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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Müller, Georg

* 13.10.1917 ✝ 23.12.2004

Geb. in Budaörs (Ungarn); Vater Maurer; Volksschule in Budaörs; Bürgerschule in Budapest; 1937 Abitur an der Handelsschule Budapest; 1938 – 42 Studium der Agrarwiss. an der Techn. u. Wirtschaftswiss. Univ. Budapest; ab 1942 Pflanzenschutzinspektor im Pflanzenschutzdienst des Landkrs. Budapest; 1943 Militärdienst; 1945 sowj. Kriegsgef.

1947 Umsiedl. nach Sachsen; 1947 – 49 Erfassungsinspektor am Landratsamt Großenhain (Sachsen); 1949 – 50 Ltr. der Abt. Landwirtschaftl. Planung Großenhain; 1950 Ltr. der Abt. für Kartoffelzüchtung in der Zentralen Forschungsanstalt für Pflanzenzüchtung Müncheberg; 1952 Prom. u. 1956 Habil. an der HU Berlin; ab 1954 stellv. Dir. des Inst. für Acker- u. Pflanzenbau Müncheberg; 1958 Prof. u. ab 1961 Dir. des Inst. für Bodenkunde u. Mikrobiol. der KMU Leipzig, 1961 – 63 Dekan der Landwirtschaftl. Fak., 1963 – 67 Rektor der KMU Leipzig (Nachf. von  Georg Mayer); Mitgl. der DAL; 1969 Berufung an die MLU Halle u. Übernahme des Lehrstuhls u. des Instituts für Bodenkunde u. Mikrobiol., Dekan der Fak. Pflanzenprod.; 1982 em.; Leiter der AG Bodenbiologie der DAL, Mitgl. des ZV der Dt. Agrarwiss. Gesell., Ltr. der Sektion Bodenbiologie in der Internat. Bodenkundl. Gesell.; gest. in Leipzig.

Arbeitsgebiete: Bodenkunde, Mikrobiologie, Pflanzenschutz, Pflanzenzüchtung; Mithrsg. des Zentralblatts für Bakteriologie, Abt. II.

Bodenbiologie. Jena 1965; Bodenkunde. Berlin 1980; Ökologie. Jena 1984 (Hrsg.).

Stefanie Müller

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten