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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Lakomy, Reinhard (Lacky)

* 19.1.1946 ✝ 23.3.2013

Geb. in Magdeburg; Klavierunterricht; Georg-Philipp-Telemann-Musikschule; Abitur; Praktikant in einem Erdbaubetrieb, Lagerarb., Vermesser, Einkäufer; Pianist bei den Jazz Youngsters in Halle; Studium an der HS für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden;  Klaus Lenz Bigband; 1969 – 72  Günther-Fischer-Quartett u. -Quintett (Keyboards, Komposition, Arrangements); 1969 Jazz Jamboree Warschau; 1972 R.-L.-Chor (u. a. mit  Uschi Brüning u.  Angelika Mann); 1973 R.-L.-Ensemble; LP »Reinhard Lakomy«; 1974 LP »Lacky u. seine Geschichten«; Festival »Bratislavská Lyra« (Bratislava, ČSSR), zwei Titel in tschech. Sprache; 1975 LP »Lacky’s Dritte«; 1976 LP »... daß kein Reif«; 1977 LP »Die großen Erfolge«; Auftritte mit eigenen Jazzformationen (»Jazz in der Kammer« Berlin); Komposition von Filmmusik u. Kinderrevuen; 1978 LP »Geschichtenlieder«; 1980 LP »Der Traumzauberbaum«; 1981 LP »Das geheime Leben – Electronics«; 1982 – 87 Vors. der Kommission Tanzmusik des VDK; danach Mitgl. der Kommission Rock- u. Popmusik; 1983 LP »Mimmelitt, das Stadtkaninchen« u. LP »Der Traum von Asgard – Electronics«; Live-Auftritt mit elektron. Musik bei DT 64-Jugendkonzert; 1985 LP »Zeiten – Electronics« (mit Rainer Oleak), 1987 LP »Schlapps u. Schlumbo«, 1989 LP »Der Wolkenstein« u. Kindermusical »Der Wasserkristall« am Volkstheater Halberstadt; 1986 NP.

1990 – 93 Vizepräs. des VDK; seit 1991 mehr als zehn CD u. LP, u. a. »Die Jahre 1972 – 76« (1992), »Geschichtenlieder im Traumzauberwald« (Konzert-CD, 1998), »Traumzauberbaum 2 – Agga Knack, die wilde Traumlaus« (2001) u. »Traumzauberfest« (2005); März 2003 Eröffn. des »Theaters Traumzauberbaum« auf dem Gelände der Brandenburg. Landesgartenschau in Eberswalde u. Premiere des Stücks »Frühlingsluft im Traumzauberland«, Ende 2003 Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Betreiber des Geländes; 1.11.2004 letztes Konzert für Erwachsene in der Dresdner Komödie, seitdem ausschließl. Arbeit für Kinder; 2005 Sonderkonzerte »25 Jahre Traumzauberbaum«; 2006 Filmmusical »Unendlich u. Eins« (2008 auf CD); weiterhin regelmäßige Auftritte mit dem Kinderprogramm »Traumzauberbaum«; gest. in Berlin.

Es war doch nicht das letzte Mal – Erinnerungen. Berlin 2000.

Rainer Bratfisch

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten