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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Schmidt-Wittmack, Karlfranz

* 27.7.1914 ✝ 23.10.1987

Geb. in Berlin-Charlottenburg; Vater Zigarrenfabrikant; Besuch des Christianeums in Hamburg-Altona, Abitur; 1936 – 38 Studium der Staats- u. Rechtswiss. in Hamburg; 1938 NSDAP; 1939 – 45 Kriegsdienst, zul. Obltn. der Luftwaffe; April – Juli 1945 sowj. Kriegsgefangenschaft.

1945 Volontär einer Spedition u. Kohlenfirma in Hamburg; 1947 Geschäftsf.; 1948 – 54 Quelle »Timm« der Parteiaufklärung, APN u. MfS-HV A, Führungsoffz.  Walter Vesper (»Peter«); ab 1949 selbst. Kohlenhändler in Hamburg; 1946 – 48 Vors. der Jungen Union in Hamburg; Mitgl. des Bundesvorst. der Jungen Union; 1947 – 49 Vors. des Krs.-Verb. Hamburg-Nord der CDU u. stellv. Vors. des Landesverb. Hamburg der CDU; 1949 – 53 Mitgl. der Hamburger Bürgerschaft; ab 6.10.1953 Abg. des Dt. Bundestags, Mitgl. der Aussch. für Fragen der europ. Sicherheit u. für gesamtdt. Fragen, 24.2.1955 Mandat aberkannt; 21.8.1954 Übersiedl. in die DDR; 22.8.1954 Ausschl. aus der CDU (West) u. Aufhebung der parl. Immunität; 1955 – 76 Vizepräs. der Kammer für Außenhandel der DDR; seit 1962 Mitgl. des BV der CDU Frankfurt (Oder); seit 1964 Mitgl. des HV der CDU; 1977 Ruhestand; ab 1979 stellv. Vors. des Freundschaftskomitees DDR – Österreich; 1979 VVO; gest. in Berlin.

So geht es nicht weiter. Berlin 1954. Wolf, M.: Spionagechef im geheimen Krieg. München 1998.

Helmut Müller-Enbergs

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten