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Flyer der Veranstaltungsreihe

Veranstaltungsreihe

Nach dem Ende der Illusion: Was bleibt vom Kommunismus im 21. Jahrhundert?

vom 07.02.2017 | bis zum 12.12.2017

Als "Ende der Illusion" deutete der französische Historiker François Furet vor 22 Jahren den Untergang des Kommunismus. Einhundert Jahre nach der russischen Oktoberrevolution erkundet die Vortragsreihe die Nach-Wirkungen dieser Illusion auf das heutige Verständnis von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Jeder Vortrag diskutiert von einem Leitbegriff - "Revolution", "Kapitalismus", "Nation", .... - ausgehend die langfristigen Auswirkungen dieser für das 20. Jahrhundert so zentralen Ideologie und Herrschaftsform. Die Vortragsreihe wird veranstaltet vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam; dem Centre Marc Bloch Berlin und der Bundestiftung zur Aufarbeitung des SED-Diktatur, Berlin. Die Vorträge beginnen um 18.00 Uhr und finden im Veranstaltungssaal der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und im Centre Marc Bloch statt. Der Eintritt ist frei und ohne Anmeldung möglich.

Konferenz

The Ins and Outs of Socialism: Visions and Experiences of Urban Change in the Second World

vom 25.08.2017 | bis zum 27.08.2017

Die Konferenz untersucht das Profil der sozialistischen Stadt - ihre "Ins und Outs" - von Stromnetzen und Wohnungsbeständen bis hin zu Museen und Kultstätten.  Das Thema des Übergangs in den Sozialismus und daraus hinaus sowie die Errichtung und Beseitigung sozialistischer Städte dient als Einstieg in breitere Diskussionen über die Besonderheit des städtischen Wandels in der Zweiten Welt und ihre Beziehung zu ähnlichen Strömungen im globalen Norden und Süden. Die Konferenz wird insbesondere die Rolle der Städte und ihre Transformation während der Übergangsphasen untersuchen. Schwerpunkte bilden die Wendepunkte um 1939/40 und 1944/45 zur Gründung sozialistischen Blocks und des sowjetischen Westens, sowie die Schlussphase um 1989/91. Lviv wurde als Veranstaltungsort für diese Konferenz gewählt, da es einer der Hauptstandorte ist, der einige dieser Wendepunkte besonders hervorhebt.

Screenshot Ankündigung der Summerschool

Summerschool

Die Topographie imperialer Macht: der politische und kulturelle Raum St. Petersburgs

vom 05.09.2017 | bis zum 26.09.2017

In der imperialen Geschichte Russlands war St. Petersburg zwischen 1712 und 1918 als dessen Hauptstadt das Zentrum aller Institutionen, die die Legislative, Exekutive und Judikative im Staate ausübten. Die von der Higher School of Economics St. Petersburg ausgerichtete Summerschool fragt nach der Topographie des politischen und kulturellen Raumes der Hauptstadt des Russischen Kaiserreichs, die sich in den Zarenpalästen, Ministerien und Salons der Stadt manifestierte. Für die Summerschool können sich Studierende deutscher Hochschulen der Geistes- und Sozialwissenschaften aller Studiengänge bewerben, ebenso wie Studierende anderer Hochschulen, soweit sie die deutsche und englische Sprache beherrschen. Es werden keine Kenntnisse der russischen Sprache vorausgesetzt. Für die Teilnahme an der Summerschool werden Gebühren in Höhe von 1110€ erhoben. In dieser Gebühr sind die Kosten für alle Seminare und Vorträge, für den Russischunterricht, für alle Exkursionen sowie für Unterbringung inclusive Frühstück enthalten. Die von der HSE ausgewählten Bewerber/innen erhalten von der Universität eine schriftliche Zusage, mit der sie sich im Rahmen des Programms „Go East“ beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) um einen Zuschuss bewerben können.

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Lehrerweiterbildung

Kommunismus - Utopie und Wirklichkeit. Ausprägungen und Auswirkungen kommunistischer Systeme im 20. Jahrhundert

vom 12.09.2017 | bis zum 26.09.2017

Der neue hessische Lehrplan für den Geschichtsunterricht an Gymnasien sieht Unterrichtseinheiten zu dem Thema Russische Revolution und Sowjetunion unter Stalin – das kommunistische Gegenmodell vor. Daher veranstaltet das Studienseminar für Gymnasien in Fulda eine zweitägige Lehrerfortbildung. Auf ihr soll die Ausstellung Der Kommunismus in seinem Zeitalter der Bundesstiftung Aufarbeitung präsentiert werden. Am 12. September wird in einem ersten fachwissenschaftlichen Block der Autor der Ausstellung Gerd Koenen einen Vortrag, mit anschließender vertiefender Diskussion halten. In dem zweiten fachdidaktischen Block sollen Materialien zum Thema vorgestellt werden, die im Unterricht zum Einsatz kommen können. Hier sollen auch Nutzungsmöglichkeiten für die Ausstellung im Unterricht diskutiert werden. Die Fortbildung richtet sich an hessische Gymnasiallehrkräfte der Fächer Geschichte, POWI, Ethik und Philosophie. Es ist ein Unkostenbeitrag von fünf Euro zu entrichten. Anmeldungen sollen per Mail zeitnah an Frau Jana Möhrke geschickt werden (j.moehrke@t-online.de).

Konferenz

Transnational Leftism: The Comintern and the National, Colonial and Racial Questions

vom 21.09.2017 | bis zum 22.09.2017

Die Konferenz fragt, inwiefern der transnational turn eine neue Perspektive auf die Geschichte des Kommunismus und der Komintern eröffnen kann. Die Organisatoren laden internationale Fachwissenschaftler ein, über die Frage von Rasse, Nation und Imperialismus nachzudenken und die unverbundenen Geschichten einzelner kommunistischer Parteien in der Welt und in Kanada zusammenzubringen. Es soll erörtert werden, wie kohärent, konsistent und verständlich die Linie der Komintern zum Thema Nation und Rasse war und wie sie diese kommunizierte. Darüber hinaus werden die transnationalen Verflechtungen des Weltkommunismus, des Nationalismus und des Antirassismus beleuchtet. Schließlich wird dem Erbe der Komintern und ihrer Ideologie in den anti- und postkolonialen Bewegungen des 20. Jahrhunderts nachgegangen, um so die Bedeutung der Komintern für diese Epoche herauszuarbeiten.

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Veranstaltungsreihe

Der Kommunismus im 20. Jahrhundert – Geschichte und Folgen

vom 26.09.2017 | bis zum 31.01.2018

Die Volkshochschule (VHS) Osnabrück zeigt die Ausstellung Der Kommunismus in seinem Zeitalter der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vom 26. September 2017 bis 31. Januar 2018. Die Ausstellung wird von einer breit gefächerten Veranstaltungsreihe begleitet. Folgende Lesungen, Vorträge und Diskussionen werden stattfinden: Der Glaube an die Machbarkeit. Utopie, Gewalt und die kommunistische Idee formbarer Gesellschaften (Dr. Frank Wolff, 26. September), Der »kleine Mann« und die Weltrevolution. Internationalismus und Gesellschaft im frühen Sowjetstaat (Dr. Gleb J. Albert, 20. Oktober) Nordkorea: Letzte Bastion des Kommunismus? (Dr. Rainer Werning, Fr., 17. November), Die Hände meines Vaters (Irina Scherbakowa, 27. November), »Als die Karpfen fliegen lernten« Die jüngere chinesische Geschichte aus der Perspektive einer Familie (Xifan Yang, 28. November), Nicht-jüdische Juden und der Kommunismus (Dr. Željko Dragić, 9. Januar) und Vietnam. Alte Hochkultur und sozialistische Marktwirtschaft (Live-Multivision von terre des hommes, Andreas Rister, 17. Januar). Dazu bietet die VHS auf Anmeldung noch Zeitzeugengespräche für Schulklassen an. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und finden in der VHS Osnabrück statt. Das ausführliche Programm wird im August vom Veranstalter veröffentlicht.

Tagung

Die Philosophie der Russischen Revolution. Ein Rückblick nach hundert Jahren

vom 28.09.2017 | bis zum 30.09.2017

Auf der internationalen Tagung an der Ruhr-Universität Bochum soll die Russische Revolution von 1917 nicht nur als Ereignis der Weltgeschichte, sondern auch als Idee, die die Moderne intellektuell neu strukturierte, historisch betrachtet werden. Es werden Vordenker und Konzepte einbezogen, die die Voraussetzungen der Revolution schufen. Dazu gehören sowohl utopische Hoffnungen als auch apokalyptische Erwartungen an eine Revolution. Ein weiterer Schwerpunkt sollen die neuen philosophischen Institutionen und Bewegungen sein, die sich im Zuge der Revolution manifestierten. Die Tagung widmet sich auch den Konzeptualisierungen und Deutungen der Revolution insbesondere in der westeuropäischen Philosophie sowie dem intellektuellen Erbe und der Aktualität philosophischer Reflexion über die Revolution.

Tagung

Linke Zwischengruppen – vor, mit und jenseits der Neuen Linken in beiden deutschen Staaten

vom 12.10.2017 | bis zum 13.10.2017

Anlässlich des 50. Todestages von Heinrich Brandler, ein wichtiger Akteur in kommunistischen Zwischengruppen während der Weimarer Republik und im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, laden die Zeithistoriker Mario Keßler (ZZF) und Knud Andresen (FZH) nach Hamburg zu einer Tagung ein. Forschungsgegenstand sind Kontinuitäten und Diskontinuitäten von Netzwerken und Akteuren. Zentrale Frage ist, inwieweit Akteure der linken Zwischengruppen in der "neuen Linken" ab den 1960er-Jahren aufgingen. Die Tagung möchte biografische, organisatorische und ideengeschichtliche Zugänge wählen, um zu untersuchen welche politische und organisatorische Heimat die Protagonisten in Gruppen zwischen KPD und SPD der Zwischenkriegszeit in der BRD, beziehungsweise der DDR gefunden haben.

Titel der Tagung auf vorläufigem Tagungsprogramm

Konferenz

Sehnsucht nach dem „Kommunismus“? Kulturen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bei jungen Menschen in Südost- und Osteuropa und in Ostdeutschland im 21. Jahrhundert

vom 23.10.2017

Am 23. Oktober 2017 wird an der Universität Wien eine internationale und interdisziplinäre Konferenz mit dem Titel Sehnsucht nach dem „Kommunismus“? stattfinden. Die Veranstaltung wird vom Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit (19.-21. Jahrhundert) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Transformationsprozesse in Mittel-, Ost- und Südeuropa und dem Franz Vranitzky Chair for European Studies der Universität Wien organisiert. Die Konferenz ist die erste europäische Bestandsaufnahme von Erscheinungsformen wie etwa jugendlicher Neo-Stalinisten in Russland, Jugo- und Titonostalgiker in Ex-Jugoslawien oder der Antifa-Bewegung in Deutschland und will diese bedenklichen Phänomene analysieren. Methodologisch dominiert ein generationentheoretischer Ansatz. Neben einem Rahmenprogramm wird sich in drei Sektionen diesen nostalgischen Erscheinungsformen junger Menschen gewidmet. Die Panels tragen die Titel Phänomenologie und Politik der „Jugo- und Tito-Nostalgie“, Europäische und generationelle Vergleichshorizonte und Alternativen zum neoliberalen Kapitalismus der Gegenwart – hat der „Kommunismus“ doch eine Zukunft?. Informationen zur Anmeldung werden rechtzeitig auf der Website der Veranstalter veröffentlicht. Das vorläufige Tagungsprogramm finden sie rechts als PDF zum download.

Logo der Stiftung Ettersberg

Symposium

16. Internationales Symposium der Stiftung Ettersberg

vom 27.10.2017 | bis zum 28.10.2017

100 Jahre nach der Russischen Revolution fragt die Stiftung Ettersberg auf ihrem 16. Internationalen Symposium mit dem Titel „Verheißung und Bedrohung: Die Oktoberrevolution als globales Ereignis“ nach den globalen Reaktionen auf die revolutionären Prozesse in Russland im Oktober 1917.  Thematisiert werden dabei die politischen Hoffnungen und weltrevolutionären Erwartungen, aber auch die reaktionären Gegenbewegungen und ideologischen Gegenentwürfe. Dabei wird auch beachtet, dass die Revolution nicht nur die Machtsicherung der Bolschewiki um Lenin und Trotzki bedeutete; die Oktoberrevolution war ebenso die Geburtsstunde des Antibolschewismus. Dementsprechend fragt das Symposium nach der Rezeption der Revolution durch die Zeitgenossen und den politischen Implikationen. Die Tagung wird in enger Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen durchgeführt. Anmeldungen sind ab August 2017 möglich. Die Tagungsgebühr beträgt 20,00 € (ermäßigt 10,00 €). Das Symposium wird als Fortbildung für Thüringer Lehrer/innen beim ThILLM akkreditiert.

Logo der Tate Gallery

Ausstellung

Red Star Over Russia

vom 08.11.2017 | bis zum 18.02.2018

Die Oktoberrevolution löste eine Welle an Innovationen und neuem Design in Russland aus. In den Jahren nach 1917, als Russland zur Sowjetunion wurde, bildeten diese frühen Experimente und vielfältigen Praktiken eine neue visuelle Kultur, der sich die Ausstellung im Tate Modern London, eines der größten Museen für moderne Kunst und zeitgenössische Kunst weltweit, widmet. Red Star Over Russia erforscht Kunstwerke von russischen und sowjetischen Künstlern über fünf Jahrzehnte, von der ersten Revolution von 1905 bis zum Tod von Stalin im Jahre 1953. Bislang kaum gesehene Plakate, Fotografien und andere grafische Werke aus der David King Collection - jetzt Teil von Tate – werden gezeigt, darunter die Arbeiten von El Lissitzky, Gustav Klutsis, Dmitri Moor, Alexander Deineka, Nina Vatolina und Jewgeni Khaldei.

Logo der Berliner ISHA-Sektion, Screenshot von Webseite, https://ishaberlin.wordpress.com/

Workshop

How Communism Shaped our World - Remembering Communism at the 100th Anniversary of the October Revolution

vom 20.11.2017 | bis zum 26.11.2017

Die Berliner Sektion der International Students of History Association (ISHA) wird vom 20. bis zum 26. November 2017 eine Studienreise mit Workshops zusammen mit der Moskauer Sektion der ISHA durchführen. Dafür erbittet die ISHA Berlin bis zum 9. Juli 2017 die nötigen Bewerbungsunterlagen. Nach einem ersten Kurzauswahlverfahren werden im zweiten Schritt die Abstracts mit einer Länge von 300-450 Wörter zu einem der Workshop-Themen erbeten. Die Beiträge sollen nach der Reise in Form eines Kurzessays verschriftlicht werden. 15 Berliner Studierende werden die Möglichkeit haben mit 15 Moskauer Studierenden der Geschichtswissenschaft und verwandten Disziplinen über die Oktoberrevolution zu diskutieren. Die Exkursion steht unter dem Titel How Communism Shaped our World - Remembering Communism at the 100th Anniversary of the October Revolution. Die vier Panels werden sich wissenschaftlich mit Kommunismus und Erinnerung, Kommunismus und Kunst, Alltag im Kommunismus und Kommunismus und Krieg beschäftigen. Die Studienreise wird von einem abwechslungsreichen Kulturprogramm begleitet. Jeder Teilnehmende muss eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro bezahlen.

Zellentrakt der Untersuchungshaftanstalt der sowjetischen Militärspionageabwehr in der Leistikowstraße 1, Urheber: kilima8, Lizenz: CC-BY-SA 3.0.

Gedenkveranstaltung

Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus

vom 23.08.2017

Der Verein Gedenk- und Begegnungsstätte ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V. begeht am 23. August 2017 den „Europäischen Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus“ in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße. Die Einrichtung eines Gedenktages für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime in Europa im 20. Jahrhundert wurde vom Europäischen Parlament im Jahr 2009 gefordert. Der anschließend von der OSZE auf den 23. August bestimmte Gedenktag wird seitdem vor allem in den ehemals sowjetisch beherrschten Ländern begangen. Die Einladung zur Veranstaltung in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße können Sie als PDF hier betrachten.Programm Begrüßung: Dr. Richard Buchner, Vorsitzender desGedenkstättenvereins Grußwort: Präsidentin des Brandenburger LandtagesBritta Stark Grußwort: Ulrike Poppe, Landesbeauftragte zurAufarbeitung der Folgen der kommunistischenDiktatur „Phönix aus der Asche: Von der Krafteuropäischer Erinnerungen an Stalinismusund Nationalsozialismus“Festvortrag: Karl-Konrad Tschäpe,Kulturwissenschaftler - Osteuropakenner, Sohn desPotsdamer Bürgerrechtlers Dr. Rudolf Tschäpe Musikalische Improvisation:Albrecht Walter, Klarinette

Screenshot der Ankündigung "Die Revolution und ihre Enkel"

Theaterstück

Die Revolution und ihre Enkel

vom 28.08.2017 | bis zum 02.09.2017

Das autobiografische Theaterprojekt „Die Revolution und ihre Enkel“ wird an fünf Terminen im Stellwerk Weimar aufgeführt. Auf der Bühne stehen Jugendliche aus Weimar, die nach der Jahrtausendwende geboren wurden. Sie wollen im Dialog mit ihren Eltern und Großeltern herausfinden, wie die Menschen im „real existierenden Sozialismus“ der DDR durch das Geschlechterverhältnis, das Bildungssystem, Kunst, Kultur, aber auch durch den Überwachungsstaat geprägt wurden. Der Anspruch der DDR, eine gerechtere Gesellschaft aufbauen zu wollen, die Ziele und Träume der Verwandten und vieles Weitere wird bei dem Generationentreff Thema sein. Das Projekt wird begleitet von dem Künstlerkollektiv ongoing project, das sich 2009 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen gegründet hat und seit einigen Jahren in Leipzig und Berlin arbeitet.

Plakat The Art of Revolution 1917-2017

Ausstellung

The Art of Revolution 1917-2017

vom 05.09.2017 | bis zum 30.09.2017

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Russischen Revolution von 1917 zeigt die Norwich Studio Art Gallery die Ausstellung „The Art of Revolution 1917-2017“, die von dem aus Belarus stammenden russischen Künstler Gennadiy Ivanov kuratiert wird. Darin verarbeitet er seine persönlichen Themen, wie Konflikt, Repression, Migration und Heimat. Die 29 beteiligten lokalen, nationalen und internationalen Künstler und Künstlerinnen beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit der Bedeutung der Oktoberrevolution und ihrem kulturellem Erbe. Mit Musik, Film, Theater, Mode, bildender Kunst und politischem Aktivismus wollen sie provozieren und soziale Fragen aufwerfen. Das Ziel der Ausstellungsmacher ist, die Öffentlichkeit zu konfrontieren und zum Nachdenken anzuregen sowie bürgerschaftliche Bewegungen für mehr soziale Gerechtigkeit zu stärken.

Logo der University of Essex

Konferenz

Re-thinking the Russian Revolution of 1917 as a global event in local contexts

vom 15.09.2017 | bis zum 17.09.2017

Die interdisziplinäre Konferenz „Re-thinking the Russian Revolution of 1917 as a global event in local contexts“ an der University of Essex in Colchester möchte sich der Russischen Revolution 1917 aus verschiedenen Perspektiven nähern. Die Tagung ist auf zwei Tage ausgelegt und wird sich in vier geplanten Panels mit folgenden Aspekten beschäftigen: 1. Kommunikation und globale Informationsverbreitung, 2. Interpretation und Repräsentation, 3. Reaktionen und Aktionen im lokalen Kontext sowie 4. Auswirkungen lokaler Ereignisse an der Peripherie Russlands auf das Geschehen im Zentrum. Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler der historischen oder verwandten Disziplinen, einschließlich Doktoranden im fortgeschrittenen Stadium ihrer Forschungen.

Konferenz

Revolutionäre Biographien im 19. und 20. Jahrhundert. Imperial – inter/national – dekolonial

vom 21.09.2017 | bis zum 23.09.2017

Die Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung nimmt den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution zum Anlass, um revolutionäre Biographien seit dem frühen 19. bis zum späten 20. Jahrhundert neu zu beleuchten. Ziel ist es, mit Hilfe des Vergleichs, ähnliche und unterschiedliche Handlungs- und Identifikationsmuster herauszuarbeiten, die sich in den verschiedenen sozialen, dekolonialen und nationalen Bewegungen zeigten. Im Mittelpunkt stehen das Selbstverständnis und die Selbstinszenierung der Akteure und ihrer revolutionären Lebensläufe. Spezifische Generationenerfahrungen, Geschlechterzugehörigkeit und andere Umstände, die bestimmte Personen zu Hauptakteuren machten, sollen ebenso untersucht werden wie ihre Mobilität, Netzwerke und Traditionsbildungen. Die Konferenz möchte damit historische Längsschnitte vornehmen sowie alte Zäsuren und Kontinuitäten hinterfragen.

Logo der Goethe-Universität

Tagung

„Und wenn wir einfach aufhörten?“

vom 27.09.2017 | bis zum 29.09.2017

Ziel der dreitägigen Tagung ist es, einen intensiven Austausch deutscher und französischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Erinnerungskulturen des Ersten Weltkriegs in Literatur und Kunst anzuregen. Eine deutsch-französische Perspektive auf das Jahr 1917 und seine Friedensinitiativen sowie ein interdisziplinäres, kompletteres Verständnis der mit dem Ersten Weltkrieg verbundenen wissenschaftlichen, politischen und künstlerischen Herausforderungen bis heute ist ein zentrales Desiderat der Tagung. Für insgesamt acht offene Vorträge richtet sich die Ausschreibung an Doktoranden und Post-Docs der historischen Geisteswissenschaften, die eigene Forschungsergebnisse zum Kongressthema vorstellen sollen.

Logo von Women in War. Think Tank for Gendering armed Conflict

Konferenz

Gender in Revolution: Women and men experiencing revolutionary change 1917-2017

vom 30.09.2017 | bis zum 01.10.2017

Die jährliche Konferenz der feministischen Gedankenfabrik Women in War wird Anfang Oktober 2017 in Odessa stattfinden. Anlässlich des 100. Jahrestages der russischen Revolutionen von 1917 möchten die Veranstalterinnen nach weiblichen Erfahrungen und Erwartungen in revolutionären Prozessen und Transformationen fragen. Besonders die Frage welche Auswirkungen diese Prozesse auf Geschlechterrollen besaßen und ob sich emanzipatorische Errungenschaften durchsetzen und kodifizieren ließen, steht im Fokus. Untersuchungsgegenstände der Konferenz sind (post)kommunistische Staaten, marxistische sozialrevolutionäre Paramilitärs in nicht kommunistischen Entitäten, Frauen und sexuelle Minderheiten in Erhebungen gegen (post)kommunitische Regime und die Rolle der Frau in kommunistische beeinflussten Jugendbewegungen. Die Konferenz möchte nicht nur Wissenschaftlerinnen, sondern auch Aktivistinnen, Politikerinnen und Künstlerinnen ansprechen.

Logo der Berliner Landeszentrale für politische Bildung

Veranstaltung

Die Oktoberrevolution 1917 und die deutsche Hauptstadt Berlin - Bewegungen und Begegnungen

vom 13.10.2017

Die Berliner Landeszentrale für politische Bildung veranstaltet eine Fortbildung mit dem Titel „Die Oktoberrevolution 1917 und die deutsche Hauptstadt Berlin - Bewegungen und Begegnungen“. Berlin war zu Beginn der 1920er-Jahre ein Ziel für viele Russen, die vor den Bolschewiki und dem Russischen Bürgerkrieg flohen. Zugleich war die deutsche Hauptstadt Ausgangspunkt für die zahlreichen Deutschen, die in die UdSSR aufbrachen. Die Veranstaltung fragt nach dem Standort Berlins gegenüber der Oktoberrevolution 1917 und thematisiert Bewegungen, Begegnungen in der Stadt, aber auch die von der Revolution verkörperten utopischen Vorstellungen von „alten“ und „neuen“ Menschen sowie die Gewalt und den Terror des Stalinismus. Die Teilnehme ist entgeltfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Logo des Deutschen Polen Instituts

Filmreihe | Veranstaltungsreihe

Von der politischen Utopie zum gesellschaftlichen Albtraum. Innenleben, Transformation und Aufarbeitung des Kommunismus in Deutschland und Polen

vom 25.10.2017 | bis zum 08.12.2017

Das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt möchte das Gedenkjahr anlässlich der russischen Revolutionen 1917 dazu nutzen, den Aufarbeitungsfokus von der Sowjetunion auf die staatssozialistischen Diktaturen in Osteuropa zu lenken. Dazu organisiert das Institut eine Veranstaltungsreihe und einen wissenschaftlichen Workshop, welche in vergleichender Perspektive die Transformationsprozesse in der DDR und in Polen untersuchen möchten. Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildet die Vernissage der Ausstellung Der Kommunismus in seinem Zeitalter am 25. Oktober im Residenzschloss in Darmstadt. Bei der Eröffnung wird ein Gespräch stattfinden und eine Filmcollage gezeigt werden. Der Themenabend steht unter dem Motto 100 Jahre kommunistische Revolution in Europa. Eine kritische Zeitreise. Die Ausstellung wird bis zum 20. Dezember 2017 gezeigt. Am 8. Dezember werden auf einem Gesprächsabend unter dem Titel 2017! Ein Jahrhundert kommunistische Revolution in Europa. Von Auflösung und Nachleben des Staatssozialismus in Deutschland und Polen renommierte Expertinnen und Experten den Herrschaftsanspruch der sozialistischen Staatsparteien in Polen und der DDR sowie Widerstandsmöglichkeiten dagegen kritisch diskutieren. Begleitet wird das Projekt mit der Filmreihe (Alb)Traum Kommunismus. 100 Jahre Revolution im Film. Die Reihe sieht vor, eine Zeitreise zu unternehmen. Angefangen bei dem Propagandaklassiker Oktober. Zehn Tage, die die Welt erschütterten aus den 1920er-Jahren von Sergej Eisenstein, wird noch der georgische Film Die Reue aus dem Jahr 1987 gezeigt, welcher als kultureller Vorbereiter der Perestroika gesehen werden kann. Eine erinnerungskulturelle Perspektive wird mit dem polnischen Film Lech Wałęsa – Der Mann aus Hoffnung aus dem Jahr 2013 eingenommen. Die Filme werden jeweils von Gästen kommentiert. Im August 2017 wird der Veranstalter letzte Details auf seiner Website veröffentlichen.

Konferenz

Second Conference of the European Labour History Network (ELHN)

vom 02.11.2017 | bis zum 04.11.2017

Bei der zweiten Konferenz des European Labour History Network wird die erste Session der Working Group zu “Workers, Labour and  Labour History in Modern Central-East Europe” stattfinden. Die Working Group zielt darauf ab, dieses Thema aus einer transnationalen und vorzugsweise vergleichenden Perspektive zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Dimensionen der Modernisierung der industriellen Arbeit und die zunehmende politische Partizipation der Arbeiter im 19.-20. Jahrhundert. Die Region Zentral- und Osteuropa durchlief mehrere Regimewechsel in dieser Zeit: Der Kapitalismus der Zwischenkriegszeit und des vorigen Jahrhunderts wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch sowjetische Gesellschaften ersetzt. Mit dem Übergang zur Marktwirtschaft und liberalen Demokratie gab es eine weitere radikale Verschiebung, die die Welt der  Arbeitsgeschichte in der Region prägte. Es soll analysiert, wie sich die Rolle der Arbeit und der "Arbeiterklasse" hierdurch verändert hat.

Logo der Konferenz "Need to Know VII: The Hidden Hand of Intelligence", Screenshot aus Call for Papers, https://ipn.gov.pl/pl/nauka/konferencje-naukowe/39541,CALL-FOR-PAPERS-International-Conference-Need-to-Know-VII-The-Hidden-Hand-of-Int.html

Konferenz | Call for Papers

Need to Know VII: The Hidden Hand of Intelligence

vom 09.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Die 7. internationale Konferenzreihe Need to know zur Geschichte von Geheimdiensten wird im November 2017 in Budapest zu dem Thema The hidden Hand of Intelligence stattfinden. Die versteckte Hand meint in diesem Zusammenhang den versteckten Einfluss von Geheimdiensten auf gesellschaftliche Akteure und Gruppen. Welche Mittel wandten Nachrichtendienste an, um ihre Propaganda zu maskieren? Die Veranstalter erbitten Beiträge, die sich mit genau diesen Fragen auseinandersetzen. Untersuchungsgegenstände sind hierbei so genannte Front Organizations (Parteien, NGOs, Kirchen, Medien, soziale Bewegungen). Wie wurden diese Akteure von Geheimdiensten genutzt? Wie wurde deren Tätigkeit verschleiert? Welche Reaktionen riefen solche Tätigkeiten bei Bekanntwerden bei anderen Diensten aus? Wie effektiv waren solche Propagandaaktionen und Einflussnahmen? Interessierte Referenten werden gebeten ihre Exzerpte von 500 bis 700 Wörtern auf Englisch bis zum 30. Mai an wladyslaw.bulhak@ipn.gov.pl zu schicken.

Logo Humboldt-Universität zu Berlin

Workshop | Call for Papers

Frei und gleich - gleich und fei? Zum Verhältnis von Menschenrechten und Kommunismus 1917-1989/91

vom 23.11.2017 | bis zum 25.11.2017

Für den Workshop Free and Equal - Equal and Free? Human Rights and Communism in the 20th century der vom 23.-25. November in Berlin stattfinden wird erbitten die Veranstalter bis zum 27. August Abstracts von bis zu 400 Wörtern. Die enge ideengeschichtliche Verbindung der Konzepte von Menschenrechten und Kommunismus nehmen die Veranstalter zum Anlass, um zu Fragen wie sich die verschiedenen kommunistischen Regime zur Entwicklung und Geltungsanspruch der Menschenrechte verhalten haben. Mögliche Themenfelder für die Abstracts sind die Frage nach der konzeptuellen Kompatibilität von Kommunismus und Menschenrechten, der Diskurstopos Menschenrechte innerhalb des kommunistischen Staatensystems, NGOs in kommunistischen Staaten und Menschenrechte als Druckmittel in der Außenpolitik. Hierbei wird sich die Veranstaltung vor allem auf kommunistische Diktaturen in Europa und auf die Sowjetunion konzentrieren, allerdings sind auch Bewerbungen, die sich mit anderen Regionen beschäftigen erwünscht. Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden.Die Abstracts sollen mit einem Lebenslauf an janis.nalbadidacis@geschichte.hu-berlin.de und jochen.krueger.1@hu-berlin.de geschickt werden.

Screenshot der Ankündigung "Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution"

Konzert

Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution

vom 23.08.2017

Sergej Prokofjews „Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution“ erzählt in zehn Sätzen vom Sturm auf das Winterpalais, von Lenins Tod und von der Verabschiedung einer neuen Verfassung unter Josef Stalin. Die Uraufführung sollte 1937 unter Mitwirkung von 500 Personen stattfinden, wozu es allerdings nicht kam. Der Pianist Prokofjew war über Nacht in Ungnade gefallen, weshalb die Proben abgebrochen wurden. Erst 1966 – lange nach Stalins und Prokofjews Tod – wurde das Werk der Öffentlichkeit präsentiert. 70 Jahre nach dem Entstehen der „Kantate“ komponierte der Enkel Prokofjews, Gabriel Prokofiev, ein Konzert für Plattenspieler. Er verbindet sinfonische mit elektronischer Musik. In Weimar werden sowohl die „Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution“ als auch das „Concerto for Turntables & Orchestra“ in der Weimarhalle aufgeführt.

Screenshot der Ankündigung "I Am Not Ashamed of My Communist Past"

Theaterstück

I Am Not Ashamed of My Communist Past

vom 29.08.2017 | bis zum 30.08.2017

In dem Theaterstück „I Am Not Ashamed of My Communist Past”, das am 28. August 2017 in Weimar zum ersten Mal in Deutschland aufgeführt wird, blicken die Theatermacherin Sanja Mitrovic und der Schauspieler Vladimir Aleksic auf ihre Kindheit und Jugend im Jugoslawien der 1980er-Jahre zurück. Die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien existiert nur noch in ihrer Erinnerung: Neue Staaten mit anderen Namen und anderen Erzählungen über sich selbst sind an dessen Stelle getreten. Mitrovic und Aleksic nutzen den reichhaltigen Fundus an Filmen des einst international renommierten jugoslawischen Kinos, um einen Dialog mit ihrer Vergangenheit zu beginnen. Hier finden Sie Bilder von antifaschistischem Widerstand, vom Wohlfahrtsstaat, von nationalistischen Kriegen und vom wirtschaftlichen Niedergang. Die Protagonisten spielen Szenen nach oder kommentieren das Geschehen aus dem Off. Das Stück wird an zwei Terminen im Maschinensaal des E-Werk Weimar aufgeführt.

Cover der Ausstellung. Urheber: Gustavs Klucis, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Ausstellung

Oкнa - Fenster. Sowjetische Plakate als Fenster zum Kommunismus

vom 08.09.2017 | bis zum 30.03.2018

Anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution zeigt das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) die Ausstellung „Oкнa - Fenster. Sowjetische Plakate als Fenster zum Kommunismus“. Sie thematisiert die „Fenster“, wie sowjetrussische Propagandisten ihre meist eilig konzipierten Werke nannten. Für die Sowjetunion und ihre Nachrichtenagenturen produzierten Künstler erster Güte in einer enormen Geschwindigkeit politisch agitierende Plakate. Die Ausstellung des ZZF konzentriert sich im Jubiläumsjahr 2017 in 28 Reproduktionen auf die Geburt der Sowjetunion durch die Russische Revolution und den darauf folgenden Russischen Bürgerkrieg sowie die ersten Jahren der Industrialisierung, die in der Sowjetunion ca. 1930 einsetzte. Den Flyer zur Plakatausstellung können Sie hier als PDF betrachten.Eröffnet wird die Ausstellung am 7. September 2017 um 18 Uhr in folgenden Räumen:Zentrum für Zeithistorische Forschung PotsdamGroßer SeminarraumAm Neuen Markt 9 d14467 Potsdam

Workshop

Socialist Masculinities. Men in Eastern Europe – Ruptures, Transformations, and Continuities in the 20th Century

vom 15.09.2017 | bis zum 16.09.2017

Seit mehreren Jahrzehnten haben Wissenschaftler analysiert, wie im Sozialismus versucht wurde die traditionelle Geschlechterregelungen zu transformieren und die Familie zu revolutionieren. Allerdings konzentrierten sich Studien fast ausschließlich auf die Rolle der Frau, insbesondere ihre Integration in den Arbeitsmarkt und die Vergesellschaftung von Hausarbeit und Kinderbetreuung. Deshalb soll die Analyse von Maskulinität im Rahmen der Konferenz dazu beitragen eine relationale, interaktive und dynamische Geschlechtergeschichte zu schreiben. Hierzu wird der der Stand der bisherigen und aktuellen Forschung zu Männlichkeit und Vaterschaft betrachtet. Des Weiteren werden die Möglichkeiten sowie die Hindernisse und Grenzen des Studiums von Männlichkeit und Vaterschaft unter dem Sozialismus diskutiert. Geographisch konzentriert sich der Workshop insbesondere auf die staatssozialistischen Länder in Mittel- und Osteuropa.

Konferenz

Welten der Arbeit auf den Kopf gestellt – Revolutionen und Arbeitsbeziehungen in globalhistorischer Perspektive

vom 21.09.2017 | bis zum 23.09.2017

Die 53. Internationale Tagung der HistorikerInnen der Arbeiter- und anderer sozialer Bewegungen widmet sich dem Wandel in den Arbeitswelten, um das erneute Interesse an Revolutionen mit den lebendigen Debatten im Bereich der Global Labour History zusammen zu bringen. Die Global Labour History hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten weiterentwickelt und konzentriert sich auf die Analyse der Arbeitsbeziehungen. Durch die Erweiterung sowohl des geographischen Geltungsbereichs der Arbeitsgeschichte als auch der Vorstellung des Begriffs "Arbeiter" werden nun auch die Geschichte der Sklaven und anderer unfreier Arbeiter sowie von selbstständigen, informellen, prekären oder unbezahlten (Subsistenz-) Arbeitnehmern einbezogen. Die Konferenz untersucht inwiefern Revolutionen auf diesen Arbeitsverhältnissen fußten und wie verschiedene Gruppen von Arbeitern den Revolutionsprozess beeinflusst haben.

Screenshot des Programms der Tagung "1917 - Epochenjahr der Weltgeschichte?"

Tagung

1917 - Epochenjahr der Weltgeschichte?

vom 27.09.2017 | bis zum 29.09.2017

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Passau eine Tagung zum Jahr 1917 und seiner Bedeutung für die Weltgeschichte. Die dreitägige Veranstaltung nimmt ihren Ausgangspunkt in den militärischen und politischen Ereignissen des Jahres, namentlich der Russischen Revolution sowie dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg. Diese gelten zweifellos als Zäsuren der Weltgeschichte. Ausgehend von Einschätzungen durch Zeitgenossen werden aber auch die Umwälzungen in Diplomatie und Alltagsleben sowie militärische und technische Neuerungen als Folge der Ereignisse des Jahres 1917 in den Blick gerückt. Des Weiteren wird auf der Tagung "1917 - Epochenjahr der Weltgeschichte?" auf die Auswirkungen der Kriegsgeschehnisse für das Verständnis eines angemessenen Friedens und der "richtigen" Form des Zusammenlebens der Völker eingegangen. Geleitet wird die Tagung von Hans-Christof Kraus und Marc von Knorring von der Universität Passau sowie von Sebastian Haas von der Akademie für Politische Bildung.

Ringvorlesung

Zwischen Utopie und Wirklichkeit: Sozialismus und Kommunismus in Lateinamerika

vom 01.10.2017 | bis zum 01.02.2018

Das ZILAS in Eichstätt organisiert im Wintersemester 2017/2018 eine Ringvorlesung über Kommunismus und Sozialismus in Lateinamerika. Die thematische Bandbreite dieser Vortragsreihe unter dem Titel „Zwischen Utopie und Wirklichkeit: Sozialismus und Kommunismus in Lateinamerika“ reicht von der kubanischen Revolution, über deutsche Solidaritätsbewegungen mit linken Bewegungen und Regimen in Lateinamerika, bis hin zur Betrachtung kommunistischer Bewegungen und Regime in Kolumbien (FARC), Peru (Sendero Luminoso) und Venezuela (Chavez). Weitere Themen berühren die Wissenschaftsgeschichte, Entwicklungen in den USA, die Honeckers in Chile und das MfS in Nicaragua sowie die Erinnerung an Kommunismus und Sozialismus in Film und Literatur. Weitere Informationen zu den Referentinnen und Referenten werden in den kommenden Wochen auf der Website des Veranstalters veröffentlicht.

Banner auf einer Kundgebung in Frankreich 2007, Urheber: Laurent Guedon, Lizenz: CC-BY-SA 2.0

Konferenz

Der lange Schatten des Kommunismus - 100 Jahre Oktoberrevolution und das kommunistische Erbe Europas

vom 19.10.2017 | bis zum 20.10.2017

Das Gedenkjahr 2017 lädt 100 Jahre nach der Oktoberrevolution in Russland dazu ein, an das historische Ereignis, seine Ursachen und Folgen zu erinnern, sowie es in einen internationalen Kontext einzubetten. Erinnerungspolitisch fehlt ein gemeinsames totalitäres Erbe, das seinen Ausgangspunkt in der Oktoberrevolution von 1917 nahm. Dies gilt insbesondere für Deutschland und die Länder Ostmitteleuropas, aber auch für das westlich-demokratische Europa, das sich bis 1989/90 in einer permanenten Blockkonfrontation mit dem kommunistischen Osten befand oder durch kommunistische Parteien der Ideologie anhing.Die Deutsche Gesellschaft e. V. begibt sich mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur auf einer Konferenz anlässlich des 100. Gedenkjahres auf Spurensuche und spürt der europäischen Erfahrung mit dem Kommunismus im 20. Jahrhundert nach.Zu den Mitwirkenden zählen u. a.: Harald Asel, rbb-Inforadio (Berlin); Dr. Jacqueline Boysen, Journalistin (Berlin); Dr. Nikolas Dörr, SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik Universität Bremen; Hartmut Koschyk, MdB, stellv. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft e. V., stellv. Ratsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Berlin); Dr. Ehrhart Neubert, Theologe (Berlin); Prof. em. Dr. Valters Nollendorf, Vorstandsvorsitzender des Lettischen Okkupationsmuseumsvereins; Prof. Dr. Radu Preda, Institut für die Untersuchung der kommunistischen Verbrechen und die Erinnerung an das rumänische Exil (Bukarest); Dr. Manfred Sapper, Zeitschrift Osteuropa (Berlin); Prof. Dr. Susanne Schattenberg, Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen.Die Ergebnisse werden in einem Tagungsband veröffentlicht.Die Veranstaltung wird gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Logo des Zentrums für Zeithistorische Forschung

Tagung

Kommunismus unter Denkmalschutz? – Denkmalpflege als historische Aufklärung

vom 26.10.2017 | bis zum 27.10.2017

Das ZZF Potsdam und das brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege laden im Oktober 2017 zu einer Fachtagung in die Zitadelle Spandau ein. Die Sektionen und Panels werden sich mit dem Umgang mit kommunistischen Denkmalen in Ostdeutschland und Polen, aktuellen Tendenzen der Konservierung aber auch der Umdeutung von politischen Denkmalen aus der DDR, neuen Denkmalsetzungen als kritische Aufarbeitung, dem Umgang mit politischen Denkmalen in Ostdeutschland in den 1990er-Jahren und der Frage nach Umsetzen oder Einlagern beschäftigen. Die Organisatoren der Tagung planen ein kulturelles Rahmenprogramm mit künstlerischen und dokumentarischen Interventionen zu dem Topos kommunistischer Denkmäler. Das Programm und nähere Informationen zur Anmeldung werden in den kommenden Monaten veröffentlicht.

Logo der Veranstalter: Peter Hacks Gesellschaft e. V., http://www.peter-hacks-gesellschaft.de/

Tagung

»Der erste Schritt ist allemal ein Stolpern«. Hacks und Revolution

vom 04.11.2017

Anlässlich des 100. Jahrestages des russischen Oktoberumsturzes, möchte die Peter Hacks Gesellschaft nach dem Standort des Topos Revolution im Œvre des bedeutenden sozialistischen Dramatikers und Essayisten fragen. Die Sektionen möchten das Werk des DDR-Dramatikers in seine Lebens- und Schaffensphasen aufteilen, um die jeweilige Bedeutung und Sinngehalt von Revolution in Werk und Sozialismusverständnis von Hacks zu untersuchen. Kurz nach seiner Übersiedlung aus der Bundesrepublik in die DDR zeichnete sich seine Dramaturgiekonzeption durch den Versuch eines didaktischen Theaters aus. In der Hauptphase seines Schaffens in den 1960er und 70er-Jahren führte Hacks das Konzept einer postrevolutionären Dramaturgie ein. Nach der Wende stellte sich die Frage nach Revolutionen im Schaffen Hacks grundlegend anders. Wie war 1989 zu bewerten und wie verhält man sich zum Kapitalismus? Die Beiträge der Tagung sollen im Hacks Jahrbuch 2018 erscheinen.

Logo des Gießener Zentrum Östliches Europa

Tagung

Regional Revolution(s) – 1917 and its Consequences in the Province

vom 09.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Die Russischen Revolutionen des Jahres 1917 bewirkten tiefgreifende politische und soziale Umwälzungen in Russland, aber auch in Europa und der restlichen Welt. Diese revolutionären Bewegungen träumten von der Schaffung eines „neuen Menschen“ und waren in ihrer Radikalität auch dazu bereit, Gewalt und Terror einzusetzen, um dieses Ziel zu erreichen. Ereignisgeschichtliche Zentren der Februar- und Oktoberrevolution waren St. Petersburg und Moskau, weshalb sich die Forschung bis in die 1990er-Jahre auf diese Städte konzentrierte, wenn die Hintergründe des Jahres 1917 in Russland untersucht wurden. Erst nach dem Fall der kommunistischen Systeme in Osteuropa und Asien begannen einige Historiker, die Russische Revolution jenseits der großen Städte zu analysieren und konzentrierten sich auf ländliche Gegenden. Das Gießener Zentrum Östliches Europa veranstaltet mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung eine Tagung mit dem Titel „Regional Revolution(s) – 1917 and its Consequences in the Province“, die einen weiteren Beitrag zur Erforschung der Revolution in der „Provinz“ leisten will.

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold, Foto: Museumsinitiative OWL

Konferenz

Diktatur und Exil – Diktaturerfahrungen der Russlanddeutschen in vergleichender Perspektive

vom 30.11.2017 | bis zum 01.12.2017

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte nimmt das Centennial der Oktoberrevolution zum Anlass einer Konferenz mit anschließender Sonderausstellung. Beide untersuchen kommunistische Diktaturerfahrungen und die besondere Verfolgungsgeschichte von Aussiedlern russlanddeutscher Herkunft in vergleichender Perspektive. Die Konferenz versucht, positive Anknüpfungspunkte zwischen der Erinnerungskultur und Selbstwahrnehmung von Russlanddeutschen, syrischen Geflüchteten und anderen Migrationsgruppen aufzuzeigen. Vor dem Hintergrund der Nähe mancher Russlanddeutscher zum rechtsnationalen Parteienspektrum setzt der multiperspektivische Ansatz der Veranstaltung auf das „integrative Potential“ geschichtspolitischer Aufklärungsarbeit (vgl. www.russlanddeutsche.de). Zurzeit leben in Deutschland 2,4 Millionen Menschen mit russlanddeutschem Migrationshintergrund, die durch die Erfahrungen, oft auch Traumata ihrer Eltern und Großeltern geprägt wurden. „Diktatur und Exil“ versucht, sich ihrer Perspektive anzunähern.

Jugend- und Kulturzentrum "mon ami" im Haus der Erholung in Weimar, Urheber: R.Möhler, Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Filmvorführung

Kult, Kunst und Propaganda

vom 24.08.2017 | bis zum 02.09.2017

Aus Anlass des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution zeigt das Kunstfest Weimar zwei Klassiker des sowjetischen Films sowie einen aktuellen Dokumentarfilm im Kino „mon ami“. Die Bolschewiki erkannten früh die Möglichkeiten des Films zur massenhaften Beeinflussung der Bevölkerung. So wurde der Film in der „Diktatur des Proletariats“ zu einem Werkzeug der Propaganda, das durch staatliche Stellen kontrolliert und zensiert wurde. Dennoch wurden auch Filme produziert, die den kommunistischen Alltag schonungslos porträtierten. Das Kunstfest Weimar will einen kleinen Einblick in die Welt des sowjetischen Films geben und zeigt deshalb den Stummfilm „Das Glück“ (Sowjetunion 1935), die Romanze „Leuchte, mein Stern, leuchte!“ (Sowjetunion 1969) und den dokumentarischen Animationsfilm „1917 – Der wahre Oktober“ (Deutschland 2017).Die Spieltermine im Kino „mon ami“ sind: 24.08.2017: Das Glück30.08.2017: Leuchte, mein Stern, leuchte!02.09.2017: 1917 – Der wahre Oktober

Ausschnitt aus Flyer der Veranstaltungsreihe der lkj Sachsen-Anhalt

Schülerwettbewerb

Alles nur Geschichte(n)? - Kommunismus in Sachsen-Anhalt

vom 01.09.2017 | bis zum 31.12.2017

Magdeburg, 12.07.2017. „Alles nur Geschichte(n)?! - Kommunismus in Sachsen-Anhalt“ ist ein Schülerwettbewerb der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. und soll junge Menschen dazu motivieren und befähigen, eigene lokalgeschichtlich orientierte Projekte zur Kommunismusgeschichte zu entwickeln. Projektideen können noch bis zum 31. August per Mail an steffi.buehnemann@jugend-lsa.de eingereicht werden. Um die Projekte auf den Weg zu bringen, wird den Schülern Hintergrundwissen zur Geschichte des Kommunismus vermittelt, ebenso kompetenzorientierte Methoden zur Erinnerungs- und Biografiearbeit, zu Zeitzeugengesprächen und zum Projektmanagement. Mögliche Themenfelder für Projekte sind das Alltagsleben in der DDR, der Personenkult Ernst-Thälmann, Märzkämpfe in Mitteldeutschland, Widerstand in Sachsen-Anhalt oder Kommunistinnen und Kommunisten in Freizeit, Sport und Kultur. Zum Abschluss der Reihe findet im Dezember der Jugendgeschichtstag statt, der einen Austausch und die öffentlichkeitswirksame Präsentation ermöglicht.

Konferenz

The Tsarist/Soviet empires and the history of modernity in Asia

vom 12.09.2017 | bis zum 14.09.2017

Die Konferenz untersucht Verstrickungen zwischen zaristisch-sowjetischen und asiatischen Modernen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. In Eurasien nahm Russlands Aufstieg Japans (oder später Chinas und Indiens) Umwandlung von einem Objekt der europäischen Expansion zu einem konkurrierenden, "modernen" Rivalen vorweg. Im Nachkriegs-Asien wurde die Moderne nicht nur durch das "westliche" Modell beeinflusst, sondern auch und durch die Entwicklungen in der Sowjetunion, wie in China und Japan.  Das Ziel der Konferenz ist es, theoretische Konzepte der Moderne vor dem Hintergrund historischer Fallstudien zu diskutieren. Schwerpunkte der Konferenz bilden theoretische Reflexionen über Konzepte der Moderne und Modernisierung in Asien, Verstrickungen und Vergleiche von Modernisierungsprozessen in den betrachteten Regionen, nationale Darstellungen des gesellschaftlichen Wandels, sowie das zaristisches Russland und Sowjetrussland als Vorlage für Modernisierungsprozesse.

Logo des Instituts für das Studium totalitärer Regime, Prag, Tschechische Republik

Konferenz

Historiography of Central European Communism Reconsidered: Patterns of Interpretation and Writing Strategies

vom 21.09.2017 | bis zum 22.09.2017

Vor dem Fall der Sowjetunion war es für Historikerinnen und Historiker schwierig, deren Gesellschaft und die "Volksmeinung" (Paul Corner) zum Kommunismus zu studieren: Daten standen kaum zur Verfügung, die Archive waren nicht zugänglich, die Forschung wurde beaufsichtigt und die Geschichtsschreibung politisiert.Wie wurde die Geschichte des Kommunismus dennoch in Mitteleuropa geschrieben bzw. in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Welche Paradigmen wurden in die heutige Geschichtsschreibung übernommen, welche lassen sich in der öffentlichen Meinung wiederfinden? Diesen Fragen gehen die Teilnehmenden der internationalen Konferenz im Rahmen des Projekts „Rulers and Ruled in Poland and Czechoslovakia (1945-1968)“ nach. Auf der Konferenz soll weder die politische Geschichte, die sich meist auf den repressiven Apparat konzentriert, einseitig im Vordergrund stehen, noch die soziale und kulturelle Geschichte, die von Massenorganisationen, Fabrikarchiven, lokalen oder privaten Archiven, Oral History sowie von Kunst und Literatur geprägt wurde und wird. Vielmehr soll die Dualität in der Geschichtsschreibung überwunden werden. Ausgewählte Texte, die aus dem Workshop hervorgehen, werden nachträglich zu einem Sammelband zusammengefasst.

Bouchéstraße-Harzer Straße - Berliner Mauer 1989, Urheber: Florian Schäffer, Lizenz: CC-BY-SA 3.0

VHS-Kurs | Veranstaltungsreihe

Kommunismus in Neukölln

vom 21.09.2017 | bis zum 14.12.2017

Zu Zeiten der Teilung Berlins war Neukölln Bestandteil von West-Berlin. Der Kommunismus ist dennoch ein wichtiger Teil des Bezirks, auch wenn er dort nie zur Herrschaft gelangte. Der Ort galt als Zentrum der Arbeiterbewegung vom „roten Rixdorf“ der Kaiserzeit bis ins „rote Neukölln“ der Weimarer Republik. Nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur wurde im Frontstadtbezirk mit der längsten Grenze zur DDR der Antikommunismus zur Staatsraison. Zugleich blieb Neukölln eine Hochburg für radikale Protestbewegungen, die sich dem Ost-West-Konflikt im Kalten Krieg verweigerten. Das Bezirksamt Neukölln organisiert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kommunismus in Neukölln“ einen gleichnamigen VHS-Kurs im Rathaus Neukölln (Leonberg-Zimmer oder Puschkin-Zimmer), der von einem Veranstaltungsprogramm begleitet wird. Mit Gesprächsrunden, Führungen und Seminaren zur Geschichte der Teilung Berlins werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Bezirk mit seiner Geschichte sowie seinen Verbindung zum Kommunismus kennen lernen. Das Programm der Reihe steht hier zum Download bereit.

Konferenz

3rd Socialism on the Bench - Communists and Communist Parties: Policies, Actions, Debates

vom 28.09.2017 | bis zum 30.09.2017

Socialism on the Bench ist eine alle zwei Jahre stattfindende Konferenz, die im Jahr 2013 gestartet wurde. Während sich die vorangegangene Konferenz unter dem Titel Socialism: Construction and Deconstruction mit den Ereignissen der Jahre 1945 und 1990 und somit dem Anfang und Ende des Staatssozialismus befasste, wird die dritte Socialism on the Bench-Konferenz sich 100 Jahre nach der Oktoberrevolution mit dem Thema Kommunisten und kommunistischen Parteien auseinandersetzen. Mit der Konferenz sollen kommunistische Aktivitäten im sozialistischen Jugoslawien und darüber hinaus untersucht werden. In einem breiteren geographischen Gebiet als das sozialistische Jugoslawien und in einer längeren Zeit als die Existenz dieses Landes sollen, realisierte und nicht realisierte kommunistische Politik, erfolgreiche und gescheiterte Handlungen, fruchtbare und unfruchtbare Debatten betrachtet werden.

Badia Fiesolana, Bell tower, The European University Institute

Konferenz

The Peripheries of the European Revolutionary Process(es) 1917–1923

vom 05.10.2017 | bis zum 07.10.2017

Die dreitägige Konferenz zielt darauf ab, viele der geographischen und ideologischen Peripherien des revolutionären Prozesses zwischen 1917 und 1923 zu untersuchen, die in der Geschichtsschreibung bisher weniger Beachtung fanden. Anstatt sich auf die vertrauten Geschichten der deutschen, österreichischen oder ungarischen Revolutionen und der Debatten und Spaltungen innerhalb der großen sozialdemokratischen Parteien zu konzentrieren, sollen Bewegungen und Akteure besprochen werden, die an den großen Übergangsprozessen in Europa teilnahmen, die den russischen Revolutionen folgten. Es soll insbesondere diskutiert werden, was diese Gruppen motivierte und welche Vorstellungen einer zukünftigen Gesellschaft sie mit dem revolutionären Prozess verbanden. Die Keynote-Speaker der Konferenz sind Stephen Smith von der Oxford University und Robert Gerwarth vom University College Dublin und Direktor des Centre for War Studies.

Logo der  Internationale Gesellschaft für Menschenrechte e. V.

Tagung

100 Jahre Oktoberrevolution/ 100 Jahre Kommunismus

vom 21.10.2017 | bis zum 22.10.2017

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte e. V. führt ein zweitägiges Fachgespräch 100 Jahre Oktoberrevolution / 100 Jahre Kommunismus am 21. und 22. Oktober in Frankfurt am Main mit Wissenschaftlern, Zeitzeugen und Bildungsmultiplikatoren durch. Neben der Auseinandersetzung mit der Kommunismusgeschichte werden hierbei Gegenwartsbezüge herausgearbeitet und der Frage nachgegangen, wie mit den heutigen totalitären Ideologien und Regimen umgegangen werden kann. Der Veranstalter möchte dabei die Thematik politischer Verfolgung in der Sowjetunion, der DDR und im heutigen China in den Fokus rücken. Nähere Informationen zum Veranstaltungsort und Tagungsprogramm werden in den kommenden Wochen auf der Website des Veranstalters veröffentlicht.

10 Jahre Marx Herbstschule, marx200

Workshop

Marx und DAS KAPITAL

vom 26.10.2017 | bis zum 29.10.2017

Um die Kluft zwischen Marx-Experten und Interessierten zu verringern, soll während der Herbst- und -Frühjahrsschulen durch gemeinsame Lektüre das Wissen über die Texte und Ideen von Marx vertieft werden. Für das 10-jährige Jubiläum der Marx-Herbstschule sind neben den Lektürekursen auch Podien zur Geschichte und Kritik der Editionen Marx´scher Werke geplant. Dabei wird chronologisch und inhaltlich ein Bogen von den 1960er-Jahren bis heute geschlagen. Die Beiträge reichen von der Marx-Aneignung um 1968 über Interventionen (Feminismus, Post-Colonial, Subaltern und Cultural Studies) in den 1970er- und 1980er-Jahren bis hin zur Frage nach der Aktualität des Kapitals. Die Abschlussveranstaltung widmet sich schließlich der Ideen-, Editions- und Rezeptionsgeschichte dieses Werkes.

Konferenz-Flyer

Konferenz

Jenseits der Revolution in Russland

vom 07.11.2017 | bis zum 10.11.2017

Die Veranstalter der an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität Prag stattfindenden viertägigen Konferenz „Jenseits der Revolution in Russland“ möchten in diesem Rahmen nach der Rezeption, der Erinnerungskultur und der Ausführung revolutionärer Gedanken, Bilder und Praktiken auf dem Gebiet Mittel- und Osteuropas fragen. Anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution soll die Ambivalenz dieses Ereignisses in den unmittelbaren Ablauf, die mittelfristigen sozialen und ökonomischen Transformationen und die langfristige Rekonfiguration von politischen Sphären ausdifferenziert werden. Interessenten werden gebeten, einen Beitragsvorschlag bis zum 15. Mai 2017 einzureichen. Die Kosten für die Teilnahme an der Konferenz belaufen sich auf 50€.

Logo der Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung

Tagung

Weltwende 1917 – Europa, Russland und die bolschewistische Revolution

vom 17.11.2017 | bis zum 19.11.2017

Die dreitägige, von der Akademie Herrnhut ausgerichtete und mit der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des politischen Denkens (DGEPD) und der TU Chemnitz durchgeführte Tagung beschäftigt sich mit den Nachwirkungen und der Bedeutung der russischen Revolution für die europäische Geschichte. Gefördert wird die Veranstaltung von der Bundesstiftung Aufarbeitung, der Konrad Adenauer-Stiftung und dem Landkreis Görlitz. Die Konferenz findet vom 17. bis 19. November 2017 in der Akademie Herrnhut statt. In den Fokus rücken die Veranstalter der Tagung die Ideologie der Doppelrevolution von 1917. Das Tagungsprogramm besteht aus den folgenden vier Panels: „Ideologische Grundlegungen und Vorläufer“; „Ideologie - Terror - „Welterlösung“; „Der rote Terror und die Kirchen“ sowie „Aktuelle Perspektiven“. Im Rahmenprogramm der Tagung werden die Ausstellungen „Archipel Solovki“, die sich mit der Topographie des Terrors im Solovki-Kloster (Weißes Meer) beschäftigt und die Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" gezeigt. Eine weitere Ausstellung von Studierenden der TU Chemnitz wird ebenfalls während der Tagung zu sehen sein. Die Veranstaltung möchte vor allem Multiplikatoren der historisch-politischen Bildungsarbeit ansprechen.

Konferenz

Privacy Outside Its ‘Comfort Zone’: Late Socialist Eastern and East-Central Europe between the Private and the Public

vom 08.12.2017 | bis zum 10.12.2017

Für westliche liberale Gesellschaften wurde das Konzept von Privatheit bereits intensiv bearbeitetet. Die vom DFG-Graduiertenkolleg „Privatheit und Digitalisierung“ organisierte Konferenz möchte darüber hinaus Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse zu Privatheit in sozialistischen Ländern Mittel- und Osteuropas geben. Dabei ist den Veranstaltern wichtig, den Dialog zwischen Experten und Nachwuchswissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen der Geistes- und Sozial- und Politikwissenschaften zu fördern, um so die Chancen, Grenzen und Strategien der Überschreitung liberaler Rahmenbedingen zu diskutieren. Die Dichotomie zwischen „privat“ und „öffentlich“ soll hinterfragt sowie nach neuen Definitionen von Privatheit gesucht werden. Der Fokus der Konferenz liegt auf drei Themenbereichen: Politische Variationen von Privatheit, Kunst und Privatheit sowie Privatheit in sozialistischen Gesellschaften.