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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Hildebrandt, Wilhelm Friedrich

* 5.10.1887 ✝ 14.10.1942

(* 1887 – † 1942)

Geboren am 5. Oktober 1887 in Westen/Hannover als Sohn eines Landarbeiters. Lernte vier Jahre Schlosser und Maschinenbauer, siedelte nach Hamburg über und war im Weltkrieg Soldat. 1918 Mitglied der USPD, 1920 mit der linken USPD Übertritt zur KPD; in der KPD gehörte Hildebrandt dem linken Flügel an. 1925 zum Mitglied der BL Wasserkante berufen, im gleichen Jahr als Nachfolger Hans Gostomskis in die Hamburger Bürgerschaft nachgerückt, 1927 und 1928 dann zum Abgeordneten in die Bürgerschaft gewählt. Hildebrandt stellte sich in der Wittorf-Affäre gegen Ernst Thälmann und wurde im Mai 1929 aus der KPD ausgeschlossen. Er legte sein Mandat in der Bürgerschaft nicht nieder, sondern blieb bis zur Neuwahl 1931 unabhängiger Abgeordneter. Später trat er politisch nicht mehr hervor, war wieder als Schlosser beschäftigt. Wilhelm Hildebrandt starb am 14. Oktober 1942 in Hamburg.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten