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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Tiemann, Walter

* 29.1.1876 ✝ 12.9.1951

Geb. in Delitzsch; 1894 – 96 Studium der Malerei u. Zeichnung an der Leipziger Königl. Kunstakad. u. Kunstgewerbeschule, 1896 – 98 an der Kunstakad. Dresden, 1897 Studienaufenthalt in Paris; seit 1903 Lehrer, ab 1909 Prof. u. 1920 – 41 Dir. an der (umbenannten) Königl. Akad. für Graph. Künste u. Buchgewerbe Leipzig; 1907 mit Carl E. Poeschel Gründung der ersten dt. Privatpresse »Janus Presse«; 1910 – 25 Vors. des Vereins Dt. Buchkünstler; 1926 Dr. h. c. der Univ. Leipzig; 1940 Verlust des Direktorenamts, 1941 des Lehramts.

Aug. 1945 – Frühjahr 1946 kommissar. Rektor der Akad. für Graph. Künste u. Buchgewerbe in Leipzig; 1946 em.; gest. in Leipzig.

Internat. anerkannter Schriftkünstler u. Reformer des Buchgewerbes, tätig u. a. für den Zeitler-Verlag, Inselverlag, C. E. Poeschel Verlag.

Kapr, A. (Hrsg.): Traditionen der Leipziger Buchkunst: Carl Ernst Poeschel, W. T., Hugo Steiner-Prag u. a. Leipzig 1989.

Beatrice Vierneisel

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten