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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Sachs, Rudolf

* 26.5.1891 ✝ 11.8.1947

Geboren am 26. Mai 1891 in Braunschweig, Sohn eines Arbeiters; Metallarbeiter. Aktiv in der sozialistischen Jugend Braunschweigs, trat 1909 in die SPD ein. Während des Krieges Anschluß an die Spartakusgruppe und führend im Braunschweiger Jugendausschuß. Sachs war Ende 1918 Delegierter auf dem Gründungsparteitag der KPD. Ab 1919 Parteisekretär der KPD, zunächst in Braunschweig, dann im Bezirk Halle-Merseburg. 1922 wurde er Sekretär für Gewerkschaft der BL Halle-Merseburg, im Februar 1927 in dieser Funktion bestätigt, gehörte er der engeren BL an. Im März 1933 verhaftet, von Mai bis November 1933 im KZ Lichtenburg. Sachs hatte später über Ernst Graul und Georg König Kontakt zur Widerstandsgruppe um Georg Schumann. 1945 wieder Mitglied der KPD und ab 1946 örtlicher SED-Geschäftsführer. Rudolf Sachs starb am 11. August 1947 in Halle.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten