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Ausstellung

Die Novembergruppe, Berlinische Galerie, Berlin

vom 09.11.2018 | bis zum 11.03.2019

Vom 9. November 2018 bis zum 11. März 2019 findet in der Berlinischen Galerie eine Ausstellung von Werken derjenigen Künstlerinnen und Künstler statt, die sich unter dem Namen „Novembergruppe“ zusammengefunden hatten. Die Novembergruppe wurde im Zuge der revolutionären Umbrüche im Winter 1918/19 in Berlin als „Vereinigung der radikalen bildenden Künstler“ gegründet. Die für alle Stilrichtungen – von Kubismus, Neue Sachlichkeit und Futurismus bis hin zu Expessionismus und Dada – offene Vereinigung definierte sich weniger über einen gemeinsamen künstlerischen Stil als über die geteilte Überzeugung, durch ihre Kunst zur Schaffung einer neuen, liberaleren Gesellschaft beitragen zu können. Bis 1932 präsentierte die Gruppe an die 3.000 Werke von über 470 Kunstschaffenden. Mit dem Ende der Weimarer Republik und dem Aufkommen der Diktatur ging auch das Wirken der Novembergruppe zu Ende – die Ausstellung erlaubt Besucherinnen und Besuchern, sich einen Eindruck vom Wirken dieser Gruppe zu verschaffen. Unter anderem werden Wekre von Rudolf Belling, Hans Brass, Otto Dix, Max Dungert, Theo van Doesburg, Max Ernst, Otto Freundlich, Paul Goesch, Walter Gropius, George Grosz, Hannah Höch, Raoul Hausmann, Issai Kulvianski, Paul Klee, El Lissitzky, Erich Mendelsohn, Ludwig Mies van der Rohe, Laszlo Moholy-Nagy, Piet Mondrian, Otto Möller, Moriz Melzer, Oswald Herzog, Max Pechstein, Iwan Puni, Emy Roeder, Georg Scholz, Fritz Stuckenberg, Max und Bruno Taut und Georg Tappert ausgestelt. 

Call for Papers

Communist Parties in East Central Europe: Frameworks of Knowledge Acquisition and Dissemination 1945–1989

vom 26.04.2019 | bis zum 26.04.2019 | Central European University

Am 26. April 2019 findet an der Central European University eine Konferenz mit dem Titel: "Communist Parties in East Central Europe: Frameworks of Knowledge Acquisition and Dissemination 1945-1989" statt. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen die kommunistischen Parteien, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Ostmitteleuropa regierten. Ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede sollen aus epistemologischer Sicht untersucht werden. Insbesondere geht die Konferenz der Frage nach wie sich in den Parteien ideologische und politische Positionen bildeten, auch im Hinblick auf das komplexe Zusammenspiel konkurrierender Akteure und Strukturen innerhalb der Parteien selbst und wie die Positionen an die Parteimitglieder vermittelt wurden. Bis zum 20. Januar 2019 können Abstracts von 300 Wörtern eingereicht werden. Mögliche Themen könnten behandelt werden: Zentrum-Peripherie-Beziehungen: Transfers und Übersetzungen des sowjetischen Modells, die Rolle von Experten und Ideologen und ihre Auswirkungen auf die Politikgestaltung, Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Fachwissen, Aufklärung der Gesellschaft durch Schulen und Medien, Aufklärung der Gruppenmitglieder durch Schulen und Medien. Alle weiteren Informationen finden sich im Link "Call for paper".

Logo der Université Fribourg

Konferenz

The Soviet Steppe – Culture, Environment, Economics and Politics

vom 15.02.2019 | bis zum 16.02.2019

Vom 15. bis zum 16. Februar 2019 findet in Fribourg/Schweiz die Konferenz "The Soviet Steppe – Culture, Environment, Economics and Politics" statt. Die Veranstaltung widmet sich der asiatischen Steppe als kulturellem, wirtschaftlichem und politischem Raum und richtet dabei den Fokus auf die Zeit der Sowjetunion zwischen 1917 und 1991. Dabei soll unter anderem analysiert werden, welche Rolle der Kulturraum der Steppe für die Entwicklung einer gemeinsamen Identität spielte, welche Interaktionen zwischen der Steppe und dem ökonomischen Verständnis der Sowjetunion bestanden, oder welche Rolle die Steppe bei der Konstruktion eines geopolitischen Raums der Sowjetunion spielte. Die Konferenz will einen Raum für interdisziplinären Austausch bieten und lädt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Geschichte, Geographie, Literaturkritik, Kulturwissenschaft und verwandten Disziplinen dazu ein.

Screenshot von uni-augsburg.de

Ringvorlesung

Medienereignis Revolution

vom 12.11.2018 | bis zum 28.01.2019

Am Institut für Europäische Kulturgeschichte an der Universität Augsburg findet während des Wintersemesters 2018/19 die Vortragsreihe "Medienereignis Revolution" statt. Die Vorträge analysieren Revolutionen nicht als für sich selbst sprechende Ereignisse, sondern vielmehr als notwendigerweise medial kommunizierte. Zum einen nutzen Akteurinnen und Akteure von Revolutionen Medien, um die Ziele ihres Handelns zu vermitteln: Flugblätter, Zeitungen und in jüngerer Vergangenheit auch Rundfunk, Fernsehen und Internet. Zum anderen werden Revolutionen aber auch erst durch ihre Thematisierung in den Medien zu den Ereignissen, die als "Revolutionen" bezeichnet werden. Die Vortragsreihe widmet sich diesen Zusammenhängen in einer Reihe von Beiträgen, deren Schwerpunkte ein großes zeitliches Spektrum umfassen: vom Bauernkrieg des frühen 16. Jahrhunderts über den Niederländischen Aufstand gegen die spanische Herrschaft, die Französische Revolution, die 1848er Revolutionen bis hin zur Russischen Revolution von 1917. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist kostenlos. Die Vorträge finden in Kooperation mit dem Bukowina-Institut Augsburg statt. Die Vorträge beginnen am jeweiligen Montag um 18.15 Uhr im Hörsaal III des Großen Hörsaalzentrums.

Flyer der Ringvorlesung: Weimars Wirkung. Das Nachleben der ersten deutschen Republik

Ringvorlesung

Weimars Wirkung. Das Nachleben der ersten deutschen Republik

vom 22.10.2018 | bis zum 15.07.2019

Fast drei Jahrzehnte nach der deutsch-deutschen Vereinigung verdient die Weimarer Republik zum hundertjährigen Jubiläum ihrer Entstehung neue Aufmerksamkeit. Die Ringvorlesung diskutiert die verpassten Chancen und die strukturellen Defizite, fragt aber auch nach langfristigen und womöglich bis heute anhaltenden Wirkungen der ersten deutschen Republik. Gegenüber einer Verengung des Blicks auf die vielbeschworenen „Weimarer Verhältnisse“ als Vorspiel zu den Ereignissen nach 1933 unternimmt die Ringvorlesung einen doppelten Perspektivwechsel: Einerseits fragt sie nach der Eigenart und dem Stellenwert der ersten deutschen Republik innerhalb der längeren Geschichte, andererseits sucht sie die Bedeutung der mit „Weimar“ verbundenen Kultur des Politischen für ihre Nachgeschichte bis in die Gegenwart zu erörtern. Die Vorlesung findet abwechselnd in der Topographie des Terrors, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin statt. Sie wurde vom Zentrum für Zeithistorische Forschungen Potsdam, der Topographie des Terrors und dem  Lehrstuhl für Neueste und Zeitgeschichte der Humboldt-Universität organisiert und ist Teil des Berliner Themenwinters 100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Termine der Ringvorlesung: 22.10.2018 | 18.15 Uhr | Topographie des Terrors MARTIN SABROW Die vergessene Republik- Zum Ort der Weimarer Demokratie in der deutsch-deutschen Zeitgeschichte. 12.11.2018 | 18.15 Uhr | Deutsches Historisches Museum HANNO HOCHMUTH Mythos Babylon Berlin. Weimar in der Populärkultur 03.12.2018 | 18.15 Uhr | Bundesstiftung Aufarbeitung ANNETTE VOWINCKEL Weimars visuelles Erbe in der Bundesrepublik und der DDR 14.01.2019 | Topographie des Terrors STEFANIE SCHÜLER-SPRINGORUM Vom Wort zur Tat. Antisemitismus in der Weimarer Republik 28.01.2019 | Deutsches Historisches Museum SEBASTIAN ULLRICH Der Weimar-Komplex. Die erste deutsche Republik als Bezugspunkt der politischen Neuordnung im Nachkriegsdeutschland 11.02.2019 | Bundesstiftung Aufarbeitung CLAUDIA WEBER Freund und Feind: Die Geburt von Russlandverständnis und Bolschewistenfurcht in der Weimarer Republik 29.04.2019 | Topographie des Terrors MICHAEL WILDT Die "Volksgemeinschaft" als Antwort auf die fragmentierte Republik von Weimar 13.05.2019 | Deutsches Historisches Museum ANDREAS NACHAMA Die Entwicklung der NSDAP von einer völkischen Bewegung zu einer modernen Volkspartei 27.05.2019 | Bundesstiftung Aufarbeitung FRANK BÖSCH Sehnsucht nach Einheit. Weimars Erbe in der politischen Kultur der Bundesrepublik 17.06.2019 | Topographie des Terrors ANDREAS WIRSCHING Weimar als politisches Argument 01.07.2019 | Bundesstiftung Aufarbeitung GERD KOENEN Das Erbe der Spaltung. Die Linke in Ost und West zwischen Totalitarismus und Demokratie. 15.07.2019 | Deutsches Historisches Museum PETER C. CALDWELL Weimar ausstellen. Die erste deutsche Republik und ihre Musealisierung.

Revolution 1918: Ankündigungs des Stücks im Axensprung Theater

Theaterstück

Revolution!? - Ein Schauspiel über die politischen Umbrüche in Deutschland 1918/19

vom 01.04.2018 | bis zum 08.03.2019

Das Museum für Hamburgische Geschichte, das vom 25. April 2018 bis zum 24. Februar 2019 eine Sonderausstellung zum Thema „Revolution 1918/1919 in Hamburg“ zeigen wird, führt in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Theater Axensprung ein gleichnamiges Theaterstück auf. Die Geschichte dieses Theaterstücks handelt von der Meuterei der Kieler Matrosen im Oktober/November 1918 und der Gründung der dortigen Soldaten- und Arbeiterräte, der Rätebewegung in Hamburg bis hin zur "gesamtdeutschen Zerschlagung und Unterdrückung der verbliebenen basisdemokratischen Bewegungen durch die Freikorps". Im Mittelpunkt der Erzählung stehen fünf Protagonisten: Ein Kieler Matrose, eine Hamburger Fabrikarbeiterin, ein Freikorpsmann, Reichswehrminister Noske und der Hamburger Bürgermeister Werner von Melle. Ihre zum Teil realen, aber auch fiktiven Geschichten und Loyalitätskonflikte spiegeln die wirren Zeiten wider und das Stück veranschaulicht, wie sehr Hunger und Aussichtslosigkeit, aber auch die Verheißung einer neuen menschlicheren Zeit, die Gefühle bestimmen und unter welchen Bedingungen diese Menschlichkeit verloren geht bzw. bewahrt bleibt. Das Stück lässt zudem die Frage aufkommen, welche politischen und gesellschaftlichen Modelle damals möglich gewesen wären und welche der „Notwendigkeit“ und der politischen Pragmatik geopfert wurden. Termine: 14. September: KIEL| KulturForum 15. September: KIEL | KulturForum 23. September: BERLIN | Club Gretchen auf dem Dragonerareal 17. Oktober: KOBLENZ | Bundesarchiv 18. Oktober: RASTATT | Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte 22. Oktober: BRUNSBÜTTEL | Elbeforum 23. Oktober: KIEL | Max-Planck-Schule 24. Oktober: LÜBECK | Carl Jacob Burkhard Gymnasium 25. Oktober: NEUSTADT/HOSTEIN | Küstengymnasium 26. Oktober: FLENSBURG | Fridtjof-Nansen-Schule 28. Oktober: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 08. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte (Doppelvorstellung!) 11. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 13. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 18. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 20. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 07. Dezember: HAMBURG | Gymnasium Buckhorn 20. Januar: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 18. Februar: NORDERNEY | Kurtheater 24. Februar: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 25. Februar: BERLIN | Podewil 6. März 2019: HANNOVER | Theater am Küchengarten 7. März 2019: LÜNEBURG | Solohansen 8. März 2019: OLDENBURG | Theater Wrede

Logo DIH Paris

Call for Papers

Die europäischen Demokratien vor der Gefahr der Diktaturen (1919-1939). Prozesse demokratischer Kritik und Reflexion in den europäischen Öffentlichkeiten

vom 17.06.2019 | bis zum 19.06.2019

Unter dem Titel „Die europäischen Demokratien vor der Gefahr der Diktaturen (1919-1939). Prozesse demokratischer Kritik und Reflexion in den europäischen Öffentlichkeiten“ veranstaltet die Forschungsgruppe "Mondes germaniques et nord-européens" (Université de Strasbourg) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Reims, Metz, Augsburg und dem Deutschen Historischen Institut (Paris) vom 17.06.2019 bis zum 19.06.2019 eine Tagung in Straßburg. Die internationale Tagung ist Teil eines zweijährigen Fortbildungs- und Forschungsprogramms des Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne (CIERA) zum Thema: "Welche Demokratie(n)? Reflexionen über die Krise, Modernisierung und Grenzen der Demokratie in Deutschland, Frankreich, England und Mitteleuropa zwischen 1919 und 1939". Thematisch widmet sich die Tagung der Frage, wie es den einzelnen europäischen parlamentarischen Demokratien gelang, den verschiedenen Angriffen von sowohl linker, als auch rechter Seite die Stirn zu bieten. Zwar hatte sich in Europa in den 1920er Jahren das demokratische Gedankengut durchgesetzt, aber soziale und wirtschaftliche Probleme und die hohe politische Instabilität in den Jahren nach dem Ende des Ersten Weltkrieges führten zu einer grundlegenden Infragestellung der demokratischen Ordnung. Die republikanische Ordnung wurde oftmals per se als Ursprung aller herrschenden Probleme, denen die Bevölkerung ausgesetzt war, angesehen. Ziel der zweitägigen Tagung ist es, herauszuarbeiten, welche Versuche die Demokratien zu dieser Zeit unternahmen, um die heftigen Krisen auf politischer, institutioneller oder ökonomischer Ebene zu bewältigen und zu überwinden. Die Tagung richtete sich an erfahrene Wissenschaftler, aber auch an Nachwuchswissenschaftler und Doktoranden. Bis zum 31. Januar 2019 können Vorschläge in Form eines Abstracts von maximal einer Seite auf deutsch, französisch oder englisch an an Pascal Fagot (pfagot@unistra.fr) und Christian Jacques (cjacques@unistra.fr) eingereicht werden.

Seminar

Politik und Kunst in der Sowjetunion

vom 21.03.2019 | bis zum 24.03.2019

Unter dem Titel "Politik und Kunst in der Sowjetunion" bietet die Konrad-Adenauer-Stiftung vom 21.-24. März 2019 ein politisches Bildungsforum an. Im Mittelpunkt des Studienseminars werden die gesellschaftlichen Verhältnisse in der Sowjetunion, sowie Fragen nach den Lebensumständen und der Beziehung der Menschen zur Gesellschaft stehen. Dabei ist insbesondere von Interesse wie das Leben in der Kunst dargestellt wurde. Die Arbeiten von Schriftstellern und Komponisten werden dazu untersucht. Im Zentrum stehen Bücher und Musikwerke, die das Verhältnis von Wunschdenken und Lebensdialektik offenbaren, z.B. Tschingis Aitmatow, Maxim Gorki, Konstantin Paustowski, Walentin Rasputin, Dimitri Schostakowitsch, Aram Chatschatujan, Sergei Prokofjew. Außerdem nimmt das Studienseminar die verschiedenen politischen Strömungen der Geschichte der Sowjetunion in den Blick. Das Studienseminar findet in Waren an der Müritz statt und beinhaltet auch eine Exkursion zur Kunsthalle Rostock. Weitere Informationen zum Seminar, dem Programm und dem Anmeldeverfahren finden sich hier.

Konferenz

Parliaments and Political Transformations in Europe and Asia: Political Representation in Russia, China, Mongolia, and Ukraine in the Twentieth and Twenty-First Century

vom 12.02.2019 | bis zum 13.02.2019

Unter dem Titel “Parliaments and Political Transformations in Europe and Asia: Political Representation in Russia, China, Mongolia, and Ukraine in the Twentieth and Twenty-First Century” lädt die Universität Heidelberg vom 12.02.2019 bis 13.02.2019 zu einem Workshop ein. Thematischer Fokus des Workshops liegt auf der Entwicklung der politischen Repräsentation und der deliberativen Entscheidungsfindung in der Ukraine, China, der Mongolei, Russland, sowie in der ehemaligen Sowjetunion, dem Qing-Reich und im ehemaligen Russischen Kaiserreich. In Hinblick auf bedeutsame politische und soziale Veränderungen im 20. Und 21. Jahrhundert soll die Rolle von Parlamenten näher analysiert werden. Dabei wird die Entstehung von so genannten „peripheral parliaments“ in Eurasien zu Beginn des 20. Jahrhunderts beleuchtet, sowie die Entwicklung parlamentarischer Institutionen in China, der ehemaligen Sowjetunion und der Mongolei verfolgt. Der Workshop ist Teil des Projekts „Entangled Parliamentarisms: Constitutional Practices in Russia, Ukraine, China, and Mongolia, 1905–2005” (ENTPAR)”.

Screenshot zur Ausstellung von muenchner-stadtbibliothek.de

Ausstellungen

Dichtung ist Revolution. Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam, Ernst Toller, Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek, München

vom 09.11.2018 | bis zum 30.06.2019

Vom 9. November 2018 bis zum 30. Juni 2019 ist in der Monacensia im Hildebrandhaus die Ausstellung "Dichtung ist Revolution" zu sehen. Im Fokus steht die Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Politik. Ein Antwortversuch wird beispielhaft anhand des Lebens und Wirkens von Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam und Ernst Troller unternommen – vier Schriftsteller, die zu bedeutenden politischen Figuren wurden. Sie alle sind Befürworter der Revolution und überzeugt davon, dass das geschriebene Wort ein wichtiges Mittel des gesellschaftlichen Wandels sei. Mit ihren Schriften schaffen sie sich auch viele Feinde – Eisner und Landauer werden ermordet, Mühsam und Toller zu langen Haftstrafen verurteilt. Die Ausstellung präsentiert zahlreiche biografische Dokumente, Manuskripte, Tagebücher, Briefe, Objekte und Fotografien, mit denen Besucherinnen und Besucher einen Einblick ins Leben der vier Schriftsteller erhalten. Die Ausstellung wird durch ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm begleitet. Die Ausstellung ist Montag bis Mittwoch sowie Freitag von 9.30 – 17.30 Uhr geöffnet, Donnerstag von 12.00 – 19.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr; der Eintritt ist frei. 

Screenshot des Projekts auf br.de

Messenger-Projekt

Ich, Eisner! 100 Jahre Revolution in Bayern

vom 14.10.2018 | bis zum 21.02.2019

Bei "Ich, Eisner! 100 Jahre Revolution in Bayern" handelt es sich um ein Storytelling-Projekt des Bayerischen Rundfunks. Über die Nachrichtendienste WhatsApp, Telegram und Instagram werden mehrfach die Woche Informationen zu Ereignissen der Novemberrevolution verschickt, die Abonnentinnen und Abonnenten auf ihren Handys empfangen können – jeweils am 100. Jahrestag dieser Ereignisse. "Absender" der Nachrichten ist Kurt Eisner, Anführer der Revolution 1918 und erster Ministerpräsident Bayerns. Leserinnen und Leser erhalten einen detaillierten Einblick in die Revolution 1918/19 aus Eisners Perspektive; einige Nachrichten beinhalten darüber hinaus Audio-, Video- und Bildmaterial. Der Inhalt der Nachrichten ist extrem vielseitig und orientiert sich eng an Originaltexten wie Zeitzeugenberichten, Protokollen der Ministerratssitzungen sowie Eisners eigenen Texten und Reden. Die erste Nachricht wurde am 14. Oktober 2018 verschickt, dem Jahrestag von Eisners Entlassung aus der Haft in Stadelheim. Bis zu seiner Ermordung im Februar 1919 wird sich Eisner täglich zu Wort melden. Alle bisher verschickten Nachrichten können online eingesehen werden. Die wichtigsten Personen der Revolution und die wichtigsten Begriffe werden in einem online verfügbaren Glossar erklärt.  

Logo des DHI Moskau

Konferenz

Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy

vom 27.05.2019 | bis zum 28.05.2019

Vom 27. bis zum 28. Mai 2019 findet  am Deutschen Historischen Institut Moskau die Konferenz “Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy” statt. Der Titel “Vse idet po planu” (russisch für “Alles läuft nach Plan?”) beinhaltet bereits die zentrale Fragestellung, der sich die Konferenz widmet. Die sowjetische Wirtschaftsgeschichte wird in der Regel als eine Geschichte der Planwirtschaft verstanden. Diese Sichtweise impliziert meistens eine Wertung der sowjetischen Ökonomie als ineffizient und inflexibel und sieht in dieser den Hauptgrund für den Kollaps der Sowjetunion. Doch der Fokus auf “den Plan” als konstituierendes Element der sowjetischen Wirtschaft lässt andere Aspekte außer Acht. Zum Beispiel, dass Pläne regelmäßig den wirtschaftlichen Realitäten angepasst wurden und somit nicht dem gängigen Bild eines inflexiblen, der wirtschaftlichen Entwicklung hinderlichen, Elementes, entsprechen müssen. Ebenso kann eine ausschließliche Fokussierung auf den Plan keine Erklärungen für die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik liefern. Die Konferenz setzt sich zum Ziel, neue Kategorien zur Analyse der Wirtschaft der poststalinistischen Sowjetuinion zu entwickeln. Konferenzsprachen sind Russisch und Englisch. 

Screenshot von maoistlegacy.uni-freiburg.de

Konferenz

Transitional Justice without Transition? Redressing Past Injustices under State Socialism

vom 21.02.2019 | bis zum 23.02.2019

Vom 21. bis zum 23. Februar 2019 findet in Freiburg die Konferenz  "Transitional Justice without Transition? Redressing Past Injustices under State Socialism" statt. Das Konzept der "transitional justice" beschreibt eine Vielzahl juristischer sowie nicht-juristischer staatlicher Maßnahmen, die der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes nach dem Auftreten gewaltsamer Konflikte oder staatlicher Verbrechen dienen sollen. Das Ziel des Ansatzes besteht also darin, Untersrückungs- und Gewalterfahrungen institutionell aufzuarbeiten. Dementsprechend lag der Forschung in diesem Bereich oft die Annehme zu Grunde, dass transitional justice Mechanismen den Übergang von einem totalitären hin zu einem freiheitlich-demokratischen Regime markierten. Dieser Annahme setzt die Konferenz entgegen, dass solche transtional justice Mechanismen eben auch in nicht-demokratischen Staaten stattfinden können; Beispiele hierfür sind die Entstalinierungs-Prozesse in der Sowjetunion nach 1953 oder die Entwicklungen in der Volkrepublik China nach Maos Tod 1976, als eine große Zahl vormals Verurteilten rehabilitiert wurde. Die Funktionen und Prozesse solcher Instanzen von transitional justice sollen im Zuge der Konferenz analysiert werden. Die Konferenz ist Bestandteil des Forschungsprojekts "The Maoist Legacy" am Institut für Sinologie der Universität Freiburg. 

Konferenz

Revolution und Räterepublik in München

vom 25.01.2019 | bis zum 27.01.2019 | Evangelische Akademie Tutzing in Zusammenarbeit mit der Bayrischen Landeszentrale für politische Bildung

Vom 25. bis zum 27. Januar 2019 findet an der Evangelischen Akademie Tutzing die Konferenz "Revolution und Räterepublik in München" statt. Die Konferenz nimmt den 100. Jahrestag der Revolution zum Anlass die Ereignisse von München nachzuspüren und ihre Folgen zu beleuchten. Die Ereignisse verliefen besonders in Bayern dramatisch, konnte sich eine neue Ordnung aber nicht etablieren. Die Revolution scheiterte u.a. an mangelnder politischer Unterstützung und der Schwierigkeit Vertrauen von der Nachkriegsgesellschaft zu gewinnen. Daher soll insbesondere in den Blick genommen werden, wie die Menschen diese Umbruchsepoche erlebt haben. Das Axensprung Theater aus Hamburg gastiert dazu mit seinem Theaterstück "Revolution?!", das ein vielschichtiges Porträt der Nachkriegsgesellschaft an der Nahtstelle zwischen dem Zusammenbruch des Kaiserreichs und dem Anfang der Weimarer Republik zeichnet. Studierende der Geschichts- und Politikwissenschaften richten bitte ein kurzes Motivationsschreiben an uns und können dann einen Tagungsplatz zum Preis von 50 Euro (inkl. Verpflegung/Übernachtung) erhalten. Anmeldeschluss: 18. Januar 2019    

Logo: Themenwinter: 100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19

Ausstellung | Veranstaltungsreihe

Themenwinter: 100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19

vom 09.11.2018 | bis zum 18.03.2019

Die Jahre 1918/19 waren eine Zeitspanne mit weltgeschichtlicher Bedeutung. Die Novemberrevolution in der Endphase des Ersten Weltkriegs führte zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und zur Ausrufung der Republik am 9. November 1918 in Berlin. Kurz darauf wurde am 11. November durch den Waffenstillstand von Compiègne das Ende des Ersten Weltkriegs besiegelt. Diese Ereignisse bildeten den Grundstein für die Schaffung der ersten deutschen parlamentarischen Demokratie, der Weimarer Republik. Die Auswirkungen dieser Geschehnisse reichten weit über die Stadtgrenzen Berlins hinaus, aber prägten auch die Stadtgeschichte selbst nachhaltig. 2018 jähren sich diese historisch bedeutsamen Ereignisse zum 100. Mal. Passend zum Jubiläumsjahr wurde von „Kulturprojekte Berlin“ das Projekt „100 Jahre Revolution. Berlin 1918/19“ ins Leben gerufen. Ziel des Projektes, das in Kooperation mit verschiedenen Partnern in Berlin realisiert wird, ist es, an diese weltgeschichtlichen Ereignisse zu erinnern und an gegenwärtige politische Debatten anzuknüpfen. Das Projekt sieht die Einrichtung eines Themenwinters vor, der mittels umfangreicher Veranstaltungs- und Ausstellungsreihen umgesetzt wird. Ziel des Themenwinter ist einerseits die Vermittlung von historischem Wissen und andererseits die Relevanz der Auseinandersetzung mit diesen Ereignissen herauszukristallisieren und zu betonen. Das Projektprogramm ist in sieben Programmpunkte gegliedert, die jeweils einem der wichtigsten Ereignisse von 1918/19 in Bezug auf den Verlauf und die Ergebnisse der Revolution entsprechen. In der Weimarer Reichsverfassung wurden erstmals in der deutschen Geschichte bürgerliche Freiheitsrechte verankert. Auf diese wesentliche Leistung der Revolution will das Projekt besonders Bezug nehmen. Aus diesem Grund nimmt der Themenwinter unter anderem die Bereiche Versammlungsfreiheit, Politische Mitbestimmung, Demokratie, Selbstbestimmung, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit besonders in den Blick. Das Projekt läuft vom 09.11.2018 bis zum 18.03.2019.  

Ankündigung der Sonderausstellung

Sonderausstellung

„Es lebe das Neue!“? Rastatt in der Weimarer Republik – Ein Stück Demokratiegeschichte

vom 18.05.2018 | bis zum 03.02.2019

Die Novemberrevolution 1918/19 in der Endphase des Ersten Weltkriegs bedeutete nicht nur das Ende des Krieges, sondern führte auch zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich. Erstmals war die Gründung einer parlamentarischen Demokratie, der Weimarer Republik, möglich. Diese Entwicklungen brachten für die ehemalige Grenz- und Garnisonsstadt Rastatt tiefgreifende Änderungen mit sich. Durch die Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges und den Sturz der Monarchie entstand ein tiefer Einschnitt im gesellschaftlichen Leben der Stadt, sowie im Stadtbild selbst. Rastatt als Grenz- und Garnisonsstadt musste entmilitarisiert werden und litt wirtschaftlich durch das Handelsembargo mit dem Elsass. Trotz der schlechten wirtschaftlichen Situation, der großen Wohnungsnot und der Arbeitslosigkeit war die Moderne der 1920er-Jahre greifbar und es entstand einer ein neuer Stadtteil im Stil einer Gartenstadt. Obwohl die wirtschaftliche Situation schlecht war, besaß Rastatt trotzdem einen aktiven Gewerbeverein und die Stadt bemühte sich das gesellschaftliche Leben durch neue Kinos, ein umfassendes Unterhaltungsprogramm und neu gegründete Vereine zu bereichern. Rastatts liberaler Bürgermeister August Renner war bestrebt, die Reformen Friedrich Eberts umzusetzen. Die Ausstellung „Es lebe das Neue!“? Rastatt in der Weimarer Republik – Ein Stück Demokratiegeschichte im Stadtmuseum Rastatt beleuchtet das Stadtgeschehen von 1918 bis 1933 und arbeitet dadurch ein bis dato noch recht unerforschtes Stück Stadtgeschichte auf. Interaktive Stationen verdeutlichen den Wandel und die Entwicklungen der Stadt während der Weimarer Republik und machen diese Zeit für die Besuchenden greifbar und anschaulich. Der Rundgang durch die Ausstellung wird durch einen kostenfreien Audioguide ergänzt, der zu den einzelnen Stationen Zusatzinformationen liefert. Zu sehen ist die Ausstellung vom 17. Mai 2018 bis zum 3. Februar 2019 im Stadtmuseum Rastatt. Besucher können von Donnerstag bis Samstag von 12:00 bis 17:00 Uhr und sonntags oder an Feiertagen von 11:00 bis 17:00 Uhr die Ausstellung besuchen. Gleichzeitig ist das Stadtmuseum mit der Ausstellung am länderübergreifenden Kooperationsprojekt „Netzwerk Museen“ beteiligt. Das gemeinsame Thema 2018/19 lautet „Zeitenwende 1918/19 Le tournant“. Das Netzwerk umfasst insgesamt über 20 Museen in Frankreich, Deutschland und der Schweiz.  

Logo der Christian-Albrechts-Universität Kiel

Konferenz

Disability in Socialist Societies

vom 24.05.2019 | bis zum 26.05.2019

Vom 24. bis zum 25. Mai 2019 findet an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Konferenz „Disability in Socialist Societies“ statt, die sich auf die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderung in sozialistischen Staaten fokussiert. Mit dieser Ausrichtung erhoffen sich die Veranstalter neue Perspektiven auf strukturelle Spezifika sowohl des Sozialismus‘ als auch der Leben von Menschen mit Behinderung. Die Tagung will bestehende Forschungsansätze zusammenbringen, Konzepte diskutieren, die verwendeten Terminologien und Methoden auf den Prüfstand stellen und neue Forschungsfragen entwickeln. Besonders willkommen sind Beiträge, die einen vergleichenden Ansatz verfolgen, der es erlaubt sowohl die Besonderheiten des Lebens mit Behinderung in einer sozialistischen Gesellschaft zu analysieren als auch die Unterschiede diesbezüglich innerhalb der einzelnen Staaten und Gebiete des sogenannten sozialistischen Blocks.

Screenshot von zzf-potsdam.de

Konferenz

Sozialismus als Erfahrung und Erinnerung. Junge Forschung im etablierten Feld

vom 21.02.2019 | bis zum 22.02.2019

Vom 21. bis zum 22. Februar 2019 findet am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam das 16. Potsdamer Doktorand_innen Forum zur Zeitgeschichte statt. Die Veranstaltung steht unter dem Titel "Sozialismus als Erfahrung und Erinnerung. Junge Forschung im etablierten Feld". Das 30. Jubiläum der Friedlichen Revolution von 1989 ist ein Anlass für die Konferenz. Von diesem Ausgangspunkt stellt die Konferenz die Frage, in wie weit gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemwechsel 1989/90 durch den Sozialismus vorbestimmt waren. Die Tagung behandelt die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein. Der Schwerpunkt soll auf Analysen liegen, die auf Begriffen des Erfahrens und des Erinnerns basieren, zum Beispiel in den Themenfeldern Experiencing Socialism; Doing Socialsm; Feeling Socialism und Remembering Socialism angeregt. Die Konferenzsprache ist Deutsch; Referate können auch auf Englisch gehalten werden.

Screenshot zur Ausstellung von stadtmuseum.de

Sonderausstellung

Berlin 18/19. Das lange Leben der Novemberrevolution, Märkisches Museum, Berlin

vom 23.11.2018 | bis zum 19.05.2019

Vom 23. November 2018 bis zum 19. Mai 2019 ist im Märkischen Museum Berlin die Ausstellung "Berlin 18/19. Das lange Leben der Novemberrevolution" zu sehen. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung und Hintergründe wichtiger Ereignisse in diesem Zeitraum nach: Welche Vorgeschichte hatte der Januaraufstand – auch Spartakusaufstand genannt – 1919, während dessen Verlauf über 150 Menschen ums Leben kamen, die bekanntesten unter ihnen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht? Was geschah während der sogenannten Märzkämpfe, bei denen 1919 mehr als 1200 Menschen starben und ganze Stadtviertel Berlins zu bürgerkriegsähnlichen Gebieten machten? Neben der Darstellung dieser großen Ereignisse spürt die Ausstellung aber ebenso dem Alltäglichen im Revolutionären nach – wie gestaltete sich der Alltag der Berlinerinnen und Berliner in diesen ereignisreichen Monaten? Mit multimedialen Präsentationen sowie einer diversen Auswahl an Artefakten unternimmt die Ausstellung Antwortversuche. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. 

Screenshot von visitberlin.de

Ausstellungen

Die Revolution in Berlin 1918/19. Fotografie, Film, Musik, Alltag, Museum für Fotografie, Berlin

vom 09.11.2018 | bis zum 03.03.2019

Vom 9. November 2018 bis zu 3. März 2019 findet im Museum für Fotografie Berlin die Ausstellung "Die Revolution in Berlin 1918/19. Fotografie, Film, Musik, Alltag" statt. Die Ausstellung versammelt Bildmaterial in Form von Fotografien aber auch Filmen, welche im Winter 1918/19 in Berlin entstanden sind. Sowohl denjenigen Aspekten des Berliner Lebens, das von den revolutionären Ereignissen unbeeinflusst wurde, als auch denjenigen, die stark von ihnen geprägt wurden, biete die Ausstellung dabei Platz. Darüber hinaus bietet die Ausstellung durch den Einbezug von Unterhaltungsmusik als wichtiges Medium des Revolutionswinters eine bislang oft vernachlässigte Perspektive auf die Ereignisse des Jahres 1918/19. Das Datum der Ausstellungseröffnung markiert den 100. Geburtstag der doppelten Ausrufung der Republik durch Karl Liebknecht und Philipp Scheidemann, die nach teils blutigen Auseinandersetzungen das endgültige Ende der Monarchie in Deutschland markierte und schließlich in der Gründung der Weimarer Republik münden würde. Die Ausstellung geht dabei über eine schlichte Präsentation des Materials hinaus und stellt die Frage, welche Rolle Bildern bei der Vermittlung von Informationen zukommt.

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919: Ankündigung der Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, Screenshot von der Website

Sonderausstellung

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919, Museum für Hamburgische Geschichte

vom 25.04.2018 | bis zum 25.02.2019

Als eines der größten stadthistorischen Museen Europas, zeigt das Museum für Hamburgische Geschichte die vielfältige Entwicklungsgeschichte der Stadt Hamburg von ihren Anfängen um 800 bis zur Gegenwart. Die Revolution von 1918/19 markiert dabei eines der wichtigsten Ereignisse in der Hansestadt und steht nicht nur für den Beginn einer modernen demokratischen Ordnung des Stadtstaates, sondern stellt zugleich einen der frühen historischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Hamburg dar: An den Fronten des Ersten Weltkriegs schwiegen die Waffen, der Kaiser und die deutschen Bundesfürsten dankten ab. Soldaten und Arbeiter erzwangen den Beginn der ersten demokratischen Republik in Deutschland. In Hamburg kam es zu Demonstrationen, Straßenkämpfen und heftigen politischen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern des Umbruchs, die auch 1919 anhielten. Zugleich lebten viele Menschen in größter Not. Die Ausstellung fokussiert nicht nur die Revolution in Hamburg selbst, sondern zeigt auch die Abläufe auf dem Weg in die erste demokratische Stadtverfassung und ermöglicht die vergleichende Auseinandersetzung mit historischen und gegenwärtigen demokratischen Konfliktlösungsstrategien.