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Aktuelles

In der Kategorie Aktuelles finden Sie ständig neue Termine, Artikel, Veranstaltungen und Mitteilungen zum Thema Aufarbeitung des Kommunismus.

 

In der Unterkategorie News sind Meldungen zum Zeitgeschehen sowie Ausschreibungen und Mitteilungen befreundeter Aufarbeitungsinstitutionen eingestellt. Bundesstiftung informiert über Neuigkeiten, Fördermöglichkeiten und verschiedene Veranstaltungsformate aus unserem Haus.

Vielleicht findet ja eine interessante Veranstaltung in ihrer Nähe statt? Die Unterkategorie Termine bietet erstmals einen weltweiten Überblick zu Veranstaltungen zum Thema Kommunismus. Aktuelle wissenschaftliche Konferenzen, Tagungen und Call for Papers, aber auch Theaterstücke, Seminare und Sonderausstellungen, die sich mit der Historisierung und Verarbeitung kommunistischer Vergangenheiten beschäftigen werden in Kurztexten vorgestellt. Über unsere interaktive Karte lassen sich die Termine auch nach Veranstaltungsorten durchsuchen. Für Recherchezwecke sind im Archiv alle vergangenen Veranstaltungen aufrufbar.

OnlinePresse versammelt eine Auswahl an tagesaktuellen Zeitungsartikeln, die historische Ereignisse der Kommunismusgeschichte kommentieren, ihre Folgen bis in die Gegenwart aufzeigen und auf die unterschiedliche Rezeption in Kultur, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft hinweisen.

In Kooperation mit dem deutschsprachigen geschichtswissenschaftlichen Fachinformationsportal HSozKult präsentieren wir Ihnen eine Reihe ausführlicher Veranstaltungsnachlesen und Ausstellungsrezensionen in der Unterkategorie Berichte.

 

Transformation als Erfahrungsraum. Transnationale Perspektiven

Berichte | Tagungsbericht | vom 07.03.2019 | bis zum 08.03.2019 | Institut für Zeitgeschichte München - Berlin | Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung
Logo des Instituts für Zeitgeschichte
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Am 7. Und 8. März 2019 fand in Berlin die Tagung "Transformation als Erfahrungsraum. Transnationale Perspektiven" statt. Der Fokus der Veranstaltung lag auf post-sozialistischen Transformationserfahrungen in der DDR und Ostmittel- bzw. Südosteuropa nach 1990, Transformationserfahrungen, die in die 1980er-Jahre zurückreichen sowie – aus vergleichender Perspektive – Transformationsprozessen in Westeuropa, die nicht durch einen politischen Regierungswechsel definiert wurden. In Bereicherung der klassischen Transformationstheorie, die Prozesse vor allem auf der Makroebene beobachtet, sollte bei dieser Veranstaltung eine erfahrungs- bzw. mikrogeschichtliche Perspektive auf Transformationsprozesse eingenommen werden. Die Beiträge gingen von vier zentralen Erfahrungsräumen aus, in denen sich die Transformationsprozesse konstituierten: Industriebetriebe, Märkte, Gewerkschaften und soziale Bewegungen, Städte/Regionen. Die Tagung wurde vom Institut für Zeitgeschichte München – Berlin und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung organisiert.
Makroökonomische und politische Transformationsprozesse haben weitreichende Auswirkungen auf gesellschaftliche Strukturen, kulturelle Normen sowie alltägliche Lebenswelten. Jedoch hat sich die Transformationsforschung bislang hauptsächlich auf die politische Steuerung dieser Umwälzungen fokussiert und deren Scheitern oder Erfolg als zentralen Maßstab gesetzt. Erfahrungs- und mikrogeschichtliche Dimensionen von Transformationsprozessen sind hingegen durch die geschichtswissenschaftliche Forschung kaum systematisch aufgegriffen worden. Hier setzte der Workshop an, dessen Grundgerüst zwei Forschungsprojekte mit unmittelbarem Bezug zum Konzept der „Transformation“ bildeten.

Den ganzen Tagungsbericht von Jonas Jung und Paul Sprute für H-Soz-Kult können Sie hier nachlesen.

Konferenzübersicht:

Dierk Hoffmann (Berlin) / Ulf Brunnbauer (Regensburg): Begrüßung

Sektion I – Industriebetriebe: das Beispiel Werften

Moderation: Hermann Wentker (Berlin)
Eva Lütkemeyer (München): Zwischen Zukunftsoptimismus und Krise. Die Transformation der ostdeutschen Werftindustrie als Erfahrungsraum nach der "Wende"
Ulf Brunnbauer (Regensburg): Transformation als Dauerprojekt: Die Werften Uljanik (Pula) und Gdynia im Vergleich
Johanna Wolf (Leipzig): Wahrnehmung und Reaktion von Gewerkschaftern auf Krisen- und Transformationsprozesse in der westeuropäischen Schiffbauindustrie

Sektion II – Gewerkschaften und Betriebsräte

Moderation und Kommentar: Stefan Berger (Bochum)
Moritz Müller (Bochum): „Hilfe zur Selbsthilfe“? Entstehung und (vorläufiges) Scheitern eines Beteiligungsansatzes der IG Metall in den 1970er- und 1980er-Jahren
Christian Rau (Berlin): Ein „gewerkschaftsfreier Raum“? Gewerkschaftsstrukturen und -kulturen in Ostdeutschland in den frühen 1990er-Jahren

Sektion III – Märkte

Moderation und Kommentar: Thomas Lindenberger (Dresden)
Florian Peters (Berlin): Vom „Polenmarkt“ zum Millionär? Markterfahrungen und Marktdenken in der polnischen Transformationszeit
Keith Allen (Berlin): Directing Foreign Investments to Eastern Germany: Swiss Engagements after (and before) 1989
Adrian Grama (Regensburg / München): Why Was Totalitarism Good for Business until It Was No More: Revisiting the East European Debt Crisis of the Early 1980s
Benjamin Möckel (Köln): Marktkritik und Markttransformation: „Fairer Handel“ und ethischer Konsum in Westeuropa

Sektion IV – Stadt und Region

Moderation / Kommentar: Kerstin Brückweh (Potsdam)
Andrew Hodges / Peter Wegenschimmel (beide Regensburg): Der Betrieb als Krake: Wohlfahrt, Infrastruktur und andere Verflechtungen der Werft Uljanik
Jörn Eiben (Hamburg): Die Siebziger als Achterbahn: Krisen und Transformationen in Wilhelmshaven und Wolfsburg
Ana Kladnik (Dresden): Ehrenamtliche Arbeit in Gemeinden Sloweniens und Serbiens zwischen Staatssozialismus und liberalen Kapitalismus

Joachim von Puttkamer (Jena): Abschlusskommentar

 

Veranstalter: