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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Lange, Arthur Ernst Heinrich

* 8.5.1906 ✝ 27.10.1972

(* 1906 – † 1972)

Geboren am 8. Mai 1906 in Dömitz an der Elbe; Lehre und Arbeit als Schlosser. Lange war Mitglied und Funktionär der KPD in Berlin und gehörte zum Nachrichtenapparat von Hans Kippenberger, offiziell war er seit 1925 bei der Sternwarte in Berlin-Treptow angestellt. Mitorganisator der letzten Tagung der KPD-Führung am 7. Februar 1933 in Ziegenhals bei Berlin. Als Angehöriger des Nachrichtenapparates am 12. Dezember 1933 verhaftet, wurde Arthur Lange 1935 in einem Prozeß vor dem VGH zusammen mit Hermann Dünow und Karl Schuster zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Februar 1937 erneut festgenommen und in das KZ Sachsenhausen eingeliefert, aus dem er im April 1939 entlassen wurde, danach Hilfsarbeiter in Berlin-Friedenau. Am 19. April 1944 wiederum verhaftet und in das KZ Neuengamme überführt, wo er im April 1945 befreit wurde. Nach 1945 wieder in Hamburg, dort wurde er Mitglied der SPD. Arthur Lange starb am 27. Oktober 1972 in Hamburg.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten