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Cover des Ausstellungs-Flyers

Sonderausstellung

1917. Revolution. Russland und Europa

vom 18.10.2017 | bis zum 15.04.2018

Die Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ im Deutschen Historischen Museum thematisiert die Russische Revolution und deren komplexe und vielfältige Folgen für Europa. Die revolutionären Ereignisse und der fünf Jahre wütende Bürgerkrieg in Russland führten zur Errichtung eines neuen Systems, das neue Formen in allen Bereichen der Gesellschaft herbeiführte und das gesamte 20. Jahrhundert prägte. Von Beginn an war der Kommunismus aber auch mit politischen Gegenbewegungen konfrontiert, die mit Terror gewaltsam unterdrückt wurden. Nach den politisch-gesellschaftlichen Umwälzungen wurde der russische Kommunismus als Gegensatz zur parlamentarisch-demokratischen Entwicklung vieler europäischer Staaten wahrgenommen. Zum 100. Jahrestag der Revolution wirft die Sonderausstellung des DHM einen Blick auf die Geschichte und Gegenwartsbezüge der Russischen Revolution. Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Landesmuseum Zürich entstanden. Es finden zwei separate Ausstellungen statt, die jedoch durch ein gemeinsames Kapitel und einen gemeinsamen Katalog miteinander verbunden sind. Den Flyer zur Ausstellung können Sie online einsehen.

Logo der Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen

Call for Papers

Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext

bis zum 15.01.2018

Die Gemeinsame Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen lädt interessierte Historikerinnen und Historiker ein, Vortragsvorschläge für das am 5./6. Juli 2018 in München stattfindende deutsch-russische Kolloquium zum Thema „Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext“ einzureichen. Das Kolloquium setzt sich zum Ziel die Novemberevolution als Teil einer Reihe revolutionärer Umstürze in Ost- und Mitteleuropa von 1917 bis 1921 zu betrachten. Insbesondere die Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte zwischen Deutschland und Russland und die Folgen der Novemberevolution stehen im Fokus. Weitere möglicherweise anzusprechende Aspekte sind die Wechselwirkungen und gegenseitige Bezüge der Außen- oder Parteipolitik, der ideologischen Perzeptionen, kultureller Austauschprozesse, ökonomischer Entwicklungen und der Kriegsfolgenbewältigung im Spannungsfeld von individuellen Erfahrungen, Realgeschichte und Erinnerungskultur. Interessierte werden gebeten, ein Exposé (ca. 3.500 Zeichen) zusammen mit einem Lebenslauf (als PDF-Datei) bis zum 15. Januar 2018 an die wissenschaftliche Koordinatorin der Kommission, Dr. Yuliya von Saal, zu senden. Die Beiträge der Tagung werden in den „Mitteilungen/Сообщения“ der Deutsch-Russischen Historikerkommission auf Deutsch und Russisch publiziert.

Tagung | Call for Papers

"Alles, was ich weiß, ist, daß ich kein Marxist bin!"

vom 23.04.2018 | bis zum 25.04.2018

Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise erfährt Karl Marx eine fast schon erstaunliche Renaissance, doch der Bezug auf ihn und sein Werk erfolgt in der heutigen Zeit eher ikonographisch als analytisch. Statt ihn als Denker ernst zu nehmen, seinen Begriffen neu auf den Grund zu gehen und die von ihm formulierte Kritik der historisch-politischen Entwicklungen auf analytische Schärfe, Triftigkeit wie auch Zeitgemäßheit zu überprüfen, wird die Auseinandersetzung mit dem Marx'schen Werk dem Denker selbst nur selten gerecht. Aufgrund dessen wird auf der geplanten wissenschaftlichen Tagung der Promovierenden der Hans-Böckler-Stiftung das Marx'sche Werk samt der begleitenden Kontroversen ins Zentrum gerückt. Auch bisher wenig beachtete und in Vergessenheit geratene historische und journalistische Arbeiten von Marx sollen dabei Aufmerksamkeit erfahren. Die Marx'sche Theorie soll hierbei ins Verhältnis zu den Interpretationen gesetzt werden, die sie in den letzten zwei Jahrhunderten erfuhr und darüber hinaus Marx Kritik der politischen Ökonomie auf ihre Aktualität hin befragt werden.Die Tagung dient in erster Linie als Plattform für Promovierende aller Begabtenförderwerke und (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen aller Disziplinen, die zum Marx'schen Werk und/oder Marxismus, sowie den sich daraus ergebenden Problemstellungen forschen. Präsentationen von laufenden Dissertations- oder Forschungsvorhaben sind möglich und erwünscht. Für die Teilnahme wird um Zusendung eines Abstracts (maximal 500 Wörter) und eines kurzen wissenschaftlichen Lebenslaufes bis zum 19. November 2017 an WT2018@boeckler.de gebeten.

Screenshot des Flyers zur Ausstellung Parapolitik: Kulturelle Freiheit und Kalter Krieg im HKW Berlin

Ausstellung | Konferenz

Parapolitik: Kulturelle Freiheit und Kalter Krieg

vom 03.11.2017 | bis zum 08.01.2018

Vom 3. November 2017 bis zum 8. Januar 2018 zeigt das Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) die Ausstellung "Parapolitik: Kulturelle Freiheit und Kalter Krieg". Begleitend hierzu findet am 15. und 16. Dezember im HKW die Konferenz "Freedom in the Bush of Ghosts" statt, welche sich wie die Ausstellung mit dem vorpolitischen der Kalten Krieg Ära beschäftigt. Die von Anselm Franke, Nida Ghouse, Paz Guevara und Antonia Majaca kuratierte Ausstellung wirft einen Blick auf die globale Dimension von Kulturpolitik in der Ära der großen Blockauseinandersetzung. Es werden die Konfliktlinien globaler Gegenwartskunst auf die politischen und ästhetischen Interventionen und Diskussionen in der Kunst und Kultur während des Kalten Krieges zurückgeführt. Die Ausstellung zeigt, dass die ideologischen Grundlagen der Konflikte in Politik und Ästhetik auf die enge Verzahnung dieser Bereiche während des Kalten Krieges zurückzuführen sind. Mit diesem ideologischen Vermächtnis für die Gegenwart werden sich Künstler, Künstlerinnen, Historiker und Historikerinnen auf der Konferenz im Dezember kritisch auseinandersetzen. Essays und Bildmaterial erscheinen im Frühjahr 2018 in einer Publikation. Ein Besuch der Ausstellung kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Über das umfangreiche Begleitprogramm informieren sie sich bitte hier.

Ankündigung der Ringvorlesung: Revolution als Prozess. Das Jahr 1917 und seine Folgen, Screenshot von der Website der Universität Hamburg.

Ringvorlesung

Revolution als Prozess. Das Jahr 1917 und seine Folgen.

vom 18.10.2017 | bis zum 31.01.2018

Auch 100 Jahre nach dem Ausbruch der Russischen Revolution ist spürbar, dass die Oktoberrevolution nicht nur Russland, sondern auch Europa und die Welt tiefgreifend verändert und das letzte Jahrhundert nachhaltig geprägt hat. Anlässlich des Zentenarium will sich die Universität Hamburg in Form der Ringvorlesung im Wintersemester mit dem revolutionären Ereignis des Jahres 1917 und seinen Folgen aus der Perspektive verschiedener Fächer wie Geschichte, Slavistik, aber auch Literatur-, Kunst- und Musikwissenschaft auseinander setzen. In ihren Beiträgen widmen sich die Vortragenden nicht nur dem Revolutionsjahr 1917 und der Revolution an sich, sondern auch den Prozessen, die sie in Gang gesetzt haben. Sie untersuchen verschiedene Aspekte der Revolution, sowie ihre langanhaltenden kulturellen Auswirkungen in den Bereichen Sprache, Literatur, Massenkultur und Musik. Des Weiteren wird ein Blick auf verschiedene Aspekte der Revolution jenseits der Zentren in Zentralasien, im Kaukasus, im Baltikum und im Hohen Norden geworfen und das Nachleben der Revolution in der aktuellen Kultur analysiert.Die Ringvorlesung findet im Wintersemester 2017/18, Mittwochs von 16:15 - 17.45, in der Edmund-Siemers-Allee 1, Flügelbau West, Raum 221, statt.

Veranstaltungsreihe: Russland-Komplex, Screenshot vom Cover des Programmhefts

VHS-Kurs | Veranstaltungsreihe

Russland-Komplex

vom 25.09.2017 | bis zum 27.02.2018

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, widmet sich die Münchner Volkshochschule der Auseinandersetzung mit der historischen Zäsur von 1917 und ihren Folgen.In diesem Rahmen finden von September 2017 bis Februar 2018 rund 250 verschiedene Veranstaltungen statt, die sich mit russischer Geschichte, Politik, Kultur und Sprache beschäftigen und dazu einladen, Russland wieder, neu und anders zu entdecken.  100 Jahre nach der Russischen Revolution und 25 Jahre nach dem Ende der UdSSR, liegt der Fokus deutlich auf der Zeit der Russischen Revolution und ihrer Vorgeschichte, ihren Akteuren und Ideologien, den Hoffnungen, die sich mit dem Ende des Zarenreiches verbanden und den verbrecherischen Dimensionen und verheerenden Folgen der revolutionären Epoche – nicht zuletzt auf der Errichtung einer bolschewistischen Diktatur. Russland als der "große Nachbar im Osten", war in den vergangenen hundert Jahren Feind, Verbündeter und Partner Deutschlands. Das Leben in der Sowjetunion, insbesondere im Stalinismus, wird bei den Veranstaltungen ebenso thematisiert wie die Beschäftigung mit dem heutigen Russland und trägt dazu bei, dass wir uns heute bei der Auseinandersetzung mit der historischen Zäsur von 1917 und ihren Folgen besser „zurechtfinden".

Logo der Staatlichen Museen zu Berlin

Ausstellung

Arbeiten in Geschichte. Zeitgenössische chinesische Fotografie und die Kulturrevolution

vom 18.08.2017 | bis zum 07.01.2018

Während der chinesischen Kulturrevolution ist die Fotografie ein wichtiges Propagandainstrument. Doch auch auf die aktuelle chinesische Fotografie- und Kunstszene hat Maos Kulturrevolution der Jahre 1966 bis 1976 noch Auswirkungen. Das zeigt die Ausstellung "Arbeiten in Geschichte. Zeitgenössische chinesische Fotografie und die Kulturrevolution" im Museum für Fotografie in Berlin. Ein Teil der Ausstellung ist historischen Bildern und den Hinterlassenschaften der Kulturrevolution gewidmet. Einige Arbeiten setzen sich mit dem Personenkult um Mao Zedong und andere Parteikader auseinander, mit Zensur und Fotomontage im China der 1960er- und 1970er-Jahre, andere sind Fotografien von Monumenten der Kulturrevolution, wie zum Beispiel Versammlungshallen und Parteizentralen. Den größten Teil der Ausstellung machen jedoch zeitgenössische Werke aus. Videoinstallationen, Fotoskulpturen und großformatige Fotografien untersuchen beispielsweise individuelle Biografien oder den heutigen sowie den damaligen Gebrauch von Passfotos und Gruppenporträts.

Werbebanner der Ausstellung „Das Kapital“

Sonderausstellung

Das Kapital

vom 06.09.2017 | bis zum 04.03.2018

Das Kapital von Karl Marx wurde vor 150 Jahren in Hamburg erstveröffentlicht. Dies nimmt das Museum der Arbeit in Hamburg zum Anlass für eine Ausstellung zur Geschichte und Aktualität des Werkes. Sie gliedert sich in drei Themenbereiche: Zeit der Entstehung, Rezeption im 20. Jahrhundert und Verteilung von Armut und Reichtum zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Der kuratorische Ansatz der Ausstellung ist es, einen assoziativen und partizipativen jedoch weniger akademischen Zugang zu Das Kapital zu ermöglichen. Marx’ Maxime, die Welt nicht nur zu interpretieren, sondern sie zu verändern, folgend, versucht das Museum der Arbeit, gesellschaftspolitische Fragen zu eröffnen – beispielsweise: „Führt der Kapitalismus zu Freiheit und Wohlstand oder zu Unterdrückung, Ausbeutung und Krise?“ (Vgl. museum-der-arbeit.de). Diese Einladung zur Diskussion ist essentieller Teil des Ausstellungskonzeptes und wird zudem ergänzt durch das Rahmenprogramm, welches zum Beispiel ein Gespräch mit Matthias Greffrath (Autor Wandel ohne Wachstum) und Katja Karger, der Vorsitzenden des DGB, beinhaltet. Die Ausstellung wurde kuratiert von Joachim Baur (Die Exponauten. Ausstellungen et cetera, Berlin) und die Ausstellungsgestaltung stammt von Holzer Kobler Architekturen.

Screenshot der Ankündigung

Call for Papers

Workers beyond Socialist Glorification and Post-Socialist Disavowal: New Perspectives on Eastern European Labour History

bis zum 15.01.2018

An der Universität Wien findet vom 24.-27. Mai 2018 die Konferenz „Workers beyond Socialist Glorification and Post-Socialist Disavowal: New Perspectives on Eastern European Labour History” statt. Anlass sind neue historische Studien, die die glorifizierte Stellung der Arbeit im Staatssozialismus und die historiografischen Klischees osteuropäischer Arbeiter in Frage stellen. Die Konferenz versteht sich als Versammlung von zeithistorischen Forschungsinitiativen, die sich mit der Geschichte der Arbeit beschäftigen. Durch einen Austausch von Arbeitspraktiken und Kenntnissen soll ein gemeinsamer Wissensstand erarbeitet werden. Neben der Beschäftigung mit dem bestehenden Forschungsstand sollen aktuelle Studien präsentiert und diskutiert werden. Der Fokus der Konferenz liegt auf den sozialistischen Staaten Ost-, Mittel- und Südosteuropas; Beiträge, die sich auf die Geschichte der Arbeit jenseits dieser räumlichen und zeitlichen Eingrenzung beziehen, sind jedoch ebenfalls willkommen. Sie finden eine Liste der vorgeschlagenen Themen in der Ankündigung.Die Veranstalter bitten um Einsendung von Abstracts (250-500 Wörter) und eines Kurzlebenslaufs an EastLabour@gmail.com bis zum 15. Januar 2018. Die Konferenzsprache ist Englisch. Reise- und Unterkunftskosten können nicht übernommen werden.

Logo des Deutschen Historischen Instituts

Veranstaltungsreihe

Das Ende des Krieges: Frankreich, Deutschland und Europa (1917‒1923)

vom 21.11.2017 | bis zum 08.11.2018

Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) und die Mission du Centenaire de la Première Guerre mondiale organisieren eine monatlich stattfindende Vortragsreihe mit dem Titel „Das Ende des Krieges: Frankreich, Deutschland und Europa (1917‒1923)“. Die am DHIP stattfindenden Vorträge thematisieren diverse Aspekte der Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Der Waffenstillstand von Compiègne beendete offiziell die Kampfhandlungen, war aber gleichzeitig der Beginn von langwierigen Friedensverhandlungen. Parallel kam es zu Phasen revolutionärer Spannungen und einer Kontinuität der Gewalt. Die europäischen Gesellschaften strebten nach der Bewältigung der ökonomischen, politischen und sozialen Folgen des Krieges und entwickelten ein zum Teil widersprüchliches Gedenken an die vorangegangenen Jahre. Während überall in Europa die Nationen hohe Opfer- Gefallenenzahlen zu verzeichnen hatten, bedeutete das Ende des Krieges in Deutschland und Frankreich aber auch den Beginn einer neuen politischen und sozialen Ära. Die Vorlesungsreihe findet am Deutschen Historischen Institut in Paris statt. Die Ankündigung der Veranstalter verzeichnet die Titel der Vorträge bis zum 15. Mai 2018.

Logo der Ruhr-Universität Bochum

Veranstaltungsreihe

Albträume vom Roten Oktober

vom 27.10.2017 | bis zum 07.02.2018

Das Institut für Deutschlandforschung an der Ruhr-Universität Bochum führt eine Veranstaltungsreihe zum Thema 100 Jahre Kommunismus durch. Der Kommunismus hat das 20. Jahrhundert stärker und länger geprägt als die anderen Ideologien seiner Epoche. Die Veranstaltungsreihe mit Lesungen, Diskussions-, Film- und Vortragsabenden präsentiert Erinnerungen von Deutschen, die im 20. Jahrhundert in seiner sowjetischen Ausprägung mit ihm in Berührung gekommen sind: fasziniert und begeistert, schockiert und entsetzt. Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe in der Bochumer Innenstadt mit einem Überblicksvortrag von Prof. Dr. Bernd Faulenbach mit dem Titel "100 Jahre Russische Revolution. Zur Bedeutung einer Jahrhundert-Erinnerung" am 27. Oktober. Es folgen im November und Dezember drei Lesungen von Eugen Ruge, Kathrin Schmidt und Irina Liebmann mit anschließenden Autorengesprächen. Der Autor und die Autorinnen haben alle in den letzten Jahren Erfolge mit Romanen, welche deutsch-deutsche und deutsch-sowjetische Beziehungen thematisierten, gefeiert. Bevor die öffentliche Veranstaltungsreihe mit einer Bilanz ziehenden Podiumsdiskussion im Januar endet, wird am 15. Dezember der sowjetische Filmklassiker „Der Weg ins Leben“ (1931, Regie: Nikolaj Ekk) gezeigt und historisch verortet. Begleitend ist an der Ruhr-Universität Bochum ein literarisches Seminar für Februar 2018 geplant sowie ein interdisziplinärer Workshop mit dem Titel "Jenseits der Jahrestage. Praxis des kulturellen Gedächtnisses in Europa". Den Flyer zur Veranstaltungsreihe finden sie hier.

Flyer zur Ringvorlesung "Revolution verstehen"

Veranstaltungsreihe

Revolution verstehen

vom 10.10.2017 | bis zum 31.12.2017

Die Ringvorlesung im Wintersemester 2017/2018 der Abteilung für osteuropäische Geschichte der Universität Köln und dem Cologne-Bonn Centre for Central and Eastern Europe beschäftigt sich mit dem Centennial der Oktoberrevolution 1917. Vom 10. Oktober bis zum 19. Dezember erörtern und diskutieren namhafte Expertinnen und Experten Fragen nach Wirkungen und Folgen des Umsturzes in Russland und zur Geschichte von Revolutionen. In den Vorträgen wird besonders eine globale Perspektive eingenommen. So wird neben einer Vorlesung zur russischen Revolution und einer zu den Umstürzen 1989/90 ebenfalls eine Veranstaltung zur Revolution in China, eine Vorlesung zu Afrika, Kuba und Mexiko sowie ein Vortrag zur islamischen Revolution im Iran stattfinden. Beendet wird die Veranstaltungsreihe mit einer Podiumsdiskussion, welche nach der Aktualität von Revolution im lateinamerikanischen, postsowjetischen und arabischen Raum fragt. Die Veranstalter bieten mit dem Zeigen der Ausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" vom 10.10 bis 31.12 in der Universitätsbibliothek interessierten Studierenden und Vorlesungsteilnehmenden die Möglichkeit eines kulturellen Rahmenprogramms. Das komplette Vorlesungsprogramm finden sie hier.

Logo der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Sonderausstellung

Von Buchenwald nach Karaganda

vom 16.09.2017 | bis zum 31.03.2018

Sonderausstellung über Internierte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 in Kasachstan 1947 bis 1949 vom 16. September 2017 bis zum 31. März 2018 in der Gedenkstätte Buchenwald.8. Februar 1947: Am Bahnhof Buchenwald stehen mehr als 1.000 Internierte aus dem sowjetischen Speziallager Nr. 2 für einen Transport bereit. Zum Arbeitseinsatz in der Sowjetunion bestimmt, führt ihr Weg in die kasachische Stadt Karaganda. Der Transport ist ein Ausnahmefall in der Geschichte des Speziallagers Buchenwald, in dem Beschäftigungslosigkeit und strenge Isolation herrschen. Von Hunger und Krankheiten geschwächt, ist die Mehrheit der zu diesem Zeitpunkt insgesamt 15.000 dort Internierten weder transport- noch arbeitsfähig.Am 20. März 1947, nach sechswöchiger Fahrt unter schwierigen Bedingungen, erreichen 1.038 Internierte das Kriegsgefangenenlager Nr. 7099 in Karaganda. Harte Arbeit im Bergbau und auf Baustellen prägt den Alltag der Gefangenen. Nach Jahren der Ungewissheit können sie ab Ende 1947 erstmals Postkarten schreiben und so Kontakt zu ihren Angehörigen aufnehmen. Nach Gründung beider deutscher Staaten 1949 werden die meisten Internierten entlassen.70 Jahre später informiert die Sonderausstellung der Gedenkstätte Buchenwald über Geschichte und Hintergrund dieses Transportes.

Veranstaltungsreihe

The Future Remains: Revisiting Revolution

vom 01.02.2017 | bis zum 31.12.2017

Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution organisiert die Calvert 22 Foundation eine Veranstaltungsreihe zur Revolution und der Geschichtsschreibung an sich. Mit einem interdisziplinären Ansatz finden von Februar bis Dezember 2017 Veranstaltungen, Ausstellungen, und Diskussionen statt, um neue Perspektiven auf die Ereignisse von 1917 und ihre Konsequenzen zu entwickeln. Die Veranstaltung wird unterstützt vom State Hermitage Museum in Sankt Petersburg. Vom 28. bis 29. April fand darüber hinaus eine Konferenz in Kooperation mit der UCL SSEES und der Vladimir Potanin Foundation statt, die sich dem Museum nach der Revolution widmet. Zusätzlich werden im Rahmen des Veranstaltungsreihe über das The Calvert Journal digitale Inhalte wie Essays, Fotos und Sonderbeiträgen zur Verfügung stellen, die das Thema Revolution und ihre Konsequenzen auch darüber hinaus untersuchen.

Logo des Instituts für soziale Bewegungen

Call for Papers

A Period of Global Revolutions (Mid-1900s until mid-1920s). Foreshadowing the 20th century or ending a long revolutionary tradition?

bis zum 31.12.2017

Am Institut für soziale Bewegungen veranstalten Prof. Dr. Stefan Berger und Prof. Dr. Klaus Weinhauer den Young Scholars Workshop „A Period of Global Revolutions (Mid-1900s until mid-1920s). Foreshadowing the 20th century or ending a long revolutionary tradition?” Obwohl Revolutionen in nationalstaatlichen Meistererzählungen traditionell Säulen der Erzählung darstellen, hat die transnationale historische Forschung bislang eine Epoche globaler politischer Umbrüche vernachlässigt: Die Revolutionen der Jahre zwischen 1905 und der Mitte der 1920er-Jahre. Der am Institut für soziale Bewegungen stattfindende Workshop versucht deshalb, in einem vergleichenden, begriffsgeschichtlichen und transnationalen Ansatz, neue Perspektiven auf die revolutionären Umbrüche dieser Jahre zu ermöglichen. Mit einer Konzentration auf „relevante Weltregionen“ will der Workshop sich von nationalen und regionalen Narrativen befreien und die Kategorisierung der betrachteten Ereignisse als „Revolutionen“ hinterfragen.Nachwuchswissenschaftler (PhD and early Postdocs) senden bitte Ihre Abstracts (max. 1.000 Wörter) bis zum 31. Dezember 2017 an: Prof. Dr. Stefan Berger (stefan.berger@rub.de) und Prof. Dr. Klaus Weinhauer (klaus.weinhauer@uni-bielefeld.de).

Logo der Ludwig-Maximilians-Universität München

Konferenz | Call for Papers

Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses

bis zum 01.11.2018

London, 08.09.2017. Christopher Dillon vom King's College London, Christina von Hodenberg von der Queen Mary University of London, Steven Schouten von der University of Amsterdam und Kim Wünschmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München laden zur Konferenz "Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses" ein. Als Schlüsselereignis markiert die Deutsche Revolution von 1918-19 einen historischen Wendepunkt, dennoch bleibt sie oft wenig verstanden. Die Idee der Konferenz ist es, die Geschichte der deutschen Revolution neu zu bewerten, indem die Aufmerksamkeit auf die Praktiken und die Vertretung von Protagonisten außerhalb der politischen Eliten gelenkt wird. Es gilt die subjektive Dimension der Ereignisse zu betrachten und die vielfältigen Erwartungen, Erfahrungen und Antworten der Deutschen zu erforschen - egal ob jung oder alt, weiblich oder männlich, ländlich oder urban, katholisch, evangelisch oder jüdisch. Der Fokus soll unter anderem auf der Mobilisierung und gesellschaftlichen Durchdringung der Revolution, ihren Auswirkungen auf das tägliche Leben, der Zerstörung von ererbten Autoritätsmustern, der Entstehung neuer Zugehörigkeiten, Grenzen und kulturellen Ausdrucksweisen, sowie dem komplexen und umstrittenen Erbe für das Projekt der Weimarer Republik gerichtet werden. Begrüßt werden interdisziplinäre Ansätze und Beiträge, die den Zeitrahmen November 1918 bis Mai 1919 kritisieren und die deutsche Revolution in den Zusammenhang längerfristiger Entwicklungen setzen. Die Veranstalter bitten bis zum 1. November 2017 um die Zusendung eines englischsprachigen Bewerbungstextes von 350 Wörtern sowie einer kurzen biographischen Notiz an GR2018mail@gmail.com.

Plakat zur Ausstellung The Paper Revolution, Gerwin Schmidt, 2017, unter Verwendung von Werken Alexander Rodtschenkos und Gustav Klutsis‘ (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2017 für das Werk von Alexander Rodtschenko

Sonderausstellung

The Paper Revolution. Sowjetisches Grafikdesign der 1920er und 1930er Jahre

vom 08.11.2017 | bis zum 21.01.2018

Das Bröhan-Museum – Berliner Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus zeigt anlässlich des Centennials der russischen Oktoberrevolution eine Ausstellung zu Grafikdesign in den Anfangsjahren der Sowjetunion aus den Moscow Design Museums. Die Ausstellung wurde von Konstantin Akinsha und Alexandra Sankova kuratiert und entstand aus einer Kooperation zwischen dem Moscow Design Museum, dem Bröhan-Museum und dem ADAM Brussels Design Museum in Zusammenarbeit mit Ne boltai! Collection und Rodchenko and Stepanova Archive. Es werden etwa 100 Exponate von bedeutenden Künstlern und Künstlerinnen wie Alexander Rodtschenko, Warwara Stepanowa, Gustav Klutsis, Wladimir und Georgii Stenberg, El Lissitzky, Sergei Senkin, Alexei Gan, Valentina Kulagina oder Anton Lavinsky ausgestellt. Hierbei handelt es sich unter anderem um Bücher, Postkarten und Plakate. Der sowjetische Konstruktivismus als visuelle Sprache und Propagandamittel des noch jungen revolutionären Staates wird in der Ausstellung verhandelt.

Ausschnitt aus Veranstaltungsflyer: "Zwischen Utopie und Wirklichkeit: Sozialismus und Kommunismus in Lateinamerika" des Zentralinstituts für Lateinamerikastudien (ZILAS) der KU Eichstätt

Veranstaltungsreihe

Zwischen Utopie und Wirklichkeit: Sozialismus und Kommunismus in Lateinamerika

vom 25.10.2017 | bis zum 23.01.2018

Die 10. Vortragsreihe im Winter des Zentralinstituts für Lateinamerikastudien (ZILAS) der Universität Eichstätt widmet sich in Zusammenarbeit mit der Professur für Theorie und Didaktik der Geschichte im Wintersemester 2017/2018 dem Kommunismus und Sozialismus in Lateinamerika. Die thematische Bandbreite dieser Vortragsreihe unter dem Titel „Zwischen Utopie und Wirklichkeit: Sozialismus und Kommunismus in Lateinamerika“ reicht von der kubanischen Revolution, über deutsche Solidaritätsbewegungen mit linken Bewegungen und Regimen in Lateinamerika, bis hin zur Betrachtung kommunistischer Bewegungen und Regime in Kolumbien (FARC), Peru (Sendero Luminoso) und Venezuela (Chavez). Weitere Themen berühren die Wissenschaftsgeschichte, Entwicklungen in den USA, die Honeckers in Chile und das MfS in Nicaragua sowie die Erinnerung an Kommunismus und Sozialismus in Film und Literatur. Begleitend zur Vortragsreihe wird im Foyer der Sommerresidenz die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum Berlin konzipierte Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ gezeigt. Den Flyer zur Veranstaltungsreihe finden sie hier. Veranstaltungsprogramm: 25. Oktober 2017, 18:30 Uhr, KAP 010Prof. Dr. Klaus Meschkat (Hannover)Die russische Revolution von 1917 und ihr Echo in Lateinamerika08. November 2017, 18:30 Uhr, KGA 205Hannes Gießler Furlan (Leipzig)Cybersyn Das Vorhaben einer kybernetischen Planwirtschaft in Allendes Chile15. November 2017, 18:30 Uhr, KGA 205Dr. Karl-Dieter Hoffmann (Eichstätt)Die USA und Lateinamerika in der Ära des Kalten Krieges: Partner oder Vormund?22. November 2017, 18:30 Uhr, KGA 205Prof. Dr. Christine Hatzky (Hannover)Transnationale Solidarität: Die sandinistische Revolution in Nicaragua und die bundesdeutsche Solidaritätsbewegung06. Dezember 2017, 18:30 Uhr, KGA 205Prof. Dr. Fernando Barrientos (Guanajuato, Mexiko)Democracy and Political Science: The Case(s) of Latin America13. Dezember 2017, 18:30 Uhr, KGA 205Prof. Dr. Steve Ellner (Puerto La Cruz, Venezuela)The Pluses and Minuses of Twenty-First Century Socialism in Venezuela10. Januar 2018, 18:30 Uhr, KGA 205Dr. Carola Heinrich (München)Von Trauer und Hoffnung. Die Erinnerung an die Sowjetunion im kubanischen Film und Theater17. Januar 2018, 18:30 Uhr, KGA 205Dr. Sebastian Chávez Wurm (Hamburg)Zwischen Gewalt und Partizipation: Der Sendero Luminoso und die politische Linke in Peru, 1970–199223. Januar 2018, in Raum UA 141 (Universitätsallee 1)Dokumentation „Der Sturz – Honeckers Ende“ im Rahmen des alljährlichen Filmfestivals „Cine Latino“

Lenin Superman, Collage von Karel Trinkewitz, ohne Titel, o.D., Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, FSO 2-060

Veranstaltungsreihe

Kinder des Oktober - 100 Jahre Revolution und kein Ende?

vom 27.09.2017 | bis zum 01.02.2018

Mit der Oktoberrevolution 1917 begann ein neues Zeitalter: Für die einen war die Revolution Verheißung, Erlösung, Befreiung, Gerechtigkeit, Aufatmen, eine Zukunft in Freiheit und Fortschritt. Für die anderen bedeutete sie Hunger, Zerstörung, Verfolgung, Flucht, Deportation, GULag und Tod. Wenig hat das 20. Jahrhundert so sehr geprägt wie die Machtübernahme der Bolschewiki.In der Veranstaltungsreihe „Kinder des Oktober“ sollen die verschiedenen Facetten und Schicksale mehrerer Generationen von „Kindern“ und „Kindeskindern“ des gewaltsamen Umsturzes reflektiert werden: Historiker wie Karl Schlögel und Gerd Koenen stellen ihre neusten Studien vor; Zeitzeugen aus mehreren Generationen aus Ostmitteleuropa und der ehemaligen UdSSR berichten von ihren Lebenserfahrungen, von Konformität, Protest und Repression; in Spiel-, Dokumentarfilmen und einer Oper werden Alltag und Ausnahmezustand im Sozialismus verarbeitet; auf Podiumsdiskussionen wird das schwierige Erbe des Kommunismus in Ost(mittel)europa heute analysiert. Die Auseinandersetzung findet unter einem „Bremischen“ Blickwinkel statt. Die 1982 gegründete Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen steht für das Erbe des „anderen Osteuropa“ und die vielfältigen Menschenrechts- und Oppositions- Gruppen, die hinter der Fassade der scheinbar monolithischen Parteiapparate eine sehr bunte Kultur entwickelten. Die Veranstaltungsreihe wird auch das Erbe dieser „Kinder des Oktobers“ beleuchten und fragen, was aus ihm geworden ist. Veranstaltungsporgramm: Mittwoch, 27.9.2017, 20 Uhr Filmvorführung „Żydokomuna“ (Polen 2010, 75 min, OmU) und Gespräch mit der Regisseurin Anna Zawadzka (Warschau), Moderation: Magdalena WaligórskaOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 BremenEintritt: 7,50 €/4,50 € erm. Donnerstag, 26.10.2017, 20.30 UhrFilmvorführung „235 000 000 Gesichter“ (UdSSR 1967, 100 min, ohne Dialog), Einführung von Susanne SchattenbergOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 BremenEintritt: 9 Euro / 5,5 Euro erm. Montag, 6.11.2017, 17 Uhr Podiumsgespräch mit der Regisseurin Katharina Schmitt sowie den Osteuropa-Experten Susanne Schattenberg und Wolfgang Schlott zur Einführung in die Oper „Kein Mensch“ (Premiere im Theater Bremen am 7.11.)Moderation: Libuse CernaOrt: noon/ Foyer Kleines Haus, Theater Bremen, Goetheplatz 1, 28203 BremenVeranstalter: globale°- Festival für grenzüberschreitende LiteraturDer Eintritt ist frei. Dienstag, 7.11.2017, 19 UhrPremiere der Oper „Kein Mensch“ am Theater BremenMusik: Jiří Kadeřábek, Regie: Katharina Schmitt (Uraufführung Prag 2017)Ort und Veranstalter: Theater Bremen, Goetheplatz 1, 28203 BremenEintritt: 25/19/9 € Dienstag, 21.11.2017, 18.30 Uhr Buchvorstellung von Gerd Koenen: „Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“ (C.H. Beck 2017)Moderation: Susanne SchattenbergOrt: Haus der Wissenschaften, Olbers-Saal, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen  Der Eintritt ist frei. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an. Donnerstag, 23.11.2017, Doppelprogramm, Beginn 18 Uhr Filmvorführung von „Die Kommissarin“ (UdSSR 1967, 110 min, russ. OmU, s/w, Regie: Alexander Askoldov) und Dokumentarfilm „Alexander Askoldov und sein Film ‚Die Kommissarin‘“ (WDR 1997, 43 min, Regie: Heinrich Billstein), Einführung und Gespräch mit Heinrich BillsteinOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 BremenEintritt: 11 €/7,50 € erm. Dienstag, 28.11.2017, 18.30 Uhr Buchvorstellung von Karl Schlögel: „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“ (C.H. Beck 2017) Moderation: Susanne SchattenbergOrt: Bremische Bürgerschaft, Am Markt 20, 28195 BremenDer Eintritt ist frei. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an. Donnerstag, 30.11.2017, 19 UhrDas Erbe der Väter. Gespräch mit Katja Petrowskaja (Berlin) und Gassan Gussejnow (Moskau) Moderation: Ulrike Huhn Ort: Stadtbibliothek, Am Wall 201, 28195 BremenDiese Veranstaltung ist zugleich Teil der „globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur“. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an. Der Eintritt ist frei. Dienstag, 5.12.2017, 18.30 Uhr Wohin steuert die Ukraine? Zur Lage von Demokratie und Menschenrechten Moderation: Manfred ZellerOrt: Europa-Punkt Bremen, Am Markt 20, 28195 BremenDer Eintritt ist frei. Mittwoch, 6.12.2017, 10.15 - 12 Uhr „Angst vor der Freiheit" - Erlebnisse aus der Haft. Zeitzeugengespräch mit Semjon Glusman – in russischer Sprache mit Übersetzung Moderation: Manuela PutzOrt: Forschungsstelle Osteuropa, Konferenzraum im 3. OG, Klagenfurter Str. 8, 28 359 Bremen Der Eintritt ist frei. Donnerstag, 7.12.2017, 20 UhrFilmvorführung „Operation Wedding” (Lettland 2016; 63min, OmeU), Dokumentarfilm von Anat Zalmanson-Kuznetsov. Einführung durch Manuela PutzOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 BremenEintritt: 7,50 €/4,50 € erm. Dienstag, 19.12., 19.30 Uhr Buchvorstellung von Susanne Schattenberg „Leonid Breschnew. Staatsmann und Schauspieler im Schatten Stalins. Eine Biographie“ (Böhlau 2017) Ort: Buchhandlung Storm, Langenstr.11, 28195 BremenUm Anmeldung wird gebeten per e-mail an storm@storm-bremen.de oder telefonisch unter 0421-321523 Der Eintritt ist frei. Dienstag, 16.1.2018, 18.30 Uhr „The Solidarity Betrayed”. Gespräch mit Józef Pinior (Wrocław) – in englischer SpracheModeration: Jacob NuhnOrt: Europa-Punkt Bremen, Am Markt 20, 28195 BremenDer Eintritt ist frei. Donnerstag, 18.1.2018, 20 Uhr Film von Heinrich Billstein und Wolfgang Horn »Mischka, Revolutionärin, Gefangene, Dissidentin« (WRD 1990/91), anschließend Gespräch mit Heinrich BillsteinOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 Bremen  Eintritt: 7,50 €/4,50 € erm. Donnerstag, 1.2.2018, 18.30 Uhr Podiumsgespräch „Anspruch und Erbe demokratischer Revolutionen“ mit Gábor Demszky (Budapest), Irina Scherbakowa (Moskau) und Wolfgang Eichwede (Bremen/Berlin) Moderation: Alfred Eichhorn (Berlin) Ort: Haus der Wissenschaften, Olbers-Saal, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen Der Eintritt ist frei.

Cover der Ausstellung. Urheber: Gustavs Klucis, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Ausstellung

Oкнa - Fenster. Sowjetische Plakate als Fenster zum Kommunismus

vom 08.09.2017 | bis zum 30.03.2018

Anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution zeigt das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) die Ausstellung „Oкнa - Fenster. Sowjetische Plakate als Fenster zum Kommunismus“. Sie thematisiert die „Fenster“, wie sowjetrussische Propagandisten ihre meist eilig konzipierten Werke nannten. Für die Sowjetunion und ihre Nachrichtenagenturen produzierten Künstler erster Güte in einer enormen Geschwindigkeit politisch agitierende Plakate. Die Ausstellung des ZZF konzentriert sich im Jubiläumsjahr 2017 in 28 Reproduktionen auf die Geburt der Sowjetunion durch die Russische Revolution und den darauf folgenden Russischen Bürgerkrieg sowie die ersten Jahren der Industrialisierung, die in der Sowjetunion ca. 1930 einsetzte. Den Flyer zur Plakatausstellung können Sie hier als PDF betrachten.Eröffnet wird die Ausstellung am 7. September 2017 um 18 Uhr in folgenden Räumen:Zentrum für Zeithistorische Forschung PotsdamGroßer SeminarraumAm Neuen Markt 9 d14467 Potsdam

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr hat seinen Hauptsitz in der Villa Ingenheim in Potsdam, Urheber: karstenknuth, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Workshop | Call for Papers

Blicke auf die Revolution 1918/19

bis zum 15.01.2018

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam richtet im November 2018 in Zusammenarbeit mit dem Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte und dem Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg den Workshop „Blicke auf die Revolution 1918/19“ aus. Vor dem Hintergrund eines neuen Interesses an den Ereignissen vom Kieler Matrosenaufstand über die Novemberrevolution bis zum Einsatz des Militärs rufen die Organisatoren zur Einreichung von Beitragsvorschlägen bis zum 15. Januar 2018 auf. Dabei sollen die revolutionären Ereignisse in den Novembertagen 1918, die Frage nach dem Verhältnis von Peripherie und Zentrum und die Rekonstruktion der Handlungen wie Sichtweisen von Akteuren und Institutionen mit ihren Intentionen und Handlungsspielräumen betrachtet werden. Diese drei Dimensionen werden auf vier Sektionen verteilt, so dass multiperspektivisch die Realgeschichte im November 1918 in Kiel und Berlin sowie die Retrospektive, also der erinnerungskulturellen Umgang mit Meuterei und Novemberrevolution in je zwei Sektionen im Zentrum stehen. Die Referate sollen eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten. Eine Veröffentlichung als Tagungsband wird ins Auge gefasst.

Logo der Universität Genf

Workshop

Transnational Relations between Eastern Europe/USSR and the Middle East during the Cold War

vom 22.02.2018 | bis zum 23.02.2018

Die vielfältigen transnationalen Beziehungen zwischen Ost-Europa, der Sowjetunion sowie den Pendants im Nahen Osten während des Kalten Krieges haben in der Forschung jüngst eine wachsende Aufmerksamkeit erfahren. Ziel des Workshops in Genf ist es, noch einen Schritt weiter zu gehen und unter Berücksichtigung der langen Geschichte dieser Beziehungen die intensive Vernetzung dieser Regionen hervorzuheben. Dabei stehen drei Themen bzw. Fragen im Mittelpunkt.Der erste Fokus liegt auf gesellschaftlich einflussreichen Akteuren aus Wissenschaft, Presse und Handel, die sich bereits vor dem Kalten Krieg oft durch religiöse oder solidarische Netzwerke verbanden. Welche Rolle spielten die Religiosität und Solidarität noch in der Zeit des Ost-West-Konflikts? Welchen Einfluss hatten politische und wirtschaftliche Beziehungen aus der Vorkriegszeit? Wie wirkte sich das Wettrüsten auf die interregionalen Beziehungen aus? Zweitens wurden in der Perspektive der longue durée sowohl Osteuropa als auch der Nahe Osten als „Orient“ Westeuropas konstruiert. Inwiefern kann man beide Regionen als eine verknüpfte Peripherie Europas sehen? Damit verbindet sich drittens die Frage, ob die Bewegung der Blockfreien Staaten (Non-Aligned Movement, NAM) in den 1950-er und 60-er Jahren aus der Perspektive der verknüpften Peripherie neu interpretiert werden müssten. Könnte man beispielsweise die Gründung der NAM als Versuch sehen, einen vom Westen losgelösten östlich-mediterranen Raum zu schaffen?

Logo der Tate Gallery

Ausstellung

Red Star Over Russia

vom 08.11.2017 | bis zum 18.02.2018

Die Oktoberrevolution löste eine Welle an Innovationen und neuem Design in Russland aus. In den Jahren nach 1917, als Russland zur Sowjetunion wurde, bildeten diese frühen Experimente und vielfältigen Praktiken eine neue visuelle Kultur, der sich die Ausstellung im Tate Modern London, eines der größten Museen für moderne Kunst und zeitgenössische Kunst weltweit, widmet. Red Star Over Russia erforscht Kunstwerke von russischen und sowjetischen Künstlern über fünf Jahrzehnte, von der ersten Revolution von 1905 bis zum Tod von Stalin im Jahre 1953. Bislang kaum gesehene Plakate, Fotografien und andere grafische Werke aus der David King Collection - jetzt Teil von Tate – werden gezeigt, darunter die Arbeiten von El Lissitzky, Gustav Klutsis, Dmitri Moor, Alexander Deineka, Nina Vatolina und Jewgeni Khaldei.

Screenshot aus dem Programm der Schaubühne

Theaterstück

LENIN

vom 19.10.2017 | bis zum 21.01.2018

Im Jubiläumsjahr der Oktoberrevolution zeigt die Schaubühne das Theaterstück von Milo Rau und Ensemble über Wladimir Iljitsch Lenin. Es spielt 1923, sechs Jahre nach den Revolutionsereignissen und kurz nach dem Ende des Bürgerkriegs, in Lenins Landhaus. Kurz vor seinem Tod ringt Lenin im Kreis seiner Vertrauten wie Krupskaja, Trotzki und Lunatscharski geschwächt um politischen Einfluss. Der Augenblick an dem alles möglich schien ist vorüber und es zeichnen sich Entwicklungen ab, die die Revolution in Frage stellen. "1923 ist der Zeitpunkt an dem wir sagen können, der Kommunismus ist gescheitert", sagt Regisseur Milo Rau, der das Stück im Rahmen seines "International Institute of Political Murder" verortet. Dargestellt werden Schlüsselszenen am Übergang vom Leninismus zum Stalinismus. Das Stück wirft einen bilanzierenden Blick auf die Charaktere, Hoffnungen und Ereignisse dieser Jahre: "in eine Gesellschaft zwischen Aufbruch und Apathie, Revolutionssehnsucht und reaktionären Widerständen – ein Labyrinth der Hoffnungen und Ängste, der politischen Ideale und kollektiven Gewalterfahrung".

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Plakatausstellung | Veranstaltungsreihe

Der Kommunismus - Utopie und Wirklichkeit

vom 26.09.2017 | bis zum 31.01.2018

Die Volkshochschule (VHS) Osnabrück zeigt die Ausstellung Der Kommunismus in seinem Zeitalter der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vom 26. September 2017 bis 31. Januar 2018. Die Ausstellung wird von einer breit gefächerten Veranstaltungsreihe begleitet. Folgende Lesungen, Vorträge und Diskussionen werden stattfinden: Der Glaube an die Machbarkeit. Utopie, Gewalt und die kommunistische Idee formbarer Gesellschaften (Dr. Frank Wolff, 26. September), Der »kleine Mann« und die Weltrevolution. Internationalismus und Gesellschaft im frühen Sowjetstaat (Dr. Gleb J. Albert, 20. Oktober) Nordkorea: Letzte Bastion des Kommunismus? (Dr. Rainer Werning, Fr., 17. November), Die Hände meines Vaters (Irina Scherbakowa, 27. November), »Als die Karpfen fliegen lernten« Die jüngere chinesische Geschichte aus der Perspektive einer Familie (Xifan Yang, 28. November), Nicht-jüdische Juden und der Kommunismus (Dr. Željko Dragić, 9. Januar) und Vietnam. Alte Hochkultur und sozialistische Marktwirtschaft (Live-Multivision von terre des hommes, Andreas Rister, 17. Januar). Dazu bietet die VHS auf Anmeldung noch Zeitzeugengespräche für Schulklassen an. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und finden in der VHS Osnabrück statt. Das ausführliche Programm finden Sie auf der Homepage der VHS Osnabrück.

Ausschnitt aus Flyer der Veranstaltungsreihe der lkj Sachsen-Anhalt

Schülerwettbewerb

Alles nur Geschichte(n)? - Kommunismus in Sachsen-Anhalt

vom 01.09.2017 | bis zum 31.12.2017

Magdeburg, 12.07.2017. „Alles nur Geschichte(n)?! - Kommunismus in Sachsen-Anhalt“ ist ein Schülerwettbewerb der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. und soll junge Menschen dazu motivieren und befähigen, eigene lokalgeschichtlich orientierte Projekte zur Kommunismusgeschichte zu entwickeln. Projektideen können noch bis zum 31. August per Mail an steffi.buehnemann@jugend-lsa.de eingereicht werden. Um die Projekte auf den Weg zu bringen, wird den Schülern Hintergrundwissen zur Geschichte des Kommunismus vermittelt, ebenso kompetenzorientierte Methoden zur Erinnerungs- und Biografiearbeit, zu Zeitzeugengesprächen und zum Projektmanagement. Mögliche Themenfelder für Projekte sind das Alltagsleben in der DDR, der Personenkult Ernst-Thälmann, Märzkämpfe in Mitteldeutschland, Widerstand in Sachsen-Anhalt oder Kommunistinnen und Kommunisten in Freizeit, Sport und Kultur. Zum Abschluss der Reihe findet im Dezember der Jugendgeschichtstag statt, der einen Austausch und die öffentlichkeitswirksame Präsentation ermöglicht.