...

 

Logo der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Konferenz

The Struggle for Social Control in the Soviet Union, 1929 to 1956

vom 15.10.2020 | bis zum 16.10.2020

Vom 15. bis zum 16. Oktober 2020 findet in Jena die Konferenz „The Struggle for Social Control in the Soviet Union, 1929 to 1956“ statt. Die Veranstaltung widmet sich der Regierungszeit Stalins. Diese war geprägt von einem extrem repressiven Staat, Massenverhaftungen und der Ausweitung des Lagersystems, in dem unzählige Menschen ihr Leben ließen; der Terror wurde mit der Gefährdung der sozialistischen Utopie begründet. Die bisherige Forschung zu dem Thema hat ihren Fokus vor allem auf die Geheimpolizei als das ausführende Element der extremen sozialen Kontrolle, die die stalinistische Gesellschaft prägte, gelegt. Die Konferenz will auf der Grundlage der bestehenden Forschungsarbeiten diesen Fokus erweitern, indem der Aspekt der sozialen Kontrolle weiter gefasst wird: Er soll nicht nur von der Polizei aus gedacht werden – trotz deren unbestreitbaren enormen Macht – sondern will auch in den Blick nehmen, dass Gerichte, Staatsanwälte und ebenso Bürgerinnen und Bürger soziale Kontrolle ausübten, indem sie die bestehenden repressiven Instrumente des juristischen Apparats für sich und ihre Interessen in Anspruch nahmen. Mit dieser Herangehensweise wollen die Veranstalterinnen und Veranstalter der Konferenz zum einen die vermeintliche Dualität zwischen Staat und Bevölkerung auflösen und zum andern zur Analyse der Beziehungen zwischen einzelnen Akteurinnen und Akteuren einladen. Schwerpunkte der Konferenz sind: Ideological conceptions of social order/social engineering under/after Stalin; Crime and disorder in political and institutional communication; Law enforcement and police operations; Court proceedings; Social care institutions (esp. children/youth); Corruption.

Logo der Universität Bern

Konferenz

Men and Masculinities under Socialism. A Social and Cultural History

vom 14.05.2020 | bis zum 15.05.2020

Am 14. und 15. Mai 2020 findet am Historischen Institut der Universität Bern die Konferenz “Men and Masculinities under Socialism. A Social and Cultural History” statt. Die Veranstaltung verortet sich im Bereich der Gender Studies. Eine Herangehensweise an das Feld ist die Analyse von Männlichkeit und Maskulinitäten als soziale und kulturelle Konstrukte, die in einer gegenseitigen Beziehung zur Gesellschaft und dementsprechend zu gesellschaftlichem Wandel stehen. Diese Analyse eröffnet vielfältige Fragestellungen in Bezug auf  den post-sozialistischen Raum: Wie wurden Konzepte von Männlichkeit und Vaterschaft durch die “neuen” Frauen im Sozialismus (gebildet, unabhängig und rechtlich gleich gestellt) beeinflusst? Wie reagierten Männer auf die Gendernormen der sozialistischen Gesellschaften? Welche Rolle spielte Männlichkeit für das öffentlichen Bild einer sozialistischen Gesellschaft? Die meiste Forschung in diesem Bereich konzentriert sich bisher auf die künstlerische Artikulation von Männlichkeit; einige Arbeiten setzen sich mit Homosexualität auseinander. Die meisten Forschenden sind in den Russischen Geschichtswissenschaften zu verorten. Die Konferenz hat zum Ziel, den Horizont des Feldes zu erweitern – sowohl geografisch als auch theoretisch und disziplinär. Die Beiträge der Konferenz werden in einem Schwerpunktheft des Journals Aspaia: The International Yearbook of Central, Eastern, and Southeastern European Women’s and Gender History veröffentlicht.

Logo der Groupe de Recherche Identités et Cultures

Konferenz

65 years after Bandung, what rupture and what continuity in Global Order

vom 12.02.2020 | bis zum 14.02.2020

Vom 12. bis zum 14. Februar 2020 findet an der Université Le Havre die Konferenz "65 years after Bandung, what rupture and what continuity in Global Order?" statt; die Veranstaltung ist von der Forschungsgruppe Groupe de Recherche Identités et Cultures (GRIC) der Universität organisiert. Als "Bandung-Konferenz" wird eine Konferenz von asiatischen und afrikanischen Staaten im April 1955 bezeichnet, deren Ziel das Ende des Kolonialismus und die Stärkung kultureller und wirtschaftlicher Zusammenarbeit untereinander war. Damit versuchte die Bandung-Konferenz auch, einen zusätzlichen Faktor im bipolaren internationalen System zu schaffen, in dem sich kapitalistischer Westen und kommunistischer Osten gegenüber standen. Die Konferenz fragt nach den langfristigen Auswirkungen der Bandung-Konferenz auf das internationale System – im kulturellen, ökologischen, wirtschaftlichen, politischen und spirituellen Bereich. Die Konferenz ermutigt, eine große Variante an Perspektiven zusammenzutragen und lädt Beitragende aus allen Forschungsfeldern, Arbeitsbereichen und geografischen Regionen ein.

