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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Schlott, Volker

Jazzmusiker

* 20.4.1958

Geb. in Oelsnitz (Vogtl.), dort erste musikal. Ausb. an der Musikschule; 1974 – 78 Studium an der Hochschule für Musik »[linkintern=?ID=706]Hanns Eisler[/linkintern]« in Berlin (Saxophon, Flöte, Klavier), dort seit 1995 Dozent; seit 1978 profess. Musiker in versch. Genres: in Wolfgang Fiedlers Band »Fusion« (1978 Auftritt bei der »Jazzbühne Berlin«, auf LP veröffentlicht), 1980 – 83 im Quartett von  [linkintern=?ID=1920]Uwe Kropinski[/linkintern] (1981 auf Kleeblatt-LP veröffentlicht), zeitweilig Mitgl. der Hannes Zerbe Blechband, im Trio Fiedler-Einer-Schlott (1987 LP »Unit«), im Jazzorchester der DDR (1988 Live-Doppel-LP), in der College Band (1990 CD »College – The East Berlin Guest Orchestra«) und in Workshops um Johannes Bauer, 1982 beim Music Workshop Frankfurt (Oder) erste Kompositionen für »20-Mann-Saxophon-Orchester« (»1.-3. Saxophonie«); eigene Projekte: das 1985 gegründete Bläserquartett »Fun Horns« (ursprünglich zusammen mit dem Saxophonisten Thomas Klemm, dem Trompeter Joachim Hesse und dem Posaunisten Jörg Huke – Veröffentlichungen: LP »Natural Music« (1988), CDs »Surprise« (1990), »Live in South America« (1992), »Live And Latin« (1993), »Choral Concert« (1993), »Der Mond ist aufgegangen« (1996 Preis der Deutschen Schallplattenkritik) und »Song for Horns« (2002); Duo mit U. Kropinski schon Anfang der 1980er Jahre, um den ungarischen Saxophonisten Tony Lakatos zum Trio erweitert erfolgreich bei der Warschauer Jazz Jamboree; nach 1990 wieder Duo-Arbeit mit Kropinski (CD »Dinner for One«, 1994); Solo-CD »The 12 Seasons« (1992); V. S. Quartett mit Jürgen Heckel (Gitarre), Martin Lillich (Bass) und Ulli Moritz (Schlagzeug); CD-Veröffentlichungen: »The Day Before« (1992), »Why Not« (1995 Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik) und »Akribik« (1998); seit 1995 Gruppe PAmagieRA mit Henning Schmiedt (Piano) und Ulli Moritz (Perkussion); CDs: »PAmagieRA« (1995) und »Okanagan« (1998); Duo mit dem Pianisten Dieter Kühnlein (1997 CD »Sweet Ballad Sweet«); insg. seit 1978 Mitwirkung als Musiker oder Komponist bei über 60 CD-Produktionen; internationale Tourneen mit Pierre Dorges »New Jungle Orchestra und Gebhard Ullmanns »Talam 10« durch Australien, Kanada und die USA, mit den Fun Horns durch Südamerika, Asien und Europa; Mitwirkung in internationalen Workshop-Bands von Cecil Taylor (CD »Live in Berlin«), Joachim Kühn, Tony Oxley, Rei Harakami, Simon Nabatow, John Tchicai, Harry Beckett,  Günter Sommer u. a.; Kompositionen für Theater und Hörspiele; Veröffentlichung des eigenen SpielBuchs »Saxofun« (AMA-Verlag); seit 1996 Zusammenarbeit mit Mikis Theodorakis und Maria Farantouri (Konzerte weltweit und acht CD-Produktionen) und mit der in Berlin lebenden Sängerin Jocelyn B. Smith aus den USA (sechs CD-Produktionen).