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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Lehmann, Helmut

* 1.12.1882 ✝ 9.2.1959

Geb. in Berlin; Vater Schriftst.; 1888 – 97 Volks- u. Mittelschule in Straßburg u. Berlin; 1897 – 99 Ausbildung zum Zimmermann in Schöneiche (b. Berlin); 1900 – 03 Krankenkassen- u. Gewerkschaftsangest.; 1903 SPD; 1903 – 07 Abt.-Ltr. der Allg. Ortskrankenkasse Berlin; Gründer u. Vors. des Vereins der Lehrlinge u. jugendl. Arbeiter Berlins; 1905 – 13 Red. der »Dt. Angest. Ztg.«; Hrsg. u. Autor von Publ. für die Sozialversicherung; 1914 – 33 geschäftsf. Vors. des Hauptverb. Dt. Krankenkassen in Dresden bzw. Berlin; 1918 Mitgl. des Arbeiter- u. Soldatenrats in Dresden; 1921 – 33 Mitgl. des Beirats des Zentralverb. der Angest.; 1933 gemaßregelt u. von März/ April inhaftiert, Juni 1935 erneut U-Haft, Ltr. einer Widerstandsgr. von Sozialdemokraten u. Gewerkschaftern in Berlin; 23.8.1944 Verhaftung infolge des 20. Juli 1944, Jan. 1945 Verurteilung durch den VGH zu einem Jahr Gefängnis wegen »Feindbegünstigung«, bis 22.4.1945 Haft im Gefängnis Tegel.

1.5. – 30.6.1945 Ref. im Wirtschaftsamt Berlin-Pankow bzw. Berlin-Wedding; 1.7. – 31.7. 1945 stellv. Ltr. der Sozialversicherungsanstalt von Groß-Berlin; Juni 1945 Mitgl. des ZA der SPD; Mitunterz. seines Aufrufs vom 15.6.1945 u. des Aktionsabkommens von KPD u. SPD vom 19.6.1945; Juli 1945 stellv. Ltr. der Sozialversicherung von Groß-Berlin; Aug. 1945 Vizepräs. der ZV für Arbeit u. Sozialfürsorge; 1945/46 Teilnehmer der »Sechziger-Konferenz« von KPD u. SPD; Mitgl. der Studienkommission für »Grundsätze u. Ziele« u. Parteistatut, mit  Anton Ackermann verantw. für die Endred.; seit 1946 Mitgl. des PV bzw. ZK der SED; ab 1946 des ZS u. 1949 – 50 des PB des ZK der SED; ab 1946 Präs. der Volkssolidarität; 1946 – 49 Abg. des Thür. Landtags; ab 1947 Mitgl. des Bundesvorst. des FDGB; 1948/49 des Dt. Volksrats; 1949/50 Abg. der (Prov.) Volkskammer; 1950 – 59 Vors. des ZV der Sozialversicherung; 1953 Held der Arbeit u. KMO; 1957 VVO; 1958 Medaille für Kämpfer gegen den Fasch.

Andreas Herbst / Helmut Müller-Enbergs

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten