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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Lobedanz, Reinhold

* 29.8.1880 ✝ 5.3.1955

Geb. in Schwerin; Vater Oberlehrer; 1887 – 90 Vorbereitungsschule, 1890 – 99 Gymnasium in Schwerin, Abitur; 1899 – 1903 Studium der Rechts- u. Verw.-Wiss. in Heidelberg, Leipzig u. Rostock; Mitgl. der schlagenden Verbindung Corps Lusatia; 1903 Prom. zum Dr. jur.; 1903 – 07 Ausbildung an Gerichten, Staatsanwaltschaften u. in Rechtsanwaltspraxen in Ostendorf (b. Schwerin u. Rostock); 1903 Erste jur. Prüfung; 1907 Zweite jur. Prüfung; 1907 Gerichtsassessor am LG in Schwerin; 1907 – 11 Amtsassessor bei der Mecklenb. Dominalverw.; 1912 – 14 Amtsassessor, -verwalter u. Regierungsrat beim Versicherungsamt in Wismar; 1914 – 20 in Schwerin; 1919 – 30 Vors. DDP Schwerin, ab 1923 Landesvors. Mecklenb.; 1920 – 29 Ministerialrat beim Mecklenb. Min. des Innern in Schwerin, 1929 – 32 beim Staatsmin. in Schwerin; 1920 – 33 Vorstandsmitgl. des Mecklenb. Beamtenbundes; 1932 – Okt. 1945 Ministerialrat beim Min. für Unterricht, Kunst, geistl. u. med. Angelegenh. in Schwerin; 1935 – 45 Reichsbund Dt. Beamter u. NS-Rechtswahrerbund; 1935 – 45 NSV, Block- u. Zellenwart; 1937 – 45 Opferring; 1938 – 40 Förderer des NSFK.

Nov. 1945 – März 1950 Ministerialdir. bei der Mecklenb. Landesreg., beim Min.-Präs. u. HA-Ltr. der Präsidialabt.; Juni 1945 – Aug. 1952 Mitbegr. u. 1. Landesvors. der CDU Mecklenb.; bis 1950 3. bzw. 4. Vors. der CDU; Mitgl. des Pol. Aussch.; bis 1952 1. Vizepräs. des Landtags Mecklenb.; 1948/49 Mitgl. der DWK u. 1949/50 Abg. der (Prov.) Volkskammer; Präs. der Prov., ab 1950 der Länderkammer; 1950 DSF; 1950 – 55 Mitgl. des Pol. Aussch. des CDU-Hauptvorst.; 1952 – 55 Mitgl. der CDU-BL Schwerin; 1954 VVO.

§ 1381 B.G.B’s. Schwerin 1904; Die Wahrheit über Konrad Adenauer u. Jakob Kaiser. Berlin 1951.  Koch, H.: R. L. Berlin 1977.

Helmut Müller-Enbergs

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten