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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Petrowsky, Ernst-Ludwig (»Luten«)

* 10.12.1933

Geb. in Güstrow; Kontakt zum Jazz durch Schallplatten; Autodidakt; 1955 – 57 Eberhard-Weise-Combo; 1956 Studium an der HS für Musik »Franz Liszt« Weimar (abgebro-

chen); 1957 – 60 Orchester Eberhard Weise;

1960/61 Tanz- u. Schauorchester Max Reichelt; 1962 – 70 Manfred-Ludwig-Sextett (1964 Jazzfestival Prag); 1963 erste Schallplattenaufn. (LP »Modern Jazz Studio Nr. 2«); ab 1964 Bossa-Nova-Quartett; Auftritte mit der  Klaus-Lenz-Bigband, Joachim Kühn, Synopsis, SOK, Modern Soul Band u. a.; ab 1967 Jazz-Ensemble Studio IV (erste Band der DDR, die regelm. Jazz spielte); 1968 Jazz Festival Montreux; Jazz Jamboree Warschau; 1969 LP; 1970 Alba Regia Jazz-Festival Székesfehérvár (Ungarn); 1970 Jazz Jamboree Warschau (auch 1973, 1974); ab 1972 Ernst-Ludwig-Petrowsky-Trio (u. a. Interpr. Neuer Musik), -Quartett u. -Sextett; 1972 Interband (Prag); 1973 LP »Just For Fun« (FMP, Berlin (West)); 1974 LP »Auf der Elbe schwimmt ein rosa Krokodil« (FMP); 1975 Duo mit Klaus Koch; Auftritte u. a. bei Jazz Festivals in Budapest, Prag, Ljubljana (Jugosl.); »Jazz in der Kammer Nr. 100« in Berlin; 1978 LP »Ernst Ludwig Petrowsky« (Amiga); Konzert in Hamburg, Titel »Ein Sandsack zuviel« (Anspielung auf Aufpasser, der das Quartett begleitete); 1979 LP »SelbViert« (FMP); 1980 »SelbDritt« (FMP); 1982 USA-Tournee mit Berlin-Brandenb. Quartett; 1982 Heirat u. 1983 Beginn der Duo-Arbeit mit  Uschi Brüning; ab 1984 Zentral-Quartett (LP, 1990 JazzFest Berlin); 1985 JazzFest Berlin (West) (auch 1986, 1988, 1990, 1993), Jazztage der DDR (auch 1986); 1988 LP »Kontraste«; 1988 NP.

1992 CD »Features Of Usel« (beide mit Uschi Brüning); 1994 Lyrik-Jazz-Programm »der regen hat keinen wie immer gearteten durst«; weitere Auftritte u. Aufnahmen mit dem Quartett »Ruf der Heimat« u. zahlr. anderen Musikern; 1994 CD »Zentralquartett: Plie«; 1997 Albert-Mangelsdorff-Preis der Union Dt. Jazzmusiker; 4.12.2002 Gast in Wiglaf Drostes Benno-Ohnesorg-Theater in der Volksbühne Berlin (mit Brüning), 2004 Programm »Der Bär auf dem Försterball – Hacks u. Anverwandtes« (mit F. W. Bernstein, W. Droste u. Rayk Wieland), 2005 Konzerte »All That Jazz« (mit Brüning) u. »Poetry Meets Jazz« (mit Droste).

Rainer Bratfisch

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten