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Cover des Ausstellungs-Flyers

Sonderausstellung

1917. Revolution. Russland und Europa

vom 18.10.2017 | bis zum 15.04.2018

Die Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ im Deutschen Historischen Museum thematisiert die Russische Revolution und deren komplexe und vielfältige Folgen für Europa. Die revolutionären Ereignisse und der fünf Jahre wütende Bürgerkrieg in Russland führten zur Errichtung eines neuen Systems, das neue Formen in allen Bereichen der Gesellschaft herbeiführte und das gesamte 20. Jahrhundert prägte. Von Beginn an war der Kommunismus aber auch mit politischen Gegenbewegungen konfrontiert, die mit Terror gewaltsam unterdrückt wurden. Nach den politisch-gesellschaftlichen Umwälzungen wurde der russische Kommunismus als Gegensatz zur parlamentarisch-demokratischen Entwicklung vieler europäischer Staaten wahrgenommen. Zum 100. Jahrestag der Revolution wirft die Sonderausstellung des DHM einen Blick auf die Geschichte und Gegenwartsbezüge der Russischen Revolution. Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Landesmuseum Zürich entstanden. Es finden zwei separate Ausstellungen statt, die jedoch durch ein gemeinsames Kapitel und einen gemeinsamen Katalog miteinander verbunden sind. Den Flyer zur Ausstellung können Sie online einsehen.

Screenshot der Website des New Yorker Büros der RLS

Konferenz

MARX200: Beyond Social Democracy and Communism

vom 23.02.2018 | bis zum 24.02.2018

Vom 23. bis 24. Februar 2018 findet in New York die Konferenz “MARX200: Beyond Social Democracy and Communism” statt. Die Veranstaltung wird in Kooperation des Promotionskollegs und dem New Yorker Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung abgehalten. Ziel der Konferenz ist es, den Blick auf die deutsche Arbeiterbewegung und deren internationalen Einfluss zu erweitern. Die Spaltung der Bewegung in Kommunisten und Sozialdemokraten im Jahr 1919 prägt auch den analytischen Blick auf das Phänomen. Spätestens durch die Manifestierung der Spaltung durch die Gründung zweier getrennter deutscher Staaten und durch deren 40-jähriges Bestehen verfestigte sich auch diese Wahrnehmung der deutschen Linken. Dies lässt jedoch die enorme Vielfalt dieser Bewegung außer Acht, seien es anarchistische Gruppierungen oder der enorme Einfluss, den deutsche Marxistinnen und Marxisten auf die internationale Neue Linke seit 1956 hatten. Der aktuelle Jahrgang des Promotionskollegs der RLS setzt sich zum Ziel, in seiner Forschung dieser Diversität der deutschen Linken gerecht zu werden. Die Referentinnen und Referenten der Konferenz widmen sich Bewegungen, Institutionen und Individuen der Linken des 20. Jahrhunderts, die sich nicht in die Schublade klassischer marxistischer Traditionen stecken lassen. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Es wird um Anmeldung bis spätestens 20. Februar 2018 unter maria.starzmann@rosalux.org gebeten. Konferenzsprache ist Englisch.

Logo der SSIP e.V.

Workshop

Frauen in den Revolutionen des 20. Jahrhunderts: interkulturelle Reflexionen

vom 08.03.2018 | bis zum 09.03.2018

In der Endphase des Ersten Weltkrieges entstanden im Russischen und Deutschen Reich revolutionäre Bewegungen, die in neue politische Systeme mündeten und die Monarchie stürzten. In Russland etablierten die Bolschewiki nach der Oktoberrevolution den ersten kommunistischen Staat. In Deutschland entstand mit der Weimarer Republik eine parlamentarische Demokratie. Der Workshop „Frauen in den Revolutionen des 20. Jahrhunderts“ nimmt das 100-jährige Jubiläum der Revolutionen zum Anlass, die Ereignisse aus neuen Perspektiven zu betrachten. Der weibliche Blick auf die Revolutionen soll in den Fokus rücken ebenso wie das differentielle Frauenbild in den revolutionären Bewegungen. In einem vergleichenden Zugang soll auch nach der Wahrnehmung der Frauen im eigenen und im Nachbarland gefragt werden.

Das Logo der Europäischen Universtität St. Petersburg

Konferenz

Constructing the “Soviet”!? Political Consciousness, Everyday Practices, New Identities

vom 20.04.2018 | bis zum 24.04.2018

Vom 20. bis zum 24. April 2018 findet zum zwölften Mal die Studierenden- und Graduiertenkonferenz “Constructing the “Soviet”!? Political Consciousness, Everyday Practices, New Identities” an der Europäischen Universität St. Petersburg statt. Seit 2007 setzen sich Studierende und Graduierte der Geistes- und Sozialwissenschaften im Rahmen der Konferenz mit kulturellen, ökonomischen und politischen Aspekten der sowjetischen Geschichte auseinander. Thematisch ist die Konferenz bewusst offen gehalten, um ein möglichst breites Spektrum von Forschungsfeldern zu integrieren. Ziel der Konferenz ist es, den akademischen Austausch unter Forschenden zur sowjetischen Geschichte zu befördern und neue methodische Ansätze in diesem Bereich zu entwickeln. Jungen russischen und internationalen Akademikerinnen und Akademikern wird durch die Konferenz ein Rahmen geboten, in dem sie ihre Arbeiten einem internationalen Publikum präsentieren und mit diesem diskutieren können. Neben den Podiumsdiskussionen werden herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der sowjetischen Geschichte Keynotepräsentationen halten. Konferenzsprachen sind Englisch und Russisch.

Screenshot der Ankündigung

Konferenz

Workers beyond Socialist Glorification and Post-Socialist Disavowal: New Perspectives on Eastern European Labour History

vom 24.05.2018 | bis zum 27.05.2018

An der Universität Wien findet vom 24.-27. Mai 2018 die Konferenz Workers beyond Socialist Glorification and Post-Socialist Disavowal: New Perspectives on Eastern European Labour History statt. Anlass sind neue historische Studien, die die glorifizierte Stellung der Arbeit im Staatssozialismus und die historiografischen Klischees osteuropäischer Arbeiter in Frage stellen. Die Konferenz versteht sich als Versammlung von zeithistorischen Forschungsinitiativen, die sich mit der Geschichte der Arbeit beschäftigen. Durch einen Austausch von Arbeitspraktiken und Kenntnissen soll ein gemeinsamer Wissensstand erarbeitet werden. Neben der Beschäftigung mit dem bestehenden Forschungsstand sollen aktuelle Studien präsentiert und diskutiert werden. Der Fokus der Konferenz liegt auf den sozialistischen Staaten Ost-, Mittel- und Südosteuropas; es werden aber auch Beiträge, die sich auf die Geschichte der Arbeit jenseits dieser räumlichen und zeitlichen Eingrenzung beziehen, stattfinden. Die Konferenzsprache ist Englisch. Reise- und Unterkunftskosten können nicht übernommen werden.

Logo der Evangelischen Akademie Berlin

Tagung

Die Aktualität der Entfremdung. Karl Marx und die Politische Ökonomie für das 21. Jahrhundert

vom 15.06.2018 | bis zum 16.06.2018

Vom 15.–16. Juni 2018 findet die Tagung “Die Aktualität der Entfremdung. Karl Marx und die Politische Ökonomie für das 21. Jahrhundert” statt. Mehr als 150 Jahren nach Erscheinen von “Die Kritik der politischen Ökonomie” suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Marx’ Werk nach Anknüpfungspunkten für die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts. Die Konferenz “Die Aktualität der Entfremdung” sucht diesen Anknüpfungspunkt zum einen in der Marxschen Annahme, dass Macht zur Konzentration neige und überträgt diese auf die Monopole der globalisierten Wirtschaft. Zum anderen fokussiert die Veranstaltung auf die Frage des Wertes der menschlichen Arbeit und weitet diese auf den digitalen Kapitalismus aus. Die Konferenz findet in der Evangelischen Bildungsstätte Schwanenwerder in Kooperation mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche Deutschland statt.

Logo der Charles University (Univerzita Karlova) an der Veranstalter Prof. Dr. Boris Barth doziert, Screenshot von der Website

Konferenz | Call for Papers

The Local and the Regional Dimensions of 1918/19. A Comparison

vom 04.10.2018 | bis zum 06.10.2018

Prof. Dr. Boris Barth und Ota Konrád von der Charles University Prag, Oswald Ueberegger von der Freien Universität Bozen und Rudolf Kučera vom Masaryk Institut und Archiv Prag laden zur Konferenz "The Local and the Regional Dimensions of 1918/19. A Comparison" ein. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 haben sich Historiker besonders in Mittel- und Osteuropa auf die Betrachtung einer globalen Perspektive konzentriert. Der Übergang von einer imperialen Ordnung zu einer auf Nationen beruhenden Ordnung stand ebenfalls im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Doch neuere Forschungen haben gezeigt, dass auch lokale Identitäten den Ersten Weltkrieg überlebten, vielleicht eine Gegenreaktion auf den Anstieg der globalen Studien. Dieser neue Kontext erlaubt neue Interpretationen der Herausforderungen und Auswirkungen der bolschewistischen Revolution. Seit 1989/90 kaum noch diskutiert, wurde das Interesse am frühen Kommunismus weitgehend durch Themen ersetzt, die mehr auf den Nationalstaat ausgerichtet sind. Unmittelbar nach dem Krieg entwickelten und verfolgten jedoch viele lokale und regionale Akteure eine positive Einstellung gegenüber der sozialistischen Vision und strebten eine radikale Veränderung ihrer Gesellschaft an. Andere waren entsetzt über den Aufstieg des Kommunismus. Es ist sowohl eine offene als auch eine herausfordernde Frage, ob und wie viel politische, soziale und wirtschaftliche Entscheidungen - auf lokaler und regionaler Ebene - von diesen Einstellungen beeinflusst oder bestimmt wurden. Die bevorstehende Konferenz in Prag will sich diesem Trend widmen und daher bitten die Veranstalter um die Zusendung eines Bewerbungstextes von 500-700 Wörtern, der sich mit dem Thema "1918 im täglichen Leben und tägliche Erfahrung, mit einem Fokus auf lokale und regionale Kontexte" befasst. Die Aufmerksamkeit könnte auch auf die Erfahrung des Kriegsendes und des Krieges gelegt werden.

Logo des DHI Moskau

Call for Papers

Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy

vom 27.05.2019 | bis zum 28.05.2019

Vom 27. bis zum 28. Mai 2019 findet  am Deutschen Historischen Institut Moskau die Konferenz “Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy” statt. Der Titel “Vse idet po planu” (russisch für “Alles läuft nach Plan?”) beinhaltet bereits die zentrale Fragestellung, der sich die Konferenz widmet. Die sowjetische Wirtschaftsgeschichte wird in der Regel als eine Geschichte der Planwirtschaft verstanden. Diese Sichtweise impliziert meistens eine Wertung der sowjetischen Ökonomie als ineffizient und inflexibel und sieht in dieser den Hauptgrund für den Kollaps der Sowjetunion. Doch der Fokus auf “den Plan” als konstituierendes Element der sowjetischen Wirtschaft lässt andere Aspekte außer Acht. Zum Beispiel, dass Pläne regelmäßig den wirtschaftlichen Realitäten angepasst wurden und somit nicht dem gängigen Bild eines inflexiblen, der wirtschaftlichen Entwicklung hinderlichen, Elementes, entsprechen müssen. Ebenso kann eine ausschließliche Fokussierung auf den Plan keine Erklärungen für die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik liefern. Die Konferenz setzt sich zum Ziel, neue Kategorien zur Analyse der Wirtschaft der poststalinistischen Sowjetuinion zu entwickeln. Wissenschaftlerinnen und Wissenschatler sind eingeladen, bis zum 1. April 2018 Abstracts (max. 300 Wörter) an oberlaendera@uni-bremen.de oder BRUISCHK@tcd.ie zu senden. Konferenzsprachen sind Russisch und Englisch. 

Logo des Deutschen Historischen Instituts

Veranstaltungsreihe

Das Ende des Krieges: Frankreich, Deutschland und Europa (1917‒1923)

vom 21.11.2017 | bis zum 08.11.2018

Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) und die Mission du Centenaire de la Première Guerre mondiale organisieren eine monatlich stattfindende Vortragsreihe mit dem Titel „Das Ende des Krieges: Frankreich, Deutschland und Europa (1917‒1923)“. Die am DHIP stattfindenden Vorträge thematisieren diverse Aspekte der Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Der Waffenstillstand von Compiègne beendete offiziell die Kampfhandlungen, war aber gleichzeitig der Beginn von langwierigen Friedensverhandlungen. Parallel kam es zu Phasen revolutionärer Spannungen und einer Kontinuität der Gewalt. Die europäischen Gesellschaften strebten nach der Bewältigung der ökonomischen, politischen und sozialen Folgen des Krieges und entwickelten ein zum Teil widersprüchliches Gedenken an die vorangegangenen Jahre. Während überall in Europa die Nationen hohe Opfer- Gefallenenzahlen zu verzeichnen hatten, bedeutete das Ende des Krieges in Deutschland und Frankreich aber auch den Beginn einer neuen politischen und sozialen Ära. Die Vorlesungsreihe findet am Deutschen Historischen Institut in Paris statt. Die Ankündigung der Veranstalter verzeichnet die Titel der Vorträge bis zum 15. Mai 2018.

Werbebanner der Ausstellung „Das Kapital“

Sonderausstellung

Das Kapital

vom 06.09.2017 | bis zum 04.03.2018

Das Kapital von Karl Marx wurde vor 150 Jahren in Hamburg erstveröffentlicht. Dies nimmt das Museum der Arbeit in Hamburg zum Anlass für eine Ausstellung zur Geschichte und Aktualität des Werkes. Sie gliedert sich in drei Themenbereiche: Zeit der Entstehung, Rezeption im 20. Jahrhundert und Verteilung von Armut und Reichtum zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Der kuratorische Ansatz der Ausstellung ist es, einen assoziativen und partizipativen jedoch weniger akademischen Zugang zu Das Kapital zu ermöglichen. Marx’ Maxime, die Welt nicht nur zu interpretieren, sondern sie zu verändern, folgend, versucht das Museum der Arbeit, gesellschaftspolitische Fragen zu eröffnen – beispielsweise: „Führt der Kapitalismus zu Freiheit und Wohlstand oder zu Unterdrückung, Ausbeutung und Krise?“ (Vgl. museum-der-arbeit.de). Diese Einladung zur Diskussion ist essentieller Teil des Ausstellungskonzeptes und wird zudem ergänzt durch das Rahmenprogramm, welches zum Beispiel ein Gespräch mit Matthias Greffrath (Autor Wandel ohne Wachstum) und Katja Karger, der Vorsitzenden des DGB, beinhaltet. Die Ausstellung wurde kuratiert von Joachim Baur (Die Exponauten. Ausstellungen et cetera, Berlin) und die Ausstellungsgestaltung stammt von Holzer Kobler Architekturen.

Logos der Veranstalter

Podiumsgespräch

Die demokratischen Bewegungen in Armenien in den letzten Jahren vor dem Zerfall der Sowjetunion und der Umgang mit der Vergangenheit

vom 28.02.2018

Am 28. Februar 2018 laden die Botschaft von Armenien und die Bundesstiftung Aufarbeitung zu einer Diskussionsveranstaltung über die demokratische Zivilgesellschaft in Armenien der späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre ein. In Armenien formierte sich erstmals in der Sowjetunion bereits 1988 eine autonome zivilgesellschaftliche Bewegung. 1991 erreichte diese Bewegung, die zuvor im Frühjahr 1990 die ersten freien Parlamentswahlen organisiert hatte, über ein Referendum den Austritt Armeniens aus der Sowjetunion. Am 21. September 1991 verkündete Armenien seine Unabhängigkeit. Der Zerfall der Sowjetunion ließ die unterdrückten nationalistischen Konflikte über Grenzziehungen wiederaufleben. Zudem konnten in der Perestroika-Zeit viele der einstigen Tabuthemen öffentlich zur Diskussion gestellt werden. So konnte einerseits offen über den Völkermord an den Armeniern 1915/1916 gesprochen werden. Zum anderen berichteten die durch Gorbatschows Amnestie 1987 freigekommenen politischen Gefangenen von ihren Erfahrungen. Experten werden über unterdrückte Erinnerungen in Armenien und ihre Rolle für die Unabhängigkeitsbewegung diskutieren. Welche Rolle spielte die Erinnerung an den Völkermord, die Sprache und die Rückbesinnung auf die christliche Religion für die armenische Nationalbewegung? Wie wurde an die stalinistische Repression erinnert? Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung bis zum 26. Februar 2018 per Mail an buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de wird gebeten.

Screenshot der Website des Historischen Kollegs

Tagung

Internationale Beziehungen und „emotional regimes“. Neue Fragen an die Geschichte des Kalten Krieges

vom 14.03.2018 | bis zum 17.03.2018

Vom 14.03. bis zum 16. 03. 2018 findet am Historischen Kolleg München die Tagung “Internationale Beziehungen und „emotional regimes“: Neue Fragen an die Geschichte des Kalten Krieges” statt. Im Fokus der Tagung steht der Gedanke, die Geschichte der Internationalen Beziehungen um die Perspektive der subjektiven Erfahrungen und Wahrnehmungen zu bereichern. Die Begriffsfelder Angst, Hass und Besorgnis; Vertrauen und Misstrauen; Begeisterung und Empörung sowie Enttäuschung und Ernüchterung werden im Zentrum dieser Reflexion stehen. Anknüpfungspunkte hierfür sollen unter anderem die theoretischen Grundlagen von Reinhart Koselleck, Ute Frevert, Alexander Wendt und Thomas Diez liefern. Konkret soll dies umgesetzt werden, indem die Übertragbarkeit emotionsgeschichtlicher Erkenntnisse auf die Geschichte der internationalen Beziehungen anhand empirischer Untersuchungen überprüft wird. Historiographisch kann die Tagung in den größeren Kontext des “emotional turn” der letzten Jahre eingeordnet werden; dieser bezeichnet die zunehmende Bedeutung von “weichen” Faktoren wie Gefühle und Erwartungen in einer zuvor eher traditionell analysierenden Disziplin wie den Internationalen Beziehungen. Die Anmeldung ist bis zum 5.03.2018 unter joern.retterath@historischeskolleg.de möglich, eine Teilnahme ist nur nach bestätigter Anmeldung möglich.

Tagung | Call for Papers

"Alles, was ich weiß, ist, daß ich kein Marxist bin!"

vom 23.04.2018 | bis zum 25.04.2018

Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise erfährt Karl Marx eine fast schon erstaunliche Renaissance, doch der Bezug auf ihn und sein Werk erfolgt in der heutigen Zeit eher ikonographisch als analytisch. Statt ihn als Denker ernst zu nehmen, seinen Begriffen neu auf den Grund zu gehen und die von ihm formulierte Kritik der historisch-politischen Entwicklungen auf analytische Schärfe, Triftigkeit wie auch Zeitgemäßheit zu überprüfen, wird die Auseinandersetzung mit dem Marx'schen Werk dem Denker selbst nur selten gerecht. Aufgrund dessen wird auf der geplanten wissenschaftlichen Tagung der Promovierenden der Hans-Böckler-Stiftung das Marx'sche Werk samt der begleitenden Kontroversen ins Zentrum gerückt. Auch bisher wenig beachtete und in Vergessenheit geratene historische und journalistische Arbeiten von Marx sollen dabei Aufmerksamkeit erfahren. Die Marx'sche Theorie soll hierbei ins Verhältnis zu den Interpretationen gesetzt werden, die sie in den letzten zwei Jahrhunderten erfuhr und darüber hinaus Marx Kritik der politischen Ökonomie auf ihre Aktualität hin befragt werden.Die Tagung dient in erster Linie als Plattform für Promovierende aller Begabtenförderwerke und (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen aller Disziplinen, die zum Marx'schen Werk und/oder Marxismus, sowie den sich daraus ergebenden Problemstellungen forschen. Präsentationen von laufenden Dissertations- oder Forschungsvorhaben sind möglich und erwünscht. Für die Teilnahme wird um Zusendung eines Abstracts (maximal 500 Wörter) und eines kurzen wissenschaftlichen Lebenslaufes bis zum 19. November 2017 an WT2018@boeckler.de gebeten.

Stalinporträt hinter Werbetafel in Tiflis 2015, (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Vortrag | Veranstaltungsreihe

Stalin und Georgien – gestern und heute

vom 30.05.2018

Am 30. Mai um 18.00 Uhr wird Prof. Dr. Giorgi Maisuradze in der Bundesstiftung Aufarbeitung einen Vortrag zu Stalin und Georgien – gestern und heute halten. Die Veranstaltung ist der ertse Teil der zweiteiligen Reihe Stalins langer Schatten: Zwei Vorträge über die Aufarbeitung der Sowjetgeschichte in Georgien. Die Tatsache, dass Stalin Georgier war, nützte die Sowjetrepublik Georgien aus, um ihre symbolische Sonderstellung in der „Familie der sowjetischen Brüdervölker“ zu inszenieren: Stalin als „Vater der Völker“ war ein Sohn Georgiens. Stalin wurde zum georgischen Nationalheld stilisiert, wobei die „Größe“ Stalins auf sein Heimatland übertragen wurde. Dadurch entstand ein georgischer Stalinkult, der auch nach dem Tod des Diktators im Jahr 1953 und der ab 1956 einsetzenden Entstalinisierung fortwirkte. Prof. Dr. Giorgi Maisuradze wird in seinem Vortrag die Besonderheiten des georgischen Stalinkultes und dessen Fortwirken bis in die Gegenwart beschreiben. Maisuradze ist Leiter des Instituts für Sozial-. Und Kulturwissenschaften an der staatlichen Ilia Universität Tbilisi. Er studierte Geschichte, Philosophie und Kulturwissenschaften an der Universität Tbilisi, der Universität des Saarlandes sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2008 bis 2013 war er am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin tätig. Seit 2014 ist er Professor der Ilia Universität Tbilisi. Maisuradze ist Autor mehrerer Publikationen. Zuletzt erschienen: Sonniges Georgien. Figuren des Nationalen im Sowjetimperium (zusammen mit Franziska Thun-Hohenstein), Berlin 2015.

Logo der Universität Zagreb

Call for Papers

The Tito-Stalin Split 70 Years After

vom 29.06.2018

Anlässlich des 70. Jahrestages des Bruchs zwischen Tito und Stalin 1948 laden die geschichtswissenschaftlichen Institute der Universität Zagreb und der Universität Ljubljana am 29. Juni 2018 zu einer Konferenz in die kroatische Hauptstadt ein. Die Veranstalter möchten mit Experten neue wissenschaftliche Interpretationsansätze des Tito-Stalin Konfliktes und seiner Bedeutung diskutieren. Die Herausbildung des Titoismus in Abgrenzung zum sowjetischen Stalinismus und die Suche nach einem dritten Weg in den internationalen Beziehungen sowie innerhalb Jugoslawiens bilden den Ausgangspunkt für die Konferenz. Die Bedeutung des Konflikts für den Kalten Krieg, Repressionen gegenüber und Migration von Stalinunterstützern und der Einfluss des Konfliktes auf andere Ostblockstaaten werden thematisiert. Aber auch die ideologischen Emanzipationsversuche von Moskau und deren Auswirkungen in Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur sollen beleuchtet werden. Auf die Rolle von Propaganda und geheimdienstlichen Aktivitäten wird auf der Konferenz ebenfalls eingegangen. Noch bis zum 15. Februar können Abstracts von 300 Wörtern mit einem Lebenslauf bei 1948zagrebconference@gmail.com eingereicht werden, um als Referent teilzunehmen. Die Konferenzergebnisse sollen im Dezember 2018 in einem Sammelband publiziert werden.

Logo der Ludwig-Maximilians-Universität München

Konferenz

Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses

vom 18.10.2018 | bis zum 20.10.2018

Christopher Dillon vom King's College London, Christina von Hodenberg von der Queen Mary University of London, Steven Schouten von der University of Amsterdam und Kim Wünschmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München laden zur Konferenz "Living the German Revolution 1918-19: Expectations, Experiences, Responses" ein. Als Schlüsselereignis markiert die Deutsche Revolution von 1918-19 einen historischen Wendepunkt, dennoch bleibt sie oft wenig verstanden. Die Idee der Konferenz ist es, die Geschichte der deutschen Revolution neu zu bewerten, indem die Aufmerksamkeit auf die Praktiken und die Vertretung von Protagonisten außerhalb der politischen Eliten gelenkt wird. Es gilt die subjektive Dimension der Ereignisse zu betrachten und die vielfältigen Erwartungen, Erfahrungen und Antworten der Deutschen zu erforschen - egal ob jung oder alt, weiblich oder männlich, ländlich oder urban, katholisch, evangelisch oder jüdisch. Der Fokus soll unter anderem auf der Mobilisierung und gesellschaftlichen Durchdringung der Revolution, ihren Auswirkungen auf das tägliche Leben, der Zerstörung von ererbten Autoritätsmustern, der Entstehung neuer Zugehörigkeiten, Grenzen und kulturellen Ausdrucksweisen, sowie dem komplexen und umstrittenen Erbe für das Projekt der Weimarer Republik gerichtet werden. Begrüßt werden interdisziplinäre Ansätze und Beiträge, die den Zeitrahmen November 1918 bis Mai 1919 kritisieren und die deutsche Revolution in den Zusammenhang längerfristiger Entwicklungen setzen.

Kundgebung anlässlich der Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ost-Berlin im Jahr 1951 © SLUB / Deutsche Fotothek

Sonderausstellung

Der Rote Gott - Stalin und die Deutschen

vom 26.01.2018 | bis zum 30.06.2018

Am 25. Januar wurde die Sonderausstellung Der Rote Gott - Stalin und die Deutschen in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen eröffnet. Bis zum 30. Juni 2018 kann die Ausstellung in den Räumen der Gedenkstätte täglich von 9.00-18.00 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung untersucht den Personenkult Stalins in der frühen DDR. Der Mythos um den sowjetischen Diktator soll mit der gewaltsamen Errichtung der SED-Diktatur in eine Beziehung gesetzt werden. Somit zeigt die Ausstellung wie Widersprüche durch Ideologie und Propaganda verschleiert werden. Stalin-Kult und Propaganda dienten in der DDR dazu, die Bevölkerung auf die sozialistische „Diktatur des Proletariats“ einzuschwören. Es werden Bilder, Fotos und Dokumente präsentiert. Bilder des Diktators, Teile von Stalinstatuen, Filmdokumente oder Architekturentwürfe für den Wiederaufbau von Berlin können die Besucher besichtigen. Die Ausstellung zeichnet sich durch eine Vielzahl spannender Exponate aus und legt den Fokus weniger auf lange Texttaflen. So wird plastisch und anschaulich die Funktion der Stalinpropaganda in der frühen DDR deutlich. Bei der Eröffnung haben Dr. Hubertus Knabe (Direktor Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen) und Dr. Klaus Lederer (Senator für Kultur und Europa, Berlin) ein Grußwort gesprochen. Die Moskauer Historikerin und Aktivistin Prof. Dr. Irina Scherbakowa (MEMORIAL Moskau) und der Ausstellungsleiter Andreas Engwert gaben eine Einführung in Thema und Ausstellung. Den Videomitschnitt der Veranstaltung können sie hier sehen.

Veranstaltungsreihe: Russland-Komplex, Screenshot vom Cover des Programmhefts

VHS-Kurs | Veranstaltungsreihe

Russland-Komplex

vom 25.09.2017 | bis zum 27.02.2018

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, widmet sich die Münchner Volkshochschule der Auseinandersetzung mit der historischen Zäsur von 1917 und ihren Folgen.In diesem Rahmen finden von September 2017 bis Februar 2018 rund 250 verschiedene Veranstaltungen statt, die sich mit russischer Geschichte, Politik, Kultur und Sprache beschäftigen und dazu einladen, Russland wieder, neu und anders zu entdecken.  100 Jahre nach der Russischen Revolution und 25 Jahre nach dem Ende der UdSSR, liegt der Fokus deutlich auf der Zeit der Russischen Revolution und ihrer Vorgeschichte, ihren Akteuren und Ideologien, den Hoffnungen, die sich mit dem Ende des Zarenreiches verbanden und den verbrecherischen Dimensionen und verheerenden Folgen der revolutionären Epoche – nicht zuletzt auf der Errichtung einer bolschewistischen Diktatur. Russland als der "große Nachbar im Osten", war in den vergangenen hundert Jahren Feind, Verbündeter und Partner Deutschlands. Das Leben in der Sowjetunion, insbesondere im Stalinismus, wird bei den Veranstaltungen ebenso thematisiert wie die Beschäftigung mit dem heutigen Russland und trägt dazu bei, dass wir uns heute bei der Auseinandersetzung mit der historischen Zäsur von 1917 und ihren Folgen besser „zurechtfinden".

Logo der Universität Genf

Workshop

Transnational Relations between Eastern Europe/USSR and the Middle East during the Cold War

vom 22.02.2018 | bis zum 23.02.2018

Die vielfältigen transnationalen Beziehungen zwischen Ost-Europa, der Sowjetunion sowie den Pendants im Nahen Osten während des Kalten Krieges haben in der Forschung jüngst eine wachsende Aufmerksamkeit erfahren. Ziel des Workshops in Genf ist es, noch einen Schritt weiter zu gehen und unter Berücksichtigung der langen Geschichte dieser Beziehungen die intensive Vernetzung dieser Regionen hervorzuheben. Dabei stehen drei Themen bzw. Fragen im Mittelpunkt.Der erste Fokus liegt auf gesellschaftlich einflussreichen Akteuren aus Wissenschaft, Presse und Handel, die sich bereits vor dem Kalten Krieg oft durch religiöse oder solidarische Netzwerke verbanden. Welche Rolle spielten die Religiosität und Solidarität noch in der Zeit des Ost-West-Konflikts? Welchen Einfluss hatten politische und wirtschaftliche Beziehungen aus der Vorkriegszeit? Wie wirkte sich das Wettrüsten auf die interregionalen Beziehungen aus? Zweitens wurden in der Perspektive der longue durée sowohl Osteuropa als auch der Nahe Osten als „Orient“ Westeuropas konstruiert. Inwiefern kann man beide Regionen als eine verknüpfte Peripherie Europas sehen? Damit verbindet sich drittens die Frage, ob die Bewegung der Blockfreien Staaten (Non-Aligned Movement, NAM) in den 1950-er und 60-er Jahren aus der Perspektive der verknüpften Peripherie neu interpretiert werden müssten. Könnte man beispielsweise die Gründung der NAM als Versuch sehen, einen vom Westen losgelösten östlich-mediterranen Raum zu schaffen?

Screenshot der Website des ZZF

Tagung

„It’s the economy, stupid …“? Begriff und Praxis der Ökonomisierung in der Zeitgeschichte

vom 01.03.2018 | bis zum 03.03.2018

Die Tagung „It’s the economy, stupid …“? Begriff und Praxis der Ökonomisierung in der Zeitgeschichte “findet vom 1.3. bis 3.3. 2018 am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam statt. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Bedeutungssteigerung des Ökonomischen. Der Titel der Tagung zitiert Bill Clintons Wahlkampfslogan von 1992. Dadurch wird bereits klar, dass es sich bei der Bedeutungssteigerung des Begriffes nicht um ein junges Phänomen handelt, sondern um eine bereits seit mehreren Jahrzehnten andauernde Entwicklung. Die Tagung beschäftigt sich mit verschiedenen Perspektiven auf diese Entwicklung. Die Debatte um ökonomisierende Prozesse wurde in der Vergangenheit oft von deren negativen und positiven Auswirkungen her gedacht und wurde dementsprechend emotional aufgeladen geführt. Ziel dieser Tagung ist es, den Begriff der Ökonomisierung selbst zu analysieren und zu untersuchen, wie unterschiedliche Vorstellungen von Ökonomisierung in die bisherige Debatte einflossen und diese prägten. Der Fokus der Beiträge reicht von soziologischen und juristischen bis hin zu gesundheits- und sportpolitischen Perspektiven auf die Begriffsgeschichte der Ökonomie. Es wird um Anmeldung bis zum 26. Februar 2018 unter: neumaier@zzf-potsdam.de gebeten.

Logos der Veranstalter

Tagung

16. Ost-West-Europäisches Gedenkstättentreffen Krzyżowa/Kreisau. Das Zeitalter der Umbrüche. Fortschrittsglaube und Repression in den europäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts

vom 21.03.2018 | bis zum 24.03.2018

Die Bundesstiftung Aufarbeitung, die Evangelische Akademie zu Berlin, das Zentrum „Erinnerung und Zukunft“ Breslau, die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft und die Stiftung Kreisau laden vom 21. bis 24. März 2018 zu ihrem jährlichen Ost-West-Europäischen Gedenkstättentreffen in die internationale Begegnungsstätte Krzyżowa/Kreisau ein. Diktaturen und autoritäre Regime rechtfertigen tiefgreifende gesellschaftliche, technische und wirtschaftliche Veränderungen als Modernisierungsvorhaben und setzen diese mit Repressionen oder Zwang durch. Um die Gewalt der Umwälzungen zu rechtfertigen betten die autoritären Regime ihre Fortschrittserzählung in das nationale Narrativ ein. Aber auch in Demokratien hinterlassen Umwälzungen Spuren im nationalen Narrativ. Das Treffen thematisiert am Beispiel von Gedenkstätten und Museen in Ost- und Westeuropa die Ambivalenz von Modernisierungsbestrebungen. Diskutiert wird, wie an historischen Orten der Modernisierungswille dargestellt werden kann und auf welche Weise Repressions- und Industriegeschichte ineinandergreifen. Mit welchen Methoden können Gedenkstätten einer skrupellosen Technikbegeisterung vorbeugen und Phänomene wie Zwangsarbeit oder -umsiedlung aus der Perspektive der Opfer darstellen? Die Rolle von Medien und Wissenschaft in der Entwicklung nationaler Narrative wird dabei immer mitgedacht. Das Gedenkstättentreffen in Krzyżowa/Kreisau richtet sich an Historiker und Mitarbeiter von Erinnerungsorten, Museen, Gedenkstätten, Bildungszentren, Menschenrechtsorganisationen oder Zeitzeugenprojekten. Nationale oder auch lokale Narrative und ihren Einfluss auf das jeweilige Verständnis von der Geschichte des 20. Jahrhunderts sollen offen diskutiert werden. Das Treffen möchte so zur transnationalen Vernetzung in der Gedenkstättenarbeit beitragen. Anmeldungen sind noch bis zum 7. März hier möglich.

Logo der Justus-Liebig-Universität Gießen

Konferenz

Socialist Educational Cooperation with the Global South

vom 11.05.2018 | bis zum 12.05.2018

Nachdem sich zahlreiche postkoloniale Staaten im „Globalen Süden“ ihre Unabhängigkeit gesichert hatten, priorisierten sie die Entwicklung eines demokratischen und von rassistischen Ressentiments befreiten Erziehungssystems. Im Zuge dieser Prozesse suchten große Teile der afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Länder sowie die Staaten des Nahen Ostens die Unterstützung der Sowjetunion, Kubas und der DDR. Durch diese freiwilligen oder notwendigen Kooperationen entstand ein globaler Erziehungsraum, der jedoch unterschiedliche regionale Reinterpretationen und Abwandlungen durch postkoloniale Staaten erfuhr. Über diesen Erziehungsraum mit seinen Netzwerken, Verbindungen und gesandten Beratern ist bisher nur wenig bekannt. Deshalb will die an der Justus-Liebig-Universität Gießen stattfindende Konferenz „Socialist educational Cooperation with the Global South“ Beiträge zu diesem Themenkomplex sammeln. Sie können das Programm der zweitägigen Konferenz online einsehen. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Screenshot von CfP für Konferenz: Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles

Konferenz

Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles

vom 30.05.2018 | bis zum 02.06.2018

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Late Soviet Village" des historischen Seminars der Universität Zürich findet vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2018 unter der Leitung von Prof. Dr. Nikolaus Katzer (German Historical Institute Moscow) und Prof. Dr. Ekaterina Emeliantseva Koller (University of Zurich, History Department, East European History) die Konferenz Late Soviet Village: People, Institutions, and Objects Between “Rural” and “Urban” Life Styles am DHI Moskau statt. Konferenzsprachen sind Englisch und Russisch. Reisekosten werden von den Gastgebern gedeckt. Die Ergebnisse der Konferenz sollen in einem Sammelband veröffentlicht werden. Die Konferenz möchte zu einer Neubewertung des ländlichen Raumes der späten Sowjetunion  in der Forschung beitragen. Demnach fanden am Ende der Sowjetunion zwei verflochtene interdependente Prozesse statt: die "Ruralisierung" des urbanen Lebensstils und die "Urbanisierung" des ländlichen Lebensstils. Diese Prozesse sollen auf der Konferenz anhand von verschiedenen Teilbereichen wie (Sub)Kultur, Familie, Konsumgewohnheiten, Medien, etc. untersucht werden.  Weitere Informationen zur geplanten Konferenz finden sie hier.

Logo der Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen

Tagung

Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext

vom 05.07.2018 | bis zum 06.07.2018

Die Gemeinsame Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen lädt interessierte Historikerinnen und Historiker zu dem am 5./6. Juli 2018 in München stattfindenden deutsch-russischen Kolloquium zum Thema Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext ein. Das Kolloquium setzt sich zum Ziel die Novemberevolution als Teil einer Reihe revolutionärer Umstürze in Ost- und Mitteleuropa von 1917 bis 1921 zu betrachten. Insbesondere die Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte zwischen Deutschland und Russland und die Folgen der Novemberevolution stehen im Fokus. Weitere Aspekte sind die Wechselwirkungen und gegenseitigen Bezüge der Außen- oder Parteipolitik, die ideologischen Perzeptionen, kulturelle Austauschprozesse, ökonomische Entwicklungen und die Kriegsfolgenbewältigung im Spannungsfeld von individuellen Erfahrungen, Realgeschichte und Erinnerungskultur. Die Beiträge der Tagung werden in den „Mitteilungen/Сообщения“ der Deutsch-Russischen Historikerkommission auf Deutsch und Russisch publiziert.

Logo der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt

Call for Papers

Revolutionäre Zeiten zwischen Saale und Elbe. Das heutige Sachsen-Anhalt in den Anfangsjahren der Weimarer Republik

vom 27.10.2018

Der 8. Tag der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte, die am 27. Oktober 2018 in Halle (Saale) stattfinden wird, trägt den Titel „Revolutionäre Zeiten zwischen Saale und Elbe. Das heutige Sachsen-Anhalt in den Anfangsjahren der Weimarer Republik“. Die Veranstalter wollen ein umfassendes Verständnis der formativen Jahre der Weimarer Republik ermöglichen, indem sie die bereits bestehenden zahlreichen Studien zu München und Berlin in dieser Zeit um einen regionalgeschichtlichen Beitrag zu dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt erweitern. Die von der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt ausgerichtete Tagung will die Geschehnisse in der preußischen Provinz Sachsen und im Freistaat Anhalt analysieren und eine vergleichende Perspektive auf andere Regionen ermöglichen. Dabei sollen nicht nur politische Ereignisse wie die Gründung von Arbeiter- und Soldatenräten thematisiert werden, sondern auch der „ökonomische und soziale Strukturwandel“ für die Region, der mit dem Ende des Ersten Weltkriegs einherging. Die Veranstalter erbitten die Zusendung von Abstracts von etwa 2.000 Zeichen bis zum 15. März an: kontakt@hiko-sachsen-anhalt.de. Die Vorträge der Tagung sollen nur etwa 20 Minuten dauern, da für Diskussionen ausreichend Platz sichergestellt werden soll.

Screenshot von Flyer der Vortragsreihe: 100 Jahre Tscheka – 100 Jahre (Post-) Kommunistische Geheimdienste

Veranstaltungsreihe

100 Jahre Tscheka – 100 Jahre (Post-) Kommunistische Geheimdienste

vom 09.01.2018 | bis zum 27.02.2018

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam) lädt anfang des Jahres 2018 in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Land Berlin und der Stiftung Berliner Mauer zur Vortragsreihe „100 Jahre Tscheka – 100 Jahre (post-)kommunistische Geheimdienste“ ein. Die Vorträge finden im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer statt. Dienstag, 9. Januar 2018, 19 Uhr„»Special Zones« of Memory. Reflections on the Centenary of the Soviet Secret Police“ Julie Fedor (Universität Melbourne) Vortrag und Podiumsgespräch (in engl. Sprache) mit Gabriele Freitag (DGO)Dienstag, 23. Januar 2018, 19 Uhr„Exportartikel Geheimpolizei. Der Aufbau der Geheimpolizeien in Ostmitteleuropa und der DDR“ Andreas Hilger (Deutsches Historisches Institut Moskau) Vortrag und Podiumsgespräch mit Jan C. Behrends (ZZF)Dienstag, 13. Februar 2018, 19 Uhr„Die Internationale der Tschekisten. Eine Kulturgeschichte der Geheimpolizeien im Ostblock“ Emmanuel Droit (Universität Straßburg) Vortrag und Podiumsgespräch mit Jens Gieseke (ZZF)Dienstag, 27. Februar 2018, 19 Uhr„Vom KGB zum FSB. Der Geheimdienst in Russland heute“ Evgenia Lezina (Levada-Zentrum Moskau) Vortrag und Podiumsgespräch (mit russisch-deutscher Übersetzung) mit Manfred Sapper (DGO/Zeitschrift „Osteuropa“)

Logo der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Sonderausstellung

Von Buchenwald nach Karaganda

vom 16.09.2017 | bis zum 31.03.2018

Sonderausstellung über Internierte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 in Kasachstan 1947 bis 1949 vom 16. September 2017 bis zum 31. März 2018 in der Gedenkstätte Buchenwald.8. Februar 1947: Am Bahnhof Buchenwald stehen mehr als 1.000 Internierte aus dem sowjetischen Speziallager Nr. 2 für einen Transport bereit. Zum Arbeitseinsatz in der Sowjetunion bestimmt, führt ihr Weg in die kasachische Stadt Karaganda. Der Transport ist ein Ausnahmefall in der Geschichte des Speziallagers Buchenwald, in dem Beschäftigungslosigkeit und strenge Isolation herrschen. Von Hunger und Krankheiten geschwächt, ist die Mehrheit der zu diesem Zeitpunkt insgesamt 15.000 dort Internierten weder transport- noch arbeitsfähig.Am 20. März 1947, nach sechswöchiger Fahrt unter schwierigen Bedingungen, erreichen 1.038 Internierte das Kriegsgefangenenlager Nr. 7099 in Karaganda. Harte Arbeit im Bergbau und auf Baustellen prägt den Alltag der Gefangenen. Nach Jahren der Ungewissheit können sie ab Ende 1947 erstmals Postkarten schreiben und so Kontakt zu ihren Angehörigen aufnehmen. Nach Gründung beider deutscher Staaten 1949 werden die meisten Internierten entlassen.70 Jahre später informiert die Sonderausstellung der Gedenkstätte Buchenwald über Geschichte und Hintergrund dieses Transportes.

Screenshot von Veranstaltungswebsite der Rosa-Luxemburg-Stiftung: Verschmäht, vergessen oder glorifiziert? Blicke auf 100 Jahre Revolution 1918/19

Podiumsgespräch

Verschmäht, vergessen oder glorifiziert? Blicke auf 100 Jahre Revolution 1918/19

vom 23.02.2018

Anlässlich des Gedenkjahres zur Novemberrevolution 1918/1919 lädt die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem Friedhof der Märzgefallenen, dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, dem August-Bebel-Institut und dem Berliner Münzenbergforum zu einer Podiumsdiskussion ein. Die Rezeption der deutschen Revolution innerhalb der Linken soll untersucht werden. Wie die Ereignisse der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933, die deutsche Teilung 1949, die Studierendenrevolten 1968 und die Wiedervereinigung 1989 linke Wahrnehmungsmuster auf die Revolution verändert haben, soll auf dem Podium diskutiert werden. Die Veranstalter haben hierfür Peter Brandt (Fernuniversität Hagen), Rüdiger Hachtmann (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Dietmar Lange (FU Berlin), Jörn Schütrumpf (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Anja Thuns (HU Berlin) eingeladen. Moderiert wird die Veranstaltung von Susanne Kitschun (Friedhof der Märzgefallenen Berlin). Die Veranstaltung findet am 23. Februar von 19.00 bis 22.00 Uhr in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie hier.

Screenshot des Veranstaltungsflyers: 1968 – eine weltpolitische Zäsur

Konferenz

1968 – eine weltpolitische Zäsur

vom 07.03.2018 | bis zum 08.03.2018

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von 1968 lädt die Deutsche Gesellschaft e. V. gemeinsam mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am 7. und 8. März 2018 zu einer Konferenz in die Landesvertretung Sachsen-Anhalt beim Bund in Berlin ein. Journalisten, Politiker und Wissenschaftler werfen einen europäischen und globalgeschichtlichen Blick auf die Ereignisse des Jahres 1968. Die gesellschaftliche Bedeutung, das Vermächtnis, die Rolle im heutigen politischen Diskurs und die Bedeutung als europäischer Erinnerungsort werden diskutiert. Folgende drei Panels setzen die inhaltlichen Schwerpunkte der Veranstaltung: Die 1960er-Jahre im internationalen Kontext, 1968 – Gesellschaften im Aufbruch, Nachwirkungen und Perspektiven von 1968. Gerade durch den globalgeschichtlichen Blick gelingt es den Veranstaltern die Aufstandsversuche und Revolten in den kommunistischen Diktaturen der 1960er-Jahre nicht aus dem Blick zu verlieren und in Bezug zu den Ereignissen in Westeuropa und den USA zu setzen. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei, um Anmeldung wird bis zum 5. März 2018 unter heike.tuchscheerer@deutsche-gesellschaft-ev.de gebeten. Die Veranstaltung wird als Bildungsurlaub anerkannt.

Revolution 1918: Ankündigungs des Stücks im Axensprung Theater

Theaterstück

Revolution!? - Ein Schauspiel über die politischen Umbrüche in Deutschland 1918/19

vom 01.04.2018 | bis zum 24.02.2019

Das Museum für Hamburgische Geschichte, das vom 25. April 2018 bis zum 24. Februar 2019 eine Sonderausstellung zum Thema „Revolution 1918/1919 in Hamburg“ zeigen wird, führt in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für poltische Bildung Hamburg und dem Theater Axensprung ein gleichnamiges Theaterstück auf. Die Geschichte dieses Theaterstücks handelt von der Meuterei der Kieler Matrosen im Oktober/November 1918 und der Gründung der dortigen Soldaten- und Arbeiterräte, der Rätebewegung in Hamburg bis hin zur "gesamtdeutschen Zerschlagung und Unterdrückung der verbliebenen basisdemokratischen Bewegungen durch die Freikorps".Im Mittelpunkt der Erzählung stehen fünf Protagonisten: Ein Kieler Matrose, eine Hamburger Fabrikarbeiterin, ein Freikorpsmann, Reichswehrminister Noske und der Hamburger Bürgermeister Werner von Melle. Ihre zum Teil realen, aber auch fiktiven Geschichten und Loyalitätskonflikte spiegeln die wirren Zeiten wider und das Stück veranschaulicht, wie sehr Hunger und Aussichtslosigkeit, aber auch die Verheißung einer neuen menschlicheren Zeit, die Gefühle bestimmen und unter welchen Bedingungen diese Menschlichkeit verloren geht bzw. bewahrt bleibt. Das Stück lässt zudem die Frage aufkommen, welche politischen und gesellschaftlichen Modelle damals möglich gewesen wären und welche der „Notwendigkeit“ und der politischen Pragmatik geopfert wurden.

Logo des Instituts für soziale Bewegungen

Workshop

A Period of Global Revolutions (Mid-1900s until mid-1920s). Foreshadowing the 20th century or ending a long revolutionary tradition?

vom 24.05.2018

Am Institut für soziale Bewegungen veranstalten Prof. Dr. Stefan Berger und Prof. Dr. Klaus Weinhauer den Young Scholars Workshop „A Period of Global Revolutions (Mid-1900s until mid-1920s). Foreshadowing the 20th century or ending a long revolutionary tradition?” Obwohl Revolutionen in nationalstaatlichen Meistererzählungen traditionell Säulen der Erzählung darstellen, hat die transnationale historische Forschung bislang eine Epoche globaler politischer Umbrüche vernachlässigt: Die Revolutionen der Jahre zwischen 1905 und der Mitte der 1920er-Jahre. Der am Institut für soziale Bewegungen stattfindende Workshop versucht deshalb, in einem vergleichenden, begriffsgeschichtlichen und transnationalen Ansatz, neue Perspektiven auf die revolutionären Umbrüche dieser Jahre zu ermöglichen. Mit einer Konzentration auf „relevante Weltregionen“ will der Workshop sich von nationalen und regionalen Narrativen befreien und die Kategorisierung der betrachteten Ereignisse als „Revolutionen“ hinterfragen.

Stalinporträt hinter Werbetafel in Tiflis 2015, (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Vortrag | Veranstaltungsreihe

Stalins Volk. Nationale Identität in Georgien

vom 06.06.2018

Am 6. Juni um 18.00 Uhr wird Davit Jischkariani  in der Bundesstiftung Aufarbeitung einen Vortrag zu Stalins Volk. Nationale Identität in Georgien halten. Die Veranstaltung ist der letzte Teil der zweiteiligen Reihe Stalins langer Schatten: Zwei Vorträge über die Aufarbeitung der Sowjetgeschichte in Georgien. Die Kritiker und Gegner der sowjetischen Herrschaft in Georgien warfen Moskau vor, das Land seiner nationalen Identität beraubt zu haben. Diese Rhetorik hielt auch nach der Erlangung der Unabhängigkeit 1991 an und ist in Georgien weithin verbreitet. Der Historiker Davit Jischkariani hinterfragt diese Perspektive. Tatsächlich wurden die zentralen Linien der Politik in Georgien bis 1991 im Moskauer Zentrum geplant. So wie für alle anderen Sowjetrepubliken auch. Allerdings waren es lokale Eliten, die die Moskauer Politik in der Peripherie ausführten und dabei nach Stalins Tod wachsende Handlungsspielräume ausnutzten. Der Historiker Davit Jischkariani ist Mitbegründer von SOVLAB, dem Soviet Past Research Laboratory in Tbilisi. Er studierte dort von 2004 bis 2008 Geschichte an der staatlichen Iv. Javakhischwili Universität Tbilisi. Zwischen 2010 und 2012 absolvierte er ein Magisterstudium in Russlandkunde. 2013/2014 war Jischkariani Junior Research Fellow am Zentrum für Russland- und Osteuropakunde der Universität Warsaw. Im Moment unterrichtet er „Totalitäre Regimes des 20. Jahrhunderts” an der kaukasischen Universität. Seine Forschungsfelder umfassen: Repressionen in der Sowjetunion, Stalinismus, sowjetische Nationalpolitik. 

Screenshot der Homepage der Academia Europaea Wroclaw

Call for Papers

Cultural Landscapes in Central and Eastern Europe after World War II and the Collapse of Communism

vom 19.09.2018 | bis zum 21.09.2018

Nach der Konferenz von Potsdam wurden durch die Umsiedlung und Vertreibung von Millionen von Menschen viele einst multiethnisch geprägte Gebiete Ostmitteleuropas in neue, weitgehend monoethnische Staaten umgewandelt. In den kommunistischen Staaten der Region wurden damit auch die Spuren verschiedenartiger kultureller und nationaler Identitäten ausgelöscht. Zugleich veränderten auch Modernisierung und Kollektivierung die ländlichen und städtischen Landschaften grundlegend, und „Landschaft“ wurde zudem zum festen Bestandteil kommunistischer Ideologie. Nach 1989 wurden die Landschaften der Region durch wirtschaftliche und politische Veränderungen dann erneut von Grund auf restrukturiert: Regierungen und nationale Zugehörigkeiten wurden dezentralisiert und öffentlicher Raum durch Privatisierungen zur Handelsware. Zugleich gewann aber auch das Nachdenken über Ökologie und Umweltschutz an Bedeutung. Die Konferenz möchte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes- und Sozialwissenschaften einladen, aus ihrer Perspektive über die Neuordnung des physischen und sozialen Raums in Ostmitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg zu berichten. Kontakt: Katarzyna Majkowska (majkowska[at]acadeuro.wroclaw.pl)

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr hat seinen Hauptsitz in der Villa Ingenheim in Potsdam, Urheber: karstenknuth, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Workshop

Blicke auf die Revolution 1918/19

vom 01.11.2018 | bis zum 02.11.2018

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam richtet im November 2018 in Zusammenarbeit mit dem Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte und dem Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg den Workshop „Blicke auf die Revolution 1918/19“ aus. Vor dem Hintergrund eines neuen Interesses an den Ereignissen vom Kieler Matrosenaufstand über die Novemberrevolution bis zum Einsatz des Militärs wollen die Organisatoren neue Forschungsergebnisse diskutieren. Dabei sollen die revolutionären Ereignisse in den Novembertagen 1918, die Frage nach dem Verhältnis von Peripherie und Zentrum und die Rekonstruktion der Handlungen wie Sichtweisen von Akteuren und Institutionen mit ihren Intentionen und Handlungsspielräumen betrachtet werden. Diese drei Dimensionen werden auf vier Sektionen verteilt, so dass multiperspektivisch die Realgeschichte im November 1918 in Kiel und Berlin sowie die Retrospektive, also der erinnerungskulturellen Umgang mit Meuterei und Novemberrevolution in je zwei Sektionen im Zentrum stehen. Die Referate haben eine Länge von 20 Minuten. Eine Veröffentlichung als Tagungsband ist geplant.

Screenshot der Website des Jüdischen Museums Wien

Sonderausstellung

Genosse. Jude. Wir wollten nur das Paradies auf Erden

vom 06.12.2017 | bis zum 01.05.2018

Die Ausstellung "Genosse. Jude – Wir wollten nur das Paradies auf Erden" findet vom 6. Dezember 2017 bis zum 1. Mai 2018 im Jüdischen Museum Wien statt. Sie blickt aus spezifisch jüdischer Sicht auf den Kommunismus, von seinen Anfängen bis zur Perestroika. Die zahlreichen Verbindungen zwischen österreichischen und russischen Marxisten, auf diplomatischer und politischer ebenso wie auf gesellschaftlicher und kultureller Ebene bilden den Ausgangspunkt für die Betrachtung der Geschichte des Kommunismus. Eine große Sammlung von Plastiken, Gemälden, Plakaten und Schriftstücken jüdischer Künstler und Intellektueller versucht, die Entwicklung des Kommunismus in Österreich und in der Sowjetunion nachzuzeichnen. Passenderweise findet die Ausstellung, die Judentum und Kommunismus zusammen denkt, in Wien statt: bot die Stadt im Laufe des 20. Jahrhunderts doch vielen jüdischen Emigranten Zuflucht – sei es Leo Trotzki, der sich hierher vor zaristischer Verfolgung in Sicherheit gebracht hatte, oder die zahlreichen jüdischen Sowjetbürger, die in den 1970er-Jahren über Österreich in die USA oder nach Israel auswandern.

Cover der Ausstellung. Urheber: Gustavs Klucis, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Ausstellung

Oкнa - Fenster. Sowjetische Plakate als Fenster zum Kommunismus

vom 08.09.2017 | bis zum 30.03.2018

Anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution zeigt das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) die Ausstellung „Oкнa - Fenster. Sowjetische Plakate als Fenster zum Kommunismus“. Sie thematisiert die „Fenster“, wie sowjetrussische Propagandisten ihre meist eilig konzipierten Werke nannten. Für die Sowjetunion und ihre Nachrichtenagenturen produzierten Künstler erster Güte in einer enormen Geschwindigkeit politisch agitierende Plakate. Die Ausstellung des ZZF konzentriert sich im Jubiläumsjahr 2017 in 28 Reproduktionen auf die Geburt der Sowjetunion durch die Russische Revolution und den darauf folgenden Russischen Bürgerkrieg sowie die ersten Jahren der Industrialisierung, die in der Sowjetunion ca. 1930 einsetzte. Den Flyer zur Plakatausstellung können Sie hier als PDF betrachten.Eröffnet wird die Ausstellung am 7. September 2017 um 18 Uhr in folgenden Räumen:Zentrum für Zeithistorische Forschung PotsdamGroßer SeminarraumAm Neuen Markt 9 d14467 Potsdam