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Kundgebung anlässlich der Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ost-Berlin im Jahr 1951 © SLUB / Deutsche Fotothek

Sonderausstellung

Der Rote Gott - Stalin und die Deutschen

vom 26.01.2018 | bis zum 30.06.2018

Am 25. Januar wurde die Sonderausstellung Der Rote Gott - Stalin und die Deutschen in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen eröffnet. Bis zum 30. Juni 2018 kann die Ausstellung in den Räumen der Gedenkstätte täglich von 9.00-18.00 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung untersucht den Personenkult Stalins in der frühen DDR. Der Mythos um den sowjetischen Diktator soll mit der gewaltsamen Errichtung der SED-Diktatur in eine Beziehung gesetzt werden. Somit zeigt die Ausstellung wie Widersprüche durch Ideologie und Propaganda verschleiert werden. Stalin-Kult und Propaganda dienten in der DDR dazu, die Bevölkerung auf die sozialistische „Diktatur des Proletariats“ einzuschwören. Es werden Bilder, Fotos und Dokumente präsentiert. Bilder des Diktators, Teile von Stalinstatuen, Filmdokumente oder Architekturentwürfe für den Wiederaufbau von Berlin können die Besucher besichtigen. Die Ausstellung zeichnet sich durch eine Vielzahl spannender Exponate aus und legt den Fokus weniger auf lange Texttaflen. So wird plastisch und anschaulich die Funktion der Stalinpropaganda in der frühen DDR deutlich. Bei der Eröffnung haben Dr. Hubertus Knabe (Direktor Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen) und Dr. Klaus Lederer (Senator für Kultur und Europa, Berlin) ein Grußwort gesprochen. Die Moskauer Historikerin und Aktivistin Prof. Dr. Irina Scherbakowa (MEMORIAL Moskau) und der Ausstellungsleiter Andreas Engwert gaben eine Einführung in Thema und Ausstellung. Den Videomitschnitt der Veranstaltung können sie hier sehen.

Screenshot der Ankündigung

Konferenz

Workers beyond Socialist Glorification and Post-Socialist Disavowal: New Perspectives on Eastern European Labour History

vom 24.05.2018 | bis zum 27.05.2018

An der Universität Wien findet vom 24.-27. Mai 2018 die Konferenz Workers beyond Socialist Glorification and Post-Socialist Disavowal: New Perspectives on Eastern European Labour History statt. Anlass sind neue historische Studien, die die glorifizierte Stellung der Arbeit im Staatssozialismus und die historiografischen Klischees osteuropäischer Arbeiter in Frage stellen. Die Konferenz versteht sich als Versammlung von zeithistorischen Forschungsinitiativen, die sich mit der Geschichte der Arbeit beschäftigen. Durch einen Austausch von Arbeitspraktiken und Kenntnissen soll ein gemeinsamer Wissensstand erarbeitet werden. Neben der Beschäftigung mit dem bestehenden Forschungsstand sollen aktuelle Studien präsentiert und diskutiert werden. Der Fokus der Konferenz liegt auf den sozialistischen Staaten Ost-, Mittel- und Südosteuropas; es werden aber auch Beiträge, die sich auf die Geschichte der Arbeit jenseits dieser räumlichen und zeitlichen Eingrenzung beziehen, stattfinden. Die Konferenzsprache ist Englisch. Reise- und Unterkunftskosten können nicht übernommen werden.

Screenshot von CfP für Konferenz: Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles

Konferenz

Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles

vom 30.05.2018 | bis zum 02.06.2018

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Late Soviet Village" des historischen Seminars der Universität Zürich findet vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2018 unter der Leitung von Prof. Dr. Nikolaus Katzer (German Historical Institute Moscow) und Prof. Dr. Ekaterina Emeliantseva Koller (University of Zurich, History Department, East European History) die Konferenz Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles am DHI Moskau statt. Konferenzsprachen sind Englisch und Russisch. Reisekosten werden von den Gastgebern gedeckt. Die Ergebnisse der Konferenz sollen in einem Sammelband veröffentlicht werden. Die Konferenz möchte zu einer Neubewertung des ländlichen Raumes der späten Sowjetunion  in der Forschung beitragen. Demnach fanden am Ende der Sowjetunion zwei verflochtene interdependente Prozesse statt: die "Ruralisierung" des urbanen Lebensstils und die "Urbanisierung" des ländlichen Lebensstils. Diese Prozesse sollen auf der Konferenz anhand von verschiedenen Teilbereichen wie (Sub)Kultur, Familie, Konsumgewohnheiten, Medien, etc. untersucht werden.  Weitere Informationen zur geplanten Konferenz finden sie hier.

Logo der Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen

Tagung

Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext

vom 05.07.2018 | bis zum 06.07.2018

Die Gemeinsame Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen lädt interessierte Historikerinnen und Historiker zu dem am 5./6. Juli 2018 in München stattfindenden deutsch-russischen Kolloquium zum Thema Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext ein. Das Kolloquium setzt sich zum Ziel die Novemberevolution als Teil einer Reihe revolutionärer Umstürze in Ost- und Mitteleuropa von 1917 bis 1921 zu betrachten. Insbesondere die Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte zwischen Deutschland und Russland und die Folgen der Novemberevolution stehen im Fokus. Weitere Aspekte sind die Wechselwirkungen und gegenseitigen Bezüge der Außen- oder Parteipolitik, die ideologischen Perzeptionen, kulturelle Austauschprozesse, ökonomische Entwicklungen und die Kriegsfolgenbewältigung im Spannungsfeld von individuellen Erfahrungen, Realgeschichte und Erinnerungskultur. Die Beiträge der Tagung werden in den „Mitteilungen/Сообщения“ der Deutsch-Russischen Historikerkommission auf Deutsch und Russisch publiziert.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

1918-1938-2018: Beginnt ein autoritäres Jahrhundert?

vom 04.09.2018 | bis zum 07.09.2018

Vom 4. bis 7. September 2018 wird im Schloss Eckartsau in Niederösterreich die Konferenz „1918-1938-2018: Beginnt ein autoritäres Jahrhundert?“ stattfinden. Veranstaltende Institutionen sind die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) und die Universität Wien. Die Konferenz analysiert die Ereignisse der Jahre 1918 und 1938 in Bezug auf ihre bis in die Gegenwart hineinreichenden Folgen und fragt, welchen Einfluss sie auf die aktuelle Prozesse hat, welche das Konzept der parlamentarischen Demokratie als solches in Frage stellt. Die Konferenz widmet sich der Frage in Form von vier Themenblöcken: „Politische Kultur in Europa 1918 bis 1939“; „Die Eskalation der Judenverfolgung und die aggressive nationalsozialistische Expansionspolitik 1938“; „Demokratie und Autoritarismus 1918 bis 2018. Eine Longue Durée Perspektive“ und „Die Zukunft der Demokratie im 21. Jahrhundert“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachleute im Bereich der politischen Bildung, Künstlerinnen und Künstler sowie Aktivistinnen und Aktivisten werden durch den interdisziplinären Ansatz der Veranstaltung neue Perspektiven auf das Thema Autoritarismus eröffnen. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Logo des DHI Moskau

Konferenz

Socialist Cultural Diplomacy of the XXth Century: Institutes, Actors, Discourses

vom 09.10.2018 | bis zum 10.10.2018

Vom 9. bis 10. Oktober findet in Moskau die Konferenz „Socialist Cultural Diplomacy of the XXth Century: Institutes, Actors, Discourses“ statt. Das Themengebiet der Cultural Diplomacy wird Mitte des 20. Jahrhunderts im Zuge der sowjetischen Auslandspropaganda während des Kalten Krieges zu einem viel beachteten Forschungsgegenstand. Aspekte, mit denen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieses Bereichs beschäftigen sind vielfältig und reichen von Kultur und Diplomatie bis zum transatlantischen Raum und transnationalen Ansätzen. Während bis Anfang des 21. Jahrhunderts der Fokus der Forschung hauptsächlich auf der internationalen Dominanz der US-amerikanischen Cultural Diplomacy liegt, zeichnet sich in den letzten Jahren ein Wandel ab. Mit zunehmenden Abkühlen der Ost-West-Beziehungen, welches gelegentlich mit der Bezeichnung „neuer Kalter Krieg“ versehen wird, gewinnt die Frage nach der Rivalität zwischen unterschiedlichen Interpretationen des internationalen Systems wieder zunehmend an Bedeutung. Ein möglicher Zugang zu dieser Frage liegt im Bereich der Kommunikation und der Symbolik – der Cultural Diplomacy. Dieser wird sich die Konferenz aus verschiedenen Blickwinkeln widmen, die der Komplexität und Vielseitigkeit des Themas entsprechen. Die Konferenz wird vom Forschungsprojekt „Soviet Cultural Diplomacy in the Cold War (1949-1989)” an der Staatlichen Universität Südural in Tscheljabinsk und der Russischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Moskau organisiert. Konferenzsprachen sind Englisch und Russisch. 

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr hat seinen Hauptsitz in der Villa Ingenheim in Potsdam, Urheber: karstenknuth, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Workshop

Blicke auf die Revolution 1918/19

vom 01.11.2018 | bis zum 02.11.2018

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam richtet im November 2018 in Zusammenarbeit mit dem Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte und dem Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg den Workshop „Blicke auf die Revolution 1918/19“ aus. Vor dem Hintergrund eines neuen Interesses an den Ereignissen vom Kieler Matrosenaufstand über die Novemberrevolution bis zum Einsatz des Militärs wollen die Organisatoren neue Forschungsergebnisse diskutieren. Dabei sollen die revolutionären Ereignisse in den Novembertagen 1918, die Frage nach dem Verhältnis von Peripherie und Zentrum und die Rekonstruktion der Handlungen wie Sichtweisen von Akteuren und Institutionen mit ihren Intentionen und Handlungsspielräumen betrachtet werden. Diese drei Dimensionen werden auf vier Sektionen verteilt, so dass multiperspektivisch die Realgeschichte im November 1918 in Kiel und Berlin sowie die Retrospektive, also der erinnerungskulturellen Umgang mit Meuterei und Novemberrevolution in je zwei Sektionen im Zentrum stehen. Die Referate haben eine Länge von 20 Minuten. Eine Veröffentlichung als Tagungsband ist geplant.

Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.

Ausstellung

Karl-Marx in der DDR. Bilder eines „Klassikers“ im SED-Staat

vom 16.05.2018 | bis zum 15.08.2018

Karl Marx, am 5. Mai 1818 in Trier geboren und 1883 in London verstorben, gilt als einer der herausragendsten aber auch umstrittensten und kontrovers diskutiertesten deutschen Philosophen und Gesellschaftstheoretiker. Noch heute wird seine in „Das Kapital“ (1867) aufgestellte ökonomische Theorie diskutiert. Passend zu Karl Marx 200. Geburtsjahr eröffnet am 16. Mai 2018 in der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. unter dem Titel „Karl Marx in der DDR. Bilder eines 'Klassikers' im SED-Staat“ eine insgesamt 20 Plakate umfassende Ausstellung. Im 20. Jahrhundert wurden seine Thesen vor allem von Diktatoren wie Mao, Lenin oder Stalin missbraucht. Die SED als Staatspartei der DDR erhob Karl Marx zu einer ihrer wichtigsten Ikonen. Die Ausstellung setzt sich zum Ziel, nachzuzeichnen, wie Marx als Wissenschaftler mit kompliziertem und facettenreichem Charakter zu einem Säulenheiligen erhoben wurde (Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.) und möchte den Kult und damit einhergehend auch die Verfälschungen rund um seine Werke und sein Leben aufarbeiten. Besucht werden kann die Ausstellung vom 16. Mai bis 15. August, jeweils montags bis donnerstags von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Die Ausstellung stellt ein Projekt der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt dar und wurde erstellt von Dr. Thomas Kramer in Zusammenarbeit mit Christian Melms.

Flyer der Veranstaltungsreihe: Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest

Veranstaltungsreihe

Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest

vom 10.04.2018 | bis zum 04.12.2018

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Studierendenproteste des Jahres 1968 lädt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Deutsche Gesellschaft e. V. und der Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB) des Landes Berlin zu einer siebenteiligen Diskussionsreihe in die Räume der Bundesstiftung ein. Vom 10. April bis 4. Dezember 2018 widmen sich die Veranstaltungen verschiedenen Aspekten des Epochenjahres. Neben Veranstaltungen zu Popkultur und NS-Aufarbeitung nehmen die restlichen Veranstaltungen gezielt 1968, die kommunistische Ideologie und die sozialistischen Diktaturen in den Blick. Die verschiedenen Formen des Aufbegehrens in Politik, Gesellschaft, Alltag und Kultur in Ost und West sollen miteinander verglichen werden. Die Auftaktveranstaltung fragt nach der Erinnerung der Ereignisse in Ost und West. Ein anderes Podium beschäftigt sich mit der politischen Ideengeschichte von 1968 und ihrem Verhältnis zur kommunistischen Ideologie. Aber auch die Rolle der kommunistischen Geheimdienste wird ebenso kritisch beleuchtet, wie die Frage nach einer transnationalen Perspektive über die Ost-West-Grenzen hinweg oder Kontinuitäten zu den Ereignissen von 1989. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltungen beginnen um 18.00 Uhr. Eine Übersicht der Veranstaltungsreihe finden sie hier: 10. April 2018: 1968: Mythos Ost – Mythos West8. Mai 2018: Renaissance des Kommunismus? Zur Ideengeschichte der „Achtundsechziger“5. Juni 2018: Gelenkter Protest? SED, Stasi und Studentenbewegung4. September 2018: „Rockmusik, Rebellion und freie Liebe“. Die Jugendkulturen der 1960er-Jahre9. Oktober 2018: Zwischen Paris und Prag. Wie international war 1968?6. November 2018: Aufarbeitung oder Schlussstrich? Vom Umgang mit der NS-Vergangenheit in Deutschland4. Dezember 2018: Von der Revolte zur Revolution. Wie viel 1968 steckt in 1989?

Logo der Veranstaltungsreihen anlässlich Karl Marx 200. Geburtstages der Universität Trier

Workshop

What is Left of Marxism? Historiography and the Possibilities of Thinking with Marxian Themes and Concepts

vom 22.05.2018 | bis zum 23.05.2018

Die DFG-Leibniz-Forschergruppe „Vergleichende Zeitgeschichte der modernen Geschichtswissenschaften“ am Forschungszentrum Europa der Universität Trier lädt anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx am 22. und 23. Mai zu einem Workshop in die Geburtsstadt des Philosophen ein. Die Organisatoren Fragen nach der heutigen Bedeutung von Karl Marx Begriffen, Theorien und Konzepten in der Geschichtswissenschaft. Somit möchte die Veranstaltung Möglichkeiten und Grenzen marxistischer Analysekategorien in der modernen Geschichtswissenschaft neu ausloten und ihre Sinnhaftigkeit diskutieren. Die drei Sektionen widmen sich den Modi der Produktion vor dem industriellen Kapitalismus, Klassenkonflikten und subalternen Gruppen sowie marxistischen Ansätzen für eine Globalgeschichte. Diesen hohen Ansprüchen wird der Workshop vor allem durch die thematisch breit aufgestellten und internationalen Referierenden gerecht. Die Eingeladenen kommen aus unterschiedlichsten Fachgebieten wie der Labor History, den Cultural Studies, der Global History oder sind Area Studies Experten. Konferenzsprache ist Englisch. Der Workshop ist Teil eines vielfältigen Veranstaltungsprogramms an der Universität Trier anlässlich des 200. Marx Geburtstages. Über die Reihe können sie sich hier ausführlich informieren.

Logo der University of Notre Dame

Workshop

The 3rd meeting of the Notre Dame workshop on the history of 1917 Revolution

vom 26.05.2018 | bis zum 30.05.2018

An der Tel Aviv University wird vom 26.-30. Mai 2018 das „3rd meeting of the Notre Dame workshop on the history of 1917 Revolution” stattfinden. Es sollen neue Forschungstrends diskutiert, die russische Revolution in einen globalgeschichtlichen Kontext gestelt und ihr Ort in der russischen Erinnerungskultur diskutiert werden. Die Veranstaltung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler und Doktoranden. Der internationale Workshop möchte so ebenfalls zur transnationalen Vernetzung junger Historiker und Historikerinnen einen wichtigen Beitrag leisten. Die amerikanischen und israelischen Organisatoren übernehmen die Kosten der Teilnahme am Workshop, inklusive Flugtickets und Unterkunft.

Stalinporträt hinter Werbetafel in Tiflis 2015, (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Vortrag | Veranstaltungsreihe

Stalins Volk. Nationale Identität in Georgien

vom 06.06.2018

Am 6. Juni um 18.00 Uhr wird Davit Jischkariani  in der Bundesstiftung Aufarbeitung einen Vortrag zu Stalins Volk. Nationale Identität in Georgien halten. Die Veranstaltung ist der letzte Teil der zweiteiligen Reihe Stalins langer Schatten: Zwei Vorträge über die Aufarbeitung der Sowjetgeschichte in Georgien. Die Kritiker und Gegner der sowjetischen Herrschaft in Georgien warfen Moskau vor, das Land seiner nationalen Identität beraubt zu haben. Diese Rhetorik hielt auch nach der Erlangung der Unabhängigkeit 1991 an und ist in Georgien weithin verbreitet. Der Historiker Davit Jischkariani hinterfragt diese Perspektive. Tatsächlich wurden die zentralen Linien der Politik in Georgien bis 1991 im Moskauer Zentrum geplant. So wie für alle anderen Sowjetrepubliken auch. Allerdings waren es lokale Eliten, die die Moskauer Politik in der Peripherie ausführten und dabei nach Stalins Tod wachsende Handlungsspielräume ausnutzten. Der Historiker Davit Jischkariani ist Mitbegründer von SOVLAB, dem Soviet Past Research Laboratory in Tbilisi. Er studierte dort von 2004 bis 2008 Geschichte an der staatlichen Iv. Javakhischwili Universität Tbilisi. Zwischen 2010 und 2012 absolvierte er ein Magisterstudium in Russlandkunde. 2013/2014 war Jischkariani Junior Research Fellow am Zentrum für Russland- und Osteuropakunde der Universität Warsaw. Im Moment unterrichtet er „Totalitäre Regimes des 20. Jahrhunderts” an der kaukasischen Universität. Seine Forschungsfelder umfassen: Repressionen in der Sowjetunion, Stalinismus, sowjetische Nationalpolitik. 

Screenshot der Website des IGM

Konferenz

Sozialgeschichte des Gesundheitswesens der DDR: Reflektionen über Organisation, Politik und Akteure in der sozialistischen Gesundheitsversorgung

vom 09.07.2018 | bis zum 10.07.2018

Vom 9. bis 10. Juli 2018 findet die Tagung „Sozialgeschichte des Gesundheitswesens der DDR: Reflektionen über Organisation, Politik und Akteure in der sozialistischen Gesundheitsversorgung“ am Institut für Geschichte der Medizin (IGM) der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart statt. Die Tagung reiht sich in eine wissenschaftliche Entwicklung ein, die über medizingeschichtliche Analysen neue Zugänge zu sozialgeschichtlicher Forschung entwickelt. Die Themenschwerpunkte sind sehr divers und reichen von (sozialistischen) Krankheitskonzepten, (sozialistischen) Behandlungsformen und medizinischer Aufklärung in der DDR bis hin zum Arzt-Schwester-Patienten-Verhältnis im Sozialismus, der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Patienten und der Analyse des Patienten als Akteur. Ziel der Tagung ist es, die Analysen nicht von vermeintlichen historischen Wendepunkten wie 1945, 1961, 1971 und 1989/90 vorstrukturieren zu lassen, sondern den Analyserahmen der DDR als Produkt diverser Entwicklungen zu betrachten, deren Ursprünge teils weit vor der sozialistischen Staatsgründung zu verorten sind.

Logo der Universität Uppsala

Konferenz

Regimes and Societies in Conflict: Eastern Europe and Russia since 1956

vom 13.09.2018 | bis zum 14.09.2018

Vom 13. bis zum 15. September 2018 findet die Konferenz „Regimes and Societies in Conflict: Eastern Europe and Russia since 1956“ am Institut für Russland- und Eurasien-Studien der Universität Uppsala statt und wird zusammen mit der British Association for Slavonic and East European Studies veranstaltet. Fokus der Konferenz sind die Beziehungen zwischen Russland und Osteuropa. Diese waren in den vergangenen 60 Jahren entscheidenden Veränderungen unterworfen – auf politischer Ebene ebenso wie auf sozialer und kultureller. Nach Ende der stalinistischen Diktatur entwickelten sich spezifische Beziehungen zwischen der Sowjetunion und den regionalen und nationalen Akteuren Osteuropas. Bis heute sind die Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und den osteuropäischen Nationalstaaten von enormer Vielfalt. Die Konferenz will einen Rahmen schaffen, in dem diese Beziehungen beleuchtet werden können.

Logo der Ludwig-Maximilians-Universität München

Konferenz

Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses

vom 18.10.2018 | bis zum 20.10.2018

Christopher Dillon vom King's College London, Christina von Hodenberg von der Queen Mary University of London, Steven Schouten von der University of Amsterdam und Kim Wünschmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München laden zur Konferenz "Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses" ein. Als Schlüsselereignis markiert die Deutsche Revolution von 1918-19 einen historischen Wendepunkt, dennoch bleibt sie oft wenig verstanden. Die Idee der Konferenz ist es, die Geschichte der deutschen Revolution neu zu bewerten, indem die Aufmerksamkeit auf die Praktiken und die Vertretung von Protagonisten außerhalb der politischen Eliten gelenkt wird. Es gilt die subjektive Dimension der Ereignisse zu betrachten und die vielfältigen Erwartungen, Erfahrungen und Antworten der Deutschen zu erforschen - egal ob jung oder alt, weiblich oder männlich, ländlich oder urban, katholisch, evangelisch oder jüdisch. Der Fokus soll unter anderem auf der Mobilisierung und gesellschaftlichen Durchdringung der Revolution, ihren Auswirkungen auf das tägliche Leben, der Zerstörung von ererbten Autoritätsmustern, der Entstehung neuer Zugehörigkeiten, Grenzen und kulturellen Ausdrucksweisen, sowie dem komplexen und umstrittenen Erbe für das Projekt der Weimarer Republik gerichtet werden. Begrüßt werden interdisziplinäre Ansätze und Beiträge, die den Zeitrahmen November 1918 bis Mai 1919 kritisieren und die deutsche Revolution in den Zusammenhang längerfristiger Entwicklungen setzen.

Logo der KAS

Konferenz

Christian Democrats in Exile 1925-1989

vom 21.11.2018 | bis zum 23.11.2018

Vom 21. bis 23. November 2018 findet in Bonn die Konferenz „Christian Democrats in Exile 1925-1989“ statt. Organisiert wird die Konferenz von der Civitas und der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Konferenz will einen globalen und transnationalen Blickwinkel auf die Christdemokratie entwickeln. Der Fokus wird dabei auf den Exilerfahrungen von Christdemokratinnen und -demokraten gelegt. Radikale Umbrüche sorgen im Laufe des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Ländern und Regionen dafür, dass Christdemokratinnen und -demokraten ihre jeweiligen Heimatländer verlassen müssen. Dazu gehört zum Beispiel die Bolschevistische Revolution, das Aufkommen des Faschismus oder die revolutionären Umbrüche in Lateinamerika. Innerhalb dieses Rahmens formulieren die Veranstalterinnen und Veranstalter drei Ziele für die Konferenz: die Zusammenführung von neuer, archiv-basierter Forschung zu den Erfahrungen und zur Politik des Exils; ein Überkommen von traditionellen räumlichen und zeitlichen Begrenzungen in der Analyse von Exilerfahrung; und ein Überwinden von althergebrachten Vorstellungen von „Ideen“ im Exil.

Logo der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße

Sonderausstellung

Kunst aus dem GULag. Solomon Gerschow, Workuta 1948-56

vom 15.05.2018 | bis zum 30.06.2018

Vom 15. Mai bis zum 30. Juni wird in der Potsdamer Gedenkstätte Lindenstraße die Sonderausstellung Kunst aus dem GULag gezeigt. Es werden erstmals Porträts, die der Künstler Solomon Gerschow zwischen 1948 und 1956 im sowjetischen Arbeitslager Workuta anfertigte, ausgestellt. Der Künstler porträtierte in dem Lager unter anderem auch Gefangene, die zwischen 1945 und 1952 im Untersuchungsgefängnis des sowjetischen Geheimdienstes in der Lindenstraße 54/55 inhaftiert waren und hier durch ein Sowjetisches Militärtribunal zu Lagerhaft in der Sowjetunion verurteilt worden waren. Die künstlerische-ästhetische Verarbeitung des Lagerlebens in den Bildern Gerschows ist ein wichtiges Zeugnis für die stalinistischen Verbrechen, stellt sie zeitgleich auch eine Form von Resilienz dar. Eröffnet wird die Ausstellung von der Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Birgit-Katharine Seemann, der Kuratorin Olga Sugrobova-Roth und der Leihgeberin Tanya Rubinstein-Horowitz. Professor Dr. Jascha Nemtsov spielt Klavierwerke, die im GULag komponiert wurden. Die Vernissage beginnt am 15. Mai um 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann jeweils dienstags bis sonntags von 10-18.00 Uhr besichtigt werden. Ein Unkostenbeitrag von 2 Euro (ermäßigt 1 Euro) ist zu entrichten.

Revolution 1918: Ankündigungs des Stücks im Axensprung Theater

Theaterstück

Revolution!? - Ein Schauspiel über die politischen Umbrüche in Deutschland 1918/19

vom 01.04.2018 | bis zum 24.02.2019

Das Museum für Hamburgische Geschichte, das vom 25. April 2018 bis zum 24. Februar 2019 eine Sonderausstellung zum Thema „Revolution 1918/1919 in Hamburg“ zeigen wird, führt in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für poltische Bildung Hamburg und dem Theater Axensprung ein gleichnamiges Theaterstück auf. Die Geschichte dieses Theaterstücks handelt von der Meuterei der Kieler Matrosen im Oktober/November 1918 und der Gründung der dortigen Soldaten- und Arbeiterräte, der Rätebewegung in Hamburg bis hin zur "gesamtdeutschen Zerschlagung und Unterdrückung der verbliebenen basisdemokratischen Bewegungen durch die Freikorps".Im Mittelpunkt der Erzählung stehen fünf Protagonisten: Ein Kieler Matrose, eine Hamburger Fabrikarbeiterin, ein Freikorpsmann, Reichswehrminister Noske und der Hamburger Bürgermeister Werner von Melle. Ihre zum Teil realen, aber auch fiktiven Geschichten und Loyalitätskonflikte spiegeln die wirren Zeiten wider und das Stück veranschaulicht, wie sehr Hunger und Aussichtslosigkeit, aber auch die Verheißung einer neuen menschlicheren Zeit, die Gefühle bestimmen und unter welchen Bedingungen diese Menschlichkeit verloren geht bzw. bewahrt bleibt. Das Stück lässt zudem die Frage aufkommen, welche politischen und gesellschaftlichen Modelle damals möglich gewesen wären und welche der „Notwendigkeit“ und der politischen Pragmatik geopfert wurden.

Das Logo der Uni Trier zum Marx-Jahr 2018

Tagung

Karl Marx 1818-2018. Konstellationen, Transformationen, Perspektiven

vom 23.05.2018 | bis zum 25.05.2018

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx findet vom 23. bis 25. Mai an der Universität Trier sowie an diversen weiteren Orten der Stadt die internationale Tagung „Karl Marx 1818-2018. Konstellationen, Transformationen, Perspektiven“ statt. Ziel der Konferenz ist es, Forschungsansätze, die mit dem Werk von Marx verbunden sind, zusammenzuführen und deren Weiterentwicklung sowie deren Relevanz für die heutige Zeit zu diskutieren. Zentrale Frage ist dabei, inwieweit Marx‘ Ideen nach dem Scheitern derjenigen Regime, die sich auf dieselben beriefen, weiterentwickelt worden sind. Die Beiträge sind in neun Sektionen untergliedert: „Marx‘ politisches Selbstverständnis“; „Marx and the Modern History of Welfare – Competition and Critique“; „Marx und die westlichen Traditionen des 19. Jahrhunderts“; „Marx and the Modern History od Welfare  - Marxist Heritage in the recent history of welfare“; „Freiheit – Staat – Recht – Revolution“; „Zur Marx-Rezeption im globalen Süden“; „Nach Marx – Die Herausgabe der hinterlassenen Manuskripte“; „Marx, Politische Ökonomie und gegenwärtige Sozialverhältnisse“. Es wird um Anmeldung über das Online-Formular gebeten. Pro Teilnehmer wird eine Kongressgebühr in Höhe von 20,00 € erhoben, für Studierende (nach Vorlage des entsprechenden Nachweises) 10,00 €. Der Workshop ist Teil eines vielfältigen Veranstaltungsprogramms an der Universität Trier anlässlich des 200. Marx Geburtstages. Über die Reihe können sie sich hier ausführlich informieren.

Logo des Forschungsprojekts EuroSoc

Seminar

Transnational History of Socialism. Second Half of 19th Century to 1914

vom 30.05.2018

Am 30. Mai 2018 beginnt an der Universität Rouen das Seminar „Transnational History of Socialism. Second Half of 19th Century to 1914“. In weiteren drei Seminarblöcken an europäischen Universitäten wird das Seminar im Wintersemester 2018/2019 durchgeführt. Veranstalter ist die Forchungsgruppe EuroSoc der Universität Rouen. Das Seminar greift das im Zuge des Marx-Jahres erstarkte Interesse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Sozialismus auf und betont den Nutzen einer transnationalen Perspektiven auf das Feld. Dementsprechend will das Seminar auf eine Analyse der Beziehungen zwischen Formen des Sozialismus sowie zwischen Sozialistinnen und Sozialisten aus unterschiedlichen Nationen fokussieren. Eine solche Perspektive sei notwendig, um jenseits von nationalstaatlichen Analyserahmen ein Verständnis für die Verbreitung und Diffusion linker Ideen zu entwickeln – vor allem in einer Zeit in der, entgegen des erstarktem wissenschaftlichen Interesse am Sozialismus, ein globaler Rückgang traditioneller Arbeiterinnenbewegungen festzustellen ist. Zudem ermögliche das Ausbrechen aus nationalen Perspektiven eine Abkehr der klassischen eurozentristischen Sichtweise auf die Thematik. Das Seminar stellt die Frage, ob man mit einer solchen Perspektive nicht, in Analogie zu Eric Hobsbawms „Zeitalter der Extreme“ nicht auch von einem „Zeitalter des Sozialismus“ sprechen müsse. Seminarsprachen sind Französisch, Englisch und Deutsch. 

Logo der Evangelischen Akademie Berlin

Tagung

Die Aktualität der Entfremdung. Karl Marx und die Politische Ökonomie für das 21. Jahrhundert

vom 15.06.2018 | bis zum 16.06.2018

Vom 15.–16. Juni 2018 findet die Tagung “Die Aktualität der Entfremdung. Karl Marx und die Politische Ökonomie für das 21. Jahrhundert” statt. Mehr als 150 Jahren nach Erscheinen von “Die Kritik der politischen Ökonomie” suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Marx’ Werk nach Anknüpfungspunkten für die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts. Die Konferenz “Die Aktualität der Entfremdung” sucht diesen Anknüpfungspunkt zum einen in der Marxschen Annahme, dass Macht zur Konzentration neige und überträgt diese auf die Monopole der globalisierten Wirtschaft. Zum anderen fokussiert die Veranstaltung auf die Frage des Wertes der menschlichen Arbeit und weitet diese auf den digitalen Kapitalismus aus. Die Konferenz findet in der Evangelischen Bildungsstätte Schwanenwerder in Kooperation mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche Deutschland statt.

Logo der University of Newcastle

Call for Papers

Global War, Global Connections, Global Moments - International Conference about the First World War

vom 16.07.2018 | bis zum 18.07.2018

Vom 16. bis 18. Juli findet die Konferenz „Global War, Global Connections, Global Moments - International Conference about the First World War“ am Centre for the History of Violence der University of Newcastle (Australien) statt. 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges strebt die Konferenz an, die internationalen Beziehungen und Abhängigkeiten jener Zeit jenseits von eurozentristischen Perspektiven zu analysieren. Dabei soll ein besonderer Fokus auf Forschung aus Australien, Neuseeland und Asien liegen. Der Erste Weltkrieg spielt eine zentrale Rolle im Zuge derjenigen Ereignisse, die schlussendlich zur Russischen Revolution führten. Mit Eintritt des Zarenreiches in den Krieg als Verbündeter Englands und Frankreichs verschärft sich die ohnehin schon prekäre Versorgungslage der Bevölkerung zusätzlich und schafft so Unterstützung für diejenigen Protestbewegungen, die schließlich in der Februarrevolution münden. Interessierte können sich noch bis zum 20. Mai 2018 mit einem Abstract von 300 bis 350 Wörtern für einen 20-minütigen Vortrag und einem tabellarischen Lebenslauf (max. 150 Wörter) in einem Word-Dokument bei globalwarconference.newcastle@gmail.com für die Teilnahme an der Konferenz bewerben.

Screenshot der Homepage der Academia Europaea Wroclaw

Konferenz

Cultural Landscapes in Central and Eastern Europe after World War II and the Collapse of Communism

vom 19.09.2018 | bis zum 21.09.2018

Nach der Konferenz von Potsdam wurden durch die Umsiedlung und Vertreibung von Millionen von Menschen viele einst multiethnisch geprägte Gebiete Ostmitteleuropas in neue, weitgehend monoethnische Staaten umgewandelt. In den kommunistischen Staaten der Region wurden damit auch die Spuren verschiedenartiger kultureller und nationaler Identitäten ausgelöscht. Zugleich veränderten auch Modernisierung und Kollektivierung die ländlichen und städtischen Landschaften grundlegend, und „Landschaft“ wurde zudem zum festen Bestandteil kommunistischer Ideologie. Nach 1989 wurden die Landschaften der Region durch wirtschaftliche und politische Veränderungen dann erneut von Grund auf restrukturiert: Regierungen und nationale Zugehörigkeiten wurden dezentralisiert und öffentlicher Raum durch Privatisierungen zur Handelsware. Zugleich gewann aber auch das Nachdenken über Ökologie und Umweltschutz an Bedeutung. Die Konferenz möchte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes- und Sozialwissenschaften einladen, aus ihrer Perspektive über die Neuordnung des physischen und sozialen Raums in Ostmitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg zu berichten.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

Reforming Socialism: Aims and Efforts Before and After 1968

vom 25.10.2018 | bis zum 27.10.2018

Vom 25. bis 27. Oktober 2018 findet in Florenz die Konferenz „Reforming Socialism: Aims and Efforts Before and After 1968“ statt. Ziel der Konferenz ist es, eine systematische Analyse der unterschiedlichen Reformansätze in diversen sozialistisch geprägten Ländern zu ermöglichen. Ausgangspunkt hierfür ist der Prager Frühling, der sich 2018 zum 50. Mal jährt. Dabei betont die Konferenz, dass der Prager Frühling zwar einen der dramatischsten und bekanntesten Reformversuche einer sozialistischen Gesellschaft darstellt, sich Reformprozesse jedoch auch in einer großen Zahl anderer sozialistischer Staaten ereigneten. Jenseits von nationalstaatlich definierten Analyserahmen will die Konferenz ein transnationales Verständnis dieser Reformprozesse anregen. Beitragsthemen sind: Sozialistische Reformprogramme; spezifische Aspekte von Reformprogrammen sowie deren Zielsetzungen und direkte Auswirkungen; umsetzende sowie rezeptive Akteure der Reform; äußere und internationale Umstände der Reformbewegung; die Kontextualisierung des Jahres 1968; Reformen als erster Schritt hin zur Transition zum Kapitalismus.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

The end of the empires. Formation of the post-war order in Central and Eastern Europe in 1918-1923

vom 22.11.2018 | bis zum 23.11.2018

Vom 22. bis. 23. November findet in Breslau die Konferenz  „The end of the empires. Formation of the post-war order in Central and Eastern Europe in 1918-1923“ statt.  Des 100. Jahrestages des Endes des Ersten Weltkrieges und die Wiederherstellung von Polens Unabhängigkeit bilden den Ausgangspunkt für die weiteren Analysen, die sich den Prozessen der Nationalstaatsbildung nach Zusammenbruch der Österreich-Ungarischen sowie Russischen Reiches ereigneten. Die russische Revolution 1917 kann nicht als von der restlichen Weltgeschichte isoliertes Ereignis betrachtet werden, sondern kann nur in ihrem internationalen geschichtlichen und politischen Kontext verstanden werden. Über das Revolutionsjahr 1917 hinaus ist es daher notwendig, Phänomene und Entwicklungen zu analysieren und zu verstehen, um sie anschließend in einen Bezug zu den Ereignissen in Russland in Beziehung setzen zu können. Eine der veranstaltenden Institutionen ist das Institut für Nationales Gedenken. Es wird von Kritikerinnen und Kritikern als staatliches Instrument zu patriotischer Erziehung angesehen und geriet zuletzt im Februar 2018 in den Fokus internationaler Medien, als das Gesetz über das Institut für nationales Gedenken verabschiedet wurde, welches den Diskurs über die deutsche Besatzungszeit regelt. Es stellt unter anderem Äußerungen, die Polen „faktenwidrig die Verantwortung oder Mitverantwortung für Verbrechen“ zugeschrieben, unter Strafe.

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919: Ankündigung der Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, Screenshot von der Website

Sonderausstellung

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919

vom 25.04.2018 | bis zum 25.02.2019

Als eines der größten stadthistorischen Museen Europas, zeigt das Museum für Hamburgische Geschichte die vielfältige Entwicklungsgeschichte der Stadt Hamburg von ihren Anfängen um 800 bis zur Gegenwart. Die Revolution von 1918/19 markiert dabei eines der wichtigsten Ereignisse in der Hansestadt und steht nicht nur für den Beginn einer modernen demokratischen Ordnung des Stadtstaates, sondern stellt zugleich einen der frühen historischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Hamburg dar: An den Fronten des Ersten Weltkriegs schwiegen die Waffen, der Kaiser und die deutschen Bundesfürsten dankten ab. Soldaten und Arbeiter erzwangen den Beginn der ersten demokratischen Republik in Deutschland. In Hamburg kam es zu Demonstrationen, Straßenkämpfen und heftigen politischen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern des Umbruchs, die auch 1919 anhielten. Zugleich lebten viele Menschen in größter Not. Die Ausstellung fokussiert nicht nur die Revolution in Hamburg selbst, sondern zeigt auch die Abläufe auf dem Weg in die erste demokratische Stadtverfassung und ermöglicht die vergleichende Auseinandersetzung mit historischen und gegenwärtigen demokratischen Konfliktlösungsstrategien.

Screenshot der Website des Veranstalters

Veranstaltungsreihe

Revolution! Aufstände und Protestbewegungen in Oberschwaben

vom 28.02.2018 | bis zum 19.06.2018

Zwischen dem 28. Februar und dem 19. Juni 2018 findet in Weingarten die Vortragsreihe „Revolution! Aufstände und Protestbewegungen in Oberschwaben“ statt. Ziel der Reihe ist es, denjenigen Protesten, die außerhalb der viel analysierten Großstadtsphären stattfanden, einen Raum zu bieten. Während die großen Protestbewegungen der vergangenen Jahrhunderte zwar oft in Städten ihren Anfang nahmen, waren ihre Auswirkungen auch in ländlichen Regionen spürbar und entwickelten dort ihre eigenen Ausprägungen und Dynamiken. Im Rahmen von vier Abendveranstaltungen im Tagungshaus Weingarten werden für den Bauernkrieges 1525, die Revolution von 1848/49, die Novemberrevolution von 1918/19 und die Studierendenrevolte 1968 die Ausprägungen dieser Protestbewegungen für die Region Oberschwaben betrachtet. Neben einem Überblick über die jeweiligen Ereignisse sollen diese beispielhaft in einen größeren Kontext eingeordnet werden, in dessen Rahmen die Fragen nach Wechselwirkungen zwischen regionalen und nationalen Bewegungen und die Frage nach den Spezifika regionaler Proteste gestellt werden sollen.Die Vorträge finden jeweils um 19:00 Uhr im Großen Saal des Tagungshauses Weingarten statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Um Anmeldung per E-Mail an geschichte@akademie-rs.de wird gebeten; Anmeldung ist ohne Bestätigung gültig.

Logo des Instituts für soziale Bewegungen

Workshop

A Period of Global Revolutions (Mid-1900s until mid-1920s). Foreshadowing the 20th century or ending a long revolutionary tradition?

vom 24.05.2018

Am Institut für soziale Bewegungen veranstalten Prof. Dr. Stefan Berger und Prof. Dr. Klaus Weinhauer den Young Scholars Workshop „A Period of Global Revolutions (Mid-1900s until mid-1920s). Foreshadowing the 20th century or ending a long revolutionary tradition?” Obwohl Revolutionen in nationalstaatlichen Meistererzählungen traditionell Säulen der Erzählung darstellen, hat die transnationale historische Forschung bislang eine Epoche globaler politischer Umbrüche vernachlässigt: Die Revolutionen der Jahre zwischen 1905 und der Mitte der 1920er-Jahre. Der am Institut für soziale Bewegungen stattfindende Workshop versucht deshalb, in einem vergleichenden, begriffsgeschichtlichen und transnationalen Ansatz, neue Perspektiven auf die revolutionären Umbrüche dieser Jahre zu ermöglichen. Mit einer Konzentration auf „relevante Weltregionen“ will der Workshop sich von nationalen und regionalen Narrativen befreien und die Kategorisierung der betrachteten Ereignisse als „Revolutionen“ hinterfragen.

Stalinporträt hinter Werbetafel in Tiflis 2015, (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Vortrag | Veranstaltungsreihe

Stalin und Georgien – gestern und heute

vom 30.05.2018

Am 30. Mai um 18.00 Uhr wird Prof. Dr. Giorgi Maisuradze in der Bundesstiftung Aufarbeitung einen Vortrag zu Stalin und Georgien – gestern und heute halten. Die Veranstaltung ist der ertse Teil der zweiteiligen Reihe Stalins langer Schatten: Zwei Vorträge über die Aufarbeitung der Sowjetgeschichte in Georgien. Die Tatsache, dass Stalin Georgier war, nützte die Sowjetrepublik Georgien aus, um ihre symbolische Sonderstellung in der „Familie der sowjetischen Brüdervölker“ zu inszenieren: Stalin als „Vater der Völker“ war ein Sohn Georgiens. Stalin wurde zum georgischen Nationalheld stilisiert, wobei die „Größe“ Stalins auf sein Heimatland übertragen wurde. Dadurch entstand ein georgischer Stalinkult, der auch nach dem Tod des Diktators im Jahr 1953 und der ab 1956 einsetzenden Entstalinisierung fortwirkte. Prof. Dr. Giorgi Maisuradze wird in seinem Vortrag die Besonderheiten des georgischen Stalinkultes und dessen Fortwirken bis in die Gegenwart beschreiben. Maisuradze ist Leiter des Instituts für Sozial-. Und Kulturwissenschaften an der staatlichen Ilia Universität Tbilisi. Er studierte Geschichte, Philosophie und Kulturwissenschaften an der Universität Tbilisi, der Universität des Saarlandes sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2008 bis 2013 war er am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin tätig. Seit 2014 ist er Professor der Ilia Universität Tbilisi. Maisuradze ist Autor mehrerer Publikationen. Zuletzt erschienen: Sonniges Georgien. Figuren des Nationalen im Sowjetimperium (zusammen mit Franziska Thun-Hohenstein), Berlin 2015.

Logo der Universität Zagreb

Konferenz

The Tito-Stalin Split 70 Years After

vom 29.06.2018

Anlässlich des 70. Jahrestages des Bruchs zwischen Tito und Stalin 1948 laden die geschichtswissenschaftlichen Institute der Universität Zagreb und der Universität Ljubljana am 29. Juni 2018 zu einer Konferenz in die kroatische Hauptstadt ein. Die Veranstalter möchten mit Experten neue wissenschaftliche Interpretationsansätze des Tito-Stalin Konfliktes und seiner Bedeutung diskutieren. Die Herausbildung des Titoismus in Abgrenzung zum sowjetischen Stalinismus und die Suche nach einem dritten Weg in den internationalen Beziehungen sowie innerhalb Jugoslawiens bilden den Ausgangspunkt für die Konferenz. Die Bedeutung des Konflikts für den Kalten Krieg, Repressionen gegenüber und Migration von Stalinunterstützern und der Einfluss des Konfliktes auf andere Ostblockstaaten werden thematisiert. Aber auch die ideologischen Emanzipationsversuche von Moskau und deren Auswirkungen in Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur sollen beleuchtet werden. Auf die Rolle von Propaganda und geheimdienstlichen Aktivitäten wird auf der Konferenz ebenfalls eingegangen.

Screenhot der Website der Veranstaltung

Konferenz

Demokratische Persönlichkeiten in der Weimarer Republik: Konferenz für den wissenschaftlichen Nachwuchs

vom 15.08.2018 | bis zum 17.08.2018

Vom 15. bis 18. August 2018 findet in der Forschungsstelle Weimarer Republik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Sommerkonferenz „Demokratische Persönlichkeiten in der Weimarer Republik: Konferenz für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ statt. Die Konferenz will jungen Akademikerinnen und Akademikern einen Rahmen bieten, ihre aktuellen oder vor kurzem abgeschlossenen Forschungsarbeiten vorzustellen. Fokus dieser Arbeiten sollen Persönlichkeiten der Weimarer Republik sein, die sich zwischen den beiden Weltkriegen aktiv für eine Transformation hin zu einer demokratischen Gesellschaft einsetzten. Mit der Verabschiedung der Weimarer Verfassung 1919 findet die Novemberrevolution von 1918 ihr formelles Ende – und mit ihr die Versuche linker Gruppen, in Deutschland rätedemokratische Strukturen zu etablieren. In den darauffolgenden Jahren ihrer Existenz sowie in den Dekaden nach ihrem Scheitern gelangt die Weimar Republik zu dem Ruf, weder republikanisch noch demokratisch gewesen zu sein. Mag diese Sichtweise bei einem Fokus auf die große Bandbreite antidemokratischer Akteurinnen und Akteure nahe liegen, will die Konferenz dazu ermuntern, den Blick auf Persönlichkeiten jenseits der Spitzenpolitik zu richten, die sich in allen gesellschaftlichen Bereich für eine demokratische Transformation engagierten. Beiträge aus der Politik-, Rechts-  und Geschichtswissenschaften sowie aus kultur-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern werden auf der Veranstaltung zur Diskussion gestellt.

Logo der Charles University (Univerzita Karlova) an der Veranstalter Prof. Dr. Boris Barth doziert, Screenshot von der Website

Konferenz

The Local and the Regional Dimensions of 1918/19. A Comparison

vom 04.10.2018 | bis zum 06.10.2018

Prof. Dr. Boris Barth und Ota Konrád von der Charles University Prag, Oswald Ueberegger von der Freien Universität Bozen und Rudolf Kučera vom Masaryk Institut und Archiv Prag laden zur Konferenz "The Local and the Regional Dimensions of 1918/19. A Comparison" ein. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 haben sich Historiker besonders in Mittel- und Osteuropa auf die Betrachtung einer globalen Perspektive konzentriert. Der Übergang von einer imperialen Ordnung zu einer auf Nationen beruhenden Ordnung stand ebenfalls im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Doch neuere Forschungen haben gezeigt, dass auch lokale Identitäten den Ersten Weltkrieg überlebten, vielleicht eine Gegenreaktion auf den Anstieg der globalen Studien. Dieser neue Kontext erlaubt neue Interpretationen der Herausforderungen und Auswirkungen der bolschewistischen Revolution. Seit 1989/90 kaum noch diskutiert, wurde das Interesse am frühen Kommunismus weitgehend durch Themen ersetzt, die mehr auf den Nationalstaat ausgerichtet sind. Unmittelbar nach dem Krieg entwickelten und verfolgten jedoch viele lokale und regionale Akteure eine positive Einstellung gegenüber der sozialistischen Vision und strebten eine radikale Veränderung ihrer Gesellschaft an. Andere waren entsetzt über den Aufstieg des Kommunismus. Es ist sowohl eine offene als auch eine herausfordernde Frage, ob und wie viel politische, soziale und wirtschaftliche Entscheidungen - auf lokaler und regionaler Ebene - von diesen Einstellungen beeinflusst oder bestimmt wurden.

Logo der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt

Konferenz

Revolutionäre Zeiten zwischen Saale und Elbe. Das heutige Sachsen-Anhalt in den Anfangsjahren der Weimarer Republik

vom 27.10.2018

Der 8. Tag der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte findet am 27. Oktober 2018 in Halle (Saale) statt und trägt den Titel „Revolutionäre Zeiten zwischen Saale und Elbe. Das heutige Sachsen-Anhalt in den Anfangsjahren der Weimarer Republik“. Die Veranstalter wollen ein umfassendes Verständnis der formativen Jahre der Weimarer Republik ermöglichen, indem sie die bereits bestehenden zahlreichen Studien zu München und Berlin in dieser Zeit um einen regionalgeschichtlichen Beitrag zu dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt erweitern. Die von der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt ausgerichtete Tagung will die Geschehnisse in der preußischen Provinz Sachsen und im Freistaat Anhalt analysieren und eine vergleichende Perspektive auf andere Regionen ermöglichen. Dabei sollen nicht nur politische Ereignisse wie die Gründung von Arbeiter- und Soldatenräten thematisiert werden, sondern auch der „ökonomische und soziale Strukturwandel“ für die Region, der mit dem Ende des Ersten Weltkriegs einherging.

Logo des DHI Moskau

Konferenz

Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy

vom 27.05.2019 | bis zum 28.05.2019

Vom 27. bis zum 28. Mai 2019 findet  am Deutschen Historischen Institut Moskau die Konferenz “Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy” statt. Der Titel “Vse idet po planu” (russisch für “Alles läuft nach Plan?”) beinhaltet bereits die zentrale Fragestellung, der sich die Konferenz widmet. Die sowjetische Wirtschaftsgeschichte wird in der Regel als eine Geschichte der Planwirtschaft verstanden. Diese Sichtweise impliziert meistens eine Wertung der sowjetischen Ökonomie als ineffizient und inflexibel und sieht in dieser den Hauptgrund für den Kollaps der Sowjetunion. Doch der Fokus auf “den Plan” als konstituierendes Element der sowjetischen Wirtschaft lässt andere Aspekte außer Acht. Zum Beispiel, dass Pläne regelmäßig den wirtschaftlichen Realitäten angepasst wurden und somit nicht dem gängigen Bild eines inflexiblen, der wirtschaftlichen Entwicklung hinderlichen, Elementes, entsprechen müssen. Ebenso kann eine ausschließliche Fokussierung auf den Plan keine Erklärungen für die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik liefern. Die Konferenz setzt sich zum Ziel, neue Kategorien zur Analyse der Wirtschaft der poststalinistischen Sowjetuinion zu entwickeln. Konferenzsprachen sind Russisch und Englisch. 

R. Lejfer, „Genossen! Kommt in die Rote Armee“, 1919 / Museum für Politische Geschichte Russlands (St. Petersburg)

Sonderausstellung

Geboren in der Revolution - Das erste Jahrzehnt der Roten Armee

vom 12.04.2018 | bis zum 01.07.2018

Vom 12. April bis 1. Juli 2018 lädt das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst zu einer Sonderausstellung über die ersten zehn Jahre der Roten Armee ein. Vor 100 Jahren gründeten die Bolschewiki die „Arbeiter- und Bauernarmee“ in den Wirren der Revolution, um ihre Ziele mit Gewalt gegen die politischen Gegner durchzusetzen. Die Ausstellungsmacher thematisieren das Spannungsfeld aus revolutionärem Idealismus und für die Verteidigung der Revolution notwendigen Pragmatismus. Anhand von ausgewählten Ereignissen wird dieser Dualismus in der Ausstellung kritisch untersucht und dargestellt wie sich die Rote Armee in der Folge zu einer global bedeutenden Streitkraft der Supermacht Sowjetunion entwickeln konnte. Die Ausstellung entstand mit Unterstützung des Zentralen Museums der Streitkräfte der Russischen Föderation, Moskau, und des Staatlichen Museums für Politische Geschichte Russlands, St. Petersburg. Die Schau wurde von  Christoph Meißner kuratiert. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Sie kann von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr besichtigt werden. Nähere Informationen zur Ausstellung finden sie hier. Als Begleitprogramm zur Ausstellung finden Vorträge und Diskussionsrunden zu folgenden Themen statt: Mittwoch, 25. April 2018 · 19 Uhr: Der Russische BürgerkriegDienstag, 15. Mai 2018 · 19 Uhr: Zusammenarbeit zwischen Roter Armee und ReichswehrDienstag, 12. Juni 2018 · 19 Uhr: Der Politkommissar als Wächter der RevolutionMittwoch, 27. Juni 2018 · 19 Uhr: Militärische Tradition Gestern und Heute

Logo des Deutschen Historischen Instituts

Veranstaltungsreihe

Das Ende des Krieges: Frankreich, Deutschland und Europa (1917‒1923)

vom 21.11.2017 | bis zum 08.11.2018

Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) und die Mission du Centenaire de la Première Guerre mondiale organisieren eine monatlich stattfindende Vortragsreihe mit dem Titel „Das Ende des Krieges: Frankreich, Deutschland und Europa (1917‒1923)“. Die am DHIP stattfindenden Vorträge thematisieren diverse Aspekte der Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Der Waffenstillstand von Compiègne beendete offiziell die Kampfhandlungen, war aber gleichzeitig der Beginn von langwierigen Friedensverhandlungen. Parallel kam es zu Phasen revolutionärer Spannungen und einer Kontinuität der Gewalt. Die europäischen Gesellschaften strebten nach der Bewältigung der ökonomischen, politischen und sozialen Folgen des Krieges und entwickelten ein zum Teil widersprüchliches Gedenken an die vorangegangenen Jahre. Während überall in Europa die Nationen hohe Opfer- Gefallenenzahlen zu verzeichnen hatten, bedeutete das Ende des Krieges in Deutschland und Frankreich aber auch den Beginn einer neuen politischen und sozialen Ära. Die Vorlesungsreihe findet am Deutschen Historischen Institut in Paris statt. Die Ankündigung der Veranstalter verzeichnet die Titel der Vorträge bis zum 15. Mai 2018.