Tagung

Der Mensch und das System. Das „sowjetische Gepäck“ der Russlanddeutschen zwischen Erfahrung und Erinnerung

vom 05.12.2019 | bis zum 06.12.2019

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte richtet gemeinsam mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück sowie dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) am 5. und 6.12.2019 die Tagung "Der Mensch und das System. Das „sowjetische Gepäck“ der Russlanddeutschen zwischen Erfahrung und Erinnerung" aus.  Der Aufbau einer neuen Gesellschaft und die Transformation eines jeden Menschen war erklärtes Ziel der Sowjetunion. Alle gesellschaftlichen Akteure waren aufgefordert, sich an der Schaffung eines „neuen Menschen“ zu beteiligen. In der Folge entzog sich kaum ein Aspekt des täglichen Lebens der staatlichen Überwachung. Die Behörden, allen voran der Geheimund Staatssicherheitsdienst, überwachten das öffentliche und private Leben der Sowjetbürger intensiv. Dissidenten waren von staatlichen Repressalien und schweren Strafen bis hin zur Deportation ins Straflager („Gulag“) bedroht. Diese alltägliche Auseinandersetzung mit dem sowjetischen System, seiner Gewalt, aber auch seinen Versprechen, prägte die Mentalität und die Erinnerungskultur der in die Bundesrepublik zugewanderten Russlanddeutschen nachhaltig. Angesichts der etwa 2,4 Millionen Zugewanderten mit russlanddeutschem Migrationshintergrund stellt diese sowjetische Erfahrung somit einen erheblichen Teil gesamtdeutscher Erinnerung dar. Deswegen werden im Rahmen der Konferenz werden alltagsgeschichtliche und erinnerungskulturelle Ansätze betrachtet und in vergleichender Perspektive mit den Erfahrungen der Bewohner anderer staatssozialistischer Systeme in Beziehung gesetzt. Anmeldungen bis zum 24.11.2019 an k.ens@russlanddeutsche.de. Donnerstag, 05.12.19 15.00 -15:15 Uhr: Begrüßung Kornelius Ens, M.A. 15.15 -16:00 Uhr: Keynote PD Dr. Hans-Christian Petersen 16.00 -16.30 Uhr: Pause 16.30 -18.00 Uhr: Panel I Sowjetischer Alltag zwischen Verfolgung und Versprechen Moderation: Jun Prof. Dr. Jannis Panagiotidis 1. Dr. Viktor Krieger Bildungsstand als Indikator der gesellschaftspolitischen Lage der Deutschen in der UdSSR und in Russland 2. Dr. Dmytro Myeshkov Die Gerichtsprozesse gegen ehemalige Mitglieder des „volksdeutschen Selbstschutzes“ in der Ukrainischen Sowjetrepublik in den 1960er Jahren: historische Hintergründe, gesellschaftliche Kontexte und Auswirkungen 3. Apl. Prof. Dr. Dr. Victor Dönninghaus Die russlanddeutschen Protestanten in der Sowjetunion zwischen Anpassung und Widerstand (1960er-1980er Jahre) Freitag, 06.12.19 09.30 -11.00 Uhr: Panel II Wie die Sowjetunion erinnern? Ambivalenzen russlanddeutscher Erinnerungskultur Moderation: Kornelius Ens, M.A. 1. Natalja Salnikova, M.A. Sich an die Sowjetunion erinnern, heißt, sich an Siege erinnern? 2. Prof. Dr. Julia Obertreis Erinnerungsnarrative und Oral History: zwischen Verschweigen, Verklärung, Abgrenzung und Identifikation 3. Nico Wiethof, M.A. Kunst, Mensch, System. Jakob Wedel zwischen Anpassung und Widerstand in Sowjetunion und Bundesrepublik 11.00 -11.30 Uhr: Pause 11.30 -13.00 Panel III Erinnerungskulturen in vergleichender Perspektive Moderation: PD Dr. Hans-Christian Petersen 1. Dr. Hanna Haag Die DDR im Gedächtnis. Wechselverhältnis von System und Mensch im Erinnerungsprozess 2. Dr. Florian Kührer-Wielach Paradise lost. Erinnerte Erfahrungen und erfahrene Erinnerungen bei den Rumäniendeutschen 3. Kerstin Bischl, M.A. Sowjetisch-jüdische Entfremdungen? Zur Ausreisebewegung der sowjetischen Jüdinnen und Juden 1953-1991 13.00 -14.30 Uhr: Mittagessen 14.30 -16.00 Uhr: Abschlussdiskussion - PD Dr. Malte Griesse - Jun Prof. Dr. Jannis Panagiotidis  

Screenshot der Instituts-Homepage

Konferenz

Comparative and Transnational Perspectives on Women's Cinema in the GDR and Poland 1945-1989

vom 14.11.2019 | bis zum 16.11.2019

Vom 14. bis zum 16. November findet am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europas (GWZO) in Leipzig die Konferenz “Comparative and Transnational Perspectives on Women's Cinema in the GDR and Poland 1945-1989” statt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Rolle von Frauen in den Filmindustrieen und -kulturen Polens und der DDR zu analysieren sowie filmische und mediale Werke von Frauen bespielhaft vorszustellen. Daneben soll es vor allem darum gehen, bestehende methodische Ansätze an der Thematik zu erweitern und neue vergleichende und transnationale Perspektiven zu entwickeln, die der Bedeutung weiblicher Filmschaffenden in Zentral- und Osteuopa in ihren sozialen, politischen, ideologoschen und ästhetischen Dimensionen gerecht werden. Themengebiete sind unter anderem: Women's authorship and creative practices in film-making; Position of women in national film cultures and industries; Women as film critics and academic researchers on the field of film and other media.

"Utopie und Untergang. Kunst in der DDR", Screenshot von art-in-duesseldorf.de

Sonderausstellung

Utopie und Untergang. Kunst in der DDR

vom 05.09.2019 | bis zum 05.01.2020

Vom 5. September 2019 bis zum 5. Januar 2020 ist im Museum Kunstpalast in Düsseldorf die Ausstellung "Utopie und Untergang. Kunst in der DDR" zu sehen. Über 130 Werke von 13 unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern – darunter Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Elisabeth Voigt, Wilhelm Lachnit, Angela Hampel und Michael Morgners – laden die Ausstellungsgäste ein, sich einen Eindruck über die Vielseitigkeit einer bedeutenden Kunstepoche zu verschaffen. Vielen Kunstschaffenden in der DDR war gemeinsam, dass sie ihre Kunst in einem stetigen Spannungsverhältnis zwischen eigenem künstlerischem Ausdruck und staatlichen Vorgaben entwickelten. Die unterschiedlichen Artikulationen dieses Spannungsverhältnisses, zwischen Anpassung und Rebellion, machen die Vielfalt der Werke aus. Nachdem in den 1990er-Jahren häufig Ausstellungen von DDR-Kunst in den alten Bundesländern gezeigt wurden, wurde dies im letzten Jahrzehnt zunehmend weniger; die Ausstellung bietet hierzu erneut Gelegenheit. Während der gesamten Laufzeit der Ausstellung finden öffentliche Führungen durch die Ausstellung statt. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 11.00 – 18.00 Uhr und Donnerstag von 11.00 bis 21.00 Uhr geöffnet. 

Logo der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Konferenz

Cities in the USSR and the Eastern Bloc. Urbanization, Ecology and the Municipal Economy (1917-1991)

vom 20.02.2019 | bis zum 21.02.2020

Vom 21. bis zum 22. Februar 2020 findet an der Universität Erlangen-Nürnberg die Konferenz „Cities in the USSR and the Eastern Bloc. Urbanization, Ecology and the Municipal Economy (1917-1991)“ statt. Anspruch der Konferenz ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen – Geschichtswissenschaften, Ethnologie, Stadtplanung, Literaturwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte und anderen – zusammenzubringen und gemeinsam Fragen einer sozialistisch geprägten Urbanisierung und Stadtgeschichte zu analysieren. Die internationale und interdisziplinäre Konferenz wählt einen langen Untersuchungszeitraum und legt auf folgende Fragen einen Fokus: urbane Infrastruktur; urbane Ökologie; physische/soziale Räume der Stadt und ihre Bedeutung für die Identität der Bewohner; Die Beziehungen zwischen Stadtbevölkerung, kommunaler bzw. staatlicher Autorität und  städtischen Finanzbehörden; der Wiederaufbau von Städten nach dem Zweiten Weltkrieg; städtische Finanzbehörden und deren Umgang mit Extremsituationen.

Screenshot der Institutsseite

Call for Papers

Memory of The Communist Past

vom 14.10.2020 | bis zum 16.10.2020

30 years after the fall of the communist regimes in Central and Eastern Europe the Institute of Ethnology and Social Anthropology the Slovak Academy of Sciences (SAS) organizes the Conference “Memory of the Communist Past” to tackle this ever-present topic. Therefore, they search for analytic and theoretical papers, as well as qualitative research reports and essays on the broad topic of the “Communist past”. They aim to bring together experts from the areas of social sciences and the humanities to enable them to exchange their experiences and knowledge. The contributions should focus on such topics as: - How do images of socialism (if we use the emic term for the Communist dictatorship period) get communicated by the eye-witnesses as part of their biographies? - Current representations of the Communist past and transformation of the individual memory of the Communist past - How did the life under Communist regimes influence the values and attitudes of the witnesses? - How are representations/recollections on Socialism transmitted to the younger generation (children, grandchildren)? - How do the (grand)children generation deal with the experiences of their (grand)parents? - In what ways family/social memory and cultural memory connected and related? A. Assmann, Shadows of Trauma: Memory and the Politics of Postwar Identity (New York: Fordham University Press, 2016). - How are images of the Communist period shared in contemporary cultural memory and political discourse in Central and East European countries (in school curricula, literature, and theatre as well as documentary films, movies, museum exhibitions, memory policy)? - What are the challenging methodological and ethical questions pertaining to the research focused on the Socialist past of the country? - We would like to invite colleagues to share their expertise as well as present the possible questions or challenges of their work. Each paper proposal should include a title and abstract (up to 300 words) and short c.v. (max. 300 words). All proposals should be submitted by email to: communistpast.conference@savba.sk. Submission deadline: 31st March 2020. Applicants will be informed by end of April 2020 regarding inclusion in the conference program. Chosen conference papers will be published in a monothematic volume of Slovak Ethnology 1/2021 (in English) and in the Journal of Nationalism, Memory and Language Politics 1/2021 (in English). The final date for papers: 15th October 2020. Dr. Monika Vrzgulova (IoESA SAS) Dr. Ľubica Voľanska (IoESA SAS) Dr. Petra Schindler-Wisten (OH Center, Institute of Conpemporary History, Czech Academy of Sciences)

Logo der Humboldt-Universität

Call for Papers

Putting the Empire into Music. Investigating the VIA Phenomenon

vom 23.04.2020 | bis zum 24.04.2020

Vom 23. bis zum 24. April 2020 findet am Wissenschaftsforum Potsdam die Konferenz "Putting the Empire into Music. Investigating the VIA Phenomenon" statt. Die Veranstaltung ist der als "VIA" bekannt gewordenen Musikrichtung gewidmet. VIA ist eine Abkürzung für Vokal-Instrumental-Ensemble (russ.Vokal’no–instrumental’nyi ansambl’/ Вока́льно-инструмента́льный анса́мбль). Entgegen der großen Zahl an Bands, die der Subkultur zuzuordnen sind, wird die Bezeichung VIA für Bands verwendet, die das Wohlwollen der sowjetischen Parteiführung genossen und seit den 1960er-Jahren als Gegengewicht zum wachsenden Einfluss westlicher Kultur gefördert wurden. Die große Zahl und Präsenz dieser Bands machen sie zu einem festen Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses der ehemaligen Sowjetunion. Während sich die sowjetische Kulturgeschichte bisher vor allem mit subkultureller Musik beschäftigt hat, will diese Konferenz das VIA-Phänomen in seinen musikalischen, ästhetischen und poetischen Besonderheiten interdisziplinär analysieren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind eingeladen, Beiträge zu folgenden oder darüber hinausgehenden Themen einzureichen: Aesthetic strategies: self-representation, (self-)exoticization, (self-)folklorization; Musical structures: arrangements, instruments, soundscapes, indigenization, glocalization; translation of Western music and their cultural implications; Textual strategies: lyrics, themes, poetic-rhetorical devices; Institutionalization: cultural policy, censorship, social reception, festivals, labels; Identity and space: construction of national and imperial spaces/identities in and through music, nation building, heterotopies, reorganization of spaces (center/periphery), hybridity, gender identities; Legacy, aftermath and collective memory, nostalgic re-canonization of VIAs in former Soviet republics. Abstracts (max. 400 Wörter) können bis zum 30. Oktober eingereicht werden. Die Konferenzsprache ist Englisch. 

Konferenz

Nationalist Historiography in Post-Communist South Caucasus

vom 07.02.2020 | bis zum 08.02.2020

Vom 7. bis zum 8. Februar 2020 findet an der Central Europen University in Budapest die Konferenz „Nationalist Historiography in Post-Communist South Caucasus“ statt. Ausgangspunkt der Konferenz ist die Annahme, dass die Geschichtsschreibung und damit einhergehende Konstrukte nationaler Identität in den südkaukasischen Staaten Armenien, Aserbaidschan und Georgien vor allem von Transformationsprozessen bestimmt waren und zu unterschiedlichen Zwecken instrumentalisiert wurden. Vor allem seit der Unabhängigkeit der einzelnen Staaten von der Sowjetunion sind die nationalen Identitäten zunehmend von exklusiven Nationalismen geprägt. Die Konferenz will eine vergleichende Perspektive auf die Entwicklung der einzelnen nationalistischen Narrative im Südkaukasus einnehmen. Ziel der Konferenz ist es, Methoden zur wissenschaftlichen Analyse der historischen Narrative im Südkaukasus zu entwickeln, die den Besonderheiten der Region gerecht wird.

Screenshot der Veranstaltung auf mpib-berlin.mpg.de

Konferenz

Zwischen Sozialdisziplinierung und Vergnügen: Politik und Praktiken des Spielens im Staatssozialismus

vom 04.12.2019 | bis zum 06.12.2019

Vom 4. Bis zum 6. Dezember 2019 findet am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin die 1. Hermann-Weber-Konferenz zur Historischen Kommunismusforschung statt; Titel der Konferenz ist "Zwischen Sozialdisziplinierung und Vergnügen: Politik und Praktiken des Spielens im Staatssozialismus". Im Zentrum der Tagung steht die Frage, welche Rollen Spiele und Spielen als Praktiken der Sozialisierung in sozialistischen Gesellschaften spielten. Beiträge können sich unter anderem mit der Produktionsgeschichte sozialistischer Staaten, den Inhalten von Spielen, dem Zusammenhang zwischen Spielen und kollektiven Emotionen bzw. Erinnerungen, oder Räumen des Spielens widmen. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Übersetzungen werden gewährleistet. Die Konferenz findet in Kooperation mit dem Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (JHK). Die Ergebnisse der Konferenz werden im Jahrbuch publiziert.

Webseitenbanner der Forschungsstelle

Veranstaltungsreihe

1989 – Ende einer alten, Anfang einer neuen Welt?

vom 17.10.2019 | bis zum 18.11.2019

Das Jahr 1989 gilt als Symbol des Umbruchs und als Ausgangspunkt einer neuen Ära. Der Zusammenbruch der sozialistischen Staatenwelt in Ost(mittel)europa leitete den Zerfall der Sowjetunion ein und beendete die Jahrzehnte andauernde Blockkonfrontation zwischen den Supermächten USA und UdSSR sowie ihren Verbündeten. Es wirkte so, als würde der Liberalismus seinen Siegeszug im ehemaligen Ostblock halten, das Ende der Geschichte (Francis Fukuyama) schien erreicht und eine neue Zeit angebrochen. Doch das Jahr 1989 brachte nicht nur weltpolitische Umbrüche mit sich. Der politische Wandel bedeutete für viele Menschen auch einschneidende biographische Veränderungen: Eine Welt endete und eine neue begann. Die Veranstaltungsreihe begibt sich auf die Spuren dieses Umbruchs. In unterschiedlichen Veranstaltungen und Formaten kommen Wissenschaftler und Zeitzeugen aus verschiedenen Ländern sowie ein Filmemacher zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen und Beobachtungen. Dadurch wird ein Vergleich möglich, wie unterschiedlich bzw. parallel die Ereignisse 1989 abliefen und empfunden wurden. Wie verschieden sich danach die politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Entwicklungen gestalteten, aber auch, wie und was heute von der untergegangenen Welt des Sozialismus erinnert wird. Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „1989 – Ende einer alten, Anfang einer neuen Welt?“ der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen statt. Gefördert wird die Reihe mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Piotr Perkowski: Polen 1989 und heute Vortrag und Gespräch in englischer Sprache Do. 17.10.2019, 18:00 Irina Flige: Die UdSSR 1989 und Russland heute Vortrag und Gespräch in russischer Sprache mit Übersetzung Di. 22.10.2019, 18:30 Júlia Klaniczay: Ungarn 1989 und heute Vortrag und Gespräch in englischer Sprache Di. 29.10.2019, 18:30 Peter-Christian Bürger: Die DDR 1989 und die Bundesrepublik heute Vortrag und Gespräch Di. 12.11.2019, 18:30 Pavel Kolář: Die ČSSR 1989 und Tschechien heute Vortrag und Gespräch Mo. 18.11.2019, 18:00

Logo der RLS

Wanderausstellung

Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale

vom 03.09.2019 | bis zum 31.12.2019

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt die Wanderausstellung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“. Sie ist an verschiedenen Orten auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, aber auch in westdeutschen Orten zu sehen. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls rückt die Ausstellung  die Treuhandanstalt in den Fokus, jene Anstalt des öffentlichen Rechts, der die Aufgabe zukam, die volkseigenen Betriebe der DDR zu privatisieren und, wenn dies nicht effizient umsetzbar war, stillzulegen. In der Folge dieser radikalen Vermarktwirtschaftlichung kam es zu Massenarbeitslosigkeit, Wirtschaftskriminalität und Fördermittelmissbrauch; die strukturellen Auswirkungen sind bis heute spürbar. Doch auch jenseits des wirtschaftlich-strukturellen Rahmens haben die Maßnahmen der Treuhand Spuren im persönlich-biografischen Bereich hinterlassen. Dieser Ebene widmet sich die Ausstellung. Im Fokus stehen Biografien von DDR-Bürgerinnen und -bürgern, die durch das Agieren der Treuhandanstalt maßgeblich beeinflusst wurden. Sie werden als Porträts vorgestellt und kommen in Form von Audio-Aufnahmen zu Wort. Die Vielfalt der vorgestellten Personen – zur Wendezeit zum Beispiel Schlosser auf der Neptunwerft Rostock, Kranführerin im Stahlwerk Riesa, Maurer im Chemiekombinat Buna, Kumpel im Kaliwerk Bischofferode oder Fernsehelektronikerin in Oberschöneweide – stehen beispielhaft für die Erfahrungen von Millionen Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden – manche kurzzeitig, andere dauerhaft. Über die genauen Orte und Öffnungszeiten der Ausstellung können sie sich auf der Website der Rosa-Luxemburg-Stiftung informieren.

Screenshot der Veranstalterwebseite

Konferenz

Courage and Dictatorships: Cultures of Dissent, Cultures of Control in the 20th Century

vom 23.08.2020 | bis zum 29.08.2020

Der XXIII International Congress of Historical Sciences findet vom 23.08.2020 - 29.08.2020 in Poznan statt und veranstaltet unter dem Titel „Courage and Dictatorships: Cultures of Dissent, Cultures of Control in the 20th Century“ eine spezielle thematische Diskussion. Diese beschäftigt sich unter anderem mit der kulturellen Opposition in Diktaturen. Dabei nimmt die Sitzung kommunistische Regime wie die stalinistische Sowjetunion in den Blick, aber auch die Diktatur der Nationalsozialisten in Deutschland sowie die südosteuropäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, zu analysieren, wer die typischen Gruppen kultureller Opposition waren. Welche Rollen spielten Religion, alternative Künste, Jugendkulturen oder neue soziale und ökologische Bewegungen?

Logo der European Social Science History Conference

Konferenz

European Social Science History Conference 2020

vom 18.03.2020 | bis zum 21.03.2020

Vom 18. bis zum 21. März 2020 findet in Leiden die European Social Science History Conference (ESSHC) statt. Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen zu bringen, die sich historischen Phänomenen mit Methoden der Sozialwissenschaften nähern. Dabei soll die Veranstaltung weniger von formellen Vortragsformaten bestimmt sein, denn vielmehr vom lebhaften Austausch zwischen kleinen Gruppen von Forscherinnen und Forschern. Die ESSHC wird vom International Institute of Social History (IISH) organisiert und findet alle zwei Jahre statt. Forschungsgegenstand ist das sehr weite Feld der Geschichte der Arbeit. Die Konferenz hat kein zentrales Thema, sondern bietet Arbeiten zu einer Vielzahl von Epochen und Fragestellungen eine Plattform. Diese werden anhand thematischer Netzwerke strukturiert.  

Logo der Universität Aix-Marseille

Konferenz

30 Jahre später: interkulturelle Perspektiven auf den Fall des Eisernen Vorhangs

vom 06.02.2020 | bis zum 07.02.2020

Am 6. und 7. Februar 2020 findet an der Aix-Marseille Université in Aix-en-Provence die Konferenz „30 Jahre später: interkulturelle Perspektiven auf den Fall des Eisernen Vorhangs“ statt. Anlässlich des 30. Jahrestages der Samtenen Revolution – die Ereignisse, die im November und Dezember 1989 zu einem friedlichen Übergang von Sozialismus zu Demokratie in der damaligen  Tschechoslowakei führten – legt die Veranstaltung ihren Fokus auf den internationalen kulturellen Austausch, der durch das Ende des Eisernen Vorhangs erst ermöglicht wurde. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung der Beziehungen zwischen Tschechien, Österreich und Frankreich. Für die Grenzgebiete zwischen Österreich und Tschechien waren die Auswirkungen der Transition besonders prägnant zu spüren: eine Vielzahl europäischer Projekte konnte hier entstehen, die die Thematik der Teilung in Literatur, Film und Kunst aufgriffen. Frankreich spielt eine bedeutende Rolle für  die tschechische Kulturszene, unter anderem durch seine Rolle als bedeutendes Zielland tschechoslowakischer Exil-Intellektuellen und -Kunstschaffenden. 

Logo der Freien Universität Bozen

Konferenz | Call for Papers

Europa der Grenzen – Neue Perspektiven auf Grenzen im Kalten Krieg

vom 29.11.2019 | bis zum 30.11.2019

Das Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen und das Österreichische Historische Institut in Rom veranstalten vom 29.11.2019 bis zum 30.11.2019 eine zweitägige Konferenz unter dem Titel „Europa der Grenzen – Neue Perspektiven auf Grenzen im Kalten Krieg“. Anlässlich des 30. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer und mit Blick auf gegenwärtige Grenzdiskussionen und Forderungen nach festen Barrieren zwischen Staaten beschäftigt sich die Konferenz mit Grenzen in Europa während des Kalten Krieges. Europa wurde während des Kalten Krieges als ein geteilter Kontinent wahrgenommen. Der „Eiserne Vorhang“ stand symbolisch für den antagonistischen Konflikt zwischen dem kapitalistischen Westen und den kommunistischen Ostblockstaaten. Die globale Grenze verlief somit zwischen zwei gegenläufigen staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwürfen. Die Konferenz beschäftigt sich mit verschiedenen Grenzszenarien und will diese in eine vergleichende Perspektive einbetten. Dabei versucht die Konferenz den Fragen nachzugehen, welche Bedeutung die Grenze für die lokale Bevölkerung hatte und wie sich die Durchlässigkeit der Grenze während des Kalten Krieges veränderte. Welche Faktoren waren für den Abbau von Grenzen in Europa verantwortlich? Welche nationalen, regionalen und transnationalen Akteure lassen sich ausmachen? Wie gestaltete sich die Entwicklung von Grenzen in Ost und West?

Webseitenbanner der Forschungsstelle

Veranstaltungsreihe

1989 – Was bleibt?

vom 18.09.2019 | bis zum 16.12.2019

Das Jahr 1989 gilt als Symbol des Umbruchs und als Ausgangspunkt einer neuen Ära. Der Zusammenbruch der sozialistischen Staatenwelt in Ost(mittel)europa leitete den Zerfall der Sowjetunion ein und beendete die Jahrzehnte andauernde Blockkonfrontation zwischen den Supermächten USA und UdSSR sowie ihren Verbündeten. Es wirkte so, als würde der Liberalismus seinen Siegeszug im ehemaligen Ostblock halten, das Ende der Geschichte (Francis Fukuyama) schien erreicht und eine neue Zeit angebrochen. Doch das Jahr 1989 brachte nicht nur weltpolitische Umbrüche mit sich. Der politische Wandel bedeutete für viele Menschen auch einschneidende biographische Veränderungen: Eine Welt endete und eine neue begann. Die Veranstaltungsreihe begibt sich auf die Spuren dieses Umbruchs. In unterschiedlichen Veranstaltungen und Formaten kommen Wissenschaftler und Zeitzeugen aus verschiedenen Ländern sowie ein Filmemacher zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen und Beobachtungen. Dadurch wird ein Vergleich möglich, wie unterschiedlich bzw. parallel die Ereignisse 1989 abliefen und empfunden wurden. Wie verschieden sich danach die politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Entwicklungen gestalteten, aber auch, wie und was heute von der untergegangenen Welt des Sozialismus erinnert wird. Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „1989 – Was bleibt?“ der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen statt. Gefördert wird die Reihe mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Gelebte Versöhnung Lesung und Gespräch mit Friedrich Magirius Mi. 18.09.2019, 19:00 Vorboten des Wandels: Die westdeutschen Unterstützergruppen der Gewerkschaftsbewegung „Solidarność” Vortrag und Gespräch Mo. 30.09.2019, 19:00 Andrzej Leder und Magdalena Grabowska: Difficult Legacies of 1989 and the New Hegemonies in Eastern Europe Podiumsgespräch in englischer Sprache Di. 05.11.2019, 18:30 Difficult Legacies of 1989 and the New Hegemonies in Eastern Europe Workshop in englischer Sprache Mi. 06.11.2019, 9:00-16:00 War das unsere Alternative?! Links sein in Ostdeutschland vor und nach 1989 Diskussionsabend mit Aktivist*innen aus Dresden Mi. 13.11.2019, 19:00 Ein feministischer Blick auf die Wende Gespräch mit Samirah Kenawi Di. 26.11.2019, 18:30 Marcus Böick: Die Treuhand. Idee – Praxis – Erfahrung Buchvorstellung Do. 05.12.2019, 19:00 Heimat ist ein Raum aus Zeit Filmvorführung (228 Minuten) anschließend Gespräch mit dem Regisseur Thomas Heise Do. 12.12.2019, 17:30 Imbiss Spezial / Barluschke Filmvorführung (30 Min.) / (90 Min.) anschließend Gespräch mit dem Regisseur Fr. 13.12.2019, 17.30 Material Filmvorführung (168 Min.) Mo. 16.12.2019 17.45

Screenshot der Ausstellungsseite auf www.wienmuseum.at

Sonderausstellung

Das Rote Wien 1919-1934

vom 30.04.2019 | bis zum 19.01.2020

Vom 30. April 2019 bis zum 19. Januar 2020 ist im Wien Museum MUSA die Ausstellung „Das Rote Wien 1919-1934“ zu sehen. Die Ausstellung widmet sich der Epoche, in der die Sozialdemokratische Arbeiterpartei bei den Landtags- und Gemeindewahlen wiederholt die Mehrheit erreicht und zahlreiche soziale Reformen in den Bereichen Wohnungsbau, Finanz-, Gesundheits-, Bildungs- und Gleichstellungspolitik umsetzt. Anlässlich des 100-jährigen Geburtstags des „Roten Wiens“ präsentiert die Ausstellung zahlreiche Exponate, die einen Überblick über diese 15 Jahre Kommunalpolitik liefern, die  die Stadt bis heute prägen, zum Beispiel in Bezug auf die Wohnungspolitik, die sich durch den hohen Anteil an städtischen Wohnungen und bezahlbaren Wohnraum auszeichnet. Die Ausstellung wird durch ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm begleitet. Zudem wird die Ausstellung durch mehr als ein Dutzend „begehbare Objekte“ - architektonisch bedeutsame Orte – in der Stadt erweitert. Das Rote Wien ist bezeichnend dafür, welch großen Einfluss die Ideen der Russischen Revolution in ihren Folgejahren auf politische und soziale Bewegungen in ganz Europa hatte – und wie sie, vehementem Widerstand zum Trotz, an Orten wie Wien langfristig umgesetzt werden konnten.

Screenshot der Kongresswebsite sites.events.concordia.ca/sites/iccees/en/iccees2020

Konferenz

Soviet Cultural Policy: Agencies, Regulations, Bureaucracy

vom 04.08.2020 | bis zum 09.08.2020

Vom 4. bis zum 9. August 2020 findet der 10. Kongress des International Council for Central and East European Studies (ICCEES) in Montreal statt. Teil davon ist das Panel „Soviet Cultural Policy: Agencies, Regulations, Bureaucracy“, welches noch bis zum 15. August 2019 dazu einlädt, Proposals einzureichen. Der Fokus des Panels liegt auf Aspekten der sowjetischen Kulturpolitik. Die Kulturpolitik der Sowjetunion war seit der Oktoberrevolution ein wichtiges Mittel, um den Übergang von der zaristischen, theokratischen Gesellschaft zu einer sozialistischen Gesellschaft von „Sowjetmenschen“ zu befördern. Dabei umfasst die Kulturpolitik diverse Bereiche: Finanzielle Förderung durch den Staat, die bestimmte Kunst, Kultur, und Traditionen bevorzugen ebenso wie unterschiedliche Kanäle, über die Kultur kommuniziert wird, wie Film, Printmedien, Radio und Fernsehen. Schließlich richtet das Panel den Augenmerk auf die bürokratischen Prozesse, die der Kulturpolitik zugrunde liegen. Bürokratie, berüchtigt in ihrer sowjetischen Ausprägung, soll dabei als ein Mittel der Kommunikation zwischen Staat und kulturellen Institutionen, und somit als ein Instrument der Kulturpolitik, verstanden werden.  Das Panel lädt Beiträge ein, die sich den infrastrukturellen, legislativen und kommunikativen Elementen sowjetischer Kulturpolitik widmen: institutionelle und transnationale Akteure, bürokratischer Verwaltung, Regulationen der Kreativwirtschaft, und weiteren.

Logo der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Konferenz

150 Jahre Rosa Luxemburg – Neue Perspektiven auf Leben, Wirken und Nachwirken

vom 05.03.2020 | bis zum 06.03.2020

Vom 5. bis zum 6. März 2020 findet in Berlin die Konferenz „150 Jahre Rosa Luxemburg – Neue Perspektiven auf Leben, Wirken und Nachwirken“ statt. Die Tagung wird von der Rosa-Luxemburg-Stiftung anlässlich des runden Geburtstages der Namensgeberin veranstaltet. Ziel der Veranstaltung ist es, den Stellenwert zu beleuchten, den sowohl das Werk als auch das Leben Luxemburgs für die Geschichtswissenschaft, die politische Theorie und den Diskurs innerhalb der Linken hat. Die Konferenz möchte einerseits nach Brüchen in der Biografie und im Wirken Luxemburgs fragen, anderersits sollen Netzwerke, politische Wegbegleiterinnen, aber auch Feindschaften in der Kaiserzeit mehr als bisher in den Blick genommen werden. Abschließend wird das Nachwirken Rosa Luxemburgs in der radikalen Linken und darüber hinaus kritisch bewertet.

Logo "Landschaften der Verfolgung"

Konferenz

Disziplinieren und Strafen. Politische Repression in der DDR und anderen sozialistischen Diktaturen

vom 30.01.2020 | bis zum 31.01.2020

Unter dem Titel „Disziplinieren und Strafen. Politische Repression in der DDR und anderen sozialistischen Diktaturen“ findet vom 30.01.2020 bis 31.01.2020 an der Humboldt-Universität in Berlin eine zweitägige Konferenz statt. Veranstaltet wird die Tagung von dem BMBF-Forschungsverbund "Landschaften der Verfolgung". Die Konferenz beschäftigt sich mit der politischen Repression in sozialistischen Diktaturen, die mit diesem Mittel ihre Macht sichern und die Bevölkerung disziplinieren wollten. Politische Repression war maßgeblich verantwortlich für die Stabilität der ehemaligen kommunistischen DDR und der sowjetischen Besatzungszone. Ziel der Konferenz ist es, die Repressionen in der DDR mit den Praktiken in der ehemaligen Sowjetunion und anderen sozialistischen Saaten zu vergleichen. Untersucht werden unter anderem auch die Kriterien, nach denen die einzelnen Personen Opfer der staatlichen Repressionen wurden. Die Konferenz will analysieren, was unter den Begriff der politischen Repression zu fassen ist und ob die diktatorischen Regime im Laufe der Zeit ihre repressiven Praktiken veränderten. Können die Betroffenen Personen als „Opfer“ bezeichnet werden? Zusätzlich wirft die Konferenz einen Blick darauf, wie die Gesellschaften mit dem Erbe der Repression umgehen.

Logo der Stiftung Ettersberg

Konferenz

Erstes Forum Diktaturerfahrung und Transformation in Ostdeutschland

vom 22.11.2019 | bis zum 23.11.2019

Vom 22. bis zum 23. November findet das erste "Forum Diktaturerfahrung und Transformation in Ostdeutschland" statt. Die Veranstaltung wird vom Forschungsverbund "Diktaturerfahrung und Transformation" organisiert, einem Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen der Universitäten Jena und Erfurt, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie der Stiftung Ettersberg. Der Forschungsschwerpunkt der Veranstalterinnen und Veranstalter liegt auf der Vermittlung von DDR-Geschichte. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Meinung und Vorschläge zum Forschungsgegenstand zu teilen und so in einen Dialog mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu treten. Die Ergebnisse dieses Austauschs sollen die Grundlage für die weitere Forschungsarbeit bilden und somit die Ergebnisse nutzbar für eine breite Öffentlichkeit außerhalb des, gerade in diesem Bereich, viel zitierten Elfenbeinturms zu machen. Die Teilnahme ist kostenfrei; Kosten für Unterkunft, An- und Abreise werden nach Thüringer Reisekostengesetz übernommen. Die Teilnehmer/innenzahl ist begrenzt. Das Forum ist als Fortbildungsmaßnahme durch das THILLM anerkannt (AZ 5094-82-0765/19). Anmeldung bitte mit Angabe von Postadresse, beruflichem Profil und institutioneller Anbindung bei Frau Burgenmeister (leah.noemi.burgenmeister@uni-jena.de).

"Charta 77 Story. Kunst und Protestbewegung", Ankündigung der Ausstellung, Screenshot von stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de

Sonderausstellung

Charta 77 Story. Kunst und Protestbewegung

vom 10.09.2019 | bis zum 17.11.2019

Vom 10. September bis zum 17. November 2019 ist im Haus Böttchergäßchen des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig die Ausstellung "Charta 77 Story. Kunst und Protestbewegung" zu sehen. Sie ist der unter dem Namen Charta 77 bekannt gewordenen Bürgerinitiative der ehemaligen Tschechoslowakei gewidmet. Diese gründete sich 1977 als Reaktion auf staatliche Repressionen gegenüber der Band "Plastic People oft he Universe". Ziel der Bewegung war es, auf Menschenrechtsverletzungen im Land aufmerksam zu machen, die im Widerspruch zur Schlussakte von Helsinki standen – einer Erklärung, die auch die Tschechoslowakei unterzeichnete und sich somit zur Achtung freiheitlicher Grundrechte verpflichtet hatte. Die Mitglieder der Charta stammten aus sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Kreisen – sowohl Mitglieder der Kommunistischen Partei als auch ihr fernstehende Personen waren in der Charta aktiv. Bei der Samtenen Revolution von 1989 spielte die Charta eine wichtige Rolle. Die Bewegung hatte einen großen Einfluss auf die Opposition der DDR. Diesen Einfluss will die Ausstellung nachzeichnen; sie versammelt Fotos, Dokumente, Kunstwerke Filmausschnitte, und Informationen die an die Zeit des epochalen Umbruchs, während der die Charta aktiv war, erinnern. Das Museum ist Dienstag bis Donnerstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5€ (ermäßigt 3,50€); an jedem 1. Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei. 

Logo der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Sonderausstellung

Stasi in Berlin. Überwachung und Repression in Ost und West

vom 28.03.2019 | bis zum 31.03.2020

Unter dem Titel „Stasi in Berlin. Überwachung und Repression in Ost und West“ zeigt die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen vom 29.03.2019 bis zum 31.03.2020 eine Sonderausstellung. Der Staatssicherheitsdienst (Stasi) diente in der DDR als Nachrichtendienst und Geheimpolizei und bildete das wichtigste Machtinstrument der regierenden marxistisch-leninistischen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Unter sowjetischem Einfluss war in der DDR nach ihrer Gründung aus der Zwangsvereinigung von KPD und SPD eine Einparteienherrschaft der SED entstanden. Von 1949 bis 1990 agierte die Stasi ohne rechtliche Kontrolle als Werkzeug zur Machterhaltung der SED. Die Stasi war ein Überwachungssystem und Repressionsapparat, der die Bürger der DDR und auch Westberlins systematisch überwachen ließ. Besonders in das Visier der Stasi gerieten DDR-Bürger, die politischen Widerstand gegen das SED-Regime leisteten oder bei denen die Gefahr der Republikflucht bestand. Die multimediale Sonderausstellung verdeutlicht den Besuchern das Ausmaß der Überwachung und der staatlichen Repressionen und beleuchtet die Mittel und Methoden der Stasi. Individuelle Schicksale beleuchten beispielhaft die Arbeit der Stasi und erzählen von Überwachungsmaßnahmen, Folter und Verhaftung.  Die Ausstellung zeigt auf einer 170 qm großen Luftaufnahme Berlins über 100 verschiedene Orte, von denen aus der Staatssicherheitsdienst seiner Arbeit nachging. Die Ausstellung kann täglich von 9 bis 18 Uhr besucht werden, der Eintritt ist frei.