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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Roth, Paul

* 19.7.1892 ✝ 24.9.1967

Geboren am 19. Juli 1892 in Rudolstadt, Sohn eines Porzellanmalers; Tischler, trat 1909 in die SPD ein. Nach dem Ersten Weltkrieg Mitglied der KPD. 1924 sprach er auf einer Versammlung von den »Reichswehrbanditen« und wurde vom Schöffengericht Berlin zu einer Geldstrafe von 100 Goldmark verurteilt. Von 1925 bis 1929 war er KPD-Abgeordneter der Stadtverordnetenversammlung von Groß-Berlin. Roth gehörte 1930 zu jenen Funktionären und Mandatsträgern, die die ultralinke Politik der KPD-Führung kritisierten und deshalb mit der oppositionellen »Gruppe der 60« aus der KPD ausgeschlossen wurden. Am 26. Februar 1931 erklärte er gemeinsam mit Hermann Letz, Otto Moldmann, Erich Raddatz und Frieda Rosenthal seinen Übertritt zur SPD. Bekannt ist, daß er nach 1933 unter Beobachtung der Gestapo stand. Paul Roth starb am 24. September 1967 in West-Berlin.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten