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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Schmidt, Agnes

* 14.10.1875

Geboren am 14. Oktober 1875 in Gotha, vor der Jahrhundertwende Mitglied der SPD, während des Krieges der USPD, 1920 Übertritt zur KPD. Sie wurde 1921 als Abgeordnete in den Thüringer Landtag gewählt. Agnes Schmidt war einige Zeit für die Frauenarbeit in Thüringen verantwortlich. Als Anhängerin der Linken in der KPD zog sie auch 1924 wieder als Abgeordnete in den Thüringer Landtag ein. Zusammen mit Otto Geithner leitete sie 1925 die ultralinke Opposition in Thüringen. Nach dem Ausschluß Geithners aus der KPD solidarisierte sie sich mit ihm und trat 1926 aus der Partei aus. Sie gründete mit Geithner in Thüringen die KAG, eine ultralinke Gruppe, für die sie bei den Thüringer Landtagswahlen 1927 kandidierte, aber nicht gewählt wurde. Politisch trat sie dann nicht mehr hervor. Weitere Daten ihres Lebenslaufs ließen sich nicht in Erfahrung bringen.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten