...

 

Kinder des Oktober - 100 Jahre Revolution und kein Ende?

Termine | Veranstaltungsreihe | vom 27.09.2017 | bis zum 01.02.2018 | Forschungsstelle Osteuropa (FSO) an der Universität Bremen
Lenin Superman, Collage von Karel Trinkewitz, ohne Titel, o.D., Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, FSO 2-060
Lenin Superman, Collage von Karel Trinkewitz, ohne Titel, o.D., Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, FSO 2-060

Mit der Oktoberrevolution 1917 begann ein neues Zeitalter: Für die einen war die Revolution Verheißung, Erlösung, Befreiung, Gerechtigkeit, Aufatmen, eine Zukunft in Freiheit und Fortschritt. Für die anderen bedeutete sie Hunger, Zerstörung, Verfolgung, Flucht, Deportation, GULag und Tod. Die Machtübernahme der Bolschewiki hat das 20. Jahrhundert maßgeblich geprägt.
In der Veranstaltungsreihe „Kinder des Oktober“ sollen die verschiedenen Facetten und Schicksale mehrerer Generationen von „Kindern“ und „Kindeskindern“ des gewaltsamen Umsturzes reflektiert werden: Historiker wie Karl Schlögel und Gerd Koenen stellen ihre neusten Studien vor; Zeitzeugen aus mehreren Generationen aus Ostmitteleuropa und der ehemaligen UdSSR berichten von ihren Lebenserfahrungen, von Konformität, Protest und Repression; in Spiel-, Dokumentarfilmen und einer Oper werden Alltag und Ausnahmezustand im Sozialismus verarbeitet; auf Podiumsdiskussionen wird das schwierige Erbe des Kommunismus in Ost(mittel)europa heute analysiert.
Die Auseinandersetzung findet unter einem „Bremischen“ Blickwinkel statt. Die 1982 gegründete Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen steht für das Erbe des „anderen Osteuropa“ und die vielfältigen Menschenrechts- und Oppositions- Gruppen, die hinter der Fassade der scheinbar monolithischen Parteiapparate eine sehr bunte Kultur entwickelten. Die Veranstaltungsreihe wird auch das Erbe dieser „Kinder des Oktobers“ beleuchten und fragen, was aus ihm geworden ist.

 

Veranstaltungsporgramm:

Mittwoch, 27.9.2017, 20 Uhr

Filmvorführung „Żydokomuna“ (Polen 2010, 75 min, OmU) und Gespräch mit der Regisseurin Anna Zawadzka (Warschau), Moderation: Magdalena WaligórskaOrt: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 BremenEintritt: 7,50 €/4,50 € erm.

Donnerstag, 26.10.2017, 20.30 Uhr
Filmvorführung „235 000 000 Gesichter“ (UdSSR 1967, 100 min, ohne Dialog), Einführung von Susanne Schattenberg
Ort: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 Bremen
Eintritt: 9 Euro / 5,5 Euro erm.

Montag, 6.11.2017, 17 Uhr
Podiumsgespräch mit der Regisseurin Katharina Schmitt sowie den Osteuropa-Experten Susanne Schattenberg und Wolfgang Schlott zur Einführung in die Oper „Kein Mensch“ (Premiere im Theater Bremen am 7.11.)
Moderation: Libuse Cerna
Ort: noon/ Foyer Kleines Haus, Theater Bremen, Goetheplatz 1, 28203 Bremen
Veranstalter: globale°- Festival für grenzüberschreitende Literatur
Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 7.11.2017, 19 Uhr
Premiere der Oper „Kein Mensch“ am Theater Bremen
Musik: Jiří Kadeřábek, Regie: Katharina Schmitt (Uraufführung Prag 2017)
Ort und Veranstalter: Theater Bremen, Goetheplatz 1, 28203 Bremen
Eintritt: 25/19/9 €

Dienstag, 21.11.2017, 18.30 Uhr
Buchvorstellung von Gerd Koenen: „Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“ (C.H. Beck 2017)
Moderation: Susanne Schattenberg
Ort: Haus der Wissenschaften, Olbers-Saal, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen 
Der Eintritt ist frei. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an.

Donnerstag, 23.11.2017, Doppelprogramm, Beginn 18 Uhr
Filmvorführung von „Die Kommissarin“ (UdSSR 1967, 110 min, russ. OmU, s/w, Regie: Alexander Askoldov) und Dokumentarfilm „Alexander Askoldov und sein Film ‚Die Kommissarin‘“ (WDR 1997, 43 min, Regie: Heinrich Billstein), Einführung und Gespräch mit Heinrich Billstein
Ort: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 Bremen
Eintritt: 11 €/7,50 € erm.

Dienstag, 28.11.2017, 18.30 Uhr
Buchvorstellung von Karl Schlögel: „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“ (C.H. Beck 2017)
Moderation: Susanne Schattenberg
Ort: Bremische Bürgerschaft, Am Markt 20, 28195 Bremen
Der Eintritt ist frei. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an.

Donnerstag, 30.11.2017, 19 Uhr
Das Erbe der Väter. Gespräch mit Katja Petrowskaja (Berlin) und Gassan Gussejnow (Moskau)
Moderation: Ulrike Huhn
Ort: Stadtbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen
Diese Veranstaltung ist zugleich Teil der „globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur“. Die Buchhandlung Storm bietet einen Büchertisch an.
Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 5.12.2017, 18.30 Uhr
Wohin steuert die Ukraine? Zur Lage von Demokratie und Menschenrechten
Moderation: Manfred Zeller
Ort: Europa-Punkt Bremen, Am Markt 20, 28195 Bremen
Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 6.12.2017, 10.15 - 12 Uhr
„Angst vor der Freiheit" - Erlebnisse aus der Haft. Zeitzeugengespräch mit Semjon Glusman – in russischer Sprache mit Übersetzung
Moderation: Manuela Putz
Ort: Forschungsstelle Osteuropa, Konferenzraum im 3. OG, Klagenfurter Str. 8, 28 359 Bremen
Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 7.12.2017, 20 Uhr
Filmvorführung „Operation Wedding” (Lettland 2016; 63min, OmeU), Dokumentarfilm von Anat Zalmanson-Kuznetsov. Einführung durch Manuela Putz
Ort: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 Bremen
Eintritt: 7,50 €/4,50 € erm.

Dienstag, 19.12., 19.30 Uhr
Buchvorstellung von „Leonid Breschnew. Staatsmann und Schauspieler im Schatten Stalins. Eine Biographie“ (Böhlau 2017)
Ort: Buchhandlung Storm, Langenstr.11, 28195 Bremen
Um Anmeldung wird gebeten per e-mail an storm@storm-bremen.de oder telefonisch unter 0421-321523
Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 16.1.2018, 18.30 Uhr
„The Solidarity Betrayed”. Gespräch mit Józef Pinior (Wrocław) – in englischer Sprache
Moderation: Jacob Nuhn
Ort: Europa-Punkt Bremen, Am Markt 20, 28195 Bremen
Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 18.1.2018, 20 Uhr
Film von Heinrich Billstein und Wolfgang Horn »Mischka, Revolutionärin, Gefangene, Dissidentin« (WRD 1990/91), anschließend Gespräch mit Heinrich Billstein
Ort: Bremer Kommunalkino City 46, Birkenstr. 1, 28 2195 Bremen 
Eintritt: 7,50 €/4,50 € erm.

Donnerstag, 1.2.2018, 18.30 Uhr
Podiumsgespräch „Anspruch und Erbe demokratischer Revolutionen“ mit Gábor Demszky (Budapest), Irina Scherbakowa (Moskau) und Wolfgang Eichwede (Bremen/Berlin)
Moderation: Alfred Eichhorn (Berlin)
Ort: Haus der Wissenschaften, Olbers-Saal, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen
Der Eintritt ist frei.

 

 

 

Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Diese Veranstaltung wird aus Mitteln des Programms "Der Kommunismus im 20. Jahrhundert" unterstützt.

Veranstalter: