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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Sasse, Gertrud

* 24.2.1902 ✝ 13.8.1994

Geb. in Berlin; Vater Beamter der Oberpostdirektion; Lyzeum u. Oberlyzeum in Berlin, 1921 Abitur; 1922/23 Höheres Lehrerinnenseminar; 1923/24 Chefsekr. in Berlin; 1924/25 Lehrerin in Belzig; 1925 – 33 Privatlehrerin für Fremdsprachen in Wernigerode; 1933 – 45 Berufsverbot.

1945 LDPD; Mitgl. ihres Krs.-Vorst. Wernigerode u. Krs.-Vors. des KB; Mitgl. des antifa. Frauenbunds; 1946 FDGB; 1946 – 49 Lehrerin, zul. stellv. Dir. der Gerhart-Hauptmann-OS in Wernigerode; 1947 DFD; ab 1949 Abg. der (Prov.) Volkskammer, stellv. Vors. der LDPD-Fraktion; 1950 – 58 Mitgl. des Aussch. für Volksbildung, danach Mitgl. des Aussch. für Kultur; Mitgl. des Friedensrats der DDR; 1950 – 58 Dir. der Adolf-Reichwein-OS in Halle; 1950 – 52 stellv. Vors. des LDPD-Landesverb. Sachsen-Anh. u. Abg. des Landtags; 1950 – 86 Vizepräs., danach Ehrenpräs. des KB; 1952 – 61 Vors. des LDPD-Bez.-Verb. Halle (seit 1959 hauptamtl.); 1952 – 82 Vors., 1982 – 90 Ehrenvors. der BL Halle; ab 1961 Mitgl. des Pol. Aussch. des Zentralvorst. der LDPD; 1960 Oberstudienrat; ab 1961 wiss. Mitarb. der Sekt. Erziehung-Wissenschaft der MLU Halle; 1962 Prof.; 1962 – 89 Vizepräs. der Freundschaftsges. DDR – Frankreich; 1970 VVO u. Stern der Völkerfreundschaft; März – Aug. 1990 Mitgl. des Bundes Freier Demokraten, dann FDP; gest. in Halle.

Elke Reuter / Helmut Müller-Enbergs

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten