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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Asriel, André

* 22.2.1922

Geb. in Wien; 1928 – 38 Schule u. Gymnasium; 1936 – 38 Studium an der Staatl. Musikakad. in Wien (Klavier); 1939 Emigr. nach England, 1939 – 40 in London Forts. des Studiums bei Franz Osborn (Klavier) u.  Ernst Hermann Meyer (Komposition); Lizentiat des Londoner Royal College.

1947 Forts. des Studiums an der Musik-HS in Berlin (West) bei R. Schwarz-Schilling u. H. Wunsch (Komposition) sowie R. Rössler (Klavier), 1948 St.-Ex.; 1950/51 Mstr.-Schüler bei  Hanns Eisler an der DAK; 1950 – 67 Doz., 1967 – 83 Prof. für Tonsatz an der Dt. HS für Musik »Hanns Eisler« in Berlin; beim Berliner Rundfunk Sendefolge »Geschichte des Jazz«, Covertexte für Schallplatten; 1951 NP; 1974 u. 1982 VVO.

A. wurde bes. durch seine Massenlieder bekannt, komponierte jedoch auch Kammer-, Vokal- u. Instrumentalmusik, Songs, Balladen, Chansons, Lieder u. Filmmusiken; u. a. »Auf der Sonnenseite« (1961), »Der Frieden« (Aristophanes/Hacks, 1962), »Shakespeare-Suite« (1963), »Volkslieder-Suite« (1964), »Mir nach, Kanaillen!« (1964), »Polly« (Gay/Hacks, 1965), »Der verlorene Engel« (Filmmusik, 1965/66), »Die Fabeln des Äsop« (Chormusik, 1967), »Faust I« (1968). Jazzelemente sind integraler Bestandteil vieler seiner Kompositionen.

Jazz – Analysen u. Aspekte. Berlin 1966.

Rainer Bratfisch

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten