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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Göring, Bernhard

* 21.11.1897 ✝ 1.12.1949

Geb. in Berlin; Mutter Hausangestellte, alleinstehend; 1903 – 11 Volksschule; 1911 – 14 Ausbildung zum kfm. Angest., Erwerb der mittleren Reife (extern); 1915 – 21 Verkäufer, Lagerist, Einkäufer u. Buchhalter in der Metallindustrie; Abt.-Ltr. in der Eisenbewirtsch. u. Reichsbrandges. in Berlin; 1916 Mitgl. des Zentralverb. der Handlungsgehilfen u. der SPD; 1920 – 23 Mitgl. u. Vors. des Bunds religiöser Sozialisten in Preußen, später 2. u. bis 1933 1. Vors. des Bundesvorst.; 1922 – 33 Sekr. des HV des Allg. freien Angest.-Bunds (AfA-Bund), Geschäftsf. u. Prokurist der Vermögensverw. des AfA-Bunds; 1933, 1937 u. 1939 wegen illeg. pol. Arbeit verhaftet; 1934 –41 selbst. Gewerbetreibender; 1941 – 45 Abt.-Ltr. in der Wirtschaftsgr. Elektroindustrie; Verbindungen zur Gruppe »Neu Beginnen« u. Gruppen der ehem. Religiös. Sozialisten.

1945/46 SPD/SED, Mitgl. des SPD-ZA; Mitunterz. des Aufrufs des Vorbereitenden Gewerkschafts-Aussch. für Groß-Berlin u. des Aufrufs des ZA der SPD; 1945/46 Beisitzer im SPD-ZA; geschäftsf. Vorst. des FDGB-LV Berlin; 1946 – 49 Mitgl. des SED-PV; Febr. 1946 – 49 Mitgl. u. Sekr. des FDGB-BV u. dessen 2. Vors.; 1946 – 48 Teilnehmer der Interzonenkonferenz zur Herstellung der dt. Gewerkschaftseinheit; 1947/48 Mithrsg. der theoret. FDGB-Ztschr. »Die Arbeit«; 1948/49 Mitgl. des Dt. Volksrats u. seines Präs., Vors. des Aussch. für Sozialpol.; 1949 Abg. der Prov. Volkskammer, Ausschußvors.; Mitgl. des Ständ. Komitees der Weltfriedensbew. u. des Gen.-Rats des WGB; 1948/49 DWK; bis 1949 Vors. ZA der Volkssolidarität; gest. in Dresden.

Die Gewerkschaftsbew. in Dtl. Amsterdam 1927; 2 Jahre FDGB. Berlin 1947; Gewerkschaften u. Wirtschaft. Berlin 1948; Entspannung u. Erholung durch den FDGB-Feriendienst. Berlin 1949.

Helmut Müller-Enbergs

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten