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Logo: Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Pressemitteilung

Erscheinen der „Chronik des Arbeitskreises ehemaliger politischer Häftlinge in der früheren DDR“

vom 28.08.2018

Dresden, 28.08.2018. Der Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur weist in einer Pressemitteilung auf das Erscheinen der „Chronik des Arbeitskreises ehemaliger politischer Häftlinge in der früheren DDR“ hin. Gegründet hatte sich der Arbeitskreis im Jahr 1958 in Westdeutschland. In ihm waren jene aktiv, die im Sowjetischen Speziallager Nr. 4, im Bautzner „Gelben Elend“, jahrelang hinter Gitter saßen. In die Freiheit gelangt, gründeten sie den Kreis, um die westdeutsche Öffentlichkeit über das Unrecht in der Sowjetischen Besatzungszone und der frühen DDR aufzuklären. 58 Jahre lang traf sich der Arbeitskreis, pflegte enge Kontakte und wirkte ins politische und kommunale Leben hinein, damit die Zeit nach 1945 nicht in Vergessenheit gerät. Die vorliegende Chronik legt ein beredtes Zeugnis davon ab. Sie hält die jährlichen Treffen von 1988 bis 2016 fest und zeigt, unterstützt durch Fotos und Originaldokumente, das Wirken des Kreises. Der kürzlich verstorbene ehemalige Häftling Johannes Oesterhelt hat die Chronik maßgeblich zusammengestellt. Sie kann über den Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur kostenfrei bezogen werden.

Cover des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung 2016

Weblaunch

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2016 online

Berlin, 05. März 2018. Ab heute ist das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2016 mit dem Titel „Konspiration und Kommunismus. Konspiration – Widerstand – Verrat: Biografische Skizzen“ als Volltext auf unserer Website verfügbar. Anhand biographischer Skizzen nähern sich die Autoren in den 15 Beiträgen dem Phänomen der Konspiration in der kommunistischen Bewegung. Die Beiträge spannen einen zeitlichen Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die Zeit der kommunistischen Diktaturen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Konspiration in Parteistrukturen, den internationalen Beziehungen, Spionage und geheimdienstliche Aktivitäten werden in den Aufsätzen thematisiert.Kommunismusgeschichte.de veröffentlicht mit einem Abstand von zwei Jahren die aktuellen Jahrbücher als Volltext. Inzwischen sind bereits 15 Jahrgänge mit circa 400 Aufsätzen, Beiträgen und Miszellen online. Anhand verschiedener Schwerpunkte werden den Lesenden die neuesten Forschungsergebnisse zur Kommunismusgeschichte präsentiert.Die Jahrgänge 2002 bis 2016 können sie hier aufrufen.

Screenshot von dissidenten.eu

Nachruf

Rumänische Bürgerrechtlerin Doina Maria Cornea verstorben

Cluj, 4. Mai 2018. Am 4. Mai 2018 starb die Bürgerrechtlerin Doina Maria Cornea. Die seit Ende der 1970er-Jahre oppositionell engagierte Philologin veröffentliche zwischen 1982 und 1989 mehr als 30 über Radio Freies Europa verbreitete offene Briefe, in denen sie sich gegen die sogenannte Systematisierung, und die damit einhergehende Zerstörung historisch gewachsener Dorfstrukturen wandte.Eine ausführliche Biografie Doina Corneas und weitere Informationen zu den Aktivitäten und Akteuren der Oppositionsbewegung in Rumänien vor 1989 finden Sie im Biografischen Lexikon Widerstand und Opposition im Kommunismus 1945–91 unter dissidenten.eu oder im biographischen Lexikon auf unserer Website.

Zuletzt diskutierten Radu Preda und Markus Meckel in Bukarest mit dem vormaligen rumänischen Staatspräsidenten Emil Constantinescu sowie der albanischen Kollegin Jonila Godole über die Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur. Plakat: www.iiccr.ro

Pressemitteilung

Ratsvorsitzender Markus Meckel in Beirat berufen

vom 01.06.2017

Bukarest, 1. Juni 2017. Das Institute for the Investigation of Communist Crimes and the Memory of the Romanian Exile in Bukarest hat den Ratsvorsitzenden der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in seinen neu geschaffenen wissenschaftlichen Beirat berufen. Das 2005 von der rumänischen Regierung gegründete Institut hat den Auftrag, Menschenrechtsverletzungen in der kommunistischen Diktatur zu untersuchen und ggf. eine strafrechtliche Verfolgung der Täter anzustoßen. Der Fokus des Instituts liegt zunehmend auf der historischen Forschung sowie der politischen Bildungsarbeit. Dementsprechend rege ist der Austausch zwischen dem Institut und der Bundesstiftung Aufarbeitung. Der Direktor des Bukarester Instituts war im laufenden Jahr u.a. Referent und Diskutant auf der 10. Geschichtsmesse im Januar in Suhl sowie auf der Konferenz „Blinde Flecken“ in der Geschichte im Folgemonat. Für Herbst 2017 planen die Bukarester Kollegen, die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ der Bundesstiftung in rumänischer Sprache sowie um weitere Ausstellungstafeln zur rumänischen Geschichte ergänzt in 100 und mehr Exemplaren zu zeigen.

Demonstrationszug in Berlin-Friedrichshain am 5.11.2017 (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

News

Altkommunisten demonstrieren in Berlin für die revolutionäre Tat

vom 05.11.2017

Berlin, 5.11.2017. Kurz vor dem 100. Jahrestag der russischen Revolution meldete nach Angaben der Polizei die Gruppe "Verein für die unliteratische Verwendung der Literatur und außergewöhnliche Brechtvorhaben" am Sonntag einen Demonstrationszug von Friedrichshain nach Moabit und wieder zurück an. Circa 30 Teilnehmende begleiteten den Zug, auf dem sowjetische Militärdevotionalien ausgestellt wurden. Ein Kriegsschiff und ein Panzer wurden über die Straßen Berlins gezogen. Die Demonstration wollte an den 100. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution erinnern und die Berlinerinnen und Berliner zu revolutionären Taten mobilisieren. Ob man allerdings mit altbackener Proletkulturromantik und einer Verklärung des Militarismus der 1920er-Jahre in Berlin im Jahr 2017 erfolgreiche linke Politik machen kann, bleibt stark zu bezweifeln.

Plakat der Ausstellung " Der Kommunismus in seinem Zeitalter"

Ausstellung

„Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ – Plakatausstellung im Lüchower Kreishaus-Foyer

vom 15.08.2017 | bis zum 31.10.2017

Lüchow-Dannenberg, 11.08.2017. Aus Anlass des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution schildert die Plakatausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegungen. Vom 15. August bis 31. Oktober 2017 ist sie im Foyer des Lüchower Kreishauses zu sehen. Die kommunistischen Bewegungen waren im 20. Jahrhundert dazu angetreten, nicht nur die Welt, sondern auch die Menschen grundlegend zu verändern. Ihr letztendlich totalitärer Anspruch mobilisierte rund um den Globus Millionen und entwickelte sich zum Albtraum von Abermillionen, die Opfer kommunistischer Gewaltregime wurden. Die Ausstellung umfasst 25 Plakate mit über 200 zeithistorischen Fotos, Dokumenten sowie QR-Codes, die mit Filmdokumenten im Internet verlinkt sind. Herausgeber der Ausstellung sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum Berlin. Ihr Autor ist der Frankfurter Historiker Gerd Koenen. Die Ausstellung ist im Rahmen der Reihe „KuK – Kunst & Kultur im Kreishaus“ Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 16 Uhr und Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr zu sehen. Ausführliche Informationen über die vom Frankfurter Historiker Dr. Gerd Koenen konzipierte und verfasste Schau finden sich unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/k-ausstellung

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Ausstellung

Ausstellung zur Kommunismusgeschichte stark nachgefragt

Berlin, 30.05.2017. drei Monate nach der Premiere in Berlin wird die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ von Bildungs- und Kultureinrichtungen im ganzen Bundesgebiet rege nachgefragt. Zwischenzeitlich wurden über 1.100 Exemplare der Schau an Bildungs- und Kultureinrichtungen im ganzen Bundesgebiet versandt. Die von der Bundesstiftung Aufarbeitung und dem Deutschen Historischen Museum herausgegebene Ausstellung umfasst 25 Tafeln, die als Plakatsatz im Format DIN A1 gegen eine geringe Schutzgebühr abgegeben werden. Die hier verlinkte Karte zeigt, dass es nicht nur kaum eine Region in Deutschland gibt, in der die Ausstellung nicht zu sehen sein wird. Auch aus dem Ausland wird „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ abgefragt. Die weltweite Verbreitung erfolgt nicht nur in der deutschen Druckfassung. Die Ausstellung liegt auch in englischer, französischer, spanischer und russischer Sprache vor. Interessenten, die eine der fremdsprachigen Fassungen präsentieren wollen, können die Schau dadurch unkompliziert vor Ort herstellen und präsentieren. Weitere Sprachfassungen werden derzeit in Georgien, Albanien, Rumänien und Estland vorbereitet. Ausführliche Informationen über die vom Frankfurter Historiker Dr. Gerd Koenen konzipierte und verfasste Schau finden sich unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/k-ausstellung

Logo des Estonian Institute of Historical Memory

Denkmal | Gedenkveranstaltung

Denkmal für die Opfer des Kommunismus in Estland eröffnet

vom 23.08.2018

Tallinn, 23. August 2018. Am internationalen Gedenktag für die Opfer von totalitären Regimen wurde in der estnischen Hauptstadt in Maarjamäe ein Denkmal für die Opfer des sowjetischen Regimes in Estland eingeweiht. Neben staatlichen Delegierten aus dem Baltikum, Rumänien, Kroatien, Tschechien und Ungarn nahmen auch Opferverbände an der Eröffnung teil. Das Denkmal trägt den Titel Teekond ("Reise") und wurde nach einem Entwurf des Architektenbüros Arhitektuuriburoo JVR gebaut. Das Projekt wurde durch eine Zusammenarbeit des estnischen Justizministeriums, Opferverbänden, der Stadt Tallinn, dem estnischen Architekturverband und der staatlichen Immobiliengesellschaft RKAS realisiert. Das Denkmal besteht aus zwei Teilen. Die "Reise" ist ein langer Korridor mit Namensplaketten von über 20.000 Opfern der kommunistischen Gewaltherrschaft in Estland. Durch den Korridor gelangt man in den Koduaed ("Heimatgarten"), einen freundlich gestalteten von Apfelbäumen umgebenen Platz, den man erst nach der „Reise“ durch die Diktaturvergangenheit erreicht. Das Denkmal erinnert an die 75.000 verhafteten, deportierten oder ermordeten Esten in der Zeit vom 17. Juni 1940 und 20. August 1991 während der Zeit der sowjetischen Besetzung. Auf der Website des Denkmals wurde eine Datenbank mit allen namentlich bekannten Opfern der Diktatur veröffentlicht. Mit der inhaltlichen Betreuung der Datenbank und des Gedenkortes ist das Estonian Institute of Historical Memory betraut.

Akten aus dem Bestand Hermann Weber © Reni Tillig, Bundesstiftung Aufarbeitung

Pressemitteilung

Neue Quellen zur Kommunismusgeschichte erschlossen / Bundesstiftung Aufarbeitung erinnert an den Mannheimer Historiker Hermann Weber (1928-2014)

Berlin, 20.08.2018. Der Mannheimer Historiker Hermann Weber (1928-2014) hat die Forschung zur Geschichte des Kommunismus vor und nach 1989 wesentlich geprägt. Seinen Nachlass hatte der Nestor der historischen DDR- und Kommunismusforschung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vermacht. Rechtzeitig zu Webers 90. Geburtstag am 23. August konnte das Archiv der Stiftung die Erschließung seines Dokumenten- und Bibliotheksbestandes abschließen. Damit stehen rund 95 laufende Meter Akten der Forschung zur Verfügung. Der Nachlass spiegelt sechs Jahrzehnte intensiver wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Geschichte des deutschen und internationalen Kommunismus sowie mit der DDR wider. In dieser Zeit trug der Mannheimer Historiker zahlreiche Originaldokumente namhafter kommunistischer Parteigrößen zusammen, etwa von Rosa Luxemburg und Clara Zetkin. Hinzu kommt umfangreiches Quellenmaterial aus den entlegensten Archiven. Im Bestand Hermann Weber finden sich darüber hinaus einzigartige Quellen, die die Aufarbeitung des Kommunismus vor und nach 1989 in Wissenschaft und Politik dokumentieren.Weber zählte zu den einflussreichsten Historikern im deutschen Einigungsprozess. Als Mitglied beider Bundestags-Enquetekommissionen, die sich in den 1990er Jahren mit der Geschichte und den Folgen der deutschen Teilung befassten, gehörte Weber ab 1998 zu den Begründerinnen und Begründern der Bundesstiftung Aufarbeitung, der er bis zuletzt auf das engste verbunden war. Gemeinsam mit seiner Frau Gerda hatte Hermann Weber 2003 innerhalb der Bundesstiftung die unselbständige Gerda-und-Hermann-Weber-Stiftung als Erbe ihres gemeinsamen Vermögens gegründet.

Ausstellung

Karl-Marx-Jahr in Trier

vom 05.05.2018 | bis zum 21.10.2018

Trier, 4. Mai 2018. Ein Festakt am 4. Mai in der Konstantin-Basilika in Trier bildet den feierlichen Auftakt des Karl-Marx-Jubiläums und läutet die Eröffnung mehrerer Ausstellungen in Trier anlässlich des 200. Geburtstages des Philosophen ein. Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten ist die Enthüllung der neuen Karl-Marx-Statue in seiner Geburtsstadt Trier, der am 5. Mai rund 200 Ehrengäste beiwohnen. In der großen Landesausstellung „Karl Marx 1818 - 1883. Leben. Werk. Zeit“ werden sein Leben, seine bedeutendsten Werke und sein Wirken beleuchtet. Diese wird von 5. Mai bis 21. Oktober 2018 im Rheinischen Landesmuseum Trier zu sehen sein. Auf insgesamt 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird der Werdegang Marx´ dargestellt. Die Ausstellungen behandeln nicht nur Karl Marx bedeutendste Werke selbst, sondern in den insgesamt 14 Ausstellungsräumen sind ca. 300 Zeitdokumente, Gemälde und Archivalien zu sehen. Das Stadtmuseum Simeonstift Trier zeichnet unter dem Ausstellungstitel „Stationen eines Lebens“ das Leben Marx´ in Form eines Rundganges nach, beginnend 1818 in seiner Geburtsstadt Trier bis hin zu seinem Tod 1883 in London. Mit Hilfe von Marx´ verschiedenen Lebensstationen werden Wendepunkte und wichtige Entwicklungen herausgestellt: Durch welche Personen wurde der Revolutionär, Philosoph und Gesellschaftskritiker Karl Marx beeinflusst und geprägt? Antwort auf diese und weitere Fragen zur Person Marx gibt die Ausstellung auf insgesamt 600 Quadratmetern mit Hilfe persönlicher Zeitdokumente. Durch zwei weitere ergänzende Partnerausstellungen im Museum Karl-Marx-Haus und im Museum am Dom werden die Wirkungsgeschichte sowie zeitgenössische Aspekte näher beleuchtet. Das Museum Karl-Marx-Haus eröffnete am 5. Mai eine neue Dauerausstellung unter dem Titel „Von Trier in die Welt. Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute“, deren Schwerpunkt auf der Wirkungsgeschichte von Marx´ Thesen bis in die Gegenwart liegt. Das Museum am Dom geht in seiner ebenfalls am 5. Mai startenden Sonderausstellung „LebensWert Arbeit“ näher auf den zentralen Begriff der „Arbeit“ in Marx´ Werken ein. Thematisiert wird vor allem der Mensch mit seinem Bezug zur Arbeit. Dabei spannt die Ausstellung den Bogen zwischen selbstbestimmter Arbeit mit dem Ziel der eigenen Selbstverwirklichung bis hin zu den Folgen einer digital und global gestalteten Arbeitswelt. Erworben werden kann eine Karl-Marx-Card für 20 €, die zum einmaligen Eintritt in die vier  Museen während der Laufzeit der Landesausstellung berechtigt.

Gedenkstein mit Kränzen für die die Opfer politischer Repression in der Sowjetunion sowie der SBZ und der DDR.

Gedenkveranstaltung

Luxemburg-Liebknecht-Demo: Bundesstiftung Aufarbeitung erinnert an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft

vom 14.01.2018

Berlin, 14.01.2018. Zur alljährlichen Luxemburg-Liebknecht-Demonstration erinnert die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit einem Gedenkkranz auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft. „Die Geschichte des Kommunismus ist untrennbar verbunden mit der Erinnerung an die begangenen Verbrechen und das Unrecht“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky.Als politische Großdemonstration findet die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration alljährlich zum Gedenken an die am 15. Januar 1919 in Berlin durch Freikorpssoldaten ermordeten Mitbegründer der KPD Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Sie endet traditionell an der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Seit 2006 erinnert ein Gedenkstein am Rande der Gedenkstätte der Sozialisten an die Opfer politischer Repression in der Sowjetunion sowie der SBZ und der DDR.Anna Kaminsky erinnerte in diesem Zusammenhang an die massenhafte Verhaftung von Oppositionellen im Umfeld der offiziellen „Kampfdemonstration“ der DDR zu Ehren von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 30 Jahren. Am 17. Januar 1988 hatten Angehörige oppositioneller Gruppen in der DDR im Demonstrationszug Plakate mit Luxemburg-Zitaten entrollt. Mit Sätzen wie „Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“, „Der einzige Weg zur Wiedergeburt – breiteste Demokratie“ und „Wer sich nicht bewegt, spürt die Fesseln nicht“ machten sie die Gegensätze zwischen kommunistischer Propaganda und realsozialistischer Wirklichkeit deutlich. Bei der Demonstration und in den folgenden Tagen wurden mehr als 100 Oppositionelle verhaftet, mit hohen Haftstrafen bedroht und teilweise nach Westdeutschland abgeschoben.

Logo des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Projekt

Projektwoche an sächsischen Schulen zur politischen Gewalt in der DDR

vom 06.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Sachsen, 26.10.2017. Können sich junge Menschen ohne eigene Erfahrungen mit dem SED-Regime überhaupt ein Bild vom Unrecht in der DDR machen? Können Berichte von politisch Verfolgten dies befördern? Diesen Fragen wollen der Schriftsteller Utz Rachowski und der Theologe Wolfram Tschiche vom 6. bis 10. November 2017 in sächsischen Schulen nachgehen. In Schneeberg, Werdau, Freital, Dresden und Grimma führen sie zehn Veranstaltungen in Gymnasien durch und diskutieren mit Schülerinnen und Schülern über politische Gewalt in der DDR. Grundlage der Diskussion ist das Buch „Das lässt einen nicht mehr los. Opfer politischer Gewalt erinnern sich“, der aktuelle Band der Schriftreihe des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Schüler diskutieren in der Projektwoche gelesene Texte und die Geschichten der Referenten, die selbst Zeitzeugen und ehemalige Oppositionelle sind. Neben den Schulveranstaltungen gibt es eine öffentliche Abendveranstaltung. Diese findet am 6. November 2017 im Martin-Luther-King-Zentrum, Stadtgutstraße 23, in Werdau statt. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Ausstellung

Ausstellung zur Kommunismusgeschichte in Kiew präsentiert

 Kiew, 12.07.2017. Die ukrainische Fassung der Plakatausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ ist derzeit im Auslandsbüro der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Kiew zu besichtigen. Der Autor der Ausstellung, Gerd Koenen, diskutierte bei der Eröffnung am 30. Juni 2017 mit Andriy Kohut, Direktor der Staatsarchive beim Sicherheitsdienst der Ukraine SBU, Vladislawa Osmak, Leiterin des Zentrums für Urbanistik an der Kiewer Mohyla-Universität und dem in der Ukraine lebenden Historiker Andreas Umland. Die Friedrich-Naumann-Stiftung wollte mit dieser Veranstaltung eine Brücke schlagen zwischen dem deutschen und ukrainischen Überwinden des Kommunismus. Ausführliche Informationen über die vom Frankfurter Historiker Dr. Gerd Koenen konzipierte und verfasste Schau finden sich unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/k-ausstellung

Plakat zur Ausstellung "Der große Terror",  Stiftung Ettersberg

Vernissage

Sonderausstellung: Der große Terror

vom 17.06.2017

Erfurt, 13.06.2017. Die Ausstellung  »Der große Terror« in die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt) eröffnet am 17. Juni 2017. Der Gedenktag des Volkaufstandes vom 17. Juni 1953 wird zum Anlass genommen, über das Erinnern und das Gedenken an die Opfer des stalinistischen Terrors zu sprechen. Deshalb eröffnen wir mit unserem Kooperationspartner der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS e.V.) am 17. Juni 2017 um 18:00 Uhr die Sonderausstellung in den Räumen unserer Gedenkstätte.   Die Ausstellung erinnert an das Schicksal von zahllosen Menschen, die 1937/38 spurlos verschwanden. Der polnische Fotograf und Journalist Tomasz Kizny ist zur Eröffnung vor Ort. Außerdem spielt der russische Pianist Jascha Nemtsov zur Eröffnung vergessene, von ihm wiederentdeckte und bearbeitete Kompositionen, die im GULAG dieser Zeit entstanden sind. Die Moderation der Eröffnung übernimmt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ettersberg PD Dr. Jörg Ganzenmüller. Gefördert wurde die Ausstellung durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Gerda Henkel Stiftung, in Kooperation mit dem Wissenschaftskolleg zu Berlin und der Internationalen Gesellschaft MEMORIAL. Die Ausstellung ist Teil der Veranstaltungsreihe »Das Sowjetische Jahrhundert« der Stiftung Ettersberg, die mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert wird. Sie kann bis zum 24. September  2017 während der Öffnungszeiten im Souterrain der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße besichtigt werden.

Cover von Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2018, Berlin: Metropol-Verlag 2018.

News

»Stalinisierung« – Schwerpunkt des Jahrbuchs für Kommunismusforschung 2018

Berlin, 5. März 2018. Heute erscheint das neue Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung mit dem Schwerpunkt „Die Stalinisierung der kommunistischen Parteien in den 1920er-Jahren. Mechanismen. Protagonisten. Widersacher“. Anhand biografischer Studien wird die Stalinisierung der kommunistischen Bewegung nachgezeichnet. Beispielhaft wird das politische Handeln polnischer, sowjetischer, österreichischer und deutscher Dissidenten und Befürworter des stalinistischen Kommunismus skizziert. Damit will der Band auch an das Leben und Werk seines Begründers Professor Hermann Weber erinnern, der am 23. August 2018 seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. Seine Stalinisierungsthese wird in zwei Beiträgen konträr diskutiert, ein weiterer Artikel zum Nachlass des Wissenschaftlers in der Stiftung Aufarbeitung rundet den Schwerpunkt ab.Das Jahrbuch können Sie direkt über den Metropol Verlag (www.metropol-verlag.de) beziehen oder im Buchhandel erwerben.Die JHK-Jahrgänge 2002 bis 2016 finden Sie als Volltextversionen hier auf unserer Website.Weitere Informationen zum JHK 2018 online unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/jahrbuch

Screenshot von Startseite des Onlinedossiers auf dekoder.org: http://www.dekoder.org/de/dossier/stalinkult-entstalinisierung-aufarbeitung-erinnerungskultur

Onlinedossier | Weblaunch

Interview mit Historiker zur Erinnerung an den zweiten Weltkrieg in Russland und der Sowjetunion

vom 22.06.2018

Berlin, 22.06.2018. Anlässlich des Jahrestages des Überfalls von NS-Deutschland auf die Sowjetunion 1941, hat das Online-Portal dekoder.org im Rahmen eines Dossiers zur Re- und Entstalinisierung in Russland ein Interview mit dem russischen Historiker Alexander Etkind veröffentlicht. Der Historiker spricht vor allem über die erinnerungskulturelle Bedeutung des "großen vaterländischen Krieges" in der sowjetischen und postsowjetischen Gesellschaft. Die mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnete Online-Plattform dekoder [Russland entschlüsseln] hat ein Dossier zur Ent- und Restalinisierung in Russland gestartet. Das Projekt wird von der Bundesstiftung Aufarbeitung gefördert. Unter dem Titel "Stalin: Zwischen Kult und Aufarbeitung" werden Artikel, Essays, Reportagen, Videos, Podcasts und Infografiken auf der Website der Plattform veröffentlicht. 80 Jahre nach der Beendigung der stalinistischen Säuberungen der Jahre 1937/1938, fragt das Dossier nach der Bedeutung Stalins in der kollektiven als auch der offiziellen staatlichen Erinnerung im heutigen Russland. Ein Autorenteam aus renommierten Wissenschaftlern und Journalisten steht hinter den Beiträgen. Zudem werden Artikel aus der russischsprachigen Presse für das geförderte Dossier übersetzt.

Logo des sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Pressemitteilung

Begegnungstreffen der ehemaligen „Hoheneckerinnen“ am 28.04.2018

vom 27.04.2018

Hoheneck, 27.04.2018. Morgen findet in der Gedenkstätte Hoheneck ein Begegnungstreffen der in der DDR in Hoheneck inhaftierten Frauen statt. Den Auftakt bildet das Gedenken an die vom Kommunismus verfolgten Frauen am Gedenkstein vor der Gedenkstätte. Hoheneck war das größte Frauengefängnis der DDR. Tausende Frauen und Mädchen waren dort aus politischen Gründen eingesperrt. Sie waren unvorstellbaren Haftbedingungen ausgesetzt und dem SED-Regime schutzlos ausgeliefert. Als politische Gefangene wurden sie auf besondere Weise schikaniert. Man legte sie mit Schwerverbrecherinnen zusammen und verpflichtete sie zu Zwangsarbeit für den Arbeiter- und Bauernstaat.Die Gedenkansprache des Landesbeauftragten hält Maximilian Heidrich, der das Vermächtnis von Hoheneck vor allem als Auftrag für die politische Bildung sieht:„Die Erfahrungen müssen uns Auftrag sein, das weiterzugeben, was nicht dem Ver-gessen anheimfallen darf. Den Erinnerungen muss eine Zukunft gegeben werden. Auch deshalb ist es von zentraler Bedeutung, dass wir ein „Schloss Hoheneck“ als historisch authentischen Ort haben, innerhalb dessen eine Gedenkstätte entsteht, in der wir uns erinnern und uns historisch-politisch bilden können.“, so Maximilian Heidrich.Die Besucher haben im Anschluss Gelegenheit, mit den Zeitzeuginnen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam mit ihnen die ehemaligen Hafträume zu besichtigen. Die Begegnung der Frauen und ihre Zeitzeugenarbeit fördert der Sächsische Landes-beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.Um 17:00 Uhr hält Dr. Tobias Wunschik, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim BStU einen Vortrag über die Häftlingszwangsarbeit in Hoheneck unter dem Titel „Knastware für den Klassenfeind“. Ablauf09:30 Uhr ǀ Gedenkrede, Grußworte und Kranzniederlegung mit musikalischer Umrahmung10:00 Uhr ǀ Begehung der ehemaligen Hafträume mit den Zeitzeuginnen11:30 Uhr ǀ Informationen zum Baugeschehen13:00 Uhr ǀ Erkundung der Phänomenia (kostenpflichtig)17:00 Uhr ǀ Vortrag von Dr. Tobias Wunschik „Knastware für den Klassenfeind“

Logo der Platform of European Memory and Conscience

Pressemitteilung

Bayerisches Landeskriminalamt beginnt mit der Aufklärung der Tötungen deutscher Bürger am Eisernen Vorhang in der ehemaligen Tschechoslowakei

Prag, 13.12.2017. The Bavarian state criminal investigation office Munich(LKA München) is starting the investigation of the killings of German citizens on the IronCurtain in former Czechoslovakia. The respective criminal complaint was filed by thePlatform of European Memory and Conscience in August 2016 with the German FederalProsecutor General. The responsible persons include the last living members of thepolitburo of the Communist party of Czechoslovakia Milouš Jakeš, Lubomír Štrougal andPeter Colotka. The victims include eighteen-year-old Hartmut Tautz who was killedoutside Bratislava in August 1986. This is the first time that Germany is investigating thekillings of its citizens abroad during Communism, as well as the first time that highrankingCommunist officials are being investigated by a third country. In August 2016, the Platform of European Memory and Conscience filed a criminal complaint withthe Federal Prosecutor General in five signal cases of kilings of German citizens on the borders ofCzechoslovakia with the Federal Republic of Germany and Austria during Communism. TheGerman Federal Court has since decided that the cases will be handled by the authorities ofBavaria. In the latest development, the Bavarian state criminal investigation office in Munich(Landeskriminalamt in München) will lead the investigations. The Platform had researched at least 67 persons responsible for the deaths of the refugees whomight still be alive. On the top of the chain of command are the last living members of thepolitburo of the Communist party of Czechoslovakia Milouš Jakeš, Lubomír Štrougal and PeterColotka. One of the cases is that of eighteen-year-old Hartmut Tautz who was mauled by Borderguard dogs on the border with Austria and left to die without medical help in August 1986. “We are excited that the Platform is writing legal history”, says Dr. Neela Winkelmann, ManagingDirector of the Platform. “Since 1989, Germany has never investigated the killings of GDR-refugeeson the Iron Curtain in the Eastern bloc. Equally, no country has ever prosecuted Communistperpetrators from another country. This means that finally, the invisible borders of the formerEastern bloc are being torn down and justice is becoming more and more a universal value.”

Logo der Platform of European Memory and Conscience

Pressemitteilung

Platform of European Memory and Conscience kritisiert die bestehende Ausstellung im House of European History

Prag, Warschau, 23.10.2017. The Platform of European Memory and Consciencehas prepared a critical report on the House of European History, a project of the EuropeanParliament in Brussels inaugurated earlier this year. Based on grave shortcomings, a clearideological bias towards Marxism and historical misinterpretations, especially regardingEuropean values and the history of the Cold War, the Platform calls for the exhibition to bereplaced by an objective and professional one, prepared in a transparent way. Reacting to initial concerned reactions of visitors to the House of European History which openedin May 2017 in Brussels, the Platform of European Memory and Conscience conducted a study visitto the museum in August 2017. A team of professionals active in the field of history andremembrance from 9 countries compiled a Report edited by Paweł Ukielski, member of theExecutive Board of the Platform and Deputy Director of the Warsaw Rising Museum. According to the Platform, the permanent exhibition in the House of European History does notuphold and celebrate today’s Europe and the European unification process as a victory of European values – freedom, democracy, protection of human rights and the rule of law - over non-freedom,war and totalitarian dictatorships, but is rather an ideological, neo-Marxist exhibition which grosslymisrepresents particularly the history of the Cold War and the fall of Communism.

Stipendium

100 Jahre Umbruch in Nordosteuropa

bis zum 31.07.2017

Lüneburg, 12.05.2017. Das Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa (IKGN) der Universität Hamburg in Lüneburg vergibt ab dem 1. September 2017 ein Forschungsstipendium. Es möchte damit eine Forschungsarbeit unterstützen, die die Jahre 1917/1918 in der nordosteuropäischen Geschichte thematisiert. Diese Jahre zeichnen sich durch globale Ereignisse wie die Russische Revolution, das Ende des Ersten Weltkrieges, die Proklamierung der Weimarer Republik sowie die Unabhängigkeit der baltischen Staaten und Polens aus und hatten somit großen Einfluss auf die Geschehnisse in Nordosteuropa. Das Stipendium wird für drei Monate gewährt und richtet sich in erster Linie an Nachwuchswissenschaftler, kann aber auch an habilitierte Wissenschaftler und Professoren vergeben werden. Nur Forschungsvorhaben, für die bereits Vorarbeit geleistet wurde, kommen in Frage. Das Stipendium in Höhe von 2500 Euro pro Monat ist für den durch den Forschungsaufenthalt in Lüneburg entstehenden Mehraufwand des Empfängers bestimmt. Es wird erwartet, dass der/die Stipendiat/-in beispielsweise durch Vorträge am Institut, Lesungen oder Gespräche für die breitere Öffentlichkeit zu den Aktivitäten des Instituts beiträgt. Bewerbungen (kurze Beschreibung des Forschungsprojekts, Arbeitsplanung für den Forschungsaufenthalt, wissenschaftliches Curriculum Vitae mit Publikationsliste) sind bis zum 31. Juli 2017 einzureichen.

Logo der Platform of European Memory and Conscience

Pressemitteilung

Patronage of the European Parliament for competition for a memorial for the victims of totalitarianism in Brussels – one week left for expressions of interest!

vom 09.06.2017

Prague, 9 June 2017.  Mr Antonio Tajani, President of the European Parliament, has given an official patronage to the competition for a memorial for the victims of 20th century totalitarianism in Brussels organised by the Platform of European Memory and Conscience. Expressions of interest by artists and architects are invited by 15 June 2017. The Platform has launched an official competition website, www.memorialbrussels.eu. Following the announcement of the international competition on 26 April 2017, the Platform of European Memory and Conscience is pleased to inform that President Antonio Tajani has given an official patronage of the European Parliament to the competition by letter of 22 May 2017 to Mr Pavel Svoboda, Czech MEP. The site for the proposed memorial is the Place Jean Rey, excellently located in the heart of the European district, a large open space within site of the newly opened House of European History, the European Parliament, the European Commission and the Council of the EU. “It is important (...) that we remember those who actively opposed totalitarian rule, and who, because of their dedication, honour, courage and loyalty to ideals, should take their place in the consciousness of Europeans as heroes of the totalitarian age. The Brussels memorial will stand as an eternal symbol of our remembrance and recognition,” says President Tajani in his letter.  The Platform has launched an official competition website www.memorialbrussels.eu, cordially invites artists and architects worldwide to participate and reminds that the deadline for expressions of interest is 15 June 2017.

Pilsen (ČSSR), 1968. Foto: Dieter Prescher. © Bundesstiftung Aufarbeitung, Dieter Prescher, Bild 191

News

50. Jahrestag der Niederschlagung des Prager Frühlings

Am 20. August 1968 besetzten Truppen des von der Sowjetunion kontrollierten Militärbündnisses Warschauer Pakt die damalige CSSR, um eine politische Reformbewegung unter der Leitung von Alexander Dubček gewaltvoll niederzuschlagen. Dieser so genannte Prager Frühling - die Versuche einen Sozialismus mit „menschlichem Antlitz“ zu verwirklichen – wurde von Moskau als Konterrevolution interpretiert und mit der Okkupation von Prag gewaltvoll beantwortet. Die Ereignisse gelten als Kristallisationspunkt und entscheidende Bewegung in der Geschichte von Protest und Opposition gegen die kommunistischen Diktaturen in Osteuropa nach 1945. Die Protestierenden bezogen sich einerseits auf die gescheiterten Reformversuche in Ungarn 1956 und dem Aufstand in der DDR 1953, andererseits bezogen sich die Oppositionsbewegungen der 1970er und 1980er-Jahre auf die Versuche von Dubček. Die Brutalität im Agieren der Machthaber führte dazu, dass sich viele Menschen enttäuscht vom kommunistischen Staat abwandten. Somit ist die Bedeutung des Prager Frühlings vor allem für das Ende der kommunistischen Diktaturen als hoch einzuschätzen. Anlässlich des 50. Jahrestages möchten wir sie auf unsere vielfältigen Angebote zum Thema Prager Frühling auf unserer Website hinweisen. Neben Dubcek-Biographien, diplomatischen Quellen und wissenschaftlichen Darstellungen finden sie auch Radiofeatures aus Tschechien, spannende Dokumentarfilme mit Zeitzeugeninterviews oder ein Webportal. Mit unserem Angebot möchten wir ihnen breite multimediale Möglichkeiten an die Hand geben, um sich zu diesem wichtigen Themenkomplex der Demokratiegeschichte informieren zu können.

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Ausstellungen

„Von Trier in die Welt. Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute“

Das Geburtshaus von Karl-Marx, erbaut 1727 als Wohnhaus in Trier, wird seit 1968 von der Friedrich-Ebert-Stiftung als Museum und damit als historisch-politischer Lernort betrieben. Zu Beginn des Karl-Marx-Jahres am 5. Mai in Trier eröffnet das Museum die neue Dauerausstellung „Von Trier in die Welt. Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute“ mit Schwerpunkt auf der Wirkungsgeschichte von Marx´ Ideen und Thesen bis in die heutige Zeit. Die Ausstellung verdeutlicht, wie Marx von den Umbrüchen des 19. Jahrhunderts geprägt wurde, wie er als Kritiker des Kapitalismus als Gesellschaftsordnung und als Vordenker der Sozialdemokratie wahrgenommen wurde. Gleichzeitig stellt die Ausstellung auch den politischen Aktivisten Marx dar, der von den Ideen der Französischen Revolution geprägt und beeinflusst wurde. Den Museumsbesuchern wird veranschaulicht, wie die Werke von Karl Marx im Laufe der Zeit wahrgenommen und interpretiert wurden und immer noch werden.Die Ausstellung gliedert sich in drei Teile. Der erste Ausstellungsteil beschäftigt sich mit der Biografie Marx´, wobei seine verschiedenen Aufenthaltsorte als roter Faden dienen. Der Fokus im zweiten Teil liegt auf den Werken von Karl Marx, wodurch seine verschiedenen Funktionen dargestellt werden: Marx als Journalist, Ökonom, Philosoph und Gesellschaftswissenschaftler. Im Mittelpunkt der Analyse stehen seine Werke „Das Kapital“ und das „Kommunistische Manifest“. Der dritte und zugleich größte Ausstellungsteil widmet sich der Wirkung seiner Ideen. Untersucht wird sein Wirkungskreis von der deutschsprachigen Arbeiterbewegung bis hin zu unterschiedlichen Interpretationen seiner Werke im globalen Raum.

Screenshot von der Projektwebsite: Volksaufstand des 17. Juni 1953: live. in Twitter-Projekt anlässlich des 65. Jahrestages des Volksaufstandes in der DDR

Projekt

Twitter-Projekt anlässlich des 65. Jahrestages des Volksaufstandes in der DDR

Chester, 25. April 2018. Der britische Historiker und Dozent an der Universität Chester, Dr. Richard Millington hat sein Storytelling-Projekt Volksaufstand des 17. Juni 1953: live vorgestellt. Der Historiker wird am 17. Juni 2018 die Ereignisse am Tag des Aufbegehrens der DDR-Bevölkerung aus der Perspektive von sieben Betroffenen in Echtzeit twittern. Das reentweetment-Projekt fußt dabei auf der umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit von Millington. Eine extra Website, die Hintergrundinformationen zum DDR-Volksaufstand liefert und die twitternden Protagonisten vorstellt ist online. Der Forscher möchte mit seinem Projekt die in Großbritannien kaum bekannten Ereignisse bekannter machen und über den unkonventionellen Weg der Twistory zur wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Aufarbeitung des Aufstandes und seiner brutalen Niederschlagung beitragen.Sie können am 17. Juni unter dem Hashtag #17juni1953live oder direkt auf dem Kanal @17juni1953live dieses spannende DDR-Geschichtsprojekt mitverfolgen.

Cover des Onlinemagazins "1956. Symptome einer Revolution", KARTA Zentrum

On­line­ma­ga­zin

1956. Symptome einer Revolution

vom 27.11.2017

Berlin/Warschau 27.112017. Das KARTA Zentrum in Warschau hat das Onlinemagazin „1956. Symptome einer Revolution“ veröffentlicht, das sich den Ereignissen des Jahres 1956 widmet. Im Fokus stehen dabei vier Länder: Polen, Ungarn, die Tschechoslowakei und die DDR. Chronologisch sortiert werden Zitate der staatlichen Machthaber präsentiert und zentrale Dokumente des Geschehens im Jahr 1956 zitiert. Ebenso zu Wort kommen Teilnehmer der dargelegten Ereignisse und einfache Bürger, die ihre Meinung zum Geschehen mitteilen. Kontextualisiert werden diese Auszüge von kurzen Überblickstexten zur jeweiligen Nation, die die Ereignisse des betreffenden Tages zusammenfassen. Das reich illustrierte Magazin legt einen deutlichen Fokus auf den Ungarischen Volksaufstand im Oktober 1956, verliert aber das Geschehen in den drei weiteren betrachteten Ländern nie aus dem Blick. Das Magazin möchte ein Gesamtbild entwerfen, um eine Antwort auf die Frage zu geben, was in diesem Teil Europas in dem Jahr passierte, „das als Wende in die Geschichte eingegangen ist, aber dessen Ende nichts mehr mit dem Beginn des politischen Tauwetters gemein hatte.“ Die Publikation wurde in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erstellt.

Die Justizminister der EU trafen sich im Tallinn Creative Hub, Urheber: Aron Urb, Lizenz: CC-BY 2.0

Gedenkveranstaltung

Justizminister der Europäischen Union begehen den Europäischen Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus

vom 23.08.2017

Tallinn, 23.08.2017. Die Justizminister der Europäischen Union haben sich am Mittwoch in Tallinn getroffen, um den Europäischen Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus zu begehen. Die Einrichtung eines Gedenktages für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime in Europa im 20. Jahrhundert wurde vom Europäischen Parlament im Jahr 2009 gefordert. Der anschließend von der OSZE auf den 23. August bestimmte Gedenktag wird seitdem jedes Jahr mit einem Treffen der EU-Justizminister und Institutionen, die sich dem Studium totalitärer Regime gewidmet haben, begangen. Die diesjährige Veranstaltung fand in Tallinn statt, bei der vor allem die Einrichtung einer transnationalen Einrichtung diskutiert wurde, die die Verbrechen kommunistischer Regime aufarbeiten und die Vergehen der noch lebenden Funktionäre juristisch verfolgen soll. Auf dem Podium sprachen Professoren aus Toronto und Chișinău und Vertreter transnationaler Organisationen wie Dr. Anna Kaminsky, die Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Im Rahmen der Konferenz wurde auch die estnische Fassung der Ausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" eröffnet.

Kranzniederlegung in Malchow © Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Gedenkveranstaltung

20. Gedenkveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen 1945 –1950 e.V.

vom 06.07.2017 | bis zum 08.07.2017

Malchow, 04.07.2017: Die Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen 1945 –1950 e.V. richtet ihre jährliche Gedenkveranstaltung vom 6. bis 8. Juli 2017 in der Inselstadt Malchow aus. Zum 20. Jubiläum des Treffens soll das Gedenken in einem größeren Rahmen begangen werden. In Malchow finden eine Gedenkveranstaltung vor der ehemaligen sowjetischen Kommandantur, Gespräche mit Einwohnern Malchows sowie eine Kranzniederlegung in der Gedenkstätte an der Lagerstraße statt. Vor der Villa Blanck in Malchow soll außerdem an die jugendlichen Opfer der „Malchower Werwolftragödie“ erinnert werden. Dr. Matthias Buchholz, Leiter Archiv, Bibliothek und Dokumentation bei der Bundesstiftung Aufarbeitung, hält ein Grußwort.Innerhalb des Programms sind für die Teilnehmer Fahrten nach Waren, Penzlin und zur Mahn- und Gedenkstätte Fünfeichen für weitere Gedenkveranstaltungen geplant. Die Veranstaltung wird gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.