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Ausstellung

Die Novembergruppe

vom 09.11.2018 | bis zum 11.03.2019

Vom 9. November 2018 bis zum 11. März 2019 findet in der Berlinischen Galerie eine Ausstellung von Werken derjenigen Künstlerinnen und Künstler statt, die sich unter dem Namen „Novembergruppe“ zusammengefunden hatten. Die Novembergruppe wurde im Zuge der revolutionären Umbrüche im Winter 1918/19 in Berlin als „Vereinigung der radikalen bildenden Künstler“ gegründet. Die für alle Stilrichtungen – von Kubismus, Neue Sachlichkeit und Futurismus bis hin zu Expessionismus und Dada – offene Vereinigung definierte sich weniger über einen gemeinsamen künstlerischen Stil als über die geteilte Überzeugung, durch ihre Kunst zur Schaffung einer neuen, liberaleren Gesellschaft beitragen zu können. Bis 1932 präsentierte die Gruppe an die 3.000 Werke von über 470 Kunstschaffenden. Mit dem Ende der Weimarer Republik und dem Aufkommen der Diktatur ging auch das Wirken der Novembergruppe zu Ende – die Ausstellung erlaubt Besucherinnen und Besuchern, sich einen Eindruck vom Wirken dieser Gruppe zu verschaffen. Unter anderem werden Wekre von Rudolf Belling, Hans Brass, Otto Dix, Max Dungert, Theo van Doesburg, Max Ernst, Otto Freundlich, Paul Goesch, Walter Gropius, George Grosz, Hannah Höch, Raoul Hausmann, Issai Kulvianski, Paul Klee, El Lissitzky, Erich Mendelsohn, Ludwig Mies van der Rohe, Laszlo Moholy-Nagy, Piet Mondrian, Otto Möller, Moriz Melzer, Oswald Herzog, Max Pechstein, Iwan Puni, Emy Roeder, Georg Scholz, Fritz Stuckenberg, Max und Bruno Taut und Georg Tappert ausgestelt. 

Screenshot von historikertag.de

Historikertag

52. Deutscher Historikertag

vom 25.09.2018 | bis zum 28.09.2018

Vom 25. bis 28. September findet in Münster der 52. Deutsche Historikertag statt. Die Fachtagung steht in diesem Jahr unter dem Thema "Gespaltene Gesellschaften". Die aktuelle Debatte zum Zusammenhalt der Gesellschaft soll dort durch Blick auf die Vergangenheit bereichert werden – mit Blick auf Momente der Spaltung, aber auch darauf, wie der Umgang damit zu Produktivem und Neuem führen kann. Ein solches Moment war der Kalte Krieg, der die internationale Gemeinschaft in zwei ideologische Sphären spaltete, eine Spaltung, die über Jahrzehnte die Weltpolitik definierte. Dieser Zeitspanne sowie seinen Auswirkungen bis in die Gegenwart hinein widmet der Historikertag einige Sektionen: Gespaltene Erinnerung und Elitenkontinuitäten. Posttotalitäre Gesellschaften im Vergleich; Von der geteilten Nation zur gespaltenen Gesellschaft? Zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Transformations- und Umbruchszeit nach 1990; Einheit oder Spaltung durch Transformation? Erfahrungen und Narrative einer langen Geschichte des (post)kommunistischen Umbruchs in Zentraleuropa. Die allgemeine Anmeldung ist vom 2. Mai bis zum 14. August 2018 möglich. Vom 15. August bis zum 23. September 2018 ist eine Anmeldung auch noch möglich, allerdings ist zusätzlich eine Nachmeldegebühr in Höhe von 25 € zu entrichten. Tageskarten können an der Tageskasse erworben werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Logo der Charles University (Univerzita Karlova) an der Veranstalter Prof. Dr. Boris Barth doziert, Screenshot von der Website

Konferenz

The Local and the Regional Dimensions of 1918/19. A Comparison

vom 04.10.2018 | bis zum 06.10.2018

Prof. Dr. Boris Barth und Ota Konrád von der Charles University Prag, Oswald Ueberegger von der Freien Universität Bozen und Rudolf Kučera vom Masaryk Institut und Archiv Prag laden zur Konferenz "The Local and the Regional Dimensions of 1918/19. A Comparison" ein. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 haben sich Historiker besonders in Mittel- und Osteuropa auf die Betrachtung einer globalen Perspektive konzentriert. Der Übergang von einer imperialen Ordnung zu einer auf Nationen beruhenden Ordnung stand ebenfalls im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Doch neuere Forschungen haben gezeigt, dass auch lokale Identitäten den Ersten Weltkrieg überlebten, vielleicht eine Gegenreaktion auf den Anstieg der globalen Studien. Dieser neue Kontext erlaubt neue Interpretationen der Herausforderungen und Auswirkungen der bolschewistischen Revolution. Seit 1989/90 kaum noch diskutiert, wurde das Interesse am frühen Kommunismus weitgehend durch Themen ersetzt, die mehr auf den Nationalstaat ausgerichtet sind. Unmittelbar nach dem Krieg entwickelten und verfolgten jedoch viele lokale und regionale Akteure eine positive Einstellung gegenüber der sozialistischen Vision und strebten eine radikale Veränderung ihrer Gesellschaft an. Andere waren entsetzt über den Aufstieg des Kommunismus. Es ist sowohl eine offene als auch eine herausfordernde Frage, ob und wie viel politische, soziale und wirtschaftliche Entscheidungen - auf lokaler und regionaler Ebene - von diesen Einstellungen beeinflusst oder bestimmt wurden.

Logo der Ludwig-Maximilians-Universität München

Konferenz

Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses

vom 18.10.2018 | bis zum 20.10.2018

Christopher Dillon vom King's College London, Christina von Hodenberg von der Queen Mary University of London, Steven Schouten von der University of Amsterdam und Kim Wünschmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München laden zur Konferenz "Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses" ein. Als Schlüsselereignis markiert die Deutsche Revolution von 1918-19 einen historischen Wendepunkt, dennoch bleibt sie oft wenig verstanden. Die Idee der Konferenz ist es, die Geschichte der deutschen Revolution neu zu bewerten, indem die Aufmerksamkeit auf die Praktiken und die Vertretung von Protagonisten außerhalb der politischen Eliten gelenkt wird. Es gilt die subjektive Dimension der Ereignisse zu betrachten und die vielfältigen Erwartungen, Erfahrungen und Antworten der Deutschen zu erforschen - egal ob jung oder alt, weiblich oder männlich, ländlich oder urban, katholisch, evangelisch oder jüdisch. Der Fokus soll unter anderem auf der Mobilisierung und gesellschaftlichen Durchdringung der Revolution, ihren Auswirkungen auf das tägliche Leben, der Zerstörung von ererbten Autoritätsmustern, der Entstehung neuer Zugehörigkeiten, Grenzen und kulturellen Ausdrucksweisen, sowie dem komplexen und umstrittenen Erbe für das Projekt der Weimarer Republik gerichtet werden. Begrüßt werden interdisziplinäre Ansätze und Beiträge, die den Zeitrahmen November 1918 bis Mai 1919 kritisieren und die deutsche Revolution in den Zusammenhang längerfristiger Entwicklungen setzen.

Logo der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt

Konferenz

Revolutionäre Zeiten zwischen Saale und Elbe. Das heutige Sachsen-Anhalt in den Anfangsjahren der Weimarer Republik

vom 27.10.2018

Der 8. Tag der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte findet am 27. Oktober 2018 in Halle (Saale) statt und trägt den Titel „Revolutionäre Zeiten zwischen Saale und Elbe. Das heutige Sachsen-Anhalt in den Anfangsjahren der Weimarer Republik“. Die Veranstalter wollen ein umfassendes Verständnis der formativen Jahre der Weimarer Republik ermöglichen, indem sie die bereits bestehenden zahlreichen Studien zu München und Berlin in dieser Zeit um einen regionalgeschichtlichen Beitrag zu dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt erweitern. Die von der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt ausgerichtete Tagung will die Geschehnisse in der preußischen Provinz Sachsen und im Freistaat Anhalt analysieren und eine vergleichende Perspektive auf andere Regionen ermöglichen. Dabei sollen nicht nur politische Ereignisse wie die Gründung von Arbeiter- und Soldatenräten thematisiert werden, sondern auch der „ökonomische und soziale Strukturwandel“ für die Region, der mit dem Ende des Ersten Weltkriegs einherging.

Collegium Carolinum Logo

Konferenz

Was war die Normalisierung? Die Tschechoslowakei 1969-1989. Jahrestagung des Collegium Carolinum

vom 08.11.2018 | bis zum 11.11.2018

Für die Epoche zwischen dem „Prager Frühling“ und der „samtenen Revolution“ wurde in der Tschechoslowakei der Begriff der Normalisierung gebraucht. Noch bis heute wird diese Epoche als eine „bleierne Zeit“ wahrgenommen, die geprägt war von Kontrolle und Repressionen, aber auch als die einer grundsätzlichen Ereignislosigkeit, in der oppositionelle Kräfte selten die Chance hatten zu der apathischen Mehrheitsgesellschaft durchzudringen. Eine differenziertere Wahrnehmung dieser Epoche lässt sich in den vergangenen Jahren erkennen. Die Tagung des Collegium Carolinum  vom 08.11.2018 bis 11.11.2018 verfolgt deshalb das Ziel, die Epoche der „Normalisierung“ in ihren unterschiedlichen Facetten zu beleuchten und zu diskutieren. Im Fokus sollen dabei die kulturellen, sozialen und politischen Wandlungsprozesse von 1969 bis 1989 stehen, sowie die innere Pluralität dieser „Normalisierungsgesellschaft“ und deren Lebenswirklichkeit. Vorträge widmen sich folgenden Fragen: Welche Lebensmodelle entwickelten sich seit den 70er Jahren in der Tschechoslowakei? Welche Phänomene bildeten sich auf dem Feld zwischen Subversion und offizieller Kultur und welche davon sind „normalisierungstypisch“ und lassen sich auch in benachbarten sozialistischen Gesellschaften ausmachen? Welche Entwicklungsschritte können als systemübergreifende Epochenmerkmale klassifiziert werden?

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

The end of the empires. Formation of the post-war order in Central and Eastern Europe in 1918-1923

vom 22.11.2018 | bis zum 23.11.2018

Vom 22. bis. 23. November findet in Breslau die Konferenz  „The end of the empires. Formation of the post-war order in Central and Eastern Europe in 1918-1923“ statt.  Des 100. Jahrestages des Endes des Ersten Weltkrieges und die Wiederherstellung von Polens Unabhängigkeit bilden den Ausgangspunkt für die weiteren Analysen, die sich den Prozessen der Nationalstaatsbildung nach Zusammenbruch der Österreich-Ungarischen sowie Russischen Reiches ereigneten. Die russische Revolution 1917 kann nicht als von der restlichen Weltgeschichte isoliertes Ereignis betrachtet werden, sondern kann nur in ihrem internationalen geschichtlichen und politischen Kontext verstanden werden. Über das Revolutionsjahr 1917 hinaus ist es daher notwendig, Phänomene und Entwicklungen zu analysieren und zu verstehen, um sie anschließend in einen Bezug zu den Ereignissen in Russland in Beziehung setzen zu können. Eine der veranstaltenden Institutionen ist das Institut für Nationales Gedenken. Es wird von Kritikerinnen und Kritikern als staatliches Instrument zu patriotischer Erziehung angesehen und geriet zuletzt im Februar 2018 in den Fokus internationaler Medien, als das Gesetz über das Institut für nationales Gedenken verabschiedet wurde, welches den Diskurs über die deutsche Besatzungszeit regelt. Es stellt unter anderem Äußerungen, die Polen „faktenwidrig die Verantwortung oder Mitverantwortung für Verbrechen“ zugeschrieben, unter Strafe.

Logo des Hannah-Arendt-Instituts

Konferenz

Aufbruch zu Demokratie und Nationalstaatlichkeit in Mittel- und Ostmitteleuropa? Aktuelle Forschungen mit Fokus auf die lokale Ebene (1917-1923)

vom 03.12.2018 | bis zum 04.12.2018

Vom 3. bis zum 4. Dezember findet an der TU Dresden der Workshop „Aufbruch zu Demokratie und Nationalstaatlichkeit in Mittel- und Ostmitteleuropa? Aktuelle Forschungen mit Fokus auf die lokale Ebene (1917-1923)“ statt. Ziel des Workshops ist es, die Transformationsprozesse in Mittel- und Ostmitteleuropa in ihren Verbindungen zwischen internationaler und lokaler Ebene zu analysieren. Ein besonderer Fokus soll darauf liegen, wie eine Kombination aus „top down“ und „bottom up“ Prozessen der Nationalisierung und Demokratisierung zu Grunde lagen. Die lokale Ebene ist hierbei in multiethnischen Regionen von besonderem Interesse – anders als auf zentralstaatlicher Ebene öffneten sich hier Spielräume, um Interessen zwischen verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen zu artikulieren. Zu folgenden Themen werden Referierende Inputs geben: Untersuchungen zur Auswirkung des „Brest Litovsk Moment“ bzw. die Erosion der Imperien im Hinblick auf die daraus resultierenden Transformationsprozesse; Untersuchungen zu Wechselwirkungen von Nationalisierung und Demokratisierung auf lokaler und zentralstaatlicher und bilateraler/transnationaler Ebene, Spezifika der Gruppe der Frauen als politische Akteurinnen in Prozessen der Demokratisierung und Nationalisierung auf lokaler, zentralstaatlicher und bilateraler/transnationaler Ebene ,Herrschaftswechsel und konkurrierende politische Zukunftskonzepte lokaler Akteure und Akteursgruppen.

Logo der Christian-Albrechts-Universität Kiel

Konferenz

Disability in Socialist Societies

vom 24.05.2019 | bis zum 26.05.2019

Vom 24. bis zum 25. Mai 2019 findet an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Konferenz „Disability in Socialist Societies“ statt, die sich auf die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderung in sozialistischen Staaten fokussiert. Mit dieser Ausrichtung erhoffen sich die Veranstalter neue Perspektiven auf strukturelle Spezifika sowohl des Sozialismus‘ als auch der Leben von Menschen mit Behinderung. Die Tagung will bestehende Forschungsansätze zusammenbringen, Konzepte diskutieren, die verwendeten Terminologien und Methoden auf den Prüfstand stellen und neue Forschungsfragen entwickeln. Besonders willkommen sind Beiträge, die einen vergleichenden Ansatz verfolgen, der es erlaubt sowohl die Besonderheiten des Lebens mit Behinderung in einer sozialistischen Gesellschaft zu analysieren als auch die Unterschiede diesbezüglich innerhalb der einzelnen Staaten und Gebiete des sogenannten sozialistischen Blocks.

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919: Ankündigung der Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, Screenshot von der Website

Sonderausstellung

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919

vom 25.04.2018 | bis zum 25.02.2019

Als eines der größten stadthistorischen Museen Europas, zeigt das Museum für Hamburgische Geschichte die vielfältige Entwicklungsgeschichte der Stadt Hamburg von ihren Anfängen um 800 bis zur Gegenwart. Die Revolution von 1918/19 markiert dabei eines der wichtigsten Ereignisse in der Hansestadt und steht nicht nur für den Beginn einer modernen demokratischen Ordnung des Stadtstaates, sondern stellt zugleich einen der frühen historischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Hamburg dar: An den Fronten des Ersten Weltkriegs schwiegen die Waffen, der Kaiser und die deutschen Bundesfürsten dankten ab. Soldaten und Arbeiter erzwangen den Beginn der ersten demokratischen Republik in Deutschland. In Hamburg kam es zu Demonstrationen, Straßenkämpfen und heftigen politischen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern des Umbruchs, die auch 1919 anhielten. Zugleich lebten viele Menschen in größter Not. Die Ausstellung fokussiert nicht nur die Revolution in Hamburg selbst, sondern zeigt auch die Abläufe auf dem Weg in die erste demokratische Stadtverfassung und ermöglicht die vergleichende Auseinandersetzung mit historischen und gegenwärtigen demokratischen Konfliktlösungsstrategien.

Screenshot der Museumswebseite

Ausstellung

Revolution 1918/19 - Schöneberg ringt um Demokratie

vom 07.06.2018 | bis zum 11.11.2018

Vom 7. Juni bis zum 11. November 2018 findet im Schöneberg Museum eine Ausstellung zur Revolution von 1918/19 statt. Dabei wird der Blick der Besucherinnen und Besucher auf die kommunalen Ausprägungen der Revolution in Schöneberg und Friedenau – damals noch von Berlin unabhängige Gemeinden – gelenkt. Die unter dem Begriff der Novemberrevolution zusammengefassten Ereignisse führten Ende des Ersten Weltkrieges zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und legten die Grundlagen für die darauf folgende parlamentarische Demokratie der Weimarer Republik. In Dokumenten, Fotografien, Objekten und Illustrationen werden die Dynamiken und Spannungen zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum ausgestellt. Die Ausstellung wird durch ein vielfältiges Begleitprogramm bereichert, welches von thematischen Spaziergängen und Filmabenden bis zu Vorträgen reicht. Für Menschen mit geistiger Behinderung werden Führungen in Einfacher Sprache angeboten. Menschen mit Hörbehinderung können Führungen in Gebärdensprache buchen. Für Schulklassen ab der 9. Klasse werden Führungen, Stadtspaziergänge und Plakatdruck-Workshops angeboten. Die Ausstellung ist Samstag bis Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr und Freitag von 9.00 bis 14.00 Uhr geöffnet.

Screenshot von deutsche-gesellschaft-ev.de

Tagung

Frauen (be)stimmen mit! – 1918 als gesellschaftspolitische Zeitenwend

vom 27.09.2018

Am 27. September findet in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Berlin die Tagung "Frauen (be)stimmen mit! – 1918 als gesellschaftspolitische Zeitenwende" statt. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Gesellschaft e. V. und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat organisiert. Am 12. November 1918 erhielten auch Frauen in Deutschland das Wahlrecht und konnten 1919 bei den Wahlen zur Deutschen Nationalversammlung reichsweit wählen und konnten gewählt werden. Die Veranstalter möchten anlässlich des hundertsten Jubiläums dieses Ereignisses die Rolle und den Einfluss von Frauen in Politik und Gesellschaft untersuchen. Die Themen beinhalten unter anderem die politischen Rahmenbedingungen der Einführung des Frauenwahlrechts; den Einfluss der Parlamentarierinnen auf die politische Landschaft und auf gesellschaftspolitische Veränderungen; Assoziationen von Frauen heute mit dem lang erkämpften Erfolg und gesellschaftliche und politische Repräsentation von Frauen seit dem Ende des Ersten Weltkrieges. Um Anmeldung bis zum 24. September wird telefonisch unter 030 88412 254 oder per Email unter heike.tuchscheerer@deutsche-gesellschaft-ev.de gebeten. Die Veranstaltung wird als Bildungsurlaub anerkannt.

Logo des DHI Moskau

Konferenz

Socialist Cultural Diplomacy of the XXth Century: Institutes, Actors, Discourses

vom 09.10.2018 | bis zum 10.10.2018

Vom 9. bis 10. Oktober findet in Moskau die Konferenz „Socialist Cultural Diplomacy of the XXth Century: Institutes, Actors, Discourses“ statt. Das Themengebiet der Cultural Diplomacy wird Mitte des 20. Jahrhunderts im Zuge der sowjetischen Auslandspropaganda während des Kalten Krieges zu einem viel beachteten Forschungsgegenstand. Aspekte, mit denen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieses Bereichs beschäftigen sind vielfältig und reichen von Kultur und Diplomatie bis zum transatlantischen Raum und transnationalen Ansätzen. Während bis Anfang des 21. Jahrhunderts der Fokus der Forschung hauptsächlich auf der internationalen Dominanz der US-amerikanischen Cultural Diplomacy liegt, zeichnet sich in den letzten Jahren ein Wandel ab. Mit zunehmenden Abkühlen der Ost-West-Beziehungen, welches gelegentlich mit der Bezeichnung „neuer Kalter Krieg“ versehen wird, gewinnt die Frage nach der Rivalität zwischen unterschiedlichen Interpretationen des internationalen Systems wieder zunehmend an Bedeutung. Ein möglicher Zugang zu dieser Frage liegt im Bereich der Kommunikation und der Symbolik – der Cultural Diplomacy. Dieser wird sich die Konferenz aus verschiedenen Blickwinkeln widmen, die der Komplexität und Vielseitigkeit des Themas entsprechen. Die Konferenz wird vom Forschungsprojekt „Soviet Cultural Diplomacy in the Cold War (1949-1989)” an der Staatlichen Universität Südural in Tscheljabinsk und der Russischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Moskau organisiert. Konferenzsprachen sind Englisch und Russisch. 

Logo der Friedrich-Ebert-Stiftung

Konferenz

Lehren aus der Vergangenheit: Totalitarismus in Museen, Gedenkstätten, Archiven und Medien in modernen Russland und Deutschland

vom 21.10.2018 | bis zum 27.10.2018

Vom 21. bis zum 27. Oktober 2018 findet in Moskau und in Smolensk eine deutsch-russische Konferenz zum Thema "Lehren aus der Vergangenheit: Totalitarismus in Museen, Gedenkstätten, Archiven und Medien in modernen Russland und Deutschland" statt. Sie richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Doktoranden und Postdocs aller Fachrichtungen aus Deutschland und aus Russland, die sich mit den folgenden Themen befassen: Totalitarismus im Spiegel der Geschichts- und Geisteswissenschaften: Forschungsfelder, Begriffe, Methoden und Kontroversen; Herrschaftssystem und Herrschaftsstrukturen totalitärer Systeme im Spiegel der gegenwärtigen Forschung; Herrschaft und Alltag im Totalitarismus; Erinnerung an Gewalt und Verbrechen von totalitären Regimen im 20. Jahrhundert; Gedenkstättenarbeit und Präsentationstechniken in KZ-Gedenkstätten. Organisiert wird die Veranstaltung von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in der Russischen Föderation, der AG Zivilgesellschaft des Petersburger Dialogs und dem Russischen Staatsarchiv für sozialpolitische Geschichte (RGASPI); sie wird vom Menschenrechtsrats beim Präsidenten der Russischen Föderation unterstützt.

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr hat seinen Hauptsitz in der Villa Ingenheim in Potsdam, Urheber: karstenknuth, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Workshop

Blicke auf die Revolution 1918/19

vom 01.11.2018 | bis zum 02.11.2018

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam richtet im November 2018 in Zusammenarbeit mit dem Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte und dem Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg den Workshop „Blicke auf die Revolution 1918/19“ aus. Vor dem Hintergrund eines neuen Interesses an den Ereignissen vom Kieler Matrosenaufstand über die Novemberrevolution bis zum Einsatz des Militärs wollen die Organisatoren neue Forschungsergebnisse diskutieren. Dabei sollen die revolutionären Ereignisse in den Novembertagen 1918, die Frage nach dem Verhältnis von Peripherie und Zentrum und die Rekonstruktion der Handlungen wie Sichtweisen von Akteuren und Institutionen mit ihren Intentionen und Handlungsspielräumen betrachtet werden. Diese drei Dimensionen werden auf vier Sektionen verteilt, so dass multiperspektivisch die Realgeschichte im November 1918 in Kiel und Berlin sowie die Retrospektive, also der erinnerungskulturellen Umgang mit Meuterei und Novemberrevolution in je zwei Sektionen im Zentrum stehen. Die Referate haben eine Länge von 20 Minuten. Eine Veröffentlichung als Tagungsband ist geplant.

Logo der Sorbonne Université/Faculté des Lettres

Konferenz

Revolution aus subjektiver Perspektive – Revolution in the subjective mode

vom 09.11.2018 | bis zum 10.11.2018

Vom 9. bis 10. November 2018 findet die Konferenz "Revolution aus subjektiver Perspektive" am Maison Heinrich Heine in Paris statt. Das hundertjährige Jubiläum der Deutschen Revolution 1918/19 ist Anlass für eine enorme Bandbreite von Veranstaltungen und Publikationen zum Thema. Während sich ein Großteil dieser Annäherungen um einen Überblick über die Ereignisse bemühen und auf Vollständigkeit von deren Darstellung angelegt sind, setzt die Konferenz auf die Perspektive des Subjekts beim Versuch, ein Verständnis der Ereignisse 1918/19 zu erlangen. Die Analyse von literarischen Texten, Tagebüchern, Presseartikeln und künstlerischen Werken, die das persönliche Erleben der Verfassenden widergeben, sollen zum einem weiteren Verständnis der Ereignisse der Deutschen Revolution führen. Dass dies kein einheitliches Bild, welches sich in ein vorgefertigtes Theoriekonstrukt fassen lässt, ergeben wird, ist zu erwarten und als ein Beitrag dazu, "Geschichte von unten" zu schreiben von den Veranstalterinnen und Veranstaltern gewünscht. Konferenzsprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch. 

Screenshot von saw-leipzig.de

Konferenz

Aufbruch im Zusammenbruch? Die Jahre 1918/19 in mitteldeutscher Perspektive

vom 22.11.2018 | bis zum 23.11.2018

Vom 22. Bis zum 23. November 2018 findet an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig die Tagung "Aufbruch im Zusammenbruch? Die Jahre 1918/19 in mitteldeutscher Perspektive" statt. Die Veranstaltung versammelt Vorträge von Projekten, die im Rahmen des Förderprogramms "1918 – Chiffre für Umbruch und Aufbruch" vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert werden. Die Vorträge bieten eine große Vielfalt an thematischen Perspektiven auf die Jahre 1918/19 und reichen von Horace Kallens Pluralismuskonzept über die Filmindustrie in Dresden bis hin zur Rolle der sorbischen Gemeinschaft in der Lausitz. Die Jahre 1918/19 gelten als Phase des Umbruchs in Europa und in Deutschland: In Folge des Ersten Weltkriegs und der Abschaffung der Monarchie wird der Einfluss der Ideen und des Erfolges der Russischen Revolution auch in Deutschland und anderen Staaten spürbar, verschieden gesellschaftliche Modelle treten in Konkurrenz zueinander und beeinflussen den Weg in vom Kaiserreich hin zur Weimarer Republik.  Um Anmeldung bei Miriam Pfordte wird bis 8. November 2018 unter 1918@saw-leipzig.de gebeten.

Konferenz

Parliaments and Political Transformations in Europe and Asia: Political Representation in Russia, China, Mongolia, and Ukraine in the Twentieth and Twenty-First Century

vom 12.02.2019 | bis zum 13.02.2019

Unter dem Titel “Parliaments and Political Transformations in Europe and Asia: Political Representation in Russia, China, Mongolia, and Ukraine in the Twentieth and Twenty-First Century” lädt die Universität Heidelberg vom 12.02.2019 bis 13.02.2019 zu einem Workshop ein. Thematischer Fokus des Workshops liegt auf der Entwicklung der politischen Repräsentation und der deliberativen Entscheidungsfindung in der Ukraine, China, der Mongolei, Russland, sowie in der ehemaligen Sowjetunion, dem Qing-Reich und im ehemaligen Russischen Kaiserreich. In Hinblick auf bedeutsame politische und soziale Veränderungen im 20. Und 21. Jahrhundert soll die Rolle von Parlamenten näher analysiert werden. Dabei wird die Entstehung von so genannten „peripheral parliaments“ in Eurasien zu Beginn des 20. Jahrhunderts beleuchtet, sowie die Entwicklung parlamentarischer Institutionen in China, der ehemaligen Sowjetunion und der Mongolei verfolgt. Der Workshop ist Teil des Projekts „Entangled Parliamentarisms: Constitutional Practices in Russia, Ukraine, China, and Mongolia, 1905–2005” (ENTPAR)”.

Logo des DHI Moskau

Konferenz

Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy

vom 27.05.2019 | bis zum 28.05.2019

Vom 27. bis zum 28. Mai 2019 findet  am Deutschen Historischen Institut Moskau die Konferenz “Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy” statt. Der Titel “Vse idet po planu” (russisch für “Alles läuft nach Plan?”) beinhaltet bereits die zentrale Fragestellung, der sich die Konferenz widmet. Die sowjetische Wirtschaftsgeschichte wird in der Regel als eine Geschichte der Planwirtschaft verstanden. Diese Sichtweise impliziert meistens eine Wertung der sowjetischen Ökonomie als ineffizient und inflexibel und sieht in dieser den Hauptgrund für den Kollaps der Sowjetunion. Doch der Fokus auf “den Plan” als konstituierendes Element der sowjetischen Wirtschaft lässt andere Aspekte außer Acht. Zum Beispiel, dass Pläne regelmäßig den wirtschaftlichen Realitäten angepasst wurden und somit nicht dem gängigen Bild eines inflexiblen, der wirtschaftlichen Entwicklung hinderlichen, Elementes, entsprechen müssen. Ebenso kann eine ausschließliche Fokussierung auf den Plan keine Erklärungen für die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik liefern. Die Konferenz setzt sich zum Ziel, neue Kategorien zur Analyse der Wirtschaft der poststalinistischen Sowjetuinion zu entwickeln. Konferenzsprachen sind Russisch und Englisch. 

Flyer der Veranstaltungsreihe: Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest

Veranstaltungsreihe

Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest

vom 10.04.2018 | bis zum 04.12.2018

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Studierendenproteste des Jahres 1968 lädt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Deutsche Gesellschaft e. V. und der Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB) des Landes Berlin zu einer siebenteiligen Diskussionsreihe in die Räume der Bundesstiftung ein. Vom 10. April bis 4. Dezember 2018 widmen sich die Veranstaltungen verschiedenen Aspekten des Epochenjahres. Neben Veranstaltungen zu Popkultur und NS-Aufarbeitung nehmen die restlichen Veranstaltungen gezielt 1968, die kommunistische Ideologie und die sozialistischen Diktaturen in den Blick. Die verschiedenen Formen des Aufbegehrens in Politik, Gesellschaft, Alltag und Kultur in Ost und West sollen miteinander verglichen werden. Die Auftaktveranstaltung fragt nach der Erinnerung der Ereignisse in Ost und West. Ein anderes Podium beschäftigt sich mit der politischen Ideengeschichte von 1968 und ihrem Verhältnis zur kommunistischen Ideologie. Aber auch die Rolle der kommunistischen Geheimdienste wird ebenso kritisch beleuchtet, wie die Frage nach einer transnationalen Perspektive über die Ost-West-Grenzen hinweg oder Kontinuitäten zu den Ereignissen von 1989. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltungen beginnen um 18.00 Uhr. Eine Übersicht der Veranstaltungsreihe finden sie hier: 10. April 2018: 1968: Mythos Ost – Mythos West8. Mai 2018: Renaissance des Kommunismus? Zur Ideengeschichte der „Achtundsechziger“5. Juni 2018: Gelenkter Protest? SED, Stasi und Studentenbewegung4. September 2018: „Rockmusik, Rebellion und freie Liebe“. Die Jugendkulturen der 1960er-Jahre9. Oktober 2018: Zwischen Paris und Prag. Wie international war 1968?6. November 2018: Aufarbeitung oder Schlussstrich? Vom Umgang mit der NS-Vergangenheit in Deutschland4. Dezember 2018: Von der Revolte zur Revolution. Wie viel 1968 steckt in 1989?

Rheinisches Landesmuseum Trier

Sonderausstellung

Landesausstellung „Karl Marx 1818 – 1883. Leben. Werk. Zeit.“

vom 05.05.2018 | bis zum 21.10.2018

Unumstritten ist die Bedeutung von Karl Marx, aber welche Person verbirgt sich hinter dem großen und weltbekannten Namen? Wie können seine Ideen aus heutiger Sicht verstanden werden? Anlässlich des 200. Geburtstages des Gelehrten zeichnet das Rheinische Landesmuseum Trier unter dem Ausstellungstitel „Karl Marx 1818 – 1883. Leben. Werk. Zeit“ den politischen und intellektuellen Werdegang Marx´ nach. Auf den rund 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden nicht nur die bedeutsamsten Werke „Das Manifest der kommunistischen Partei“ (1848) und „Das Kapital - Kritik der politischen Ökonomie“ (1867) dargestellt, die seit 2013 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählen, sondern auch deren Hintergründe im Hinblick auf  ihre Entstehungszeit. Das 19. Jahrhundert als eine Zeit der großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen prägte den Philosophen und späteren Ökonomen Karl Marx. Gekennzeichnet war diese Umbruchszeit durch Urbanisierung, Industrialisierung und Freiheits- und Demokratiebestrebungen. Zu sehen sind ca. 300 Zeitdokumente und Kunstwerke von renommierten Leihgebern aus ganz Europa. Der Besucher wird durch verschiedene Stationen eingeladen,  Marx` komplexe Gedankenwelt näher kennenzulernen. Ge-zeichnet wird ein von ideologischer Vereinnahmung befreites Bild von Karl Marx. Mit der Landesausstellung in Trier, die vom 05.05.2018 bis 21.10.2018 zu sehen ist, widmet sich erstmals eine kulturhistorische Ausstellung den Schriften und dem Wirken Marx´ in seiner Zeit. Besucht werden kann die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr. Öffentliche Führungen finden samstags von 11:00-12:30 Uhr und sonntags von 14:00-15:30 Uhr statt.

School of Social Sciences and Humanities

Konferenz

Parliamentarianism and Representative Democracy in Crises of War, Revolution, and Collapse of Empires

vom 01.10.2018 | bis zum 02.10.2018

Rund um das Thema „Parliamentarism and Representative Democracy in Crisis of War, Revolution, and Collapse of Empires“ veranstaltet die Higher School of Economics in St. Petersburg, zusammen mit Instituten aus Slowenien, Finnland und Deutschland, vom 01.10 bis 02.10.2018 einen zweitägigen Workshop in St. Petersburg. Thematisch stehen besonders der Parlamentarismus in Osteuropa, die Wahlen während der Zeit des Ersten Weltkrieges, politische Repräsentation und die unterschiedlichen Vorstellungen und Umsetzungsmöglichkeiten von politischer Repräsentation und die Demokratisierungsprozesse der westlichen Demokratien nach dem Ersten Weltkrieg im Fokus. Interessierte sind eingeladen, ihre Vorschläge für den Workshop noch bis einschließlich 05. August unter centerhistoricalresearch@hse.ru einzureichen. Die eingereichten Papiere sollen maximal 300 Wörter umfassen.

Logo der University of Birmingham

Konferenz

"Turn Left or Go Straight On?": The Future oft he Left in Germany and the UK

vom 10.10.2018

Am 10. November 2018 findet am Institute for German Studies an der Universität Birmingham das Symposium "'Turn Left or Go Straight On?': The Future oft he Left in Germany and the UK" statt. Den thematischen Fokus der Tagung setzen zwei Ereignisse, die sich 2018 zum zweihundertsten Mal bzw. zum hundertsten Mal jähren: Der Geburtstag des Theoretikers Karl Marx sowie der Geburtstag der ehemaligen SPD-Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Die Veranstaltung widmet sich angesichts schwindender Popularität der linken Parteien in England sowie in Deutschland einer Analyse der Wege, der den linken Parteien in Zukunft offen steht. Dabei sollen die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Errungenschaften Marx' und Schmidts die Basis der Analyse bilden. Das Symposium soll ein Forum für Doktorandinnen und Doktoranden sein. Auf der Konferenz wird über die Geschichte der Linken, die Vermächtnisse von Karl Marx/Helmut Schmid, die Krise der Sozialdemokratie, die Linke und Populismus, Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen und die Linke und ihr Verhältnis zur Europäischen Union diskutiert.

Friedrich-Ebert-Stiftung Logo

Konferenz

Archiv für Sozialgeschichte 59 (2019): "Die Welt verändern – Revolutionen in der Geschichte“

vom 25.10.2018 | bis zum 26.10.2018

Der Band 2019 des Archivs für Sozialgeschichte steht unter dem Leitthema „Revolutionen“. Ziel ist es, der Debatte über Revolutionen neuen Schwung zu verleihen. Am 25. und 26. Oktober 2018 wird eine Tagung mit eingeladenen Autoren und Autorinnen bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin stattfinden. Zu folgenden Themenblöcken werden Referierende Inputs geben und Thesen zur Diskussion gestellt werden: Zeiten der Revolution. Hierbei wird nach der Zeitlichkeit und den Formen von Revolutionen gefragt. Welche Vorstellung von gesellschaftlicher Ordnung liegt revolutionären Bewegungen zu Grunde? Müssen Revolutionen immer spontan erfolgen oder gibt es auch geplante? Welche Rolle nimmt Gewalt in den Revolutionsphasen ein und durch welches Rechtsempfinden werden die Bewegungen bestimmt? Ziele und Objekte des revolutionären Wandels. Unter diesem Themenschwerpunkt wird nach den Zielen und Objekten des revolutionären Wandels gefragt: Gegen wen richtet sich die revolutionäre Praxis? Welche Arten antirevolutionärer Bewegungen gab es und durch welche Motive waren diese geprägt? Durch revolutionäre Bedrohungsszenarien wurden eigene Legitimationsideologien, eigenes Recht und spezielle Formen des „Notstandes“ geschaffen. Diese Kulturen des revolutionären Ausnahmezustandes stellen einen gewinnbringenden Analysegegenstand dar. Akteure und revolutionäre Handlungsdynamiken. Unter diesem Aspekt wird nach den Akteuren, den revolutionären Handlungsdynamiken und den Folgen von Revolution gefragt. Welche Ziele konnten durchgesetzt werden und wie weit reichten die Veränderungsimpulse? Räume der Revolution. Der Begriff der Revolution besitzt seine eigene Geschichte. Deshalb stellt sich die Frage, ob das Konzept außerhalb von Europa Aussagekraft beinhaltet. An dieser Stelle sind deshalb besonders auch Themen mit außereuropäischem Kontext erwünscht.

Logo der Rutgers University

Konferenz

Social Movements after 1968

vom 08.11.2018 | bis zum 09.11.2018

Vom 8. bis zum 9. November 2018 findet in New Brunswick/New Jersey am Center for Euopean Studies der Rutgers School of Arts and Sciences die Tagung „Social Movements after 1968“ statt. Ausgangsfrage der Tagung ist, inwieweit das Jahr 1968 nicht nur für die rasante Entwicklung und noch schnellere Auflösung einer breiten Protestbewegung steht, sondern darüber hinaus für die Abkehr von einer Politik der konventionellen Kategorisierungen entlang der Begriffe von Klasse und Ideologie. Besonders bezeichnend für diese Auffassung ist das Beispiel Westdeutschlands: Das Zerbrechen des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) und das Auseinanderdriften seiner ehemaligen Mitglieder in Bürgerinitiativen, K-Gruppen und RAF-Zellen zeigt, wie eine einheitliche Kategorie einer „linken“ oder einer „Arbeiterbewegung“ den Unterschieden zwischen diesen Splittergruppen nicht mehr gerecht werden konnte. Die Konferenz widmet sich der Frage, wie sich soziale Bewegungen in Folge dieser Entwicklungen nach 1968 ausgestaltet haben und beleuchtet dabei kritisch die gängigen Theorien, die zum bisherigen Verständnis der Proteste nach 1968 herangezogen wurden.

Screenshot von apeg1918.wordpress.com

Konferenz

1918: Die kurze Zeit des Neuen Menschen

vom 15.11.2018 | bis zum 16.11.2018

Vom 15. bis 16. November 2018 findet in Lissabon die Fachtagung des portugiesischen Germanistenverbands zum Thema "1918: Die kurze Zeit des Neuen Menschen" statt. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges schien ein Neuanfang greifbar. Bestrebungen zur Umwandlung der Gesellschaft und des Menschen zum Neuen und Besseren äußerten sich in Politik, Kunst, und Philosophie – und waren maßgeblich beeinflusst von marxistischen Ideen und dem Erfolg der russischen Revolution im Jahr zuvor. Welches Vermächtnis hat uns diese, im Rückblick so kurze, Zeit zwischen den beiden Weltkriegen hinterlassen? Welche Prozesse lassen sich beobachten, die bis heute nachwirken? Wie können wir die Zeit aus unserer heutigen Perspektive deuten? Der portugiesische Germanistenverband lädt alle Interessierten ein, sich auf der Konferenz aus den Perspektiven von Literatur, Kunst, Film, Philosophie und Geschichte zu widmen.

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Konferenz

From Destalinization to the Global Sixties: The Baltic Union Republic in the 1950s-1960s

vom 24.11.2018 | bis zum 25.11.2018

Vom 24. bis 25. November 2018 findet an der Universität Tartu/Estland die Konferenz „From Destalinization to the Global Sixties: The Baltic Union Republic in the 1950s-1960s“ statt. In den 1950er- und 1960er-Jahren veränderte sich die Sowjetunion entscheidend: von einem Terrorregime und einer wirtschaftlich desolaten Diktatur hin zu einem autoritären Staat mit bescheidenen sozialstaatlichen Zügen. Während diese Veränderung in der internationalen Geschichtswissenschaft in der jüngeren Vergangenheit viel Beachtung fand, hat sich die Geschichtswissenschaft in den baltischen Staaten bisher vornehmlich mit den Phasen des Zweiten Weltkriegs und den direkt darauf folgenden Jahren stalinistischer Herrschaft beschäftigt. Diese Forschungslücke möchte die Konferenz zu schließen beginnen und lädt dazu renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein.

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Konferenz

The Soviet Steppe – Culture, Environment, Economics and Politics

vom 15.02.2019 | bis zum 16.02.2019

Vom 15. bis zum 16. Februar 2019 findet in Fribourg/Schweiz die Konferenz "The Soviet Steppe – Culture, Environment, Economics and Politics" statt. Die Veranstaltung widmet sich der asiatischen Steppe als kulturellem, wirtschaftlichem und politischem Raum und richtet dabei den Fokus auf die Zeit der Sowjetunion zwischen 1917 und 1991. Dabei soll unter anderem analysiert werden, welche Rolle der Kulturraum der Steppe für die Entwicklung einer gemeinsamen Identität spielte, welche Interaktionen zwischen der Steppe und dem ökonomischen Verständnis der Sowjetunion bestanden, oder welche Rolle die Steppe bei der Konstruktion eines geopolitischen Raums der Sowjetunion spielte. Die Konferenz will einen Raum für interdisziplinären Austausch bieten und lädt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Geschichte, Geographie, Literaturkritik, Kulturwissenschaft und verwandten Disziplinen dazu ein.

LebensWert Arbeit

Sonderausstellung

„LebensWert Arbeit“

vom 05.05.2018 | bis zum 21.10.2018

Das Thema Arbeit stellt einen wesentlichen Aspekt im Denken von Karl Marx dar. Dies nimmt das Museum am Dom zum Anlass, um unter dem Ausstellungstitel „LebensWert Arbeit“ den Mensch mit seinem Bezug zur Arbeit näher zu beleuchten. Die Kunstausstellung verfolgt das Ziel, zu zeigen, dass Arbeit mehr ist als nur bloßer Broterwerb und spannt den Bogen von Arbeit, die der eigenen Selbstverwirklichung dient, bis hin zu den Folgen einer digitalisierten und globalisierten Arbeitswelt. Die Kunstausstellung präsentiert Skulpturen, Gemälde, Videos und Fotos von renommierten Künstlern wie Vincent Fournier, Antje Ehmann, Harun Farocki oder William Kentridge. Zusätzlich bietet die Ausstellung einen interaktiven Bereich an, in dem aktuelle Themen der Arbeitswelt diskutiert werden können. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18 Uhr. Die öffentlichen, einstündigen Führungen finden mittwochs um 17 Uhr und sonntags um 16 Uhr statt.

Revolution 1918: Ankündigungs des Stücks im Axensprung Theater

Theaterstück

Revolution!? - Ein Schauspiel über die politischen Umbrüche in Deutschland 1918/19

vom 01.04.2018 | bis zum 26.02.2019

Das Museum für Hamburgische Geschichte, das vom 25. April 2018 bis zum 24. Februar 2019 eine Sonderausstellung zum Thema „Revolution 1918/1919 in Hamburg“ zeigen wird, führt in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für poltische Bildung Hamburg und dem Theater Axensprung ein gleichnamiges Theaterstück auf. Die Geschichte dieses Theaterstücks handelt von der Meuterei der Kieler Matrosen im Oktober/November 1918 und der Gründung der dortigen Soldaten- und Arbeiterräte, der Rätebewegung in Hamburg bis hin zur "gesamtdeutschen Zerschlagung und Unterdrückung der verbliebenen basisdemokratischen Bewegungen durch die Freikorps".Im Mittelpunkt der Erzählung stehen fünf Protagonisten: Ein Kieler Matrose, eine Hamburger Fabrikarbeiterin, ein Freikorpsmann, Reichswehrminister Noske und der Hamburger Bürgermeister Werner von Melle. Ihre zum Teil realen, aber auch fiktiven Geschichten und Loyalitätskonflikte spiegeln die wirren Zeiten wider und das Stück veranschaulicht, wie sehr Hunger und Aussichtslosigkeit, aber auch die Verheißung einer neuen menschlicheren Zeit, die Gefühle bestimmen und unter welchen Bedingungen diese Menschlichkeit verloren geht bzw. bewahrt bleibt. Das Stück lässt zudem die Frage aufkommen, welche politischen und gesellschaftlichen Modelle damals möglich gewesen wären und welche der „Notwendigkeit“ und der politischen Pragmatik geopfert wurden. Termine: 14. September: KIEL| KulturForum15. September: KIEL | KulturForum23. September: BERLIN | Club Gretchen auf dem Dragonerareal17. Oktober: KOBLENZ | Bundesarchiv18. Oktober: RASTATT | Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte22. Oktober: BRUNSBÜTTEL | Elbeforum23. Oktober: KIEL | Max-Planck-Schule24. Oktober: LÜBECK | Carl Jacob Burkhard Gymnasium25. Oktober: NEUSTADT/HOSTEIN | Küstengymnasium26. Oktober: FLENSBURG | Fridtjof-Nansen-Schule28. Oktober: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte08. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte (Doppelvorstellung!)11. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte13. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte18. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte20. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte07. Dezember: HAMBURG | Gymnasium Buckhorn20. Januar: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte18. Februar: NORDERNEY | Kurtheater24. Februar: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte25. Februar: BERLIN | Podewil

Museum Simeonstift Trier

Ausstellung

„Karl Marx 1818 – 1883. Stationen eines Lebens“

vom 05.05.2018 | bis zum 21.10.2018

Das Stadtmuseum Simeonstift Trier zeichnet unter dem Titel „Karl Marx 1818 – 1883. Stationen eines Lebens“ den Lebensweg Marx´ nach. Auf einem Rundweg können die Besucher die verschiedenen, zahlreichen Lebensstationen von Karl Marx verfolgen. Angefangen bei seiner Kindheit in seiner Geburtsstadt Trier, über Stationen wie Berlin, Paris und zahlreiche andere Städte, bis hin ins Londoner Exil, wo er mehr als die Hälfte seines Lebens verbrachte. Anhand der verschiedenen Stationen werden wesentliche Entwicklungen und Wendepunkte in seinem Leben herausgearbeitet und anschaulich dargestellt: Durch welche Personen und Umstände wurde der Revolutionär, Philosoph und Gesellschaftskritiker Karl Marx beeinflusst und geprägt? Wie stand er zu seinen Kritikern und Bewunderern? Antwort auf diese und weitere Fragen zu Karl Marx gibt die Ausstellung auf insgesamt 600 Quadratmetern mit Hilfe persönlicher Zeitdokumente. Sie zeichnet ein lebendiges Bild und beleuchtet den Menschen hinter der Ikone Marx. Durch die Ausstellungsarchitektur und die angebotenen interaktiven Stationen wird der Besucher auf eine Zeitreise zu den wichtigsten Städten seines Lebens eingeladen und bekommt einen unverstellten Blick auf die facettenreiche Biografie von Marx geboten. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag von 10:00-18:00 Uhr geöffnet. An öffentlichen Führungen kann samstags von 16:00-17:15 Uhr und sonntags von 11:00-12:15 Uhr teilgenommen werden. Tickets für die Ausstellung können im Vorverkauf unter www.ticket-regional.de erworben werden.

Screenshot von www.oeaw.ac.at

Tagung

Das umkämpfte Museum. Zeitgeschichte ausstellen zwischen Dekonstruktion und Sinnstiftung

vom 03.10.2018 | bis zum 04.10.2018

Vom 3. bis zum 4. Oktober 2018 findet an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die Jahrestagung des Instituts für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte statt. Die Tagung steht unter dem Titel "Das umkämpfte Museum. Zeitgeschichte ausstellen zwischen Dekonstruktion und Sinnstiftung". Die Veranstaltung widmet sich einem aktuellen Spannungsfeld im (Selbst)verständnis von Museen: zum einen begreifen sich Museen zunehmend als kritische Intervention, die gängige Konzepte wie den Nationalstaat oder Geschichte als solche hinterfragt und dekonstruiert. Gleichzeitig kommt ihnen die Aufgabe zu, Gedenkstätte zu sein, die Verbrechen der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten lässt. Als weiteren Faktor lässt sich beobachten, dass gerade in illiberalen Demokratien Museen zunehmend als Werkzeuge des Nationalismus gebraucht werden. Der Frage, wie sich Museen in diesem Spannungsfeld bewegen können und welche neuen Formen der Vermittlung in diesem Zuge möglich werden, widmet sich die Tagung in sieben Panels: Zeitgeschichtsmuseen jenseits des Nationalen; Migration als neuer Zugang; Gedenkstätten als Orte der Sinnstiftung?; Jüdische Museen als Korrektiv?; Opfer und Täter ausstellen – Nationalsozialismus und Holocaust im Museum; Museen in postsozialistischen Ländern – zwischen Europäisierung und nationaler Neuerfindung; Museum Goes Digital. Es ist keine Anmeldung erforderlich. 

Logo des DHI Warschau

Konferenz

Jahrestagung der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission

vom 11.10.2018 | bis zum 14.10.2018

Vom 11. bis 14. Oktober findet am Deutschen Historischen Institut in Warschau die Jahrestagung der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission statt. Die Tagung steht unter dem Thema „Seit 1918...Staatsentstehung, Monarchie, Zerfall und Revolutionserfahrung im Rückspielgel nationaler Jubiläen“. Die Tagung will, anlässlich des hundertjährigen Endes des Ersten Weltkrieges, das Jahr 1918 analysieren. Dies soll mit Fokus auf Jubiläen geschehen – diese Form der Geschichtskultur, die seit dem 19. Jahrhundert zunehmend an Popularität gewinnt, bietet einen Rahmen, um die in ihnen repräsentierten geistigen und politischen Deutungen zu analysieren. Dabei wird sich die Tagung nicht auf Analysen der Länder Tschechien und Slowakei beschränken, sondern möchte Beiträge einladen, welche transregionale und vergleichende Aspekte beinhalten. Das zentrale Interesse der Tagung ist die Wechselwirkung zwischen staatlicher Geschichtspolitik, öffentlichem Geschichtsdiskurs, der Gestaltung von Jubiläumsveranstaltungen und deren Deutungsimplikationen. Potentielle Beiträge sollen dementsprechend geschichtliche Aushandlungsprozesse und Formen der historischen Performanz und Repräsentationen thematisieren, welche die jeweiligen politischen Situationen und Entwicklungen oder zukünftige politische Programme legitimiert haben.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Konferenz

Reforming Socialism: Aims and Efforts Before and After 1968

vom 25.10.2018 | bis zum 27.10.2018

Vom 25. bis 27. Oktober 2018 findet in Florenz die Konferenz „Reforming Socialism: Aims and Efforts Before and After 1968“ statt. Ziel der Konferenz ist es, eine systematische Analyse der unterschiedlichen Reformansätze in diversen sozialistisch geprägten Ländern zu ermöglichen. Ausgangspunkt hierfür ist der Prager Frühling, der sich 2018 zum 50. Mal jährt. Dabei betont die Konferenz, dass der Prager Frühling zwar einen der dramatischsten und bekanntesten Reformversuche einer sozialistischen Gesellschaft darstellt, sich Reformprozesse jedoch auch in einer großen Zahl anderer sozialistischer Staaten ereigneten. Jenseits von nationalstaatlich definierten Analyserahmen will die Konferenz ein transnationales Verständnis dieser Reformprozesse anregen. Beitragsthemen sind: Sozialistische Reformprogramme; spezifische Aspekte von Reformprogrammen sowie deren Zielsetzungen und direkte Auswirkungen; umsetzende sowie rezeptive Akteure der Reform; äußere und internationale Umstände der Reformbewegung; die Kontextualisierung des Jahres 1968; Reformen als erster Schritt hin zur Transition zum Kapitalismus.

Screenshot von historische-kommission.lwl.org

Tagung

Aufbruch in die Demokratie. 100 Jahre Revolution im Rheinland und in Westfalen

vom 08.11.2018 | bis zum 09.11.2018

Am 8. und 9. November findet im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen die Tagung der Historische Kommission „Aufbruch in die Demokratie. 100 Jahre Revolution im Rheinland und in Westfalen“ statt. Der Winter 1918/19 markiert in Deutschland den Übergang von der Monarchie zur Demokratie. Doch während die langfristigen Folgen dieses Wandels sich deutschlandweit manifestieren gestaltet sich die Übergangsphase regional unterschiedlich. Die Veranstaltung will sich dieser regionalen Vielfalt widmen und die Besonderheiten der Revolutionsmonate für das Ruhrgebiet mit Essen und Dortmund, die rheinischen Städte Düsseldorf, Krefeld und Köln sowie für das Bergische Land und das Sauerland analysieren. Themen sind unter anderem die Rolle des Militärs, die Rolle der Frauen in der Revolution, sowie der Aufstieg antisemitischer Bewegungen im Zuge der Revolution. Zur Tagung sind alle Interessierten eingeladen, eine detaillierte Einladung wird noch erstellt und veröffentlicht. Wegen der Sicherheitsanforderungen des Landtags ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich.

Logo der KAS

Konferenz

Christian Democrats in Exile 1925-1989

vom 21.11.2018 | bis zum 23.11.2018

Vom 21. bis 23. November 2018 findet in Bonn die Konferenz „Christian Democrats in Exile 1925-1989“ statt. Organisiert wird die Konferenz von der Civitas und der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Konferenz will einen globalen und transnationalen Blickwinkel auf die Christdemokratie entwickeln. Der Fokus wird dabei auf den Exilerfahrungen von Christdemokratinnen und -demokraten gelegt. Radikale Umbrüche sorgen im Laufe des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Ländern und Regionen dafür, dass Christdemokratinnen und -demokraten ihre jeweiligen Heimatländer verlassen müssen. Dazu gehört zum Beispiel die Bolschevistische Revolution, das Aufkommen des Faschismus oder die revolutionären Umbrüche in Lateinamerika. Innerhalb dieses Rahmens formulieren die Veranstalterinnen und Veranstalter drei Ziele für die Konferenz: die Zusammenführung von neuer, archiv-basierter Forschung zu den Erfahrungen und zur Politik des Exils; ein Überkommen von traditionellen räumlichen und zeitlichen Begrenzungen in der Analyse von Exilerfahrung; und ein Überwinden von althergebrachten Vorstellungen von „Ideen“ im Exil.

Logo der Humboldt-Universität Berlin

Workshop

Es ist nicht alles gesagt. Ein Workshop zur DDR-Forschung

vom 30.11.2018 | bis zum 01.12.2018

Vom 30. November 2018 bis zum 1. Dezember 2018 findet am Institut für Geschichtswissenschaft der Humboldt-Universität Berlin ein Workshop unter dem Titel „Es ist nicht alles gesagt. Ein Workshop zur DDR-Forschung“ statt. Die Veranstalter nehmen den 2019 anstehenden 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution zum Anlass, gängige geschichtswissenschaftliche Forschungsansätze zur DDR kritisch zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen. Dabei sind folgende Themenfelder vorgesehen: Konzeptionelle Überlegungen zur Nutzung zentraler Begriffe innerhalb der DDR-Forschung; Praktische und Methodische Überlegungen in Hinblick auf die Quellenlage und Oral History; Die DDR aus der Perspektive der Akteur/innen; Lokal- und Regionalstudien zur Analyse der Herrschaftspraxis in der DDR sowie Forschungen zu einer Geschichte „von unten“.

Screenshot von maoistlegacy.uni-freiburg.de

Konferenz

Transitional Justice without Transition? Redressing Past Injustices under State Socialism

vom 21.02.2019 | bis zum 23.02.2019

Vom 21. bis zum 23. Februar 2019 findet in Freiburg die Konferenz  "Transitional Justice without Transition? Redressing Past Injustices under State Socialism" statt. Das Konzept der "transitional justice" beschreibt eine Vielzahl juristischer sowie nicht-juristischer staatlicher Maßnahmen, die der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes nach dem Auftreten gewaltsamer Konflikte oder staatlicher Verbrechen dienen sollen. Das Ziel des Ansatzes besteht also darin, Untersrückungs- und Gewalterfahrungen institutionell aufzuarbeiten. Dementsprechend lag der Forschung in diesem Bereich oft die Annehme zu Grunde, dass transitional justice Mechanismen den Übergang von einem totalitären hin zu einem freiheitlich-demokratischen Regime markierten. Dieser Annahme setzt die Konferenz entgegen, dass solche transtional justice Mechanismen eben auch in nicht-demokratischen Staaten stattfinden können; Beispiele hierfür sind die Entstalinierungs-Prozesse in der Sowjetunion nach 1953 oder die Entwicklungen in der Volkrepublik China nach Maos Tod 1976, als eine große Zahl vormals Verurteilten rehabilitiert wurde. Die Funktionen und Prozesse solcher Instanzen von transitional justice sollen im Zuge der Konferenz analysiert werden. Die Konferenz ist Bestandteil des Forschungsprojekts "The Maoist Legacy" am Institut für Sinologie der Universität Freiburg. 

Plakat zum Theaterstück

Theaterstück

Marx! Love! Revolution!

vom 01.05.2018 | bis zum 01.10.2018

Marx! Love! Revolution! ist ein mobiles Theaterstück. Es wird nicht im Theater aufgeführt, sondern an 12 Orten in der Trierer Altstadt, zu welchen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit dem Marx-Darsteller Tobias Schwieger mitgehen. Der 17-jähriger Marx führt das Publikum dabei zu wichtigen Lebensstationen in seiner Heimatstadt, wie Geburtshaus, Schule und schließlich zu seiner Gedenkstatue. Regisseur Johannes Kram hat sich mit dem Stück zum Ziel gesetzt, der Trierer Bevölkerung ihren vermutlich berühmtesten Sohn etwas vertrauter zu machen und eine emotionale Bindung zu ihm herzustellen - die Inszenierung an bekannten Orten in der Altstadt anstatt im von der Umwelt abgegrenzten Schauspielhaus ist Teil dieses Konzepts. Vor der Altstadt-Kulisse führt der junge Marx an verschiedene Orte seines Lebens und steht dabei im ständigen Dialog mit seinem späteren, berühmt gewordenen Ich. Das Stück wird von Mai bis Oktober jeden Samstag um 14.00 aufgeführt, Treffpunkt ist an der Karl-Marx-Statue. Tickets sind an der Tourismusinformation an der Porta Nigra erhältlich oder können telefonisch unter 0651 / 97808-0 und per Email unter fuehrungen@trier-info.de bestellt werden. 

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Veranstaltungsreihe

Das Ende des Krieges: Frankreich, Deutschland und Europa (1917‒1923)

vom 21.11.2017 | bis zum 08.11.2018

Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) und die Mission du Centenaire de la Première Guerre mondiale organisieren eine monatlich stattfindende Vortragsreihe mit dem Titel „Das Ende des Krieges: Frankreich, Deutschland und Europa (1917‒1923)“. Die am DHIP stattfindenden Vorträge thematisieren diverse Aspekte der Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Der Waffenstillstand von Compiègne beendete offiziell die Kampfhandlungen, war aber gleichzeitig der Beginn von langwierigen Friedensverhandlungen. Parallel kam es zu Phasen revolutionärer Spannungen und einer Kontinuität der Gewalt. Die europäischen Gesellschaften strebten nach der Bewältigung der ökonomischen, politischen und sozialen Folgen des Krieges und entwickelten ein zum Teil widersprüchliches Gedenken an die vorangegangenen Jahre. Während überall in Europa die Nationen hohe Opfer- Gefallenenzahlen zu verzeichnen hatten, bedeutete das Ende des Krieges in Deutschland und Frankreich aber auch den Beginn einer neuen politischen und sozialen Ära. Die Vorlesungsreihe findet am Deutschen Historischen Institut in Paris statt. Die Ankündigung der Veranstalter verzeichnet die Titel der Vorträge bis zum 15. Mai 2018.