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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Barbe, Angelika

* 26.11.1951

Geb. in Brandenburg; aufgew. in Jeserig (b. Brandenb.), Vater selbständiger Gartenbaumstr., später Genossenschaftsbauer; 1958 – 66 POS in Schenkenberg u. Jeserig; 1966 – 70 EOS in Ziesar, Abitur mit Berufsausbildung zum Betriebsschlosser; 1970 – 74 Studium der Biologie, insbes. Verhaltensbiologie an der HU Berlin, Dipl.-Biol.; 1974/75 Beauftragte der Krs.-Pflanzenschutzstelle in Neufahrland (b. Potsdam); 1975 – 79 Biologin bei der Hygiene-Inspektion in Berlin-Lichtenberg, danach Hausfrau; seit 1986 Mitarb. im Pankower Friedenskrs. von  Ruth Misselwitz; 1987 Mitbegr. des Johannisthalter Frauenarbeitskrs. (mit Marianne Eschenhagen), Engagement für Menschenrechte, Umwelt, Bildung; Teiln. an mobilen Friedensseminaren; 1988/89 Friedensarbeitskrs. mit  Ulrike Poppe,  Jens Reich u.  Marianne Birthler; seit Frühjahr 1989 Beobachtung durch das MfS; Sept. 1989 Gasthörerin für Psychol. u. Verhaltenspsychol. an der HU Berlin; 7.10.1989 Gründungsmitgl. der SDP in Schwante (b. Oranienburg), Wahl zur 2. Sprecherin, Jan. 1990 stellv. Vors. der SPD (DDR); März – Okt. 1990 Abg. der Volkskammer, Vors. des Aussch. Frauen u. Familie.

Sept. 1990 – Nov. 1995 Mitgl. des Präs. des PV der SPD; Okt. 1990 – 94 Abg. des Dt. Bundestages; arbeitslos; Dez. 1995 – Dez. 1998 Assistentin des Ärztl. Ltr. des Krankenhauses Prenzlauer Berg; 17.6.1996 Mitgr. u. seit Mai 1997 Mitarb. im Bürgerbüro zur Aufarb. von Folgeschäden der SED-Diktatur in Berlin; 17./18.12.1996 Übertritt zur CDU wegen »Annäherung der SPD an die PDS«; 1996 – 99 Referent. des Ärztl. Dir. im Krankenhaus Berlin-Prenzlauer Berg; 1999/2000 arbeitslos; ab Okt. 2000 Referent. in der Sächs. Landeszentrale für pol. Bild. in Dresden; seit 2001 Mitgl. des Bundesvorst. der Union der Opferverbände kommunist. Gewaltherrschaft, bis Juli 2007 stellv. Vors.

Schlußstrich oder Aufarb.? In: Bernd Faulenbach u. a. (Hrsg.): Die Partei hat immer Recht. Essen 1994; Vorwärts u. nicht vergessen. In: Neubert, E. u. a. (Hrsg.): Der Demokratie Zukunft geben. 1998.

Helmut Müller-Enbergs

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten