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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Graetz, René

* 2.8.1908 ✝ 17.9.1974

Geb. in Berlin, aufgew. in Genf; 1923 – 29 Ausbildung zum Tiefdrucker; 1929 – 38 in Kapstadt (Südafrika) Monteur einer Großdruckerei im Auftrag der Londoner »Times«; 1932 Aufn. in die Bildhauerkl. der Primavera-Kunstschule Kapstadt; 1934 Aufgabe der Tätigkeit als Drucker; 1935 Arbeit als Bildhauer; 1938 Abreise aus Südafrika, Verfolgung wegen Teiln. an antifa. Flugblattaktionen im Hafen von Kapstadt; 1939 über die Schweiz u. Paris ins Exil nach London; Arbeit als Drucker u. Heizer; nach 1939 Internierung in England, 1940 Deportation nach Kanada, dort u. a. Bekanntschaft mit  Theo Balden; illeg. pol. Arbeit; 1941 Rückkehr nach London; Arbeit für den Freien dt. KB in London u. für die Künstlerorganisation AIA, Bekanntschaft mit Henry Moore, 1944 Heirat mit Elizabeth Shaw.

Rückkehr nach Dtl. (Berlin); 1946 KPD; 1946 – 48 Ltr. der Abt. Ausstellungen im Verlag Volk u. Wissen; seit 1948 freischaff. tätig, zunächst vorwiegend als Maler; 1949 mit  Arno Mohr u.  Horst Strempel Arbeit am Wandbild »Metallurgie Hennigsdorf« für die 2. Dt. Kunstausstellung in Dresden; 1952 Reise nach Moskau, 1956 Reise nach Italien; 1958 drei Stelen für die Mahn- u. Gedenkstätte Buchenwald, 1959 NP (im Koll.); Denkmal für die Mahn- u. Gedenkstätte Sachsenhausen; ab 1963 keram. Arbeiten; 1965 Reise nach Kuba, 1966 Reise nach Japan; 1973 Käthe-Kollwitz-Preis der AdK; 1974 Entwurf eines Wandbilds für den Palast der Rep.; gest. in Graal-Müritz.

Kat. R. G. Berlin 1978; Barsch, B.: Zu Leben u. Werk des Bildhauers R. G. Diss. HU Berlin 1982; Jacobi, F.: R. G. Skulpturen: Körper als Figur u. Zeichen. Berlin 2002.

Anke Scharnhorst

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten