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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Wundsch, Hans Helmuth

* 29.9.1887 ✝ 13.11.1972

Geb. in Lyck (Ostpr. / Ełk, Polen); Vater Berufsoffz.; Gymnasium in Berlin; 1908 – 11 Studium der Naturwiss. in Lausanne, München u. Berlin; Prom. zum Dr. phil. mit einer Diss. zur Parasitenkunde; 1912 – 17 Assistent am Inst. für Fischerei in Berlin-Friedrichshagen; 1917 – 25 Ltr. der Fischereiabt. der Landw. Versuchsstation Münster der Landw.-Kammer u. nebenamtl. Oberfischmstr. für Westf.; 1917 Habil. an der Landw. HS Berlin, 1918 auch an der Univ. Münster; hier Lehrauftrag für Hydrobiol. bis 1925; ab 1925 ord. Prof. für Fischereiwiss. u. Dir. des Fischerei-Inst. der Landw. HS Berlin bzw. der Landw.-Gärtner. Fak. der Univ. Berlin; nebenamtl. Dir. der Preuß. Landesanstalt für Fischerei in Berlin-Friedrichshagen; 1937 aus pol. Gründen in den Ruhestand versetzt; bis 1945 priv. Forschungen.

Sommer 1945 für die Wiederaufn. des Lehrbetriebs an der Univ. Berlin u. den Wiederaufbau der Fischwirtschaft auf den Berliner Gewässern als nebenamtl. Dir. des Fischereiamts des Magistrats tätig; bei Neueröffnung der Univ. im Jan. 1946 als ord. Prof. für Fischerei u. Fischzucht bestätigt; 1954 – 56 Dekan der Landw.-Gärtner. Fak. der HU Berlin; wirkte ab 1947 als nebenamtl. Dir. für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Inst. in Berlin-Friedrichshagen; 1951 Gründungsmitgl. der DAL; bis 1958 Dir. des (nunmehrigen) Inst. für Binnenfischerei der DAL; 1953 NP; 1957 Dr. h. c. der HU Berlin; 1962 em.

Sek.-Lit.: Schäperclaus, W.: Ein Leben für die Fischerei. H. H. W. zum 70. Geb. (mit Bibl.). Radebeul 1957; Kowalczuk, I.-S.: Geist im Dienste der Macht. Berlin 2003.

H. H. W. gilt als Begründer des fischereiwiss. Fachstudiums in Dtl. (ab 1952 an der HU Berlin); er war Hrsg. der Abhandlungen aus der Fischerei (ab 1949), der Ztschr. für Fischerei (ab 1952) u. der Dt. Fischerei-Ztg. (ab 1954); mehr als 200 Publ. zur wiss. Fundierung der Fischereiwiss. als Spezialdisz., u. a.: Fischereikunde (2. Aufl., 1963).

Ilko-Sascha Kowalczuk

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten