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Radu Preda als Direktor des IICCMER entlassen

News | Pressemitteilung | vom 14.01.2020
Screenshot Institutslogo
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Bukarest, den 14.01.2020. Radu Preda wurde als Direktor des Instituts für die Untersuchung der kommunistischen Verbrechen und des Gedenkens an das Rumänische Exil (IICCMER) entlassen. Der vom Premierminister, Ludovic Orban (PNL) gefasste Beschluss wurde am 14. Januar 2020 im Amtsblatt veröffentlicht. Preda wurde auf Vorschlag der Konrad-Adenauer-Stiftung von Premier Victor Ponta (damals PSD) 2014 zum Direktor ernannt. Sein fünfjähriges Mandat wurde 2019 ein zweites Mal von der Regierungschefin, Viorica Dăncilă (ebenfalls PSD) verlängert. Bereits im September 2015 forderten fünf Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats - Zoe Petre, Dennis Deletant, Cristian Pârvulescu, William Totok und Adrian Cioroianu - die Entlassung Predas. Aus Protest gegen die ultrarechten Aussagen Predas legten sie ihr Amt nieder. Das Institut für die Untersuchung der kommunistischen Verbrechen und des Gedenkens an das Rumänische Exil wurde 2005 unter Koordinierung des damaligen Premierministers eingerichtet. Die Aufgabe des IICCMERs ist die wissenschaftliche Analyse der totalitären Periode und ihrer Folgen durch Forschungsarbeiten, Veröffentlichungen von Fachbänden und der Organisation wissenschaftlicher Konferenzen sowie Diskussionsrunden. Außerdem unterstützt das IICCMER die Schaffung von Bildungsmaterialien für Gedenkzwecke und sammelt, archiviert und veröffentlicht Dokumente zur Erinnerung an das rumänische Exil.