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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Weber, Joseph

* 19.2.1894 ✝ 27.3.1932

Geboren am 19. Februar 1894 in Mühldorf/Inn, Bruder von Hans Weber. Lernte Schlosser, arbeitete als Kesselschmied und Schiffbauer in Speyer und Ludwigshafen/Rhein und wurde von seinem Bruder in die politische Bewegung eingeführt. Joseph Weber trat 1921 der KPD bei und wurde 1924 Sekretär des UB Pfalz (im Bezirk Rhein-Saar). Durch den Kampf gegen die Separatisten bekannt geworden, wurde er 1924 für die KPD in den Bayerischen Landtag gewählt. Wie sein Bruder stand auch er seit 1925 bei der ultralinken Opposition. Er verließ 1926 die KPD und war zunächst fraktionsloser Abgeordneter. 1928 trat er zur SPD über, für die er im selben Jahr in den Bayerischen Landtag wiedergewählt wurde. Der populäre Joseph Weber starb am 27. März 1932 in Speyer.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten