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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Besson, Benno

* 4.11.1922 ✝ 23.2.2006

Geb. in Yverdon (Schweiz); Vater Lehrer; 1942 Schauspielunterricht in Lyon; 1942 – 46 Studium der Romanistik u. Anglistik in Zürich u. Neuenburg (Schweiz); seit 1943 Regiemitarb. am Schauspielhaus Zürich.

1947 – 49 Übersetzer einer Schweizer Presseagentur; 1947 Bekanntschaft mit  Bertolt Brecht; 1948/49 Schauspielunterricht u. Engagement am Théâtre Jean-Marie-Serreau in Paris; 1949 – 58 Schauspieler, Regieassistent u. Regisseur am Berliner Ensemble (BE), Inszenierungen u. a.: 1954 »Don Juan« von Molière/Brecht, 1955 »Pauken u. Trompeten« von Farquhar/Brecht; nach Auseinandersetzungen mit  Helene Weigel u. BE-Regisseuren Trennung vom BE; Gastinszenierungen am Dt. Theater Berlin (DT) (1960 »Die Holländerbraut« von  Erwin Strittmatter); 1962 – 68 Engagement am DT Berlin, hier auch Chefregisseur, Inszenierungen u. a.: 1963 »Der Frieden« von Aristophanes/ Peter Hacks, 1963 »Die zwei Herren aus Verona«, 1963 »Der Tartuffe« von Molière, 1964 »Die schöne Helena« von Meilhac/Halévy/Offenbach/Hacks, 1965 »Der Drache« von Jewgeni Schwarz, 1967 »Ödipus Tyrann« von Sophokles/Hölderlin/ Heiner Müller; 1965 u. 1974 NP; seit 1965 Regiearbeit an der Volksbühne Berlin, u. a. »Moritz Tassow« von Hacks, dort 1968 – 74 Künstler. Oberltr., Inszenierungen u. a.: »Horizonte« von Winterlich/Müller, 1971 »Der Arzt wider Willen« von Molière; 1975 »Wie es euch gefällt«; 1974 – 78 Intendant Volksbühne Berlin, Volkstheaterkonzeption; nach Auseinandersetzungen mit dem Min. für Kultur über den Spielplan, bes. wegen der Werke von Heiner Müller, Ausreise aus der DDR; anschl. an versch. Theatern in Österreich, der Schweiz, in Frankreich u. am Schiller-Theater Berlin (1991 »Hase Hase« von Coline Serreau); 1982 Josef-Kainz-Medaille der Stadt Wien; 1969 – 83 Mitgl. DAK, 1983 Korr. Mitgl., 1990 AdK Berlin-Brandenb.; 1969 – 95 verh. mit  U. Karusseit).

1994 Molière-Preis der Stadt Paris; seit 1995 Inszenierungen im Schauspielhaus Zürich, u. a. »Die heilige Johanna der Schlachthöfe«, 1998; gest. in Berlin.

Jahre mit Brecht. Willisau 1990; Theater spielen in acht Ländern. Berlin 1998. Macasdar, R. P.: B. B. – Der fremde Freund. Filmporträt. 1994.

Aune Renk

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten