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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Rötzscher, Otto Helmut

* 30.4.1891 ✝ 22.8.1932

(* 1891 – † 1932)

Geboren am 30. April 1891 in Halle, Sohn eines Dekorationsmalers; besuchte die Präparandenanstalt und das Lehrerseminar in Zschopau und war von 1910 bis 1917 Volksschullehrer in Niederlautenstein im Erzgebirge und in Geringswalde. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er nicht zum Militär- und Kriegsdienst eingezogen. 1917 erhielt er eine Stelle als Volksschullehrer in Chemnitz. Er trat 1919 der SPD bei, im Herbst 1920 der KPD. Bis 1924 Sekretär für Gewerkschaftsarbeit der KP in Chemnitz. 1926 wurde Rötzscher als Abgeordneter in den Sächsischen Landtag gewählt, dort Sekretär der kommunistischen Parlamentsfraktion. Er war Anhänger des rechten Parteiflügels und gehörte 1928/29 zu den fünf Abgeordneten des Sächsischen Landtags, die in Opposition zum ZK standen. Deshalb am 1.April 1929 aus der KPD ausgeschlossen, trat Rötzscher der KPO bei und wurde 1929 zu den Sächsischen Landtagswahlen nominiert, da die KPO keinen Sitz erhielt, aber nicht gewählt. Im August 1930 trat er zur SPD über. Otto Rötzscher, der schwer tuberkulosekrank war, starb am 22.August 1932 in Chemnitz.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten