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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Weber, Erna

* 30.4.1910

Über die auf dem XII. Weddinger Parteitag 1929 als Kandidat in das ZK gewählte Erna Weber waren keine eindeutigen biographischen Angaben zu ermitteln. Vermutlich handelt es sich um die am 30. April 1910 in Nürnberg als Tochter des Johann Weber geborene Erna Weber, von Beruf Kindergärtnerin. Sie war Ende der zwanziger Jahre in Berlin KPD-Funktionärin und wurde 1929 als junge Frau zur Kandidatin ins ZK berufen. Erna Weber nahm im Oktober 1932 an einer (von Walter Ulbricht geleiteten) Schulung in Brandenburg/Havel teil. Sie war nach 1933 für einige Jahre im Ausland, u. a. in Nordafrika und Schweden, kehrte später nach Deutschland zurück, wo sich ihre Spur verliert. Nach einer anderen Überlieferung kam Erna Weber 1929 als Delegierte Westssachsens zum XII. Weddinger Parteitag und ins ZK. Im März 1932 wurde Erna Weber vom Polbüro wegen »rechtsopportunistischen Verhaltens« aus der KPD ausgeschlossen.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten