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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Lenz, Wilhelm

* 16.3.1897 ✝ 10.8.1969

Geboren am 16. März 1897 in Gießen-Klein Linden, Sohn eines Bergmanns; wurde Feinmechaniker. 1916 zum Militärdienst eingezogen, machte den Weltkrieg als Soldat in Rußland und Frankreich mit. 1923 trat er in die KPD ein und übte verschiedene Funktionen aus. Lenz war 1931/32 KPD-Abgeordneter im Hessischen Landtag. 1933 »Schutzhaft«, nach sechs Wochen entlassen, wegen illegaler Arbeit für die KPD im Juni 1935 erneut verhaftet und im November 1935 vom OLG Darmstadt zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Anschließend in das KZ Buchenwald eingeliefert, aus dem er im April 1945 befreit wurde. Für die US-Militärregierung tätig, später Fuhrunternehmer in Gießen, er trat politisch nicht mehr hervor. Wilhelm Lenz starb am 10. August 1969 in Gießen-Wieseck.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten