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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Domma, Ottokar

* 20.5.1924 ✝ 15.7.2007

Geb. in Schankau (Krs. Karlsbad / Čankov, Tschechien); Vater Bergmann; Volksschule; Gebrauchswerber.

Nach 1945 Besuch eines Neulehrerseminars, Lehrer an einer Dorfschule in Sachsen-Anh., später Schulltr. in Tangerhütte; dann journalist. Arbeit für pädagog. Ztgn. (u. a. »Dt. Lehrerztg.«); Studium der Pädagogik an der HU Berlin, Dipl.-Pädagoge; SED; Red. beim »Neuen Dtl.«; seit 1959 ständ. Mitarb. des »Eulenspiegels«; wurde bekannt u. populär mit satirischen Kurzgeschichten aus dem Schul- u. Familienleben im Stil von Schüleraufsätzen (Vorbild: Ludwig Thoma), u. a. »Der brave Schüler Ottokar« (1967), »Ottokar, das Früchtchen« (1970), »Ottokar, der Weltverbesserer« (1973, später verfilmt), »Ottokar, der Gerechte« (1978), »Ottokar, der Philosoph« (1989), »Ottokar u. die neuen Deutschen« (1991), »Ottokar, der Fernsehstar« (1994), »Ottokar in Philadelphia« (1998); »Ottokar, der Flohverkäufer« (2003); »Das dicke Ottokar-Buch« (2004), »Mit Humor u. Hinterlist« (2004); 1987 Goethe-Preis; 2007 Bundesverdienstkreuz; zwei liter. LP; gest. in Woltersdorf (b. Berlin).

Erinnerungen eines Großvaters. Berlin 1999.

Bernd-Rainer Barth / Helmut Müller-Enbergs

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten