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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Höflich, Karl (Höft)

* 1896 ✝ 1.11.1937

Geboren 1896 in Budapest; Mechaniker. Während der Revolution 1919 in Ungarn Vorsitzender des Revolutionären Militärtribunals, nach der Niederschlagung der Räterepublik Ausreise nach Deutschland. Zunächst Mitglied und Funktionär der KPD in Solingen, später Mitarbeiter in der Juristischen Zentralstelle der KPD-Reichs- und Landtagsfraktion in Berlin. Im März 1933 in die Sowjetunion emigriert, Technologieingenieur im Werk »KIM« im Moskauer Gebiet. Dort im Frühjahr 1937 vom NKWD verhaftet und am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, Karl Höflich wurde am 3. November 1937 in Butowo erschossen. Seine 1911 in Berlin geborene Frau Gertrud arbeitete bis zu ihrer Festnahme in der Sowjetunion als Lehrerin. Am 20. Juni 1937 ebenfalls verhaftet und der »Spionage« beschuldigt, wurde Gertrud Höflich am 1.November 1937 zum Tode verurteilt und wie ihr Mann am 3. November 1937 erschossen. Beide wurden als Opfer des stalinistischen Terrors am 15. September 1989 juristisch rehabilitiert.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten