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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Kuraner, Maxim (Max)

* 16.12.1901 ✝ 26.3.1978

(* 1901 – † 1978)

Geboren am 16. Dezember 1901 in Metz. Der Sohn eines Metzgermeisters wurde nach einer kaufmännischen Lehre Verlagsangestellter. 1919 Mitglied der kommunistischen Jugend, 1921 der KPD, vor allem im Bezirk Pfalz aktiv. 1933 Flucht nach Paris und dort in der Auslandsleitung der KPD tätig. Von 1936 bis 1939 war er im Spanischen Bürgerkrieg Funktionär bei den Internationalen Brigaden, dann wieder in Paris. Hier hat er nach dem Stalin-Hitler-Pakt 1939 seinen Austritt aus der KPD erklärt. Nach Kriegsausbruch in verschiedenen Lagern in Frankreich interniert, kämpfte Kuraner seit seiner Flucht 1943 in der französischen Résistance. Im Februar 1946 Heimkehr in die Pfalz, Lizenzträger und politischer Redakteur der »Rheinpfalz«. Von 1948 bis 1954 stellvertretender Landeskommissar für Politische Säuberung, ab 1947 auch Stadtrat und von 1950 bis 1959 Abgeordneter der SPD im Landtag von Rheinland-Pfalz. Max Kuraner starb am 26. März 1978 in Neustadt/Weinstraße.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten