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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Horn, Lambert

* 27.12.1899 ✝ 2.6.1939

Geboren am 27. Dezember 1899 in Düsseldorf, Sohn eines Eisenbahnsekretärs; 1913 bis 1915 Schlosserlehre. Ostern 1915 meldete sich Horn freiwillig zur Kriegsmarine, aus der er 1920 entlassen wurde. Dann Zugabfertiger bei der Eisenbahn, die ihn im April 1925 entließ. Horn schloß sich zunächst der christlichen Eisenbahnergewerkschaft an. Ende 1920 Mitglied der KPD, leitete von 1922 bis 1924 die Fraktion in der Düsseldorfer Ortsgruppe des kommunistischen Einheitsverbandes deutscher Eisenbahner. Ab Mitte 1925 Berichterstatter, anschließend Redakteur der »Freiheit« in Düsseldorf. Seit Dezember 1931 Orgleiter, im Mai 1932 Polleiter der BL Niederrhein. Im April 1932 wurde Lambert Horn in den Preußischen Landtag, im März 1933 (jeweils im Wahkreis Düsseldorf-Ost) in den Reichstag gewählt. Horn ging Ende Februar 1933 in die Illegalität und war ab Mai 1933 Polleiter der illegalen BL Berlin-Brandenburg. Er wurde am 23. November 1933 in Berlin verhaftet, in die Gestapozentrale in die Prinz-Albrecht-Straße gebracht und grausam mißhandelt. Am 29. November 1934 vom Ersten Senat des VGH zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Remscheid-Lüttringhausen verbüßte. Anschließend kam er im November 1936 in das Polizeigefängnis Düsseldorf und wurde im April 1937 in das KZ Sachsenhausen transportiert. Dort starb Lambert Horn am 2.Juni 1939 an den Folgen der schweren Mißhandlungen.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten