...

 

BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Ensikat, Peter

* 27.4.1941 ✝ 18.3.2013

Geb. in Finsterwalde; Vater Mechaniker, Mutter Verkäuferin, Bruder  Klaus E.; OS; 1959 Abitur; 1959 – 62 Studium an der Theater-HS Leipzig; seit 1962 Autordes Kabaretts »Herkuleskeule« in Dresden; 1962 – 65 Schauspieler am Theater der Jungen Generation in Dresden; 1962 – 84 Mitgl. FDGB, Gewerkschaft Kunst; 1965 – 74 Schauspieler u. Regisseur am Theater der Freundschaft in Berlin; schreibt auch Stücke für Kinder, Märchenadaptionen, Lieder, Szenen u. Monologe; 1969 – 84 Autor des Berliner Kabaretts »Die Distel«; 1970 Ernst-Zinna-Preis; ab 1974 freischaff., vielfach als Regisseur von Kinderstücken im Ausland (Belgien, Äthiopien, Algerien u. Bundesrep. Dtl.); 1985 Lessing-Preis; 1986 – 89 (Selbstauflösung) im Präs. des Verbandes der Theaterschaffenden der DDR; 1988 NP (im Koll.); in den 1980er Jahren meistgespielter Theater- u. Kabarettautor der DDR.

1989/90 DFF-Kabarettsendung »Scharfer Kanal«; seit Febr. 1990 wieder Autor, ab 1991 auch Gesellschafter des Berliner Kabarettheaters »Distel«; 1999 – 2004 dort Geschäftsf. u. künstler. Ltr. (Nachf. von  Gisela Oechelhaeuser); Buchautor, u. a. Kinderbuch »Das A steht vorn im Alphabet«, illustr. von seinem Bruder Klaus E.; 2001 Regie am DT Theater Berlin (»Leben bis Männer oder Der Fußballtrainer« von Thomas Brussig) seit 2007 Gastrolle an der Dresdner Staatsoperette in »Candide«; 2009 Preis Stern der Satire (zus. mit Wolfgang Schaller); gest. in Berlin.

Ab jetzt geb’ ich nichts mehr zu. Nachrichten aus den neuen Ostprovinzen. München 1993; Hat es die DDR überhaupt gegeben? Berlin 1998; Wenn wir den Krieg verloren hätten. Uns gab’s nur einmal. Satiren. Berlin 1999; Was ich noch vergessen wollte. München 2000; Das Schönste am Gedächtnis sind die Lücken. München 2005; Populäre DDR-Irrtümer. Ein Lexikon. Berlin 2008; Filmdok.: Gedächtnislücken. Egon Bahr u. P. E. im Gespräch (von T. Grimm, 2006).

Bernd-Rainer Barth / Ingrid Kirschey-Feix

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten