferenz "Die zweite Revolution? – Das Frühjahr 1919 in Deutschland und Europa" statt. Im Zentrum der Konferenz steht der Gedanke, dass das Jahr 1919 das eigentliche Revolutionsjahr sei. Dies steht entgegen dem gängigen Verständnis, das die Jahre 1917 und 1918 als "die" Revolutionsjahre versteht: 1917 als das Jahr der Russischen Revolution, deren Ideen maßgeblichen Einfluss auf revolutionäre Bewegungen weltweit haben, und 1918, das Jahr in dem mit dem Aufstand der Kieler Matrosen die deutsche Novemberrevolution ihren Anfang nimmt. Die Konferenz lokalisiert dagegen im Jahr 1919 und seinen den massenhaften Streiks, Unruhen und Versuchen, die gesellschaftlichen Verhältnisse von Grund auf umzukehren – in Deutschland und ganz Europa – das eigentliche Revolutionsjahr. Die Konferenz ist in vier Panels gegliedert: Die Schicksale der Revolution; Chancen und Risiken des deutschen Frühlings 1919; Momente der Weltrevolution; Revolutionärer Aufbruch und blutige Konterrevolution in Berlin. Die Konferenz wird in Kooperation von Helle Panke e.V. und dem Bezirksmuseum Lichtenberg organisiert; Veranstaltungsort ist das Rathaus Lichtenberg. Die Teilnahmekosten betragen 10,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich. 

Konferenz

Parliaments and Political Transformations in Europe and Asia: Political Representation in Russia, China, Mongolia, and Ukraine in the Twentieth and Twenty-First Century

vom 12.02.2019 | bis zum 13.02.2019

Unter dem Titel “Parliaments and Political Transformations in Europe and Asia: Political Representation in Russia, China, Mongolia, and Ukraine in the Twentieth and Twenty-First Century” lädt die Universität Heidelberg vom 12.02.2019 bis 13.02.2019 zu einem Workshop ein. Thematischer Fokus des Workshops liegt auf der Entwicklung der politischen Repräsentation und der deliberativen Entscheidungsfindung in der Ukraine, China, der Mongolei, Russland, sowie in der ehemaligen Sowjetunion, dem Qing-Reich und im ehemaligen Russischen Kaiserreich. In Hinblick auf bedeutsame politische und soziale Veränderungen im 20. Und 21. Jahrhundert soll die Rolle von Parlamenten näher analysiert werden. Dabei wird die Entstehung von so genannten „peripheral parliaments“ in Eurasien zu Beginn des 20. Jahrhunderts beleuchtet, sowie die Entwicklung parlamentarischer Institutionen in China, der ehemaligen Sowjetunion und der Mongolei verfolgt. Der Workshop ist Teil des Projekts „Entangled Parliamentarisms: Constitutional Practices in Russia, Ukraine, China, and Mongolia, 1905–2005” (ENTPAR)”.

Tagung

DEFA-Kinderfilm Tagung in Halle/Saale

vom 06.02.2019 | bis zum 08.02.2019

Vom 6. bis 8. Februar 2019 findet an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die DEFA-Kinderfilm Tagung statt. Unter dem Titel „Von Pionieren und Piraten – Der DEFA-Kinderfilm in seinen kulturhistorischen, filmästhetischen und ideologischen Dimensionen“ diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen und Regionen die Frage, wie sich die Geschichte der DEFA-Kinderfilme differenziert erfassen lässt und welche aktuelle Bedeutung die Filme für die Gesellschaft haben. Die Kinderfilme der DEFA sind wissenschaftlich bisher nur unzureichend erforscht. Dabei gehören die Filme zum kulturellen Zeugnis einer Gesellschaft und sind wertvolle Erinnerung an eine vergangene Kindheit. Zugleich war die Filmproduktion als Erziehungsmedium instrumentalisiert. Die Tagung geht den Fragen, nach welche Themen in den Filmen behandelt wurden, was die Kinderfilme über die Beschaffenheit der Gesellschaft aussagen und welche Werte die Filme vermittelten. Zudem wird nach den ästhetischen Strategien der Filme, sowie den dramatischen oder narrativen Besonderheiten gefragt. Auch Gäste sind zu den Vorträgen und öffentlichen Abendveranstaltungen herzlich willkommen.

Screenshot Website des Forschungsprojekts: Late Soviet Village: People, Institutions, and Things between the socialist cult of urbanity and ruralisation of urban life styles, mit BIld aus: Arsen’ev, Vsevolod: Nostal’giia. Provintsial’naia Rossiia. Fotoal’bom, Moscow 2012, p. 57.

Workshop

Late Soviet Material Culture: Things and Objects between “Rural” and “Urban”

vom 14.12.2018

Das Forschungsprojekt Late Soviet Village: People, Institutions, and Things between the socialist cult of urbanity and ruralisation of urban life styles am Lehrstuhl für die Geschichte Osteuropas der Universität Zürich lädt am 14.12. zu einem Workshop mit dem Titel Late Soviet Material Culture ein. Das Forschungsprojekt untersucht das Verhältnis von urbanen und ruralen Lebenswelten in den letzten Jahrzehnten der Sowjetunion. Der internationale Workshop fokussiert sich hierbei auf Kulturen des Materiellen. In drei Panels werden renommierte Expertinnen und Nachwuchswissenschaftler beispielsweise über Produktdesign in ländlichen Regionen, die Industriearchitektur in Sibirien oder über Sägewerke in Karelia am Ende der Sowjetunion diskutieren. Aber auch theoretische Vorüberlegungen über einen spezifisch sowjetischen Materialismus werden im ersten Panel diskutiert. Hierdurch sollen neue Erkenntnisse über die alltäglichen Lebenswelten und ihre Transformationsprozesse der ländlichen Bevölkerung am Ende der Sowjetunion gewonnen werden.

Logo der Universität Tartu

Konferenz

From Destalinization to the Global Sixties: The Baltic Union Republic in the 1950s-1960s

vom 24.11.2018 | bis zum 25.11.2018

Vom 24. bis 25. November 2018 findet an der Universität Tartu/Estland die Konferenz „From Destalinization to the Global Sixties: The Baltic Union Republic in the 1950s-1960s“ statt. In den 1950er- und 1960er-Jahren veränderte sich die Sowjetunion entscheidend: von einem Terrorregime und einer wirtschaftlich desolaten Diktatur hin zu einem autoritären Staat mit bescheidenen sozialstaatlichen Zügen. Während diese Veränderung in der internationalen Geschichtswissenschaft in der jüngeren Vergangenheit viel Beachtung fand, hat sich die Geschichtswissenschaft in den baltischen Staaten bisher vornehmlich mit den Phasen des Zweiten Weltkriegs und den direkt darauf folgenden Jahren stalinistischer Herrschaft beschäftigt. Diese Forschungslücke möchte die Konferenz zu schließen beginnen und lädt dazu renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein.

Screenshot von apeg1918.wordpress.com

Konferenz

1918: Die kurze Zeit des Neuen Menschen

vom 15.11.2018 | bis zum 16.11.2018

Vom 15. bis 16. November 2018 findet in Lissabon die Fachtagung des portugiesischen Germanistenverbands zum Thema "1918: Die kurze Zeit des Neuen Menschen" statt. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges schien ein Neuanfang greifbar. Bestrebungen zur Umwandlung der Gesellschaft und des Menschen zum Neuen und Besseren äußerten sich in Politik, Kunst, und Philosophie – und waren maßgeblich beeinflusst von marxistischen Ideen und dem Erfolg der russischen Revolution im Jahr zuvor. Welches Vermächtnis hat uns diese, im Rückblick so kurze, Zeit zwischen den beiden Weltkriegen hinterlassen? Welche Prozesse lassen sich beobachten, die bis heute nachwirken? Wie können wir die Zeit aus unserer heutigen Perspektive deuten? Der portugiesische Germanistenverband lädt alle Interessierten ein, sich auf der Konferenz aus den Perspektiven von Literatur, Kunst, Film, Philosophie und Geschichte zu widmen.

Screenshot von visitberlin.de

Archiv

Die Revolution in Berlin 1918/19. Fotografie, Film, Musik, Alltag, Museum für Fotografie, Berlin

vom 09.11.2018 | bis zum 03.03.2019

Vom 9. November 2018 bis zu 3. März 2019 findet im Museum für Fotografie Berlin die Ausstellung "Die Revolution in Berlin 1918/19. Fotografie, Film, Musik, Alltag" statt. Die Ausstellung versammelt Bildmaterial in Form von Fotografien aber auch Filmen, welche im Winter 1918/19 in Berlin entstanden sind. Sowohl denjenigen Aspekten des Berliner Lebens, das von den revolutionären Ereignissen unbeeinflusst wurde, als auch denjenigen, die stark von ihnen geprägt wurden, biete die Ausstellung dabei Platz. Darüber hinaus bietet die Ausstellung durch den Einbezug von Unterhaltungsmusik als wichtiges Medium des Revolutionswinters eine bislang oft vernachlässigte Perspektive auf die Ereignisse des Jahres 1918/19. Das Datum der Ausstellungseröffnung markiert den 100. Geburtstag der doppelten Ausrufung der Republik durch Karl Liebknecht und Philipp Scheidemann, die nach teils blutigen Auseinandersetzungen das endgültige Ende der Monarchie in Deutschland markierte und schließlich in der Gründung der Weimarer Republik münden würde. Die Ausstellung geht dabei über eine schlichte Präsentation des Materials hinaus und stellt die Frage, welche Rolle Bildern bei der Vermittlung von Informationen zukommt.

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr hat seinen Hauptsitz in der Villa Ingenheim in Potsdam, Urheber: karstenknuth, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Workshop

Blicke auf die Revolution 1918/19

vom 01.11.2018 | bis zum 02.11.2018

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam richtet im November 2018 in Zusammenarbeit mit dem Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte und dem Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg den Workshop „Blicke auf die Revolution 1918/19“ aus. Vor dem Hintergrund eines neuen Interesses an den Ereignissen vom Kieler Matrosenaufstand über die Novemberrevolution bis zum Einsatz des Militärs wollen die Organisatoren neue Forschungsergebnisse diskutieren. Dabei sollen die revolutionären Ereignisse in den Novembertagen 1918, die Frage nach dem Verhältnis von Peripherie und Zentrum und die Rekonstruktion der Handlungen wie Sichtweisen von Akteuren und Institutionen mit ihren Intentionen und Handlungsspielräumen betrachtet werden. Diese drei Dimensionen werden auf vier Sektionen verteilt, so dass multiperspektivisch die Realgeschichte im November 1918 in Kiel und Berlin sowie die Retrospektive, also der erinnerungskulturellen Umgang mit Meuterei und Novemberrevolution in je zwei Sektionen im Zentrum stehen. Die Referate haben eine Länge von 20 Minuten. Eine Veröffentlichung als Tagungsband ist geplant.

Logo der Friedrich-Ebert-Stiftung

Konferenz

Lehren aus der Vergangenheit: Totalitarismus in Museen, Gedenkstätten, Archiven und Medien in modernen Russland und Deutschland

vom 21.10.2018 | bis zum 27.10.2018

Vom 21. bis zum 27. Oktober 2018 findet in Moskau und in Smolensk eine deutsch-russische Konferenz zum Thema "Lehren aus der Vergangenheit: Totalitarismus in Museen, Gedenkstätten, Archiven und Medien in modernen Russland und Deutschland" statt. Sie richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Doktoranden und Postdocs aller Fachrichtungen aus Deutschland und aus Russland, die sich mit den folgenden Themen befassen: Totalitarismus im Spiegel der Geschichts- und Geisteswissenschaften: Forschungsfelder, Begriffe, Methoden und Kontroversen; Herrschaftssystem und Herrschaftsstrukturen totalitärer Systeme im Spiegel der gegenwärtigen Forschung; Herrschaft und Alltag im Totalitarismus; Erinnerung an Gewalt und Verbrechen von totalitären Regimen im 20. Jahrhundert; Gedenkstättenarbeit und Präsentationstechniken in KZ-Gedenkstätten. Organisiert wird die Veranstaltung von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in der Russischen Föderation, der AG Zivilgesellschaft des Petersburger Dialogs und dem Russischen Staatsarchiv für sozialpolitische Geschichte (RGASPI); sie wird vom Menschenrechtsrats beim Präsidenten der Russischen Föderation unterstützt.

Screenshot von ebert-gedenkstaette.de

Veranstaltungsreihe

100 Jahre Novemberrevolution. 9. November 1918. Wendepunkte der deutschen Geschichte

vom 16.10.2018 | bis zum 12.12.2018

Der 9. November 1918 ist einer der wichtigsten Wendepunkte in der deutschen Geschichte: nach den Entbehrungen des Ersten Weltkriegs und inspiriert durch die russische Revolution 1917 kommt es 1918 auch in Deutschland zum Aufstand gegen das kaiserliche Regime. Der letzte kaiserliche Reichskanzler übergibt dem SPD-Vorsitzenden Friedrich Ebert die Regierungsgeschäfte. Das Ende der Kaiserzeit ist somit besiegelt, ein wichtiger Schritt in Demokratie, die sich in der Weimarer Republik manifestiert, wurde gemacht. Anlässlich des 100. Jahrestages dieses bedeutenden Datums organisiert die Heidelberger Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte im Herbst 2018 ein vielfältiges Programm, um an die Ereignisse und Errungenschaften des Revolutionsjahres zu erinnern. Die Formate reichen von einer Vortragsreihe "100 Jahre Republik in Deutschland und Europa", über öffentlichen Themenführungen bis zu Buchpräsentationen. Der Eintritt ist frei; alle Angebote der Gedenkstätte (Führungen, Veranstaltungen u. a.) sind kostenlos.