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Screenshot von berlinischegalerie.de

Ausstellung

Die Novembergruppe, Berlinische Galerie, Berlin

vom 09.11.2018 | bis zum 11.03.2019

Vom 9. November 2018 bis zum 11. März 2019 findet in der Berlinischen Galerie eine Ausstellung von Werken derjenigen Künstlerinnen und Künstler statt, die sich unter dem Namen „Novembergruppe“ zusammengefunden hatten. Die Novembergruppe wurde im Zuge der revolutionären Umbrüche im Winter 1918/19 in Berlin als „Vereinigung der radikalen bildenden Künstler“ gegründet. Die für alle Stilrichtungen – von Kubismus, Neue Sachlichkeit und Futurismus bis hin zu Expessionismus und Dada – offene Vereinigung definierte sich weniger über einen gemeinsamen künstlerischen Stil als über die geteilte Überzeugung, durch ihre Kunst zur Schaffung einer neuen, liberaleren Gesellschaft beitragen zu können. Bis 1932 präsentierte die Gruppe an die 3.000 Werke von über 470 Kunstschaffenden. Mit dem Ende der Weimarer Republik und dem Aufkommen der Diktatur ging auch das Wirken der Novembergruppe zu Ende – die Ausstellung erlaubt Besucherinnen und Besuchern, sich einen Eindruck vom Wirken dieser Gruppe zu verschaffen. Unter anderem werden Wekre von Rudolf Belling, Hans Brass, Otto Dix, Max Dungert, Theo van Doesburg, Max Ernst, Otto Freundlich, Paul Goesch, Walter Gropius, George Grosz, Hannah Höch, Raoul Hausmann, Issai Kulvianski, Paul Klee, El Lissitzky, Erich Mendelsohn, Ludwig Mies van der Rohe, Laszlo Moholy-Nagy, Piet Mondrian, Otto Möller, Moriz Melzer, Oswald Herzog, Max Pechstein, Iwan Puni, Emy Roeder, Georg Scholz, Fritz Stuckenberg, Max und Bruno Taut und Georg Tappert ausgestelt. 

Logo des DHI Moskau

Konferenz

Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy

vom 27.05.2019 | bis zum 28.05.2019

Vom 27. bis zum 28. Mai 2019 findet  am Deutschen Historischen Institut Moskau die Konferenz “Vse idet po planu? – Unwrapping the (un)planned Soviet economy” statt. Der Titel “Vse idet po planu” (russisch für “Alles läuft nach Plan?”) beinhaltet bereits die zentrale Fragestellung, der sich die Konferenz widmet. Die sowjetische Wirtschaftsgeschichte wird in der Regel als eine Geschichte der Planwirtschaft verstanden. Diese Sichtweise impliziert meistens eine Wertung der sowjetischen Ökonomie als ineffizient und inflexibel und sieht in dieser den Hauptgrund für den Kollaps der Sowjetunion. Doch der Fokus auf “den Plan” als konstituierendes Element der sowjetischen Wirtschaft lässt andere Aspekte außer Acht. Zum Beispiel, dass Pläne regelmäßig den wirtschaftlichen Realitäten angepasst wurden und somit nicht dem gängigen Bild eines inflexiblen, der wirtschaftlichen Entwicklung hinderlichen, Elementes, entsprechen müssen. Ebenso kann eine ausschließliche Fokussierung auf den Plan keine Erklärungen für die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik liefern. Die Konferenz setzt sich zum Ziel, neue Kategorien zur Analyse der Wirtschaft der poststalinistischen Sowjetuinion zu entwickeln. Konferenzsprachen sind Russisch und Englisch. 

Screenshot der Ausstellungsankündigung

Sonderausstellung

Trotz alledem und alledem. Kulturerbe Arbeiterlied

vom 29.03.2019 | bis zum 31.03.2019

Im Jahr 2014 wurde das „Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung“ in das Verzeichnis des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Dadurch wurde eine politisch-künstlerische Ausdrucksart offiziell anerkannt, die drohte, in Vergessenheit zu geraten. Die Arbeiterlieder dienten im 19. und frühen 20. Jahrhunderts vor allem als  Protestlieder, deren Ursprung in der industriellen Revolution begründet war. Millionen Menschen sangen ihre Strophen. Die Ausstellung „Trotz alledem und alledem. Kulturerbe Arbeiterlied“ begibt sich auf die Spurensuche der Arbeiterlieder, einem Kulturgut, das 1933 unter der Herrschaft der Nationalsozialisten verboten und zerstört wurde. Das sozialkritische Lied „Trotz alledem“ von Ferdinand Freiligrath, auf das der Titel der Ausstellung anspielt, ist eines der bis heute am häufigsten rezipierten Lieder der 1848er-Revolution. Besonders in Deutschland erfuhren die klassischen Arbeiterlieder in den 1970er-Jahren eine Renaissance, verschwanden aber in den 1990er-Jahren gänzlich. Arbeiterlieder spiegeln die historischen Zustände ihrer Zeit wider und vermitteln somit Wissen über die damaligen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umstände und Machtverhältnisse. Die Ausstellung ist vom 29. März bis zum 31. März 2019 im Rahmen des 20. Festivals „Musik und Politik“ in der Volksbühne Berlin zu sehen.

Sonderausstellung

30. Jahrestag der Niederschlagung der Studentenbewegung in Peking im Juni 1989

vom 11.02.2019 | bis zum 16.03.2019

Anlässlich des 30. Jahrestags der Niederschlagung der Pekinger Studentenbewegung von 1989 zeigt die Zentralbibliothek Hamburg vom 11.02.2019 bis zum 16.03.2019 eine Sonderausstellung chinesischer Kunst. Im Mai 1989 begann in Peking der Hungerstreik tausender chinesischer Studierender, die für eine Demokratisierung des kommunistischen Chinas demonstrierten. Auslöser der Protestwelle war der Tod des reformerischen Parteichefs Hu Yaobang. Die Forderungen richteten sich vor allem für die Einrichtung von Pressefreiheit und gegen die Korruption. Zwei Monate dauerte der Protest der Studierenden und Beschäftigten gegen das Regime der Kommunistischen Partei Chinas. In der Nacht zum 4. Juni 1989 gingen chinesische Truppen mit Panzern gegen die studentische Protestbewegung vor und räumten gewaltsam den Platz des Himmlischen Friedens. Zahlreiche Zivilisten wurden dabei verletzt oder kamen ums Leben. Die Kommunistische Partei Chinas überstand die Protestwelle und die innerparteilichen Konflikte 1989 unbeschadet. Zur Eröffnung der Sonderausstellung werden der Künstler Andreas Schmid und die Sinologin Stefanie Thiedig Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der chinesischen Kunst geben und über die Bedeutung und den Einfluss der Niederschlagung der Protestbewegung von 1989 auf die heutige Zeit sprechen. Die Sonderausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der Hamburger Sinologischen Gesellschaft e.V., der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und den Bücherhallen Hamburg. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Logo: Themenwinter: 100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19

Ausstellung | Veranstaltungsreihe

Themenwinter: 100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19

vom 09.11.2018 | bis zum 18.03.2019

Die Jahre 1918/19 waren eine Zeitspanne mit weltgeschichtlicher Bedeutung. Die Novemberrevolution in der Endphase des Ersten Weltkriegs führte zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und zur Ausrufung der Republik am 9. November 1918 in Berlin. Kurz darauf wurde am 11. November durch den Waffenstillstand von Compiègne das Ende des Ersten Weltkriegs besiegelt. Diese Ereignisse bildeten den Grundstein für die Schaffung der ersten deutschen parlamentarischen Demokratie, der Weimarer Republik. Die Auswirkungen dieser Geschehnisse reichten weit über die Stadtgrenzen Berlins hinaus, aber prägten auch die Stadtgeschichte selbst nachhaltig. 2018 jähren sich diese historisch bedeutsamen Ereignisse zum 100. Mal. Passend zum Jubiläumsjahr wurde von „Kulturprojekte Berlin“ das Projekt „100 Jahre Revolution. Berlin 1918/19“ ins Leben gerufen. Ziel des Projektes, das in Kooperation mit verschiedenen Partnern in Berlin realisiert wird, ist es, an diese weltgeschichtlichen Ereignisse zu erinnern und an gegenwärtige politische Debatten anzuknüpfen. Das Projekt sieht die Einrichtung eines Themenwinters vor, der mittels umfangreicher Veranstaltungs- und Ausstellungsreihen umgesetzt wird. Ziel des Themenwinter ist einerseits die Vermittlung von historischem Wissen und andererseits die Relevanz der Auseinandersetzung mit diesen Ereignissen herauszukristallisieren und zu betonen. Das Projektprogramm ist in sieben Programmpunkte gegliedert, die jeweils einem der wichtigsten Ereignisse von 1918/19 in Bezug auf den Verlauf und die Ergebnisse der Revolution entsprechen. In der Weimarer Reichsverfassung wurden erstmals in der deutschen Geschichte bürgerliche Freiheitsrechte verankert. Auf diese wesentliche Leistung der Revolution will das Projekt besonders Bezug nehmen. Aus diesem Grund nimmt der Themenwinter unter anderem die Bereiche Versammlungsfreiheit, Politische Mitbestimmung, Demokratie, Selbstbestimmung, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit besonders in den Blick. Das Projekt läuft vom 09.11.2018 bis zum 18.03.2019.  

Screenshot des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Sonderausstellung

68. Pop und Protest

vom 18.10.2018 | bis zum 17.03.2019

Vom 18. Oktober 2018 bis zum 17. März 2019 ist im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung "68. Pop und Protest" zu sehen. Rund 200 Objekte – darunter Musikinstallationen, Mode, Filme, Fotografien, Plakate, Designobjekte, historische Dokumente und Raum-Ensemble – fühlen dem nach, was Menschen 1968 bewegt hat. Das Jahr steht als Symbol für eine Protestkultur, die sich gegen bestehende gesellschaftliche Traditionen auflehnt und konservative, autoritäre Strukturen in Frage stellt. Ein Merkmal dieser Epoche ist die Auseinandersetzung mit kommunistischen Ideen und deren Umsetzung weltweit 50 Jahre nach der Russischen Revolution. In der unterschiedlichen Haltung zu autoritären Herrschaftsregimen in formell sozialistischen Ländern wie der Sowjetunion oder China spaltet sich die Protestbewegung. Die Ausstellung wird von einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm begleitet. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 sowie donnerstags von 10.00 bis 21.00 Uhr. 

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919: Ankündigung der Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, Screenshot von der Website

Sonderausstellung

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919, Museum für Hamburgische Geschichte

vom 25.04.2018 | bis zum 25.02.2019

Als eines der größten stadthistorischen Museen Europas, zeigt das Museum für Hamburgische Geschichte die vielfältige Entwicklungsgeschichte der Stadt Hamburg von ihren Anfängen um 800 bis zur Gegenwart. Die Revolution von 1918/19 markiert dabei eines der wichtigsten Ereignisse in der Hansestadt und steht nicht nur für den Beginn einer modernen demokratischen Ordnung des Stadtstaates, sondern stellt zugleich einen der frühen historischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Hamburg dar: An den Fronten des Ersten Weltkriegs schwiegen die Waffen, der Kaiser und die deutschen Bundesfürsten dankten ab. Soldaten und Arbeiter erzwangen den Beginn der ersten demokratischen Republik in Deutschland. In Hamburg kam es zu Demonstrationen, Straßenkämpfen und heftigen politischen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern des Umbruchs, die auch 1919 anhielten. Zugleich lebten viele Menschen in größter Not. Die Ausstellung fokussiert nicht nur die Revolution in Hamburg selbst, sondern zeigt auch die Abläufe auf dem Weg in die erste demokratische Stadtverfassung und ermöglicht die vergleichende Auseinandersetzung mit historischen und gegenwärtigen demokratischen Konfliktlösungsstrategien.

Logo der European Social Science History Conference

Call for Papers

European Social Science History Conference 2020

vom 18.03.2020 | bis zum 21.03.2020

Vom 18. bis zum 21. März 2020 findet in Leiden die European Social Science History Conference (ESSHC) statt. Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen zu bringen, die sich historischen Phänomenen mit Methoden der Sozialwissenschaften nähern. Dabei soll die Veranstaltung weniger von formellen Vortragsformaten bestimmt sein, denn vielmehr vom lebhaften Austausch zwischen kleinen Gruppen von Forscherinnen und Forschern. Die ESSHC wird vom International Institute of Social History (IISH) organisiert und findet alle zwei Jahre statt. Forschungsgegenstand ist das sehr weite Feld der Geschichte der Arbeit. Die Konferenz hat kein zentrales Thema, sondern bietet Arbeiten zu einer Vielzahl von Epochen und Fragestellungen eine Plattform. Diese werden anhand thematischer Netzwerke strukturiert. Proposals für Papers und Sessions können bis zum 15. April online eingereicht werden.   

Logo der Christian-Albrechts-Universität Kiel

Konferenz

Disability in Socialist Societies

vom 24.05.2019 | bis zum 26.05.2019

Vom 24. bis zum 25. Mai 2019 findet an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Konferenz „Disability in Socialist Societies“ statt, die sich auf die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderung in sozialistischen Staaten fokussiert. Mit dieser Ausrichtung erhoffen sich die Veranstalter neue Perspektiven auf strukturelle Spezifika sowohl des Sozialismus‘ als auch der Leben von Menschen mit Behinderung. Die Tagung will bestehende Forschungsansätze zusammenbringen, Konzepte diskutieren, die verwendeten Terminologien und Methoden auf den Prüfstand stellen und neue Forschungsfragen entwickeln. Besonders willkommen sind Beiträge, die einen vergleichenden Ansatz verfolgen, der es erlaubt sowohl die Besonderheiten des Lebens mit Behinderung in einer sozialistischen Gesellschaft zu analysieren als auch die Unterschiede diesbezüglich innerhalb der einzelnen Staaten und Gebiete des sogenannten sozialistischen Blocks.

Seminar

Politik und Kunst in der Sowjetunion

vom 21.03.2019 | bis zum 24.03.2019

Unter dem Titel "Politik und Kunst in der Sowjetunion" bietet die Konrad-Adenauer-Stiftung vom 21.-24. März 2019 ein politisches Bildungsforum an. Im Mittelpunkt des Studienseminars werden die gesellschaftlichen Verhältnisse in der Sowjetunion, sowie Fragen nach den Lebensumständen und der Beziehung der Menschen zur Gesellschaft stehen. Dabei ist insbesondere von Interesse wie das Leben in der Kunst dargestellt wurde. Die Arbeiten von Schriftstellern und Komponisten werden dazu untersucht. Im Zentrum stehen Bücher und Musikwerke, die das Verhältnis von Wunschdenken und Lebensdialektik offenbaren, z.B. Tschingis Aitmatow, Maxim Gorki, Konstantin Paustowski, Walentin Rasputin, Dimitri Schostakowitsch, Aram Chatschatujan, Sergei Prokofjew. Außerdem nimmt das Studienseminar die verschiedenen politischen Strömungen der Geschichte der Sowjetunion in den Blick. Das Studienseminar findet in Waren an der Müritz statt und beinhaltet auch eine Exkursion zur Kunsthalle Rostock. Weitere Informationen zum Seminar, dem Programm und dem Anmeldeverfahren finden sich hier.

Ausstellung

Dekommunisierung, Post-DDR, Post-Sowjet und Post-Maidan Realität

vom 25.01.2019 | bis zum 08.03.2019

Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt DECOMMUNI_ATION wird von 30 Künstlerinnen und Künstlern aus der Ukraine und Deutschland begleitet. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Dekommunisierung, so wird das Verbot der Verwendung kommunistischer Symbole in der Ukraine bezeichnet. Im Zuge des politischen Umbruchs 2016 wurden zahlreiche Monumente der Sowjet-Zeit zerstört, u.a. 1320 Lenin Monumente. Das Ausstellungsprojekt untersucht die Kunst in totalitären Regimen, das Kulturerbe der Moderne, sowie die Zerstörungsprozesse von Monumenten und Sehenswürdigkeiten. Die Ausstellung DECOMMUNI_ATION zeigt die in diesen Auseinandersetzungen entstandenen Arbeiten. Dabei werden auch die künstlerischen Freiheiten sowie deren Grenzen sondiert. Künstlerinnen und Künstler: Roshanak Amini, Kristina Bekker, Merle Dammhayn, Abie Franklin, Yaroslav Futymskyi, Alex Hennig, Kamila Juruć, Eva Karduck, Pavel Khailo, Nina Langbehn, Elena Lystarkhova, METASITU (Liva Dudareva & Eduardo Cassina), Denys Pankratov, Richard Paul, Maxine Puorro, Jan Robert von Raußendorf, Katharina Sophie Reinsbach, Belen Resnikowski, Daniil Revkovskiy & Andriy Rachinskiy, Valeria Schiller, Katharina Shafiei-Nasab, Manuel Strube, Beata Anna Targosz, Leo Trotsenko, Nadine Trushina, Kateryna Tykhonenko, Illia Yakovenko, Olga Zovskaya Mit: Anna Sorokovaya & Taras Kovach.

Screenshot von visitberlin.de

Ausstellungen

Die Revolution in Berlin 1918/19. Fotografie, Film, Musik, Alltag, Museum für Fotografie, Berlin

vom 09.11.2018 | bis zum 03.03.2019

Vom 9. November 2018 bis zu 3. März 2019 findet im Museum für Fotografie Berlin die Ausstellung "Die Revolution in Berlin 1918/19. Fotografie, Film, Musik, Alltag" statt. Die Ausstellung versammelt Bildmaterial in Form von Fotografien aber auch Filmen, welche im Winter 1918/19 in Berlin entstanden sind. Sowohl denjenigen Aspekten des Berliner Lebens, das von den revolutionären Ereignissen unbeeinflusst wurde, als auch denjenigen, die stark von ihnen geprägt wurden, biete die Ausstellung dabei Platz. Darüber hinaus bietet die Ausstellung durch den Einbezug von Unterhaltungsmusik als wichtiges Medium des Revolutionswinters eine bislang oft vernachlässigte Perspektive auf die Ereignisse des Jahres 1918/19. Das Datum der Ausstellungseröffnung markiert den 100. Geburtstag der doppelten Ausrufung der Republik durch Karl Liebknecht und Philipp Scheidemann, die nach teils blutigen Auseinandersetzungen das endgültige Ende der Monarchie in Deutschland markierte und schließlich in der Gründung der Weimarer Republik münden würde. Die Ausstellung geht dabei über eine schlichte Präsentation des Materials hinaus und stellt die Frage, welche Rolle Bildern bei der Vermittlung von Informationen zukommt.

Screenshot des Projekts auf br.de

Messenger-Projekt

Ich, Eisner! 100 Jahre Revolution in Bayern

vom 14.10.2018 | bis zum 21.02.2019

Bei "Ich, Eisner! 100 Jahre Revolution in Bayern" handelt es sich um ein Storytelling-Projekt des Bayerischen Rundfunks. Über die Nachrichtendienste WhatsApp, Telegram und Instagram werden mehrfach die Woche Informationen zu Ereignissen der Novemberrevolution verschickt, die Abonnentinnen und Abonnenten auf ihren Handys empfangen können – jeweils am 100. Jahrestag dieser Ereignisse. "Absender" der Nachrichten ist Kurt Eisner, Anführer der Revolution 1918 und erster Ministerpräsident Bayerns. Leserinnen und Leser erhalten einen detaillierten Einblick in die Revolution 1918/19 aus Eisners Perspektive; einige Nachrichten beinhalten darüber hinaus Audio-, Video- und Bildmaterial. Der Inhalt der Nachrichten ist extrem vielseitig und orientiert sich eng an Originaltexten wie Zeitzeugenberichten, Protokollen der Ministerratssitzungen sowie Eisners eigenen Texten und Reden. Die erste Nachricht wurde am 14. Oktober 2018 verschickt, dem Jahrestag von Eisners Entlassung aus der Haft in Stadelheim. Bis zu seiner Ermordung im Februar 1919 wird sich Eisner täglich zu Wort melden. Alle bisher verschickten Nachrichten können online eingesehen werden. Die wichtigsten Personen der Revolution und die wichtigsten Begriffe werden in einem online verfügbaren Glossar erklärt.  

Revolution 1918: Ankündigungs des Stücks im Axensprung Theater

Theaterstück

Revolution!? - Ein Schauspiel über die politischen Umbrüche in Deutschland 1918/19

vom 01.04.2018 | bis zum 08.03.2019

Das Museum für Hamburgische Geschichte, das vom 25. April 2018 bis zum 24. Februar 2019 eine Sonderausstellung zum Thema „Revolution 1918/1919 in Hamburg“ zeigen wird, führt in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Theater Axensprung ein gleichnamiges Theaterstück auf. Die Geschichte dieses Theaterstücks handelt von der Meuterei der Kieler Matrosen im Oktober/November 1918 und der Gründung der dortigen Soldaten- und Arbeiterräte, der Rätebewegung in Hamburg bis hin zur "gesamtdeutschen Zerschlagung und Unterdrückung der verbliebenen basisdemokratischen Bewegungen durch die Freikorps". Im Mittelpunkt der Erzählung stehen fünf Protagonisten: Ein Kieler Matrose, eine Hamburger Fabrikarbeiterin, ein Freikorpsmann, Reichswehrminister Noske und der Hamburger Bürgermeister Werner von Melle. Ihre zum Teil realen, aber auch fiktiven Geschichten und Loyalitätskonflikte spiegeln die wirren Zeiten wider und das Stück veranschaulicht, wie sehr Hunger und Aussichtslosigkeit, aber auch die Verheißung einer neuen menschlicheren Zeit, die Gefühle bestimmen und unter welchen Bedingungen diese Menschlichkeit verloren geht bzw. bewahrt bleibt. Das Stück lässt zudem die Frage aufkommen, welche politischen und gesellschaftlichen Modelle damals möglich gewesen wären und welche der „Notwendigkeit“ und der politischen Pragmatik geopfert wurden. Termine: 14. September: KIEL| KulturForum 15. September: KIEL | KulturForum 23. September: BERLIN | Club Gretchen auf dem Dragonerareal 17. Oktober: KOBLENZ | Bundesarchiv 18. Oktober: RASTATT | Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte 22. Oktober: BRUNSBÜTTEL | Elbeforum 23. Oktober: KIEL | Max-Planck-Schule 24. Oktober: LÜBECK | Carl Jacob Burkhard Gymnasium 25. Oktober: NEUSTADT/HOSTEIN | Küstengymnasium 26. Oktober: FLENSBURG | Fridtjof-Nansen-Schule 28. Oktober: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 08. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte (Doppelvorstellung!) 11. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 13. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 18. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 20. November: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 07. Dezember: HAMBURG | Gymnasium Buckhorn 20. Januar: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 18. Februar: NORDERNEY | Kurtheater 24. Februar: HAMBURG | Museum für Hamburgische Geschichte 25. Februar: BERLIN | Podewil 26. Februar: ERFURT | Kalif Storch 6. März 2019: HANNOVER | Theater am Küchengarten 7. März 2019: LÜNEBURG | Solohansen 8. März 2019: OLDENBURG | Theater Wrede 9. März 2019: BOSTELWIEBECK | Jahrmarkttheater

Logo Juraj Dobrila University of Pula Centre for Cultural and Historical Research of Socialism (CKPIS

Call for Papers

4th Socialism on the Bench. Continuities and Innovations

vom 26.09.2019 | bis zum 28.09.2019

2013 startete die Reihe der zweijährlich stattfindenden internationalen Konferenzen unter dem Titel „Socialism on the Bench“. Die diesjährige Konferenz findet vom 26.09.2019 bis 28.09.2019 in Pula unter dem Titel „4th Socialism on the Bench. Continuities and Innovations“ statt. Organisiert wird die Konferenz vom Centre for Cultural and Historical Research of Socialism (CKPIS) der Juraj Dobrila University of Pula. Thematisch beschäftigt sich die Konferenz 2019 mit sozialistischen Gesellschaften, die oftmals als Übergangsgesellschaften angesehen werden. In ihnen finden sich sowohl Elemente der Vergangenheit als auch der Zukunft und es vermischen sich Merkmale von kapitalistischen und utopischen kommunistischen Gesellschaften. Die Konferenz möchte der Frage nachgehen, worauf sich Kommunisten bei der Machtübernahme stützen konnten. Was war in den Gesellschaften bereits vorhanden, was wurde neu entwickelt? 1968 protestierten in Jugoslawien die Studierenden, aber nicht um das sozialistische System zu stürzen, sondern um es zu reformieren. Die Konferenz blickt unter anderem auch auf die sozialistische Gesellschaft Jugoslawiens, geht aber auch über diesen geographischen Raum hinaus und analysiert weitere sozialistische Gesellschaften. Ziel der mehrtägigen Konferenz ist es, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern zu fördern und neue Forschungsprojekte anzustoßen. Die Konferenzsprachen sind Kroatisch und Englisch. Das Programm sieht drei 15-Minütige Plenarvorträge vor. Bewerbungsschluss für das Call for Papers ist der 1. April 2019. Das Bewerbungsformular ist an ckpis.conf@gmail.com einzureichen.

Call for Papers

Communist Parties in East Central Europe: Frameworks of Knowledge Acquisition and Dissemination 1945–1989

vom 26.04.2019 | bis zum 26.04.2019 | Central European University

Am 26. April 2019 findet an der Central European University eine Konferenz mit dem Titel: "Communist Parties in East Central Europe: Frameworks of Knowledge Acquisition and Dissemination 1945-1989" statt. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen die kommunistischen Parteien, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Ostmitteleuropa regierten. Ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede sollen aus epistemologischer Sicht untersucht werden. Insbesondere geht die Konferenz der Frage nach wie sich in den Parteien ideologische und politische Positionen bildeten, auch im Hinblick auf das komplexe Zusammenspiel konkurrierender Akteure und Strukturen innerhalb der Parteien selbst und wie die Positionen an die Parteimitglieder vermittelt wurden. Bis zum 20. Januar 2019 können Abstracts von 300 Wörtern eingereicht werden. Mögliche Themen könnten behandelt werden: Zentrum-Peripherie-Beziehungen: Transfers und Übersetzungen des sowjetischen Modells, die Rolle von Experten und Ideologen und ihre Auswirkungen auf die Politikgestaltung, Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Fachwissen, Aufklärung der Gesellschaft durch Schulen und Medien, Aufklärung der Gruppenmitglieder durch Schulen und Medien. Alle weiteren Informationen finden sich im Link "Call for paper".

Screenshot von maoistlegacy.uni-freiburg.de

Konferenz

Transitional Justice without Transition? Redressing Past Injustices under State Socialism

vom 21.02.2019 | bis zum 23.02.2019

Vom 21. bis zum 23. Februar 2019 findet in Freiburg die Konferenz  "Transitional Justice without Transition? Redressing Past Injustices under State Socialism" statt. Das Konzept der "transitional justice" beschreibt eine Vielzahl juristischer sowie nicht-juristischer staatlicher Maßnahmen, die der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes nach dem Auftreten gewaltsamer Konflikte oder staatlicher Verbrechen dienen sollen. Das Ziel des Ansatzes besteht also darin, Untersrückungs- und Gewalterfahrungen institutionell aufzuarbeiten. Dementsprechend lag der Forschung in diesem Bereich oft die Annehme zu Grunde, dass transitional justice Mechanismen den Übergang von einem totalitären hin zu einem freiheitlich-demokratischen Regime markierten. Dieser Annahme setzt die Konferenz entgegen, dass solche transtional justice Mechanismen eben auch in nicht-demokratischen Staaten stattfinden können; Beispiele hierfür sind die Entstalinierungs-Prozesse in der Sowjetunion nach 1953 oder die Entwicklungen in der Volkrepublik China nach Maos Tod 1976, als eine große Zahl vormals Verurteilten rehabilitiert wurde. Die Funktionen und Prozesse solcher Instanzen von transitional justice sollen im Zuge der Konferenz analysiert werden. Die Konferenz ist Bestandteil des Forschungsprojekts "The Maoist Legacy" am Institut für Sinologie der Universität Freiburg. 

Screenshot zur Ausstellung von stadtmuseum.de

Sonderausstellung

Berlin 18/19. Das lange Leben der Novemberrevolution, Märkisches Museum, Berlin

vom 23.11.2018 | bis zum 19.05.2019

Vom 23. November 2018 bis zum 19. Mai 2019 ist im Märkischen Museum Berlin die Ausstellung "Berlin 18/19. Das lange Leben der Novemberrevolution" zu sehen. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung und Hintergründe wichtiger Ereignisse in diesem Zeitraum nach: Welche Vorgeschichte hatte der Januaraufstand – auch Spartakusaufstand genannt – 1919, während dessen Verlauf über 150 Menschen ums Leben kamen, die bekanntesten unter ihnen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht? Was geschah während der sogenannten Märzkämpfe, bei denen 1919 mehr als 1200 Menschen starben und ganze Stadtviertel Berlins zu bürgerkriegsähnlichen Gebieten machten? Neben der Darstellung dieser großen Ereignisse spürt die Ausstellung aber ebenso dem Alltäglichen im Revolutionären nach – wie gestaltete sich der Alltag der Berlinerinnen und Berliner in diesen ereignisreichen Monaten? Mit multimedialen Präsentationen sowie einer diversen Auswahl an Artefakten unternimmt die Ausstellung Antwortversuche. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. 

Logo Lippisches Landesmuseum Detmold

Sonderausstellung

Revolution! Lippe 1918

vom 03.11.2018 | bis zum 28.04.2019

Die Novemberrevolution 1918, die zum Sturz der Monarchie in Deutschland und zur Gründung der ersten deutschen parlamentarischen Demokratie – der Weimarer Republik, führte, vollzog sich im wesentlichen nicht nur in Berlin oder München, sondern gerade auch in den deutschen Kleinstaaten und Provinzen. Die Sonderausstellung „Revolution! Lippe 1918“, die vom 3. November 2018 bis zum 28. April 2019 im Lippischen Landesmuseum Detmold zu sehen ist, nutz Lippe als Fallbeispiel, um den historischen Moment des Übergangs von der Monarchie zur Demokratie nachzuzeichnen. Lippe bildete um 1900 das typische Beispiel eines deutschen Kleinstaates zur Kaiserzeit. Die Ereignisse im Fürstentum Lippe stehen beispielhaft für die Geschichte vieler deutscher Staaten der damaligen Zeit. 1918 dankte in Lippe parallel zu den Ereignissen in Berlin der regierende Fürst Leopold IV. ab, wodurch aus einem Fürstentum ein Freistaat entstehen konnte. Am Beispiel von Lippe werden die großen historischen Ereignisse von 1918 im regionalen Kontext greifbar. Die Ausstellung lenkt den Blick bewusst weg aus den Metropolen, die meist im Fokus der Berichterstattung stehen, und stattdessen mithilfe einer regional-historischen Perspektive hin zu den Ereignissen in der Provinz. Ziel der Ausstellung ist es, das demokratische Bewusstsein zu fördern und für die langfristigen Erfolge der Revolution zu sensibilisieren. Die Ereignisse werden vor allem in ihrer Bedeutung für die Gegenwart begreifbar gemacht. Mit Hilfe von Zeitzeugenberichten, die die revolutionären Umbrüche erlebten, unterschiedlichen historischen Dokumenten und verschiedenen Objekten verschafft die Ausstellung den Besuchern spannende Einblicke in eine ereignisreiche und bedeutungsvolle Zeit.

Screenshot Website Focke-Museum Bremen

Sonderausstellung

Experiment Moderne. Bremen nach 1918

vom 14.10.2018 | bis zum 02.06.2019

Die Novemberrevolution 1918 in der Endphase des Ersten Weltkrieges, die das Ende der Monarchie in Deutschland besiegelte, machte auch vor der Stadt Bremen nicht halt: Die Stadt wurde vor rund 100 Jahren zum Schauplatz der revolutionären Ereignisse. So wurde in Bremen in Folge der revolutionären Umbrüche eine sozialistische Räterepublik ausgerufen. Das Bremer Focke-Museum beleuchtet in der Sonderausstellung „Experiment Moderne. Bremen nach 1918“, die vom 14. Oktober 2018 bis zum 02. Juni 2019 zu sehen ist, die politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Stadt Bremen in der Zeit zwischen der Novemberrevolution 1918 und dem Ende der Weimarer Republik 1933. Die Epochenausstellung lässt mit Hilfe beeindruckender Originalobjekte dieser Zeit und einer spannenden Rauminszenierung eine ereignisreiche und revolutionäre Epoche lebendig werden. Den Besuchenden sollen besonders die damaligen gesellschaftlichen Transformationsprozesse und der Wandel der städtischen Alltagskultur nähergebracht werden. Als vorherrschende Themen dieser Zeit nimmt die Ausstellung die Novemberrevolution, die Inflation, das Wahlrecht und die Räterepublik in den Blick, aber gleichzeitig auch die sogenannten Goldenen 20er-Jahre der Stadt Bremen, in denen die Aufbruchstimmung jener Zeit deutlich spürbar wurde: Kinos, Tanzsäle und moderne Architektur entstanden. Die Ausstellung kann von dienstags bis sonntags jeweils ab 10:00 Uhr besucht werden. Kinder können die Ausstellung mit Hilfe eines Mitmachhefts auf kreative und spielerische Weise begehen.

Logo DIH Paris

Call for Papers

Die europäischen Demokratien vor der Gefahr der Diktaturen (1919-1939). Prozesse demokratischer Kritik und Reflexion in den europäischen Öffentlichkeiten

vom 17.06.2019 | bis zum 19.06.2019

Unter dem Titel „Die europäischen Demokratien vor der Gefahr der Diktaturen (1919-1939). Prozesse demokratischer Kritik und Reflexion in den europäischen Öffentlichkeiten“ veranstaltet die Forschungsgruppe "Mondes germaniques et nord-européens" (Université de Strasbourg) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Reims, Metz, Augsburg und dem Deutschen Historischen Institut (Paris) vom 17.06.2019 bis zum 19.06.2019 eine Tagung in Straßburg. Die internationale Tagung ist Teil eines zweijährigen Fortbildungs- und Forschungsprogramms des Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne (CIERA) zum Thema: "Welche Demokratie(n)? Reflexionen über die Krise, Modernisierung und Grenzen der Demokratie in Deutschland, Frankreich, England und Mitteleuropa zwischen 1919 und 1939". Thematisch widmet sich die Tagung der Frage, wie es den einzelnen europäischen parlamentarischen Demokratien gelang, den verschiedenen Angriffen von sowohl linker, als auch rechter Seite die Stirn zu bieten. Zwar hatte sich in Europa in den 1920er Jahren das demokratische Gedankengut durchgesetzt, aber soziale und wirtschaftliche Probleme und die hohe politische Instabilität in den Jahren nach dem Ende des Ersten Weltkrieges führten zu einer grundlegenden Infragestellung der demokratischen Ordnung. Die republikanische Ordnung wurde oftmals per se als Ursprung aller herrschenden Probleme, denen die Bevölkerung ausgesetzt war, angesehen. Ziel der zweitägigen Tagung ist es, herauszuarbeiten, welche Versuche die Demokratien zu dieser Zeit unternahmen, um die heftigen Krisen auf politischer, institutioneller oder ökonomischer Ebene zu bewältigen und zu überwinden. Die Tagung richtete sich an erfahrene Wissenschaftler, aber auch an Nachwuchswissenschaftler und Doktoranden. Bis zum 31. Januar 2019 können Vorschläge in Form eines Abstracts von maximal einer Seite auf deutsch, französisch oder englisch an an Pascal Fagot (pfagot@unistra.fr) und Christian Jacques (cjacques@unistra.fr) eingereicht werden.

Screenshot des Veranstaltungsflyers: Diese Zeilen sind mein ganzes Leben... Briefe aus dem Gulag Buchvorstellung, Lesung und Zeitzeugengespräch

Buchvorstellung

"Diese Zeilen sind mein ganzes Leben..." Briefe aus dem Gulag

vom 03.04.2019

Anlässlich des Erscheinens der von Meinhardt Stark herausgegebenen Quellenedition "Diese Zeilen sind mein ganzes Leben... Briefe aus dem Gulag" laden der Berliner Metropol-Verlag und die Bundesstiftung Aufarbeitung am 3. April 2019 um 18.00 Uhr zu einer Lesung mit anschließendem Zeitzeugengespräch ein. Annähernd 900 Briefe aus dem Gulag, geschrieben von 96 Gefangenen, hat Meinhard Stark über die Jahre gesammelt oder in Archiven in Russland, Polen, Litauen und Deutschland ausfindig gemacht. Der Briefwechsel zwischen Häftlingen und ihren Angehörigen ist durch lange Abstände zwischen geschriebenen und empfangenen Briefen geprägt, von aufreibendem Warten und emotionalen Wechselstimmungen, aber auch von strengen Haftinstruktionen und einer unerbittlichen Zensur. Stellvertretend für ihre Mitgefangenen kommen in der Edition, neben Jewgenia Ginsburg und Nikolai Scharfenberg, 16 Frauen und Männer verschiedener Nationalität mit ihren Botschaften aus dem Gulag zu Wort. Die Briefe sind ein ebenso authentisches wie berührendes Zeugnis damaliger Wahrnehmungen und Empfindungen der unschuldig Inhaftierten. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einführung Prof. Dr. Dittmar Dahlmann em., Universität Bonn, Projektleiter Lesung von Gulag-Briefen von Jewgenia Ginsburg und Nikolai Scharfenberg, 1936-45 Ilka Teichmüller, Nils Nelleßen und Dr. Meinhard Stark Zeitzeugengespräch mit Werner Höpfner, geb. 1928 in Berlin, von 1945 bis 1953 im Gulag inhaftiert Walter Scharfenberg, geb. 1932 in Charkow, Sohn von Nikolai Scharfenberg Dr. Meinhard Stark, Universität Bonn, Herausgeber der Gulag-Briefe Moderation Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Screenshot von zzf-potsdam.de

Konferenz

Sozialismus als Erfahrung und Erinnerung. Junge Forschung im etablierten Feld

vom 21.02.2019 | bis zum 22.02.2019

Vom 21. bis zum 22. Februar 2019 findet am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam das 16. Potsdamer Doktorand_innen Forum zur Zeitgeschichte statt. Die Veranstaltung steht unter dem Titel "Sozialismus als Erfahrung und Erinnerung. Junge Forschung im etablierten Feld". Das 30. Jubiläum der Friedlichen Revolution von 1989 ist ein Anlass für die Konferenz. Von diesem Ausgangspunkt stellt die Konferenz die Frage, in wie weit gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemwechsel 1989/90 durch den Sozialismus vorbestimmt waren. Die Tagung behandelt die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein. Der Schwerpunkt soll auf Analysen liegen, die auf Begriffen des Erfahrens und des Erinnerns basieren, zum Beispiel in den Themenfeldern Experiencing Socialism; Doing Socialsm; Feeling Socialism und Remembering Socialism angeregt. Die Konferenzsprache ist Deutsch; Referate können auch auf Englisch gehalten werden.

Screenshot zur Ausstellung von muenchner-stadtbibliothek.de

Ausstellungen

Dichtung ist Revolution. Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam, Ernst Toller, Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek, München

vom 09.11.2018 | bis zum 30.06.2019

Vom 9. November 2018 bis zum 30. Juni 2019 ist in der Monacensia im Hildebrandhaus die Ausstellung "Dichtung ist Revolution" zu sehen. Im Fokus steht die Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Politik. Ein Antwortversuch wird beispielhaft anhand des Lebens und Wirkens von Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam und Ernst Troller unternommen – vier Schriftsteller, die zu bedeutenden politischen Figuren wurden. Sie alle sind Befürworter der Revolution und überzeugt davon, dass das geschriebene Wort ein wichtiges Mittel des gesellschaftlichen Wandels sei. Mit ihren Schriften schaffen sie sich auch viele Feinde – Eisner und Landauer werden ermordet, Mühsam und Toller zu langen Haftstrafen verurteilt. Die Ausstellung präsentiert zahlreiche biografische Dokumente, Manuskripte, Tagebücher, Briefe, Objekte und Fotografien, mit denen Besucherinnen und Besucher einen Einblick ins Leben der vier Schriftsteller erhalten. Die Ausstellung wird durch ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm begleitet. Die Ausstellung ist Montag bis Mittwoch sowie Freitag von 9.30 – 17.30 Uhr geöffnet, Donnerstag von 12.00 – 19.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr; der Eintritt ist frei. 

Flyer der Ringvorlesung: Weimars Wirkung. Das Nachleben der ersten deutschen Republik

Ringvorlesung

Weimars Wirkung. Das Nachleben der ersten deutschen Republik

vom 22.10.2018 | bis zum 15.07.2019

Fast drei Jahrzehnte nach der deutsch-deutschen Vereinigung verdient die Weimarer Republik zum hundertjährigen Jubiläum ihrer Entstehung neue Aufmerksamkeit. Die Ringvorlesung diskutiert die verpassten Chancen und die strukturellen Defizite, fragt aber auch nach langfristigen und womöglich bis heute anhaltenden Wirkungen der ersten deutschen Republik. Gegenüber einer Verengung des Blicks auf die vielbeschworenen „Weimarer Verhältnisse“ als Vorspiel zu den Ereignissen nach 1933 unternimmt die Ringvorlesung einen doppelten Perspektivwechsel: Einerseits fragt sie nach der Eigenart und dem Stellenwert der ersten deutschen Republik innerhalb der längeren Geschichte, andererseits sucht sie die Bedeutung der mit „Weimar“ verbundenen Kultur des Politischen für ihre Nachgeschichte bis in die Gegenwart zu erörtern. Die Vorlesung findet abwechselnd in der Topographie des Terrors, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin statt. Sie wurde vom Zentrum für Zeithistorische Forschungen Potsdam, der Topographie des Terrors und dem  Lehrstuhl für Neueste und Zeitgeschichte der Humboldt-Universität organisiert und ist Teil des Berliner Themenwinters 100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Termine der Ringvorlesung: 22.10.2018 | 18.15 Uhr | Topographie des Terrors MARTIN SABROW Die vergessene Republik- Zum Ort der Weimarer Demokratie in der deutsch-deutschen Zeitgeschichte. 12.11.2018 | 18.15 Uhr | Deutsches Historisches Museum HANNO HOCHMUTH Mythos Babylon Berlin. Weimar in der Populärkultur 03.12.2018 | 18.15 Uhr | Bundesstiftung Aufarbeitung ANNETTE VOWINCKEL Weimars visuelles Erbe in der Bundesrepublik und der DDR 14.01.2019 | Topographie des Terrors STEFANIE SCHÜLER-SPRINGORUM Vom Wort zur Tat. Antisemitismus in der Weimarer Republik 28.01.2019 | Deutsches Historisches Museum SEBASTIAN ULLRICH Der Weimar-Komplex. Die erste deutsche Republik als Bezugspunkt der politischen Neuordnung im Nachkriegsdeutschland 11.02.2019 | Bundesstiftung Aufarbeitung CLAUDIA WEBER Freund und Feind: Die Geburt von Russlandverständnis und Bolschewistenfurcht in der Weimarer Republik 29.04.2019 | Topographie des Terrors MICHAEL WILDT Die "Volksgemeinschaft" als Antwort auf die fragmentierte Republik von Weimar 13.05.2019 | Deutsches Historisches Museum ANDREAS NACHAMA Die Entwicklung der NSDAP von einer völkischen Bewegung zu einer modernen Volkspartei 27.05.2019 | Bundesstiftung Aufarbeitung FRANK BÖSCH Sehnsucht nach Einheit. Weimars Erbe in der politischen Kultur der Bundesrepublik 17.06.2019 | Topographie des Terrors ANDREAS WIRSCHING Weimar als politisches Argument 01.07.2019 | Bundesstiftung Aufarbeitung GERD KOENEN Das Erbe der Spaltung. Die Linke in Ost und West zwischen Totalitarismus und Demokratie. 15.07.2019 | Deutsches Historisches Museum PETER C. CALDWELL Weimar ausstellen. Die erste deutsche Republik und ihre Musealisierung.

Screenshot: Ankündigung Sonderausstellung

Sonderausstellung

Die Stunde der Matrosen - Kiel und die deutsche Revolution 1918

vom 06.05.2018 | bis zum 17.03.2019

Die deutsche Revolution, das Ende des Ersten Weltkriegs, der Untergang der Monarchie in Deutschland und der Beginn der parlamentarischen Demokratie durch Gründung der Weimarer Republik – alle diese wesentlichen Ereignisse finden ihren Ursprung im Matrosenaufstand 1918 in Kiel. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Novemberrevolution 1918 widmet das Kieler Stadt- und Schifffahrtmuseum vom 06. Mai 2018 bis zum 17. März 2019 mit der Sonderausstellung „Die Stunde der Matrosen - Kiel und die deutsche Revolution 1918“ diesem Aufstand als Ausgangspunkt der Revolution eine eigene Ausstellung. Diese geht sowohl auf die Revolution selbst, als auch auf ihre Vorgeschichte während des Ersten Weltkrieges ein und beleuchtet dabei lokale und nationalgeschichtliche Ereignisse. Die Ausstellung zeichnet die besondere Lage in Kiel nach: Wie war es möglich, dass dort eine Revolution entstehen konnte und wie konnte diese von Kiel ausgehend das gesamte Deutsche Reich erfassen? In 63 chronologisch angelegten Themenbereichen werden die Ereignisse in Deutschland, beginnend mit dem Matrosenaufstand in Kiel, rekonstruiert. Die Ausstellung gibt Antworten auf die Fragen nach den Grundlagen der Revolution, ihren Auswirkungen auf Kiel und die gesamtdeutsche Ebene und die Bedeutung dieser Ereignisse bis heute. Mit Hilfe von rund 400 Exponaten, wie zeitgenössischen Fotos, Plakaten, Zeichnungen und Flugblättern, wird diese ereignisreiche Zeit voller Umbrüche für die Besucher greifbar und lebendig. Die Ausstellung kann von dienstags bis sonntags jeweils ab 10:00 Uhr besucht werden, der Eintritt ist frei.