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24. Helmstedter Universitätstage: Revolution! Verehrt-verhasst-vergessen

Archiv | Veranstaltung | vom 20.09.2018 | bis zum 23.09.2018 | Stadt Helmstedt: Projekt "Grenzenlos - Wege zum Nachbarn"
Logo 24. Helmstedter Universitätstage
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1918, vor genau 100 Jahren, führte die Novemberrevolution am Ende des Ersten Weltkrieges zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und zur Entstehung der Weimarer Republik, einer parlamentarischen Demokratie. Die 24. Helmstedter Universitätstage finden anlässlich dieses Jubiläums unter dem Titel "Revolution! - Verehrt - Verhasst - Vergessen" vom 20.-23. September 2018 in Helmstedt statt. Revolutionen können einerseits zu einem Mythos werden, wie die Französische Revolution von 1789 oder die friedliche Revolution von 1989, die aus einem geteilten Deutschland wieder einen gemeinsamen Staat entstehen ließ. Andererseits können sich Revolutionen aber auch zum Tabuthema oder Streitfall entwickeln, wie es bei der chinesischen Kulturrevolution von 1966 bis 1976 der Fall war.

Die Helmstedter Universitätstage wollen die Bedeutung und die Folgen von historischen Revolutionen näher beleuchten und dadurch gleichzeitig an die Gründung der Weimarer Republik als erste deutsche Demokratie erinnern. Die einzelnen Vorträge und Diskussionsforen fragen danach, wie Revolution und Demokratie zusammenhängen, um die Nachwirkungen der Revolutionen des 20. und 21. Jahrhunderts zu analysieren.

Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm beginnt am Donnerstag, 20. September, mit einer Kino-Sondervorstellung, die den Spielfilm „Das Lied der Matrosen“, der sich inhaltlich mit der Oktoberrevolution 1917 auseinandersetzt, zeigt. Am 21. September beginnt das Programm mit einem Einführungsvortrag zum Thema „1848 - 1918 - 1989: Deutsche Revolutionserinnerungen“, bietet dann einen Vortrag mit dem Titel „Die revolutionäre Begründung der Deutschen Republik am 9. November 1918 - eine Legende?“ und endet mit einer Lesung von Thomas Brussig aus "Beste Absichten". Das Programm am 22. September sieht neben einer Führung zu Helmstedter Universitätsgeschichte Vorträge zu den Themen „Die europäische Erinnerung an die Oktoberrevolution“, „Die Revolutionsromantik der Studentenbewegung“, „Revolution in Ägypten: Niederlage -Mythenbildung-Fortsetzung“, „Lateinamerikas Revolutionsmythos“ und „Der Erinnerung zum Trotz: Die Kulturrevolution und warum China immer noch an Mao glaubt“ vor. Ein Festgottesdienst in der St. Stephani-Kirche beschließt dann am 23. September die Helmstedter Universitätstage.

Ebenfalls ein umfangreiches Programm zum Revolutionsthema bietet das Helmstedter Uni-Kino. Unter dem Motto der Helmstedter Universitätstage werden den Besuchern unterschiedliche Filme geboten. Der Eintritt ist frei, um eine vorherige Anmeldung unter info@universitaetstage.de wird gebeten.

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