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Screenshot der Veranstalterwebseite

Konferenz | Call for Papers

Courage and Dictatorships: Cultures of Dissent, Cultures of Control in the 20th Century

vom 23.08.2020 | bis zum 29.08.2020

Der XXIII International Congress of Historical Sciences findet vom 23.08.2020 - 29.08.2020 in Poznan statt und veranstaltet unter dem Titel „Courage and Dictatorships: Cultures of Dissent, Cultures of Control in the 20th Century“ eine spezielle thematische Diskussion. Diese beschäftigt sich unter anderem mit der kulturellen Opposition in Diktaturen. Dabei nimmt die Sitzung kommunistische Regime wie die stalinistische Sowjetunion in den Blick, aber auch die Diktatur der Nationalsozialisten in Deutschland sowie die südosteuropäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, zu analysieren, wer die typischen Gruppen kultureller Opposition waren. Welche Rollen spielten Religion, alternative Künste, Jugendkulturen oder neue soziale und ökologische Bewegungen? Bewerbungsschluss ist der 20. September 2019. Vorschläge sollen per E-Mail an Sándor Horváth (horvath.sandor@btk.mta.hu) gesendet werden. Die Bewerbungen sollen ein Abstract von 500 Wörtern umfassen.

Logo "Landschaften der Verfolgung"

Tagung | Konferenz

Disziplinieren und Strafen. Politische Repression in der DDR und anderen sozialistischen Diktaturen

vom 30.01.2020 | bis zum 31.01.2020

Unter dem Titel „Disziplinieren und Strafen. Politische Repression in der DDR und anderen sozialistischen Diktaturen“ findet vom 30.01.2020 bis 31.01.2020 an der Humboldt-Universität in Berlin eine zweitägige Konferenz statt. Veranstaltet wird die Tagung von dem BMBF-Forschungsverbund "Landschaften der Verfolgung". Die Konferenz beschäftigt sich mit der politischen Repression in sozialistischen Diktaturen, die mit diesem Mittel ihre Macht sichern und die Bevölkerung disziplinieren wollten. Politische Repression war maßgeblich verantwortlich für die Stabilität der ehemaligen kommunistischen DDR und der sowjetischen Besatzungszone. Ziel der Konferenz ist es, die Repressionen in der DDR mit den Praktiken in der ehemaligen Sowjetunion und anderen sozialistischen Saaten zu vergleichen. Untersucht werden unter anderem auch die Kriterien, nach denen die einzelnen Personen Opfer der staatlichen Repressionen wurden. Die Konferenz will analysieren, was unter den Begriff der politischen Repression zu fassen ist und ob die diktatorischen Regime im Laufe der Zeit ihre repressiven Praktiken veränderten. Können die Betroffenen Personen als „Opfer“ bezeichnet werden? Zusätzlich wirft die Konferenz einen Blick darauf, wie die Gesellschaften mit dem Erbe der Repression umgehen. Interessierte können sich mit einem kurzen Abstract von maximal 300 Wörtern und einem Lebenslauf bewerben. Bewerbungen bitte an robert.kindler@hu-berlin.de. Frist für die Einreichung von Themenvorschlägen ist der 20. September 2019.

Screenshot von https://congresofinguerrafria2019.blogspot.com

Konferenz | Call for Papers

Spain, Europe and the End of the Cold War. 1989 Thirty Years Later

vom 07.11.2019 | bis zum 08.11.2019

Unter dem Titel „Spain, Europe and the End of the Cold War. 1989 Thirty Years Later“ veranstaltet die Universität Madrid vom 07.11.2019 - 08.11.2019 eine zweitägige Konferenz. Am 9. November 1989 fiel mit der Berliner Mauer das mächtigste Symbol des Kalten Krieges zwischen dem kapitalistischen Westen und dem kommunistischen Ostblock. 1991 gipfelte die Krise der Sowjetunion in dem endgültigen Zusammenbruch der UdSSR. Die Konferenz verfolgt das Ziel, 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer über die Auswirkungen nachzudenken, die diese Krise des „echten Sozialismus“ und das Ende des Kalten Krieges auf Europa und Spanien hatten. Interessierte sind eingeladen, Beiträge unter anderem zu folgenden Themen einzureichen: Die Entwicklung der Perestroika in den Ländern des Sowjetblocks; Auswirkungen des Zusammenbruchs des "echten Sozialismus" auf die kommunistischen Parteien des Westens; Erinnerung an den Kommunismus nach 1989; Ost-West-Beziehungen in den 1980er- und 90er-Jahren; Die internationalen Beziehungen Spaniens am Ende des Kalten Krieges. Die Vorschläge sind in Spanisch, Englisch, Französisch oder Portugiesisch an treglia.emanuele@gmail.com zu schicken. Die Bewerbung muss ein Abstract von bis zu 350 Wörter und einen kurzen Lebenslauf beinhalten. Bewerbungsschluss ist der 1. September 2019.

Logo Juraj Dobrila University of Pula Centre for Cultural and Historical Research of Socialism (CKPIS

Konferenz

4th Socialism on the Bench. Continuities and Innovations

vom 26.09.2019 | bis zum 28.09.2019

2013 startete die Reihe der zweijährlich stattfindenden internationalen Konferenzen unter dem Titel „Socialism on the Bench“. Die diesjährige Konferenz findet vom 26.09.2019 bis 28.09.2019 in Pula unter dem Titel „4th Socialism on the Bench. Continuities and Innovations“ statt. Organisiert wird die Konferenz vom Centre for Cultural and Historical Research of Socialism (CKPIS) der Juraj Dobrila University of Pula. Thematisch beschäftigt sich die Konferenz 2019 mit sozialistischen Gesellschaften, die oftmals als Übergangsgesellschaften angesehen werden. In ihnen finden sich sowohl Elemente der Vergangenheit als auch der Zukunft und es vermischen sich Merkmale von kapitalistischen und utopischen kommunistischen Gesellschaften. Die Konferenz möchte der Frage nachgehen, worauf sich Kommunisten bei der Machtübernahme stützen konnten. Was war in den Gesellschaften bereits vorhanden, was wurde neu entwickelt? 1968 protestierten in Jugoslawien die Studierenden, aber nicht um das sozialistische System zu stürzen, sondern um es zu reformieren. Die Konferenz blickt unter anderem auch auf die sozialistische Gesellschaft Jugoslawiens, geht aber auch über diesen geographischen Raum hinaus und analysiert weitere sozialistische Gesellschaften. Ziel der mehrtägigen Konferenz ist es, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern zu fördern und neue Forschungsprojekte anzustoßen. Die Konferenzsprachen sind Kroatisch und Englisch.

Screenshot der Einladungskarte

Podiumsgespräch

Dem Holocaust entkommen. Polnische Juden in der Sowjetunion 1939–1946 – Buchvorstellung und Diskussion mit Markus Nesselrodt

vom 12.09.2019

Am 12. September findet unter dem Titel „Dem Holocaust entkommen. Polnische Juden in der Sowjetunion 1939–1946“ eine Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Markus Nesselrodt statt. Die Veranstaltung findet im Informationszentrum des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin statt. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Geschichte der Mehrfachmigration polnischer Jüdinnen und Juden zwischen Deutschland, Polen und der Sowjetunion anhand zahlreicher Einzelbiografien. Nach dem Überfall Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 flohen hunderttausende polnische Juden in die kommunistische Sowjetunion. Über 230.000 polnische Juden überlebten dort den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust. 1945 kehrten viele nach Polen zurück, entschieden sich dann aber für die Auswanderung und landeten auf ihrem Weg in den Lagern für die jüdischen Displaced Persons im besetzten Deutschland. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, um eine Voranmeldung unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de wird bis zum 11. September 2019 gebeten.

Screenshot der Museumswebseite

Ausstellung

Project of Ruins, Wien, Österreich

vom 27.06.2019 | bis zum 06.10.2019

Das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig (mumok) in Wien zeigt vom 27. Juli bis 6. Oktober 2019 unter dem Titel „Project of Ruins“ eine Ausstellung des ukrainischen Künstlers und politischen Aktivisten Nikita Kadan. Fokus der Ausstellung ist die künstlerische Auseinandersetzung mit den Entwicklungen im Postkommunismus. Gleichzeitig spielt das Kunstprojekt auch auf den Krieg in der Ostukraine an. Fokus liegt vor allem auf dem meist zu wenig differenzierten Umgang der Ukraine mit ihrer Geschichte. Eine Vielzahl ehemaliger kommunistischer Denkmäler und Monumente aus der Zeit der kommunistischen Herrschaft wurden zerstört, teilweise durch die Nationalsozialisten, teilweise infolge des Dekommunisierungsgesetzes. Der Titel der Ausstellung spielt auf diese gezielte Vernichtung als ein politisches Projekt an. Nikita Kadan formt die heldenbestückten Skulpturen aus der sowjetischen Zeit in Sockel ohne Helden um und verdeutlicht damit die Verdrängung des politischen Erbes durch die Zerstörung der kommunistischen Denkmäler.

Logo der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Sonderausstellung

Stasi in Berlin. Überwachung und Repression in Ost und West

vom 28.03.2019 | bis zum 31.03.2020

Unter dem Titel „Stasi in Berlin. Überwachung und Repression in Ost und West“ zeigt die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen vom 29.03.2019 bis zum 31.03.2020 eine Sonderausstellung. Der Staatssicherheitsdienst (Stasi) diente in der DDR als Nachrichtendienst und Geheimpolizei und bildete das wichtigste Machtinstrument der regierenden marxistisch-leninistischen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Unter sowjetischem Einfluss war in der DDR nach ihrer Gründung aus der Zwangsvereinigung von KPD und SPD eine Einparteienherrschaft der SED entstanden. Von 1949 bis 1990 agierte die Stasi ohne rechtliche Kontrolle als Werkzeug zur Machterhaltung der SED. Die Stasi war ein Überwachungssystem und Repressionsapparat, der die Bürger der DDR und auch Westberlins systematisch überwachen ließ. Besonders in das Visier der Stasi gerieten DDR-Bürger, die politischen Widerstand gegen das SED-Regime leisteten oder bei denen die Gefahr der Republikflucht bestand. Die multimediale Sonderausstellung verdeutlicht den Besuchern das Ausmaß der Überwachung und der staatlichen Repressionen und beleuchtet die Mittel und Methoden der Stasi. Individuelle Schicksale beleuchten beispielhaft die Arbeit der Stasi und erzählen von Überwachungsmaßnahmen, Folter und Verhaftung.  Die Ausstellung zeigt auf einer 170 qm großen Luftaufnahme Berlins über 100 verschiedene Orte, von denen aus der Staatssicherheitsdienst seiner Arbeit nachging. Die Ausstellung kann täglich von 9 bis 18 Uhr besucht werden, der Eintritt ist frei.

Screenshot der Kongresswebsite sites.events.concordia.ca/sites/iccees/en/iccees2020

Call for Papers

Soviet Cultural Policy: Agencies, Regulations, Bureaucracy

vom 04.08.2020 | bis zum 09.08.2020

Vom 4. bis zum 9. August 2020 findet der 10. Kongress des International Council for Central and East European Studies (ICCEES) in Montreal statt. Teil davon ist das Panel „Soviet Cultural Policy: Agencies, Regulations, Bureaucracy“, welches noch bis zum 15. August 2019 dazu einlädt, Proposals einzureichen. Der Fokus des Panels liegt auf Aspekten der sowjetischen Kulturpolitik. Die Kulturpolitik der Sowjetunion war seit der Oktoberrevolution ein wichtiges Mittel, um den Übergang von der zaristischen, theokratischen Gesellschaft zu einer sozialistischen Gesellschaft von „Sowjetmenschen“ zu befördern. Dabei umfasst die Kulturpolitik diverse Bereiche: Finanzielle Förderung durch den Staat, die bestimmte Kunst, Kultur, und Traditionen bevorzugen ebenso wie unterschiedliche Kanäle, über die Kultur kommuniziert wird, wie Film, Printmedien, Radio und Fernsehen. Schließlich richtet das Panel den Augenmerk auf die bürokratischen Prozesse, die der Kulturpolitik zugrunde liegen. Bürokratie, berüchtigt in ihrer sowjetischen Ausprägung, soll dabei als ein Mittel der Kommunikation zwischen Staat und kulturellen Institutionen, und somit als ein Instrument der Kulturpolitik, verstanden werden.  Das Panel lädt Beiträge ein, die sich den infrastrukturellen, legislativen und kommunikativen Elementen sowjetischer Kulturpolitik widmen: institutionelle und transnationale Akteure, bürokratischer Verwaltung, Regulationen der Kreativwirtschaft, und weiteren. Abstracts (max 250 Wörter) können bis zum 15. August 2019 an Annie Gérin (UQAM) gerin.annie@uqam.ca  und Maria Silina (UQAM) silina.mariia@uqam.ca eingereicht werden.

Screenshot der Veranstaltung auf mpib-berlin.mpg.de

Konferenz

Zwischen Sozialdisziplinierung und Vergnügen: Politik und Praktiken des Spielens im Staatssozialismus

vom 04.12.2019 | bis zum 06.12.2019

Vom 4. Bis zum 6. Dezember 2019 findet am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin die 1. Hermann-Weber-Konferenz zur Historischen Kommunismusforschung statt; Titel der Konferenz ist "Zwischen Sozialdisziplinierung und Vergnügen: Politik und Praktiken des Spielens im Staatssozialismus". Im Zentrum der Tagung steht die Frage, welche Rollen Spiele und Spielen als Praktiken der Sozialisierung in sozialistischen Gesellschaften spielten. Beiträge können sich unter anderem mit der Produktionsgeschichte sozialistischer Staaten, den Inhalten von Spielen, dem Zusammenhang zwischen Spielen und kollektiven Emotionen bzw. Erinnerungen, oder Räumen des Spielens widmen. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Übersetzungen werden gewährleistet. Die Konferenz findet in Kooperation mit dem Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (JHK). Die Ergebnisse der Konferenz werden im Jahrbuch publiziert.

Screenshot der Veranstaltungswebsite

Theaterstück

Granma. Posaunen aus Havanna

vom 12.10.2019 | bis zum 13.10.2019 | Rimini Protokoll

Am 12. und 13. Oktober 2019 ist im Maxim Gorki Theater in Berlin das Stück "Granma. Posaunen aus Havanna / Metales de Cuba" des Autoren-Regie-Teams Rimini Protokoll zu sehen. Inszeniert von Stefan Kaegi berichten die vier jungen Kubanerinnen und Kubaner Daniel, Christian, Milagro und Diana und von ihrem Alltag im heutigen Kuba. Dabei stehen immer wieder ihre Bezüge zur Kubanischen Revolution im Mittelpunkt, die über ihre Großeltern, aber auch über ihre tägliche Lebensrealität bestehen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten somit einen tiefen Einblick in die Geschichte Kubas, der Revolution, aber auch über die Fragen der gesellschaftlichen Veränderung, die das moderne Kuba umtreiben. Der Titel des Stückes verweist auf das Schiff Granma, auf dem der Revolutionsführer Fidel Castro 1956 nach Kuba kommt. Granma ist bis heute der offizielle Name der Zeitung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas. Nach dem Umsturz der Diktatur unter Fulgencio Batista und der Regierungsübernahme durch die Kommunistische Partei Kubas wurde das Land im Sinne marxistisch-leninistischer Ideologie umstrukturiert.

Screenshot Anküdigung des Filmfestivals 2019 von moving-history.de

Festival | Filmvorführung | Workshop

moving history 2019

vom 25.09.2019 | bis zum 28.09.2019

Vom 25. September bis zum 29. September 2019 findet die zweite Ausgabe von moving history an den Hauptspielorten Filmmuseum Potsdam und Thalia Kino Potsdam statt. Das Schwerpunktprogramm des Festivals steht unter dem Titel „Als wir träumten – Revolution, Mauerfall, Nachwendezeit“. Im Jahr 2019 jähren sich der Mauerfall 1989 und die Deutsche Wiedervereinigung zum 30. Mal. Dies nimmt das Filmfestival zum Anlass, sich mit der filmischen Verarbeitung dieser prägenden Ereignisse auseinanderzusetzen. Der Bau der Berliner Mauer 1961 stand symbolisch für den Konflikt und die Trennung zwischen dem kapitalistischen Westen und dem kommunistischen Osten und der Manifestierung des Kalten Krieges. Mit dem Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren wurde das Ende des Kalten Krieges endgültig besiegelt und die Trennung zwischen Ost und West aufgehoben. Das Filmprogramm des Festivals wird 30-40 Filme beinhalten, unter anderen auch Dokumentarfilme oder Spielfilme aus 1989/90 und den frühen 1990er-Jahren. Ziel ist es, die unterschiedlichen Perspektiven aus West und Ost darzustellen. Das Filmfestival veranstaltet einen Wettbewerb mit historischen Dokumentar- und Spielfilmen des Zeitraums 2018/2019. Zum zweiten Mal wird der Festivalpreis CLIO verliehen. In Kooperation mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschungen und dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) wird festivalbegleitend eine wissenschaftliche Akademie stattfinden. Zu erinnerungskulturellen Bedeutung von Geschichte in FIlmen werden renommierte Expertinnen und Experten referieren und gemeinsame Besuche des Filmprogramms werden kritisch eingeordnet.

Ankündigungsplakat Workshop

Workshop

Industrial Societies of Late Socialism: European Comparisons. Doctoral Workshop

vom 28.08.2019 | bis zum 31.08.2019

Unter dem Titel „Industrial Societies of Late Socialism: European Comparisons. Doctoral Workshop“ findet vom 28.08.2019 bis zum 31.08.2019 ein Sommerworkshop für Doktoranden statt. Der Workshop wird veranstaltet von der Juraj Dobrila Universität Pula, der Faculty of Humanities, dem Department of History und dem Centre for Cultural and Historical Research of Socialism. Der Workshop richtet sich vor allem an Doktoranden aus geschichtswissenschaftlichen Fachbereichen und den Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaft. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges beeinflusste der schnelle Industrialisierungsprozess die soziale und wirtschaftliche Struktur der sozialistischen Staaten in Europa maßgeblich. Das sozialistische Jugoslawien beispielsweise verwandelte sich von einem ehemaligen Agrarland in einen Industriestaat. Immer weniger Menschen arbeiteten im argarwirtschaftlichen Sektor, sondern verrichteten ihre Arbeit in sekundären Sektoren. Der Workshop wird die verschiedenen sozialistischen Gesellschaften in ihrer letzten Phase analysieren. Dabei nimmt der Workshop den Entwicklungsstand der sozialistischen Gesellschaften, die wirtschaftlichen Trends und Reformbemühungen, die Arbeitslosigkeit und die Arbeitsproduktivität in den Blick. Zusätzlich wird der Frage nachgegangen, was es hieß in den 1980er-Jahre im Industriesektor tätig zu sein und wie die Identität von Individuen dadurch beeinflusst wurde. Welche Rolle spielten Gewerkschaften und ähnliche Organisationen? Der Workshop möchte eine internationale Vernetzung zwischen Forschern herstellen und den Austausch in Bezug auf diese Thematik fördern.

Screenshot der Ausstellungswebsite ost.berlin

Sonderausstellung

Ost-Berlin: Die halbe Hauptstadt

vom 11.05.2019 | bis zum 09.11.2019

Vom 11. Mai bis  zum 9. November 2019 ist im Museum Ephraim-Palais in Berlin die Ausstellung „Ost-Berlin: Die halbe Hauptstadt“ zu sehen. Die Ausstellung ist vom Stadtmuseum Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) konzipiert. 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer widmet sich die Ausstellung den vielseitigen Aspekten des urbanen Lebens in Ost-Berlin. Mit einer großen Vielfalt von Exponaten (Objekte, Fotografien, Film- und Tondokumente) spürt die Ausstellung den Lebensrealitäten der Bewohnerinnen und Bewohnern von Ost-Berlin nach – den Widersprüchen der DDR-Gesellschaft, die im geteilten Berlin besonders präsent waren, aber auch den Möglichkeiten, die die Stadt für Lebensentwürfe bot, die nicht der Norm entsprachen. Die Ausstellung beruht auch auf der Annahme, dass das Erinnern an eine Stadt immer ein persönliches ist – dem wird Respekt gezollt, indem Privatpersonen dazu aufgerufen sind, Objekte mit Bezug zu Ost-Berlin  für die Zeit der Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Interessierte können sich an mein@ost.berlin wenden. Die Ausstellung zeigt Spuren des vergangenen Ost-Berlins auf, die auch im heutigen Berlin noch erkennbar sind. Sie wird durch zahlreiche Projekte von Berliner Studierenden und Schulklassen begleitet. Die Ausstellung ist Dienstag sowie Donnerstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 und Mittwoch von 12.00 bis 20.00 geöffnet. Jeden ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei.

Screenshot: Ankündigung der Ausstellung auf bs-anne-frank.de

Sonderausstellung

Das Gegenteil von gut - Antisemitismus in der Linken

vom 27.03.2019 | bis zum 27.09.2019

Vom 27. März bis zum 27. September 2019 ist in der Bildungsstätte „Anne Frank“ in Frankfurt am Main die Ausstellung „Das Gegenteil von gut - Antisemitismus in der Linken“ zu sehen. Dabei wählt die Ausstellung das Jahr 1968 als Ausgangspunkt für ihre Beobachtungen. Dieses Jahr wird als Punkt betrachtete, an dem eine zuvor eher israel-solidarische Haltung der deutschen Linken aufgrund des Sechstagekrieges zunehmend in eine antizionistische umschwingt. Die Ausstellung widmet sich anhand verschiedener Alltagsräume – unter anderem Universität, Supermarkt, Wohnung – den Traditionslinien antisemitischer Argumentationsformen. Dabei wird immer wieder ein besonderes Augenmerk auf Frankfurt am Main als Austragungsort der Auseinandersetzungen um Antisemitismus in der Linken gelegt: Häuserkämpfe in den 1970er-Jahren, geplante Theaterstücke und Blockupy. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Angebot an Vermittlungsformaten – Vorträgen, Workshops, Fortbildungen und Führungen – begleitet. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr und  Samstag und Sonntag von 12.00 bis 18.00 geöffnet.

Logo der European Social Science History Conference

Konferenz

European Social Science History Conference 2020

vom 18.03.2020 | bis zum 21.03.2020

Vom 18. bis zum 21. März 2020 findet in Leiden die European Social Science History Conference (ESSHC) statt. Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen zu bringen, die sich historischen Phänomenen mit Methoden der Sozialwissenschaften nähern. Dabei soll die Veranstaltung weniger von formellen Vortragsformaten bestimmt sein, denn vielmehr vom lebhaften Austausch zwischen kleinen Gruppen von Forscherinnen und Forschern. Die ESSHC wird vom International Institute of Social History (IISH) organisiert und findet alle zwei Jahre statt. Forschungsgegenstand ist das sehr weite Feld der Geschichte der Arbeit. Die Konferenz hat kein zentrales Thema, sondern bietet Arbeiten zu einer Vielzahl von Epochen und Fragestellungen eine Plattform. Diese werden anhand thematischer Netzwerke strukturiert.  

Logo der Freien Universität Bozen

Konferenz | Call for Papers

Europa der Grenzen – Neue Perspektiven auf Grenzen im Kalten Krieg

vom 29.11.2019 | bis zum 30.11.2019

Das Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen und das Österreichische Historische Institut in Rom veranstalten vom 29.11.2019 bis zum 30.11.2019 eine zweitägige Konferenz unter dem Titel „Europa der Grenzen – Neue Perspektiven auf Grenzen im Kalten Krieg“. Anlässlich des 30. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer und mit Blick auf gegenwärtige Grenzdiskussionen und Forderungen nach festen Barrieren zwischen Staaten beschäftigt sich die Konferenz mit Grenzen in Europa während des Kalten Krieges. Europa wurde während des Kalten Krieges als ein geteilter Kontinent wahrgenommen. Der „Eiserne Vorhang“ stand symbolisch für den antagonistischen Konflikt zwischen dem kapitalistischen Westen und den kommunistischen Ostblockstaaten. Die globale Grenze verlief somit zwischen zwei gegenläufigen staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwürfen. Die Konferenz beschäftigt sich mit verschiedenen Grenzszenarien und will diese in eine vergleichende Perspektive einbetten. Dabei versucht die Konferenz den Fragen nachzugehen, welche Bedeutung die Grenze für die lokale Bevölkerung hatte und wie sich die Durchlässigkeit der Grenze während des Kalten Krieges veränderte. Welche Faktoren waren für den Abbau von Grenzen in Europa verantwortlich? Welche nationalen, regionalen und transnationalen Akteure lassen sich ausmachen? Wie gestaltete sich die Entwicklung von Grenzen in Ost und West?

Logo der Uni Konstanz

Konferenz

Labour history of socialist globalisation: The view from the shop floor

vom 10.10.2019 | bis zum 11.10.2019

Vom 10. bis 11. Oktober 2019 findet an der Universität Konstanz die Konferenz  „Labour history of socialist globalisation: The view from the shop floor“ statt. Das Institut für Geschichte Osteuropas lädt interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, sich neuen Entwicklungen in der Sozialgeschichte der Globalisierung zu widmen; der Fokus liegt dabei auf Osteuropa in der Zeit zwischen den 1960er- und  2000er-Jahren. Ziel der Konferenz ist es, zu untersuchen,  wie sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den sozialistischen Staaten Osteuropas (dem ehemaligen Jugoslawien und  Mitglieder des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe)  mit dem Globalen Süden auf der einen Seite, und mit dem kapitalistischen Westen auf der anderen Seite, auf die Arbeitswelt der Region auswirkten. Dabei ist der zeitliche Rahmen bewusst über die Transitionsphase der 1990er-Jahre hinaus gespannt, da die Konferenz auch die langsfristigen Auswirkungen dieser wirtschaftlichen Verflechtungen analysieren will. 

Logo des DHI Moskau

Konferenz

Mapping diseases - monitoring health: Geographies of medicine in the Tsarist Empire and the Soviet Union

vom 19.09.2019 | bis zum 20.09.2019

Vom 19. Bis 20. September 2019 findet am Deutschen Historischen Institut (DHI) in Moskau die Konferenz "Mapping diseases - monitoring health: Geographies of medicine in the Tsarist Empire and the Soviet Union" statt. Die Konferenz widmet sich dem Konzept der medizinischen Geografie, welches im 18. Jahrhundert aufkam. Das Konzept analysiert die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Ort. Dabei erfuhr das Konzept im Laufe der letzten Jahrhunderte unterschiedliche Auslegungen und Schwerpunktsetzungen. Während der Fokus zunächst auf Krankheit als einem Ungleichgewicht zwischen Körpern und ihrer Umwelt lag, beschäftigten sich Medizinerinnen und Mediziner im frühen 20. Jahrhundert vermehrt mit Umwelt als Ursache von Krankheiten wie zum Beispiel Malaria. Dieser Ansatz wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Hinblick auf die zunehmende Umweltverschmutzung und deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung weiterentwickelt. Während derart Ort ein prägender Faktor für die Betrachtung von Gesundheit und somit Medizin ist, lässt sich eine umgekehrte Wirkung ebenso feststellen, nämlich wenn die Reichweite eines medizinischen Versorgungssystems eine Komponente staatlicher Reichweite ist. Die Beiträge der Konferenz widmen sich dem Konzept der medizinischen Geografie aus einer Vielzahl von Blinkwinkeln. Die Wissenschaftsdisziplin soll historisiert werden und ihr Standort im kommunistischen System der Sowjetunion bestimmt werden. Die Konferenz ist in Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Hochschule für Wirtschaft Moskau und der Ludwig-Maximilians-Universität München organisiert. 

Flyer für die Veranstaltung: Geteilte Erinnerungen – 80 Jahre nach dem 23. August 1939

Podiumsgespräch

Geteilte Erinnerungen – 80 Jahre nach dem 23. August 1939

vom 22.08.2019

Am 23. August 1939 schließen das Deutsche Reich und die Sowjetunion einen Nichtangriffspakt (Hitler-Stalin- bzw. Molotow-Ribbentrop-Pakt). In einem Geheimen Zusatzprotokoll teilen beide Mittelosteuropa in »Interessensphären« auf. Mit dem deutschen Angriff auf Polen beginnt am 1. September der Zweite Weltkrieg, ab dem 17. September marschiert die Rote Armee in Ostpolen ein. Im Jahr darauf besetzt und annektiert die Sowjetunion Litauen, Lettland, Estland und Teile Rumäniens. Anlässlich des 50. Jahrestages des Paktes schließen sich über eine Million Esten, Letten und Litauer zu einer Menschenkette zusammen, um für ihre Freiheit zu demonstrieren. Erst 1989 bestätigt Moskau die Existenz des Geheimen Zusatzprotokolls. Am 2. April 2009 erklärt das Europäische Parlament den 23. August zum »Gedenktag für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime«. Die Veranstaltung will den Fragen nachgehen, welche Rolle der 23. August 1939 und seine Folgen in der heutigen Außen- und Sicherheitspolitik spielen und welche Bedeutung dieses Datum in Polen und dem Baltikum, in Deutschland und Russland hat. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr und ist kostenfrei. Um eine Anmeldung bis 20. August unter staendigekonferenz@orte-der-erinnerung.de wird gebeten. Begrüßung Prof. Dr. Andreas Nachama, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum (2019), Direktor der Stiftung Topographie des Terrors Grußwort Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister von Berlin, Senator für Kultur und Europa Vortrag Prof. Dr. Claudia Weber, Professurinhaberin und Leiterin des Viadrina Center, Stiftung Europa-Universität Viadrina Podium Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej, Professor am Historischen Institut der Universität Warschau, Co-Direktor des Imre Kertész Kollegs an der Universität Jena Dr. Ekaterina Makhotina, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Abt. für Osteuropäische Geschichte, Institut für Geschichtswissenschaft an der Universität Bonn Markus Meckel, Ratsvorsitzender der Stiftung Aufarbeitung, 1990 Außenminister der DDR, 1990–2009 Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD), 2013–2016 Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Moderation Sabine Adler, Deutschlandfunk

Screenshot: Ankündigung der Ausstellung auf en.ghmp.cz

Sonderausstellung

Carnations and Velvet. Art and Revolution in Portugal and Czechoslovakia 1968–1974–1989

vom 30.04.2019 | bis zum 29.09.2019

Vom 30. April 2019 bis zum 29. September 2019 ist in der Prague City Gallery die Ausstellung „Carnations and Velvet / Art and Revolution in Portugal and Czechoslovakia 1968–1974–1989“ zu sehen. Die Ausstellung präsentiert Kunst aus Portugal und der damaligen Tschechoslowakei. Der zeitliche Rahmen, der durch die Exponate abgedeckt wird, wird durch die Ereignisse in Portugal und der Tschechoslowakei 1968, die portugiesische Nelkenrevolution 1974 und die tschechoslowakische Samtene Revolution 1989 gesteckt. 1968 läutete sowohl in Portugal als auch in der Tschechoslowakei den Beginn einer Verschärfung repressiver und autoritärer Tendenzen ein. Als Nelkenrevolution wird der Putsch gegen die  Diktatur des rechten „Estado Novo“ Regimes bezeichnet, der von einer linksgerichteten Armeegruppe mit Unterstützung der Zivilbevölkerung weitestgehend friedlich durchgeführt wurde. Als „Samtene Revolution“ werden die Massenproteste in der damaligen Tschechoslowakei bezeichnet, die schließlich zum Abdanken der kommunistischen Regierung und einem friedlichen Regimewechsel führten. Die Ausstellung versammelt Werke aus der Zeit der Diktaturen und der Regimewechsel, aber auch Werke jüngerer Künstlerinnen und Künstler, die das Revolutionsthema in ihren Arbeiten aufgreifen und reflektieren. Die Ausstellung befindet sich in der Prager Stadtbibliothek und ist Dienstag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Logo der Groupe de Recherche Identités et Cultures

Call for Papers

65 years after Bandung, what rupture and what continuity in Global Order

vom 12.02.2020 | bis zum 14.02.2020

Vom 12. bis zum 14. Februar 2020 findet an der Université Le Havre die Konferenz "65 years after Bandung, what rupture and what continuity in Global Order?" statt; die Veranstaltung ist von der Forschungsgruppe Groupe de Recherche Identités et Cultures (GRIC) der Universität organisiert. Als "Bandung-Konferenz" wird eine Konferenz von asiatischen und afrikanischen Staaten im April 1955 bezeichnet, deren Ziel das Ende des Kolonialismus und die Stärkung kultureller und wirtschaftlicher Zusammenarbeit untereinander war. Damit versuchte die Bandung-Konferenz auch, einen zusätzlichen Faktor im bipolaren internationalen System zu schaffen, in dem sich kapitalistischer Westen und kommunistischer Osten gegenüber standen. Die Konferenz fragt nach den langfristigen Auswirkungen der Bandung-Konferenz auf das internationale System – im kulturellen, ökologischen, wirtschaftlichen, politischen und spirituellen Bereich. Die Konferenz ermutigt, eine große Variante an Perspektiven zusammenzutragen und lädt Beitragende aus allen Forschungsfeldern, Arbeitsbereichen und geografischen Regionen ein. Noch bis zum 31. August 2019 können Abstracts (max. 300 Wörter) samt kurzem Lebenslauf per Email an conference-masterasie@univ-lehavre.fr eingereicht werden.

Außenansicht des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Konferenz

The Stalingrad Myth from 1943 to the Present in a Russian-German Comparative Perspective

vom 07.11.2019 | bis zum 09.11.2019

Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge, das deutsch-russische Museum Berlin-Karlshorst und das Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung laden vom 7. bis 9. November 2019 zu einer internationalen Konferenz in das Museum zum Thema Stalingradmythos ein. Die Niederlage des Nationalsozialismus, beziehungsweise der Sieg der Roten Armee in der Schlacht von Stalingrad bildete, so der Mythos den entscheidenden Wendepunkt während des zweiten Weltkrieges. In einer russisch-deutschen vergleichenden Perspektive möchte sich die Konferenz diesem Mythos nähern, um ihn zu historisieren und zu dekonstruieren. Die Erinnerung in der DDR und der BRD sowie in der Sowjetunion und der russischen Föderation sollen gegenüber gestellt werden. Die Veranstalter richten sich besonders an Literatur-, Kultur-, Film- und Medienhistorikerinnen und -Historiker. Die drei zentralen Bereiche der Konferenz umfassen Sieg und Niederlage - Trauer und Triumph, Politik und Kollektive sowie Religion und Ideologie. Die Keynote wird die Expertin für russische Erinnerungskultur an die Sowjetzeit Nina Tumarkin aus den USA halten.

Screenshot der Veranstaltungsmitteilung auf imre-kertesz-kolleg.uni-jena.de

Konferenz

Remembering 1989: Actors, Approaches and Audiences

vom 04.10.2019

Am 4. Oktober 2019 findet am Imre Kertész Kolleg in Jena der Workshop "Remembering 1989: Actors, Approaches and Audiences" statt. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage nach den Narrativen, die den öffentlichen Diskurs über das Ende der kommunistischen Regime in Osteuropa prägen: Während dieser in der Zeit unmittelbar nach der Wende noch mehrheitlich von Narrativen der Freiheit und Selbstbestimmung dominiert war, hat sich in den nunmehr 30 Jahren seit der Wende zunehmend ein differenzierteres Bild herauskristallisiert. Der Workshop fokussiert auf Forschungsgegenstände der Popkultur; dabei sind die Forschenden ermutigt, nicht auf den popkulturellen Gegenstand allein zu blicken, sondern vor allem auf die Prozesse seiner Entstehung: wie wird bestehendes Wissen über die Vergangenheit ästhetisiert, wie werden die Kulturschaffenden dadurch selbst zu Akteuren in der Produktion von Geschichtsbildern und öffentlichen Diskursen? Einreichungen können sich unter anderen den folgenden Fragestellungen widmen: Wer produziert kulturelle Repräsentationen? Was sind die technischen, narrativen und ästhetischen Mechanismen, mit denen die friedliche Revolution dargestellt wird? Wer ist das Publikum dieser neueren Darstellungen und welche Rolle spielt es in der weiteren Gestaltung von Wissen über die Vergangenheit? Wie sehr ist die heutige Wahrnehmung der Ereignisse von 1989 von Repräsentationen derselben geprägt, wie sehr von dem, was sich davor abspielte?

Logos der Konferenzveranstalter

Konferenz | Call for Papers

Africa and the Global Cold War III

vom 17.09.2019 | bis zum 19.09.2019

Unter dem Titel „Africa and the Global Cold War III“ findet vom 17.09.2019 bis 19.09.2019 eine mehrtägige Konferenz in Erfurt statt. Veranstaltet wird die Konferenz von der Universität Erfurt, dem Institute of Ethiopian Studies der Addis Ababa University, der Mekelle University und der University of West Bohemia in Pilsen. Der Kalte Krieg zwischen dem kapitalistischen Westen und den kommunistischen Ostblockstaaten hatte besonderen Einfluss auf Afrika. In Afrika verstärkte sich der Gegensatz zwischen West und Ost immer mehr, regionale Konflikte verschärften sich und durch den Kalten Krieg wurden internationale Verbindungen zerstört, Kommunikationskanäle geschlossen und Weltanschauungen nachhaltig geprägt. Ziel der Konferenz ist es, die Rolle der Ost-West-Rivalität in Afrika zu analysieren und die neuesten Arbeiten in diesem Forschungsgebiet zu berücksichtigen. Vorschläge für eine Präsentation sind bis zum 1. September 2019 an Christian Methfessel (christian.methfessel@uni-erfurt.de) und Ned Richardson-Little (ned.richardson-little@uni-erfurt.de) einzureichen. Die Bewerbung sollte ein Abstract von 250 bis 500 Wörter und einen kurzen akademischen Lebenslauf umfassen.

Summerschool

Culture of Totalitarian Society and Memory Studies Cases. International Summer School

vom 20.08.2019 | bis zum 31.08.2019

Vom 20. bis 31. August 2019 organisiert die Higher School of Economics in Perm eine Sommerschule. Die Sommerschule widmet sich den Phänomen des Totalitarismus. Dabei soll der Totalitarismus nicht allein als Staatsinstitution behandelt werden, sondern insbesondere das gesellschaftliche Leben in totalitären Regimen im Vordergrund stehen. Es werden die Alltagspraktiken und Vorstellungen der gewöhnlichen Bürgerinnen und Bürger in den Blick genommen und untersucht wie sie sich in das System einfanden, sich widersetzten oder entzogen. Dieses soll ein besseres Verständnis der Lebenswelten in totalitären Systemen ermöglichen. Während der Sommerschule werden unterschiedliche Disziplinen mit verschiedenen Herangehensweisen genutzt und zusammengetragen. Es soll dabei ein möglichst komplexes Bild der historischen Erinnerung entstehen. Die Sommerschule richtet sich an Bachelorstudierende (ab dem vierten Fachsemester), Masterstudierende, Promovierende und andere Forschende der Disziplinen Geschichte, Kulturwissenschaften, Soziologie, Anthropologie sowie Philosophie, die sich für die sowjetische und postsowjetische Periode interessieren.

Screenshot der Ausstellungsseite auf www.wienmuseum.at

Sonderausstellung

Das Rote Wien 1919-1934

vom 30.04.2019 | bis zum 19.01.2020

Vom 30. April 2019 bis zum 19. Januar 2020 ist im Wien Museum MUSA die Ausstellung „Das Rote Wien 1919-1934“ zu sehen. Die Ausstellung widmet sich der Epoche, in der die Sozialdemokratische Arbeiterpartei bei den Landtags- und Gemeindewahlen wiederholt die Mehrheit erreicht und zahlreiche soziale Reformen in den Bereichen Wohnungsbau, Finanz-, Gesundheits-, Bildungs- und Gleichstellungspolitik umsetzt. Anlässlich des 100-jährigen Geburtstags des „Roten Wiens“ präsentiert die Ausstellung zahlreiche Exponate, die einen Überblick über diese 15 Jahre Kommunalpolitik liefern, die  die Stadt bis heute prägen, zum Beispiel in Bezug auf die Wohnungspolitik, die sich durch den hohen Anteil an städtischen Wohnungen und bezahlbaren Wohnraum auszeichnet. Die Ausstellung wird durch ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm begleitet. Zudem wird die Ausstellung durch mehr als ein Dutzend „begehbare Objekte“ - architektonisch bedeutsame Orte – in der Stadt erweitert. Das Rote Wien ist bezeichnend dafür, welch großen Einfluss die Ideen der Russischen Revolution in ihren Folgejahren auf politische und soziale Bewegungen in ganz Europa hatte – und wie sie, vehementem Widerstand zum Trotz, an Orten wie Wien langfristig umgesetzt werden konnten.