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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Schlüter, Otto

* 12.11.1872 ✝ 12.10.1959

Geb. in Witten (Ruhr); Vater Rechtsanwalt u. Notar; Burggymnasium Essen; 1891 – 95 zunächst Geschichts- u. Germanistikstudium, später Studium der Geogr., Geol., Mineral. u. Petrogr. in Freiburg i. Br., Halle u. Berlin; 1896 Prom. in Halle; 1898 – 1900 Assistent bei der Berliner Ges. für Erdkunde; 1906 Habil. im Fach Geogr. an der Univ. Berlin; hier 1906 – 11 Priv.-Doz.; 1911 – 38 ord. Prof. für Geogr. u. Dir. des Geograph. Inst. an der Univ. Halle; 1938 – 51 mit kurzen Unterbrechungen vertretungsw. weiter im Amt; 1952 Dr. rer. nat. h. c. der Univ. Leipzig; 1956 Ehrensenator der MLU Halle; 1923 Mitgl. der Leopoldina; 1942 – 52 Vizepräs.; 1952 – 53 21. Präs. der Leopoldina als Nachf. von Emil Abderhalden, für den er nach dessen von den amerik. Besatzungsbehörden erzwungenem Weggang ab 1945 bereits die Geschäfte am Sitz der Akad. in Halle geführt hatte; gest. in Halle.

Arbeitsgebiete: Siedlungsgeogr., Geogr. der Kulturlandschaft, Altlandschaftsforschung für den mitteleurop. Raum u. Methodik der Geogr.

Lebenslauf des ord. Prof. der Geogr. Dr. O. S. In: Petermanns Geograph. Mitteilungen (1952) 4 (mit Bibl.).

Michael Kaasch

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten