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Werbebanner der Ausstellung „Das Kapital“

Sonderausstellung

Das Kapital

vom 06.09.2017 | bis zum 04.03.2018

Das Kapital von Karl Marx wurde vor 150 Jahren in Hamburg erstveröffentlicht. Dies nimmt das Museum der Arbeit in Hamburg zum Anlass für eine Ausstellung zur Geschichte und Aktualität des Werkes. Sie gliedert sich in drei Themenbereiche: Zeit der Entstehung, Rezeption im 20. Jahrhundert und Verteilung von Armut und Reichtum zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Der kuratorische Ansatz der Ausstellung ist es, einen assoziativen und partizipativen jedoch weniger akademischen Zugang zu Das Kapital zu ermöglichen. Marx’ Maxime, die Welt nicht nur zu interpretieren, sondern sie zu verändern, folgend, versucht das Museum der Arbeit, gesellschaftspolitische Fragen zu eröffnen – beispielsweise: „Führt der Kapitalismus zu Freiheit und Wohlstand oder zu Unterdrückung, Ausbeutung und Krise?“ (Vgl. museum-der-arbeit.de). Diese Einladung zur Diskussion ist essentieller Teil des Ausstellungskonzeptes und wird zudem ergänzt durch das Rahmenprogramm, welches zum Beispiel ein Gespräch mit Matthias Greffrath (Autor Wandel ohne Wachstum) und Katja Karger, der Vorsitzenden des DGB, beinhaltet. Die Ausstellung wurde kuratiert von Joachim Baur (Die Exponauten. Ausstellungen et cetera, Berlin) und die Ausstellungsgestaltung stammt von Holzer Kobler Architekturen.

Logo der Universität Hamburg

Ringvorlesung

Revolution als Prozess. Das Jahr 1917 und seine Folgen

vom 18.10.2017 | bis zum 31.10.2017

Die Russische Revolution 1917 hatte weitreichende regionale, internationale und globale Auswirkungen. Im „Zeitalter der Extreme“ (Hobsbawm) waren die revolutionären Prozesse in Russland begleitet von globalen Hoffnungen und Ängsten. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums richtet der Lehrstuhl für Osteuropastudien der Universität Hamburg die Ringvorlesung „Revolution als Prozess. Das Jahr 1917 und seine Folgen.“ aus. In der wöchentlich stattfindenden Reihe setzen sich Expertinnen und Experten aus verschiedensten Fächern wie Geschichte, Slawistik, Literatur-, Kunst- und Musikwissenschaft mit dem „revolutionären“ Jahr 1917 auseinander. Die Vortragenden thematisieren die für den Beginn der Revolution in Russland maßgeblichen Prozesse und Ereignisse, die sozialen Aufstände und Revolutionen außerhalb Russlands und die kulturellen Nachwirkungen der Revolution in Sprache, Literatur, Massenkultur und Musik. In einem zweiten Schritt werden die „Überreste“ der Revolution in der aktuellen Kultur und die Bedeutung der Revolution für das heutige Russland im Fokus stehen. Das Vorlesungsprogramm können Sie online einsehen.Die Vorlesung findet in den Räumen der Universität Hamburg statt:Edmund-Siemers-Allee 1 Flügelbau West (ESA W)Raum 221

Titel der Tagung auf vorläufigem Tagungsprogramm

Konferenz

Sehnsucht nach dem „Kommunismus“? Kulturen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bei jungen Menschen in Südost- und Osteuropa und in Ostdeutschland im 21. Jahrhundert

vom 23.10.2017

Am 23. Oktober 2017 wird an der Universität Wien eine internationale und interdisziplinäre Konferenz mit dem Titel Sehnsucht nach dem „Kommunismus“? stattfinden. Die Veranstaltung wird vom Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit (19.-21. Jahrhundert) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Transformationsprozesse in Mittel-, Ost- und Südeuropa und dem Franz Vranitzky Chair for European Studies der Universität Wien organisiert. Die Konferenz ist die erste europäische Bestandsaufnahme von Erscheinungsformen wie etwa jugendlicher Neo-Stalinisten in Russland, Jugo- und Titonostalgiker in Ex-Jugoslawien oder der Antifa-Bewegung in Deutschland und will diese bedenklichen Phänomene analysieren. Methodologisch dominiert ein generationentheoretischer Ansatz. Neben einem Rahmenprogramm wird sich in drei Sektionen diesen nostalgischen Erscheinungsformen junger Menschen gewidmet. Die Panels tragen die Titel Phänomenologie und Politik der „Jugo- und Tito-Nostalgie“, Europäische und generationelle Vergleichshorizonte und Alternativen zum neoliberalen Kapitalismus der Gegenwart – hat der „Kommunismus“ doch eine Zukunft?. Informationen zur Anmeldung werden rechtzeitig auf der Website der Veranstalter veröffentlicht. Das vorläufige Tagungsprogramm finden sie rechts als PDF zum download.

Plakat zur Veranstaltung © Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege

Tagung

Kommunismus unter Denkmalschutz? – Denkmalpflege als historische Aufklärung

vom 26.10.2017 | bis zum 27.10.2017

Das ZZF Potsdam und das brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege laden im Oktober 2017 zu einer Fachtagung in die Zitadelle Spandau ein. Die Sektionen und Panels werden sich mit dem Umgang mit kommunistischen Denkmalen in Ostdeutschland und Polen, aktuellen Tendenzen der Konservierung aber auch der Umdeutung von politischen Denkmalen aus der DDR, neuen Denkmalsetzungen als kritische Aufarbeitung, dem Umgang mit politischen Denkmalen in Ostdeutschland in den 1990er-Jahren und der Frage nach Umsetzen oder Einlagern beschäftigen. Die Organisatoren der Tagung planen ein kulturelles Rahmenprogramm mit künstlerischen und dokumentarischen Interventionen zu dem Topos kommunistischer Denkmäler. Die Tagung wird ab dem 26. Oktober um 13 Uhr per Livestream übertragen und aufgezeichnet. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Kongressradio. ProgrammDonnerstag, 26.10.201713.00: Führung durch die Ausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ (Optional)ab 13.30: Registrierung14.15: BegrüßungRalf F. Hartmann (Kulturamt Spandau)Reiner Walleser (Abteilungsleiter Kultur im Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur des Landes Brandenburg)Gerhard Hanke (Bezirksstadtrat für Wirtschaftsförderung, Soziales, Weiterbildung und Kultur, Bezirksamt Spandau)14.30-16.00: Denkmäler und Denkmale im In- und AuslandModeration: Irmgard Zündorf (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)Thomas Drachenberg (Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Zossen):Denkmale aus der DDR auf der brandenburgischen Landesdenkmalliste – haben wir heute ein Realitätsproblem?Jürgen Danyel ( Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam):Kommunistische Denkmäler heuteKrzysztof Ruchniewicz (Willy Brandt Zentrum für Deutschland- und Europastudien der Universität Wrocław):Der polnische Umgang mit den kommunistischen HinterlassenschaftenKaffeepause: 16.00-16.3016.30-18.00: Abgeräumt, vergessen, wiederentdeckt: Politische Denkmäler nach 1990Moderation: David Johst (Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg)Leonie Beiersdorf (Germanisches Nationalmuseum Nürnberg):Der Umgang mit dem Denkmalserbe der DDR nach 1990Hubert Staroste (ehem. Landesdenkmalamt Berlin):Berlin (Ost) – Hauptstadt der DDR, ein schwieriges Erbe?Dieter Hübener (Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Zossen):Einmal Denkmal – immer Denkmal? Politische Denkmale und ihre Neubewertung nach 1990 in Brandenburg18.30-20.00: Podiumsdiskussion:Die Denkmäler des Kommunismus als Herausforderung für die DenkmalpflegeUlrich Mählert (Berlin)Thomas Drachenberg (Zossen)Waltraud Kofler-Engl (Bozen)Andrea Theissen (Berlin)Moderation: Jürgen Danyel (Potsdam)EmpfangFreitag, 27.10.20179.30-11.00: Konservieren, popularisieren und umbewerten?Moderation: Thomas DrachenbergSabine Ambrosius (Untere Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt Potsdam):Konservierung ohne Restaurierung? Zum geisteswissenschaftlichen Diskurs von Denkmalen mit Quellencharakter am Beispiel des Gefängnisses der sowjetischen Spionageabwehr in PotsdamLeo Schmidt (Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg):Panzerdenkmale: Narrative und MotivationenPeter Leonhardt (Amt für Bauordnung und Denkmalpflege Leipzig):Der sowjetische Pavillon auf der Technischen Messe in Leipzig. Geschichte – Denkmalwert – PerspektiveKaffeepause: 11.00-11.3011.30-13.00: Neue Denkmalsetzung als kritische AufarbeitungModeration: Irmgard ZündorfElke Kimmel (Berlin): Denkmalschutz für „Volvograd“?:Der künftige Umgang mit der Waldsiedlung WandlitzIlona Rohowski (Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Zossen):Die FDJ-Hochschule am Bogensee und die Pionierrepublik am Werbellinsee: Ehemals zwei Kaderschmieden der SED – heute zwei sinnfällige Lernorte für junge MenschenRuth Klawun (Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Zossen):Eisenhüttenstadt, eine Planstadt nach den „16 Grundsätzen des Städtebaus“ – Erhaltung und PerspektivenMittagspause: 13.00-14.0014.00-15.30: Schützen, Umsetzen oder Einlagern – Denkmäler als KunstobjekteModeration: Jürgen DanyelKatja Protte (Militärhistorisches Museum, Dresden):Mauerspringer. Großplastiken der DDR im Militärhistorischen Museum der BundeswehrBettina Gnekow (Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, Landesdenkmalpflege, Schwerin):Provokation - Akzeptanz - Neuinterpretation. Vom schwierigen Umgang mit dem Sowjetischen Ehrenmal vor der Marienkirche Stralsund.Jörg Kirchner (Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, Landesdenkmalpflege, Schwerin):Einer steht noch! Der deutsch-estnische Lenin in Schwerin von 1985 als Kunstwerk und Denkmal.Abschluss: 15.30

Konferenz

Second Conference of the European Labour History Network (ELHN)

vom 02.11.2017 | bis zum 04.11.2017

Bei der zweiten Konferenz des European Labour History Network wird die erste Session der Working Group zu “Workers, Labour and  Labour History in Modern Central-East Europe” stattfinden. Die Working Group zielt darauf ab, dieses Thema aus einer transnationalen und vorzugsweise vergleichenden Perspektive zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Dimensionen der Modernisierung der industriellen Arbeit und die zunehmende politische Partizipation der Arbeiter im 19.-20. Jahrhundert. Die Region Zentral- und Osteuropa durchlief mehrere Regimewechsel in dieser Zeit: Der Kapitalismus der Zwischenkriegszeit und des vorigen Jahrhunderts wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch sowjetische Gesellschaften ersetzt. Mit dem Übergang zur Marktwirtschaft und liberalen Demokratie gab es eine weitere radikale Verschiebung, die die Welt der  Arbeitsgeschichte in der Region prägte. Es soll analysiert, wie sich die Rolle der Arbeit und der "Arbeiterklasse" hierdurch verändert hat.

Logo der Tate Gallery

Ausstellung

Red Star Over Russia

vom 08.11.2017 | bis zum 18.02.2018

Die Oktoberrevolution löste eine Welle an Innovationen und neuem Design in Russland aus. In den Jahren nach 1917, als Russland zur Sowjetunion wurde, bildeten diese frühen Experimente und vielfältigen Praktiken eine neue visuelle Kultur, der sich die Ausstellung im Tate Modern London, eines der größten Museen für moderne Kunst und zeitgenössische Kunst weltweit, widmet. Red Star Over Russia erforscht Kunstwerke von russischen und sowjetischen Künstlern über fünf Jahrzehnte, von der ersten Revolution von 1905 bis zum Tod von Stalin im Jahre 1953. Bislang kaum gesehene Plakate, Fotografien und andere grafische Werke aus der David King Collection - jetzt Teil von Tate – werden gezeigt, darunter die Arbeiten von El Lissitzky, Gustav Klutsis, Dmitri Moor, Alexander Deineka, Nina Vatolina und Jewgeni Khaldei.

Logo der Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung

Tagung

Weltwende 1917 – Europa, Russland und die bolschewistische Revolution

vom 17.11.2017 | bis zum 19.11.2017

Die dreitägige, von der Akademie Herrnhut ausgerichtete und mit der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des politischen Denkens (DGEPD) und der TU Chemnitz durchgeführte Tagung beschäftigt sich mit den Nachwirkungen und der Bedeutung der russischen Revolution für die europäische Geschichte. Gefördert wird die Veranstaltung von der Bundesstiftung Aufarbeitung, der Konrad Adenauer-Stiftung und dem Landkreis Görlitz. Die Konferenz findet vom 17. bis 19. November 2017 in der Akademie Herrnhut statt. In den Fokus rücken die Veranstalter der Tagung die Ideologie der Doppelrevolution von 1917. Das Tagungsprogramm besteht aus den folgenden vier Panels: „Ideologische Grundlegungen und Vorläufer“; „Ideologie - Terror - „Welterlösung“; „Der rote Terror und die Kirchen“ sowie „Aktuelle Perspektiven“. Im Rahmenprogramm der Tagung werden die Ausstellungen „Archipel Solovki“, die sich mit der Topographie des Terrors im Solovki-Kloster (Weißes Meer) beschäftigt und die Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" gezeigt. Eine weitere Ausstellung von Studierenden der TU Chemnitz wird ebenfalls während der Tagung zu sehen sein. Die Veranstaltung möchte vor allem Multiplikatoren der historisch-politischen Bildungsarbeit ansprechen.

Die Akademie Sankelmark, Screenshot von der Website

Konferenz

1917 und die Folgen

vom 24.11.2017 | bis zum 26.11.2017

Der 1917 von den Bolschewiki bewerkstelligte Umsturz in Russland hat die Geschichte des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt und gehört zu den wichtigsten historischen Ereignissen. Die Folgen, als auch Mythen dieses Umsturzes sind bis heute spürbar. Katarzyna Stokłosa von der Universität Süd-Dänemark und Gerhard Besier vom Sigmund-Neumann-Institut laden anlässlich des hundertsten Jahrestags der russischen Revolution zu einer internationalen Tagung in die Akademie Sankelmark bei Flensburg ein, die sich mit den verschiedenen Rezeptionsgeschichten und Resonanzen dieses bedeutsamen Jahres auseinandersetzt. Unterstützt von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, liegt der Fokus der Konferenz auf verschiedenen nationalen Wahrnehmungen, der Interpretation und den historiographischen Aufnahmen des „Roten Oktobers“, sowie auf dessen weitreichenden Folgen – vor allem in europäischer Perspektive.

Screenshot der Veranstaltungsankündigung auf der Website des DPI

Gesprächsabend

2017! Ein Jahrhundert kommunistische Revolution in Europa

vom 08.12.2017

Das Deutsche Polen-Institut (DPI) veranstaltet anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution ein moderiertes Gespräch zum Thema Staatssozialismus in Deutschland und Polen. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Zeit von kurz vor dem Zusammenbruch der jeweiligen sozialistischen Staaten bis kurz danach. Es soll unter anderem darüber diskutiert werden, wie die kommunistischen Parteien Druck auf die Menschen ausübten und wie sie Einfluss auf alle Lebensbereiche ihrer Bürger nahmen. Auch soll diskutiert werden, welche Folgen diese Machtausübung und Einflussnahme des Staates für die Entwicklung nach 1989/1990 hatten. Die Erfahrungen von Akteuren in Deutschland und Polen, die einen Einblick auf die Transformationszeit vor und nach der Wende zulassen, stehen im Zentrum des Gesprächsabends. Das Deutsche Polen-Institut (DPI) hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Deutschland das Wissen über das Nachbarland Polen als ein Kernland europäischer Kultur und über Polen als wichtigen Partner Deutschlands in der europäischen Politik zu erweitern. Gegründet wurde das DPI 1980, in einer Zeit schwieriger deutsch-polnischer Beziehungen.

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Ausstellung

Ausstellung zur Kommunismusgeschichte in Hamburg präsentiert

vom 11.10.2017 | bis zum 24.10.2017

Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Russischen Revolution haben die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum Berlin die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ herausgegeben. Diese beschreibt den Aufstieg und Niedergang der weltweiten kommunistischen Bewegungen. Die Ausstellung umfasst 25 Tafeln mit über 200 zeithistorischen Fotos, Dokumenten sowie QR-Codes, die mit Filmdokumenten im Internet verlinkt sind. Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte präsentiert die Ausstellung nun vom 11.-24. Oktober in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg. Die offizielle Eröffnung findet am 12. Oktober um 14 Uhr statt.Ausführliche Informationen über die vom Frankfurter Historiker Dr. Gerd Koenen konzipierte und verfasste Schau finden sich unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/k-ausstellung

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Plakatausstellung | Veranstaltungsreihe

Der Kommunismus - Utopie und Wirklichkeit

vom 26.09.2017 | bis zum 31.01.2018

Die Volkshochschule (VHS) Osnabrück zeigt die Ausstellung Der Kommunismus in seinem Zeitalter der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vom 26. September 2017 bis 31. Januar 2018. Die Ausstellung wird von einer breit gefächerten Veranstaltungsreihe begleitet. Folgende Lesungen, Vorträge und Diskussionen werden stattfinden: Der Glaube an die Machbarkeit. Utopie, Gewalt und die kommunistische Idee formbarer Gesellschaften (Dr. Frank Wolff, 26. September), Der »kleine Mann« und die Weltrevolution. Internationalismus und Gesellschaft im frühen Sowjetstaat (Dr. Gleb J. Albert, 20. Oktober) Nordkorea: Letzte Bastion des Kommunismus? (Dr. Rainer Werning, Fr., 17. November), Die Hände meines Vaters (Irina Scherbakowa, 27. November), »Als die Karpfen fliegen lernten« Die jüngere chinesische Geschichte aus der Perspektive einer Familie (Xifan Yang, 28. November), Nicht-jüdische Juden und der Kommunismus (Dr. Željko Dragić, 9. Januar) und Vietnam. Alte Hochkultur und sozialistische Marktwirtschaft (Live-Multivision von terre des hommes, Andreas Rister, 17. Januar). Dazu bietet die VHS auf Anmeldung noch Zeitzeugengespräche für Schulklassen an. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und finden in der VHS Osnabrück statt. Das ausführliche Programm finden Sie auf der Homepage der VHS Osnabrück.

Cover der Ausstellung. Urheber: Gustavs Klucis, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Ausstellung

Oкнa - Fenster. Sowjetische Plakate als Fenster zum Kommunismus

vom 08.09.2017 | bis zum 30.03.2018

Anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution zeigt das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) die Ausstellung „Oкнa - Fenster. Sowjetische Plakate als Fenster zum Kommunismus“. Sie thematisiert die „Fenster“, wie sowjetrussische Propagandisten ihre meist eilig konzipierten Werke nannten. Für die Sowjetunion und ihre Nachrichtenagenturen produzierten Künstler erster Güte in einer enormen Geschwindigkeit politisch agitierende Plakate. Die Ausstellung des ZZF konzentriert sich im Jubiläumsjahr 2017 in 28 Reproduktionen auf die Geburt der Sowjetunion durch die Russische Revolution und den darauf folgenden Russischen Bürgerkrieg sowie die ersten Jahren der Industrialisierung, die in der Sowjetunion ca. 1930 einsetzte. Den Flyer zur Plakatausstellung können Sie hier als PDF betrachten.Eröffnet wird die Ausstellung am 7. September 2017 um 18 Uhr in folgenden Räumen:Zentrum für Zeithistorische Forschung PotsdamGroßer SeminarraumAm Neuen Markt 9 d14467 Potsdam

Flyer der Veranstaltungsreihe

Veranstaltungsreihe

Nach dem Ende der Illusion: Was bleibt vom Kommunismus im 21. Jahrhundert?

vom 07.02.2017 | bis zum 12.12.2017

Als "Ende der Illusion" deutete der französische Historiker François Furet vor 22 Jahren den Untergang des Kommunismus. Einhundert Jahre nach der russischen Oktoberrevolution erkundet die Vortragsreihe die Nach-Wirkungen dieser Illusion auf das heutige Verständnis von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Jeder Vortrag diskutiert von einem Leitbegriff - "Revolution", "Kapitalismus", "Nation", .... - ausgehend die langfristigen Auswirkungen dieser für das 20. Jahrhundert so zentralen Ideologie und Herrschaftsform. Die Vortragsreihe wird veranstaltet vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam; dem Centre Marc Bloch Berlin und der Bundestiftung zur Aufarbeitung des SED-Diktatur, Berlin. Die Vorträge beginnen um 18.00 Uhr und finden im Veranstaltungssaal der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und im Centre Marc Bloch statt. Der Eintritt ist frei und ohne Anmeldung möglich.

Logo des Deutschen Historischen Museums

Sonderausstellung

1917. Revolution. Russland und Europa

vom 18.10.2017 | bis zum 15.04.2018

Die Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ im Deutschen Historischen Museum thematisiert die Russische Revolution und deren komplexe und vielfältige Folgen für Europa. Die revolutionären Ereignisse und der fünf Jahre wütende Bürgerkrieg in Russland führten zur Errichtung eines neuen Systems, das neue Formen in allen Bereichen der Gesellschaft herbeiführte und das gesamte 20. Jahrhundert prägte. Von Beginn an war der Kommunismus aber auch mit politischen Gegenbewegungen konfrontiert, die mit Terror gewaltsam unterdrückt wurden. Nach den politisch-gesellschaftlichen Umwälzungen wurde der russische Kommunismus als Gegensatz zur parlamentarisch-demokratischen Entwicklung vieler europäischer Staaten wahrgenommen. Zum 100. Jahrestag der Revolution wirft die Sonderausstellung des DHM einen Blick auf die Geschichte und Gegenwartsbezüge der Russischen Revolution. Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Landesmuseum Zürich entstanden. Es finden zwei separate Ausstellungen statt, die jedoch durch ein gemeinsames Kapitel und einen gemeinsamen Katalog miteinander verbunden sind.

Lenindenkmal auf dem Leninplatz in Ost-Berlin (1970). Bundesarchiv, Bild 183-J0505-0054-001 / Jürgen Ludwig / CC BY-SA 3.0

Vortrag

100. Jahrestag des „Roten Oktobers“ – Zur Historisierung der Russischen Revolution von 1917

vom 24.10.2017

Zum Centennial des „Roten Oktober“ laden die Galerie Morgenland und die Geschichtswerkstatt Eimsbüttel in Hamburg Dr. Nikolas Dörr (Universität Potsdam) zu einem Vortrag über die Historisierung der Russischen Revolution von 1917 ein. Im Rahmen der Programmreihe „Aufbrüche 1917-2017“ spricht der Politologe und Historiker über die Folgen der 1917 gewaltsam durchgesetzten Revolution für die deutsche, europäische und globale Geschichte. Dörr erörtert dazu beispielsweise die revolutionären Umbrüche in Hamburg 1923. Sein Fokus liegt dabei auf der Faszination und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die dieses Ereignis in der europäischen Linken hervorrief. Weiter untersucht Dörr die Mythologisierung der Oktoberrevolution in der DDR und den Staaten des Ostblocks. Die künstlerische Interpretation beispielsweise durch Sergej Eisenstein sowie der geschichtspolitische Umgang mit dem „Roten Oktober“ sind weitere Schwerpunkte Dörrs Untersuchung. Seine aktuelle Publikation ist Die Rote Gefahr. Der italienische Eurokommunismus als sicherheitspolitische Herausforderung für die USA und Westdeutschland 1969–1979 (2017).

10 Jahre Marx Herbstschule, marx200

Workshop

Marx und DAS KAPITAL

vom 26.10.2017 | bis zum 29.10.2017

Um die Kluft zwischen Marx-Experten und Interessierten zu verringern, soll während der Herbst- und -Frühjahrsschulen durch gemeinsame Lektüre das Wissen über die Texte und Ideen von Marx vertieft werden. Für das 10-jährige Jubiläum der Marx-Herbstschule sind neben den Lektürekursen auch Podien zur Geschichte und Kritik der Editionen Marx´scher Werke geplant. Dabei wird chronologisch und inhaltlich ein Bogen von den 1960er-Jahren bis heute geschlagen. Die Beiträge reichen von der Marx-Aneignung um 1968 über Interventionen (Feminismus, Post-Colonial, Subaltern und Cultural Studies) in den 1970er- und 1980er-Jahren bis hin zur Frage nach der Aktualität des Kapitals. Die Abschlussveranstaltung widmet sich schließlich der Ideen-, Editions- und Rezeptionsgeschichte dieses Werkes.

Logo der Veranstalter: Peter Hacks Gesellschaft e. V., http://www.peter-hacks-gesellschaft.de/

Tagung

»Der erste Schritt ist allemal ein Stolpern«. Hacks und Revolution

vom 04.11.2017

Anlässlich des 100. Jahrestages des russischen Oktoberumsturzes, möchte die Peter Hacks Gesellschaft nach dem Standort des Topos Revolution im Œvre des bedeutenden sozialistischen Dramatikers und Essayisten fragen. Die Sektionen möchten das Werk des DDR-Dramatikers in seine Lebens- und Schaffensphasen aufteilen, um die jeweilige Bedeutung und Sinngehalt von Revolution in Werk und Sozialismusverständnis von Hacks zu untersuchen. Kurz nach seiner Übersiedlung aus der Bundesrepublik in die DDR zeichnete sich seine Dramaturgiekonzeption durch den Versuch eines didaktischen Theaters aus. In der Hauptphase seines Schaffens in den 1960er und 70er-Jahren führte Hacks das Konzept einer postrevolutionären Dramaturgie ein. Nach der Wende stellte sich die Frage nach Revolutionen im Schaffen Hacks grundlegend anders. Wie war 1989 zu bewerten und wie verhält man sich zum Kapitalismus? Die Beiträge der Tagung sollen im Hacks Jahrbuch 2018 erscheinen.

Logo der Konferenz "Need to Know VII: The Hidden Hand of Intelligence", Screenshot aus Call for Papers, https://ipn.gov.pl/pl/nauka/konferencje-naukowe/39541,CALL-FOR-PAPERS-International-Conference-Need-to-Know-VII-The-Hidden-Hand-of-Int.html

Konferenz | Call for Papers

Need to Know VII: The Hidden Hand of Intelligence

vom 09.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Die 7. internationale Konferenzreihe Need to know zur Geschichte von Geheimdiensten wird im November 2017 in Budapest zu dem Thema The hidden Hand of Intelligence stattfinden. Die versteckte Hand meint in diesem Zusammenhang den versteckten Einfluss von Geheimdiensten auf gesellschaftliche Akteure und Gruppen. Welche Mittel wandten Nachrichtendienste an, um ihre Propaganda zu maskieren? Die Veranstalter erbitten Beiträge, die sich mit genau diesen Fragen auseinandersetzen. Untersuchungsgegenstände sind hierbei so genannte Front Organizations (Parteien, NGOs, Kirchen, Medien, soziale Bewegungen). Wie wurden diese Akteure von Geheimdiensten genutzt? Wie wurde deren Tätigkeit verschleiert? Welche Reaktionen riefen solche Tätigkeiten bei Bekanntwerden bei anderen Diensten aus? Wie effektiv waren solche Propagandaaktionen und Einflussnahmen? Interessierte Referenten werden gebeten ihre Exzerpte von 500 bis 700 Wörtern auf Englisch bis zum 30. Mai an wladyslaw.bulhak@ipn.gov.pl zu schicken.

Logo der Berliner ISHA-Sektion, Screenshot von Webseite, https://ishaberlin.wordpress.com/

Workshop

How Communism Shaped our World - Remembering Communism at the 100th Anniversary of the October Revolution

vom 20.11.2017 | bis zum 26.11.2017

Die Berliner Sektion der International Students of History Association (ISHA) wird vom 20. bis zum 26. November 2017 eine Studienreise mit Workshops zusammen mit der Moskauer Sektion der ISHA durchführen. Dafür erbittet die ISHA Berlin bis zum 9. Juli 2017 die nötigen Bewerbungsunterlagen. Nach einem ersten Kurzauswahlverfahren werden im zweiten Schritt die Abstracts mit einer Länge von 300-450 Wörter zu einem der Workshop-Themen erbeten. Die Beiträge sollen nach der Reise in Form eines Kurzessays verschriftlicht werden. 15 Berliner Studierende werden die Möglichkeit haben mit 15 Moskauer Studierenden der Geschichtswissenschaft und verwandten Disziplinen über die Oktoberrevolution zu diskutieren. Die Exkursion steht unter dem Titel How Communism Shaped our World - Remembering Communism at the 100th Anniversary of the October Revolution. Die vier Panels werden sich wissenschaftlich mit Kommunismus und Erinnerung, Kommunismus und Kunst, Alltag im Kommunismus und Kommunismus und Krieg beschäftigen. Die Studienreise wird von einem abwechslungsreichen Kulturprogramm begleitet. Jeder Teilnehmende muss eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro bezahlen.

Logo des Veranstalters Weimarer Republik e.V.

Konferenz

Zusammenbruch, Aufbruch, Abbruch? Die Novemberrevolution als Ereignis und Erinnerungsort

vom 25.11.2017 | bis zum 27.11.2017

In der Endphase des Ersten Weltkrieges führte die Novemberrevolution von 1918/19 zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und zu dessen Umwandlung in eine parlamentarische Demokratie, die Weimarer Republik. Die Konferenz nutzt die Gelegenheit, die Novemberrevolution in ihren sehr verschiedenen Kontexten und aus verschiedenen Perspektiven neu zu betrachten und ihr in einem umfassenden Sinne neue Konturen zu verleihen: Als herausragendes und immer wieder umstrittenes und neu zu verhandelndes Ereignis der deutschen und europäischen Geschichte. Denn die Novemberrevolution hört zusehends auf, eine „vergessene Revolution“ zu sein: In Wissenschaft und Öffentlichkeit wächst die Einsicht, dass der Aufbruch in die erste parlamentarische Demokratie Deutschlands mehr war als eine halbe, stecken gebliebene oder gar verratene Revolution. Für Teilnehmer/innen und Besucher/innen besteht die Möglichkeit, vor und nach der Konferenz die Ausstellung „Demokratie aus Weimar. Die Nationalversammlung 1919“ im Stadtmuseum Weimar kostenlos zu besuchen. Der Besuch der Konferenz ist ebenfalls kostenfrei, dennoch wird um Anmeldung unter folgender Adresse gebeten: andreas.braune@uni-jena.de.

Konferenz

Privacy Outside Its ‘Comfort Zone’: Late Socialist Eastern and East-Central Europe between the Private and the Public

vom 08.12.2017 | bis zum 10.12.2017

Für westliche liberale Gesellschaften wurde das Konzept von Privatheit bereits intensiv bearbeitetet. Die vom DFG-Graduiertenkolleg „Privatheit und Digitalisierung“ organisierte Konferenz möchte darüber hinaus Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse zu Privatheit in sozialistischen Ländern Mittel- und Osteuropas geben. Dabei ist den Veranstaltern wichtig, den Dialog zwischen Experten und Nachwuchswissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen der Geistes- und Sozial- und Politikwissenschaften zu fördern, um so die Chancen, Grenzen und Strategien der Überschreitung liberaler Rahmenbedingen zu diskutieren. Die Dichotomie zwischen „privat“ und „öffentlich“ soll hinterfragt sowie nach neuen Definitionen von Privatheit gesucht werden. Der Fokus der Konferenz liegt auf drei Themenbereichen: Politische Variationen von Privatheit, Kunst und Privatheit sowie Privatheit in sozialistischen Gesellschaften.

Das Kulturhistorische Museum befindet sich im Dominikanerkloster Prenzlau © Dominikanerkloster Prenzlau

Ausstellung

Eröffnung der Ausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter"

vom 05.10.2017 | bis zum 19.11.2017

 Das Kulturhistorische Museum im Dominikanerkloster Prenzlau zeigt bis zum 19. November 2017 die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ in einem Sonderausstellungsraum. Diese beschreibt aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Russischen Revolution den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegungen. Die Ausstellung umfasst 25 Tafeln mit über 200 zeithistorischen Fotos, Dokumenten sowie QR-Codes, die mit Filmdokumenten im Internet verlinkt sind. Herausgeber sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum Berlin. Eröffnet wird die Ausstellung am 5. Oktober 2017 um 18 Uhr. Nach einer Begrüßung durch den Leiter des Dominikanerklosters, Dr. Stephan Diller, gibt die Koordinatorin des Projektes „Aufarbeitung des Kommunismus“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ,Katharina Hochmuth, eine inhaltliche Einführung in die Ausstellung und präsentiert die thematisch entsprechenden Angebote der Bundesstiftung. Anschließend erfolgt ein Rundgang durch die Ausstellung.Ausführliche Informationen über die vom Frankfurter Historiker Dr. Gerd Koenen konzipierte und verfasste Schau finden sich unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/k-ausstellung

Bouchéstraße-Harzer Straße - Berliner Mauer 1989, Urheber: Florian Schäffer, Lizenz: CC-BY-SA 3.0

VHS-Kurs | Veranstaltungsreihe

Kommunismus in Neukölln

vom 21.09.2017 | bis zum 14.12.2017

Zu Zeiten der Teilung Berlins war Neukölln Bestandteil von West-Berlin. Der Kommunismus ist dennoch ein wichtiger Teil des Bezirks, auch wenn er dort nie zur Herrschaft gelangte. Der Ort galt als Zentrum der Arbeiterbewegung vom „roten Rixdorf“ der Kaiserzeit bis ins „rote Neukölln“ der Weimarer Republik. Nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur wurde im Frontstadtbezirk mit der längsten Grenze zur DDR der Antikommunismus zur Staatsraison. Zugleich blieb Neukölln eine Hochburg für radikale Protestbewegungen, die sich dem Ost-West-Konflikt im Kalten Krieg verweigerten. Das Bezirksamt Neukölln organisiert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kommunismus in Neukölln“ einen gleichnamigen VHS-Kurs im Rathaus Neukölln (Leonberg-Zimmer oder Puschkin-Zimmer), der von einem Veranstaltungsprogramm begleitet wird. Mit Gesprächsrunden, Führungen und Seminaren zur Geschichte der Teilung Berlins werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Bezirk mit seiner Geschichte sowie seinen Verbindung zum Kommunismus kennen lernen. Das Programm der Reihe steht hier zum Download bereit.

Ausschnitt aus Flyer der Veranstaltungsreihe der lkj Sachsen-Anhalt

Schülerwettbewerb

Alles nur Geschichte(n)? - Kommunismus in Sachsen-Anhalt

vom 01.09.2017 | bis zum 31.12.2017

Magdeburg, 12.07.2017. „Alles nur Geschichte(n)?! - Kommunismus in Sachsen-Anhalt“ ist ein Schülerwettbewerb der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. und soll junge Menschen dazu motivieren und befähigen, eigene lokalgeschichtlich orientierte Projekte zur Kommunismusgeschichte zu entwickeln. Projektideen können noch bis zum 31. August per Mail an steffi.buehnemann@jugend-lsa.de eingereicht werden. Um die Projekte auf den Weg zu bringen, wird den Schülern Hintergrundwissen zur Geschichte des Kommunismus vermittelt, ebenso kompetenzorientierte Methoden zur Erinnerungs- und Biografiearbeit, zu Zeitzeugengesprächen und zum Projektmanagement. Mögliche Themenfelder für Projekte sind das Alltagsleben in der DDR, der Personenkult Ernst-Thälmann, Märzkämpfe in Mitteldeutschland, Widerstand in Sachsen-Anhalt oder Kommunistinnen und Kommunisten in Freizeit, Sport und Kultur. Zum Abschluss der Reihe findet im Dezember der Jugendgeschichtstag statt, der einen Austausch und die öffentlichkeitswirksame Präsentation ermöglicht.

Russische Soldaten demonstrieren im Februar 1917 in Petrograd. Urheber unbekannt, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Lehrerweiterbildung

Fortbildung für Lehrkräfte zu den Ausstellungen „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ und „1917. Revolution. Russland und Europa"

vom 18.10.2017

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum haben anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution jeweils eine Ausstellung zum Themenkomplex „Russische Revolution und Kommunismus“ herausgegeben. Die Sonderausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ des Deutschen Historischen Museums beschäftigt sich mit dem imperialen Russland, den revolutionären Ereignissen, den ersten Jahren der Sowjetunion zwischen Utopie und Gewalt sowie den Auswirkungen der Revolution auf ganz Europa. Die Bundesstiftung Aufarbeitung zeichnet in ihrer Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ den Aufstieg und Niedergang des Kommunismus anhand von über 200 zeithistorischen Fotos, Dokumenten und Schaubildern nach.Das Deutsche Historische Museum und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellen in einer gemeinsamen Fortbildung für Lehrkräfte am 18. Oktober 2017 ihre Angebote zum Thema vor, diskutieren die Verortung der Oktoberrevolution in Schulbüchern und Schulunterricht und präsentieren in zwei Panels ihre Ausstellungen. Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet im Auditorium des Deutschen Historischen Museums statt. Um Anmeldung wird gebeten unter: fuehrung@dhm.de  |  Tel. +49 30 20304-750.

Flyer zur Veranstaltung © Bundesstiftung Aufarbeitung

Konferenz

Der lange Schatten des Kommunismus - 100 Jahre Russische Revolution und das kommunistische Erbe Europas

vom 19.10.2017 | bis zum 20.10.2017

Das Gedenkjahr 2017 lädt 100 Jahre nach der Russischen Revolution in Russland dazu ein, an das historische Ereignis, seine Ursachen und Folgen zu erinnern, sowie es in einen internationalen Kontext einzubetten. Erinnerungspolitisch fehlt ein gemeinsames totalitäres Erbe, das seinen Ausgangspunkt in der Oktoberrevolution von 1917 nahm. Dies gilt insbesondere für Deutschland und die Länder Ostmitteleuropas, aber auch für das westlich-demokratische Europa, das sich bis 1989/90 in einer permanenten Blockkonfrontation mit dem kommunistischen Osten befand oder durch kommunistische Parteien der Ideologie anhing.Die Deutsche Gesellschaft e. V. begibt sich mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur auf einer Konferenz anlässlich des 100. Gedenkjahres auf Spurensuche und spürt der europäischen Erfahrung mit dem Kommunismus im 20. Jahrhundert nach.Zu den Mitwirkenden zählen u. a.: Harald Asel, rbb-Inforadio (Berlin); Dr. Jacqueline Boysen, Journalistin (Berlin); Dr. Nikolas Dörr, SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik Universität Bremen; Hartmut Koschyk, MdB, stellv. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft e. V., stellv. Ratsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Berlin); Dr. Ehrhart Neubert, Theologe (Berlin); Prof. em. Dr. Valters Nollendorf, Vorstandsvorsitzender des Lettischen Okkupationsmuseumsvereins; Prof. Dr. Radu Preda, Institut für die Untersuchung der kommunistischen Verbrechen und die Erinnerung an das rumänische Exil (Bukarest); Dr. Manfred Sapper, Zeitschrift Osteuropa (Berlin); Prof. Dr. Susanne Schattenberg, Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen.Die Ergebnisse werden in einem Tagungsband veröffentlicht. Die Konferenz wird als Bildungsurlaub anerkannt. Die Veranstaltung wird gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Um eine Anmeldung bis 16. Oktober wird gebeten an: Deutsche Gesellschaft e.V.Dr. Heike TuchscheererTel.: 030 88412 254Fax.: 030 88412 223heike.tuchscheerer@deutsche-gesellschaft-ev.de

Logo der Urania

Vortrag

Dr. Jan C. Behrends: 100 Jahre Roter Oktober – Wie wirkte sich die Russische Revolution weltweit aus?

vom 24.10.2017

Die Interpretation der Ereignisse des „Roten Oktober“ war von Anbeginn an umstritten. Die Deutung der Machtübernahme durch die Bolschewiki wurde je nach Standpunkt als Staatsstreich, als Volksaufstand oder als die lang herbeigesehnte sozialistische Revolution gedeutet. Noch kontroverser wurde und wird die Frage behandelt, welche Folgen die Russische Revolution in einem globalen Rahmen hatte. Dr. Jan C. Behrends wird diesen Deutungskämpfen in einem Vortrag in der Urania in Berlin nachgehen. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam im Bereich „Kommunismus und Gesellschaft“. Dem Vortrag folgt eine Diskussion mit den anwesenden Zuhörern. Tickets für die Veranstaltung können telefonisch und über die Homepage der Urania bezogen werden.

Revolutionäre Soldaten mit der Roten Fahne am 9. November vor dem Brandenburger Tor. Bundesarchiv, Bild 183-B0527-0001-810 / Unbekannt / CC-BY-SA 3.0

Workshop

Revolution 1917–1920 in Berlin

vom 27.10.2017

100 Jahre nach der Russischen Revolution sind noch viele Facetten der revolutionären Ereignisse in Russland und Europa unerforscht. Derzeit werden zahlreiche Neuerscheinungen zum Thema publiziert und aufgrund der Jubiläumsjahre 2017-2020 rücken die Revolutionen in den Fokus der Öffentlichkeit. Aus diesem Anlass veranstaltet das Netzwerk Hiko_21 der Historischen Kommission zu Berlin e.V. den Workshop zur „Revolution 1917-1920 in Berlin“, bei dem die neuen Impulse der Forschung aufgenommen und diskutiert werden sollen. So werden im Workshop auf die Arbeiterschaft regionale Perspektiven eröffnet und der cultural sowie spatial turn werfen neue Fragestellungen zum Thema auf. Im Workshop werden junge Historiker gemeinsam mit Experten des Faches ihre Fragestellungen, Thesen und Ergebnisse diskutieren. Außerdem stellen Berliner Institutionen ihr Programm zu den Jubiläumsjahren vor.Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Das Programm der Veranstaltung finden Sie in der Ankündigung. Die Veranstalter bitten um eine Anmeldung bis zum 20. Oktober 2017 an:Ellen FrankeHistorische Kommission zu Berlin e.V.Jägerstraße 22/23 | 10117 Berlin+49-(0)30-80 40 26 86info@hiko-berlin.de

Logo des proWissen Potsdam e.V.

Veranstaltungsreihe

Kommunismus – Utopie und Wirklichkeit: Wie wollen wir zusammenleben?

vom 06.11.2017 | bis zum 22.11.2017

Der Verein ProWissen Potsdam e.V. Wissenschaftsetage des Bildungsforums Potsdam veranstaltet in Kooperation mit der Gedenkstätte Leistikowstraße Potsdam, dem ZZF Potsdam und der Universität Potsdam vom 6. bis 22. November eine Themenwoche zur Kommunismusgeschichte. Die Themenwoche beinhaltet Vorträge, Workshops und Ausstellungen, die unter der titelgebenden Frage „Utopie und Wirklichkeit: Wie wollen wir zusammenleben?“ gebündelt werden. Im Mittelpunkt steht dabei das Spannungsverhältnis von Anspruch und Wirklichkeit in der Kommunismusgeschichte sowie die Frage, ob und – falls ja, was – daraus für die Gegenwart zu lernen ist. Die verschiedenen Veranstaltungsformate sprechen sowohl junge und ältere Menschen, als auch Experten und Geschichtsinteressierte an. Unter anderem werden eine Schülerakademie zum Thema Jeans in der DDR, ein Vortrag über zwei Restaurants in Minsk und Berlin sowie eine literarische Lesung über die Boheme in der DDR stattfinden. Gerahmt werden die Veranstaltungen der Themenwoche von zwei Ausstellungen zur Kommunismusgeschichte. Zum einen wird die Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" von der Bundesstiftung Aufarbeitung, dem DHM und Gerd Koenen präsentiert, zum anderen die Fotoausstellung "Landsleute 1977 - 1987" von Rudi Meisel, bei der die Frage "Ost" oder "West", erst in zweiter Linie wichtig wird.

Logo des Gießener Zentrum Östliches Europa

Tagung

Regional Revolution(s) – 1917 and its Consequences in the Province

vom 09.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Die Russischen Revolutionen des Jahres 1917 bewirkten tiefgreifende politische und soziale Umwälzungen in Russland, aber auch in Europa und der restlichen Welt. Diese revolutionären Bewegungen träumten von der Schaffung eines „neuen Menschen“ und waren in ihrer Radikalität auch dazu bereit, Gewalt und Terror einzusetzen, um dieses Ziel zu erreichen. Ereignisgeschichtliche Zentren der Februar- und Oktoberrevolution waren St. Petersburg und Moskau, weshalb sich die Forschung bis in die 1990er-Jahre auf diese Städte konzentrierte, wenn die Hintergründe des Jahres 1917 in Russland untersucht wurden. Erst nach dem Fall der kommunistischen Systeme in Osteuropa und Asien begannen einige Historiker, die Russische Revolution jenseits der großen Städte zu analysieren und konzentrierten sich auf ländliche Gegenden. Das Gießener Zentrum Östliches Europa veranstaltet mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung eine Tagung mit dem Titel „Regional Revolution(s) – 1917 and its Consequences in the Province“, die einen weiteren Beitrag zur Erforschung der Revolution in der „Provinz“ leisten will.

Terminankündigung auf der Seite des Herder-Instituts, Screenshot von der Website

Konferenz

State Socialism, Heritage Experts and the Internationalism in Heritage Protection after 1945

vom 21.11.2017 | bis zum 22.11.2017

Diese Konferenz will untersuchen, welche Rolle die ost- und mitteleuropäischen Länder in der Entwicklung der internationalen Erbschaftsschutzpolitik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielten und möchte den Anstieg des kulturellen Erbes in den sozialistischen Gesellschaften als Reaktion auf verschiedene Phänomene erforschen. Dazu gehören zum Beispiel die rasche sozialistische industrielle Entwicklung, die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und der Kriege der nationalen Befreiung sowie die Notwendigkeit, nationale Traditionen zu erleben.Im Wettbewerb des Kalten Krieges behaupteten die sozialistischen Staaten, dass ihr Respekt vor fortschrittlichen Traditionen und der materiellen Kultur ihre überlegenen Entwicklungsmethoden von der kapitalistischen Welt unterscheide. Nicht ausgerichtete Länder versuchten oft, Aspekte der sozialistischen und kapitalistischen Logik des Kulturerbes zu mischen. Doch der Beitrag der sozialistischen Staaten und Sachverständigen zur Entwicklung der Erbschaftsidee bleiben weiterhin zu erforschen. Konferenzthemen sind unter anderem die Vermächtnisse der sozialistischen Staaten und Experten in den zeitgenössischen Kulturerbe-Praktiken, die transnationale und transkulturelle Zirkulation von Vorstellungen sowie die Rolle internationaler Organisationen wie UNESCO, ICOMOS, ICCROM, UIA bei der Bereitstellung einer Plattform für professionelle Kommunikation und Wissensaustausch mit der sozialistischen Welt.

Logo des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte

Konferenz

Diktatur und Exil – Diktaturerfahrungen der Russlanddeutschen in vergleichender Perspektive

vom 30.11.2017 | bis zum 01.12.2017

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte nimmt das Centennial der Oktoberrevolution zum Anlass einer Konferenz mit anschließender Sonderausstellung. Beide untersuchen kommunistische Diktaturerfahrungen und die besondere Verfolgungsgeschichte von Aussiedlern russlanddeutscher Herkunft in vergleichender Perspektive. Die Konferenz versucht, positive Anknüpfungspunkte zwischen der Erinnerungskultur und Selbstwahrnehmung von Russlanddeutschen, syrischen Geflüchteten und anderen Migrationsgruppen aufzuzeigen. Vor dem Hintergrund der Nähe mancher Russlanddeutscher zum rechtsnationalen Parteienspektrum setzt der multiperspektivische Ansatz der Veranstaltung auf das „integrative Potential“ geschichtspolitischer Aufklärungsarbeit (vgl. www.russlanddeutsche.de). Zurzeit leben in Deutschland 2,4 Millionen Menschen mit russlanddeutschem Migrationshintergrund, die durch die Erfahrungen, oft auch Traumata ihrer Eltern und Großeltern geprägt wurden. „Diktatur und Exil“ versucht, sich ihrer Perspektive anzunähern.

Logo der Universität Genf

Workshop

Transnational Relations between Eastern Europe/USSR and the Middle East during the Cold War

vom 22.02.2018 | bis zum 23.02.2018

Die vielfältigen transnationalen Beziehungen zwischen Ost-Europa, der Sowjetunion sowie den Pendants im Nahen Osten während des Kalten Krieges haben in der Forschung jüngst eine wachsende Aufmerksamkeit erfahren. Ziel des Workshops in Genf ist es, noch einen Schritt weiter zu gehen und unter Berücksichtigung der langen Geschichte dieser Beziehungen die intensive Vernetzung dieser Regionen hervorzuheben. Dabei stehen drei Themen bzw. Fragen im Mittelpunkt.Der erste Fokus liegt auf gesellschaftlich einflussreichen Akteuren aus Wissenschaft, Presse und Handel, die sich bereits vor dem Kalten Krieg oft durch religiöse oder solidarische Netzwerke verbanden. Welche Rolle spielten die Religiosität und Solidarität noch in der Zeit des Ost-West-Konflikts? Welchen Einfluss hatten politische und wirtschaftliche Beziehungen aus der Vorkriegszeit? Wie wirkte sich das Wettrüsten auf die interregionalen Beziehungen aus? Zweitens wurden in der Perspektive der longue durée sowohl Osteuropa als auch der Nahe Osten als „Orient“ Westeuropas konstruiert. Inwiefern kann man beide Regionen als eine verknüpfte Peripherie Europas sehen? Damit verbindet sich drittens die Frage, ob die Bewegung der Blockfreien Staaten (Non-Aligned Movement, NAM) in den 1950-er und 60-er Jahren aus der Perspektive der verknüpften Peripherie neu interpretiert werden müssten. Könnte man beispielsweise die Gründung der NAM als Versuch sehen, einen vom Westen losgelösten östlich-mediterranen Raum zu schaffen?

Ringvorlesung

Zwischen Utopie und Wirklichkeit: Sozialismus und Kommunismus in Lateinamerika

vom 01.10.2017 | bis zum 01.02.2018

Das ZILAS in Eichstätt organisiert im Wintersemester 2017/2018 eine Ringvorlesung über Kommunismus und Sozialismus in Lateinamerika. Die thematische Bandbreite dieser Vortragsreihe unter dem Titel „Zwischen Utopie und Wirklichkeit: Sozialismus und Kommunismus in Lateinamerika“ reicht von der kubanischen Revolution, über deutsche Solidaritätsbewegungen mit linken Bewegungen und Regimen in Lateinamerika, bis hin zur Betrachtung kommunistischer Bewegungen und Regime in Kolumbien (FARC), Peru (Sendero Luminoso) und Venezuela (Chavez). Weitere Themen berühren die Wissenschaftsgeschichte, Entwicklungen in den USA, die Honeckers in Chile und das MfS in Nicaragua sowie die Erinnerung an Kommunismus und Sozialismus in Film und Literatur. Weitere Informationen zu den Referentinnen und Referenten werden in den kommenden Wochen auf der Website des Veranstalters veröffentlicht.

Logo der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Ausstellung

Von Buchenwald nach Karaganda

vom 16.09.2017 | bis zum 31.03.2018

Sonderausstellung über Internierte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 in Kasachstan 1947 bis 1949 vom 16. September 2017 bis zum 31. März 2018 in der Gedenkstätte BuchenwaldEröffnung am Samstag, dem 16. September 2017, um 11.30 Uhr, im Ausstellungsgebäude Speziallager8. Februar 1947: Am Bahnhof Buchenwald stehen mehr als 1.000 Internierte aus dem sowjetischen Speziallager Nr. 2 für einen Transport bereit. Zum Arbeitseinsatz in der Sowjetunion bestimmt, führt ihr Weg in die kasachische Stadt Karaganda. Der Transport ist ein Ausnahmefall in der Geschichte des Speziallagers Buchenwald, in dem Beschäftigungslosigkeit und strenge Isolation herrschen. Von Hunger und Krankheiten geschwächt, ist die Mehrheit der zu diesem Zeitpunkt insgesamt 15.000 dort Internierten weder transport- noch arbeitsfähig.Am 20. März 1947, nach sechswöchiger Fahrt unter schwierigen Bedingungen, erreichen 1.038 Internierte das Kriegsgefangenenlager Nr. 7099 in Karaganda. Harte Arbeit im Bergbau und auf Baustellen prägt den Alltag der Gefangenen. Nach Jahren der Ungewissheit können sie ab Ende 1947 erstmals Postkarten schreiben und so Kontakt zu ihren Angehörigen aufnehmen. Nach Gründung beider deutscher Staaten 1949 werden die meisten Internierten entlassen.70 Jahre später informiert die Sonderausstellung der Gedenkstätte Buchenwald über Geschichte und Hintergrund dieses Transportes.

Logo des DRA e.V.

Veranstaltungsreihe

Die Oktoberrevolution und ihre Folgen: Rückblicke auf die Gegenwart

vom 10.05.2017 | bis zum 22.11.2017

Die neu gegründete Arbeitsgruppe Geschichte des DRA e.V. richtet im Verlauf des Jahres 2017 eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Die Oktoberrevolution und ihre Folgen: Rückblicke auf die Gegenwart“ aus. Zum 100. Jahrestag der Russischen Revolutionen des Jahres 1917 fragt die Veranstaltungsreihe nach der historischen Einordnung der revolutionären Prozesse. Zentral sind aktuelle Erinnerungsdiskurse in Russland und anderen ehemals sowjetisch beherrschten Staaten und die Frage nach den historischen Gründen für derzeitige weltpolitische Spannungen mit Russland. In vier Podiumsdiskussionen und einer Filmvorführung setzt sich die Arbeitsgruppe Geschichte mit osteuropäischen und deutschen Experten mit den Folgen der Revolution, kolonialen Phänomenen der sowjetischen Expansion und den Ambivalenzen der Industrialisierung auseinander. Die erste Podiumsdiskussion fand am 10. Mai 2017 in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin-Gesundbrunnen statt. Die weiteren Termine werden auf der Facebook-Seite des DRA und dessen Newsletter bekannt gegeben.

Logo der Kunstuniversität Linz

Tagung

Kunst & Revolution

vom 18.10.2017 | bis zum 20.10.2017

Mit der dreitägigen Tagung „Kunst & Revolution“ will das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) an der Kunstuniversität Linz in Wien die wechselseitige Beziehung zwischen der Russischen Revolution 1917 und der Kunst beleuchten. Im Fokus stehen sollen die ästhetischen Impulse für Film, Malerei, Literatur und Architektur, die von den revolutionären Prozessen in Russland 1917 ausgingen. Des Weiteren fragen die Veranstalter nach dem Verhältnis von Kunst – die sich oft selbst als revolutionär versteht – und Revolution überhaupt. Die Tagung gliedert sich in Keynotes von internationalen Referentinnen und Referenten sowie in eine Lesung und drei Podiumsdiskussionen. Thematisch sind die Beiträge sehr breit gestreut: Ein Rückblick auf die Geschichte der Bilderstürme 1517-2017 findet sich ebenso wie Panels zum Verhältnis von Kunst und Terror oder Straßenkunst und Revolution. Die Tagung findet im Audimax der Kunstuniversität Linz in der Domgasse 1 in Linz statt.Teilnehmerinnen und Teilnehmer:Mona Abaza (American University Cairo)Fahim Amir (Kunstuniversität Linz/Wien)Wolfgang Beilenhoff (IKKM Weimar)Marula di Como („migrantas“ Berlin)Vera Faber (ÖAW/Universität Wien)Golan Gur (Berlin)Christine Hanke (Universität Bayreuth)Anne von der Heiden (Kunstuniversität Linz)Ilaria Hoppe (Katholische Privat-Universität Linz)Stefanie Kitzberger (Universität für angewandte Kunst Wien)Charlotte Klonk (HU Berlin)Birgit Mersmann (IFK_Fellow/Universität Basel)Jasmin Mersmann (Kunstuniversität Linz)Andreas Pribersky (Universität Wien)Chris Tedjasukmana (IFK_Fellow)Frank Witzel (Offenbach)Barbara Wurm (HU Berlin)Florencia Young („migrantas“ Berlin)

Logo der  Internationale Gesellschaft für Menschenrechte e. V.

Tagung

100 Jahre Oktoberrevolution/ 100 Jahre Kommunismus

vom 21.10.2017 | bis zum 22.10.2017

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte e. V. führt ein zweitägiges Fachgespräch 100 Jahre Oktoberrevolution / 100 Jahre Kommunismus am 21. und 22. Oktober in Frankfurt am Main mit Wissenschaftlern, Zeitzeugen und Bildungsmultiplikatoren durch. Neben der Auseinandersetzung mit der Kommunismusgeschichte werden hierbei Gegenwartsbezüge herausgearbeitet und der Frage nachgegangen, wie mit den heutigen totalitären Ideologien und Regimen umgegangen werden kann. Der Veranstalter möchte dabei die Thematik politischer Verfolgung in der Sowjetunion, der DDR und im heutigen China in den Fokus rücken. Nähere Informationen zum Veranstaltungsort und Tagungsprogramm werden in den kommenden Wochen auf der Website des Veranstalters veröffentlicht.

Logo des Deutschen Polen Instituts

Filmreihe | Veranstaltungsreihe

Von der politischen Utopie zum gesellschaftlichen Albtraum. Innenleben, Transformation und Aufarbeitung des Kommunismus in Deutschland und Polen

vom 25.10.2017 | bis zum 08.12.2017

Das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt möchte das Gedenkjahr anlässlich der russischen Revolutionen 1917 dazu nutzen, den Aufarbeitungsfokus von der Sowjetunion auf die staatssozialistischen Diktaturen in Osteuropa zu lenken. Dazu organisiert das Institut eine Veranstaltungsreihe und einen wissenschaftlichen Workshop, welche in vergleichender Perspektive die Transformationsprozesse in der DDR und in Polen untersuchen möchten. Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildet die Vernissage der Ausstellung Der Kommunismus in seinem Zeitalter am 25. Oktober im Residenzschloss in Darmstadt. Bei der Eröffnung wird ein Gespräch stattfinden und eine Filmcollage gezeigt werden. Der Themenabend steht unter dem Motto 100 Jahre kommunistische Revolution in Europa. Eine kritische Zeitreise. Die Ausstellung wird bis zum 20. Dezember 2017 gezeigt. Am 8. Dezember werden auf einem Gesprächsabend unter dem Titel 2017! Ein Jahrhundert kommunistische Revolution in Europa. Von Auflösung und Nachleben des Staatssozialismus in Deutschland und Polen renommierte Expertinnen und Experten den Herrschaftsanspruch der sozialistischen Staatsparteien in Polen und der DDR sowie Widerstandsmöglichkeiten dagegen kritisch diskutieren. Begleitet wird das Projekt mit der Filmreihe (Alb)Traum Kommunismus. 100 Jahre Revolution im Film. Die Reihe sieht vor, eine Zeitreise zu unternehmen. Angefangen bei dem Propagandaklassiker Oktober. Zehn Tage, die die Welt erschütterten aus den 1920er-Jahren von Sergej Eisenstein, wird noch der georgische Film Die Reue aus dem Jahr 1987 gezeigt, welcher als kultureller Vorbereiter der Perestroika gesehen werden kann. Eine erinnerungskulturelle Perspektive wird mit dem polnischen Film Lech Wałęsa – Der Mann aus Hoffnung aus dem Jahr 2013 eingenommen. Die Filme werden jeweils von Gästen kommentiert. Im August 2017 wird der Veranstalter letzte Details auf seiner Website veröffentlichen.

Logo der Stiftung Ettersberg

Symposium

16. Internationales Symposium der Stiftung Ettersberg

vom 27.10.2017 | bis zum 28.10.2017

100 Jahre nach der Russischen Revolution fragt die Stiftung Ettersberg auf ihrem 16. Internationalen Symposium mit dem Titel „Verheißung und Bedrohung: Die Oktoberrevolution als globales Ereignis“ nach den globalen Reaktionen auf die revolutionären Prozesse in Russland im Oktober 1917.  Thematisiert werden dabei die politischen Hoffnungen und weltrevolutionären Erwartungen, aber auch die reaktionären Gegenbewegungen und ideologischen Gegenentwürfe. Dabei wird auch beachtet, dass die Revolution nicht nur die Machtsicherung der Bolschewiki um Lenin und Trotzki bedeutete; die Oktoberrevolution war ebenso die Geburtsstunde des Antibolschewismus. Dementsprechend fragt das Symposium nach der Rezeption der Revolution durch die Zeitgenossen und den politischen Implikationen. Die Tagung wird in enger Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen durchgeführt. Anmeldungen sind ab August 2017 möglich. Die Tagungsgebühr beträgt 20,00 € (ermäßigt 10,00 €). Das Symposium wird als Fortbildung für Thüringer Lehrer/innen beim ThILLM akkreditiert.

Konferenz-Flyer

Konferenz

Jenseits der Revolution in Russland

vom 07.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Die Veranstalter der an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität Prag stattfindenden viertägigen Konferenz „Jenseits der Revolution in Russland“ möchten in diesem Rahmen nach der Rezeption, der Erinnerungskultur und der Ausführung revolutionärer Gedanken, Bilder und Praktiken auf dem Gebiet Mittel- und Osteuropas fragen. Anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution soll die Ambivalenz dieses Ereignisses in den unmittelbaren Ablauf, die mittelfristigen sozialen und ökonomischen Transformationen und die langfristige Rekonfiguration von politischen Sphären ausdifferenziert werden. Interessenten werden gebeten, einen Beitragsvorschlag bis zum 15. Mai 2017 einzureichen. Die Kosten für die Teilnahme an der Konferenz belaufen sich auf 50€.

Logo des Institute for Democracy, Media & Culture

Konferenz

Between Apathy and Nostalgia: Public and Private Recollections of Communism in Contemporary Albania

vom 17.11.2017 | bis zum 18.11.2017

„Between Apathy and Nostalgia“ widmet sich der öffentlichen und privaten Erinnerung der albanischen Bevölkerung an die Zeit der Diktatur (1944 bis 1990). Im Zentrum der Konferenz steht eine aktuelle OSZE-Studie, nach der eine überwiegend positive Einstellung gegenüber dem vergangenen kommunistischen Regime – im Besonderen gegenüber dem Diktator Enver Hoxha – vorherrscht, sowie die öffentlichen Reaktionen auf diese Ergebnisse. Die Nostalgie der Bevölkerung wird kontrastiert von einer weit verbreiteten Kritik der mangelnden Dekommunisierung. Kritisch hinterfragen will die Tagung die einseitige Repräsentation des Kommunismus vor allem in der aktuellen Politik und den politischen Medien, da sie weit entfernt ist von der Vielfalt und Komplexität der Erfahrungen der albanischen Bevölkerung. Dieser Form der Erinnerungspolitik versucht die Konferenz mit der Fragestellung „Wer erinnert sich woran?“ eine verständliche und nuancierte Gesamtschau der Erinnerung an den Kommunismus entgegenzusetzen (vgl. http://idmc.al). Der Vergleich der albanischen mit Erinnerungskulturen anderer osteuropäischer Ländern – im Speziellen Bulgariens und Rumäniens – ist ein weiterer Schwerpunkt der Tagung.

Logo Humboldt-Universität zu Berlin

Workshop | Call for Papers

Frei und gleich - gleich und fei? Zum Verhältnis von Menschenrechten und Kommunismus 1917-1989/91

vom 23.11.2017 | bis zum 25.11.2017

Für den Workshop Free and Equal - Equal and Free? Human Rights and Communism in the 20th century der vom 23.-25. November in Berlin stattfinden wird erbitten die Veranstalter bis zum 27. August Abstracts von bis zu 400 Wörtern. Die enge ideengeschichtliche Verbindung der Konzepte von Menschenrechten und Kommunismus nehmen die Veranstalter zum Anlass, um zu Fragen wie sich die verschiedenen kommunistischen Regime zur Entwicklung und Geltungsanspruch der Menschenrechte verhalten haben. Mögliche Themenfelder für die Abstracts sind die Frage nach der konzeptuellen Kompatibilität von Kommunismus und Menschenrechten, der Diskurstopos Menschenrechte innerhalb des kommunistischen Staatensystems, NGOs in kommunistischen Staaten und Menschenrechte als Druckmittel in der Außenpolitik. Hierbei wird sich die Veranstaltung vor allem auf kommunistische Diktaturen in Europa und auf die Sowjetunion konzentrieren, allerdings sind auch Bewerbungen, die sich mit anderen Regionen beschäftigen erwünscht. Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden.Die Abstracts sollen mit einem Lebenslauf an janis.nalbadidacis@geschichte.hu-berlin.de und jochen.krueger.1@hu-berlin.de geschickt werden.

Soldatenstatue an der Grünen Brücken in Vilnius (C) Ekaterina Makhotina

Podiumsgespräch

Between Heritage and Politics: Dealing with Signs of Communism in the Post-Soviet Space

vom 04.12.2017

Die Abteilung für Osteuropäische Geschichte Universität Bonn, das Cologne-Bonn Centre for Central and Eastern Europe (CCCEE) und die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) laden am 4. Dezember zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Between Heritage and Politics: Dealing with Signs of Communism in the Post-Soviet Space" in die Kreuzung an St. Helena in Bonn ein. Thema dieser öffentlichen Podiumsdiskussion ist der Umgang Russlands, Litauens und der Ukraine mit Denkmalen, Straßennamen, Gedenkkalendern der kommunistischen Vergangenheit, insbesondere auch in Bezug auf die Tendenzen, kommunistische Symbolik juristisch zu verbieten. Darüber hinaus soll das Gespräch aufzeigen, wie der Umgang mit den Denkmalen auch Mittel der jeweiligen Gesellschafts- und Außenpolitik sein konnte bzw. noch heute ist. Die diskutierenden Expertinnen und Experten wünschen sich durch die vergleichende Perspektive und den Gedankenaustausch neue Erkenntnisse zum Gedenken und die politische Rolle des Erinnerns an kommunistische Diktaturen in Osteuropa. Es diskutieren Prof. Dr. Tanja Penter (Universität Heidelberg), Prof. Dr. Alexei Miller (Europäische Universität St. Petersburg / Central European University of Budapest) und Dr. Ekaterina Makhotina (Universität Bonn / CCCEE). Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Martin Aust vom (Universität Bonn).

„Für antiimperialistische Solidarität“: DKP-Parteitag 1976 in Bonn mit SED-Gästen. Bundesarchiv, Bild 183-R0331-0342 / Link, Hubert / CC-BY-SA 3.0

Podiumsgespräch

Kommunismus in Westdeutschland – Die bundesrepublikanische Gesellschaft und ihre linke Herausforderung

vom 16.10.2017

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstaltet zusammen mit dem Gustav-Stresemann-Institut am 16. Oktober 2017 um 19 Uhr die Podiumsdiskussion „Kommunismus in Westdeutschland – Die bundesrepublikanische Gesellschaft und ihre linke Herausforderung“. Im Fokus stehen soll die Frage nach der Bedeutung des Linksextremismus sowie kommunistischer Parteien und Gruppierungen im historischen Westdeutschland und der bundesrepublikanischen Gegenwart. Dazu soll ausgehend vom Verbotsverfahren der KPD in den 1950er-Jahren ein Bogen gespannt werden über die Neugründung der DKP 1968 und die daraus resultierenden Berufsverbote bis hin zu den maoistischen K-Gruppen der 1970er-Jahre. In diesem Zusammenhang wird auch die biografische Konversion von früheren Kommunisten stalinistischer oder maoistischer Prägung hin zu etablierten Politikern im bundesrepublikanischen Politikbetrieb betrachtet. Die Podiumsdiskussion findet in den Räumen des Gustav-Stresemann-Instituts in Bonn statt. Podium: Angelika Beer, ehemaliges Mitglied des Bundestags und des Landtages von Schleswig-Holstein Prof. Dr. Josef Foschepoth, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Albert-Ludwigs-Universität FreiburgDr. Daniel Köhler, German Institute on Radicalization and De-radicalization Studies Dr. Dominik Rigoll, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam Moderation: Dr. Hendrik Schott, Journalist Begrüßung:Dr. Ansgar Burghof, Direktor und Vorstand Gustav-Stresemann-Institut e.V.Katharina Hochmuth, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Lenin Superman, Collage von Karel Trinkewitz, ohne Titel, o.D., Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, FSO 2-060

Veranstaltungsreihe

Kinder des Oktober - 100 Jahre Revolution und kein Ende?

vom 27.09.2017 | bis zum 01.02.2018

Mit der Oktoberrevolution 1917 begann ein neues Zeitalter: Für die einen war die Revolution Verheißung, Erlösung, Befreiung, Gerechtigkeit, Aufatmen, eine Zukunft in Freiheit und Fortschritt. Für die anderen bedeutete sie Hunger, Zerstörung, Verfolgung, Flucht, Deportation, GULag und Tod. Die Machtübernahme der Bolschewiki hat das 20. Jahrhundert maßgeblich geprägt.In der Veranstaltungsreihe „Kinder des Oktober“ sollen die verschiedenen Facetten und Schicksale mehrerer Generationen von „Kindern“ und „Kindeskindern“ des gewaltsamen Umsturzes reflektiert werden: Historiker wie Karl Schlögel und Gerd Koenen stellen ihre neusten Studien vor; Zeitzeugen aus mehreren Generationen aus Ostmitteleuropa und der ehemaligen UdSSR berichten von ihren Lebenserfahrungen, von Konformität, Protest und Repression; in Spiel-, Dokumentarfilmen und einer Oper werden Alltag und Ausnahmezustand im Sozialismus verarbeitet; auf Podiumsdiskussionen wird das schwierige Erbe des Kommunismus in Ost(mittel)europa heute analysiert. Die Auseinandersetzung findet unter einem „Bremischen“ Blickwinkel statt. Die 1982 gegründete Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen steht für das Erbe des „anderen Osteuropa“ und die vielfältigen Menschenrechts- und Oppositions- Gruppen, die hinter der Fassade der scheinbar monolithischen Parteiapparate eine sehr bunte Kultur entwickelten. Die Veranstaltungsreihe wird auch das Erbe dieser „Kinder des Oktobers“ beleuchten und fragen, was aus ihm geworden ist. Veranstaltungsporgramm: Mittwoch, 27.9.2017, 20 Uhr Filmvorführung „Żydokomuna“ (Polen 2010, 75 min, OmU) und Gespräch mit der Regisseurin Anna Zawadzka (Warschau), Moderation: Magdalena WaligórskaOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 BremenEintritt: 7,50 €/4,50 € erm. Donnerstag, 26.10.2017, 20.30 UhrFilmvorführung „235 000 000 Gesichter“ (UdSSR 1967, 100 min, ohne Dialog), Einführung von Susanne SchattenbergOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 BremenEintritt: 9 Euro / 5,5 Euro erm. Montag, 6.11.2017, 17 Uhr Podiumsgespräch mit der Regisseurin Katharina Schmitt sowie den Osteuropa-Experten Susanne Schattenberg und Wolfgang Schlott zur Einführung in die Oper „Kein Mensch“ (Premiere im Theater Bremen am 7.11.)Moderation: Libuse CernaOrt: noon/ Foyer Kleines Haus, Theater Bremen, Goetheplatz 1, 28203 BremenVeranstalter: globale°- Festival für grenzüberschreitende LiteraturDer Eintritt ist frei. Dienstag, 7.11.2017, 19 UhrPremiere der Oper „Kein Mensch“ am Theater BremenMusik: Jiří Kadeřábek, Regie: Katharina Schmitt (Uraufführung Prag 2017)Ort und Veranstalter: Theater Bremen, Goetheplatz 1, 28203 BremenEintritt: 25/19/9 € Dienstag, 21.11.2017, 18.30 Uhr Buchvorstellung von Gerd Koenen: „Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“ (C.H. Beck 2017)Moderation: Susanne SchattenbergOrt: Haus der Wissenschaften, Olbers-Saal, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen  Der Eintritt ist frei. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an. Donnerstag, 23.11.2017, Doppelprogramm, Beginn 18 Uhr Filmvorführung von „Die Kommissarin“ (UdSSR 1967, 110 min, russ. OmU, s/w, Regie: Alexander Askoldov) und Dokumentarfilm „Alexander Askoldov und sein Film ‚Die Kommissarin‘“ (WDR 1997, 43 min, Regie: Heinrich Billstein), Einführung und Gespräch mit Heinrich BillsteinOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 BremenEintritt: 11 €/7,50 € erm. Dienstag, 28.11.2017, 18.30 Uhr Buchvorstellung von Karl Schlögel: „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“ (C.H. Beck 2017) Moderation: Susanne SchattenbergOrt: Bremische Bürgerschaft, Am Markt 20, 28195 BremenDer Eintritt ist frei. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an. Donnerstag, 30.11.2017, 19 UhrDas Erbe der Väter. Gespräch mit Katja Petrowskaja (Berlin) und Gassan Gussejnow (Moskau) Moderation: Ulrike Huhn Ort: Stadtbibliothek, Am Wall 201, 28195 BremenDiese Veranstaltung ist zugleich Teil der „globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur“. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an. Der Eintritt ist frei. Dienstag, 5.12.2017, 18.30 Uhr Wohin steuert die Ukraine? Zur Lage von Demokratie und Menschenrechten Moderation: Manfred ZellerOrt: Europa-Punkt Bremen, Am Markt 20, 28195 BremenDer Eintritt ist frei. Mittwoch, 6.12.2017, 10.15 - 12 Uhr „Angst vor der Freiheit" - Erlebnisse aus der Haft. Zeitzeugengespräch mit Semjon Glusman – in russischer Sprache mit Übersetzung Moderation: Manuela PutzOrt: Forschungsstelle Osteuropa, Konferenzraum im 3. OG, Klagenfurter Str. 8, 28 359 Bremen Der Eintritt ist frei. Donnerstag, 7.12.2017, 20 UhrFilmvorführung „Operation Wedding” (Lettland 2016; 63min, OmeU), Dokumentarfilm von Anat Zalmanson-Kuznetsov. Einführung durch Manuela PutzOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 BremenEintritt: 7,50 €/4,50 € erm. Dienstag, 19.12., 19.30 Uhr Buchvorstellung von „Leonid Breschnew. Staatsmann und Schauspieler im Schatten Stalins. Eine Biographie“ (Böhlau 2017) Ort: Buchhandlung Storm, Langenstr.11, 28195 BremenUm Anmeldung wird gebeten per e-mail an storm@storm-bremen.de oder telefonisch unter 0421-321523 Der Eintritt ist frei. Dienstag, 16.1.2018, 18.30 Uhr „The Solidarity Betrayed”. Gespräch mit Józef Pinior (Wrocław) – in englischer SpracheModeration: Jacob NuhnOrt: Europa-Punkt Bremen, Am Markt 20, 28195 BremenDer Eintritt ist frei. Donnerstag, 18.1.2018, 20 Uhr Film von Heinrich Billstein und Wolfgang Horn »Mischka, Revolutionärin, Gefangene, Dissidentin« (WRD 1990/91), anschließend Gespräch mit Heinrich BillsteinOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 Bremen  Eintritt: 7,50 €/4,50 € erm. Donnerstag, 1.2.2018, 18.30 Uhr Podiumsgespräch „Anspruch und Erbe demokratischer Revolutionen“ mit Gábor Demszky (Budapest), Irina Scherbakowa (Moskau) und Wolfgang Eichwede (Bremen/Berlin) Moderation: Alfred Eichhorn (Berlin) Ort: Haus der Wissenschaften, Olbers-Saal, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen Der Eintritt ist frei.

»The Kids Want Communism«, Screenshot von der Website "Kunstraum Kreuzberg/Bethanien"

Sonderausstellung

»The Kids Want Communism«

vom 09.09.2017 | bis zum 12.11.2017

Zum Gedenken an den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution von 1917 bildet die Ausstellung den Abschluss der Ausstellungsserie des "MoBY-Museums of Bat Yam/Israel" und gibt Anlass über Form und Folgen des real existierenden Sozialismus im 20. Jahrhundert in Europa und Asien nachzudenken. »The Kids Want Communism« lädt dazu ein, genauer zu beleuchten, was beinahe passiert wäre, was nicht passiert ist, was hätte passieren können oder sollen und was noch immer passieren könnte. Denn wie kaum ein anderer Begriff drückt „Kommunismus“ den Gegensatz zu einer Realität aus, die Ausbeutung und Ungleichheit befürwortet und zelebriert. "Der Kommunismus ist ein ganzer Kosmos, der von einem schwarzen Loch – den Ereignissen von 1989 bis 1992 – verschluckt worden ist", beschreibt Kurator Joshua Simon die Hintergrundgedanken der Ausstellung. "Und wir sollten die gegenwärtigen politischen Ereignisse, ihre Intensität und das außergewöhnliche Tempo, in dem sie unsere Welt verändern, vor dem Hintergrund der Implosion des Sowjetblocks und der Schocktherapie begreifen, der die postsowjetischen Gesellschaften und Volkswirtschaften anschließend ausgesetzt waren." Für die Ausstellung wird zum Teil das umfangreiche Kunstarchiv des Sowjetblocks in verschiedenen Formen genutzt, jedoch werden die Werke, die aus Künstlerkollektiven, Werkgruppen, Ausstellungen, Symposien und Zeitschriften entspringen, mit einem Gegenwartsbezug neu aufbereitet. Zu sehen sind keine historischen Exponate, sondern Katalysatoren für eine andersartige künstlerische Praxis, die zum Nachdenken anregt. So zeigt zum Beispiel Künstler Max Epstein das Modell einer Datscha, dem wohlbekannten russischen Sommerhaus, das der sowjetische Staat vielen seiner Bürger gewährte. Das Exponat besteht aus verschiedenen Objekten, Geräten und Skulpturen, Miniaturen vielfältigem ländlichen Lebens, die sich zwischen Gebrauchsgegenstand und Dekoration bewegen. Jeder einzelne Teil des Kunstwerkes ist sowohl Objekt als auch Zeichen, sowohl eine Sache als auch eine Repräsentation. Das Haus, das Epstein darbietet, ist ein Ort unbegrenzter Zeit, vollkommener Freizeit, ein Raum zum Ausruhen, Denken und Handeln.

Veranstaltungsreihe

The Future Remains: Revisiting Revolution

vom 01.02.2017 | bis zum 31.12.2017

Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution organisiert die Calvert 22 Foundation eine Veranstaltungsreihe zur Revolution und der Geschichtsschreibung an sich. Mit einem interdisziplinären Ansatz finden von Februar bis Dezember 2017 Veranstaltungen, Ausstellungen, und Diskussionen statt, um neue Perspektiven auf die Ereignisse von 1917 und ihre Konsequenzen zu entwickeln. Die Veranstaltung wird unterstützt vom State Hermitage Museum in Sankt Petersburg. Vom 28. bis 29. April fand darüber hinaus eine Konferenz in Kooperation mit der UCL SSEES und der Vladimir Potanin Foundation statt, die sich dem Museum nach der Revolution widmet. Zusätzlich werden im Rahmen des Veranstaltungsreihe über das The Calvert Journal digitale Inhalte wie Essays, Fotos und Sonderbeiträgen zur Verfügung stellen, die das Thema Revolution und ihre Konsequenzen auch darüber hinaus untersuchen.