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Denkmal für die Opfer des Kommunismus in Estland eröffnet

News | Denkmal | Gedenkveranstaltung | vom 23.08.2018
Imagefilm: Kommunismiohvrite memoriaal Maarjamäel

Tallinn, 23. August 2018. Am internationalen Gedenktag für die Opfer von totalitären Regimen wurde in der estnischen Hauptstadt in Maarjamäe ein Denkmal für die Opfer des sowjetischen Regimes in Estland eingeweiht. Neben staatlichen Delegierten aus dem Baltikum, Rumänien, Kroatien, Tschechien und Ungarn nahmen auch Opferverbände an der Eröffnung teil. Das Denkmal trägt den Titel Teekond ("Reise") und wurde nach einem Entwurf des Architektenbüros Arhitektuuriburoo JVR gebaut. Das Projekt wurde durch eine Zusammenarbeit des estnischen Justizministeriums, Opferverbänden, der Stadt Tallinn, dem estnischen Architekturverband und der staatlichen Immobiliengesellschaft RKAS realisiert. Das Denkmal besteht aus zwei Teilen. Die "Reise" ist ein langer Korridor mit Namensplaketten von über 20.000 Opfern der kommunistischen Gewaltherrschaft in Estland. Durch den Korridor gelangt man in den Koduaed ("Heimatgarten"), einen freundlich gestalteten von Apfelbäumen umgebenen Platz, den man erst nach der „Reise“ durch die Diktaturvergangenheit erreicht. Das Denkmal erinnert an die 75.000 verhafteten, deportierten oder ermordeten Esten in der Zeit vom 17. Juni 1940 und 20. August 1991 während der Zeit der sowjetischen Besetzung. Auf der Website des Denkmals wurde eine Datenbank mit allen namentlich bekannten Opfern der Diktatur veröffentlicht. Mit der inhaltlichen Betreuung der Datenbank und des Gedenkortes ist das Estonian Institute of Historical Memory betraut.

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